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Gesunde Mitarbeiter – gesunde Unternehm

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20
Titel
Gesunde Mitarbeiter – gesunde
Der Titel verrät bereits: Die Gesundheitswirtschaft beinhaltet viele Aspekte. Hier geht es um den zweiten
Gesundheitsmarkt, der in der jüngsten Studie der „Initiative gesundheitswirtschaft rhein-main“ sehr weit
gefasst wird (s. S. 22) und es geht um Betriebliches
Gesundheitsmanagement (BGM), schließlich rechnen
sich fitte und gesunde Mitarbeiter langfristig für Unternehmen.
Zwei Studien der „Initiative gesundheitswirtschaft
rhein-main“ belegen in ihren Prognosen die stetig
wachsende Bedeutung der Gesundheitswirtschaft: Mit
einem Anstieg der Bruttowertschöpfung um 30 Prozent von 13 auf 17 Milliarden EUR kann die Gesundheitswirtschaft bis 2020 zu einem entscheidenden
„Wer keine Zeit für Bewegung hat, hat
irgendwann viel Zeit für Krankheiten.“
Prof. Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln
Wachstumsmotor der Rhein-Main-Region werden. Die
Zahl der Erwerbstätigen wird um 30.500 steigen. Über
350.000 Menschen werden dann in der Gesundheitswirtschaft beschäftigt sein.
Die aktuelle Studie von 2014 unterstreicht den
Wirtschaftfaktor Gesundheitswirtschaft: Demnach
wird für Deutschland insgesamt die Bruttowertschöpfung für den Zweiten Gesundheitsmarkt auf 68 Milliarden EUR geschätzt. In der Rhein-Main Region wurden 2012 rund 3,6 Milliarden EUR erwirtschaftet. Der
Anteil an der Gesundheitswirtschaft insgesamt beträgt 14,3 Prozent. „Für die wirtschaftliche Entwicklung in der Rhein-Main-Region ist das eine gute
Nachricht, weil – trotz anhaltender Politik der Kostendämpfung im Gesundheitswesen – die Gesundheitswirtschaft überproportional wächst“, erklärte Florian
Gerster, Vorsitzender der Initiative gesundheitswirtschaft rhein-main e.v. Dies bedeute mehr Wohlstand,
mehr Arbeitsplätze und mehr Steuereinnahmen für die
öffentliche Hand in Rhein-Main. Die Studie identifiziert einige Kernbereiche als Wachstumsfelder.
Elektive und privat finanzierte
Gesundheitsleistungen
Diese setzen sich aus den vier Bereichen Individuelle
Gesundheitsleistungen (IGeL), Zahngesundheit, Ästhetische Medizin und Komplementärmedizin (vor allem
Heilpraktiker) zusammen und belaufen sich in RheinMain auf deutlich über eine Milliarde EUR Umsatz pro
Jahr. „Die Zukunftsaussichten sehen wir als moderat
positiv an. Dies kann angesichts der überdurchschnittlich guten Einkommens- und Bildungsstrukturen nicht überraschen“, sagt Gerster.
Gesundheitstourismus
Beim Gesundheitstourismus gehören Hessen und die
Rhein-Main-Region – von einigen Spitzendestinationen abgesehen – nicht zu den klassischen Anbieterregionen. Gleichwohl stellen der Gesundheitstourismus, Medical Wellness und Fitness in der
Rhein-Main-Region mit knapp 760 Millionen EUR
Jahresumsatz einen beachtlichen Wirtschaftsfaktor
dar.
Betriebliches Gesundheitsmanagement
Krankheitsbedingte Arbeitsausfälle kosten deutsche
Unternehmen alljährlich Milliardensummen. Tendenz
steigend.
Auf mehr als 310 Millionen EUR werden in RheinMain die Ausgaben für das Betriebliche Gesundheitsmanagement geschätzt. Allerdings erfolgt hier ein Zusammenspiel mit den Aktivitäten der Berufsgenossenschaften, Unfallversicherungen und Krankenversicherungen, deren Beiträge zu Prävention und
zum Gesundheitsmanagement selbst aber erheblich
niedriger liegen. „Beim BGM finden sich in RheinMain vielfältige Einzelaktivitäten, vor allem auch von
größeren Unternehmen. Weitere Aktivitäten bei mittleren und kleinen Unternehmen wären sinnvoll“, erklärt der Vorsitzende der Initiative.
Die IHK für Rheinhessen möchte mittelständische
Firmen zum BGM ermuntern. „Am Beispiel der Konzepte großer Unternehmen sehen wir, wie wertvoll
und nachhaltig die Gesundheitsförderung von Mitarbeitern ist“, sagt Günter Jertz, Hauptgeschäftführer
der IHK für Rheinhessen. Dies geschieht vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der Tatsache, dass Mitarbeiter länger im Beruf bleiben müssen und aufgrund des Fachkräftemangels auch immer
wertvoller für die Betriebe werden.
„Viele Beispiele zeigen, dass Mitarbeiter besser,
motivierter und am Ende auch länger arbeiten, wenn
sie in Sachen Gesundheit, Ernährung, Risikofaktoren
und auch zur Notwendigkeit von Bewegung sowie
Sport regelmäßig gecoacht werden“, so Jertz. Der
Schluss liege nahe, dass gesunde Mitarbeiter auch an
einem gesunden Unternehmen arbeiten.
Repor t 01 + 02/2015
Titel
Unternehmen
Prof. Dr. Dr. Perikles Simon, Leiter der Abteilung
Sportmedizin, Prävention und Rehabilitation an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz berät mit seinem
Team Unternehmen wie SCHOTT, wie diese ungesunde
Belastungssituationen für Mitarbeiter vermeiden können. Generell sieht Simon BGM mit gemischten Gefühlen entgegen, da es eigentlich erst greift, „wenn das
Kind schon in den Brunnen gefallen ist und nur einen
gewissen Prozentsatz erreicht.“ Die Mitarbeiter leiden
bereits an Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes.
Simon spricht sich für eine gezielte Gesundheitsförderung in Kitas aus, auch für die Erzieherinnen selbst.
„Immer mehr Betriebe merken, dass schon die Azubis
mit gesundheitlichen Problemen kommen, verstärkt aus
der Unterschicht“, hat der Wissenschaftler erfahren.
Positive Beispiele, dass frühe Gesundheitserziehung
funktioniere, sieht er in den skandinavischen Ländern.
Dass diese Beobachtung stimmt, vermittelt auch
die Gesundheitsinitiative Worms (GIW): „ Es ist besorgniserregend: Mittlerweile sind unter 20-Jährige
häufiger krank als über 45-Jährige“, schreiben die Initiatoren. Dazu komme, dass mit zunehmendem Alter
die körperlichen Gebrechen und damit die Fehlzeiten
drastisch zunehmen. Das liegt vor allem an der
Schwere der Krankheitsbilder. Ganz vorn rangieren
mittlerweile psychische Erkrankungen, wie das BurnOut-Syndrom, mit durchschnittlich 24 Fehltagen pro
Krankheitsfall, gefolgt von Herzkreislauf- und Muskel/
Skelett-Erkrankungen mit rund 17 Fehltagen.
BGM ist nach Ansicht von Experten ein Mittel,
frühzeitig, beispielsweise bei Azubis anzusetzen. Dadurch seien viele der genannten Krankheiten nach
heutigem Kenntnisstand vermeidbar. Studien zeigten,
dass sich insbesondere regelmäßiges, betreutes Muskeltraining zur Vorbeugung sowie zur begleitenden
Behandlung sogenannter Volkskrankheiten eignet und
effektives Fitnesstraining das Herz-Kreislauf-System
erheblich verbessert.
Für BGM gibt es bereits zahlreiche Programme
unterschiedlicher Anbieter von Hochschulen über
Sportvereine bzw. deren Landesbildungswerke und
Fitnessstudiobetreibern. BGM ist darüber hinaus eine
Wertschätzung der Mitarbeiter und dient, wie andere
Maßnahmen auch, zur Steigerung der Attraktivität
eines Unternehmens als Arbeitgeber.
Maßgeschneiderte Gesundheitsförderung/
Personalisierte Medizin
Im Vergleich zu den skizzierten „Riesen“ des Zweiten
Gesundheitsmarktes sind die sich abzeichnenden
Repor t 01 + 02/2015
neuen, lebenswissenschaftlich fundierten Wege der
maßgeschneiderten Gesundheitsförderung, auch personalisierte Medizin genannt, bei Umsätzen und Beschäftigung eher bescheiden einzuschätzen. „Gleichwohl wird ihnen für die Zukunft ein großes Potenzial
attestiert“, betont Gerster. Besonders Rhein-Main
habe als traditionelle Pharmaregion hervorragende
Aussichten dazu beizutragen und davon zu profitieren. Bei den Biotechnologien, den Lebenswissenschaften und den damit verbundenen neuen Wegen der
maßgeschneiderten Gesundheitsförderung habe die
Rhein-Main-Region überdurchschnittliche Potenziale.
Gesundheitsstandort Haushalt
Beim Gesundheitsstandort Haushalt sind die aktuellen
Umsätze zwar noch eher bescheiden, jedoch wird für
die kommenden Jahre mit kräftigen Wachstumsmöglichkeiten gerechnet. Grob geschätzt könnten sie sich
für die Rhein-Main-Region auf 200 Millionen EUR pro
Jahr addieren. „Die Wohnungswirtschaft in der Untersuchungsregion gehörte zu den Pionieren der Entwicklung des Gesundheitsstandorts Haushalt und
hat von Anfang an darauf gesetzt, zur Gesundheitsförderung und für die Betreuung Älterer
daheim
auch die modernen Informationsund
Kommunikationstechniken
zu nutzen“,
meint
Gerster.
Im Zusammenspiel
mit anwendungsorientierter Forschung, Entwicklung und Erprobung – die ebenfalls in
der Region zu Hause sind –
bieten sich hier Chancen für eine dynamische Entwicklung.
GABI RÜCKERT
21
22
Titel
Private Haushalte bieten großes Potenzial
Im Auftrag der Initiative gesundheitswirtschaft rhein-main e.V. hat Prof. Dr.
Josef Hilbert (Foto), Geschäftsführender
Direktor des Instituts Arbeit und Technik
(IAT) der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen Bottrop-Recklinghausen, die
Studie erstellt. Report fragte nach.
Prof. Hilbert, Sie definieren den Zweiten
Gesundheitsmarkt weiter als dies landläufig der Fall ist.
Hilbert: Normalerweise werden mit dem
Begriff Zweiter Gesundheitsmarkt gesundheitsbezogenen Produkte und Dienstleistungen belegt, die
nicht aus öffentlichen Töpfen oder aus den Sozialversicherungen bezahlt werden. Dazu zählen auch
Wohnungserneuerungen, die auf Barrierefreiheit,
Pflegefreundlichkeit oder gesundheitliche Sicherheit
im Haushalt Gesundheitsförderung setzen. Bislang
wurden solche Bereiche nicht zum Zweiten Gesundheitsmarkt gezählt. Dies haben wir geändert, weil
dieses Handlungsfeld in den letzten Jahren immer
bedeutsamer geworden ist und in der Zukunft große
Chancen für die Menschen selbst, aber auch für einschlägig tätige Unternehmen bringen wird, etwa im
Handwerk oder in der Wohnungswirtschaft. Ganz
ähnlich stellt sich die Situation auch beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) dar. Hier werden immer mehr Betriebe aktiv und zahlen dafür
auch sehr viel Geld; also wird es Zeit, dass dieses finanzielle Engagement jenseits der Sozialversicherungen und jenseits der öffentlichen Haushalte beim
Zweiten Gesundheitsmarkt miterfasst wird.
Welches Potenzial bietet die Rhein-Main-Region aus
wirtschaftlicher Sicht im Zweiten Gesundheitsmarkt?
Hilbert: Die Rhein-Main-Region ist wie gemacht für
einen Ausbau des Engagements im Zweiten Gesundheitsmarkt. Hier lebt eine vergleichsweise einkommensstarke Bevölkerung. Hier treffen wir auf viele
Menschen, die wissen, dass es sich lohnt, sich für die
eigene Gesundheit zu engagieren. Hier arbeitet eine
Wohnungswirtschaft, die bereits viel Erfahrung mit
der Unterstützung des gesundheitsorientierten zuhause Lebens im Alter hat. Und hier gibt es auch
viele Firmen, die ganz gezielt auf BGM setzen.
Sie haben in der Studie zwei große Unterscheidungen
getroffen: Der Gesundheitsstandort Haushalt und
das Betriebliche Gesundheitsmanagement. Inwiefern
sind diese Bereiche wirtschaftlich interessant?
Hilbert: Für den Gesundheitsstandort Haushalt könnten die Umsätze pro Jahr 200 Mio. EUR steigen, beim
BGM sogar auf mehr als 310 Mio. EUR – dort werden
allerdings auch Ausgaben der Berufsgenossenschaft,
der Unfallversicherungen und der Krankenversicherungen mit kalkuliert. Mittel- und langfristig rechne
ich damit, dass bei allen Themen rund um das zuhause Leben im Alter die größten Zukunftschancen
liegen. Da ist dann nicht nur wichtig, wie Wohnungen gestaltet sind, sondern, dass auch die Wohnquartiere selbst, die Nachbarschaften barrierearm,
gesundheitsfördernd und kommunikationsanregend
ausgestaltet werden.
Die Rhein-Main-Region ist eine starke Exportregion.
Welche Rolle spielt hier die Gesundheitswirtschaft?
Hilbert: Schon heute ist Gesundheitswirtschaft ein
starkes Stück Exportwirtschaft. Sie realisierte 2012
Exporte in Höhe von 84,7 Mrd. EUR und erzielte dabei einen Außenhandelsüberschuss von 13,6 Mrd.
EUR. In den letzten Jahren ist das Engagement der
Gesundheitswirtschaft im Export kontinuierlich gestiegen. Bislang werden noch hauptsächlich Produkte exportiert; das Interesse an der internationalen Zusammenarbeit bei der Suche nach integrierten
Systemlösungen – etwa in der Schlaganfallversorgung oder bei Fragen der beruflichen Bildung steigt enorm. Die Rhein-Main-Region hat hier alles,
was zum Ausbau und zur Weiterentwicklung gesundheitswirtschaftlicher Exportstrategien erforderlich ist und hat hier auch schon wichtige und erfolgreiche Schritte gemacht.
Welche Hausaufgaben sollten Unternehmen Ihrer
Ansicht nach machen, um in Zukunft im Gesundheitsmarkt erfolgreich unterwegs zu sein?
Hilbert: Sehr wichtig ist unseres Erachtens, dass es
bei den privatfinanzierten direkten Leistungen – also
etwa bei der Schönheitschirurgie – branchenweit getragene Ansätze für mehr Transparenz, Patientenaufklärung und zum Qualitätsmanagement gibt. Beim
Thema Gesundheitsstandort Haushalt ist der Ausbau
der Zusammenarbeit zwischen der Wohnungswirtschaft, der Industrie und dem Handwerk einerseits
sowie den Gesundheits- und Sozialdienstleistern andererseits angesagt. Beim BGM geht ein innovativer
Trend in Richtung Austausch zwischen den aktiven
Unternehmen einerseits sowie zum Brückenschlag zu
kommunalen und regionalen Initiativen andererseits.
GRÜ
Repor t 01 + 02/2015
24
Titel
Beim Rudern sitzen alle in einem Boot
Wir sitzen alle in einem Boot – dieses Gefühl
hat die Abteilung Kinderonkologie an der Mainzer
Uniklinik, wenn sich die Mitarbeiter zum Rudern
treffen. „Entstanden ist diese Initiative in unserer Abteilung durch ‚Rudern gegen Krebs‘.
Inzwischen ist das gemeinsame Rudern zu einem
regelmäßigen Termin zwischen dem gesamten
Personal geworden“, berichtet Sandra Stössel,
Mitglied im Mainzer Ruderverein von 1878 und
Mitarbeiterin der Kinderonkologie. Sie hat die
Betriebssportgruppe initiiert. Tatsächlich beteiligen sich Ärzte und Pfleger gemeinsam daran und
verabreden sich inzwischen selbstständig zum
Rudern.
Jan Winsloe, Sandra Stössel, Matthias Uhlemann und Renate Michalik zeigen schon
mal die Trockenübungen.
unter anderem für Unternehmen öffnen möchte.
„Rudern wird ein neuer Baustein in unserem Angebot. Wir wollen über die Breite unsere Mitarbeiter
erreichen“, beschreibt Uhlemann. Denn Gesundheitstage, Beratungen bei Familienproblemen und
diverse betriebliche Sportangebote gibt es bei der
MVB bereits. „Betriebssport kann nur auf der Basis
von Freiwilligkeit erfolgreich sein. Wir setzen den
Zug aufs Gleis, fahren werden die Mitarbeiter später selbst“, hat Renate Michalik erfahren.
Genauso wird das Ruderangebot funktionieren.
„Der Verein schult die Interessierten, zunächst in
der Theorie und im Kraftraum, dann geht es auf
den Rhein“, erläutert Winsloe. Es sei immer ein erfahrener Ruderer dabei, der zur Not das Boot auch
alleine in den sicheren Hafen zurück bringen
könne. Der Clou beim Rudern: Alle haben sich dem
Kommando des Steuermanns unterzuordnen – dabei spielt die Hierarchie im Unternehmen keine
Rolle mehr. „Die Kollegen erfahren beim Rudern
viel über sich selbst und erleben wichtige Dinge“,
schmunzelt Sandra Stössel. Hemmungen würden
abgebaut und die Kommunikation auch später im
Arbeitsalltag erheblich verbessert. Respekt haben
die MVB-Verantwortlichen sicherlich vor dieser
neuen Sportart, fühlen sich beim Mainzer Ruderverein aber bestens aufgehoben. „Ziel ist, dass die
MVB-Mitarbeiter nach der Einführungsphase als
eigenständiges MRV-Mitglied im Verein rudern,
das kann mit den Kollegen sein oder mit anderen
Mitgliedern“, hofft das Vorstandsmitglied.
Für Unternehmen sieht Winsloe das Rudern als
Motivationsevent und Instrument zur Mitarbeiterförderung. Der Mainzer Ruderverein stehe dafür
bereit.
GRÜ
Dieses Gefühl - wir sitzen alle in einem Boot wollen die Mitarbeiter der Mainzer Volksbank
(MVB) ebenfalls bekommen. Gemeinsam mit Jan
Winsloe, Vorstandsmitglied des Mainzer Rudervereins und dem Leiter Personal der MVB, Matthias
Uhlemann, und seiner Stellvertreterin, Renate
Michalik, peilen sie dieses Frühjahr als Start für die
Einführung in den Rudersport an. „Die Kontakte
zum MRV bestehen schon lange und jetzt wollen
wir das Angebot ähnlich umsetzen wie bei der Kinderonkologie“, sagt Winsloe, der den Breitensport
Mainzer Ruderverein v. 1878 e.V.
Jan Winsloe, Vorstand Sport
E-Mail: sport@mainzerruderverein.de
www.mainzerruderverein.de
Repor t 01 + 02/2015
Titel
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MVG verringert Krankentage durch BGM
Mehr als zehn Millionen Kilometer fahren die rund
440 Fahrer/innen der Mainzer Verkehrsgesellschaft
(MVG) und dem Tochterunternehmen City Bus Mainz
(CBM) im Jahr. Das heißt gleichzeitig, diese 10 Millionen Kilometer sitzen die Fahrer in ihren Bus- und
Straßenbahnkabinen. „Das ist eine große Belastung,
nicht nur für den Rücken, auch für das Immunsystem
und die Konzentration. Schließlich tragen die Fahrer
eine hohe Verantwortung für die Fahrgäste“, sagt
Jochen Erlhof, Geschäftsführer der MVG.
Schon früh hat das städtische Unternehmen deshalb
ein Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)
eingeführt, um Krankheitstage zu verringern. „Für
uns ist das auch eine betriebswirtschaftliche Rechnung: Bei einem Bedarf von 350 Fahrern benötigen
Eine Analyse hatte zuvor ergeben, dass Muskel- und
Skeletterkrankungen mit 27 Prozent vor Atemwegserkrankungen (16 Prozent) und Verletzungen (15 Prozent) die häufigsten Gründe für eine Krankschreibung
sind.
Darüber hinaus bietet die MVG einmal im Monat
einen Vitamintag mit kostenlosem Obst, einen eigenen Entspannungsraum mit einer Massageliege und
die Grippeschutzimpfung an. Mit dem jährlichen Gesundheitstag setzt das Unternehmen immer wieder
einen Impuls für die Mitarbeiter, versucht die Akzeptanz für gesundheitsbewusstes Verhalten zu steigern.
„Die MVG kann nur die Angebote bereithalten,
wahrnehmen und umsetzen müssen es die Mitarbeiter selbst. Wir setzen auf die Eigenverantwortung“,
betont der MVG-Geschäftsführer. Für BGM gibt das
städtische Unternehmen jährlich etwa 75.000 EUR
aus. Der Krankenstand ist seit dem Jahr 2000 von 12
Prozent auf aktuell 8 bis 9 Prozent zurückgegangen.
Es waren2005 schon mal 6 Prozent. Erlhofs Bilanz
nach mehr als zehn Jahren BGM: „Es lohnt sich in Betriebliches Gesundheitsmanagement zu investieren.
Allerdings werden nicht alle Mitarbeiter erreicht. Es
gilt aber: steter Tropfen höhlt den Stein.“
GRÜ
Jochen Erlhof entspannt in einem eigens dafür eingerichtetem Raum.
wir bei einer Krankenquote von 10 Prozent 389 Mitarbeiter, sinkt die Krankenquote auf 6 Prozent brauchen wir 372 Fahrer. Die Differenz bei den Personalkosten beträgt 600.000 EUR im Jahr.“ Bei der
aktuellen Anzahl der Fahrer dürfte daher rund eine
Million Einsparvolumen erreicht werden, wenn sich
der Krankenstand halbiert.
BGM bei der MVG basiert auf unterschiedlichen
Säulen: Die persönliche Betreuung des Fahrpersonals, besonders nach Krankheit, steht an erster
Stelle. Das kann zu Sonderdienstfahrplänen für gesundheitlich eingeschränkte Mitarbeiter führen,
umfasst aber auch Belohnungen und Sanktionen.
Aktive Gesundheitsförderung betreibt die MVG mit
kostenfreien Angeboten wie Massagen, Krankengymnastik, Gerätetraining, Sauna und Schwimmen.
„Dafür haben wir Verträge mit den beiden VitafitStudios in Hechtsheim und Mombach sowie mit
dem Taubertsberg Bad abgeschlossen“, erläutert
Erlhof.
Repor t 01 + 02/2015
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26
Titel
WEPA praktiziert BGM im Schichtbetrieb
Petra Krengel,
Betriebliche
Gesundheits­
förderung WEPA
Gruppe, und
Franz Weber (r.),
Werkleiter am
Rhein.
Es ist eine ganz besondere Herausforderung, Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) im
Schichtbetrieb anzubieten. Die WEPA Hygieneprodukte GmbH in Mainz hat dies im vergangenen Jahr
geschafft. „Statt einem Gesundheitstag haben wir
eine Gesundheitswoche veranstaltet, bei der sich die
Angebote wiederholt haben, sodass die 160 Mitarbeiter aus den Schichten mitmachen konnten“, beschreibt Franz Weber, Werksleiter der WEPA Mainz.
Umgesetzt haben die Gesundheitswoche Personalleiterin Ursula Stooß und ihr Team. Als MainzMombacher Unternehmen ist WEPA an die Vereine in
dem Stadtteil herangetreten, sprich den Mombacher
Turnverein (MTV) und den Alpenverein mit der Kletterhalle. Sozusagen vor der Haustür liegen die Ruderfreunde der Mainzer Rudergesellschaft 1898, die
ebenfalls mit involviert waren. „Für uns war es wichtig, qualifizierte Trainer zu bekommen und diese haben wir in den Vereinen gefunden“, freuen sich Weber und Stooß. Da waren sie bei Birgitt Nebrich,
langjährige Vorsitzende des MTV und aktiv im
Sportbund Rheinhessen, an der richtigen Adresse.
„Über 100 Übungsleiter sind bei uns aktiv“, berichtet
sie stolz. Diese zeigten, was es mit dem Flexi-Bar,
Nordic-Walking oder der Sturzprophylaxe auf sich
hat und welche Angebote der MTV für Mitglieder
parat hält. Denn ein Ziel von BGM ist, Lebensgewohnheiten bei Mitarbeitern zu ändern und sie zu
Bewegung zu motivieren.
„Aktiv. Beweglich. Gesund.“ lautete das Motto,
das vom Stammsitz der WEPA Gruppe in ArnsbergMüschede ins Leben gerufen und dort schon erprobt
worden war. „Es war eine tolle Atmosphäre und hat
die Mitarbeiter schicht- und abteilungsübergreifend
zusammen gebracht“, schildert der Werkleiter. Als
gutes Beispiel marschierte Franz Weber bei der Tageswanderung selbst mit, oder probierte sich beim
Zumba aus. Die Beteiligten sind sich einig: Ein voller
Erfolg!
„Es ist ungewöhnlich, dass ein Unternehmen eine
Gesundheitswoche so selbstständig und professionell organisiert“, bescheinigt Marco Fusaro, Geschäftsführer des Bildungswerkes des Landessportbundes Rheinland-Pfalz. Gerade in ländlichen
Regionen habe er andere Erfahrungen gemacht. „Es
ist das Netzwerk von 400 Sportvereinen und 1.600
Kursleitern, von den Unternehmen profitieren können“, betont Fusaro. Weil BGM immer wichtiger
wird, gerade auch hinsichtlich der Fachkräftesituation, bildet das Bildungswerk des Landessportbundes zertifizierte Gesundheitsmanager auch 2015
wieder aus und berät Unternehmen, wie sie BGM
umsetzen können.
„Im Rahmen der ganzheitlichen Betrieblichen Gesundheitsförderung mit den Bausteinen ‚Gesundheitswoche‘ und ‚Mitarbeiterberatung‘ unterstützen
wir unsere Beschäftigten, möglichst gesund zu bleiben und fit und aktiv Spaß am Leben zu haben“, erläutert Silvia Kerwin, Leiterin der Unternehmenskommunikation in der Zentrale, die Philosophie des
Familienunternehmens.
GRÜ
WEPA H YGIENEPRODUK TE GMBH
1948 als „Westfälische Papierfabrik“ in Arnsberg von Paul
Krengel gegründet.
Neben dem Firmensitz in Arnsberg-Müschede betreibt WEPA zehn weitere Standorte in Deutschland und Europa und
beschäftigt knapp 3.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet als
Familienunternehmen rund 1 Mrd. EUR Umsatz mit der Produktion von Toilettenpapier, Küchentücher, Taschentücher,
Kosmetiktücher, Handtuchpapier, Servietten und Industrierollen.
bildungswerk
Das Bildungswerk des Landessportbundes Rheinland-Pfalz
berät, begleitet und initiiert für Unternehmen ein variables,
individuelles und ganzheitliches Gesundheitsmanagement.
b gm@bildungswerksport.de
bgm.bildungswerksport.de
Repor t 01 + 02/2015
Titel
27
Transgourmet justiert BGM permanent nach
Heinz M. (Name geändert) arbeitet bei Transgourmet
in Mainz. Der Angestellte hat Diabetes mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) in den
Griff bekommen. Ein Beweis dafür, dass BGM einen
Impuls für eine Lebensumstellung setzen kann.
Seit etwa drei Jahren hat der Speziallieferant für
Hotellerie, Gastronomie, Betriebsverpflegung und
soziale Einrichtungen einen Kooperationsvertrag mit
Martin Weber, Inhaber des Fitness- und Bewegungszentrums Aktiv & Gesund: „Wir entwickeln mit dem
Unternehmen zusammen Maßnahmen im Rahmen
von BGM, die die Mitarbeiter in der Firma wahrnehmen können, aber auch bei uns im Studio.“ Selbstverständlich gehören individuelle Trainingspläne je
nach Voraussetzung der Mitarbeiter zum Angebot.
Personalleiterin Gabriele Eigenbrodt-Hartmann
lobt die kontinuierliche Zusammenarbeit: „Durch
den regelmäßigen Austausch justieren wir unsere
Programme in gewissen Abständen je nach Bedarf
nach und bieten damit den Mitarbeitern immer wieder Neues.“
Die Aktivitäten umfassen eine breite Palette wie
eine ausgewogene Verpflegung am Arbeitsplatz oder
Massagen in der Firma, die Mitarbeiter während einer flexiblen Mittagspause in der Firma wahrnehmen können, allerdings selbst zahlen müssen.
Wer die Firmenzentrale in der Wilhelm-TheodorRömheld-Straße betritt, entdeckt sofort das Obst
am Empfangstresen, das kostenlos angeboten wird.
Ein eigener Bewegungs- und Ruheraum ist ebenfalls
Teil von BGM. „Bei der Verwaltung gibt es selbstverständlich andere Bedürfnisse als in der Logistik. Hier
führen wir kontinuierliche Personalgespräche, um
den Anforderungen gerecht zu werden“, beschreibt
die Personalleiterin. Doch auch sie stellt fest: „Es ist
mühsam die Menschen zu bewegen. Wir müssen mit
kleinen Erfolgen zufrieden sein.“
Sensibilisierung für Bewegung und Ernährung ist
daher oberstes Gebot aller angebotenen Maßnahmen. „Es soll Spaß machen, deshalb gab es schon
Selbstverteidigungskurse und beim Mainzer Firmenlauf machen auch immer mehr Mitarbeiter mit“, sagt
Gabriele Eigenbrodt-Hartmann. Ziel ist, dass die
Mitarbeiter privat Bewegung in ihr Leben integrieren, als Bonbon sozusagen gibt es vergünstigte Mitgliedschaften. Der Kooperationsvertrag mit Weber
sei auf eine langfristige Zusammenarbeit angelegt,
„weil wir als Unternehmen wissen, das uns die Gesundheit unserer Mitarbeiter etwas wert ist.“ Die
Personalleiterin schätzt, dass am Standort Mainz
etwa 30 bis 40 Prozent der Mitarbeiter aktiv sind.
Repor t 01 + 02/2015
Gabriele
EigenbrodtHartmann,
Martin Weber
und Frederike
Siepmann im
Funktionsraum
von Trans­
gourmet (v. l.)
„BGM macht ein Unternehmen auch für Bewerber
interessant“, ist Gabriele Eigenbrodt-Hartmann überzeugt.
GRÜ
OHG Transgourmet GmbH & Co.
Mit über 35.000 Kunden, mehr als 3.300 Mitarbeitern und
rund 1,3 Mrd. EUR Umsatz zählt das Mainzer Unternehmen
Transgourmet nach eigenen Aussagen zu den führenden Unternehmen in der Branche.
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28
Titel
Erster Gesundheitstag bei der IHK
ist ein voller Erfolg
Die IHK für Rheinhessen hat im Oktober 2014 erstmals einen Gesundheitstag für ihre Beschäftigten
veranstaltet. „Das Thema Gesundheit, Stressausgleich, Ernährung und Entspannung wird immer
wichtiger und die Beschäftigten müssen auch ein Signal vom Arbeitgeber in dieser Hinsicht erkennen
können“, nennt Michael Essig, Vorsitzender des IHKPersonalrats, Gründe für einen Gesundheitstag. Bei
der Hauptgeschäftsführung stößt der Gesundheitstag auf Zustimmung, fehlen nur noch die Partner. Die
findet der Personalrat nach gründlicher Recherche.
Renommierte Institutionen und Unternehmen erklären sich bereit, den IHK-Beschäftigten eine breite
Palette von gesundheitsrelevanten Maßnahmen zu
präsentieren. Venenscreening, Blutzucker- und Cholesterin-Messungen gehören ebenso zum Angebot
wie Vorträge zu Stress, gesunder Ernährung oder Ergonomie am Arbeitsplatz. Wer lieber selbst aktiv
sein wollte, konnte bei der progressiven Muskelentspannung und bei Rückenausgleichsübungen mitmachen.
„Der Gesundheitstag ist von den Kollegen sehr
gut angenommen worden und wird von nun an regelmäßig einmal im Jahr stattfinden“, resümiert Michael Essig. Immerhin haben 42 von 64 Mitarbeitern
aktiv daran teilgenommen und das Angebot im Nach­hinein mit „sehr gut“ bewertet. Auch die Geschäftsführung unterstützt dieses Vorhaben: „Die Gesundheit unserer qualifizierten Mitarbeiter ist ein
wichtiger Aspekt für die Personalentwicklung unserer Häuser. Der Gesundheitstag gibt viele Impulse
für einen gesunden und aktiven Lebensstil“, sagt
Andreas Resch, IHK-Geschäftsführer, zuständig für
den Bereich Zentrale Dienste.
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IHK-Veranstaltung: Gesunde Mitarbeiter –
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Oliver Burghardt
Fax: 06131 262-1701
Telefon: 06131 262-1700
E-Mail: oliver.burghardt@rheinhessen.ihk24.de
"
D ie Teilnahme ist kostenfrei.
Wie dieses Titelthema zeigt,
spielt die Gesundheit der Mitarbeiter eine immer größere
Rolle für die Unternehmen.
Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) setzt hier
Impulse. Ziel von BGM ist, die
Belastungen der Beschäftigten zu optimieren und die
persönlichen Ressourcen zu
stärken. Denn: Gesunde Mitarbeiter führen nachweislich
zu gesunden Unternehmen.
In diesem Zusammenhang spielen Kooperationen
zwischen Unternehmen und
Sportvereinen eine immer
stärkere Rolle, um BGM auf
hohem Niveau umzusetzen.
Darüber hinaus zeigt die Studie der Initative gesundheitswirtschaft rheinmain e. V.,
dass immer mehr Menschen
in der Rhein-Main-Region bereit sind, für Gesundheit, Fitness und ein gutes Lebensgefühl Geld aus der eigenen
Tasche auszugeben. In einer
immer älter werdenden Gesellschaft profitieren Unternehmen von Anbietern aus
dem Zweiten Gesundheitsmarkt und positionieren
sich verstärkt in diesem Bereich.
„Gesunde Mitarbeiter – gesunde Unternehmen“ – das ist
das Motto unter dem die IHK
für Rheinhessen Sie herzlich
zur Veranstaltung am 24. März
2015 um 16 Uhr in die IHK in
Mainz einlädt.
w ww.rheinhessen.ihk24.de/
gesundheitswirtschaft
Dok.-Nr. 21587
Repor t 01 + 02/2015
Titel
29
Von der Firma ins Fitnessstudio
EWR, Renolith und Volksbank Alzey-Worms waren die
Unternehmen der ersten Stunde der Wormser Gesundheitsinitiative Worms (GIW). Inzwischen haben
sich die Unternehmen Grace und die Reifenhäuser
Kiefel Extrusion GmbH angeschlossen. Damit können
mehr als 3.000 Beschäftigte die Angebote nutzen
und ihrer Gesundheit etwas Gutes tun. Die Idee hinter
GIW hatten das Wormser Beratungsunternehmen
Praeveneo Health Solutions und das Fitness-Studio
INJOY Worms. Praeveneo Health Solutions bietet Gesundheitsdienstleistungen für Unternehmen an und
betreut Kunden wie SAP, Deutsche Bank, Hartmann
AG. Das INJOY Worms / Black & White ist nach eigenen Angaben seit 1986 die Nr. 1 in der Region.
„Das INJOY WORMS bietet allen Mitarbeitern der
Partnerfirmen mehr als 19 Kurse in der Woche zur
Prävention für die Gesundheit an“, beschreibt Geo
Heß, Inhaber des Fitnessstudios, das Angebot für alle
Mitarbeiter. Selbstverständlich stehen ausgebildete
Trainer mit Rat und Tat zur Seite. „Die Wormser Firmen haben mit GIW die bestmögliche Situation, BGM
wortwörtlich zu nehmen und umzusetzen“, findet der
Sportstudioinhaber. Ziel der Initiative ist es, BGM für
mittelständische Unternehmen einfach umzusetzen.
Als Partnerunternehmen erhalten die Firmen und
Mitarbeiter umfassende Informationen zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement BGM im Internetportal www.praeveneo-healthonline.de, anonymisierte Dokumentationsmöglichkeit von individuellen
19 Kurse stehen den rund 3.000 Beschäftigten in der Woche zur Verfügung.
Gesundheitsdaten und Trainingsaktivitäten. Im Fitnessstudio halten sich die Mitarbeiter durch das
Kursangebot fit und können einmal pro Monat Nutzung die Wellness- und Saunalandschaft nutzen.
Einmal im Jahr veranstaltet GIW einen Gesundheitstag mit Informationen und Schnupperkursen für die
Mitarbeiter und deren Familien.
„Das Maß des Trainings können die Beschäftigten
ganz erheblich selbst bestimmen und gestalten.
Jede Information zu Gesundheitsthemen und jede
Trainingseinheit sind kleine, aber in der Summe bedeutende Bausteine“, gibt Heß zu bedenken. Wer
später Mitglied im Fitnessclub werden wolle, erhalte
Sonderkonditionen.
GRÜ
Thimm Gesundheitsmanagement wurde nominiert
Das betriebliche Gesundheitsmanagement
von Thimm Verpackung (TGM) wurde bei
erstmaliger Teilnahme an dem Wettbewerb „Human Resources Excellence Award
2014“ unter insgesamt rund 500 Bewerbern aus Deutschland, Österreich und der
Schweiz in der Kategorie „Kleine und
mittlere Unternehmen (KMU): Betriebliches Gesundheitsmanagement“ nominiert.
Das Northeimer Familienunternehmen
Thimm, mit einem Standort in Alzey und
Thimm Display in Wörrstadt, hat sich
Ende 2010 bewusst für ein systematisches und ganzheitliches betriebliches
Gesundheitsmanagement entschieden, das
über rein arbeitsschutzrechtliche Anforderungen hinausgeht. Dabei hat sich der
Verpackungsspezialist zum Ziel gesetzt,
Repor t 01 + 02/2015
die Mitarbeiter in erster Linie in ihrer Eigenverantwortung für ihre Gesundheit zu
unterstützen sowie die Motivation und
Zufriedenheit am Arbeitsplatz weiter zu
fördern. Das Thimm Gesundheitsmanagement ist mittlerweile ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Personalpolitik, der Führungskräfte wie Mitarbeiter
gleichermaßen einbindet.
Mit den Human Resources Excellence
Awards zeichnet das Personalfachmagazin Human Resources Manager, in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Zeitung jährlich herausragende Kampagnen
in verschiedenen Kategorien rund um
zentrale Themen des Personalmanagements aus.
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Auf der Platte 4
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