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LESESTOFF: FLAKE – DIE BIOGRAFIE EINES RAMMSTEIN-MUSIKERS | SEITE KULTUR
FreiePresse
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 24. März 2015
„Schenk noch
mal ein ...“
LOKALES
KLINGENTHAL/OELSNITZ
Eisenbahn kämpft
ums Überleben
Vom griechischen Wein sang einst
Udo Jürgens – und vom schweren
Schicksal der griechischen Gastarbeiter in Deutschland. Um die
schwierige Situation im heutigen
Griechenland ging es gestern in Berlin beim Antrittsbesuch von
Ministerpräsident Alexis Tsipras. Er
braucht dringend weiter die finanzielle Unterstützung der Europäer.
Dafür muss er jedoch vor allem
Bundeskanzlerin Angela Merkel
noch von seinem Reformprogramm
überzeugen. Die Kanzlerin hat die
Bereitschaft zum Aufbau einer Entwicklungsbank zur Unterstützung
Griechenlands signalisiert. Wenn
Hilfe gewünscht werde, könne man
darüber reden, sagte Merkel nach
dem Treffen mit dem griechischen
Ministerpräsidenten gestern in Berlin. Konkrete Zusagen könne sie
aber nicht machen. Beide Politiker
bemühten sich unterdessen, die
Wogen im deutsch-griechischen
Verhältnis zu glätten.
Die 1997 erfolgte Regionalisierung der Eisenbahn im Vogtland
war ein Pilotprojekt für den Freistaat Sachsen. Von einem Erfolgsmodell spricht niemand. Gestrichene Zuwendungen zogen das
Aus von Linien nach sich. Fehlende Vernetzung von Bus und Bahn
führt zu Kritik der Fahrgäste, die
Anbindung an die benachbarten
Zentren ist wegen der langen
Fahrzeiten vielfach unattraktiv.
Vom Aufgeben ist beim Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland aber nicht
Seite 9: Bericht
die Rede. (tm)
OELSNITZ/KLINGENTHAL
Vogtländer zahlen
für Autonummern
Wunschkennzeichen mit besonderen Initialen, Buchstabenkombinationen oder Ziffernfolgen
sind im Vogtland sehr beliebt. Ihr
Anteil an Fahrzeugzulassungen
im Vogtlandkreis beträgt 68 Prozent, teilte die Behörde auf Nachfrage mit. Das Kennzeichen eigener Wahl kostet 10,20 Euro sowie
eine Vorabreservierungsgebühr
von 2,60 Euro. Die Gebühren sind
dabei bundesweit einheitlich geregelt. Das Landratsamt erzielte
damit Einnahmen von knapp
250.000 Euro. (us) Seite 9: Bericht
IN DIESER AUSGABE
Sachsen Der Machtkampf
in der Sachsen-AfD und das
Verhältnis zu Pegida
Aus aller Welt Wie ein
Skalpell aus einem Mann
eine Traumfrau schafft
Ratgeber Schöner flirten –
Experte gibt Tipps für das
erste Kennenlernen
FOTO: REINER JENSEN/DPA
Seite 3: Bericht, Seite 4: Leitartikel
Klinik-Keime: Ministerium
plant schärfere Meldepflicht
Bis zu 15.000 Menschen
sterben jährlich in Kliniken an multiresistenten
Erregern. Experten
befürchten, dass die
Anzahl steigt, wenn nicht
gegengesteuert wird.
BERLIN/DRESDEN — Mit
schärferen
Meldepflichten, effizienteren Kontrollen und gezielter Forschung will
das Gesundheitsministerium der zunehmenden Bedrohung durch tödliche Krankenhaus-Keime begegnen.
Nach Einschätzung des Ministeriums haben das geänderte Infektionsschutzgesetz von 2011 und die
strengeren Hygieneverordnungen
der Bundesländer von 2012 nicht die
erhoffte Wirkung entfaltet.
Nach Angaben der Regierung infizieren sich pro Jahr im Zuge von
Behandlungen 400.000 bis 600.000
Patienten. In Sachsen ist die Anzahl
der Infektionen von 3050 im Jahr
2010 auf knapp 6900 im Jahr 2013
gestiegen. Aktuellere Zahlen gibt es
nicht. Die Experten gehen davon
aus, dass sich die Infektionsgefahren
künftig noch verschärfen werden.
Gründe dafür sind die zunehmend
älteren und damit anfälligeren Patienten, die steigende Anzahl komplizierter Eingriffe sowie die Zunahme
gefährlicher Erreger.
Gefährliche resistente Erreger
sollen deshalb laut eines ZehnPunkte-Planes des Gesundheitsministeriums künftig schon beim ersten Nachweis gemeldet werden
müssen. Bisher gibt es in den Bundesländern unterschiedliche Regelungen dazu. Für die Ärzte und das
Pflegepersonal im Krankenhaus
aber auch in den Arztpraxen soll es
verpflichtende Fortbildungen geben. Dies betrifft die AntibiotikaTherapie genauso wie die Vermeidung von Infektionen. Bisher sind
Fortbildungen meist obligatorisch.
Das Ministerium prüft zudem, Patienten vor geplanten Behandlungen
verpflichtend auf multiresistente
Erreger zu testen, damit sie diese gar
nicht erst ins Krankenhaus einschleppen. Sogenannte Risikopatienten müssen die Kliniken bereits
jetzt bei Aufnahme auf multiresistente Erreger untersuchen und bis
zum Ausschluss einer Infektion isolieren. Zu Risikopatienten gehören
beispielsweise Menschen mit einem
Krankenhausaufenthalt im zurück-
liegenden Jahr. Nach Auskunft des
sächsischen Gesundheitsministeriums wird dies auch in Kliniken im
Freistaat schon praktiziert.
Die Bundesärztekammer lobte
den Plan. Präsident Frank-Ulrich
Montgomery mahnte aber eine solide Finanzierung für die Umsetzung
des Konzeptes an. Dieses muss noch
mit den Fachministerien der Länder
abgestimmt werden. (rtr/uli)
WETTER VOR ORT
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Ausführliches Wetter: Ratgeber
20013
MINDESTLOHN
Zoll kontrolliert
bislang 233 Firmen
ZWICKAU — Seit der Einführung des
Mindestlohns zu Jahresbeginn hat
der Zoll im Regierungsbezirk Chemnitz 233 Kontrollen in Unternehmen durchgeführt. Nicht zu dieser
Zahl zählen die „alten“ Mindestlohnbranchen. Aus den Überprüfungen resultierte bislang noch kein
einziges Ermittlungsverfahren. Das
teilte der Leiter der Zwickauer Finanzkontrolle Schwarzarbeit, Jens
Nagel, auf Anfrage mit. In den vier
Zollämtern in Plauen, Zwickau,
Chemnitz und Annaberg-Buchholz
sind laut Nagel derzeit knapp
150 Zöllner beschäftigt. (kru)
Seite 7: Bericht
Mehr Erreger werden gegen Behandlung unempfindlich
Etwa 90 Prozent der Krankenhausinfektionen rühren von Keimen her,
die mit einem Antibiotikum wirksam
bekämpft werden können. Problematisch sind allerdings jene Erreger, die
Resistenzen entwickelt haben. Das
geschieht vermutlich unter anderem,
weil Antibiotika in der Tiermast, aber
auch bei Menschen zu häufig und
nicht zielgenau verabreicht werden.
Dadurch werden Antibiotika-empfindliche Bakterien abgetötet, während
die Antibiotika-resistenten sich umso
konkurrenzloser vermehren können.
Einige Erreger sind gegen eine einzelne Klasse von Antibiotika unempfindlich geworden, immer mehr aber
gleich gegen mehrere Klassen. Damit
stehen immer weniger Mittel zur Bekämpfung zur Verfügung.
Die Entwicklung neuer Antibiotika
hinkt dem bislang hinterher. Am
meisten verbreitet ist der Bakterienstamm MSRA, der schwere, zuweilen
tödliche Infektionen verursacht. Er ist
gegen Antibiotika wie Penicillin unempfindlich. (dpa)
Tukur spielt Grzimek
Er bot im (bundes-)deutschen
Fernsehen den Tieren einen Platz:
Professor Bernhard Grzimek. Am
Karfreitag widmet die ARD ihm
unter anderem einen Spielfilm, in
der Hauptrolle Ulrich Tukur. Mehr
dazu heute im TV-Magazin „rtv“.
Einzelpreis 1,10 Euro
Astronauten auf Zwillings-Mission
GEFÄHRLICHE PRODUKTE
Prüfbericht führt
viele Spielzeuge an
BRÜSSEL — Ausgerechnet von aufblasbaren Gummi-Enten oder anderen Spielwaren gehen besonders oft
Gefahren für die Gesundheit aus.
Kontrolleure haben im vergangenen Jahr in Europa fast 2500 riskante Produkte aus dem Verkehr gezogen – so viele wie nie zuvor. Mehr als
ein Viertel davon waren Puppen,
Teddys und andere Spielsachen. Das
geht aus dem Jahresbericht zum
Schnellwarnsystem „Rapex“ hervor,
den die EU-Kommission gestern
Seite 4: Bericht
vorstellte. (dpa)
Nach Weltall-Aufenthalt soll Erbgut der beiden Männer untersucht werden
Es ist eine einzigartige ZwillingsMission, die die Menschheit der Erkundung des Planeten Mars ein
Stück näher bringen soll. Eine der
zentralen Figuren ist der US-Astronaut Scott Kelly – die andere sein
Zwillingsbruder Mark. Während
Scott am Freitag zu seinem einjährigem Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation ISS startet, bleibt
Mark auf der Erde – als idealer Vergleichsproband.
Untersucht werden soll, wie sich
lange Weltraumreisen auf den Menschen auswirken. Sie sind wichtig
für einen in Zukunft vorstellbaren
Flug zum Mars, der länger als ein
Jahr dauern würde. Mit ihrem nahezu identischen Erbgut liefern Scott
und Mark der Raumfahrtagentur
Nasa eine einmalige Chance: Unterschiede in den Daten lassen weit
besser auf Effekte des Lebens im All
schließen. Neben allgemeinen Analysen sind spezielle Untersuchun-
Für Scott Kelly (r.) wird es der vierte Ausflug ins All.
FOTO: R. MARKOWITZ/NASA/DPA
gen geplant, die exakt auf die 51 Jahre alten Brüder zugeschnitten sind.
So geht es um Belastungen, denen
der Mensch im All ausgesetzt ist: höhere Dosen kosmischer Strahlung,
Muskel- und Knochenschwund, ein
geschwächtes Immunsystem. Auch
Probleme mit den Augen können
sich entwickeln. Und bei den Folgen
für das Erbgut stellt sich vor allem
die Frage: Wird Scotts DNA stärker
altern als die seines Bruders? (dpa)
Christine Coester und Olivia Konieczny
EINEN TV-BERICHT (englisch) über die Zwillinge können Sie sehen, wenn Sie den
Code mit einem Smartphone
scannen.
» www.freiepresse.de/kelly
NPD-VERBOT
Karlsruhe verlangt
Details zu V-Leuten
KARLSRUHE — Im NPD-Verbotsverfahren muss der Bundesrat dem Verfassungsgericht weitere Beweise dafür vorlegen, dass die V-Leute in der
rechtsextremen Partei tatsächlich
abgeschaltet sind. Das geht aus einem gestern veröffentlichten Beschluss des Karlsruher Gerichts hervor. Insbesondere sollen die Länder
„darstellen und belegen“, wie viele
der bezahlten Informanten vom Verfassungsschutz abgeschaltet wurden und wie das genau ablief.
Seite 4: Frage und Antwort
(dpa)
4 190932 801106
Die Zeitung im Internet:
www.freiepresse.de
53. Jahrgang, Nr. 70, VERLAG UND REDAKTION:
09111 Chemnitz, Brückenstraße 15, Tel. 0371 6560
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2 Freie Presse
NACHRICHTEN
SACHSEN
Dienstag, 24. März 2015
Da Vinci im Schloss Augustusburg: Aufbau hat begonnen
WARNSTREIKS
Tausende Lehrer in
Leipzig erwartet
LEIPZIG — Tausende Lehrer aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
werden heute zu einer Protestkundgebung in Leipzig erwartet. Begleitet
wird sie von Warnstreiks in den drei
Ländern. Sie bilden nach Angaben
der Gewerkschaften den Auftakt einer bundesweiten Welle von Aktionen, mit denen bis Donnerstag
Druck auf die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst der Länder gemacht
werden soll. Nach Angaben des
Sächsischen Lehrerverbandes sind
drei Viertel aller 1350 öffentlichen
Schulen im Freistaat betroffen. Insbesondere in den Grundschulen
werde allerdings eine Notbetreuung
organisiert. Die Tarifverhandlungen
gehen am Samstag in die vierte Runde. Die Gewerkschaften fordern unter anderem 5,5 Prozent mehr Lohn
und für die Lehrer eine einheitliche
tarifliche Eingruppierung. (dpa)
Bereits jetzt ist das Interesse an den muse-
AUTOBRANDSTIFTER
Verurteilung ist
rechtskräftig
CHEMNITZ — Die Verurteilung des Serien-Autobrandstifters von Chemnitz zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und neun Monaten ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof hat
die Revision von Silvio S. gegen das
Urteil vom Oktober vorigen Jahres
verworfen, wie das Landgericht
Chemnitz gestern mitteilte. Das Gericht hatte den damals 43-Jährigen
verurteilt, weil er im Herbst 2013
insgesamt 19 Autos in Chemnitz,
Stollberg, Thalheim und Neukirchen in Brand gesteckt hatte. Bei einer der Taten wurde auch ein Parkhaus beschädigt. Insgesamt entstand ein Schaden von 380.000 Euro.
2004 war Silvio S. bereits zu einer
Haftstrafe verurteilt worden, weil er
über Monate hinweg an 670 Autos
die Reifen zerstochen hatte. (hr)
BEHANDLUNGSFEHLER
61 Fälle im Freistaat
anerkannt
DRESDEN — In 61 Fällen haben Gut-
achter im vergangenen Jahr in Sachsen ärztliche Behandlungsfehler
festgestellt. Das waren fünf mehr als
im Vorjahr, wie aus dem Jahresbericht der Gutachterstelle für Arzthaftungsfragen der Landesärztekammer hervorgeht. „Das entspricht der üblichen Schwankung“,
sagte gestern ein Sprecher der Behörde. Die Zahl der Anträge lag mit
359 um 29 unter der Bilanz 2013. In
271 Fällen wurden Begutachtungen
ausgelöst. Mehr als zwei Drittel der
Anträge betrafen den stationären
Bereich. In 90 Prozent der anerkannten Fälle wurde Schadenersatz für
Behandlungsfehler gezahlt. (dpa)
VERKEHRSPROJEKTE
81 Millionen Euro
EU-Mittel beantragt
BERLIN/DRESDEN — Mit mehr als
81 Millionen Euro Zuschüssen von
der EU will die Bundesregierung
Verkehrsprojekte in Sachsen voranbringen. Entsprechende Gelder seien bei der EU-Kommission beantragt worden, teilte das Bundesverkehrsministerium gestern mit. Insgesamt hat Deutschland für den
Ausbau wichtiger Transitstrecken
2,8 Milliarden Euro EU-Förderung
beantragt. Der Großteil ist für die
Schiene vorgesehen. In Sachsen soll
es Geld geben für den Ausbau der
Bahnstrecke Berlin–Dresden sowie
für die Elektrifizierung der Strecke
von Horka in der Oberlausitz zur
polnischen Grenze. (dpa)
FALSCH & RICHTIG
Autobahn 72: In der Grafik zum
Text „Finale für den letzten Autobahnneubau“ auf der gestrigen
Sachsenseite stand, dass der Abschnitt der A 72 zwischen Rochlitz
und Borna-Süd seit August 2015 fertig sei. Die Jahreszahl ist falsch – der
Abschnitt wurde 2013 eröffnet.
umspädagogischen Angeboten zur Sonderausstellung „Mythos Leonardo da Vinci –
Künstler. Wissenschaftler. Visionär“ im
Schloss Augustusburg bei Chemnitz groß.
Besonders gefragt sind die interaktiven Sonderführungen, die lehrplanbezogen für
Schulklassen konzipiert wurden. Der Vorverkauf für die Sonderausstellung, die am 1. April eröffnet wird und für die die Vorbereitun-
gen seit gestern auf Hochtouren laufen, hat
in den Geschäftsstellen der „Freien Presse“
begonnen. Hier montiert Jens Buchterkirchen das Modell eines Flugapparats (Foto
Mitte) nach einer Skizze von 1486. Die Schau
ist bis 1. November zu sehen.
EINTRITTSKARTEN für die Sonderschau sind im Internet unter www.freiepresse.de/tickets beziehungsweise
unter der Ticket-Hotline 08000 8080123 bestellbar.
„Revolution statt Resolutionen“
Mitten in den AfD-Flügelstreit platzt die Nachricht,
dass Ex-Mitglied Tatjana
Festerling für Pegida bei
der Dresdner Oberbürgermeisterwahl antreten soll.
VON TINO MORITZ
DRESDEN — Frauke Petry hat sich ent-
schieden. Das unterschreibe sie
„sehr gerne“, teilte Sachsens AfDChefin am Freitagnachmittag auf ihrer Facebook-Seite mit. Die 39-Jährige bekannte sich aber weder zur „Erfurter Resolution“ gegen eine angepasste AfD, noch solidarisierte sie
sich mit der anschließenden
„Deutschland-Resolution“ gegen einen Rechtskurs der Partei. Petry un-
terstützte einen anderen Aufruf – einen an „die Alten“, verfasst vom Parteinachwuchs aus Nordrhein-Westfalen. Unter dem Titel „Revolution
statt Resolutionen!“ beklagen die
Jungalternativen, dass sich die AfD
untereinander bekämpfe – „mit Methoden, wie sie unsere schlimmsten
Feinde vor Neid erblassen lassen“.
Ihr Appell: „Reißt euch zusammen!“
So richtig Gehör hat die Parteijugend bislang nicht gefunden, selbst
in Petrys vergleichsweise diszipliniert auftretendem Landesverband
nicht. In dessen Vorstand sitzt mit
Hans-Thomas Tillschneider der
Sprecher der „Patriotischen Plattform“. Tillschneider gehörte zu den
Erstunterzeichnern der vom Thüringer Landeschef Björn Höcke an
Petry vorbei erstellten „Erfurter Resolution“. Bei seinen sächsischen
Parteifreunden kam der Alleingang
des Islamwissenschaftlers gar nicht
gut an. Vor einer Woche einigte sich
der Vorstand darauf, ein „Meinungsbild“ bei den Mitgliedern einzuholen, ob man zu Erfurter Papier und
Pegida einen Landesparteitag am
Samstag vor Ostern einberufen lassen solle. Die Frist läuft heute aus.
Tatjana
Festerling
Ex-AfD-Mitglied
FOTO: ARNO BURGI/DPA/ARCHIV
Trotz Vorstandsbeschluss sah
Tillschneider jedoch keinen Grund
zur Zurückhaltung. Gestern warf er
Parteichef Bernd Lucke „stümperhaftes“ Agieren vor, der notwendige
Grundsatzdebatten „parteiisch manipuliert“ statt neutral moderiere.
Schon am Freitag hatte Tillschnei-
Erneut Tausende für und gegen Pegida auf der Straße
In Dresden, Leipzig und Chemnitz
haben gestern wieder Anhänger und
Gegner der „Patriotischen Europäer
gegen die Islamisierung des Abendlandes (Pegida) demonstriert. In
Dresden gingen laut Polizei 5500
Menschen für die Islamkritiker auf die
Straße – 2000 weniger als beim letzten Mal. Via Leinwand wurde eine
Liveschaltung zur Demo in Leipzig
hergestellt. Zu einer Gegenkundgebung und der eher satirisch gemeinten „Prozession der Angsthasen“ kamen 1000 Menschen. In Chemnitz waren laut Veranstalter 400 Pegida-Demonstranten unterwegs und 250 Gegner. Auch beim Leipziger Ableger Legida, der vorige Woche pausiert hatte, demonstrierten auf beiden Seiten
einige hundert Menschen. (fp)
Pegida (rechts vom Polizei-Kordon) und Pegida-Gegner (links) treffen im
Dresdner Stadtzentrum aufeinander.
FOTO: ARNO BURGI/DPA
FOTOS: UWE MANN
der die „Erfurter Resolution“ als
„letzte Chance für die AfD“ bezeichnet. Es gehe um ein Signal etwa an
Klimaskeptiker, aber auch an „Islamisierungskritiker“, dass sie nicht
die Schmuddelkinder der Partei seien, die ständig Ausschlussverfahren
befürchten müssten, sondern dass
„gerade“ sie zur AfD dazugehörten.
Ob Tillschneider auch Tatjana
Festerling im Blick hatte? Die Hamburgerin hatte die AfD verlassen, als
ihr ein Parteiausschluss drohte.
Grund dafür war ihre Verteidigung
der Kölner Demonstration der „Hooligans gegen Salafisten“ (Hogesa), an
der sie selbst teilnahm. Inzwischen
ist sie Pegida-Vereinsmitglied und
tritt als Reisekader bei Protesten
quer durch die Republik auf.
Gestern war sie in Chemnitz – wo
nebenbei bekannt wurde, dass sie
für Pegida zur Dresdner Oberbürgermeisterwahl im Juni antreten soll.
Im Erfurter Papier wird ausdrücklich beklagt, dass die AfD Leute mit „unverzichtbarem Profil“ verstoßen und „sich von bürgerlichen
Protestbewegungen ferngehalten“
habe – obwohl sich Tausende Parteimitglieder „als Mitdemonstranten
oder Sympathisanten an diesen Aufbrüchen beteiligen“. Mit dem bei Pegida für die West-„Gida“-Ableger
verantwortlichen Michael Viehmann aus Kassel mischt auch ein
zweites im Streit geschiedenes ExAfD-Mitglied bei Pegida an vorderster Front mit. Das tut als Vereinsvorstand auch Siegfried Däbritz. Däbritz hat inzwischen seinen AfDAufnahmeantrag zurückgezogen –
nachdem er ihm das empfohlen habe, sagte gestern AfD-Generalsekretär Uwe Wurlitzer – weil Pegida und
AfD „zwei Paar Schuhe“ bleiben sollten. (mit micm)
Deutlich
mehr Kunden
suchen Rat
Verbraucherzentrale
mit Plus von 27 Prozent
LEIPZIG — Im vorigen Jahr haben sich
deutlich mehr Ratsuchende an die
Verbraucherzentrale Sachsen (VZS)
gewandt. Die VZS verzeichnete rund
750.000 sogenannte Gesamtkontakte – ein Plus von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie Geschäftsführer Joachim Betz sagte. Vor allem
wegen Finanzthemen hätten die
Verbraucher Rat und Hilfe gesucht.
Nachdem der Bundesgerichtshof
im Oktober über unzulässige Beratungsgebühren bei Krediten geurteilt hatte, habe es sehr viele Anfragen gegeben, wie die Verbraucher
Geld zurückerstattet bekommen
können. Auch zu Immobiliendarlehen seien Beratungen sehr gefragt
gewesen. Ein weiteres Dauerthema
für die Verbraucherschützer seien
die verschiedenen Formen der Internet-Abzocke, sagte Betz.
Die Verbraucherzentrale Sachsen
feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges
Bestehen. Aus diesem Anlass wird
seit gestern im Neuen Rathaus Leipzig eine Ausstellung gezeigt. Sie dokumentiere die Geschichte der Verbraucherberatung in Sachsen und
präsentiere auch einige Kuriositäten
aus 25 Jahren, teilte die VZS mit.
Die Verbraucherzentrale Sachsen
hat nach Angaben von Geschäftsführer Betz derzeit 73 Mitarbeiter.
Sie wird maßgeblich vom Freistaat
Sachsen finanziert. Die Chancen
stünden gut, dass im Doppelhaushalt 2015/16 die Kernförderung von
2,6 Millionen Euro um 100.000 Euro
aufgestockt wird. „Das ist gut angelegtes Geld“, sagte Betz. (dpa/fp)
Giftschlangen und Skorpione aus Wohnung befreit
In einem Plattenbau in
Oberlungwitz hatte ein
vorige Woche gestorbener
Mann zahlreiche gefährliche Tiere gehalten. Nicht
bei allen ist der Verbleib
restlos geklärt.
VON CHRISTOPH PENGEL
OBERLUNGWITZ — Nach
dem Giftschlangen-Fund in Oberlungwitz
(Landkreis Zwickau) hat Bürgermeister Steffen Schubert gestern
Entwarnung gegeben. „Ich bin mir
zu 99,9 Prozent sicher, dass hier kei-
ne gefährlichen Tiere herumlaufen“,
sagte er. Tierschützer hatten am Wochenende sechs noch lebende Giftschlangen aus einer Plattenbauwohnung abgeholt. Der 54 Jahre alte Halter lebte zurückgezogen. Er hatte die
Tiere zurückgelassen, als er wegen
einer Krebserkrankung ins Krankenhaus kam. Dort starb er vergangene Woche. Angehörige entdeckten die Tiere, als sie die Wohnung
räumen wollten. Daraufhin alarmierten sie die Polizei.
Neben den Schlangen – darunter
giftige Schildkobras und Todesottern – hatten insgesamt 60 Skorpione und Vogelspinnen in der kleinen
Wohnung gelebt. Als Marko Hafenberg von der Tierauffangstation
Brandenburg eintraf, war ein Teil
der Tiere bereits verdurstet. „Ich habe selten so einen schlimmen Fall erlebt“, sagte er gestern. Darüber hinaus fand er Bescheinigungen für 34
weitere Giftschlangen, deren Verbleib unbekannt ist.
Ein Verwandter des verstorbenen
Tierhalters versicherte gestern jedoch, dass sich keine Schlangen
oder Skorpione mehr im Gebäude
befinden. Für die fraglichen Dokumente hatte er eine Theorie: Der Verstorbene habe ihm vor Jahren erzählt, dass er Schlangen an einen
Freund in Thüringen verschenkt habe. Die Papiere habe er offenbar behalten. Wer der neue Halter ist und
ob es sich dabei um die fehlenden
Tiere handelte, konnte der Verwandte nicht mit Sicherheit sagen.
Der Oberlungwitzer Reptilienfan
war bereits 2003 aufgefallen, als er
von einer seiner Schlangen gebissen
worden war und per Hubschrauber
ins Krankenhaus gebracht werden
musste. Die Stadtwerke Oberlungwitz, Vermieter des Hauses, vereinbarten damals mit ihm, dass er die
giftigen Tiere abschaffen solle.
„Aber wir haben das später nicht
kontrolliert“, sagte ein Sprecher.
Was die Haltung gefährlicher Tiere angeht, so besteht im Freistaat
keine gesetzliche Regelung. Ursula
Bauer von der Tierschutzorganisation „Aktion Tier“ erklärt: Jeder könne
in Sachsen Giftschlangen halten,
müsse keine Sachkunde nachweisen und auch nicht die Sicherheit“
der Unterkunft belegen.
Einige Skorpione waren bereits verdurstet, als sie gefunden wurden.
FOTO: URSULA BAUER/AKTION TIER
ZEITGESCHEHEN
Dienstag, 24. März 2015
Freie Presse
3
Gipfeltreffen am Tiefpunkt
Das Verhältnis zwischen
Deutschland und
Griechenland ist zerrüttet.
Das harte Ringen um
Wege aus der griechischen
Schuldenmisere hat sich
zu einem diplomatischen
Fiasko zugespitzt. Insofern
ist das gestrige Treffen der
beiden Regierungschefs
Angela Merkel und Alexis
Tsipras im Kanzleramt
der Versuch, irgendwie
auf eine Arbeitsebene
zurück zu finden.
VON ALESSANDRO PEDUTO
BERLIN — Was die beiden wohl gera-
de denken? Angela Merkel und Alexis Tsipras stehen auf einem Podest
vor dem Kanzleramt. Das Wachbataillon spielt die griechische Nationalhymne, danach die deutsche,
während in einigen Metern Entfernung Demonstranten „Hoch die internationale Solidarität“ rufen. Anschließend schreiten die Kanzlerin
und ihr Gast aus Griechenland an
den uniformierten Musikern vorbei,
den Blick nach vorne gerichtet, aber
mit heiteren Minen.
Dass bei Empfängen mit militärischen Ehren nicht gesprochen wird,
kann dabei durchaus vorteilhaft
sein. Denn das gibt Merkel und dem
griechischen Ministerpräsidenten
Gelegenheit, in Gedanken noch einmal durchzugehen, was sie sich
gleich in ihrem rund einstündigen
Gespräch sagen werden. Und bekanntlich gibt es derzeit einiges, worüber sich die beiden unterhalten
müssen.
Pünktlich um 17.00 Uhr ist Tsipras an Merkels Dienstsitz eingetroffen. Ob es auch rechtzeitig war,
ist eine andere Frage. Wer derzeit auf
das deutsch-griechische Verhältnis
blickt, könnte gar meinen, Tsipras’
Besuch in Berlin komme zu spät,
selbst wenn die zweitägige Visite
ganz offiziell als Antrittsbesuch deklariert ist. Das klingt nach protokollarischem Alltag. Alltäglich ist
derzeit aber fast nichts in den politischen Beziehungen beider Länder
zueinander.
Seit Beginn der griechischen
Staatsschuldenkrise 2010 gibt es
Spannungen zwischen Griechenland und Deutschland, dem größten
Kreditgeber der Griechen und zugleich stärksten Volkswirtschaft Europas. Seit Mitte Februar, als der Linkepolitiker Tsipras in Athen die Regierung übernahm, ist die Konfrontation massiv geworden. Seine Partei Syriza hat im Wahlkampf Widerstand gegen die Sparauflagen der in-
Kriegen Kanzlerin Angela Merkel und ihr Amtskollege Alexis Tsipras in der Griechenland-Krise die Kurve?
FOTO: PAWEL KOPCZYNSKI/REUTERS
Der Reparationsstreit zwischen Griechenland und Deutschland
Griechenland pocht nicht erst im Zuge der Euro-Schuldenkrise auf Rückzahlung eines Zwangskredits von
1942 und auf Reparationen für das
von den Nationalsozialisten begangene Unrecht. Konkret fordert Griechenland deutsche Wiedergutmachungszahlungen an die Nachkommen des
NS-Massakers im Dorf Distomo im
Jahr 1944. Darüber hinaus verlangt
Griechenland die Rückzahlung eines
Zwangskredits, den die nationalsozialistischen Besatzer 1941 von der
griechischen Zentralbank abgepresst
hatten.
Die Bundesregierung sieht beides
als rechtlich unbegründet an, auch
weil Athen in der Charta von Paris
1990 den sogenannten 2+4-Vertrag
zur deutschen Einheit gebilligt hatte.
Darin wurde „die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland“
vereinbart. Statt einer Prüfung der
Ansprüche wurde auch das Thema
Reparationen dabei für abgeschlossen erklärt.
„Weder sind die
Griechen Faulenzer,
noch sind die
Deutschen schuld
für die Krise und
die Missstände in
Griechenland.“
Alexis Tsipras
Griechischer Ministerpräsident
Doch wichtig ist eine Verbalnote
der griechischen Botschaft an das
Auswärtige Amt aus dem Jahr 1995,
die zeigt, dass Athen dies schon damals anders sah. Das Dokument
könnte auch bei juristischen Schritten, die Präsident Prokopis Pavlopoulos derzeit prüft, eine Rolle spielen.
Darin heißt es: „Griechenland hat
nicht auf seine Ansprüche auf Entschädigungen und Reparationen für
während des Zweiten Weltkriegs erlittene Schäden verzichtet.“ Die Ansprüche gegen Italien seien bereits 1947
durch einen Friedensvertrag geregelt
worden. „Die Ansprüche gegen
Deutschland sind jedoch offen geblieben“.
Wie hoch die Ansprüche sein könnten, ist unklar, auf jeden Fall im zweistelligen Milliardenbereich. Etwas einfacher ist es bei der Anleihe, die Griechenland von den deutschen Besatzern aufgezwungen wurde. Zu Kriegsende hatte sich die Summe auf 476
Millionen Reichsmark summiert. Allerdings ist umstritten, ob Aktiva und
Passiva korrekt verbucht worden
sind. Nach griechischer Lesart wären
das heute elf Milliarden Euro, Historiker verweisen auf rund fünf Milliarden Euro, die Deutschland demnach
zu zahlen hätte. (dpa/ape)
ternationalen Geldgeber angekündigt, die aus griechischer Sicht nach
Deutschlands Pfeife tanzen. So ist
der ökonomische Kampf ums Überleben zu einem politischen Kampf
gegen deutsche Dominanz geworden.
Zugleich löst Syriza mit ihrem offensiven Vorgehen ein Wahlversprechen ein. Denn der große Zuspruch
der Griechen für Widerstand gegen
das Sparprogramm hat die linke Partei an die Macht befördert. So verdankt Tsipras seine Beliebtheit letztlich der Schuldenkrise, weil er die
Geldgeber offen herausfordert. Auf
eigentümliche Weise verbindet ihn
das mit seiner Berliner Gastgeberin.
Denn auch Merkel hat in der Euro-
Krise an Beliebtheit dazugewonnen.
Sie gilt bei vielen Wählern als diejenige, die die schützende Hand über
die deutsche Staatskasse hält.
In den vergangenen Wochen hat
das deutsch-griechische Verhältnis
jedoch einen neuen Tiefpunkt erreicht. Diplomatische Zurückhaltung ist robuster Rhetorik gewichen. Gegenseitige Schuldvorwürfe,
Drohungen, Beleidigungen und Unterstellungen sind an der Tagesordnung. Inzwischen geht es nicht
mehr nur um Griechenlands Schuldenstand oder die Frage, ob Deutschland wegen seiner Nazi-Vergangenheit noch Wiedergutmachung zahlen muss. Das Niveau der Debatte ist
vielmehr bei deutschen Zeige- und
griechischen Mittelfingern angekommen.
Dass in einer solch überreizten
Atmosphäre kaum ordentliche Politik möglich ist, scheint gestern Konsens zwischen Merkel und Tsipras
zu sein. Vor allem die deutsche Regierungschefin ist sichtlich darum
bemüht, eine Grundlage für neues
Vertrauen zu schaffen. Auch Tsipras
will einen Beitrag leisten.
Recht beschwingt berichtet er
gestern, dass es ihm darum gehe, das
Klima zwischen beiden Ländern zu
verbessern. „Wir müssen uns besser
verstehen. Es gibt keinen besseren
Weg als den des Dialogs, um Schwierigkeiten zu überwinden“, sagt er gegen 18.30 Uhr zahm in seinem Ein-
gangsstatement bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Merkel im
Kanzleramt. Es sei besser, miteinander als übereinander zu sprechen.
„Unser Treffen soll dazu dienen,
Meinungsunterschiede zu überwinden“, sagt Tsipras und schaut dabei
immer wieder freundlich in Merkels
Richtung. Hierzu gehört die Beurteilung des Rettungspakets. Merkel
hört aufmerksam zu.
Tsipras sagt zwar, dass seine Regierung positive Entwicklungen
nicht zerstören wolle, nennt aber
kein Beispiel, wo sich Dinge zum
Guten gewendet haben. Dafür fallen
dem Linkepolitiker viele Punkte ein,
an denen es Verschlechterungen
gab: die dramatischen sozialen Verwerfungen, die Jugendarbeitslosigkeit, fehlende Wettbewerbsfähigkeit und die weiter gewachsene
Schere zwischen Armen und Reichen. Viele dieser Probleme seien
alt, aber weiterhin ungelöst, auch
die Korruption und die ineffiziente
Verwaltung, klagt der Premier.
Dann kommt Tsipras auf das angespannte deutsch-griechische Verhältnis zu sprechen. Es gehe darum,
„dass wir die Stereotypen besiegen
müssen. Weder sind die Griechen
Faulenzer, noch sind die Deutschen
schuld für die Krise und die Missstände in Griechenland“, sagt Tsipras. An der Bekämpfung dieser Vorurteile gelte es hart zu arbeiten, „in
beiden Ländern“, wie er betont. In
der Debatte um Reparationen sagt
Tsipras, diese sei getrennt von der
wirtschaftlichen Lage Griechenlands zu sehen. Es gehe um moralische Fragen, nicht um ökonomische.
Wie Tsipras ist auch Merkel bemüht, einen versöhnlichen Ton anzuschlagen. Drei Mal spricht sie in
ihrem Statement von einer vertrauensvollen Zusammenarbeit, die
Deutschland mit den Griechen anstrebe. Die Bundesrepublik wolle
ein starkes Griechenland mit einer
stabilen Wirtschaft und geringen
Arbeitslosenzahlen. Damit beschreibt letztlich auch Merkel –
ähnlich wie zuvor Tsipras –, was ihr
derzeit in Griechenland fehlt. Wichtig sei, „dass die ökonomischen Eckdaten stimmen“, sagt Merkel. Zudem
müsse es strukturelle Reformen geben.
Zur Frage, wie es mit den Finanzhilfen für Griechenland weitergeht,
äußert sich die Kanzlerin nur ausweichend. Merkel sagt, es sei die Euro-Gruppe und nicht die Bundesregierung, die hierüber entscheide.
Möglich, dass Merkel und Tsipras
das Thema beim anschließenden gemeinsamen Abendessen noch einmal aufgreifen – jetzt, wo das Verhältnis wieder vertrauensvoll zu
sein scheint.
WAS DEUTSCHE über die
Griechenland-Krise denken
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Ein Kommissar mit politischem Sprengstoff im Koffer
In der Korruptionsaffäre
um den Laborgiganten
Schottdorf erhebt ein Kriminalist brisante Vorwürfe:
Bayerns Justiz und CSUnahe Ministerialbeamte
hätten Ermittlungen gegen
Tausende betrügerische
Ärzte unterdrückt.
VON CARSTEN HOEFER
MÜNCHEN — Kriminalhauptkommissar Robert Mahler ist 33 Jahre alt, gut
ausgebildet, wortgewandt. Doch anstelle die Karriereleiter im Landeskriminalamt schnell emporzuklettern, kämpft er seit Jahren mit
Schwierigkeiten. Die Staatsanwalt-
schaft München I ermittelte gegen
ihn wegen Verfolgung Unschuldiger, der Polizist verklagte seinerseits
den Freistaat Bayern. Er sei zum
„Spielball“ gemacht worden, sagt
Mahler gestern im Untersuchungsausschuss Labor des Landtags. Als
Ursache dieser Probleme hat der Kriminalist einen „Justizskandal in
mehreren Akten“ ausgemacht. Und
so tritt er auf dem Zeugenstuhl auf
wie ein Ankläger mit politischem
Sprengstoff im Koffer.
Der
Untersuchungsausschuss
soll aufklären, ob Druck von oben
dazu führte, dass mehr als 3700 betrugsverdächtige Ärzte in ganz
Deutschland nicht bestraft wurden.
Mahler geht davon aus, dass es so
war. „Manchmal läuft’s halt schmutzig, auch in diesem Fall“, habe die Vizepräsidentin des Landeskriminalamts einmal zu ihm gesagt. „Da ist
so viel zu machen, aber es ist halt politisch nicht gewollt“, gibt der Poli-
zist die Worte seiner Vorgesetzten
wieder. Das bezieht sich laut Mahler
darauf, dass im Gesundheitswesen
Betrug gang und gäbe sei, aber nicht
verfolgt werde.
Mahler war 2007 und 2008 mit
dem Augsburger Labormagnaten
Bernd Schottdorf und seinen Kunden befasst. Schottdorf hatte ein cleveres Abrechnungssystem erfunden, um immer neue Ärzte als Kunden zu gewinnen: Er gewährte Rabatt auf Spezial-Laborleistungen bei
Privatpatienten. Die SchottdorfKunden rechneten diese Blutuntersuchungen dann unter eigenem Namen zum vollen Gebührensatz ab.
Schottdorf wurde zwar schlussendlich 2012 wegen Millionenbetrugs angeklagt, auch wenn der Prozess nach wie vor nicht begonnen
hat. Doch die allermeisten seiner
Kunden gingen straffrei aus. Die
Staatsanwaltschaft Augsburg stellte
Anfang 2009 die Verfahren ein oder
Zeuge im Untersuchungsausschuss:
Robert Mahler. FOTO: ANDREAS GEBERT/DPA
ließ sie verjähren – obwohl in München noch ein Pilotverfahren gegen
einen betrügerischen Arzt lief, das
als Blaupause für das weitere Vorgehen gegen die übrigen Ärzte gedacht
war. „Ein Arzt hat die Härte des Gesetzes zu spüren bekommen, die an-
deren gingen straffrei aus“, kritisiert
Mahler. Ihm zufolge war das nicht
einfach nur eine Panne. „In den vergangenen acht Jahren ergaben sich
durchaus
Anhaltspunkte
für
Schnittmengen mit der Politik“, sagt
er. Schottdorf habe 2007 zum Leiter
der Soko Labor gesagt: „Es ist kaum
etwas so spottbillig wie ein korrupter Politiker.“
Schottdorf habe Parteispenden
an die CSU gezahlt und sich CSU-Politiker als Anwälte genommen. Prominentester Schottdorf-Vertreter
war der heutige CSU-Vize Peter Gauweiler. Und kurz nach einer Durchsuchung des Schottdorf-Labors wurde der Arzt im Oktober 2006 von der
CSU-Spitze zum Essen mit dem damaligen Parteichef Edmund Stoiber
in die „Südtiroler Stuben“ von Starkoch Alfons Schuhbeck eingeladen.
Mahler ist der Zorn darüber anzumerken, dass die Staatsanwaltschaft
nach einer Strafanzeige Gauweilers
wegen Verfolgung Unschuldiger gegen ihn ermittelte: „Während die Täter sich’s bequem machen konnten
mit ’nem Gläschen Rotwein, habe
ich mich bis heute mit den juristischen Folgen herumzuschlagen.“
Seine Beschwerden seien im Justizministerium vom selben Beamten
bearbeitet worden, der zuvor für die
Ermittlungen gegen ihn zuständig
gewesen sei. „Das verstößt nach meiner Auffassung gegen das kleine
Einmaleins des Rechtsstaats.“
Mahlers brisante Aussage wird
den Untersuchungsausschuss voraussichtlich über Monate beschäftigen. Der Knackpunkt: Viele Vorgänge kennt Mahler nicht aus eigenem
Erleben. Er berichtet, was Staatsanwälte und andere Polizisten zu ihm
gesagt haben sollen. Nun werden die
Abgeordneten eine lange Reihe von
Zeugen befragen müssen, ob sie
wirklich das gesagt oder getan haben, wie es Mahler berichtet. (dpa)
KOMMENTAR & HINTERGRUND
Dienstag, 24. März 2015
LEITARTIKEL
IM FOKUS
Griechisches
Dilemma
Erzkonservativer
will Obama beerben
CHRISTOPH ULRICH
ÜBER DEN BESUCH VON
TSIPRAS IN BERLIN
Senator Ted Cruz aus Texas kündigt
Kandidatur für Präsidentschaftswahl an
FOTO: JIM LO SCALZO/DPA/ARCHIV
4 Freie Presse
christoph.ulrich@freiepresse.de
Von seinen Parteikollegen wird Ted
Cruz schon mal als „wacko bird“, als
„durchgeknallter Vogel“, bezeichnet. Normalerweise hätte er damit
keine Aussicht, US-Präsident zu werden. Aber bei Ted Cruz ist nichts normal. Seit seinem Antritt als US-Senator hat der Sohn eines Kubaners und
einer US-Amerikanerin die Republikanische Partei aufgewirbelt wie
kein Zweiter. In kürzester Zeit hat
sich der redegewandte 44-Jährige
aus Texas einen Ruf als konservativer Unruhestifter erkämpft. Gestern
hat er angekündigt, als Präsidentschaftskandidat der Republikaner
das politische Establishment in Washington aufzumischen.
I
n den vergangenen Wochen
wurde zwischen Griechenland
und Deutschland viel Porzellan
zerschlagen. Während die neue griechische Regierung weiter ihre Wahlkampfrhetorik pflegte und gegen einen angeblich von Deutschland aufgezwungenen Sparkurs wetterte,
spielten deutsche Politiker Schulmeister, die genau wussten, was die
Griechen jetzt an Reformen endlich
anzupacken hätten. Die Hellenen
konterten mit Reparationsforderungen aus dem Zweiten Weltkrieg, das
gegenseitige Unverständnis schaukelte sich immer höher. Zugleich
wurde die Sorge, dass Griechenland
schon in zwei Wochen vor der
Staatspleite stehen könnte, immer
größer. Das Land steht mit dem Rücken zur Wand und braucht unbedingt die Freigabe weiterer Gelder.
Für den griechischen Regierungschef Alexis Tsipras ist der Besuch in
Berlin deshalb eine schwierige Mission. Seine Wahlversprechen, die
letztlich ja zu seinem Wahlsieg geführt haben, sind eine schwere Hypothek. Doch inzwischen hat seine
Regierungsmannschaft wohl begriffen, dass sich die europäischen und
internationalen Geldgeber nicht
auseinander dividieren lassen. Die
Gläubiger beharren auf einschneidenden Reformen, um die wegen
nicht erfüllter Auflagen vorerst ausgesetzten 7,2 Milliarden Euro an
Hilfskrediten auszuzahlen.
Tsipras hat deshalb eine Reformliste zum Besuch bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mitgebracht, die ihm daheim in Athen sicher nicht nur Beifall einbringt. Neben einem Mix aus Steuererhöhungen und zahlreichen Maßnahmen
um Steuersünder, die ihr Geld ins
Ausland geschafft haben, zur Rückkehr zu bewegen, gehört auch ein
Rentenpaket zur Reformliste. Im
Wahlkampf hatte Tsipras noch versprochen, die Renten nicht anzutasten. Doch das hat sich ganz offenbar
als unrealistisch erwiesen. Denn die
griechischen Renten liegen derzeit
im Schnitt deutlich über den deutschen durchschnittlichen Ruhestandsbezügen. Das lässt sich bei der
immensen Staatsverschuldung
Griechenlands nicht mehr finanzieren. Die neue griechische Regierung
hat lange gebraucht, um die ökonomische Realität anzuerkennen.
Doch jetzt scheint sie auf dem richtigen Weg zu sein. Tsipras muss den
Worten allerdings schnell Taten folgen lassen, um die Staatspleite Griechenlands noch zu vermeiden.
IMPRESSUM
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„Griechisches Lamm...!“
KARIKATUR: TOMICEK
Cruz ist eine Art Star beim rechten Tea-Party-Flügel seiner Partei.
Abtreibung lehnt er genauso ab wie
strengere Waffengesetze. Der als
„Obamacare“ bekannten Gesundheitsreform von Präsident Barack
Obama hat er den offenen Kampf
angesagt. Die Bundessteuerbehörde
würde er am liebsten ganz abschaffen und die südliche US-Grenze mit
Mexiko in eine Festung verwandeln.
Viele seiner Positionen treffen
den Nerv der religiösen Rechten in
den USA. Doch ob das reicht, sich als
Kandidat in seiner Partei durchzusetzen, ist fraglich. Cruz lebt mit seiner Frau undzwei Töchtern in seiner
Heimatstadt Houston. (dpa)
2500 gefährliche Produkte entdeckt
Wenn ein Schwimmreifen
Luft verliert oder eine
Thermoskanne Asbest
enthält, ist das für die
Nutzer ein großes Risiko.
Trotzdem gelangen solche
Produkte in europäische
Regale. Die Aufsichtsbehörden von 31 Staaten
tauschen sich über ein
Schnellwarnsystem aus.
VON MARION TRIMBORN
BRÜSSEL — Der Schwimmreifen zum
Aufblasen in Form einer Ente war
hübsch, hatte aber kein Sicherheitsventil. Wenn ein kleines Kind darin
sitzen und im Pool oder Meer planschen würde, könnte es das Ventil
einfach herausziehen. Dann würde
die Luft aus der Ente gehen – und das
Kind im Wasser versinken. Gefährlich war auch die blaue Thermoskanne, deren Innenverkleidung mit
Asbest verseucht war. Diese Produkte und noch viel mehr haben Kontrolleure in Europa im vergangenen
Jahr aus dem Verkehr gezogen.
Insgesamt beanstandeten die
Prüfer in den 28 EU-Staaten sowie in
Norwegen, Island und Liechtenstein
fast 2500 Waren, die auf den Markt
kamen. Das waren so viele wie noch
nie seit Bestand des EU-Schnellwarnsystems „Rapex“, mit dem sich
die Staaten untereinander vor gefährlichen Produkten warnen. „,Rapex‘ ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt
EU-Verbraucherkommissarin Vera
Jourova. Die steigenden Zahlen
müssten Verbraucher nicht verunsichern: „Das kann bedeuten: Wir importieren einfach mehr gefährliche
Produkte oder die nationalen Behörden entdecken mehr. Ich neige zu
der zweiten Erklärung.“
Doch wie können sich die Europäer beim Einkauf vor gefährlichen
Produkten schützen? Jourova hat da
einen einfachen Ratschlag parat:
„Die Verbraucher sollten sorgfältig
sein und die Produktinformation lesen oder sich im Internet informieren.“
Verbraucherschützer kritisieren,
dass die Politik damit die Verantwortung einfach dem Konsumenten zuschiebt. „Es darf nicht sein, dass es
Aufgabe des Verbrauchers ist, sich
durch Datenbanken zu klicken, bevor er einkaufen geht“, kritisiert Monique Goyens von der europäischen
Verbraucherorganisation
BEUC.
„Verbraucher müssen darauf vertrauen können, dass nur sichere Produkte in den Laden kommen.“
Wie die Behörden dafür sorgen
können, ist aber umstritten. EUKommissarin Jourova setzt auf frühes Handeln: „Wir teilen unsere Informationen mit dem Zoll. Ein beschlagnahmter Container ist wirkungsvoller als eine Rückrufaktion
aus Tausenden Geschäften.“ Zudem
setzt sie auf strengere Normen und
neue Informationskampagnen.
Das reicht aber nicht, finden Kritiker. Der Grünen-Abgeordnete und
Gesundheitsexperte im EU-Parlament, Martin Häusling, fordert: „Die
Kontrollen müssen noch strenger
werden.“ Seiner Ansicht nach machen die vom Markt genommenen
Produkte nur einen kleinen Teil aus:
„Die Dunkelziffer der nicht erkannten Produkte bleibt hoch.“ Zudem
müsste die EU-Kommission endlich
einmal Klartext mit dem Problemland China reden, das die unrühmliche „Rapex“-Statistik seit Jahren anführt. Jourova verweist dagegen auf
die in Peking etablierte Behörde für
Produktsicherheit und die Kooperation zwischen den USA, China und
der EU zu dem Thema. Aber: „Wir
wissen, dass die chinesische Seite
bei der Prävention mehr tun muss.“
Allerdings schränkt Jourova zugleich ein: „Wir denken nicht über
harte Maßnahmen gegen China
nach.“ China ist einer der wichtigsten Handelspartner der EU.
Stellen die Kontrolleure fest, dass
ein Produkt ein Risiko birgt, ordnen
sie Rückrufaktionen an oder sprechen Verkaufsverbote aus. Bei Waren aus China stoßen sie dabei oft
auf das Problem, dass kein Hersteller
oder Importeur angegeben ist. Dies
ist laut EU-Parlament bei zehn Prozent aller „Rapex“-Meldungen der
Fall. In der EU soll deshalb künftig
die Herkunftsbezeichnung „Made
in...“ für alle Waren zur Pflicht werden - bisher ist dies freiwillig. Seit
mehr als zwei Jahren wird über diesen Vorschlag der EU-Kommission
diskutiert. Doch eine Einigung ist
noch lange nicht in Sicht, weil zahlreiche Länder dagegen sind. (dpa)
2014 wurden auf dem europäischen Markt knapp 2500 Waren wegen
gemeldeter Gesundheitsgefahren (Ersticken, Elektroschock, Strangulation, usw.) zurückgerufen oder aus dem Verkehr gezogen.
64 Prozent der gemeldeten Produkte kamen aus China
(inklusive Hongkong).
Anzahl entdeckter gefährlicher Produkte
04
05
06
07
08
1605
847
09
1866 1993
10
11
12
13
2014
2278 2364 2435
2244
Die Liste der gefährlichen Produkte auf dem europäischen Markt ist
lang. Hier sind fünf Beispiele aus dem
„Rapex“-Bericht:
Hydraulischer Wagenheber: Der
Hebebock ist nicht stark genug, um
das angegebene Gewicht zu heben.
Wenn der Autofahrer den Wagen mit
dem Heber herunterlassen würde,
könnte dieser zusammenbrechen und
der Autobesitzer sich verletzen.
Plüschaffe: Das Spielzeug hat Saugnäpfe an den Pfoten, um es etwa an
einer Fensterscheibe zu befestigen.
Die Saugnäpfe aus Kunststoff sind
aber so locker, dass ein Kind sie leicht
abreißen, verschlucken und daran ersticken könnte.
Gefährliche Produkte
2003
Von der Insektenklatsche
bis zum Wagenheber
1803
1051
468
Insektenklatsche: Die Klatsche hat
die Form eines Tennisschlägers. Sie
wird an der Steckdose aufgeladen,
damit getroffene Insekten per Strom
getötet werden. Das Problem: Auch
der Nutzer könnte einen elektrischen
Schlag bekommen. Die Klatsche
könnte außerdem durchbrennen.
139
davon (in Prozent)
Spielzeuge
28
Kleidung/Textilien/
Mode-Accessoires
23
%
9
Sonstige
26
3 3
8
Lampen und Leuchten
Elektrogeräte/
-zubehör
Fahrzeuge
Kinderartikel
dpa
Quelle: EU-Kommission
Kinderschuhe: Die Bade-Sandalen in
Form eines Fisches dürften Mädchen
begeistern. Allerdings sind vorne zwei
Plastikteile als Fisch-Augen angebracht. Kinder könnten diese Teile
leicht abreißen und verschlucken.
Leiter: Die Gelenke der AluminiumLeiter sind nicht stark genug und
könnten zusammenbrechen. Außerdem brechen die Trittstufen leicht
ein, und die Plastikfüße der Leiter
rutschen weg. (dpa)
NPD-Verbot: Richter wollen mehr Informationen
Der Bundesrat muss nacharbeiten und in Sachen V-Männer sowie Abhören der rechtsextremen Partei zusätzliche Beweise liefern
KARLSRUHE — Die Bundesländer ha-
ben vor dem Bundesverfassungsgericht ein Verfahren zum Verbot der
NPD laufen. Doch ob dazu kommt,
ist unklar. Einfach wird das nicht,
wie sich erneut gezeigt hat. In einem
gestern veröffentlichten Beschluss
verlangen die Richterin Karlsruhe
zur sogenannten V-Mann-Problematik zusätzliche Nachweise. „Freie
Presse“ beantwortet die wichtigsten
Fragen.
Ist das NPD-Verbotsverfahren
jetzt gescheitert?
Nein. Das Verfassungsgericht in
Karlsruhe befindet sich derzeit im
sogenannten Vorverfahren. Hier
prüfen die Richter, ob das Hauptverfahren überhaupt eröffnet wird –
oder der Verbotsantrag als unzulässig oder als nicht hinreichend begründet zurückzuweisen ist. Im
Rahmen dieser Vorprüfung hat der
Zweite Senat auch die Behauptung
des Bundesrats geprüft, wonach das
Material frei ist von Einflüssen von
V-Leuten – und eine Entscheidung
getroffen.
Was sagen die Richter in ihrem
Beschluss?
Sie wollen zum einen mehr Beweise,
wie viele Informanten die Sicherheitsbehörden „abgeschaltet“ haben
und wie das abgelaufen ist. Das was
der Bundesrat bisher zur Abschaltung vorgelegt hat, reicht ihnen
nicht. Außerdem muss der Bundesrat nachweisen, dass ihm die Prozessstrategie der rechtsextremen
Partei nicht bekannt ist. Das befürchtet die NPD nämlich vor dem
Hintergrund der NSA-Affäre, wie sie
in ihrem Schriftsatz an das Gericht
schreibt.
Wie soll der Bundesrat das alles
nachweisen?
Die Länderkammer hatte dem Gericht als Beweis zur Abschaltung der
V-Leute einen Beschluss der Ständigen Konferenz der Innenministerund Senatoren von 2012 vorgelegt.
Nun soll Bundesrat darstellen, wie
dieser Abschaltungs-Beschluss umgesetzt wurde. Das Gericht will dafür auch Beweise – aber wie die auszusehen haben, sagte es nicht. Bei
der Problematik mit der Prozessstrategie können etwa Weisungen des
Bundes und der Länder zum Umgang mit erlangten Informationen
vorgelegt werden.
Steht der Verbotsantrag damit
auf wackeligen Füßen?
Die Richter haben sich in ihrem
vierseitigen Beschluss nicht zu einem möglichen Verbot geäußert
oder dazu, ob die dazu vorgelegten
Beweise ausreichen. Ihnen ging es
erst einmal um die V-Mann-Problematik. Die Frage nach der Verfassungswidrigkeit der Partei war nicht
Gegenstand.
Was zeigt der Beschluss?
Dass die Richter, wie erwartet, die
Argumente der NPD ernst nehmen
und dass sie den Verbotsantrag in allen Facetten äußerst sorgfältig überprüfen und sich dabei auch nicht
hetzen lassen. Der Beschluss zeigt
vielleicht auch, dass der Bundesrat
in Sachen V-Mann-Problematik
doch etwas zu sorglos gewesen sein
könnte.
Warum ist das denn alles so
wichtig?
Im ersten NPD-Verbotsverfahren
2003 hatte das Verfassungsgericht
entschieden, dass die Beobachtung
einer Partei unmittelbar vor oder
während ihres Verbotsverfahrens
unvereinbar ist mit den Anforderungen eines rechtsstaatlichen Prozesses. Dieses erste Verbotsverfahren war daran gescheitert, dass nicht
offengelegt wurde, dass der Verfassungsschutz noch Informanten in
der Parteispitze hatte.
Wie geht es jetzt weiter?
Die Karlsruher Richter werden die
bis zum Mai vorzulegenden Nachweise dann gründlich prüfen. Sie
werden eine weitere Entscheidung
darüber treffen, wie es weitergeht.
Das kann anderem unter anderem
bereits die Eröffnung der Hauptverhandlung sein und damit die konkrete Prüfung, ob die NPD verfassungswidrig ist. Doch denkbar ist
auch vieles anderes. (dpa)
POLITIK
Dienstag, 24. März 2015
NACHRICHTEN
UKRAINE-KONFLIKT
Steinmeier: Minsker
Dialog fortsetzen
BRATISLAVA — Bundesaußenminister
Frank-Walter Steinmeier hat gestern
in Bratislava zur Fortsetzung des
Minsker Friedensdialogs für die Ukraine aufgerufen: „Es kann keine militärische Lösung in der Ukraine geben, deshalb müssen wir wieder auf
den diplomatischen Weg zurückfinden“, sagte er nach Gesprächen mit
slowakischen
Spitzenpolitikern
und den Außenministern der vier
Visegrad-Staaten (Polen, Tschechien, Ungarn und Slowakei). Der slowakische Außenminister Miroslav
Lajcak sicherte ihm die Unterstützung der Visegrad-Gruppe zu. (dpa)
JEMEN
Arabische Staaten
zu Eingreifen bereit
ADEN/RIAD — Die arabischen Staaten
sind nach Angaben von Saudi-Arabien zu einem Eingreifen in den Jemen-Konflikt bereit. Außenminister
Saud al-Faisal lud gestern die verfeindeten Gruppenzu Friedensgesprächen ein. Sollte dies scheitern,
seien „die Staaten der arabischen
Welt bereit, die notwendigen Maßnahmen zu treffen“, um Angriffe zu
unterbinden, sagte er. Der Konflikt
im Jemen droht sich zu einem offenen Bürgerkrieg auszuweiten. Die
Regierung in Riad unterstützt Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi, der
sich vor den Huthi-Rebellen in Aden
verschanzt hat. (dpa)
Freie Presse
Sarkozy ist zurück
Eine Schlappe für Staatspräsident Hollande, ein
starkes Ergebnis der
rechtsextremen Front National, ein gelungener Test
für Sarkozy: Frankreichs
Départementswahlen sind
ein Polit-Barometer.
VON BIRGIT HOLZER
PARIS — Eigentlich war es nur die Zu-
sammensetzung der Departementräte, über die die Franzosen am
Sonntag in der ersten Runde abstimmten. Doch die Reaktionen auf
die Ergebnisse enthüllen, dass es
sich um weit mehr handelt als um
einen unbedeutenden lokalen Urnengang – nämlich bereits um eine
Vorentscheidung für die Präsidentschaftswahl in zwei Jahren.
Das erklärt die große Bedeutung
dieser Departementswahlen für Nicolas Sarkozy. Dem Ex-Präsidenten
geht es darum, sich bis 2017 als unangefochtener Kandidat seiner Partei in Stellung zu bringen. Nach einem missratenen politischen Comeback im Herbst, bei dem er nicht ohne Mühe den Vorsitz der konservativen UMP errungen hat, feiert er nun
deren Wahlerfolg auch als seinen
persönlichen. Mit den Verbündeten
der Zentrumsparteien wurde die
UMP mit 29,4 Prozent stärkste politische Kraft.
Kann sich als Wahlsieger feiern lassen und von der Rückkehr in den ÉlyséeFOTO: DOMINIQUE FAGET/DPA
Palast träumen – Nicolas Sarkozy.
Die Konservativen dürften nach
der Stichwahl am nächsten Sonntag
eine klare Mehrheit der 101 Departements von der Linken zurückerobern, die seit Jahren auf lokaler und
regionaler Ebene dominierte – bis zu
dem Moment, wo sie auf nationalem Niveau die Macht übernahm.
Seitdem wenden sich die Wähler
frustriert ab und oft dem Front National zu. Nur bedingt konnte die
UMP bis jetzt von der Unpopularität
der Regierung profitieren. Marine Le
Pen bedrängt sie derart, dass die Abgrenzung zum rechten Rand ihr
Hauptthema geworden ist.
Dass sich die bürgerliche Rechte
nun so klar vor der extremen positioniert hat, stärkt Sarkozy. Schließlich präsentiert er sich als „einzigen
Damm“ gegen Le Pens Vormarsch,
seit er 2007 die Präsidentschaftswahl mit einer Kampagne rund um
die Themen Einwanderung, innere
Sicherheit und Kriminalität gewann. Der Front National schnitt damals schwach ab – anders als 2012,
wo nicht mehr Parteigründer JeanMarie Le Pen, sondern seine Tochter
Marine antrat. Doch weiterhin setzte Sarkozy auf die umstrittene Strategie, den Front National bei dessen
Themen noch zu übertrumpfen. Damit hebt er sich von seinem inner-
parteilichen Hauptkonkurrenten
ab: Ex-Premierminister Alain Juppé
ist nicht nur beliebter bei den Franzosen, sondern spricht mit seinem
gemäßigten Kurs die Mitte an. Die
Gefahr, dass die Parteirechte zum
Front National abwandert, besteht
dabei. Denn die 25 Prozent, die dieser nun erhalten hat, liegen zwar unter den Vorhersagen. Durch das
Mehrheitswahlrecht dürfte er nur
höchstens zwei Departements gewinnen. Trotzdem stellt auch dieses
Wahlergebnis einen Zuwachs für
die extreme Rechte dar, die bislang
wenig lokal verankert war.
Le Pen ist es gelungen, als dauerhafte dritte Kraft das traditionelle
Zwei-Parteien-System Frankreichs
zu durchbrechen. Sie wurde auch
stark als Vertreterin der Verdrossenen. Präsident Hollande hat bitter
enttäuscht mit seinem unentschlossenen Handeln und fehlenden Rezepten gegen die wirtschaftliche
und moralische Krise im Land. Die
Niederlage der Sozialisten ist auch
seine: Mit 22 Prozent fällt das Ergebnis zwar weniger katastrophal aus
als erwartet. Dennoch werden sie
am Sonntag wohl Dutzende Departements verlieren. Zählt man alle
linken und grünen Gruppierungen
zusammen, erreichen sie zwar 36,2
Prozent und damit fast so viel wie
die des bürgerlich-rechten Lagers.
Doch die französische Linke ist so
zersplittert, dassein Sieg 2017 derzeit außer Sichtweite scheint. Das
lässt die bürgerliche Rechte frohlocken und mit ihr Sarkozy – auch
wenn der Weg für ihn noch weit ist.
5
Andalusien:
Sozialisten bei
Wahlen vorn
Neue Linkspartei Podemos
wird drittstärkste Kraft
SEVILLA — Nach ihrem Wahlsieg in
Andalusien wollen Spaniens Sozialisten (PSOE) eine Minderheitsregierung in der bevölkerungsreichsten
Region des Landes bilden. „Ich werde allein regieren“, sagte gestern Regierungschefin Susana Díaz. Die Sozialisten hatten bei der Regionalwahl am Sonntag ihre Hochburg in
Südspanien verteidigt und dem
Druck der aufstrebenden Linkspartei Podemos (Wir können) standgehalten. Die konservative Volkspartei
(PP) von Ministerpräsident Mariano
Rajoy erlitt dagegen eine bittere Niederlage. Die Abstimmung gilt als
Test für die landesweite Parlamentswahl im Herbst.
Die PSOE gewann 47 der 109 Sitze im Parlament in Sevilla. Sie wurde damit stärkste Partei vor der PP,
die etwa ein Drittel ihrer bisherigen
50 Mandate einbüßte und nur noch
auf 33 Sitze kam. Regierungschefin
Díaz hatte bisher eine Koalition mit
der Vereinten Linken (IU) angeführt. Die IU kam nur noch auf fünf
Mandate. Dagegen wurde die erst
2014 gegründete Partei Podemos mit
15 Sitzen auf Anhieb zdrittstärkste
Kraft in Andalusien auf – blieb aber
deutlich hinter den Erwartungen
zurück. Die sozialliberale Partei Ciudadanos (Bürger), die ebenfalls zum
ersten Mal in Andalusien kandidiert
hatte, gewann neun Sitze. (dpa)
A N ZE I G E
Neue Ermittlungen zum
Tod von NSU-Zeugen
STUTTGART — Die Staatsanwaltschaft
Stuttgart hat die Ermittlungen zum
Tod des NSU-Zeugen Florian H. wiederaufgenommen. Wie das badenwürttembergische Justizministerium gestern mitteilte, haben aktuelle
Erkenntnisse des NSU-Untersuchungsausschusses dazu geführt.
Details wurden nicht mitgeteilt.
Der 21-jährige Florian H. aus Eppingen bei Heilbronn verbrannte
am 16. September 2013 in einem Auto in Stuttgart - genau an dem Tag,
als er bei der Polizei über Neonazi-
strukturen aussagen sollte. Seine Eltern gehen von Mord aus. Der junge
Mann war zeitweilig in der rechtsextremen Szene aktiv und wusste
möglicherweise schon vom Terror
des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) vor dessen Entdeckung. Im August 2011 brüstete sich
Florian H. gegenüber Kolleginnen,
er wisse, wer die Heilbronner Polizistin Michèle Kiesewetter erschossen
hat. Der Mord, der inzwischen dem
NSU zur Last gelegt wird, war damals noch ungeklärt. (epd)
Eine halbe Million
Flüchtlinge erwartet
Die Menschen kommen an
Europas Küsten an oder
auf deutschen Flughäfen.
Unter gebracht werden sie
in den Kommunen. Die
Innenminister machen nun
Druck für mehr Hilfe aus
Berlin.
BRÜSSEL — Die Innenminister der
Bundesländer rechnen angesichts
zahlreicher Konflikte und Kriege
mit mehr als einer halben Million
Flüchtlinge in diesem Jahr. Er halte
die Zahl von 550.000 Asylbewerbern
für nicht zu hoch gegriffen, sagte der
rheinland-pfälzische Vorsitzende
der Innenministerkonferenz, Roger
Lewentz, gestern in Brüssel. Sein
Kollege aus Nordrhein-Westfalen,
Ralf Jäger, kündigte an, sich angesichts der Prognosen an die Bundesregierung zu wenden. Dabei solle es
nicht allein um mehr Geld gehen,
sondern darum, die Asylanträge
schneller zu bearbeiten und „nicht
140.000 Anträge auf Halde liegen“ zu
lassen. Die sechseinhalb Monaten
Bearbeitungszeit müssten auf drei
Monate gesenkt werden.
Sachsens Innenminister Markus
Ulbig sprach sich für eine ausgegli-
chenere Verteilung der Flüchtlinge
innerhalb der Europäischen Union
aus. „Nach meiner Vorstellung sollte
jedes Land der EU verpflichtet sein,
ein Mindestkontingent aufzunehmen“, sagte der CDU-Politiker in
Brüssel und erhielt Zustimmung
von seinen Kollegen. Wenn die Zahl
der Flüchtlinge überschritten werde, müsse umverteilt werden. Ulbig
befürwortete auch Vorschläge, Entwicklungshilfe und Asylpolitik enger zu verknüpfen. Dabei geht es
beispielsweise darum, die finanzielle Unterstützung von Herkunftsstaaten stärker an ihre Mitwirkung
bei der Rücknahme abgelehnter
Asylbewerbern anzulehnen. Die Minister hatten bei ihrer Tagung in
Brüssel Europaabgeordnete und
EU-Politiker getroffen,
Das Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge geht in einer Prognose bislang von etwa 300.000 Asylanträgen in diesem Jahr aus. Das
Bundesinnenministerium erklärte
in Berlin, es sehe derzeit keinen Anlass, diese Prognose zu korrigieren.
Auch nach Einschätzung aus dem
Bundesamt wäre eine Korrektur auf
Basis der hohen Anstiege vom Januar und Februar verfrüht, da die Zahl
der Flüchtlinge aus dem Kosovo bereits wieder sinke. Von 650.000 Asylanträgen in der EU im vergangenen
Jahr wurden 200.000 in Deutschland gestellt. (rtr/dpa)
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6 Freie Presse
WIRTSCHAFT & BÖRSE
NACHRICHTEN
RUSSLAND
Volkswagen fährt
Produktion zurück
KALUGA — Volkswagen reagiert auf
den Einbruch auf dem russischen
Automarkt und drosselt die Produktion in seinem Werk in Kaluga. Wie
der Konzern mitteilte, soll von April
bis Juli an 17 Freitagen nicht gearbeitet werden. Zudem stehen im Mai
an acht weiteren Tagen die Bänder
still und die Fabrik wechselt von da
an vom Drei- in den Zweischicht-Betrieb. Im Februar war der russische
Automarkt um fast 40 Prozent eingebrochen. Volkswagen betonte,
Russland bleibe für den Konzern ein
Markt mit langfristigen Wachstumsperspektiven. Doch die Krise
trifft die Wolfsburger hart: Laut Betriebsratschef kostet sie VW „dreistellige Millionenbeträge“. (dpa)
Forscher wollen
mit Verbund
Einfluss stärken
Rund 70 mittelstandsnahe
Forschungsinstitute haben
sich zusammengeschlossen, um ihre Kompetenzen
zu bündeln und auch in
der Politik künftig mehr
Gehör zu finden.
VON RAMONA NAGEL
CHEMNITZ — Der vor wenigen Wo-
LEBENSMITTEL
Fleisch wird
wieder teurer
FRANKFURT (MAIN) — Nach den Preis-
rückgängen 2014 müssen sich Verbraucher in den kommenden Monaten wieder auf steigende Fleischpreise einstellen. Das gelte für Rind- genauso wie für Schweinefleisch, erklärte die Zentralgenossenschaft des
europäischen Fleischergewerbes.
Hintergrund sei eine anziehende
Nachfrage. Zudem dürfte Importware wie Lamm etwa aus Neuseeland
wegen der Dollarstärke gegenüber
dem Euro teurer werden. Nur wenig
Preisauftrieb erwarten die Experten
bei Geflügel. Die Branche setzte im
Vorjahr 17,4 Milliarden Euro um,
2,8 Prozent mehr als 2013. Die Zahl
der Fleischerfachgeschäfte fiel um
620 auf 22.700, die der Mitarbeiter
um zwei Prozent auf 140.000. (dpa)
PREISABSPRACHEN
Behörde durchsucht
Verpackungsbetriebe
BONN — Betriebe für Metallverpackungen an elf Standorten in Nordrhein-Westfalen,
Niedersachsen
und Rheinland-Pfalz sind vom Bundeskartellamt durchsucht worden.
Es bestehe der Verdacht wettbewerbsbeschränkender Preis-, Mengen- und Kundenabsprachen, teilte
die Behörde gestern mit. Namen
wurden nicht genannt. Ausgangspunkt der Durchsuchung sei eine
anonyme Anzeige gewesen. (dpa)
chen gegründete Verbund mit dem
Namen
Industrieforschungsgemeinschaft „Konrad Zuse“ trifft sich
heute in Berlin zur ersten Mitgliederversammlung. Mit ihrem Zusammenschluss wollen die rund 70
Forschungsinstitute künftig noch
intensiver für ihre Interessen werben und eine gemeinsame Plattform
für die außeruniversitäre Forschung
schaffen. „Vor Ort werden unsere
Leistungen hoch geschätzt, bundesweit mangelt es jedoch an Anerkennung“, sagte Geschäftsführerin Annette Treffkorn.
Das spüren die Einrichtungen besonders bei der Finanzierung ihrer
Arbeit. Im Gegensatz zu Universitäten oder Fraunhofer-Instituten erhalten die mittelstandsnahen Forschungseinrichtungen keine staatliche Grundfinanzierung, sondern
nur projektbezogene Fördermittel.
Investitionen in Maschinen und Anlagen müssen sie selbst finanzieren.
„Das sind jedoch ungleiche Wettbewerbsbedingungen“, sagt Gunter
Ziegenhals, Geschäftsführer des IfM
– Institut für Musikinstrumentenbau – aus dem vogtländischen Zwota. Der neue Interessenverbund wol-
Geschäft mit Fitness boomt
Flugbegleiter
wollen Piloten
vom Streik
abhalten
Lufthansa: Gewerkschaft
Ufo schlägt gemeinsame
Vermittlungsgespräche vor
le sich deshalb unter anderem für
bessere Finanzierungsmöglichkeiten einsetzen.
Das IfM gehört zu den Gründungsmitgliedern der Organisation,
benannt nach dem Berliner Computerpionier Zuse. Die rund 70 Gründerinstitute beschäftigen etwa 5000
Mitarbeiter. Aus der Region Chemnitz ist unter anderem das Sächsische Textilforschungsinstitut dabei.
Traditionell beschäftigen sich die
Forschungsinstitute vor allem mit
anwendungsnahen Projekten, die
direkt zu Produktinnovationen führen sollen. Bundesweit gibt es derzeit etwa 110 solcher Forschungseinrichtungen. Sie setzen jährlich
rund 400 Millionen Euro um. Ein
Großteil kommt aus Ostdeutschland, wo nach der Wende die Abteilungen für Forschung und Entwicklungen häufig ausgegliedert und
privatisiert wurden. Allein in Sachsen gibt es 37 außeruniversitäre Forschungsinstitute.
Ihre Aufträge erhalten die privaten Forschungsinstitute von den
bundesweit rund zwei Millionen
kleinen und mittelständischen
Unternehmen. Um im Wettbewerb
bestehen zu können, muss der
Mittelstand rasch auf neue Trends
reagieren und auch die Vorstellungen der Auftraggeber schnell umsetzen. Zudem stehen die Betriebe
zumeist unter großem Kostendruck
und müssen diesen durch ständige
Rationalisierung verringern. Etwa
110.000 mittelständische Unternehmen haben in den vergangenen drei
Jahren neue Produkte oder Technologien erfolgreich am Markt eingeführt. Mehr als 30.000 der Firmen
betreiben kontinuierlich Forschung
und Entwicklung. (mit cul)
VON CHRISTIAN EBNER
FRANKFURT
So viele Deutsche wie nie schwitzen im Fitnessstudio. Die Zahl der Mitglieder wuchs 2014 binnen Jahresfrist von 8,6 auf mehr als 9 Millionen,
wie aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte hervorgeht. Insgesamt steigerte die Fitness- und Gesundheitsbranche den
Umsatz um 3,3 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Vor allem große Ketten
wie McFit und Fitness First dürften den Angaben zufolge zunehmend
Marktanteile gewinnen. Für die nächsten zwei Jahre ist weiter mit Zuwächsen zu rechnen – allerdings nur noch mit Wachstumsraten zwischen ein und zwei Prozent. Im Durchschnitt kostete ein Monatsbeitrag
in einem Einzelbetrieb – also fernab der großen Ketten – 53,20 Euro. Im
FOTO: JENS KALAENE/DPA
Rahmen der Studie wurden 8026 Studios befragt.
Konrad Zuse – Erfinder des Computers
Der bei Berlin geborene Bauingenieur baute 1941 den ersten Digitalcomputer der Welt, den Z3. Das Z
steht für seinen Nachnamen Zuse.
Nachdem er bereits 1938 mit dem
mechanischen Rechner Z1 die heute
noch angewendete, von ihm selbst
entwickelte Gleitkommarechnung umsetzen konnte, arbeitete der Z3 erst-
Dienstag, 24. März 2015
mals einwandfrei mit elektromechanischen Relais: Das Rechenwerk des Z1
hatte sich oft verklemmt. Der Z3 gilt
als erste frei und universell programmierbare Rechenmaschine der Welt.
1943 wurde er bei einem Bombenangriff zerstört – ein funktionierender
Nachbau steht heute im Deutschen
Museum in München. (na)
(MAIN) — Im Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihren Piloten haben überraschend die
Flugbegleiter einen neuen Lösungsversuch gestartet. Ihre Gewerkschaft Ufo schlug gestern dem Konzern und der Pilotengewerkschaft
Vereinigung Cockpit (VC) gemeinsame Vermittlungsgespräche vor. In
dieser „Mediation“ sollten formelle
Prozesse zur Lösung der verschiedenen Tarifprobleme verbindlich vereinbart werden, heißt es in dem veröffentlichten Appell.
Ufo steckt selbst in schwierigen
Gesprächen mit der Lufthansa und
hat einer Teilschlichtung zu den
Übergangs- und Betriebsrenten zugestimmt. Wegen des Pilotenstreiks
könne man sich aber nicht mehr
vorstellen, für die Kabinen-Themen
unabhängige Lösungen vereinbaren
zu können, heißt es. Die Ufo-Kritik
richtet sich gegen Lufthansa und VC
gleichermaßen. „Hier wurden alle
Mitarbeiter der Lufthansa in Geiselhaft genommen, nicht nur von einer
Seite!“ Ufo fürchtet zudem um Jobs.
Lufthansa könne wegen des Pilotenstreiks unternehmerische Entscheidungen treffen, die alle Mitarbeiter
treffen. Ein VC-Sprecher erneuerte
gestern die Streikdrohung der Piloten auch über Ostern. „Wir können
keine Zeiträume ausschließen.“
VC und Lufthansa reagierten zurückhaltend auf den Ufo-Vorschlag.
Man werde das prüfen, hieß es von
beiden Seiten. Unklar blieb aber, wo
für die VC die Vorteile liegen sollten,
sich einen dritten Partner und einen
Mediator mit an den Verhandlungstisch zu holen. Gar nicht erst mit
einbezogen wurde die dritte Lufthansa-Gewerkschaft Verdi, die gestern die Verhandlungen für rund
33.000 Boden-Mitarbeiter aufgenommen hat. Sie verlangt 5,5 Prozent mehr Geld und ist nicht bereit,
in dieser Runde gleich noch über die
Betriebsrenten zu verhandeln, die
Lufthansa auch in diesem Bereich
kürzen will. (dpa)
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WIRTSCHAFT
Dienstag, 24. März 2015
SCHMIERGELD
Forderungen gegen
Rüstungsfirmen
ATHEN — Die griechische Regierung
geht gegen deutsche Rüstungsfirmen wegen des Verdachts von
Schmiergeldzahlungen vor. Ein Vertreter des Verteidigungsministeriums sagte, die Schadenersatzforderungen summierten sich auf über
100 Millionen Euro. Untersuchungen liefen gegen den Hubschrauberbauer Airbus Helicopters sowie die
Rüstungsfirmen Rheinmetall, STN
und Atlas Elektronik. Ihnen werde
vorgeworfen, Bestechungsgeld gezahlt zu haben, um an Aufträge zu
kommen. Griechenland hatte im
vergangenen Jahrzehnt gemessen
an der Wirtschaftsleistung die
höchsten Rüstungsausgaben in der
EU. Dies war einer der Gründe für
die Verschuldung des Landes. (rtr)
MITTELSTAND
Alterung bremst
Investitionstätigkeit
FRANKFURT (MAIN) — Das hohe Alter
vieler Mittelständler bremst nach einer Studie der KfW die Investitionstätigkeit in Deutschland. Denn mit
zunehmendem Alter der Firmenlenker sinke deren Investitionsbereitschaft rasant, berichtete die Förderbank: Von den Unternehmern über
60 Jahren investiert nur noch rund
jeder Dritte: „Die anderen ziehen
sich aus der Weiterentwicklung ihrer Firma zurück.“ Das gefährde den
künftigen Geschäftserfolg, bremse
die Modernisierung und reduziere
das gesamtwirtschaftliche Wachstum, warnte die KfW. Die Inhaber
von 1,3 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen sind 55 Jahre
oder älter – das entspreche einem
Drittel aller Mittelständler. (dpa)
COMPUTER
Selbstfahrendes Auto
auf Tour durch USA
SAN FRANCISCO — Der US-Zulieferer
Delphi lässt ein selbstfahrendes Auto erstmals von Küste zu Küste
durch die USA fahren. Der von Delphi mit Sensoren vollgepackte Audi
Q5 startete jetzt in San Francisco
und soll in rund einer Woche in
New York ankommen. Es geht um
eine Strecke von rund 5630 Kilometern. Es ist die bisher längste Tour eines selbstfahrenden Fahrzeugs
durch die USA. Delphi musste für
die Fahrt mit mehreren Bundesstaaten verhandeln, in denen es noch
keine Gesetze für den Betrieb selbstfahrender Autos gibt. (dpa)
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dem Festnetz der Deut. Telekom.
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Minutentakt wurden nicht berücksichtigt. Bei einigen Anbietern kann es wegen Kapazitätsengpässen zu Einwahlproblemen kommen. teltarif-Hotline (Montag bis Freitag 9
bis 18 Uhr): 0900 1 330100 (1,86 Euro/Minute von T-Com).
teltarif.de bietet im Internet auch eine Abfrage der Auslandstarife an. Stand: 23. März 2015, 11 Uhr. Kurzfristige
Änderungen möglich. Quelle: www.teltarif.de – alle Anbieter mit Tarifansage. Alle Angaben ohne Gewähr.
Seit Jahresbeginn gibt es
einen gesetzlichen
Mindestlohn. Dass Entgelt
und Arbeitszeiten eingehalten werden, kontrolliert
der Zoll. Auf Tour mit
Beamten des Zwickauer
Hauptzollamtes.
VON KONRAD RÜDIGER
WERDAU/ZWICKAU — In der Küche der
Holzmüllers im Werdauer Ortsteil
Langenhessen stehen die ganz großen Töpfe für das Mittagessen auf
dem Herd. Die Holzmüllers betreiben eine Fleischerei und kochen
Mittagstisch: Nudeleintopf mit
Kompott gibt es bei ihnen für 3 Euro.
Heute gesellen sich zwei Herren
vom Zoll dazu. Sie wollen von dem
Ehepaar ziemlich viel wissen, und
das ganz genau. „Ich hab’ heute ein
biss’l die Eichprobe abbekommen“,
sagt Rolf Holzmüller, der seine Ärmel von Berufs wegen hochgekrempelt hat. Sein Fleischergeselle steht
derweil mit rotem Kopf in der Tür
zum Schlachtraum. Er hat seinen
Ausweis nicht dabei und muss den
Beamten hoch und heilig versprechen, dass er ihn von jetzt an immer
bei sich trägt.
Die etwa 35 Beamten des Zwickauer Hauptzollamtes stehen derzeit vor der Aufgabe, sich an ganz
neue Branchen „heranzutasten“. Bis
Jahresbeginn galten nur in wenigen
Berufszweigen wie Bau und Gebäudereinigung Mindestlöhne. Die
Chefs dort haben sich an die Präsenz
der Zöllner gewöhnt. „Wir überlegen genau, wie wir auftreten“, sagt
Jens Nagel, Zollamtsrat und Leiter
der Zwickauer Finanzkontrolle
Schwarzarbeit. „Grundsätzlich sind
wir auch bei Routinekontrollen mit
Dienstkleidung und Dienstwaffe
unterwegs. In sensiblen Bereichen
wie in der Pflege prüfen wir in Zivil.“
Alles in Ordnung: Taxifahrer Frank Pilz konnte Zollamtsrat Jens Nagel während der Kontrolle alle geforderten Unterlagen vorlegen.
„Wir kontrollieren
natürlich schon, ob
die Angaben über
die Arbeitszeiten
plausibel sind.“
Jens Nagel Zöllner
Auf Seite der Kontrollierten gibt es
durchaus Bedenken, die mit verstärkter Kommunikation auszuräumen sind. „Es heißt ja, dass mächtige
Bußgelder drohen, wenn man gegen
das neue Gesetz verstößt“, sagt Fleischermeister Holzmüller. „Aber
wenn ich unwissentlich einen Fehler mache, habe ich keine 20.000 Euro, um ein Bußgeld zu bezahlen.“
Der findige Handwerker hat eine Police gegen solche Unachtsamkeiten
abgeschlossen. „Ich habe mich quasi
gegen den Zoll versichert“, sagt er
und freut sich über seine Weitsicht.
Die ist auch bei den Zöllnern gefragt,
denn der berühmte Ermessensspielraum entscheidet über Akzeptanz
oder Ablehnung. „Wir kontrollieren
natürlich schon, ob die Angaben
über die Arbeitszeiten plausibel
sind“, sagt Zöllner Nagel. „Im Moment prüfen wir nach dem Prinzip
Aufklärung vor Ahndung“, fügt der
Beamte hinzu.
Am Taxistand vor dem Zwickauer Heinrich-Braun-Klinikum sind
die Ansichten zum Mindestlohn
und zum Auftauchen der Zöllner
zwiespältig. Frank Pilz fährt als
zweiter Fahrer tagsüber für einen
Taxiunternehmer. „Ich weiß, dass
ich mit derzeit 27,30 Euro aus zwei
Fahrten nicht gut dastehe“, sagt er
um 11.50 Uhr. Seine Schicht hat er
7.30 Uhr begonnen. Für ihn sei der
Mindestlohn zumindest kurzfristig
eine gute Sache. „Natürlich freut
man sich, wenn man nicht stundenlang wartet und sich dabei Gedanken um den Umsatz macht.“ Doch
diese Probleme habe nun sein Chef.
„Letztlich wird es wohl dazu führen,
dass viele Taxifirmen weitere Angestellte entlassen“, sagt Pilz.
Immer wieder werden die Verantwortlichen von den Zöllnern ruhig, aber bestimmt darauf hingewiesen, dass die Arbeitszeit der Mitarbeiter nachvollziehbar festgehalten
werden muss. „Viele Unternehmer
wissen nicht, dass es auch die Möglichkeit gibt, über flexible Arbeitszeitkonten beweglich zu bleiben“,
sagt Zollamtschef Nagel. „Spätestens
nach einem Jahr müssen die Konten
dann über Freizeit oder Lohn ausgeglichen werden.“
Die unangekündigten Kontrollen sorgen aber nicht nur bei den
Kontrollierten für ein erhöhtes
Stresslevel. „Ich bin von Gästen ge-
FOTO: ANDREAS WOHLAND
fragt worden, was hier vor sich
ging“, sagt Andy Schumann von einem Bistro in der Zwickauer Innenstadt gut eine Stunde nach der Kontrolle durch die bewaffneten Zöllner.
„Ich finde es gut, dass alle Menschen
vernünftiges Geld verdienen. Aber
letztlich bleibt mehr an mir hängen“, meint Schumann, der sich
selbst im Gegensatz zur Bezahlung
seiner beiden Mitarbeiter keinen
Mindestlohn geben muss. Eine Portion Bandnudeln mit gebratener
Jagdwurst, Tomaten und Käse kostet
bei ihm 4,90 Euro.
In Langenhessen pustet Meister
Holzmüller nach der Verabschiedung der Beamten erst einmal kräftig durch. „Ganz locker bin ich natürlich nicht“, erklärt er. Aber immerhin seien sie an einem ganz
günstigen Tag gekommen. „Montags geht das ja noch. Gut, dass sie
nicht am Freitag hier aufgekreuzt
sind.“
A N ZE I G E
Deutsche Bank vor
radikalem Umbau
Das Institut plant offenbar
einen weitgehenden Rückzug aus dem Privatkundengeschäft. Drei Modelle
liegen auf dem Tisch.
VON BARBARA SCHÄDER
BERLIN/FRANKFURT — Die Deutsche
Bank diskutiert offenbar über einen
weitgehenden Rückzug aus dem Privatkundengeschäft. Medienberichten zufolge ist dies eines von drei
Modellen, die der Vorstand am Freitag dem Aufsichtsrat präsentierte.
Der radikalste Vorschlag sieht demnach vor, das Filialgeschäft der Deutschen Bank und ihrer Tochter Postbank auszugliedern und an die Börse zu bringen. Alternativ wären
auch ein Verkauf der Postbank oder
deren vollständige Verschmelzung
mit der Deutschen Bank denkbar.
Aufsichtsratschef Paul Achleitner sagte gestern: „Die Bank arbeitet
seriös und detailliert daran, eine
nachhaltige Strategie zu entwickeln.“ Zu konkreten Szenarien äußerte er sich nicht. Zugleich verwahrte er sich gegen den Eindruck,
dass es hinter den Kulissen bereits
eine Einigung gegeben habe: „Den
Prozess dürfen Sie sich nicht zerlegen lassen, nur weil draußen alle
möglichen Leute hyperventilieren.“
Die Bankspitze diskutiert seit
Monaten über eine Neuausrichtung
des größten deutschen Geldhauses.
Denn derzeit scheint das Institut
von einer Erfüllung der Ziele, die
sich die Chefs Jürgen Fitschen und
Anshu Jain 2012 gesteckt hatten,
weit entfernt. Fitschen und Jain kündigten an, die Aktionäre im zweiten
Quartal über ihre weiteren Pläne zu
informieren. Am 21. Mai findet die
Hauptversammlung statt.
Für eine Abspaltung des Privatkundengeschäfts spräche, dass dessen Ergebnisse weit hinter den Erwartungen zurückbleiben: Spätestens 2015 sollte die Sparte einen Vorsteuergewinn von drei Milliarden
Euro abwerfen, 2014 brachte sie
nicht einmal halb so viel ein. Hinzu
kommt, dass eine gewisse Trennung
zwischen Privatkunden- und Kapitalmarktgeschäft bald gesetzlich erforderlich sein wird: Das 2013 erlassene Trennbankengesetz schreibt
vor, dass große deutsche Banken ab
Juli ihre Aktivitäten auf zwei Tochtergesellschaften aufteilen müssen.
Eine soll das Einlagengeschäft übernehmen, die andere den Eigenhandel der Bank. Kapitalmarktgeschäfte
im Auftrag von Kunden bleiben der
Einlagen-Tochter allerdings erlaubt.
Insofern wäre eine komplette Abspaltung des Privatkundengeschäfts
keineswegs zwingend.
Zudem gibt es auch Argumente
gegen eine solche Radikallösung.
Die Bank hat mit einer Ausgliederung des Massenkundengeschäfts
schlechte Erfahrungen gemacht: Ende der 1990er-Jahre hatte das Institut
versucht, Kleinsparer in die „Deutsche Bank 24“ abzuschieben – das
kam in der Öffentlichkeit nicht gut
an. Auch im eigenen Interesse verfolgte die Bank zuletzt die entgegengesetzte Strategie: Mit dem Erwerb
der Postbank 2010 wollte der damalige Bankchef Josef Ackermann das
Privatkundengeschäft
ausbauen,
um der Bank ein zweites Standbein
neben dem schwankungsanfälligen
Kapitalmarktgeschäft zu verschaffen. Doch das Investmentbanking
blieb das Zugpferd.
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3609714-10-1
SCHEINTOT
Seniorin erwacht
beim Bestatter
GELSENKIRCHEN — Eine vermeintlich
tote 92-Jährige ist in einem Bestattungsunternehmen in NordrheinWestfalen wieder aufgewacht. Wie
die Polizei in Gelsenkirchen gestern
mitteilte, hatte eine Pflegerin die
schwer kranke Frau am Samstagabend in einem Seniorenheim offenbar ohne Atmung in ihrem Bett
gefunden. Ein Arzt habe den Tod der
Frau bescheinigt. Im Bestattungsunternehmen hörten die Angestellten
plötzlich ein Stöhnen und entdeckten, dass die Frau ihre Augen geöffnet hatte. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. „Die Frau war pflegebedürftig und man hatte mit ihrem
Tod gerechnet“, sagte ein Polizeisprecher. Der Vorfall habe keine weiteren Auswirkungen auf ihren Gesundheitszustand gehabt. Dennoch
ermittelt jetzt die Kriminalpolizei,
ob es ein Versäumnis beim Feststellen des Todes gegeben habe. (dpa)
SEXSKLAVIN
Französin mehrere
Wochen eingesperrt
STRAßBURG — Sechs
Männer und
Frauen sollen eine 20 Jahre alte Französin mehr als einen Monat lang als
Sexsklavin eingesperrt und misshandelt haben. Unter diesem Verdacht ist die Gruppe am Sonntag im
ostfranzösischen Verdun inhaftiert
worden. Die mutmaßlichen Täter
im Alter von 19 bis 27 Jahren hätten
die Tat gestanden, „ohne sich dabei
ihrer Schwere bewusst zu sein“, so
hieß es in Justizkreisen. Sie werden
beschuldigt, die junge Auszubildende vergewaltigt und ihr brutale Gewalt angetan zu haben. Die Justizkreise sprachen von unglaublichen
Gräueln. Der Frau sei es dann gelungen, ihren Peinigern unter einem
Vorwand zu entkommen. (dpa)
MIETSTREIT
Bäcker erschießt
seinen Vermieter
DUISBURG — Die Tat glich einer Hinrichtung: In seinem Auto wurde im
vergangenen Juni ein 41-jähriger
Vermieter in Duisburg erschossen.
Auf der Rückbank saßen seine Ehefrau und seine elfjährige Tochter –
sie mussten die Tat mit ansehen.
Gestern verurteilte das Duisburger
Landgericht den 44 Jahre alten
Schützen, einen Bäcker, wegen Mordes und versuchten Totschlags zu lebenslanger Haft. Der Mann hatte außerdem auf den Bruder seines Opfers geschossen – aber nicht getroffen. Täter und Opfer hatten wochenlang gestritten. Dem Bäcker war
mehrfach das Wasser abgestellt worden, weil er Rechnungen nicht bezahlt hatte. (dpa)
Skalpell schafft
aus einem Mann
eine Traumfrau
Aus Andrej wurde
Andreja. Jetzt kehrt das
australische Model auf den
Laufsteg nach Melbourne
zurück – dort wo ihre Karriere einst als „er“ begann.
VON BARBARA BARKHAUSEN
SYDNEY — Ein Star auf dem Laufsteg
war Andreja Pejic auch schon vor ihrer Geschlechtsumwandlung. 2011
wählten die Leser des Männermagazins „FHM“ Andreja – damals offiziell noch ein Mann – zu einer der erotischsten Frauen der Welt und lösten eine Kontroverse aus. Im vergangenen Jahr entschied sich Pejic, die
als Kind zusammen mit ihrer Familie einst vor den Kriegswirren in Bosnien nach Australien geflüchtet war,
zur Operation. Aus dem Model, das
zuvor sowohl Männer- wie auch
Frauenmode vorgeführt hatte, wurde endgültig eine Frau.
Auf Twitter schrieb Andreja Pejic
damals „Ich habe ein paar Veränderungen vorgenommen.“ Was zwischen der OP und der jetzigen Rückkehr auf den Laufsteg als Frau – im
Februar hatte Pejic ihr Debüt in London und vergangene Woche in ihrer
Heimatstadt Melbourne – passierte,
berichtete die 23-Jährige nun in einer australischen TV-Sendung: Sie
hat einen Film über ihr Leben gedreht. Über die Webseite Kickstarter
hat Pejic zusammen mit einer Gruppe Filmemacher Sponsoren für eine
Dokumentation angeworben. Mit
dem Geld filmte das Team die Umwandlung des Models. „Es war sehr
wichtig für mich, die Geschichte zu
teilen und die Situation und die Erfahrung zu vermenschlichen“, sagte
sie. „Ich bin sowieso eine Person, die
Körper und Geist passen nun zusammen: Andreja im Februar in New
York.
FOTO: CRAIG BARRITT/GETTY IMAGES
Dienstag, 24. März 2015
Die Dinos kommen
in der Öffentlichkeit steht, meine
Geschichte ist ohnehin bekannt.“
Wichtig sei ihre Geschichte auch,
weil es immer noch Transgender-Jugendliche auf der Welt gebe, die
Selbstmord begehen würden wegen
der Ignoranz, die das Thema umgebe. „Es war ein sehr intensives Jahr“,
gestand Pejic auch bei News.com.au
ein. „Aber ich habe meinen persönlichen Traum erreicht und meine
Umwandlung vollendet und kann
nun als Frau leben.“
Eine renommierte australische
Model-Agentur hatte die heute
23-Jährige bereits während ihrer
High School-Zeit entdeckt. Damals
war sie offiziell noch ein Junge. Sie
wusste aber bereits um ihre androgyne Veranlagung, seit sie 13 war.
Der feminine Körper, die feinen Gesichtszüge und das Selbstbewusstsein von Pejic brachten ihr schnell
große Kampagnen und Schauen ein.
Im September 2008 lief Pejic während des Melbourner Modefestivals
zum ersten Mal auf dem Laufsteg.
„Aber ich habe meinen persönlichen
Traum erreicht.“
Andreja Pejic Model
Vogue Paris brachte ihre Bilder und
schon bald entdeckten sie auch Designer wie Marc Jacobs oder Jean
Paul Gaultier, der das Model unter
seine Fittiche nahm. 2011 trug sie
für ihn ein Brautkleid als krönenden
Abschluss seiner Modenschau.
Wie wichtig die Unterstützung
der Familie für Transgender-Menschen ist, zeigte sich 2014, als eine
australische Mutter ein Zeichen für
die Akzeptanz setzte. Mit einer Geburtsanzeige in der Zeitung feierte
sie die „Geburt“ ihres Sohnes, der vor
19 Jahren als ihre Tochter zur Welt
gekommen war. Ihre Anzeige verbreitete sich damals über Twitter
weltweit: „1995 haben wir die Ankunft unserer Tochter Elizabeth Anne verkündet. Er informiert uns,
dass das ein Fehler war. Ups! Unsere
Schuld. Wir wollen nun unseren
wundervollen Sohn Kai Bogert präsentieren. Dich zu lieben ist die einfachste Sache der Welt. Und räum
dein Zimmer auf.“ Die warmherzigen Worte sollten bewusst Kreise
ziehen. „Wenn es noch andere Kinder wie Kai gibt, die über ihr Coming-Out nachdenken und keine
Unterstützung haben, dann sollen
sie wissen, dass sie nicht allein sind“,
sagte Yolanda Bogert. (café)
40 lebensgroße Dinosaurier-Modelle sind gestern auf
acht Megatrailern in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide in Wustermark (Havelland) angekommen. Die urzeitlichen Riesen, die teilweise nach dem
Transport wieder zusammengesetzt werden mussten
(Foto), sind Teil einer Sonderschau, die am 31. März
beginnt. 230 Millionen Jahre Evolutionsgeschichte
würden so nachvollziehbar, hieß es. Erstmals ausgestellt werden Modelle des langkralligen Pflanzenfres-
sers Therizinosazrus, des erst vor zehn Jahren entdeckten Giganotoraptors, und des gefährlichen Torvorsaurus. Alle Exponate wurden nach wissenschaftlichen Vorgaben angefertigt. FOTO: RALF HIRSCHBERGER/DPA
EINE BILDERGALERIE zu den Dino-Modellen können Sie ansehen, wenn Sie den Code mit Ihrem
Smartphone oder Tablet scannen.
» www.freiepresse.de/dino
Lehrer-Sohn verschickt
Lösungen für Mathe-Abi
STUTTGART — Der Schuldige für das
Veröffentlichen der Lösungen von
baden-württembergischen MatheAbituraufgaben im Internet ist gefunden: Der Sohn eines Lehrers hat
die Ergebnisbögen auf dem Schreibtisch seines Vaters entdeckt, abfotografiert und per Handy verschickt.
Das teilte das Kultusministerium in
Stuttgart gestern mit. Demnach
fand der Schüler die Lösungen erst
nach der Mathematik-Abiturprü-
fung, an der er selbst teilgenommen
hatte. Sein Vater meldete den Vorfall
dem Schulleiter. Das Ministerium
geht davon aus, dass der Inhalt zuvor keinem Schüler bekannt war
und die Prüfung nicht wiederholt
werden muss. Nach Angaben des
Sprechers handelt es sich bei der
Weitergabe einer unter Geheimhaltung stehenden Verschlusssache um
ein „sehr schwerwiegendes Dienstvergehen“. (dpa)
GEWONNEN?
Gewinnzahlen
Keno
Ziehung vom 23. März: 7, 11, 12, 17, 24,
32, 37, 39, 40, 41, 45, 47, 48, 51, 53, 57,
58, 63, 65, 70
Zusatzlotterie Plus 5: 40326
Auswahlwette
7, 8, 22, 28, 39, 41, Zusatzspiel: 6
Ergebniswette
2, 2, 2, 1, 1, 0, 0, 0, 0, 0, 1, 2, 2
Gewinnquoten
Lotto am Samstag
Kl. 1: 4.444.951,10 ¤, Kl. 2: 222.111,60 ¤,
Kl. 3: 7593,50 ¤, Kl. 4: 1986 ¤, Kl. 5:
148,50 ¤, Kl. 6: 28,30 ¤, Kl. 7: 18,30 ¤,
Kl. 8: 7,90 ¤, Kl. 9: 5 ¤.
Ergebniswette
Kl. 1: unbesetzt, Kl. 2: 15.736,10 ¤, Kl. 3:
2248 ¤, Kl. 4: 270,30 ¤
Auswahlwette
Kl 1: unbesetzt , Kl. 2: unbesetzt ¤,
Kl. 3: 2431 ¤, Kl. 4: 77,10 ¤, Kl. 5: 21,20 ¤,
Kl. 6: 5,90 ¤
Alle Angaben ohne Gewähr
Todeskandidatin in USA endgültig frei
Fast die Hälfte ihres
Lebens saß die gebürtige
Berlinerin Debra Milke im
Gefängnis, im Todestrakt
wartete sie auf ihre Exekution. 2013 kam sie vorläufig
frei – nun ist diese Freiheit
gerichtlich besiegelt.
VON JOHANNES SCHMITT-TEGGE
PHOENIX — Nach einem langen Jus-
tizkrimi und 22 Jahren in einer USTodeszelle kommt die in Berlin geborene Debra Milke endgültig frei.
Ein Bundesgericht im Staat Arizona
kündigte gestern die Einstellung des
Verfahrens gegen die 51-Jährige an.
Sie war bereits seit 2013 gegen Kaution und Auflagen auf freiem Fuß.
Die Tochter einer Deutschen und
eines Amerikaners war 1991 zum
Tode verurteilt worden, weil sie
1989 zwei Männer angestiftet haben
soll, ihren damals vierjährigen Sohn
Christopher zu töten. Statt wie versprochen zum Weihnachtsmann in
ein Einkaufszentrum zu fahren, töteten sie den Jungen in einem trockenen Flusslauf mit mehreren
Schüssen in den Hinterkopf. Die Justiz ging davon aus, Milke habe ihren
Sohn loswerden und eine Versicherungssumme einstreichen wollen.
Milke selbst beteuerte stets ihre Unschuld. Die Männer wurden zum Tode verurteilt, aber noch nicht hingerichtet.
Die Gerichtsanhörung in Phoenix dauerte keine fünf Minuten.
Richterin Rosa Mroz ordnete an,
dass sämtliche zuvor verhängte Auflagen gegen Milke aufgehoben werden. Milke musste eine elektronische Fußfessel tragen, unterlag einer
nächtlichen Ausgangssperre und
durfte bis zum Ende des Verfahrens
keinen Alkohol trinken. Die in
Phoenix lebende Frau, die zwischen
ihren Verteidigern im Gerichtssaal
Platz genommen hatte, zeigte zunächst kaum Regung, wie in der TV-
Debra Milke (r.) begrüßte im September 2013 ihre Mutter Renate Janka in Phoenix – zuvor war die ehemalige Todeskandidatin auf Kaution
freigelassen worden.
FOTO: JONES, SKELTON & HOCHULI/ DPA
Übertragung aus dem Saal zu sehen
war.
Milkes Verteidiger Michael Kimerer hatte bereits vergangene Woche gesagt, dass der Fall endgültig
beendet sei. Denn der Oberste Gerichtshof von Arizona hatte eine
weitere Anhörung abgelehnt, womit Milke kein erneuter Prozess gemacht werden durfte. Milke zeigte
sich Kimerer zufolge danach „erleichtert, dass ihr endlich Gerechtigkeit widerfährt“. Es habe sich um einen „schrecklichen Justizirrtum“ gehandelt. Für diesen Dienstag kündigte Kimerer eine Pressekonferenz
für 19.30 Uhr deutscher Zeit an.
Als nächsten Schritt streben Milkes Verteidiger eine Zivilklage gegen
den Staat und die Polizei wegen ihrer Inhaftierung an. Bei einem Erfolg könnte Milke Schadenersatz in
Millionenhöhe bekommen. In sozialen Medien Milke gratulierten ihre
Unterstützer kurz nach der Entscheidung zur endgültigen Freiheit.
(dpa)
LEUTE HEUTE
Ann Sophie (24), deutsche Kandidatin für den Eurovision Song Contest, geht bisher ohne festen Partner
durchs Leben. „Ja, ich hatte noch nie
wirklich
einen
Freund“, sagte die
Sängerin. „Es kam
einfach noch nicht
der Richtige.“ Sie
wolle auch keine
Beziehung, nur um
nicht allein zu sein.
Der Richtige wäre
jemand, der sie begeistern und inspirieren könne, sagte sie. Unterstützung vor ihrem ESC-Auftritt am
23. Mai in Wien bekommt die Sängerin, die mit vollem Namen Ann
Sophie Dürmeyer heißt, nach eigenen Worten trotzdem genug: „Ich
krieg‘ von allen Seiten nur positives
Feedback.“ (dpa)
FOTO: BRITTA PEDERSEN/DPA
NACHRICHTEN
AUS ALLER WELT
EIN VIDEO über Ann Sophie
können Sie ansehen, wenn Sie
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» www.freiepresse.de/annsophie2403
Wotan Wilke Möhring (47),
Schauspieler, wird Old Shatterhand
spielen, den Blutsbruder des Apachen-Häuptlings Winnetou: Der Privatsender RTL arbeitet derzeit an einer Neuauflage der
„Winnetou“-Filme.
Das sagte ein RTLSprecher gestern.
Die weiteren Rollen seien noch
nicht besetzt, sagte
der Sprecher weiter. „Wir können
uns Pierre Brice in der Rolle des Vaters von Winnetou gut vorstellen.“
Brice spielte Winnetou in den
1960er-Jahren insgesamt elftenmal.
RTL zufolge sind drei Filme geplant,
die Dreharbeiten sollen im Sommer
beginnen. (dpa)
FOTO: CARMEN JASPERSEN/DPA
8 Freie Presse
OBERES VOGTLAND
Freie Presse
Dienstag, 24. März 2015
Heute von 10 - 12 Uhr
für Sie am Telefon:
RONNY HAGER
037421 560-15445
red.ovl@freiepresse.de
Seite 9
Besondere
Kennzeichen
sehr beliebt
MOMENT MAL
Lärm-Frage
Mein Sohn (5) ist ein Tagträumer,
aber er interessiert sich für alles, was
Lärm macht. Sämtlichen Rest blendet er aus. Beim Besuch eines Einkaufstempels suchte sein Vater nach
einem T-Shirt. Mit dem Sohn an der
Hand lief ich hinterher und kommentierte lautstark jeglichen Versuch des Vaters, sich für eins zu entscheiden. „Die Farbe steht dir nicht!“
„Das ist hässlich!“ „Nimm lieber das
Schwarze!“ Nach einigen Minuten
dieser Konversation blieb mein
Sohn abrupt stehen. „Ich dachte,
Papa will sich ein T-Shirt kaufen
und nicht Du!“ Der Lärm muss ihn
aus seinen Tagträumen gerissen haben. (ck)
68 Prozent zahlen bei
Zulassung Extragebühr
OELSNITZ/KLINGENTHAL — Wunsch-
kennzeichen mit besonderen Initialen,
Buchstabenkombinationen
oder Ziffernfolgen sind im Vogtland
sehr beliebt. Ihr Anteil an Fahrzeugzulassungen im Vogtlandkreis beträgt 68 Prozent. Das teilte das Landratsamt jetzt auf Anfrage der „Freien
Presse“ mit.
A N ZE I G E
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3608925-10-1
NACHRICHTEN
FAHNDUNG
Betrug an Tankstelle:
Mann fährt davon
OELSNITZ — Ein bislang unbekannter
Tankbetrüger hat Sonntagnachmittag an der Tankstelle an der Falkensteiner Straße in Oelsnitz getankt
und ist ohne zu bezahlen davon gefahren, teilte gestern die Polizei mit.
Er war 16.25 Uhr mit einem weißen
Auto vorgefahren. Bei dem Fahrzeug
handelt es sich möglicherweise um
einen BMW X1 oder X3 mit „GC“ –
Kennzeichen. (gsi)
HINWEISE nimmt die Polizei in Plauen, Telefon 03741 140, entgegen.
WETTBEWE RB
Zwei Gitarristinnen
im Bundesfinale
MARKNEUKIRCHEN/ADORF — Die
beiden Gitarristinnen Anika Seidel und
Nele Kubicek aus Markneukirchen
stehen im Bundesfinale des Wettbewerbs Jugend musiziert. Sie qualifizierten sich am Wochenende in
Stollberg mit jeweils 23 Punkten
und einem ersten Preis für die nationale Endrunde, die vom 22. bis 28.
Mai in Hamburg stattfindet. Christine Rudolph (Gitarre, Schöneck)
erspielte sich 21 Punkte und einen
2. Preis, Caroline Schönstein (Klavier)/Anna Sporn (Sopran) aus Adorf
wurden beim Auftritt als KunstliedDuo in Thum mit 19 Punkten und
einem 3. Preis bewertet. (hagr)
UNFALL
81-jähriger Fahrer
missachtet Vorfahrt
HUNDSGRÜN — Beim Auffahren auf
die B 92 in Hundsgrün hat am Sonntag ein 81-jähriger Hyundai-Fahrer
die Vorfahrt eines Skoda nicht beachtet. Durch den Zusammenstoß
entstand 5500 Euro Schaden. (gsi)
BENEFIZKONZERT
Big Band spielt
rund 1350 Euro ein
MARKNEUKIRCHEN — Das Benefizkonzert der Big Band der Bundeswehr
am Donnerstagabend in der Musikhalle Markneukirchen brachte einen Reinerlös von insgesamt
1355,36 Euro. Das Geld kommt in
voller Höhe der Jugendarbeit in Vereinen der Stadt zugute. (eso)
In Klingenthal (Foto) und Bad Brambach fährt die Vogtlandbahn über die Grenze in die Tschechische Republik. Diese internationalen Verbindungen will der
FOTO: SIEGFRIED HUFNAGL
Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland trotz der finanziellen Zwänge weiterhin aufrechterhalten.
Die Eisenbahn im Vogtland
fährt zwischen Baum und Borke
Kürzere Fahrzeiten nach
Leipzig und Dresden sowie der Erhalt der grenzüberschreitenden Bahnlinien: Das sind die Ziele.
VON THORALD MEISEL
OELSNITZ/KLINGENTHAL — Der Bahn-
verkehr im Vogtland kämpft weiter
ums Überleben. Das sagt Thorsten
Müller, Geschäftsführer des Zweckverbandes Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ÖPNV), mit
Blick auf den Doppelhaushalt, den
die Landesregierung vorbereitet.
Demnach soll der ÖPNV in diesem Jahr zwar auf dem Papier
1,7 Millionen Euro mehr als 2014 bekommen, gleichzeitig sind für die
Sachsen-Franken-Magistrale Bestellverpflichtungen von rund 3,5 Millionen Euro vorgesehen. Die Differenz von knapp 1,8 Millionen Euro
trägt einzig das Vogtland. Die Folge
wären laut Müller weitere Kürzungen, vor allem im Schienenperso-
nennahverkehr. Das ist aber nur
einer der Kritikpunkte.
Innerhalb von vier Jahren musste
der Zweckverband ÖPNV den Wegfall von rund 5,8 Millionen Euro
kompensieren. Eine Folge davon
Thorsten
Müller
Geschäftsführer des
Zweckverbandes ÖPNV
FOTO: SIMONE ZEH/ARCHIV
war das Aus der Strecke Adorf-Zwotental. Dort verkehren inzwischen
Kleinbusse.
Die für 2016 geplante Einstellung
aller Regionalbahnleistungen zwischen Plauen und Hof stößt vor allem in Bayern auf Widerstand. Das
ebenfalls von Dresden vorgesehene
Aus der Transitleistung Gera-PausaMehlteuer-Hof ist laut Müller wegen der Regeln der Territorialfinanzierung gar nicht möglich.
Nicht finanzierbar ist die ursprünglich als Flügelzug angedacht
gewesene Anbindung von Plauen
über Werdau an Leipzig durch das
Mitteldeutsche S-Bahn-Netz.
Im Gutachten zur Finanzierungsverordnung bis 2019 nicht mehr
vorgesehen sind die internationalen
Züge von Zwickau über Klingenthal
nach Falkenau/Sokolov und von Gera über Plauen nach Eger/Cheb. Diese will aber der Zweckverband
ÖPNV erhalten. Zumal der Knotenpunkt Eger/Cheb durch die Anbindung nach Pilsen/Plzen und Prag sowie die für Dezember geplante Wiedereröffnung der Linie nach Hof eine weitere Aufwertung erhält.
Derzeit wird nach Lösungen gesucht, kurzfristig die Bahnverbindungen im Vogtland attraktiver zu
gestalten und gleichzeitig die Fahrzeiten nach Leipzig, Dresden und
Nürnberg zu verkürzen. Erste Pläne
dazu hat Müller in der vergangenen
Woche bei der Vogtlandbahn vorgestellt. So könnte von der Bahnstation Plauen-Mitte, die im Juni in Betrieb geht, Leipzig in 2:17 Stunden
erreicht werden. Wer in Bad Brambach in den Zug steigt, soll nach 2:45
Stunden in Leipzig aussteigen können. Optimiert werden sollen auch
die Übergänge zwischen Bahn und
Bus. Speziell in Adorf gab es dazu
wegen langer Wartezeiten wiederholt Kritik von Fahrgästen.
Thorsten Müller hat zudem ein
neues Marketingkonzept in Arbeit,
dessen Umsetzung mit EU-Geldern
finanziert werden könnte. „Wenn
die Bahn für die Region von großer
touristischer Bedeutung ist, muss
das auch in der Praxis entsprechend
dargestellt werden“, sagt er.
Geplante neue Fahrzeiten
Von Plauen-Mitte nach Leipzig:
2:17 Stunden oder 2:27 Stunden;
Von Plauen, oberer Bahnhof, nach
Leipzig: 1:52 oder 2:22 Stunden;
Von Bad Brambach nach Leipzig:
2:45 Stunden;
Von Bad Brambach nach Dresden:
3:27 Stunden;
Von Adorf nach Dresden: 2:49 oder
3:08 Stunden;
Von Adorf nach Hof: 1:18 Stunden;
Von Adorf nach Nürnberg: 3:05
Stunden über Plauen oder 3:19 Stunden über Eger/Cheb;
Falkenstein nach Hof: 1:30 Stunden.
Markneukirchen: Bürger will Post retten
Hans-Günther Pfretzschner will nicht tatenlos
zusehen, wie der denkmalgeschützte Bau womöglich
unter den Bagger kommt.
Er hat eine neue Idee.
VON RONNY HAGER
MARKNEUKIRCHEN — Einfach hinneh-
men, dass Markneukirchens Post
unter die Abrissbirne kommt? Nein,
dies will Hans-Günther Pfretzschner
keineswegs. Der gebürtige Neikirnger, der seit 16 Jahren wieder in seiner Heimatstadt lebt, startet einen
Aufruf zur Rettung. „Mein Großvater hat das Postamt von Markneukirchen von 1923 bis zu seinem plötzlichen Tod 1936 geleitet. Ich habe ihn
nicht mehr gekannt, aber ich habe
das Gefühl, ich bin es ihm schuldig,
mich heute für ,seine Post‘ einzusetzen“, erklärt Pfretzschner.
Er hat aus dem Anlass 2000 Flyer
in Auftrag gegeben, die aufrütteln
sollen, ehe es zu spät ist, „bevor ein
Die Stadt denkt über den Abriss der Post ab.
Aufschrei durch die Stadt hallt“. Seit
am 5. März öffentlich wurde, dass
die Stadt als Plan B beim Bau der
Kreuzung an der Post einen Totalabriss erwägt, war dazu keine Stellungnahme eingegangen. Bis gestern.
Einen Investor, den die Stadt seit
Jahren händeringend und bislang
vergeblich sucht, hat auch der Bürger nicht zur Hand. „Aber ich habe
einen Vorschlag zur künftigen Nutzung und damit zum Erhalt des
stadtbildprägenden Gebäudes: Die
FOTO: HELMUT SCHNEIDER/ARCHIV
Stadt könnte das geplante Feuerwehr-Gerätehaus integrieren. Damit wäre allen geholfen“, erklärt
Pfretzschner seinen Vorschlag. Das
überarbeitete Konzept für das neue
Gerätehaus – geplant ist es am Busbahnhof – wird am Donnerstag im
Stadtrat vorgestellt. Der Planungsstand zur Kreuzung an der Post ist
Thema am 15. April im Technischen
Ausschuss.
Für Pfretzschner stellt sich die
Frage, was ein Abriss der Post für die
Kreuzung bringen soll. „Angefangen hat es mit den schwierigen Planungsüberlegungen für einen Kreisverkehr an der Stelle, wo die Poststraße und die Plauensche Straße
auf einen Platz münden, an dem
sich eigentlich nur der zweispurige
Hauptverkehr an der Adorfer Straße
teilt“, schätzt der Bürger ein. Pfretzschner stellt sich die Frage nach dem
Sinn eines Kreisverkehrs mit mindestens 26 Meter Durchmesser an
dieser Stelle – wo sei der Vorteil gegenüber einem „wesentlich billigeren“ Platz mit 13 Meter Durchmesser und überfahrbarer Kreis-Insel?
Der Markneukirchner verweist
auf die Fachliteratur – bei Flächenmangel oder topografischen Problemen sollten Kreisverkehre innerhalb von bebauten Gebieten nicht
zur Anwendung kommen. Völlig
unverständlich ist für Pfretzschner,
dass das Manko behoben werden
soll, indem die Post abgerissen wird.
„Kann man sich vorstellen, welche
Wunde im Stadtbild entsteht, wenn
dieses altehrwürdige, stadtbildprägende Gebäude plötzlich ,weg‘ ist
und einen Blick freigibt auf eine wenig attraktive Gegend dahinter?“
250.000 Euro Einnahmen erzielt
Im vergangenen Jahr vergab die Zulassungsstelle der Kreisverwaltung
bei 35.931 Fahrzeugzulassungen
24.493-mal Wunschkennzeichen, so
Ina Koschela, die Leiterin der Zulassungsbehörde. Das Kennzeichen eigener Wahl kostet einschließlich einer
Vorabreservierungsgebühr
12,80 Euro. Die Gebühren sind bundesweit einheitlich geregelt. Das
Landratsamt erzielte mit Zulassungen von Wunschkennzeichen demzufolge Einnahmen von knapp
250.000 Euro.
Nicht nur Privatpersonen lassen
Anfangsbuchstaben ihrer Namen,
Geburtsdaten oder Hochzeitstage
auf den Kennzeichen festhalten. Die
hohe Zahl an Wunschkennzeichen
erklärt sich auch damit, dass Unternehmen und Autohäuser der Region
bestimmte Kennzeichen- bzw. Buchstabenfolgen reservieren lassen – so
steht ein LR nach dem V beispielsweise häufig für Dienstfahrzeuge
des Landratsamtes.
Vogtländer knapp geschlagen
Der MDR hatte zuletzt darüber berichtet, dass Wunschkennzeichen
vor allem in Südwestsachen überdurchschnittlich beliebt sind. Während in Halle im vergangenen Jahr
nur 26 Prozent und in Jena 42 Prozent Wunschkennzeichen vergeben
wurden, waren es in Chemnitz
60 Prozent, im Landkreis Zwickau
sogar 71 Prozent. Einen rechtlichen
Anspruch auf „ihr“ Wunschkennzeichen haben Autofahrer übrigens
nicht. (us)
ABRISS
Stadt verzichtet auf
Förderprogramm
MARKNEUKIRCHEN — Die Stadt Mark-
neukirchen hat derzeit kein Haus,
welches in ein neues Abbruchprogramm passt, bei dem bis 31. März
bei der Sächsischen Aufbaubank
Geld beantragt werden kann. Privatleute können sich im Rathaus
bei Fragen zu ihren Häusern melden, aber die Kommune selbst habe
nach Prüfung kein geeignetes Haus,
welches in die Kriterien passt, so
Frank Silling (Allgemeine Bauverwaltung) und Bürgermeister Andreas Jacob (CDU) auf Frage von
Stadtrat Walter Voigt (CDU). So
scheidet unter anderem das Hascherhaus in Erlbach aus, da es sich
um ein Denkmal handelt. (hagr)
GRUNDSTÜCKSGESCHÄFT
Für das Ortsbild
Ankauf von Flächen
ERLBACH — Um das Ortsbild von Erlbach zu verschönern, kauft die Stadt
Markneukirchen vier Flurstücke am
Mühlgraben im Luftkurort. Der Verwaltungsausschuss des Stadtrates
hat den Kauf von 424 Quadratmeter
Land für 500 Euro empfohlen. Auf
dem Gelände hinter der Kirche stehen angefangene Bauten, die laut
Bürgermeister Andreas Jacob (CDU)
„früher oder später“ abgerissen werden sollen. „Es soll in Erlbach ein
schöner Fleck werden. Das hatte ich
schon im Hinterkopf bei der Eingemeindung“, sagte er. (hagr)
10 Freie Presse
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 24. März 2015
Auf der Suche
nach dem Licht
der Provence
RAT & HILFE
NOTRUF
Polizei 110, Feuerwehr und Rettungsdienst 112, Giftnotruf 0361 730730
ALLGEMEINMEDIZIN
Oberes Vogtland: 19 - 7 Uhr, Bereitschaft, 116117, 03741 457222
Bis in den Sommer hinein können
sich die Besucher von Schloss
Schönberg auf eine Bilderreise
durch die Provence begeben. Der
aus Rotschau bei Reichenbach
stammende Künstler Frank H.
Zaumzeil stellt Arbeiten vor, die bei
einem Aufenthalt in Carces entstanden, einem Dorf mit rund 3300 Einwohnern. Das Licht, von dem der
Titel der Ausstellung spricht, fand
er in den Monaten August und September in einer einzigartigen Atmosphäre zwischen Weinfelder, Pinien
und den markanten Zypressen.
Frank H. Zaumzeil (Jahrgang 1941)
ist Diplom-Designer. 1996 war er
wegen einer lebensbedrohlichen Erkrankung aus dem Berufsleben ausgeschieden, und wandte sich nach
der Genesung dem bilderischen
Schaffen zu. 2008 gehörte er zu den
Gründern des Bundes Bildender
Künstler Vogtland. Ergänzt wird die
Ausstellung mit Schmuck des
Schönberger Künstlers Michael
FOTO: HELMUT SCHNEIDER
Franke. (tm)
AUGENARZT
Oberes Vogtland, Plauen, Auerbach:
19 - 7 Uhr, nur nach telefonischer
Vereinbarung, Dr. Arne Langer,
Plauen, 03741 525430, 0170 5417140,
03741 457222
KINDERARZT
Oberes Vogtland: 19 - 22 Uhr, Sprechstunde 19 - 22 Uhr, FÄ Ramune
Kaiser-Mykolaitiene, Klosterstraße 7,
Plauen, 03741 3836555, 03741 457222
APOTHEKEN
Klingenthal, Schöneck, Tannenbergsthal: 8 - 8 Uhr, Bären-Apotheke,
Klingenthaler Straße 25, Tannenbergsthal, 037465 2277
Oelsnitz und Oberland: 8 - 8 Uhr,
Löwen-Apotheke, Hohe Straße 1,
Adorf, 037423 2318
Plauen: 8 - 8 Uhr, Westend-Apotheke,
Kasernenstraße 1, Plauen,
03741 131119
TIERARZT
Dröda: DVM Andreas Richter,
037436 2561
Wohlhausen: Dr. Thomas Rahm, nur
Kleintiere, 037422 2152
Auerbach: Kleintierklinik Vogtland
Dr. Roland Zeißler, Kaiserstraße 66
03744 212471
BLUTSPENDE
Oelsnitz: Blutspende, Melanchthonstraße 11, Gymnasium, 14.3019.30 Uhr
VERANSTALTUNGEN
Oelsnitz: Zoephelsches Haus, Grabenstraße 31, Treffen der IG Bandscheibe,
14 Uhr
Plauen: Begegnungszentrum der
Volkssolidarität, Karlstraße 14, Treff
der Kontinenz-Selbsthilfegruppe
Plauen, 15 Uhr
BLITZTIPPS
Heute: Plauen, Ortsteil Stöckigt, Obere Endestraße, Hammerstraße,
Kauschwitzer Straße; Mechelgrün,
Falkensteiner Straße; Großzöbern;
Auerbach, Dr.-Wilhelm-Külz-Straße.
Morgen: Plauen, Zangler, Wagnerstraße, Reißiger Straße, Straßberger
Straße; Werda, Hauptstraße; Falkenstein, Plauensche Straße; Markneukirchen, B 283 Klingenthaler Straße;
Auerbach, Schönheider Straße.
Junge Musiker bieten „Rock me Amadeus“
Die Mosen’ Brass Band
des Oelsnitzer Gymnasiums gibt ihr erstes Konzert
in Bad Elster. Der Gründer der Bläsergruppe lässt
sich keinen Auftritt
entgehen.
VON KATHRIN BEIER
OELSNITZ/BAD ELSTER — Nur noch
wenige Restkarten gibt es für das erste Konzert der Mosen’s Brass Band
am Donnerstag, 19.30 Uhr im König-Albert-Theater in Bad Elster.
Zwei Stunden lang probten die
knapp 60 jungen Musiker des Julius-Mosen-Gymnasiums am Freitag
ihr anspruchsvolles Repertoire.
„Rock me Amadeus“ heißt das Programm, mit dem sie im Rahmen der
11. Mozartwochen ihr Publikum begeistern wollen. „Piano, forte, fortissimo.“ Über Headset gibt Ralf Fengler, Leiter der Formation, dem Orchester Hilfen zu Lautstärke,
Schnelligkeit und Einsatz. Ruhig
und konzentriert arbeiten die Schüler der 6. bis 12. Klassen zur Probe im
neuen Sprach- und Kommunikationszentrum des Julius-Mosen-Gymnasiums. Ganz hinten, in den an diesem Tag unbesetzten Gästereihen,
sitzt Horst Harig, der zufrieden und
glücklich dem Spiel der jungen Musiker lauscht.
Am 1. September 1977 hatte er
auf Wunsch seines Direktors an der
damals kleinsten EOS der DDR ein
Bläserensemble gegründet. „Aus den
100 Schülern der Schule sollte ich
damals einen Chor, eine Bläsergruppe und eine Instrumentalgruppe zusammenstellen“, erinnert sich Harig.
Thomas Schuch, Kai-Uwe Steinbrich, Jens Klebert, Jürgen Förster
und Matthias Bittrich waren die ersten fünf Musiker der Gruppe. Noch
heute hilft Tenorhornist Schuch im
Ensemble aus, wenn es seine Zeit erlaubt. Auch am Donnerstag wird er
mit drei weiteren Ehemaligen die
Mosen’s Brass Band bei ihrem Auftritt unterstützen, freut sich auch
Formationsleiter Ralf Fengler über
diese Hilfe. Wenn der heute mit
knapp 60 Musikern und vielen Instrumenten anspruchsvolle Werke
darbieten kann, schwingt fast ein
wenig Wehmut bei Horst Harig mit.
Und er erinnert sich, wie klein dagegen die Anfänge waren. Trotzdem
habe man dem damaligen Publikum
zu Fahnenappellen, Elternabenden
und Jugendweihe- oder Schulentlassungsfeiern ebenso viel Freude bereiten können.
in der DDR nicht erlaubt“, erinnert
er sich. Elf junge Musiker spielten zu
dieser Zeit in der Bläsergruppe, die
Ralf Fengler Mitte der 90er Jahre von
Harig übernahm und sie zur heutigen Formation ausbaute. „Über 500
Musiker sind dabei in den letzten
zehn Jahren bereits ausgebildet worden“, rechnet Fengler.
Von der Qualität des Orchesters
konnten sich viele Oelsnitzer in den
Horst Harig
Ralf Fengler
Gründer der Bläsergruppe
Leiter der Mosen’s
Brass Band
FOTO: KATHRIN BEIER
FOTO: KATHRIN BEIER
Trompete, Posaune und Tenorhorn waren die ersten Instrumente
der Vorläufergruppe der heutigen
Mosen’s Brass Band. Als einen Höhepunkt als Leiter der Bläsergruppe bezeichnet Harig einen Auftritt zu
Weihnachten 1989 in der Partnerstadt Rehau. „Dort durften wir auch
zum ersten Mal kirchliche Weihnachtslieder spielen. Das war vorher
vergangenen Jahren zu Frühlingsbällen,
Weihnachtskonzerten,
Hausmusikabenden oder der 1.
Rocknacht des Mosen-Gymnasiums
im vergangenen Jahr überzeugen.
„Wir freuen uns sehr, nun auch einem Publikum außerhalb von Oelsnitz unser Können zeigen zu dürfen“, so Fengler. Bei „Rock me Amadeus“ will er dabei die klassischen
Mozartwerke mit interessanten Anekdoten auflockern. Im zweiten Teil
des Konzertes soll es dann etwas rockiger werden.
„Natürlich werde ich mir das
Konzert nicht entgehen lassen“, sagt
Harbig. Wann immer es Auftritte
der Mosen’s Brass Band gibt und es
seine Zeit und Gesundheit zulässt,
ist der über 80-Jährige dabei. „Eigentlich kommt der Horst ja vom Theater. Er war Geiger in Halberstadt.
Und nun wird er wieder im Theater
sein“, freut sich Fengler und hat natürlich, wenn es die Situation ergibt,
noch das besondere überraschende
As im Ärmel. Losgelassen hat Harig
diese Wirkungsstätte sowieso irgendwie nie. „Ich gehe gerne mit
meiner Frau ins Theater, sehr oft
nach Plauen“, verrät er. Dass er nun
aber die erfolgreiche Nachfolgeformation seiner Bläsergruppe in einem Theater erleben darf, ist auch
für den ehemaligen Lehrer eine absolute Premiere. Ralf Fengler indes
hofft, dass dies nur der Anfang einer
wunderbaren Zusammenarbeit zwischen dem König-Albert-Theater
und der Mosen’s Brass Band ist.
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Adorf: Werner Große 74 Jahre, Heinz
Roth 80 Jahre, Klingenthal: Gerda
Kunzmann 82 Jahre, Helga Metzner
81 Jahre, Christa Strobel 80 Jahre,
Peter Harnisch 79 Jahre, Waltraud
Reichelt 75 Jahre, Anita Jacob 74 Jahre, Markneukirchen: Gertrud Knoth
72 Jahre, Lotte Krause 83 Jahre, Klaus
Paulus 70 Jahre, Friedrich Pfretzschner 77 Jahre, Ingeburg Wolfram
83 Jahre, Klaus Zanger 70 Jahre,
Oelsnitz: Günter Baireuther 73 Jahre,
Ruth Franz 83 Jahre, Gerhard Hauswald 75 Jahre, Renate Hums 86 Jahre,
Edgar Paulus 71 Jahre, Schöneck:
Thea Haselbauer 71 Jahre, Regina Mö-
ckel 75 Jahre, Günter Nönnig 78 Jahre, Walter Ruhmer 85 Jahre, Bad
Brambach: Marianne Schwarz
84 Jahre, Breitenfeld: Werner Kasten
78 Jahre, Erlbach: Ute Weller 71 Jahre, Gunzen: Ingrid Jaudzim 75 Jahre,
Hammerbrücke: Irene Steffan 77 Jahre, Hundsgrün: Herrmann Sommer
84 Jahre, Landwüst: Wolfgang
Fischer 80 Jahre, Günter Wunderlich
82 Jahre, Raun: Helmut Hahn 94 Jahre, Remtengrün: Heinz Tümmler
81 Jahre, Schönbrunn: Rolf Teubert
76 Jahre, Süßebach: Hartmut Glaß
70 Jahre, Unterwürschnitz: Wend
Lenz 77 Jahre.
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OBERES VOGTLAND
Dienstag, 24. März 2015
NACHRICHTEN
SITZUNG I
Rat vergibt Arbeiten
in Voigtsberg
OELSNITZ — Bauleistungen im Stadt-
teil Voigtsberg vergibt morgen der
Oelsnitzer Stadtrat. Es geht um den
Straßenbau in der Teichgasse und
Turnstraße sowie die Kanalnetz-Erweiterung in Raasdorfer Straße,
Teichgasse und Turnstraße. In der
Sitzung ab 18 Uhr im Rathaus werden zudem die Reinigungsarbeiten
in der Oberschule vergeben. Der angekündigt gewesene Sitzungspunkt
zu den Perspektiven der Oelsnitzer
Feuerwehr im öffentlichen Teil der
Beratung entfällt. (hagr)
SITZUNG II
Ein halbes Dutzend
Spenden-Vorlagen
KLINGENTHAL — Die Annahme von
Spenden nimmt morgen im Stadtrat
Klingenthal den meisten Platz im öffentlichen Teil der Sitzung ein. Insgesamt sechs Tagesordnungspunkte
beschäftigen sich mit diesem Thema. Außerdem geht es um die Vergabe der Sanierung der Treppenanlage
in der Hohen Straße. Die öffentliche
Sitzung im Klingenthaler Rathaus
beginnt 18.30 Uhr, am Anfang steht
wieder eine Bürgerfragestunde. (tm)
SITZUNG III
Sohl bekommt neue
Straßenbeleuchtung
BAD ELSTER — Für die Erneuerung
des Stromnetzes mit neuer Straßenbeleuchtung in Sohl soll morgen
Abend zur Sitzung des Stadtrates ein
Baubeschluss gefasst werden. Außerdem vergeben die Stadträte eine
Sanierungsuntersuchung bezüglich
Altablagerungen in der Ascher Straße in Bad Elster und den Wegebau
im Licht-, Luft- und Schwimmbad.
Beraten wird auch über eine Lärmminderung an der Badstraße. Die öffentliche Sitzung beginnt 19 Uhr im
Ratssaal mit einer Bürgerfragestunde. (gsi)
FALSCH & RICHTIG
Freiwillige Feuerwehr Markneukirchen. Der Stadtwehrleiter von
Markneukirchen heißt Horst Voigt.
In der Ausgabe gestern wurden
durch ein Versehen in der Redaktion
verschiedene Namen genannt. Wir
bitten den Fehler zu entschuldigen.
Freie Presse
11
Die Wirklichkeit hinter der CDU-Mehrheit
Die Union ist nach wie vor
stärkste Kraft in Stadträten im oberen Vogtland.
Bei genauem Hinsehen
sind Verwerfungen erkennbar. Eine Erkundung.
Treuen
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Vertreterin des Chefs gesucht: In
Oelsnitz hat die Stadt ihre erste Vizebürgermeisterin verloren. Marion
Schröder, Chefin der Fraktion, warf
hin, nachdem es keine Mehrheit für
die Abwahl des „Lügenpresse“ rufenden zweiten OB-Vizes Ulrich Lupart
(DSU) gab. Die Fraktion war in der
Frage zerrissen. Das gab den Ausschlag dafür, dass Lupart im Amt
blieb. Auch wenn Schröder erst seit
Mitte 2013 ihr Amt inne hatte – der
Rücktritt der erfahrenen Kommunalpolitikerin (21 Jahre im Rat) ist
ein echter Verlust, heißt es. Ein
Nachfolger aus der Fraktion drängt
sich nicht auf: Der langjährige zweite Vize Helmut Morgner war schon
2013 nicht mehr angetreten, Fraktionskollegin Sabine Albert kam vor
anderthalb Jahren als zweite Vize
ins Amt, als sie erst zwei Monate
Stadträtin war. Dass die CDU indes
Kandidaten einer anderen Fraktion
unterstützt, gilt als unwahrscheinlich.
Streit auf offener Bühne: In der
CDU Markneukirchen kracht es –
zuletzt auf offener Bühne. Stadtverbandschef Hermann Ratz, Kopf der
(Windrad-)Bürgerenergiegenossenschaft Markneukirchen, machte vor
250 Zuhörern beim „Freie Presse“Leserforum eine persönliche Mail
des früheren CDU-Fraktionschefs
und Vizebürgermeisters Wolfgang
Seifert öffentlich – um Zweifel zu sä-
Auerbach
Ziel: Neues
Denken
VON RONNY HAGER
red.ovl@freiepresse.de
Thomas Hennig
Bürgermeister
von Klingenthal
Oelsnitz
fochten die Nummer 1, aber hinter
den Kulissen nicht immer eitel Sonnenschein – so stellt sich die Situation der CDU im oberen Vogtland dar.
Für die Partei sitzen 47 Vertreter in
Stadt- und Gemeinderäten der sechs
Städte. Die Christdemokraten haben damit fast 45 Prozent der Mandate in Adorf, Bad Elster, Klingenthal, Markneukirchen, Oelsnitz und
Schöneck inne. Doch es gibt es
manch gravierendes Problem für die
Stadtverbände der Partei, wie ein genauerer Blick in die Orte zeigt.
KOMMENTAR
Falkenstein
VON RONNY HAGER
OELSNITZ / KLINGENTHAL — Unange-
Rodewisch
Marion Schröder
Ex-Vizebürgermeisterin
Oelsnitz
A
Schöneck
OB ERES
VOGLTAND
Klingenthal
Adorf
Bad
Elster
Markneukirchen
Bad
B
Brambach
ambac
amba
am
ach
Ernst Süßdorf
Stadtrat der CDU
in Adorf
Dierk Häslich
Stadtrat, Ex-CDU-Chef
von Bad Elster
Hermann Ratz
Chef der CDU
Markneukirchen
Tilo Steiner
Peter Zeidler
Vizebürgermeister
in Schöneck
Archivfotos: Harald Sulski(3), Steffen Adler(2), Dieter Meinel
en, dass Seifert wirklich seit Jahren
Windrad-Gegner sei. Ein anderer
Konfliktherd: Stimmenkönig Klaus
Herold scheiterte bei der Wahl zum
Bürgermeister-Vize – nicht alle
CDU-Leute folgten ihm. Inzwischen
nahm Herold aus Gesundheitsgründen seinen Stadtratsabschied, Ratz
rückte für ihn nach. Ausgleichend
könnte Bürgermeisterkandidat Tobias Luderer wirken – er will das
Amt am 7. Juni in den CDU-Reihen
halten, wenn Amtsinhaber Andreas
Jacob sich zurückzieht.
Sacharbeit und bissel Schmerz:
In Adorf verlor die CDU 2011 das
Bürgermeisteramt. Amtsinhaberin
Mariechen Bang hatte eine gute Bilanz, aber vor allem die letzte Phase
ihrer Amtszeit war geprägt von
scharfen Konflikten mit anderen
Parteien. „Der Krieg“ ist aus, seit
SPD-Mann Rico Schmidt im Rathaus
regiert. Das lag wesentlich an Pragmatikern: CDU-Fraktionschef und
Vizebürgermeister Günter Glaß (71)
schaffte es mit ausgleichender Art,
Sacharbeit in die Mitte zu stellen.
Der fast gleichaltrige Ernst Süßdorf
(69) hakt kritisch nach. Mitunter
schwingt etwas Phantomschmerz
mit, dass die CDU nicht mehr den
Bürgermeister stellt. Jüngere Abgeordnete zogen in den Rat ein, auch
Bang kehrte 2014 zurück – bleibt die
Frage, welche Rolle die CDU spielt,
wenn die Vorkämpfer in absehbarer
Zeit nicht mehr antreten.
Abteilung Attacke: Bad Elster ist
große Ausnahme in der CDU-Landschaft oberes Vogtland. Seit 1990
stellte die CDU nie den Bürgermeister, die stärksten Fraktionen hießen
Freien Wähler, FDP, aktuell Unabhängige Bürgerschaft. Meriten erwarb sich vor allem der langjährige
CDU-Stadtchef Dierk Häslich. Zuletzt fiel die CDU als Abteilung Attacke auf: Sie arbeitete sich an Bürgermeister Christoph Flämig (Freie
Wähler) ab, rief zu dessen Abwahl
im Juni auf – 2008 hatte sie ihn
öffentlich unterstützt. Einen eigenen Kandidaten hat der von Christi-
ane Bang geführte Stadtverband bislang indes nicht benannt.
Gegen Windmühlen zeigte der
CDU-Stadtverband Klingenthal zuletzt Profil. Das einhellige Nein der
Stadträte gegen Windräder am Hohen Brand gefiel wiederum manchen in Markneukirchen gar nicht.
Vor allem Bürgermeister Thomas
Hennig, der Partei erst nach seiner
Wahl beigetreten, steht unter Einmischungsverdacht. Die Partei stellt
die Hälfte der Stadträte – und sie
nutzt es: Carsten Förster (Pro Klingenthal), Stimmenkönig der Stadtratswahl 2014, wurde nicht als Vizebürgermeister gewählt.
Die absolute Mehrheit hat die
CDU in Schöneck: 10 von 16 Sitzen.
Freie Wähler, die eigentlich die Unions-Vorherrschaft brechen wollten,
bekamen das zu spüren, als es um
Besetzung der Plätze für beratende
Bürger ging. Vizebürgermeister Peter Zeidler verteidigte die Praxis der
CDU, Beobachter kritisieren sie.
lles in Butter, könnte einer
meinen, der nur auf die Zahl
der CDU-Sitze in den Stadträten im oberen Vogtland schaut:
Die Union ist stärkste Kraft in Oelsnitz, Adorf, Markneukirchen, Klingenthal und Schöneck.
Doch es gehört mehr zur Wahrheit: Vielerorts hat ein Generationswechsel begonnen oder steht kurz
bevor. Manches Thema fügt der örtlichen CDU zudem einen Riss zu: In
Oelsnitz ist es der Umgang mit dem
unbequemen Ulrich Lupart, in
Markneukirchen die Debatte um
Windräder am Hohen Brand. In Bad
Elster schüttelt mancher den Kopf
über die Strategie der Stadt-CDU, die
nicht unter der Fahne des „ewigen“
Bürgermeisters Christoph Flämig
(Freie Wähler) segelt.
Bisweilen erweckt die Partei den
Eindruck, dass sie auch im Kommunalen das Problem der Bundespartei
hat: Auf manche Frage hat sie noch
keine Antwort gefunden. Natürlich
kann man es so machen wie die
CDU in Schöneck: Abgrenzung und
klare Kante, wenn andere mit der
Devise zur Wahl antreten, ihre
Mehrheit zu brechen. Ob es klug ist,
die Parteibuch-Strategie bis zur Besetzung kleinster Pöstchen durchzudrücken, steht auf einem anderen
Blatt.
Es muss aber die Frage erlaubt
sein, ob dies der Weg ist, Jüngere anzuziehen – denn mehr Nachwuchs
braucht die Union wie im Grunde jede Partei in der Region. So mancher
langgediente Politiker befindet sich
auf Abschiedstour. Das bietet die
Chance, ein neues Denken zu etablieren. Wenn sich so manche OrtsCDU aber als Bürgermeisterwahlverein versteht – in Oelsnitz schien
das bisweilen der Fall – dann ist das
Wasser auf die Mühlen derer, die die
Gewissheit „Die machen doch eh’,
was sie wollen“ vor sich hertragen.
Am besten kommt im Moment
Adorf zurecht: Die CDU setzt auf
Sacharbeit im Stadtrat, ohne dass
der SPD-Bürgermeister einen Freifahrtschein für alles hat. Also: Von
Adorf lernen heißt siegen lernen!
A N ZE I G E
LESERFORUM
„Da bin ich guten Mutes“
Zum Interview „Pachtpreise entwickeln sich inflationär“ auf der
Seite Vogtland-Wirtschaft.
Die im Interview als modern gepriesene industrielle Landwirtschaft ist
alles andere als modern und zukunftsgerichtet. Modern sind bestenfalls die Maschinen, mit denen
heute der Ackerbau auf sehr großen
Flächen rücksichtslos gegenüber
der Umwelt betrieben wird. Der Einsatz von Düngern und Pestiziden,
die unsere Böden immer mehr belasten und eine verheerende Reduzierung der Insekten- und damit der
Vogelfauna zur Folge hat, lässt eher
eine düstere Zukunft erahnen. Wie
wissenschaftliche Studien belegen,
ist die Insektenvielfalt in vielen Gebieten Mitteleuropas durch den Einsatz von Pestiziden in den letzten
zehn Jahren um 80 Prozent eingebrochen. In der Vogelwelt sieht es
nicht viel besser aus. Das Rebhuhn
ist im Vogtland ausgestorben, der
Kiebitz steht am Rande des Aussterbens, die Feldlerche wird bedrohlich
selten. Sogar Körnerfresser, die sich
von Unkrautsamen an Feldrändern
ernähren, zum Beispiel Stieglitz und
Bluthänfling, verschwinden, weil
selbst Feldränder mit Roundup tot
gespritzt werden. Leider wird diese
Art Landwirtschaft noch von der EU
gefördert, indem an Fördergelder
keine strengen Umweltstandards
gebunden sind. Die Folgen werden
künftige Generationen zu tragen
haben.
Stephan Ernst, Klingenthal, Mitglied im
Verein Sächsischer Ornithologen
Zum Beitrag „Höhere Bezüge
sollen Region dienen“. Landtagsabgeordnete äußerten sich zur
Erhöhung ihrer Diäten.
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Danke, dass Sie das Thema konkret
aufgegriffen haben. Mit Interesse
nahm ich zur Kenntnis, dass Herr
Stephan Hösl die Aufstockung legitimiert sieht, da er im Petitionsausschuss „viel Zeit“ aufzuwenden habe. Da bin ich guten Mutes, dass unsere Petition bald Beachtung finden
wird. Es handelt sich um die von
mehr als 1000 Bürgern unterzeichnete Petition zum Erhalt des Theaters Plauen-Zwickau als Vier-Sparten-Theater, verbunden mit der Aufforderung an die Landesregierung,
dies finanziell zu unterstützen. Abgegeben wurde die Petition bereits
am 21. August 2014...
Lutz Behrens, Plauen, Verein zur
Förderung des Vogtland-Theaters
LESERBRIEFE Die Redaktion behält sich vor,
Leserbriefe sinnwahrend zu bearbeiten. Die
Lesermeinungen müssen nicht mit denen der
Redaktion übereinstimmen. E-Mails müssen
die vollständige Adresse enthalten. Anonyme Zuschriften werden grundsätzlich nicht
veröffentlicht.
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3581271-10-1
12 Freie Presse
VORSCHAU
WOHIN
Dienstag, 24. März 2015
Flächen und Farben faszinieren
Pauke
steht im
Mittelpunkt
Das Weisbachsche Haus
zeigt bis zum 8. Mai
Werke eines international
bekannten Vertreters der
Konkreten Kunst: Beat
Maeschi aus der Schweiz.
Vogtland Philharmonie
gibt 7. Sinfoniekonzert
VON PETER ALBRECHT
Kabarettistin Christine Prayon ist
am Donnerstag im Malzhaus Plauen zu Gast.
FOTO: KONZERTAGENTUR FRIEDRICH
KABARETT
Christine Prayon
im Malzhaus Plauen
Mit Christine Prayon
wird die Senkrechtstarterin der
deutschen Kabarettszene, nach
den abgesagten Terminen 2013/14
am Donnerstag nun doch noch das
Publikum im Plauener Malzhaus
beehren. Mit dem Deutschen
Kleinkunstpreis 2012, dem Prix
Pantheon (für „Die Diplom-Animatöse“) 2012 und dem Deutschen Kabarettpreis 2012 wurde
die Bonnerin binnen eines Jahres
mit allen entscheidenden Szenepreisen geehrt. Bekannt wurde sie
auch als Birte Schneider von der
ZDF-Heute-Show. Und das zu
Recht, denn die „Diplom-Animatöse“ ist keine gemeine Animatöse.
Sie ist eine Animatöse mit Diplom.
Und das gibt es selten. Gehen Sie
bei der Wahl Ihrer Abendveranstaltung auf Nummer Sicher: Entscheiden Sie sich für Künstler mit
Gütesiegel. Christine Prayon hat
sich das Ulknudel-Diplom auf die
Netzhaut tätowieren lassen. So
können Sie Qualität schon von
weitem erkennen. Dieser Abend
paßt in keine Schublade, denn er
ist zwei Stunden lang und mindestens genauso breit. (ike)
PLAUEN —
DER KABARETTABEND mit Christine
Prayon beginnt am Donnerstag im Malzhaus
Plauen um 20 Uhr. Die Tickets kosten an der
Abendkasse 20 Euro.
BÜHNE
Plauen: Vogtland Theater, Theaterplatz,
Maria Stuart, Trauerspiel von Friedrich Schiller,
19.30 Uhr, 03741 28134832
MUSIK
Bad Brambach: Sante Royale Hotel- und
Gesundheitsresort, Badstraße 45, Streichzüge durch London, Konzert mit dem Trio Divertimento der Chursächsischen Philharmonie,
20 Uhr
Bad Elster: Kurhaus, Badstraße 25,Konzert
mit dem Trio Divertimento, der Chursächsischen Philharmonie, 15 Uhr; Mozart zieht durch
mein Gemüt, Arien- und Liederabend mit Michele Rödel, 11. Chursächsische Mozartwochen,
19.30 Uhr
PLAUEN — Wenn auf einem Bild kein
Gegenstand, keine Person, keine
Landschaft zu erkennen sind, dann
wendet sich so mancher Betrachter
schnell ab. Aber zum Beispiel die
seit Samstag in der Akademiegalerie
im Weisbachschen Haus präsentierten Werke von Beat Maeschi, die
nach mathematischen Prinzipien
geschnittenen Flächen in ausgewählten und zueinander passenden
Farben ziehen einen dennoch
schnell in ihren Bann, ohne dass
man sofort eine Erklärung für diese
Faszination parat hat. Der 74-Jährige
erklärte seine Kunst bei der Ausstellungseröffnung am Samstag.
Zu sehen sind Rechtecke in verschiedenen Größen, die mal glatt,
mal strukturiert und nach einem bestimmten System geschnitten sind.
Die Strukturen, das sind winzige
Punkte, die der Meister ganz exakt in
Linien gesetzt hat. Dazu finden sich
auf einigen Bildern schräg liegende
Quadrate. „Die Schrägen sind auf
Punkten des Konstruktionsrasters
angebracht, nicht beliebig“, machte
Beat Maeschi deutlich. Maeschi, der
auch Architekt ist, entwickelte Anfang der 1990-er Jahre eine eigene
konkrete Bildsprache und bezog dabei Farbenlehren von Arthur Schopenhauer, Johann Wolfgang Goethe
und Johannes Itten ein. Daher
kommt die Harmonie der Farben.
Maechi gilt als Begründer des
Konkreten Pointillismus. Das Wort
steht für eine Stilrichtung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Bei der Maltechnik werden eben jene Farbpunkte mit reinen Farben
auf den Untergrund gesetzt. Aus gewisser Distanz betrachtet, wirken
sie als Fläche. „Seine Werke bilden
keine Gegenstände ab, sondern bilden selbst den Gegenstand. Dabei
geht der Künstler stets auf die Suche
nach einer ausgewogenen Harmo-
nie zwischen Fläche, Form und Farbe“, so steht es im Buch „Beat Maeschi – Sehend lesen. Lesend sehen“
geschrieben, in dem der Künstler
selbst und weitere Vertreter der Konkreten Kunst wie Eugen Gomringer
und Hans Jörg Glattfelder zu Wort
kommen.
Lukas Winkel, Jonas Winkel, Julia Fischer und Mathias Chladt vom
Blechbläser-Quartett des Vogtlandkonservatoriums hatten sich die
Konkrete Kunst schon vor Eröffnung angesehen und ein passendes
Musikstück dazu geschaffen, das sie
bei der Vernissage spielten. „Es sind
Klangmalereien“, erklärte Fachdirektor Jörg Leitz. „Das hätte man aufzeichnen müssen“, zeigte sich Klaus
Helbig vom Trägerverein der Galerie
beeindruckt. Dank seiner Freundschaft zu dem Schweizer kam die
Schau in Plauen zustande. Die beeindruckte auch Plauener Künstler
wie Holzgestalter Thomas Thiele.
Der nahm die Struktur der Flächen
genau unter die Lupe, die aus den besagten kleinen Punkten bestehen,
die Beat Maeschi mit der Hand exakt
in Linien auf die Bilder gesetzt hat.
„Eine fast schon meditative Arbeit“,
sagte der Plauener. „Wenn man diese
Geometrie verlässt, ist es vorbei“, beschrieb er die Wirkung der Bilder.
VORTRAG
KUNSTBETRACHTUNG
LESUNG
STERNWARTE
KONZERT
Was nach der
Braunkohle kommt
Rebellische Gruppe
von Kunststudenten
Literarisches Spiel
mit Literaturspiel
Die Schwarze Sonne
als Thema
Großer Entertainer
nimmt Abschied
BAD SCHLEMA — Der Bergingenieur
PLAUEN — Peter Hochel wendet sich
in seinem Vortrag in der Reihe
Kunstbetrachtung im Plauener
Malzhaus am Mittwoch der Künstlergruppe Nabis zu, die 1888/89 von
einer rebellischen Gruppe junger
Kunststudenten in Paris gegründet
wurde und bis 1905 bestand. Auf
drei Künstler wird besonders eingegangen: Pierre Bonnard, Félix Valloton und Édouard Vuillard. Der Vortrag beginnt 18.30 Uhr. (ike)
REICHENBACH — In die Vogtländische
Buchhandlung Reichenbach wird
für Mittwoch zu einer Lesung mit
Jörn Birkholz eingeladen. Er stellt
seinen Roman „Schabretttage“ vor.
Es ist ein literarisches Spiel mit dem
Literaturspiel, das Tag für Tag vom
Literaturmarkt ausgerufen wird
und sich letztlich als ein beinhartes
Geschäft erweist, worin es nur wenige Überlebende gibt. Beginn ist
19.30 Uhr, Eintritt 7 Euro. (ike)
RODEWISCH — Wenige Tage nach der
partiellen Sonnenfinsternis, die am
vergangenen Freitag auch in Rodewisch gut beobachtet werden konnte, wendet sich morgen im Planetarium der Rodewischer Schulsternwarte der Vortrag dem Thema „Die
Schwarze Sonne“ zu. Gezeigt werden dabei auch ganz aktuelle Bilder,
die bei der Sonnenfinsternis aufgenommen wurden. Der Vortrag beginnt 14.30 Uhr. (ike)
ZWICKAU — Ein großer Entertainer
und Heimatforscher Petr Rojik wird
am Mittwoch im Bad Schlemaer
Kulturhaus „Aktivist“ einen Vortrag
über die Sanierung stillgelegter
Braunkohletagebaue in Böhmen
halten. Er selbst stammt aus dem
böhmischen Rothau/Rotava und ist
als Bergingenieur in der Tschechischen Republik tätig. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr, der Eintritt
ist frei. (ane)
Vogtlandbibliothek, Neundorfer Straße 8,
Vorlesezeit in der Kinderbibliothek, 16 Uhr
Auerbach/V: Awo Jugendzentrum High
life, Eisenbahnstraße 49, HL engagiert:
April- und Osterferienplanung, 15-20 Uhr
Begegnungszentrum Zebra, Katzensteinstraße 1, Erlebnisausflug, Interessantes und Lehrreiches in der Walderlebnisausstellung Vogelsgrün, 16-17.30 Uhr
Göltzschtalgalerie Nicolaikirche, Alte Rodewischer Straße 2, Osterhasen zur Zimmerdeko
gestalten, für Kinder zwischen 4 und 6 Jahren,
9, 10.30, 14.30 Uhr
Jugendhaus City-Treff, Breitscheidstraße 33,
Planung April und Ferien, 14-20 Uhr,
03744 308686
Schülerfreizeitzentrum, A.-Schubert-Straße
19, Tauschbörse, Pokemonkarten und mehr,
12-18 Uhr
Falkenstein: Verein Kirche im Laden, Gartenstraße 19, Mutti-Kind-Kreis: Ein kleines
Schaf verirrt sich, 9-11 Uhr, 03745 751475
Jößnitz: Grundschule, Gerhart-Hauptmann-Straße 6, Keramikkurs, 12-17 Uhr
Klingenthal: Café B., Auerbacher Straße 19,
Kindernachmittag, 15.30-17 Uhr
Leubnitz: Fahrbibliothek, Schloss, 15-16 Uhr
Markneukirchen: Kinder- und Jugendtreff, Wernitzgrüner Straße 38, Offener Treff,
13.30-19.30 Uhr
Mehltheuer: Alte Feuerwache, Spielpunkt Kreativtag: Ostereier marmorieren, 15-18 Uhr
Fahrbibliothek, Grundschule, 8.15-12.30 Uhr
Oelsnitz: Jugendzentrum „Halle“, Alte Reichenbacher Straße 27, Offener Treff, 15.3019 Uhr; Dartsnachmittag, 16.30-18 Uhr
Kinderzentrum „Goldene Sonne“, RudolfBreitscheid-Platz 1, Offener Treff, 13-18 Uhr
Rodewisch: Kinder- und Jugendfreizeittreff, Busbahnhof 3, Offener Treff, 14-20 Uhr,
03744 48426
Schönberg: Fahrbibliothek, Bahnhof,
13.30-14.15 Uhr
Adorf/V.: Perlmuttermuseum, Freiberger
Tor, Stadtgeschichte und Perlmutter, Lebensweise der Flussperlmuschel, Perlenfischerei
im Vogtland und Perlmutterwarenherstellung,
9-12, 13-17 Uhr
Auerbach/V: Museum, Schlossstraße 11,
Dauerausstellung Flucht, Vertreibung,
Neubeginn, sowie zur Stadtgeschichte, 10-12,
13-17 Uhr, 03744 835513
Eubabrunn: Freilichtmuseum, Waldstr. 2 A,
Arbeits- und Lebensweise der Landbevölkerung, 10-16 Uhr
Klingenthal: Musik- und Wintersportmuseum, Schloßstraße 3, Geschichte des vogtländischen Musikinstrumentenbaus und des Klingenthaler Skisports, 10-16 Uhr
Lengenfeld: Heimatmuseum, Hauptstr. 57,
Geschichte des Tuchfärberhauses, 10-16 Uhr,
037606 32178
Leubnitz: Schloss, Am Park 1, „Bahn und Natur“, Ölbilder von Jürgen Batschik aus Leubnitz,
9-16 Uhr
Markneukirchen: Framus Museum,
Adorfer Straße 25, 200 Instrumente, Produktion der Framus-Werke von 1946 bis Ende der
70er-Jahre, 10-17 Uhr
Gerber-Hans-Haus, Trobitzschen 16,
Stadtgeschichte, 10-16 Uhr
Historisches Sägewerk, Trobitzschen 14,
Der 1. Weltkrieg vor 100 Jahren, 10-16 Uhr
Hüttels Musikwerkausstellung Wohlhausen, Hauptstraße 10, Mechanische Musikinstrumente, 9.30-16 Uhr
Musikinstrumentenmuseum, Bienengarten
2, Geschichte des Instrumentenbaus, 10-16 Uhr
Mehltheuer: Kleinstes Musikinstrumenten-Museum, Hohe Straße 9, 1500 Raritäten,
9-12 Uhr, 037431 4159
Morgenröthe-Rautenkranz: Raumfahrtmuseum, Bahnhofstraße 4, Deutsche Raumfahrtausstellung, 10-17 Uhr, 037465 2538
Mylau: Museum Burg Mylau, Reformationsgeschichte, 11-17 Uhr, 03765 3822352
Oelsnitz: Schloss Voigtsberg, Schlossstraße
32, Tizian, Cranach und der Heilige Georg - Die
Altmeister auf dem Schloss; Mineraliengewölbe Oelsnitz; Illusorium, Dauerausstellung
zum Lebenswerk von Buchillustratorin Regine
Heinecke; Werner Tübke - Meister im Detail,
11-17 Uhr
Zoephelsches Haus, Grabenstraße 31, Sonnen-painting mit der Sonne malen, Wolfram
Hentschel, Meißen, 9-16 Uhr
Reichenbach: Neuberin-Museum, Johannisplatz 3, Österliche Kostbarkeiten, 10-16 Uhr,
03765 21131
Neuberinhaus, Weinholdstraße 7, Walter
Schönenbröcher - Fotografie, 10-18 Uhr,
03765 12188
Rodewisch: Museum Göltzsch, Schlossinsel, Ostereier aus aller Welt, Eier aus dem
Besitz von Barbara Müller, Informationen zum
Osterfest, Spielzeug zum Anfassen, 10-12,
13-16.30 Uhr
Schneckenstein: Vogtländisch-böhmisches Mineralienzentrum, Zum Schneckenstein 44, Mineralien und Gesteine, 10-17 Uhr
Schöneck: Zigarren- & Heimatmuseum,
Bauhofstraße 1, Heimatgeschichte, 14-17 Uhr
Zwota: Mundart- und Erlebnisraum, Kirchstraße 2, 15-jähriges Jubiläum des Baus der
Klingenthaler Eisenbahnbrücke, 10-16 Uhr
A N ZE I G E
KINDER UND FAMILIE
Plauen: Fanprojekt Plauen, Dobenaustraße 9, Offener Jugendtreff, 9-15 Uhr
Jugendzentrum Oase, Dr.-Karl-Gelbke-Straße 1, Teeniebereich, offener Treff mit Theaterprobe der Elterninitiative für Behinderte,
14.30-19 Uhr; Oase-Keller, offener Treff mit
Frühlingserwachen, 15-20 Uhr
Kinder- und Jugendhaus eSeF, Seminarstraße 4, Kinderzentrum, offener Treff und Osterkörbchen II, 13-19 Uhr; Jugendzentrum, offener
Treff mit Quiztime, 14-20 Uhr
Kinderklub Fünfte, Anton-Kraus-Straße 31,
Kinder Schwarzlicht Theater Black Magic,
„Der kleine Prinz“, 16-18 Uhr; Spiel: Wettbewerbe, 16-17 Uhr
Mehrgenerationenhaus, Am Albertplatz 12,
Gesellige Kreistänze, 9.30 Uhr; Kreativer
Kindertanz: (ab 3 Jahre), 15.30 Uhr;
(ab 6 Jahre), 16.30 Uhr
Stadt-Galerie, Postplatz 1, Osterspaß: Bastwerkstatt „Design & Faszination“, 10-18 Uhr;
Osterspaß: Basteln und Malen in der Osterhasenwerkstatt, 14-17 Uhr
Treff „Quartier 30“, Bahnhofstraße 30,
Keramikwerkstatt 1, 17-18.30 Uhr
REICHENBACH — Für viele Anrechtsinhaber steht fest: Das 7. Sinfoniekonzert der Vogtland Philharmonie
am Mittwoch im Neuberinhaus Reichenbach ist einer der Höhepunkte
der Saison. Auf dem Programm steht
das Werk des französischen Impressionismus: Claude
Debussys wunderschönes
Prélude
„Nachmittag eines
Fauns“ – zugleich
der
Durchbruch
des Komponisten
zu weltweiter Anerkennung. Ebenso
berühmt ist die „Symphonie fantastique“ – das sicher leidenschaftlichste Werk der französischen Romantik. Geschrieben hat es der 26-jährige Hector Berlioz, verliebt in die ferne Hauptdarstellerin einer HamletAufführung, Harriet Smithon, die
1827 an der Spitze einer Londoner
Shakespeare-Kompanie in Paris gastierte. Im zweiten Teil präsentiert
Kammermusiker Michael Hopfer,
Solopaukist der Vogtland Philharmonie, mit dem Orchester eines der
selten zu hörenden Paukenkonzerte,
an diesem Abend das Opus 34 von
Werner Thärichen. (ike)
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Während der Ausstellungseröffnung am Samstag war Beat Maeschi (rechts) anwesend – hier im Gespräch mit Klaus
Helbig, der die Akademiegalerie betreut.
FOTO: ELLEN LIEBNER
AUSSTELLUNGEN
Plauen: Akademiegalerie im Weisbachschen Haus, Bleichstraße 3, „Sehen und Wahrnehmen“, Beat Maeschi, Zürich, 14-18 Uhr
Erich-Ohser-Haus - Galerie e.o.plauen und
Archiv, Nobelstraße 7, Zukunftsvision & Gegenwartssinn, Ausstellung zum Schaffen des
bekannten Plauener Zeichners Erich Ohser
(1903-1944), 11-17 Uhr
Spitzenmuseum, im Alten Rathaus, Kostbarkeiten aus Plauener Spitze, 10-17 Uhr
Stadtarchiv, Herrenstraße, Fotoausstellung:
„Rudolf Fröhlich - Ein Fotograf sieht seine
Stadt“, Aufnahmen der Friedlichen Revolution
in Plauen, Eintritt frei, 9-18 Uhr
Vogtlandkonservatorium, Theaterplatz 4,
„Im Unruhestand“, Werke von Wilhelm Mühsam, 10-18 Uhr
Vogtlandmuseum, Nobelstraße 9 - 13,
Napoleonzimmer und vogtländische Malerei;
Zeichnungen, letzte Station der Ausstellungstrilogie rund um den 90. Geburtstag des Grafikers Lothar Rentsch, 11-17 Uhr
DIE AUSSTELLUNG „Sehen und Wahrnehmen – Beat Maeschi – Zürich“ ist bis 8. Mai in
der Akademiegalerie im Weisbachschen Haus,
Bleichstraße 3 in Plauen, jeweils von Dienstag
bis Donnerstag von 14 bis 18 Uhr geöffnet.
A N ZE I G E
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DAS SINFONIEKONZERT beginnt am
25. März, 19.30 Uhr im Neuberinhaus Reichenbach. Eine Einführung dazu findet ab 18.45
Uhr im kleinen Saal statt.
ist auf seiner Abschiedstournee
Das Beste kommt zum Schluss“ am
Donnerstag, 20 Uhr in der Stadthalle
Zwickau zu Gast: Peter Kraus. Am
18. März feierte er seinen 76. Geburtstag. Seit 60 Jahren steht er auf
der Bühne, ist in Film und Fernsehen
präsent. Restkarten für die Show
gibt es in den Geschäftsstellen der
„Freien Presse“ für 78, 70,90 und
60,90 Euro. (ike)
KINO
Plauen: Capitol Filmtheater, Bahnhofstr. 33,
03741 1469050; American Sniper, ab 16 J,
19.45 Uhr; Asterix im Land der Götter,
14.30 Uhr; Baymax ..., ab 6 J, 14.30 Uhr; Chappie, ab 12 J, 17 Uhr; Cinderella, 14.15, 17, 20 Uhr;
Die Bestimmung - Insurgent 3D, 14, 17, 20 Uhr;
Die Trauzeugen AG, ab 12 J, 14.15, 17.15 Uhr;
Fifty Shades of Grey, ab 16 J, 20 Uhr; Focus, ab
12 J, 20.15 Uhr; Honig im Kopf, ab 6 J, 14.30 Uhr;
Kingsman: The Secret Service, ab 16 J,
19.45 Uhr; Shaun das Schaf, 14.30, 17, 20.15 Uhr;
SpongeBob ..., 14.30 Uhr; The Boy Next Door,
ab 16 J, 17, 20.15 Uhr; Traumfrauen, ab 12 J,
17 Uhr; Verstehen Sie die Béliers?, 17.15 Uhr;
Malzhaus, Alter Teich 7 - 9, 03741 15320; 300
Worte Deutsch, ab 12 J, 20 Uhr
Auerbach: Rekordlichtspiele, Göltzschtalstr. 35, 03744 217272; American Sniper, ab 16 J,
20 Uhr; Cinderella, 17.30 Uhr; Fifty Shades of
Grey, ab 16 J, 20.15 Uhr; Honig im Kopf, ab 6 J,
17.30 Uhr; Kingsman: The Secret Service, ab
16 J, 17.15, 20 Uhr
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Plauen: Agentur für Arbeit, Neundorfer Str.
70, Arbeitgeber Bundeswehr, Infoveranstaltung, 8 Uhr
Räume des Malteser Hospizdienstes, Thomas-Mann-Str. 12, Themenabend zur Brennessel 19.30 Uhr
Auerbach/V: Café Nebenan, Goethestraße
7, Tanztee, 15.30 Uhr
Pausa: Rathaus, Neumarkt 1, Osternachmittag für Senioren, 14.30 Uhr
Reichenbach: Begegnungsstätte, Nordhorner Platz 3, Vortrag: Zwischen Leid der
Kreuzigung und Freude der Auferstehung,
14 Uhr, 03765 69327
Jürgen-Fuchs-Bibliothek, Markt 1, Lesestart:
„Bob, der Streuner - meine Geschichte“ für
Kinder ab 3 J., 16 Uhr, 03765 5244141
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 24. März 2015
NACHRICHTEN
GRUNDSTÜCKE
Gemeinde verkauft
nicht unter Wert
Freie Presse
Umgehungsstraße frisst
sich weiter durchs Göltzschtal
Streik: Schüler
werden
betreut
Lehrer beteiligen sich an
Kundgebung in Leipzig
BÖSENBRUNN — Der
Gemeinde
Bösenbrunn will am Altneubau
Hauptstraße 40 in Schönbrunn den
Giebel neu verputzen und das gesamte Haus neu malern lassen. Das
günstigste Angebot legte Malermeister Schwabe aus Hirschfeld für
11.000 Euro vor. Bevor die Arbeiten
ausgeführt werden, will die Kommune auf Drängen von Gemeinderat Daniel Rödel (Abgeordnete der
Bürger) prüfen lassen, ob an dem vor
knapp 20 Jahren sanierten Neubau
die Vorgaben der Energieeinsparverordnung erfüllt werden. (hagr)
KURZ GEMELDET
Räte sprechen zu Haushalt
BAD BRAMBACH — Der Gemeinderat
von Bad Brambach beschäftigt sich
morgen Abend in erster Lesung mit
dem Haushalt für das laufende Jahr.
Die öffentliche Sitzung beginnt
19 Uhr im Rathaus mit einer Bürgerfragestunde. (hagr)
Straße eine Woche gesperrt
ARNSGRÜN — Die Adorfer Straße in
Arnsgrün wird voraussichtlich ab
Donnerstag für eine Woche für den
Durchgangsverkehr
gesperrt.
Grund sind Kanalbauarbeiten. (tm)
Bäume erhalten Schnitt
EICHIGT/HUNDSGRÜN — Zwischen Eichigt und Hundsgrün beginnen
morgen Baumschnittarbeiten. Deshalb wird die Straße vom Ortsausgang Eichigt bis zum Ortseingang
Hundsgrün bis 2. April gesperrt. Das
teilte die mit den Pflegearbeiten beauftragte Firma mit. (gsi)
Klöppelzirkel trifft sich
OELSNITZ — Der Klöppelzirkel Oelsnitz unter Leitung von Christa Richter trifft sich morgen in der Stadtbibliothek im Zoephelschen Haus,
Grabenstraße 31. Um Handarbeit
geht‘s von 13 bis 16 Uhr. (hagr)
Konzert in Musikschule
MARKNEUKIRCHEN — In der Musik-
schule Vogtland findet morgen ein
Klassenvorspiel der Klasse Klavier/
Keyboard von Urs Hufenbach statt.
Konzertbeginn ist 18 Uhr. (hagr)
Göltzschtalumgehung rollen wieder die Laster. Die Winterpause ist
beendet. Einschränkungen kommen auf Autofahrer durch die Arbeiten vorerst nur an der Kreisstraße
7827 zwischen Richardshöhe und
Reumtengrün zu. Grund sind der
Bau eines Kreisverkehrs in Richardshöhe und einer Brücke über die
neue Trasse der B 169 zwischen
Auerbach und Reumtengrün. Die
Straße ist voraussichtlich ab 7. April
gesperrt.
Kreisverkehr und Kreisstraße
Zwischen dem fertigen Abschnitt
der neuen B 169 bei Rebesgrün und
der „alten“ Bundesstraße in Rodewisch haben die Bauarbeiter derzeit
ebenfalls zu tun. „Bis Jahresende ist
die Fertigstellung der Bahnbrücke
sowie der kompletten Fahrbahn geplant“, berichtet Isabell Siebert vom
Sächsischen Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. 2016 werden
eine Lärmschutzwand an der Krankenhaussiedlung errichtet sowie die
Ampeln, Markierungen, Beschilderung und Schutzplanken aufgebaut.
„Fertigstellung und Verkehrsfreigabe des Bauabschnittes ist für den
Herbst 2016 geplant.“
Folgt man dem künftigen Verlauf
der neuen Trasse der B 169 in Richtung Süden, gelangt man an die
nächste Baustelle an der Verbindungsstraße zwischen Richardshöhe und Reumtengrün. Dort wird seit
vergangenem Jahr eine Brücke über
die künftige Bundesstraße errichtet.
Da zeitgleich die Kreisstraße 7827
An der Göltzschtalumgehung zwischen Rodewisch und Rebesgrün sollen in diesem Jahr die Fahrbahn und die EisenFOTO: JOACHIM THOSS
bahnbrücke komplett fertiggestellt werden.
verlegt wird, lässt der Vogtlandkreis
ein Regenrückhaltebecken und einen Kreisverkehr bauen. Den nächsten neuen Abschnitt der Göltzschtalumgehung nehmen die Baufirmen ab September in Angriff. Dann
beginnen sie mit dem Bau der Trasse
zwischen dem Industriegebiet West
und Falkenstein.
Vorbereitungen in Falkenstein
Auch am anderen Ende der neuen
Göltzschtalumgehung starten die
Arbeiten. Bäume werden derzeit
beim Falkensteiner Bahngelände gefällt. Im Mai beginnt dort der Abbruch von Gebäuden. Mit Verkehrseinschränkungen ist laut Isabell
Siebert vorerst nicht zu rechnen.
2014 war der erste neugebaut Abschnitt der B 169 freigegeben worden. Er verbindet die neue S 299 mit
Rebesgrün und dem Industriegebiet
Auerbach West. Fertig ist auch die
Straße, die am Industriegebiet vorbei führt. Sie wurde bereits beim Anlegen so gebaut, dass sie später als
Bundesstraße dienen kann.
KLINGENTHAL/OELSNITZ — Zahlreiche
Lehrer aus dem Vogtland werden
heute – wie vor knapp zwei Wochen
– wieder streiken. Im Rahmen der
Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst beteiligen sich die Pädagogen an einer Großkundgebung
in Leipzig. Dort werden auch Lehrer
aus Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen anwesend sein. Wie es gestern seitens der
Sächsischen Bildungsagentur hieß,
müsse kein Schüler zwingend zuhause bleiben, sei die Betreuung der
Schüler „grundsätzlich gewährleistet“. Pressereferent Arndt Schubert:
„Schulen haben auch im Streikfall
eine Aufsichts- und Betreuungspflicht.“ Den Lehrern geht es um eine Lohnerhöhung um 5,5 Prozent,
mindestens jedoch um 175 Euro
und die Anhebung der Ausbildungsentgelte. In den beiden vergangenen
Wochen haben sich laut Gewerkschaft rund 120.000 Beschäftigte an
den Warnstreiks beteiligt. (sasch)
Geplante Arbeiten an der Göltzschtalumgehung 2015
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VERSAMMLUNG
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SCHÖNBRUNN — Die
AUERBACH — An den Baustellen der
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Rodewisch
Veitenhäuser
Wernesgrün
1
Rebesgrün
Feuerwehrleute
befördert
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MARKNEUKIRCHEN — Auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Markneukirchen
wurden 15 Kameraden befördert.
Außerdem erhielt Thomas Ilgmann
von der Wache Erlbach die Berufung
zum Zugführer, Michael Back von
der Wache Wernitzgrün zum allgemeinen Gerätewart, während Sven
Köhler bis zu den Wahlen im Jahr
2017 kommissarisch als stellvertretender Ortswehrleiter in Erlbach tätig ist. Mit einer Schweigeminute gedacht wurde der im vergangenen
Jahr verstorbenen Kameraden Albert Windisch (Breitenfeld), Helga
Schimpf (Wohlhausen), Horst Hellwig (Wohlhausen) und Jürgen Götz
(Markneukirchen). (eso)
169
Schreiersgrün
Auerbach
Reumtengrün
2
3
Dorfstadt
Oberlauterbach
1 Straßen- und Bahnbrückenbau
Brunn
2 Brückenbau
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Altneubau soll
verschönert werden
VON LUTZ HERGERT
3 Straßenbau (ab September)
4 Rodungsarbeiten
Rempesgrün
(ab Mai Gebäudeabbruch)
169
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ARBEITEN
An der neuen B 169 wird
in diesem Jahr das Stück
zwischen Rodewisch und
Rebesgrün vorangetrieben.
Auch an einem neuen Teilstück beginnen Arbeiten.
Neue S 299 freigegeben 2014
Fa
Bösenbrunner
Gemeinderat hat es einstimmig abgelehnt, ein Flurstück im Bösenbrunner Oberdorf an einen Kaufinteressenten zu veräußern. Nach Darstellung von Bürgermeister Jürgen
Reichelt (parteilos) wollte der Bieter
zwei Euro pro Quadratmeter zahlen,
was etwa dem Preis für Gartenland
entspricht. Die Gemeinde pocht für
die Fläche, die als Eigenheimstandort im Innenbereich geeignet ist, auf
den Bodenrichtwert – der ist bei
zwölf Euro pro Quadratmeter. (hagr)
13
Ellefeld
Hohengrün
geplante
Götzschtalumgehung
4
fertig gestellt
Falkenstein
Siebenhitz
Beerheide
Neustadt
Ariane Bühner/Tilo Steiner
Seelsorge: Anrufer fragen nach Sinn des Lebens
Im Vogtland sucht
man dringend nach neuen
ehrenamtlichen Mitarbeitern.
VON HEIKE MANN
AUERBACH — Ich kann und will nicht
mehr leben. Diesen verzweifelten
Satz hören die Seelsorger am Telefon
oft. Der Vogtlandkreis hat die zweithöchste Suizidversuchsrate in Sachsen. „Oft haben diese Menschen die
Not, keinen vertrauten Menschen in
ihrem Umfeld zu haben, der ihnen
zuhört“, sagt Tabea Waldmann, die
Leiterin der Telefonseelsorge Vogtland. „Wir sind die einzige Stelle, die
rund um die Uhr erreichbar ist.“ Gerade nachts würden immer wieder
lange Gespräche stattfinden, nicht
selten bis zu 90 Minuten.
Den meisten Anrufern geht es
um die Frage, worin für sie noch der
Sinn des Lebens bestehen soll. Am
häufigsten sprechen sie laut Tabea
Waldmann über eigene psychische
Erkrankungen und damit verbundene Schwierigkeiten im Alltag. Auch
Beziehungsprobleme in der Familie
und der Partnerschaft sind immer
wieder Thema in den Gesprächen.
Für manche täglich und über Jahre
hinweg bleibt die Telefonseelsorge
Zuhörer und Begleiter. 55 Prozent aller Anrufe waren demnach regelmäßige Anrufe.
Unmittelbar helfen im Sinne von
eingreifen können die Mitarbeiter
der Telefonseelsorge nicht, wenn sie
ein verzweifelter Mensch anruft.
Denn sie müssen zum eigenen
Schutz anonym bleiben. Aber sie
können mit dem Anrufenden gemeinsam sortieren, ihn oder sie beruhigen und ihm oder ihr mögliche
Wege aus der Notsituation aufzeigen. Weil das eine sehr anspruchs-
volle Aufgabe ist, müssen jene Frauen und Männer, die sich eine ehrenamtliche Tätigkeit bei der Telefonseelsorge vorstellen können, einen
einjährigen Kurs durchlaufen. Der
nächste beginnt im Juni. „Wir brauchen dringend neue Mitstreiter, weil
in jüngster Vergangenheit doch einige wegen Ruhestand oder Wegzug
weggefallen sind“, so Tabea Waldmann. Die Bewerber müssten bereit
sein, nach ihrer Ausbildung sich für
15 Stunden Dienst im Monat zu verpflichten.
Zurzeit hat die Telefonseelsorge
im Vogtland, deren Träger das Diakonische Werk in Auerbach ist,
58 ehrenamtliche Mitarbeiter, früher waren es auch schon mal um die
70. Zwei Stellen – in Auerbach und
Plauen – werden von der Telefonseelsorge abgesichert.
BEI DER TELEFONSEELSORGE VOGTLAND nahmen die ehrenamtlichen Mitarbeiter im vergangenen Jahr 16.080 Anrufe entgegen, 8088 Gespräche kamen zustande. Das
sind fast 1000 mehr als im Jahr 2013 (7132).
Interessenten für die Ausbildung zum ehrenamtlichen Mitarbeiter der Telefonseelsorge
können sich unter Telefonseelsorge Vogtland,
Herrenwiese 9a in Auerbach, Telefon 03744
217727 oder E-Mail: telefonseelsorge@diakonie-auerbach. de melden.
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14 Freie Presse
OBERES VOGTLAND
Dienstag, 24. März 2015
Der Kartoffel-König hält Hof
KURZ GEMELDET
Theater-Technik zu sehen
Die grüne
Neune kommt
nochmal
BAD ELSTER — Im König-Albert-Thea-
ter Bad Elster werden heute ab 16
Uhr in einer Führung Technik- und
Publikumsräume gezeigt. Der Rundgang dauert etwa 90 Minuten, die
Teilnahme kostet 5 Euro. Anmeldung unter Ruf 037437 53900. (hagr)
Premiere im Pfaffengut:
Vogtländischer Heimattag
PLAUEN — Heimat – das ist nicht nur
Treff Briefmarkenverein
OELSNITZ — Der
Briefmarkenverein
Oelsnitz lädt am Donnerstag zum
Treffen in die Gaststätte Zur Pforte,
August-Bebel-Straße 32 (Nähe Postamt) ein. Beginn ist 19.30 Uhr. (hagr)
Hippie-Alarm im Glashaus
ADORF — Hippie Feeling heißt es am
Freitag im Glashaus Adorf. Ab 22
Uhr legen 12 Inch Therapy und DJ
Mathew zur Sause auf, die zugleich
die Abi-Party des Gymnasiums Klingenthal ist. Eintritt: 4 Euro. (hagr)
KALENDERBLATT
Vor 10 Jahren
BESSERER
HOCHWASSERSCHUTZ — Kleingärtner der Sparte „Wiesengrund“ in Plauen sind besser vor einem möglichen Hochwasser des
Pietzschebaches geschützt, der
durch ihre Anlage fließt. Die Stadtverwaltung ließ für 650.000 Euro
Schutzanlagen errichten. Der Bach
fließt in einem zwei Meter breiten
und über zwei Meter tiefen Bachbett. Vorher war das Bachbett nur einen Meter tief und breit. Zusätzlich
entstanden eine befahrbare Brücke
und mehrere Fußgängerbrücken.
Vor 50 Jahren
LIEDGUT FÜR BÜCHEREI — Die Plauener Stadtbibliothek ist in den Besitz
umfangreichen Liedgutes gekommen, welches zu Ausleihzwecken
zur Verfügung gestellt werden kann.
Die Vogtländische Sing- und Trachtengruppe „Wu drham mr sei“ übergab der Einrichtung ihr Notenmaterial. Das sind etwa 70 Lieder meist
mundartlichen Charakters, die in
20-jähriger Sammlertätigkeit zusammengetragen worden sind.
Vor 100 Jahren
PLAUEN ERHÖHT STEUERN — Der Plauener Stadtrat hat in seiner Sitzung
am 23. März einem Zuschlag in Höhe von 25 Prozent zum Normalsteuersatz zugestimmt. Die Ratsvorlage
wurde eingebracht, um den Haushalts-Fehlbetrag von mehr als 4,2
Millionen Mark zu decken. Auch die
sozialdemokratischen Abgeordneten hätten geschlossen zugestimmt,
berichtet die Neue Vogtländische
Zeitung über die Sitzung. (pa)
Hochbetrieb in Rotschau. Von links: Rainer und Sieglinde Fiedler aus Oberlungwitz, Kartoffel-König Ulrich Gündel sowie Brigitte Knogler aus Zwickau. Ulrich
FOTO: FRANKO MARTIN
Gündel zeigte den Gästen eine Ackerseegen-Kartoffel, die in den 30er Jahren gezüchtet und 1950 zur Leitsorte bestimmt wurde.
In Gündels Kulturstall in
Rotschau herrschte beim
ersten Kartoffelmarkt großer Andrang. Der Star war
aber Gans Auguste.
VON PETRA STEPS
ROTSCHAU — Der
erste Kartoffelmarkt in Gündels Kulturstall in Rotschau war ein voller Erfolg. „Am
Sonntag waren noch mehr Leute da
als am Sonnabend“, sagte Ulrich
Gündel. Die Gäste kamen aus Ostthüringen, dem ganzen Vogtland,
dem Erzgebirge, aus Bayern, aber
auch aus Dresden oder Leipzig. Bereits vor Öffnung des großen Scheunentors am Samstag war der erste
Kunde vor Ort. Er kam aus Selb und
war auf der Durchreise.
Die Gäste schauten sich die rund
60 Kartoffelsorten an, die zum Verzehr angeboten wurden. Am besten
seien Sorten wie Blauer Schwede, La
Bonnotte, Linda, Exquisa, Rosa Tannenzapfen oder die alte DDR-Sorte
Adretta gegangen. Manche hätten
Der Clou des Wochenendes. Ulrich Gündel und seine Gans Auguste, die den
FOTO: JB STEPS
Gästen zeigte, wo‘s langgeht.
auch kleine Mengen der alten peruanischen Sorten gekauft, um den Anbau im eigenen Garten zu testen.
Wer wollte, konnte sich auch Kocheigenschaften oder Besonderheiten
notieren. Beim Blick auf die Schilder
erfuhren die Käufer, welche Kartoffel sich wozu eignet. Allerdings
musste man sich den Favoriten über
viele Meter Kartoffelkisten und zig
Sorten merken.
Dass der Kartoffelmarkt stattfin-
den konnte, ist dem guten Kartoffeljahr 2014 zu verdanken. Dadurch
haben Gündels noch ein paar Exemplare übrig, die sie sonst über das
Jahr verkauft oder bei den Kartoffelverkostungen angeboten haben.
Kosten konnte man am Wochenende auch. Am Sonntagnachmittag
waren sowohl der Quark zu den Kartoffeln als auch der Kartoffelkuchen
ausverkauft.
Der Clou des Wochenendes war
jedoch Auguste. Die Gans wohnt
schon ein paar Jahre bei Gündels auf
dem Hof. Ihr früherer Partner wurde
vom Fuchs geholt. Auguste kündigte durch ihr Schnattern neue Kunden an, inspizierte den Kartoffelhandel und kontrollierte beim Verlassen
der Scheune, was die Besucher mitnahmen. Zurzeit entwickelt das Tier
auch starke Frühlingsgefühle. „Die
können Sie ruhig streicheln, aber sie
lässt nur Männer ran“, sagte Ulrich
Gündel, der mit Auguste gern mal
ein bisschen schmust. Schließlich
braucht so eine Gans, die oft als Fotomotiv oder auch für Filme im Kartoffelfernsehen auf Gündels Internetseite posieren darf, ihre Streicheleinheiten.
die Natur, dazu gehört auch Pflege
von Tradition und Geschichte. Das
haben die Organisatoren des 1. Vogtländischen Heimattages im Pfaffengut den Besuchern mit ihrem breiten Angebot signalisiert.
Im ehemaligen Pferdestall folgte
ein interessanter Vortrag auf den anderen. 40 bis 50 Personen hatten jeweils Platz: Volkskunde, Trachtenforschung, Geologie, Mineralogie
und Botanik waren einige Themen,
die von Fachleuten des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz, Regionalgruppe Vogtland, behandelt
wurden. „Wir haben uns für das Pfaffengut entschieden, weil wir einen
guten Kontakt zu der Einrichtung
haben und die Entfernung für alle
Vogtländer verträglich ist“, sagte
Mitorganisator Wolfgang Viebahn.
Volker Lindner, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Pfaffengut, fügte hinzu:
„Ich bin froh, dass unser Botanikertag nun nach zweijähriger Pause in
veränderter Form wieder angelaufen ist.“ Neben den Vorträgen über
die Botanik hat Volker Lindner auch
der Rückblick in eine dunkle,
schmerzhafte deutsche Vergangenheit sehr interessiert. „Der Vortrag
über die Todesmärsche und -transporte vor 70 Jahren durchs Vogtland
von Friedrich Machold aus Lengenfeld hat mich sehr berührt.“
Im ehemaligen Kuhstall erwartete Besucher auch eine Ausstellung
unter dem Namen „Die Grüne Neune“. Neun Kräuter, die im Frühjahr
als Vitamin-C-Träger aus der Erde
sprießen, waren dort zu sehen, ihr
Verwendungszweck zusätzlich auf
Tafeln dokumentiert. „Wir werden
die Ausstellung auch Ostersonnabend und beim Umweltfest am
25. April zeigen“, kündigte Hofleiterin Beate Groh an. (sher)
REZEPT Als „Neunerlei des Frühlings“ wird
die Neunkräutersuppe empfohlen. Man
nehme 1 Zwiebel, 1/2 EL Butter, 1 EL Mehl,
1 Liter Brühe, 1 Eigelb, 1/8 Liter saure Sahne,
Pfeffer, Salz. Zwiebel schälen, Würfel hacken,
in Butter anbraten und Mehl zugeben. Die
Brühe auffüllen, Salz und Pfeffer dazu. Nun
Brennnessel, Giersch, Löwenzahn, Knoblauchrauke, Gänseblümchen, Taubnessel, Vogelmiere, Gundermann und Kerbel kleinhacken,
in eine Terrine geben und mit der Brühe übergießen. Eigelb mit saurer Sahne verquirlen,
unter die Brühe ziehen. Als Verzierung kleine
Köpfe von Gänseblümchen darauf – fertig.
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STELLENANGEBOTE
3591103-10-1
BAUMSCHNITT
3583817-10-1
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3590991-10-1
BAUTROCKNUNG
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3581228-10-1
Kontakt:
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3596341-10-1
LOKALSPORT
Dienstag, 24. März 2015
NORDISCHE KOMBINATION
Klingenthaler holen
Deutschlandpokal
Das zum sechsten Mal ausgetragene
um den
Hallenfußball-Turnier
SF-Cup der Kinder- und Jugendarbeit Oelsnitz am Samstag in der
Sporthalle Oelsnitz hatte denselben
Sieger wie im Vorjahr. Das Team
200 Puls, das aus A-Jugend-Kickern
der Spielgemeinschaft Oelsnitz/Kottengrün/Werda besteht, bezwang
im Finale den FC Kickers Oelsnitz
5:1. Auf Platz 3 kam die Mannschaft
Torsion, die im kleinen Finale gegen
die DSG Siedlung 2:1 gewann. Der
fünfte Platz ging an Hangover 96,
den sechsten Platz belegte der FC
Bolzplatz, auf Rang 7 kam der SG
Dynamo Tresen, der Jugendclub
Jam belegte Platz 8. Als bester Torhüter des Turnieres wurde Frank
Paetz von den Kickers Oelsnitz ausgezeichnet, die Trophäe des besten
Torschützen ging an Anthony Liebich vom Siegerteam 200 Puls. Im
Foto das Team des Turnierzweiten
Kickers Oelsnitz: hinten von links
Michael Pham, Nick Leucht, Bruno
Guttmann, Thomas Paetz, Daniel
Knoll, vorn von links Frank Paetz,
FOTO: HARALD SULSKI
Lukas Neumann.
OBERSTDORF — Martin Hahn vom
RINGEN
Zum Trainingslager
in die Ukraine
KIEW — Franz Richter vom AV Germania Markneukirchen und Felix
Kästner vom KSV Pausa weilen
noch bis morgen zum Trainingslager in der ukrainischen Hauptstadt
Kiew. Begleitet werden sie von Franz
Richters Vater Jörg, der als Pressereferent des Deutschen Ringer-Bundes
freundschaftliche
Beziehungen
zum ukrainischen Trainerstab
pflegt. Im November weilten die
Ukrainer mit zahlreichen Weltklasseringern im Leistungszentrum
Frankfurt/Oder, dem Franz Richter
und Felix Kästner angehören, zum
gemeinsamen Training, nun erfolgt
der Gegenbesuch. Während Kästner
seine Deutsche Meisterschaft bereits
hinter sich gebracht hat und im ersten Juniorenjahr den fünften Platz
belegte, stehen Franz Richter die
nationalen Titelkämpfe der Kadetten noch bevor, wobei der Markneukirchener vom 17. bis 19. April quasi
Heimvorteil genießt, denn diese
Meisterschaften werden vom KSV
Pausa in Plauen ausgetragen. (rjö)
EISHOCKEY
Schönheide erkämpft
den Oberliga-Pokal
15
Cup bleibt in
Klingenthaler
festen Händen Läuferin im
NACHRICHTEN
VSC Klingenthal hat die Gesamtwertung des Deutschlandpokals in
der Altersklasse Jugend 17 gewonnen. Zum Saisonfinale am Wochenende in Oberstdorf belegte er die
Plätze 5 und 13. Sein Trainingsgefährte Hans Neubert kam auf Rang 3
und 5, Jonas Welde wurde 7. und 16.
In der Gesamtwertung stehen Björn
Tunger auf Rang 8, Jonas Welde auf
11 und Hans Neubert auf 13. Auch
die Gesamtwertung der Junioren/
Männer geht mit Tom Krause an
einen VSC-Sportler. Mit Sebastian
Voigt (2) und David Welde (4.)
kamen weitere Klingenthaler weit
vorn ein. Krause, der nach dieser Saison seine aktive Laufbahn beendet,
wurde in Oberstdorf zweimal Vierter, Voigt zweimal Dritter. In der
Jugendklasse 16 landeten die Klingenthaler Tim Westerbeek und Tim
Kopp auf den Gesamtplätzen 7 und
8. Kopp stand als Zweiter und Vierter zum Finale noch einmal auf dem
Podest, Westerbeek wurde Fünfter
und Achter. Stark präsentierten sich
in Oberstdorf erneut die Klingenthaler Kombinierer der Schülerklasse 15. Nick Siegemund gewann am
Sonntag und war am Samstag Zweiter, Luca Schönherr wurde zweimal
Dritter, Jeremy Ziron Siebenter und
Achter. (pj)
Freie Presse
Bronze-Team
Deutsche Meisterschaften
im Bayerischen Wald
BODENMAIS — Skilangläuferin Lisa
Dotzauer vom VSC Klingenthal hat
zum Abschluss der Saison bei den
Deutschen Meisterschaften im
Teamsprint in Bodenmais im Bayerischen Wald zusammen mit Julia
Richter vom SSV Sayda Bronze in
der weiblichen Jugend U 18 geholt.
Die beiden Läuferinnen vom Skigymnasium Oberwiesenthal mussten nur den Thüringer Teams Antonia Fräbel/Melanie Schäfer sowie
Katherine Sauerbrey/Mara Niedling
den Vortritt lassen.
Nicht ganz so gut lief es für LeaAnnabell Storch vom VSC in der
Altersklasse U 16. Sie musste sich
mit Johanna Mende von der SG
Holzhau als Team Sachsen II mit
dem zehnten Platz zufrieden geben.
Team Sachsen I Marie Herklotz/Anna-Maria Dietze (Holzhau/Neuhausen) holte in der Klasse den Titel. (pj)
Nachwuchs so wichtig wie ein Weltcup
Beim 15. Wettkampf um
den Bergmannscup sind in
Klingenthal-Mühlleithen
42 junge Alpine an den
Start gegangen. Zeitschnellste waren Hannah
Lorenz vom VSC Klingenthal und Jacub Kozma vom
TJ Horal Stribrna.
VON ECKHARD SOMMER
KLINGENTHAL — Eines muss man dem
VSC Klingenthal in punkto Engagement lassen: Ob nun bei der Vorbereitung und Durchführung eines
Wettbewerbes in der Vogtland-Arena, des Kammlaufes oder eines
Nachwuchswettkampfes – es wird
kein Unterschied gemacht. Jüngstes
Beispiel dafür war am Samstag der
alpine Vielseitigkeitswettkampf um
den Bergmannscup auf dem Skihang in Mühlleithen. Sabine Meinel, die erfahrene und zuverlässige
Zeitnehmerin vom Dienst, hatte
eigentlich allzu gerne als Zuschauerin zum Weltcup nach Planica
gewollt, blieb aber daheim und saß
Computer bei Fuß. Dass sie für diesen uneigennützigen Einsatz einen
Sonderpokal überreicht bekam, war
nur mehr recht und billig. Eigentlich hätte der Cupwettkampf traditi-
onell kurz vor Silvester stattfinden
sollen, musste wegen Schneemangels aber ans Saisonende verlegt
werden.
Die Bedingungen waren noch
recht gut und für die Skizwerge ein
anspruchsvoller Vielseitigkeitskurs
mit Slalom-, Buckel- und Riesenslalomelementen ausgesteckt. Während der für schon erfahrenere
Nachwuchs-Alpine wie Alina
Schmied und Louis Weglarz aus
Schöneck oder auch Hannah Lorenz
aus Klingenthal – sie gewann als
Zeitschnellste den Mädchen-Bergmannscup-Pokal – null problemo
bedeutete, war er für jene, die bei
Wettbewerben sonst nicht anzutreffen sind, eine Herausforderung.
Urkunde bekommen. Ich bleibe
jetzt dabei.“ Dabei bleibt garantiert
auch, allein schon wegen seiner
Mutter Marika, der kleine Elias
Schröter, Jahrgang 2012. Mit anderthalb Jahren, kaum dass er das Laufen gelernt hatte, rutschte er schon
die Piste runter – mit einem Heidenspaß, wie am Samstag zu beobachten war.
Seit Sonntag ist auf dem Skihang
in Mühlleithen offiziell Winterschluss. Für Liftwart Klaus Ostwald
jedoch beginnt jetzt eine neue Sai-
son: „Wenn das Wetter passt, dann
nehmen wir am Karfreitag die Sommerrodelbahn in Betrieb.“
ERGEBNISSE Jungen U 8: 1. Jarne Baumgärtel, 2 Maddox Lenk (beide SC Carlsfeld),
3. Fynn Schedewy (VfB Schöneck), 5. Carlos
Irmscher (Klingenthal), 9. Elias Schröter (VSC
Klingenthal). Mädchen U 8: 1. Nataly Fischer
(TJ Horal Stribrna), 2. Lisa Dornberg (Einsiedler SV), 3. Anna Götzel (VSC Klingenthal). Jungen U 10: 1. Louis Weglarz (SC Schöneck),
2. Jacub Stanek (TJ Horal Stribrna), 3. Johann
Unger (VSC Klingenthal), 6. Mika Bölter (VfB
Schöneck). Mädchen U 10: 1. Alina Schmied
(VfB Schöneck), 2. Valentyna Krajníková
(TJ Horal Stribrna), 3. Alina Baumgärtel
(SC Carlsfeld), 4. Nici Grimm, 6. Larissa Rasch,
7. Julia Karbstein, 8. Amy Dörfler, 9. Ciara
Albert (alle VSC Klingenthal). Jungen U 12:
1. Jacub Kozma (TJ Horal Stribrna), 2. Toby
Weidlich (SC Carlsfeld), 3. Lennart Seidel,
4. Justin Trommer, 5. Matti Tim Klier (alle VSC
Klingenthal). Mädchen U 12: 1. Hannah
Lorenz (VSC Klingenthal), 2. Adéla Dvoracková
(SK Bublava), 3. Sarah Fuchs (SC Carlsfeld),
5. Annika Schmied (VfB Schöneck), 6. MarieHelene Unger (VSC Klingenthal).
Beim 15. Bergmannscup gingen am Samstag 42 Nachwuchs-Alpine in Klingenthal-Mühlleithen zum Saisonfinale an den Start. Hannah Lorenz vom VSC
Klingenthal (links) und Jakub Kozma (TJ Horal Stribrna) gewannen als ZeitFOTOS: ECKHARD SOMMER (2)
schnellste die Bergmannspokale.
Zeitnehmerin Sabine Meinel erhielt
einen „Sonderpokal“, weil sie wegen
des Bergmannscups das WeltcupSpringen in Planica sausen ließ.
„Mir hat es Spaß
gemacht. Ich
bleibe jetzt dabei.“
Ciara Albert Ski-Anfängerin
Ciara Albert zum Beispiel steht –
wie sie stolz erzählte – erst seit Anfang des Jahres so richtig auf den Skiern, auch weil ihre Oma Gabriele sie
dazu ermutigte. Dass die achtjährige
Klingenthalerin bei ihrem allerersten Wettbewerb noch nicht auf dem
Podest stand, machte sie nicht traurig: „Mir hat es Spaß gemacht, und
ich habe doch auch eine schöne
SCHÖNHEIDE — Der Oberliga-Pokal
wurde für den EHV Schönheide zur
Erfolgsgeschichte. Bei der zweiten
Vertretung der Frankfurter Löwen
gewann er am Samstag 5:2 (0:0, 2:1,
3:1). Für Schönheide war es der
neunte Sieg in Folge. Nach Spielschluss konnten sich die Cracks und
50 mitgereiste EHV-Fans über den
Pott aus den Händen von Ligenleiter
Markus Schweer freuen. (emä)
KURZ GEMELDET
Warmer Regen für Medizin
BAD ELSTER — Die SG Medizin Bad
Elster hat vor wenigen Tagen eine
Spende von 1500 Euro von der VRBank Hof erhalten. Das Geld kommt
den Abteilungen Ski, Fechten, Kraftsport, Volleyball und insbesondere
der Jugend zugute. (fp)
Preisskatturnier
OELSNITZ — Der Skatclub Oelsnitz
lädt am Freitag, 19 Uhr zum Preisskat in die Altdeutsche Bierstube
Oelsnitz ein. Einlass ist 30 Minuten
vor Beginn. Gespielt werden zwei
Serien mit deutschem Blatt nach Altenburger Skatregel. Die Höhe der
Preise richtet sich nach der Teilnehmerzahl. Jeder vierte Mitspieler
erhält einen Preis. (pj)
Kopf-an-Kopf-Rennen in der Vogtlandliga
Die Klingenthaler Handballer haben zwar verloren, zeigten sich aber verbessert. Markneukirchen
ist die Tabellenführung in
der Kreisliga wieder los.
2. Bezirksklasse Männer: HV 90
Klingenthal - SG HSC Chemnitz
21:29 (10:14). Nach zuletzt vielen
schlechten Auftritten zeigte der HV
90 gegen den Tabellenzweiten ein
Lebenszeichen und zudem seinen
Zuschauern ein ansehnliches Spiel.
Mit einer guten Abwehrarbeit und
guten Torhüterleistungen machte
Klingenthal es den Chemnitzern
schwer. Doch Fehler oder ungenutzte Chancen wurden konsequent
bestraft, sodass sich die Gäste auf
14:9 (28. Minute) absetzen konnten.
Klingenthal verkürzte kurz vor der
Pause noch auf 10:14. Nach dem
Seitenwechsel wurde die taktische
Linie gut umgesetzt. Der HV 90 kam
beim 12:14 auf zwei Treffer heran.
Doch ließ er in dieser Phase, in der
sich auch die Chemnitzer zahlreiche Fehler leisteten, einige Möglichkeiten aus und kam so nicht weiter
heran. Chemnitz fing sich wieder.
Beim 17:21 (45.) konnte Klingenthal
letztmalig auf vier Treffer verkürzen, danach merkte man, dass die
Gäste über die besseren Kraftreserven verfügten. Klingenthal erspielte
sich viele Chancen, nutzte davon
aber zu wenige und musste im
Gegenzug leicht herausgespielte
Tore hinnehmen. Doch wenn die
Mannschaft diesen Einsatz und die
Kampfbereitschaft am Samstag in
Annaberg gegen das Schlusslicht
Blau-Weiß Crottendorf zeigt, kann
sie nach langer Durststrecke auch
wieder einmal Punkte einfahren.
(hvk)
KLINGENTHAL: Lemoine – Hennig (1), Glaß
(3), Schöfberger, Ludwig (6/2), Reißmann (2),
Hammer (1), Pöhland (1), Lehmann (2), Grohmann (4), Körner (1), Hölzel. Strafwürfe:
Klingenthal 3/2 verwandelt, Chemnitz 9/8.
Strafzeiten: Klingenthal 8 Minuten, Chemnitz
6 Minuten.
Kreisliga Vogtland: SV Oberlosa III - SG Neptun Markneukirchen 24:19 (14:9). Die zu Hause bisher ungeschlagenen Oberlosaer traten mit voller Kapelle an. Der Aufstieg in die 2. Bezirksklasse ist bei ihnen durchaus ein Thema. Ein Markneukirchner Sieg hätte diese Pläne
zumindest stark gefährdet. Neptun
glänzte mit einer kompakten Abwehrleistung. Der starke Torhüter
Krüger entschärfte gleich zu Beginn
mehrere Fernwürfe sowie einen
Strafwurf. Neptun blieb bis zum 4:4
in der 12. Minute auf Tuchfühlung.
Danach folgte eine Phase, in der die
Angriffe der Oberländer meist erfolglos blieben. In zehn Minuten trafen die Gäste nur ein einziges Mal
und gerieten 5:11 in Rückstand.
Nach der Pause konnte Neptun den
Rückstand bis auf 15:17 (41.) verringern. Oberlosa schien nervös, leistete sich einige Fehlabspiele und Fehlwürfe. Neptun schöpfte Hoffnung,
das Spiel noch drehen zu können.
Aber es gelang abermals nicht alles
bei den Gästen. Beim 17:19 eine Viertelstunde vor Schluss war der Geg-
ner letztmalig in Reichweite. Die
nach Verlustpunkten mit Neptun
gleichstehenden Oberlosaer müssen
nun auf Markneukirchener Schützenhilfe im Spiel gegen Mylau/Reichenbach am Samstag hoffen. Ein
Sieg brächte Mylau ziemlich sicher
den Meistertitel. Gewinnt Neptun,
gibt es am Ende wahrscheinlich drei
punktgleiche Mannschaften. Dann
entscheiden die Spiele gegeneinander. (jowe)
MARKNEUKIRCHEN: Krüger, Riedel – Below
(4/1), Lauterbach (2/1), Müller, Pöhlmann (4),
Roth, Schmidt, Uebel, Wieland (4), Wunderlich (3).
SV Oberlosa IV - TSV Oelsnitz II
28:27 (14:14). Eine hohe Fehlerquote vor allem im Angriff war entscheidend für die TSV-Niederlage.
OELSNITZ: Tschöpe – Lasch (5), Stäglich (3),
Scherbaum (2), Koffent (5), Strobel (4), S. Heyne (1), Görnitz (6), B. Schmidt (1). (sveli)
Nachwuchs: In der Sachsenliga der
männlichen Jugend C empfing die
NSG Oelsnitz/Oberlosa (11. Platz)
den Tabellendritten HC Glauchau/
Meerane. Zwar konnten die Vogtländer den Rückstand zwischenzeitlich
bei sechs Toren halten, aber am Ende
setzte sich die Kombination aus
Glauchau und Meerane noch deutlich ab. Sie gewann 40:25. In der
Bezirksliga der weiblichen Jugend B
war die NSG Oelsnitz/Oberlosa
beim Burgstädter HC zu Gast. Beide
Teams hatten bisher nur zwei Pluspunkte zu Buche stehen. Der Vergleich zweier gleichwertiger Gegner
endete folgerichtig 19:19. Im Bezirkspokalwettbewerb der männlichen Jugend B war die NSG Oelsnitz/
Oberlosa im Halbfinale beim HC
Glauchau/Meerane zu Gast. Die
Gastgeber behielten 26:24 die Oberhand und ziehen somit ins Pokalfinale ein. In der Bezirkspokalrunde
der männlichen Jugend D musste
die NSG Oelsnitz/Oberlosa im Vogtlandderby beim HC Einheit Plauen
antreten. Nach einem spannenden
Spiel auf Augenhöhe konnte Oelsnitz/Oberlosa das Spiel 18:16 für
sich entscheiden. (khfr)
16 Freie Presse
LOKALSPORT
Rekordfeld bei „Schach-Vater“
Pokalturnier
Ehrenmitglied
Fußball
1: 1
0:17
3: 0
2: 1
0: 1
11:0
3: 0
Mit 182 jungen Ringern aus 24 Vereinen, darunter neun vom AV Germa-
nia Markneukirchen, hat der KSV
Pausa am Samstag einen Teilnehmerrekord bei seinem 24. Pokalturnier verzeichnet. Nach siebeneinhalb Stunden und 300 Kämpfen
waren alle Sieger und Platzierten
ermittelt. Der RV Thalheim entführte mit insgesamt 91 Punkten
den Pokal ins Erzgebirge. Gastgeber
KSV Pausa kam mit 61 Punkten auf
Rang 2, gefolgt vom AC Werdau, der
es auf 37 Zähler brachte. Von den
Markneukirchenern kamen bei den
D-Jugendlichen Johannes Adler (im
Foto im roten Trikot gegen den
Lugauer Nils Brendel) und Jason
Woldert im für sie ungewohnten
griechisch-römischen Stil auf Rang
5, wobei Johannes Adler 14 Konkurrenten in seiner Kategorie hatte. Bei
den E-Jugendlichen wurde Freistil
gerungen, was den Markneukirchenern traditionell besser liegt.
Joseline Kummer stand am Ende
des Turnieres auf dem Bronzerang,
Raik Woldert erreichte unter elf
Teilnehmern seiner Gewichtsklasse
den sechsten Platz. (rjö)
Sp Tore
P
1. VfB Auerbach
17 126:20 45
2. Lengenfeld
17
55:15 40
3. Rodewisch
16
41:16 34
4. Kottengrün
16
58:31 31
5. Schreiersgrün
16
51:31 29
6. Neustadt
16
47:34 29
7. Werda
17
31:31 22
8. Irfersgrün
17
32:35 22
9. Syrau
16
26:29 19
10. Schöneck
17
25:68 16
11. Oelsnitz/Theuma
17
35:54 15
12. Stahlbau Plauen
17
28:57 14
13. Wernesgrün
16
16:71 6
14. Grünbach-Falk.
17
20:99 6
2. Kreisklasse Männer Staffel 2
Wacker Plauen
- Coschütz
3:0
Unterlosa
- Straßberg
4:4
Netzschkau
- Concordia Plauen
0:3
Neumark
- Lauterbach
1:0
Bobenneukirchen - Weischlitz
0:2
Reumtengrün
- Heinsdorfergrund 4:0
Wernitzgrün
- Adorf
verlegt
Sp
1. Wacker Plauen
17
2. Concordia Plauen
16
3. Neumark
16
4. Netzschkau
16
5. Adorf
15
6. Coschütz
17
7. Weischlitz
17
8. Straßberg
17
9. Reumtengrün
17
10. Lauterbach
17
11. Heinsdorfergrund
16
12. Unterlosa
16
13. Wernitzgrün
15
14. Bobenneukirchen
16
2. Kreisklasse Männer Staffel 3
Reichenb. FC III
- Ellefeld
Reichenb. FC III
- Rempesgrün
Pfaffengrün
- Ellefeld
Brunn
- Bergen
Rotschau
- Wildenau
Muldenhammer - Rebesgrün
Tore
58:28
55:23
43:31
36:25
36:24
39:37
45:39
57:34
36:33
32:38
35:47
48:39
18:59
12:93
Urteil 2:0
abg.
2:1
6:2
7:4
6:4
Sp Tore
1. Reichenbacher FC III 14
61:17
2. Rotschau
13
47:20
3. Brunn
13
52:25
4. Wildenau
14
47:28
5. Muldenhammer
14
32:35
6. Ellefeld
15
39:39
7. Bergen
14
41:35
8. Rebesgrün
14
25:33
9. Pfaffengrün
14
37:49
10. Weißensand
14
26:36
11. Eintr. Auerbach
13
13:32
12. Rempesgrün
12
8:79
2. Kreisklasse Männer Staffel 4
Kürbitz
- Leubnitz
Erlbach
- Lok Plauen
Großfriesen
- Ranch Plauen
Eichigt
- Jößnitz
1. Mühltroff
2. Erlbach
3. Großfriesen
4. Leubnitz
5. Tirpersdorf
6. Lok Plauen
7. Kürbitz
8. Jößnitz
9. Ranch Plauen
10. Eichigt
11. Plauen Nord
Sp
13
13
13
14
13
12
12
14
14
13
11
P
36
32
32
31
30
30
29
26
26
20
15
14
7
4
Tore
75:10
53:24
53:27
33:24
37:30
33:30
28:32
26:57
23:54
12:53
13:45
P
35
34
30
24
22
21
18
16
15
12
11
0
3:3
1:1
8:1
2:3
P
34
31
29
26
18
16
15
12
8
7
5
Kreispokal A-Junioren
Bad Elster/Adorf - Neumark/Irf.
verlegt
Stahlbau Plauen - Pausa/Mühltroff
3:1
Post Plauen
- Rodewisch
1:3
1. Rodewisch
2. Stahlbau Plauen
3. Neumark/Irfersgrün
4. Post Plauen
5. Pausa/Mühltroff
6. Bad Elster/Adorf
Sp
7
7
6
7
7
6
Tore
27:7
26:11
18:16
18:21
8:26
7:23
P
17
16
10
7
5
1
B-Junioren Meisterrunde
Syrau/Jößnitz
- Muldenhammer
5:0
Elsterb./VFC Rei. - Oelsnitz
0:2
Heinsdorfergrund - Pfaffengrün
6:1
Reichenb. FC/Schö.- Erlb./B. Bra./B. Els. 0:5
Grünb.-Falkenst. - Fortuna Plauen verlegt
C-Junioren Meisterrunde
Bad Bramb./Adorf - Zobes/Rupperts.
5:3
Grünb.-Fal./Rebes. - Lengenfeld
0:3
Klingenthal
- Wacker Plauen
3:2
Ranch Pl./Weischl. - Fortuna Pl./Großfr. 0:1
Rempesgrün
- Mühltroff/Pausa
5:2
C-Junioren Platzierungsrunde
Wern./Stüt./Hund. - Treuen/Lengenfeld 0:5
Limbach
- Bru./Elle./Auerb. II 2:4
Jößnitz
- Concordia Plauen
3:1
Morgenröthe-R. - Lok Plauen
1:6
Handball
2. Bezirksklasse Männer
Klingenthal
- HSC Chemnitz
1. Weißenborn II
491:404
2. HSC Chemnitz
562:431
3. Hoh.-E./Oberl./Grü. 500:398
4. Thalheim
433:402
5. Einheit Plauen III
414:366
6. Claußnitz
435:362
7. Rittersgrün
389:402
8. Klingenthal
375:459
9. USG Chemnitz II
384:475
10. Annaberg-Buchh. II 368:462
12. Fraureuth II
371:437
11. Crottendorf
431:555
21:29
29: 5
28: 8
25: 9
24:10
22:12
21:13
18:16
12:24
9:25
8:26
5:29
5:29
Volleyball
Bezirksklasse Männer
Hartenstein-Zscho. - Göltzschtal
Hartenstein-Zscho. - VSV Reichenbach
Glauchau/Niederl. - Oelsnitz II
Glauchau/Niederl. - Crimmitschau
Wildenfels
- St. Egidien II
Wildenfels
- Oberreichenbach
1. Göltzschtal
15 44:13
2. Crimmitschau
14 41:11
3. Hartenstein-Zschock. 15 36:23
4. Oberreichenbach
14 33:21
5. Wildenfels
15 27:31
6. Glauchau-Niederl.
15 24:32
7. VSV Reichenbach
14 19:30
8. St. Egidien II
15 14:37
9. Oelsnitz II
15
5:45
1: 3
3: 0
3: 0
1: 3
3: 2
3: 2
40
38
31
27
21
17
14
10
0
FOTO: OLIVER ORGS
Eichigt plant die Ehe mit Triebel
te sich nach dem 0:7-Vorwochendebakel in Treuen erneut außer Rand
und Band – 1:5 gegen Rebesgrün. Ein
Heimsieg steht weiterhin aus. Rempesgrün geriet beim RFC II 0:5 unter
die Räder, trotz über einstündiger
personeller Überzahl. Beim Schlusslicht Weißensand sah es zumindest
eine Stunde lang nach wenigstens
einem Zähler aus. Dann machte
Morgenröthe-Rautenkranz Nägel
mit Köpfen und bog souverän auf
die Siegerstraße (2:4) ein.
Das Spitzentrio der Staffel 2 der Fußball-Kreisliga
hat am 17. Spieltag keinen
Sieg einfahren können. Im
Aufwind segelt dagegen
der SSV Tirpersdorf.
VON MIRKO MODES
UND OLAF MEINHARDT
OELSNITZ/KLINGENTHAL — Reichte es
für Mühltroff und Jößnitz immerhin noch zu einem Punktgewinn,
kassierte Lok Plauen in Erlbach eine
deftige 0:4-Pleite. Doch auch die beiden Remis dürften sich für die favorisierten Teams wie Niederlagen anfühlen, waren es doch Punktverluste bei in Abstiegsgefahr schwebenden Vereinen. Spitzenreiter VfB
Mühltroff setzte in Klingenthal wiederum erfolgreich auf seine Defensive. Was fehlte, war der Torerfolg für
den nun mit sechs Punkten Vorsprung führenden VfB.
Der Dritte Jößnitz erlebte beim
abgeschlagenen Schlusslicht Eichigt zwei Minuten vor dem Spielende das böse Erwachen, als Penzel
für die Gastgeber das 2:2 sicher stellte. Unterdessen zeichnet sich im
oberen Vogtland der Zusammenschluss zweier Verein ab. Nach dem
Mitgliedern des SV Triebel haben
nun auch die des SV Eintracht
Eichigt dem Zusammengehen zugestimmt. Das Beispiel des FC Grünbach und der SpVgg Falkenstein, die
im vorigen Jahr einen neuen Verein
bildeten, macht also weiter Schule.
Der SSV Tirpersdorf befindet sich
nach den in der Winterpause wegen
fehlender Schiedsrichter abgezogenen sechs Punkten weiter auf dem
Vormarsch. Mit dem 3:1 über Oels-
Eine 2:2 rettete Schlusslicht Eintracht Eichigt gegen den favorisierten Vogtlandklasse-Absteiger SG Jößnitz. In dieser Szene kommt der Eichigter Torhüter Rico Müller (links) vor dem Jößnitzer Christian Arndt (rechts) an den Ball,
in der Bildmitte Mike Hänel. Das Spiel begann mit einer Gedenkminute für
den vor wenigen Tagen verstorbenen ehemaligen Eichigter Vereinschef und
Fußballfunktionär Oswald Breitenfelder, dessen Namen der Sportplatz trägt.
Zu seiner Ehren trugen die Eintracht-Kicker Trauerflor. FOTO: MARTIN SÜNDERHAUF
nitz II überholte er den 1. FC Ranch
Plauen in der Tabelle. Die Rancher
kamen beim 1:1 in Großfriesen zum
ersten Punktgewinn 2015. Neben
Merkur Oelsnitz II darf sich auch der
SV Triebel als Verlierer des Spieltages bezeichnen. Im Kellerduell bei
Plauen Nord setzte es eine 0:1-Niederlage.
In der Staffel 1 stolperte der
Tabellenzweite Treuen nach vier
Siegen in Folge beim 0:0 bei Eintracht Auerbach. Darüber freute
sich der Spitzenreiter Ellefeld, der
seinen Vorsprung auf fünf Punkte
ausbaute. Nichts zu bestellen hatte
das Schlussquartett. Pfaffengrün bekam in der Auseinandersetzung mit
dem Tabellenführer Ellefeld vor allem Philipp Schöniger nicht in den
Griff, der beim 3:0 alle Tore schoss.
Der SV Muldenhammer präsentier-
STATISTIK Kreisliga-Staffel 1: Kürbitz –
Leubnitz 0:0. SR: Hörning (Reichenbacher
FC); Zuschauer: 80; Reserven: 3:3.
Klingenthal – Mühltroff 0:0. SR: D. Pilz (Erlbach); Zuschauer: 20.
Erlbach – Lok Plauen 4:0 (1:0). Tore: 1:0 Naponiello (20., Eigentor), 2:0 Teschauer (64.),
3:0, 4:0 Scharschmidt (66., 71.); SR: Sonnemann (Muldenhammer); Zuschauer: 50;
Reserven: 1:1.
Großfriesen – Ranch Plauen 1:1 (1:1). Tore:
0:1 Luckner (16.), 1:1 Rödel (42., Elfmeter);
SR: Joram (Eichigt); Zuschauer: 74; Reserven:
8:1. (jöho)
Eichigt – Jößnitz 2:2 (0:1). Tore: 0:1 Stumpe
(19.), 1:1 Wunderlich (52.), 1:2 Schneider (77.),
2:2 Penzel (88.); SR: Trommer (Grünbach); Zuschauer: 30; Reserven: 2:3.
Plauen Nord – Triebel 1:0 (1:0). Tor: 1:0 Bier
(26.); SR: Grimm (Elsterberg); Zuschauer: 25.
Tirpersdorf – Oelsnitz II 3:1 (1:0). Tore: 1:0
Lassek (22.), 2:0 St. Vogel (72.), 3:0 Lassek
(75.), 3:1 S. Hirsch (88., Elfmeter); SR: M. Jahn
(Kürbitz); Zuschauer: 40.
Staffel 2: Weißensand – MorgenrötheRautenkranz 2:4 (0:1). Tore: 0:1 Langhammer (37.), 1:1 Behlau (55.), 1:2 Möckel (68.), 1:3
M.Stehl (70.), 1:4 Langhammer (80.), 2:4
Gruschwitz (88.). SR: Bienert (VFC Reichenbach). Zuschauer: 55.
Muldenhammer – Rebesgrün 1:5 (1:3). Tore: 0:1, 0:2 Groß (5., 17.), 1:2 Linewski (20.), 1:3
Bietau (26.), 1:4 Groß (72.), 1:5 Seidel (84.). SR:
R. Gutjahr (Lengenfeld). Zuschauer: 60. (iter)
Sissy Belter begeistert
Eindrucksvolle Siege
gelangen den Boxern des
VSV Eintracht Klingenthal
beim 6. Turnier der SG
Neuwelt um den Erzgebirgspokal.
SCHWARZENBERG — Martin Hermann
und Sissy Belter vertraten den Klingenthaler Verein in Schwarzenberg.
Bei den Jugendlichen bekam es Martin Hermann in der Klasse bis 64 Kilogramm mit dem Einheimischen
Oliver Friedrich zu tun. Der Klingenthaler begann sehr überlegt. Aus
einer geschlossenen Deckung setzte
er den Schwarzenberger ständig
unter Druck. Schön vorgetragene
Schlagkombinationen fanden ihr
Ziel. In allen drei Runden war der
Obervogtländer der aktivere Boxer
und gewann seinen Kampf einstimmig nach Punkten.
Sissy Belter hatte in der FrauenKlasse bis 64 Kilogramm Lisa-Marika Molnar vom österreichischen
Boxclub Klagenfurt als Gegnerin.
Molnar war zwar fast einen Kopf
größer und brachte auch ein paar
Kilo mehr auf die Waage, aber davon
ließ sich die Klingenthaler Box-Lady
nicht aus der Ruhe bringen. Der
Kampf hatte noch nicht richtig
angefangen, da traf eine präzise
Führhand ihre Gegnerin. Die wiederum wollte mit ständigem Vorwärtsgang beeindrucken. Geschickt hielt
die Klingenthalerin ihre Deckung
geschlossen und feuerte daraus herrliche Kombinationen ab. Es entwickelte sich über vier Runden ein
sehenswerter Boxkampf, was vom
fachkundigen
Publikum
mit
Applaus auf offener Szene belohnt
wurde. Am Ende gewann Sissy Belter, weil sie auf jede Aktion der
Österreicherin eine bessere Antwort
parat hatte. Für ihren furiosen Ringauftritt erhielt sie den Pokal für die
beste Leistung des Boxabends überreicht. (tfu)
im Sportverein
Bösenbrunn
Gerhard Benkert für
seine Verdienste in halbem
Jahrhundert geehrt
VON RONNY HAGER
BÖSENBRUNN — Der Sportverein Bö-
senbrunn hat Gerhard Benkert für
seine Verdienste um den Schachsport in Bösenbrunn zum Ehrenmitglied ernannt. Benkert ist seit 1962
Mitglied des heute 61 Mitglieder
zählenden Vereins. 1966 übernahm
er „vorübergehend“ die Leitung der
damaligen Sektion Schach – das
„vorübergehend“ hält inzwischen
49 Jahre an. Mit der Auszeichnung –
die Ehrenmitgliedschaft vergab der
Verein zum fünften Mal – wird vor
allem Gerhard Benkerts großer Einsatz für die Erhaltung des Schachsports in Bösenbrunn gewürdigt.
Die Mannschaft
hatte sich mit Platz
5 in der 1. Bezirksklasse vor zwei Jahren wegen Personalmangels aus dem aktiven Spielbetrieb zurückgezogen. Benkert und
Jens Schmidt spielen seither für den
VfB Adorf, Martin Reichardt für den
SK König Plauen. Als Schlussakt
unter 52 Jahre Schachsport in Bösenbrunn organisiert Benkert dieses
Jahr einen Vergleichskampf gegen
den ASV Rehau – zugleich das silberne Jubiläum der jährlichen Treffen,
die 1989/90 aus der Taufe gehoben
wurden. Zuvor feiert Benkert am
Karfreitag seinen 75. Geburtstag.
Nach der Ehrung des Schach-Abteilungsleiters hatten die 38 zur Jahreshauptversammlung anwesenden
Mitglieder über ein wichtiges Thema zu befinden: Es ging darum, ob
der Verein aus finanziellen Gründen
zum Jahresende die Mitgliedschaft
im Landessportbund Sachsen aufkündigt. In der ausführlichen Debatte stellten auch die Geschäftsführerin des Kreissportbundes, Gabriele
Weidhase, und Bösenbrunns Bürgermeister Jürgen Reichelt (parteilos),
ihren Standpunkt dazu vor. Die Mitglieder entschieden schließlich mit
großer Mehrheit, über den Austritt
aus dem Landessportbund nicht abzustimmen und sich zunächst weiter und tiefgründiger zu informieren. Der Verein hat keinen aktiven
Sportbetrieb, aber mehrere Untergruppen mit regelmäßigen Treffen.
Daneben kümmert er sich um das
gesellschaftlichen Leben im Dorf.
FOTO: HARALD SULSKI/ARCHIV
SPORT IN ZAHLEN
2. Kreisklasse Männer Staffel 1
Syrau
- Stahlbau Plauen
Wernesgrün
- VfB Auerbach
Kottengrün
- Werda
Oelsnitz/Theuma - Schreiersgrün
Schöneck
- Rodewisch
Lengenfeld
- Grünbach-Falk.
Irfersgrün
- Neustadt
Dienstag, 24. März 2015
FRAUENFUSSBALL
Erlbach dem Titel
einen Schritt näher
OELSNITZ/KLINGENTHAL — Der BC Erl-
bach hat am Sonntag mit einem 5:2
gegen Schlusslicht Eintracht Eichigt
einen weiteren Schritt Richtung
Meistertitel in der Frauen-Vogtlandklasse gemacht. Stengel (2), Jakob,
Wolfram-Schmalfuß und Riedel trafen für Erlbach, Fellendorf und Berthold für Eichigt. Die SpG Taltitz/Leubnitz hat beim Vorletzten
SG Rotschau 7:0 gesiegt und Platz 3
verteidigt. Es trafen Lorenz (3), Buggel (2), Oertel sowie eine Rotschauerin ins eigene Tor. Merkur Oelsnitz
kam beim VfB Großfriesen durch
ein Tor von Neumann zum 1:1. (tgf)
KURZ GEMELDET
Wandern: Osterhasentour
OELSNITZ — Die Oelsnitzer Wander-
Sissy Belter.
FOTO: HARALD SULSKI
sperken gehen am Samstag auf
Osterhasentour. Zwischen Oelsnitz
und dem Röhrholz wird der Osterhase die Teilnehmer begrüßen und beschenken. Treffpunkt für die kürzere Strecke ist 8.30 Uhr am Heppeplatz und 8.45 Uhr an der Textima,
für die längeren Strecken 9 Uhr am
Schützenhaus. (ngh)
SPORT
Dienstag, 24. März 2015
NACHRICHTEN
EISKUNSTLAUF-WM
Letzter Auftritt von
Zhiganschina/Gazsi
SHANGHAI/CHEMNITZ — Bei der Eis-
kunstlauf-WM, die von morgen bis
Sonntag in Shanghai (China) stattfindet, bestreiten die Eistänzer Nelli
Zhiganschina und Alexander Gazsi
ihren letzten gemeinsamen Wettkampf. Seit zehn Jahren laufen die
Moskauerin und der Chemnitzer zusammen, schafften es dabei unter
die Top Ten der Welt. „Wir wollen
noch einmal unser Bestes geben und
einen gelungenen Abschluss erreichen“, meinte der 30-Jährige, der mit
seiner Partnerin u. a. sechs nationale
Titel gewann. Die WM beginnt morgen mit dem Kurztanz (9.30 MEZ).
Zum deutschen Team gehören weiterhin Nicole Schott (Oberstdorf),
Peter Liebers (Berlin) sowie das Paar
Mari Vartmann/Aaron van Cleave
(alle Berlin). Chemnitz ist dieses Mal
auf Seiten der Trainer vertreten: Robin Szolkowy unterstützt das russische Team, Ingo Steuer das amerikanische. (mm)
ZEITPLAN (MEZ): Mittwoch: 1.30 Uhr: Kurztanz (Eistanz), 10 Uhr: Kurzprogramm (Paare);
Donnerstag: 2.30: Kurzprogramm (Damen); 11
Uhr: Kür (Paare); Freitag: 8.30: Kür (Eistanz);
8.15: Kurzprogramm (Herren); Sonnabend:
8.30: Kür (D); 9.45: Kür (H).
Fernsehen: Übertragungen bei Eurosport
HANDBALL
Marienbergerinnen
mit 15. Saisonsieg
HAMELN — Die Handballerinnen des
HSV Marienberg feierten trotz eines
Fehlstarts ihren 15. Saisonsieg in der
3. Liga Ost. Sie gewannen in Hameln
gegen den MTV Rohrsen mit 31:20
(17:13) und festigten damit den
zweiten Tabellenplatz. Beim abstiegsbedrohten Kontrahenten lief
es für die Erzgebirgerinnen zunächst alles andere als optimal.
Doch nach dem frühen 1:5-Rückstand hatten sie zur Pause dann alles
im Griff. In der zweiten Halbzeit
schraubten die Gäste das Ergebnis in
die Höhe. Angesichts des souveränen Erfolges ließ Trainer Robert
Flämmich den Blick schon mal nach
vorn schweifen. „Erst einmal Bronze
absichern, dann Silber ins Visier
nehmen“, lautet seine Zielvorgabe
für die letzten vier Partien. (anr)
SKI ALPIN
HANDBALL
Weltcup
Champions League
in Méribel/Frankreich:
Damen, Slalom: 1. Shiffrin (USA) 1:34,08
min; 2. Hansdotter (Schweden) 1:34,13; 3.
Zuzulova (Slowakei) 1:34,48; 4. Maze (Slowenien) 1:34,55; 5. Strachova (Tschechien)
1:35,01; 6. Noens (Frankreich) 1:35,05; 13.
Dürr (Germering) 1:35,81.
Riesenslalom: 1. Fenninger 2:26,91; 2. Brem
(beide Österreich) 2:27,29; 3. Maze 2:27,37;
4. Hector (Schweden) 2:28,46; 5. Vonn (USA)
2:28,54; 6. Fanchini (Italien) 2:28,61. Weltcup-Endstand: 1. Fenninger 1553 Pkt.; 2.
Maze 1531; 3. Vonn 1087; 4. Shiffrin 1036;
5. Hosp (Österreich) 684; 6. Hansdotter 679;
11. Rebensburg (Kreuth) 573.
Herren, Riesenslalom: 1. Kristoffersen (Norwegen) 2:17,36; 2. Dopfer (Garmisch)
2:18,15; 3. Fanara (Frankreich) 2:18,33; 4.
Hirscher (Österreich) 2:18,54; 5. Jeandet
(Frankreich) 2:18,62; 6. Ligety (USA)
2:18,69; Neureuther (Partenkirchen) ausgeschieden.
Slalom: 1. Hirscher (Österreich) 1:33,53; 2.
Razzoli (Italien) 1:34,36; 3. Choroschilow
(Russland) 1:34,62; 4. Pinturault (Frankreich)
1:34,64; 5. Myhrer (Schweden) 1:34,70; 6.
Gross (Italien) 1:34,72; 10. Dopfer (Garmisch) 1:35,42; 12. Neureuther 1:35,62.
Weltcup-Endstand: 1. Hirscher 1448 Pkt.; 2.
Jansrud (Norwegen) 1288; 3. Pinturault
1006; 4. Neureuther 838; 5. Dopfer 797; 6.
Reichelt (Österreich) 760.
Männer:
Achtelfinale, Rückspiele: Hinspiel: *KS Vive
Kielce - Montpellier AHB 31:33 (14:15)
29:25, *MKB Veszprem - Naturhouse Logroño
37:31 (18:15) 31:23, *Vardar Skopje - Wisla
Plock 31:20 (14:10) 26:32, KIF Kolding *Croatia Zagreb 23:21 (11:9) 17:22, *Pick
Szeged - Rhein-Neckar Löwen 31:29 (16:13)
34:30, *Paris St. Germain - Dünkirchen HB
23:22 (15:15) 23:21, *FC Barcelona - Aalborg
HB 29:22 (14:9) 31:11, *THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt 33:28 (16:10) 30:21.
* im Viertelfinale
BASKETBALL
2. Bundesliga Pro A
Herren, 29. Spieltag: Cuxhaven BasCats Erdgas Ehingen 87:85 (42:42), BIG Gotha - FC
Baunach 60:73 (28:29), Würzburg Baskets Nürnberger BC 76:67 (30:40), SC Rasta Vechta - Science City Jena 60:69 (33:34), Gießen Paderborn Baskets 78:65 (43:28), Giants Leverkusen - ETB Baskets Essen 70:66 (28:28,)
Hamburg Towers - VfL Kirchheim 75:65
(35:31), USC Heidelberg - BV Chemnitz 89:83
(42:39).
1. Würzburg Baskets 29 2452: 2019 54
2. Gießen
29 2192:2010 42
3. Nürnberger BC
29 2446:2135 42
4. BIG Gotha
29 2128:1980 34
5. Science City Jena 29 2416:2296 34
6. USC Heidelberg
29 2246:2304 32
7. Hamburg
29 2199:2269 30
8. ETB Essen
29 2136:2091 30
9. FC Baunach
29 2324:2270 26
10. SC Rasta Vechta
29 2107:2203 24
11. VfL Kirchheim
29 2311:2417 24
12. Leverkusen
29 2070:2179 20
13. Paderborn
29 2033:2184 20
14. BV Chemnitz
29 2159:2315 20
15. Cuxhaven
29 2055:2387 20
16. Ehingen
29 2095:2310 12
2. Regionalliga
Männer: Regnitztal - BBC Coburg 90:97
(48:39), Rattelsdorf - Jena II 93:84 (47:41),
Rockets Gotha II - BC Zwickau 93:89 (39:44),
BV Chemnitz II - Stauf 101:60 (43:20), TG
Würzburg II - Bamberg 75:68 (42:32), Dresden Titans II - Leipzig Eagles 112:60 (60:32).
Oberliga
Männer: SVA Leipzig - Plauen 61:84.
Frauen: Abschlusstabelle:
1. BC Zwickau
14 1051: 667
2. Leipzig Lakers
14 1054: 609
3. ChemCats II
14 765: 803
4. ChemCats III
14 803: 867
5. BBV Leipzig Eagles 14 817: 911
6. BC Dresden
14 660: 842
7. Ladybaskets Jena II 14 657: 751
8. USV TU Dresden II
14 589: 946
26
24
17
14
12
10
4
1
Landesliga
FUSSBALL
Auer Frauenelf
verliert in Jena
JENA — Die Frauenelf des FC Erzge-
birge Aue verlor in der Fußball-Regionalliga bei der zweiten Mannschaft
des Erstligisten USV Jena mit 1:4
(1:3). Der Kontrahent, der mit diesem Erfolg wieder die Tabellenspitze
eroberte, visiert mit Vehemenz die
Rückkehr in die 2. Liga an. „Jena war
uns vor allem in der ersten Halbzeit
in allen Belangen überlegen. Nach
der Pause konnten wir dann etwas
besser dagegen halten, aber die Niederlage geht völlig in Ordnung“, berichtete FCE-Trainerin Sandra
Eckelmann. Nach 20 torlosen Minuten fielen dann zwischen der 28. und
39. Minute drei Treffer, sodass schon
zur Pause die Vorentscheidung gefallen war. An dieser Konstellation
änderte auch das Tor von Juliane
Zimmermann (44.), deren Flanke abgefälscht wurde, nichts. (mm)
AUE: Nestler - Buchmann, Graf, Fink - Martin,
Zimmermann - Stiehl (64. Dehne), Zamzow,
Auerswald - Eifler (88. Rot), Rösch (84. Anger)
RADSPORT
Männer: Leipzig Lakers - Sörnewitz 77:56, BC
Dresden III - HSG Mittweida 84:59.
Frauen: Abschlusstabelle:
1. BC Dresden II
12 854: 458 22
2. TSG Markkleeberg 12 795: 458 20
3. USV TU Dresden III 12 741: 584 16
4. Leipzig Lakers
12 555: 593 10
5. ATSV Freiberg
12 524: 586 8
6. HSG Turbine Zittau 12 530: 626 6
7. Plauen Homesquad 12 228: 922 2.
Bezirksliga
Männer: SG Meerane - TSV Dittersbach69:60,
SSV Lichtenstein - Limbach 57:79, Zwickau Lok Chemnitz 63:67, SSV Chemnitz - ATSV
Freiberg 48:67, Limbach - SG Meerane 88:75.
Rollstuhlbasketball
Bundesliga: Playoffs: Oettinger RSB - Zwickau 80:45, RSV Lahn-Dill - Hamburg 76:54.
Einzel: 1. Porte 198 Punkte; 2. Dennis (beide
Australien) 114; 3. Quintana (Kolumbien)
106; 4. Degenkolb (Erfurt) 102; 5. Kwiatkowski (Polen) 89; 6. Kristoff (Norwegen) 87.
Mannschaft: 1. Team Sky (Großbritannien)
290; 2. Movistar Team (Spanien) 206; 3. BMC
Racing Team (USA) 199.
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KONTAKTE
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Männer, 26./27. Spieltag: Hannover-Burgdorf - Erlangen 35:33 (19:18), N-Lübbecke Friesenheim 24:26 (12:13), Wetzlar - SC Magdeburg 31:31 (18:17), Gummersbach - Minden 27:32 (13:15), Göppingen - BalingenWeilstetten 32:28 (18:14).
1. THW Kiel
827:641 48: 6
2. Rhein-Neckar Löwen 777:625 46: 6
3. SC Magdeburg
813:731 40:14
4. SG Flensburg-H.
749:638 39:13
5. Frisch Auf Göppingen 737:728 32:22
6. MT Melsungen
772:722 29:23
7. Füchse Berlin
706:713 28:24
8. VfL Gummersbach
761:774 27:29
9. HSV Hamburg
742:732 26:28
10. HSG Wetzlar
716:714 25:29
11. TSV Hannover-B.
783:802 25:31
12. HBW Balingen-W.
666:728 24:30
13. Bergischer HC
727:784 23:31
14. TuS N-Lübbecke
739:768 20:34
15. TSG Friesenheim
680:782 19:35
16. TBV Lemgo
772:787 18:36
17. GWD Minden
709:769 18:36
18. HC Erlangen
682:770 16:40
19. SG BBM Bietigheim
688:838 9:45
2. Bundesliga
Männer, 29. Spieltag: Baunatal - HSC Coburg
24:24 (13:15), Hamm-Westfalen - Großwallstadt 23:23 (11:14), Dormagen - Emsdetten
25:31 (14:15), Bad Schwartau - Essen 26:26
(11:16), Eisenach - Hüttenberg 37:30
(19:13), Saarlouis - Aue 24:25 (11:12), Rimpar - Neuhausen/E. 25:21 (9:10), Eintracht
Hildesheim - Henstedt-Ulzburg 26:30 (16:11),
Nordhorn-Lingen - Bittenfeld 30:30 (13:16),
Rostock - DHfK Leipzig 27:28 (14:14).
1. DHfK Leipzig
814:679 49: 7
2. TV Bittenfeld
831:718 43:15
3. DJK Rimpar
727:674 41:17
4. ThSV Eisenach
878: 772 40:18
5. ASV Hamm-Westfalen 862: 804 38:20
6. TV Großwallstadt
757:709 37:21
7. HSC Coburg
792:748 37:21
8. HSG Nordhorn-Lingen 748:711 37:21
9. EHV Aue
755:727 32:26
10. VfL Bad Schwartau
755:738 30:28
11. TV Emsdetten
797:794 29:27
12. TV Neuhausen/Erms 764:731 26:32
13. SV Henstedt-Ulzburg 763:810 23:35
14. HC Empor Rostock
753:805 22:34
15. HG Saarlouis
768:832 21:37
16. TuSEM Essen
699:756 20:38
17. Bayer Dormagen
736:823 19:39
18. Eintracht Hildesheim 734:824 14:44
19. TV Hüttenberg
684:756 12:44
20. Eintracht Baunatal
666:872 6:52
3. Handball-Liga Ost
Frauen, 22. Spieltag: HSG Blomberg-Lippe II
- SG Kirchhof 29:27 (14:12), HSV MindenNord - SC Bad Salzuflen 33:28 (17:15), MTV
Rohrsen - HSV Marienberg 20:31 (13:17),
HSG Hannover-West - HaSpo Bayreuth 27:24
(14:9), HSG Osterode-Harz - HC Salzland
25:25 (14:12), Germania Fritzlar - HSG Union
Halle 34:16 (19:12).
1. SG Kirchhof
644:498 38: 6
2. HSV Marienberg
629:521 33:11
3. Germania Fritzlar
570:461 32:12
4. HC Salzland
556:516 28:16
5. HSG Blomberg-Lippe II 601:575 23:19
6. HaSpo Bayreuth
543:556 23:21
7. HC Leipzig II
616:611 19:25
8. HSG Hannover-West
621:629 19:25
9. HSG Osterode-Harz
573:635 19:25
10. SC Bad Salzuflen
541:607 18:26
11. HSG Union Halle
505:524 17:25
12. MTV Rohrsen
513:596 13:31
13. TSV Hahlen
517:629 13:31
14. HSV Minden-Nord
569:640 11:33
Mitteldeutsche Oberliga
Männer: SV Hermsdorf - TuS Radis 30:30, GoGo Hornets - HSG Werratal 40:32, HC Glauchau/Meerane - SG Spergau 38:27, HSG Freiberg - HC Burgenland 37:38, Zwickauer HC HV RW Staßfurt 34:28, HCE Plauen - SV Oebisfelde 30:26, USV Halle - HC Aschersleben
30:22.
1. HC Glauchau/Meerane 682: 618 33: 9
2. USV Halle
687: 620 31:11
3. HC Einheit Plauen
615: 548 30:12
Sachsenliga
Männer: Cunewalde - SG LVB Leipzig II 34:29.
1. SV Plauen-Oberlosa
527: 421 30: 6
2. TSV Radeburg
502: 457 25: 9
3. LHV Hoyerswerda
544: 459 25:11
4. NHV Delitzsch
473: 415 24:10
5. SG LVB Leipzig II
504: 498 20:16
6. SV Koweg Görlitz
498: 491 19:17
7. HVH Kamenz
515: 515 18:18
8. SG Leipzig/Zwenkau 424: 439 17:19
9. HV Cunewalde
474: 522 12:24
10. HSG Neudorf/Döbeln 487: 536 12:24
11. HSV Pirna Dresden II 467: 556 6:30
12. HSV Weinböhla
466: 572 6:30
Frauen: SG HV Chemnitz II - SG Pirna/Heidenau 27:26.
1. Sachsen Zwickau II
602: 410 36: 0
2. SV Plauen-Oberlosa
526: 458 27: 9
3. HSG Neudorf/Döbeln 516: 479 25:11
4. VfL Waldheim
473: 453 22:14
5. HSG Riesa/Oschatz
486: 463 19:17
6. HC Leipzig III
418: 430 16:18
7. SV Schneeberg
421: 447 14:22
8. SG Pirna/Heidenau
507: 517 14:24
9. SV Chemie Zwickau
490: 553 13:23
10. USV TU Dresden
370: 446 12:24
11. SG HV Chemnitz II
517: 591 12:26
12. HSV Mölkau
356: 435 6:28
EISHOCKEY
TISCHTENNIS
DEL2
Regionalliga Süd
Meisterschaftsrunde: Playoff-Viertelfinale:
4. Spieltag: Starbulls Rosenheim - *Pinguins
Bremerhaven 3:4 (2:1, 1:1, 0:2) Stand: 0:4,
EV Landshut - Kassel Huskies 3:2 n. V. (1:1,
1:0, 0:1) 3:1, Dresdner Eislöwen - *Bietigheim
Steelers 3:4 n. V. (1:0, 2:0, 0:3), 0:4, Ravensburg Towerstars - *Löwen Frankfurt 2:5
(2:2,0:1,0:2) 0:4.
5. Spieltag: Kassel Huskies - *EV Landshut
2:3 n. V. (0:1, 2:0, 0:1) 1:4.
* im Halbfinale: Bietigheim, Bremerhaven,
Frankfurt, Landshut.
Herren: Schlotheim - Holzhausen 9:4,
Schwabhausen - Jena 4:9, Schlotheim - Schott
Jena 7:9, Hohenstein-E. - Regenstauf 9:3.
Damen: Lok Pirna - Leutzsch II 8:5, VfB Lengenfeld - Jena 1:8, Jena – Dresden-Mitte 8:0.
TURNEN
Challenge Cup
Turnier der Meister in Cottbus:
Männer: Boden: 1. Shirai (Japan) 16,450
Pkt.; 2. Fahrig (Halle) 15,200; 3. Deurloo
(Niederlande) 15,075. Seitpferd: 1. Wernjajew (Ukraine) 15,550; 2. Truyens (Belgien)
15,400; 3. Tommasone (Frankreich) 15,200.
Ringe: 1. Zanetti (Brasilien) 15,625; 2. Petrounias (Griechenland) 15,550; 3. Colak
(Türkei) 15,400. Sprung: 1. Shirai 15,100; 2.
Wernjajew 15,012; 3. Yamamuro (Japan)
15,000; 4. Fahrig 14,800.
Barren: 1. Wernjajew 16,250; 2. Calvo (Kolumbien) 15,725; 3. Zonderland (Niederlande) 15,650. Reck: 1. Samiloglu (Türkei) und
Brägger (Schweiz) beide 15,000; 3. Abad
(Spanien) 14,775.
Frauen: Boden: 1. Pihan-Kulesza (Polen)
14,225; 2. Munteanu (Rumänien) 13,825; 3.
Martins (Portugal) 13,475.
Sprung: 1. Tschusowitina (Usbekistan)
14,875; 2. Kysselef (Slowenien) 14,000; 3.
Belak (Slowenien) 13,950.
Schwebebalken: 1. Munteanu 14,400; 2. Janas (Halle) 13,875; 3. Perez (Spanien)
13,225.
Stufenbarren: 1. Jonna Adlerteg (Schweden)
14,675; 2. Pravdina (Aserbaidschan) 13,800;
3. Martins (Portugal) 13,475.
WASSERBALL
Verbandsliga
Bundesliga
Männer, Staffel West: Chemnitzer HC - SG
Leipzig/Zwenkau 24:29.
1. Zwönitzer HSV
564: 461 34: 2
2. EHV Aue II
610: 453 30: 6
3. Glauchau/Meerane II 539: 464 30: 6
4. SG Leipzig/Zwenkau II 519: 457 26:12
5. SV Lok Leipzig-Mitte 489: 520 18:18
6. SV Plauen-Oberlosa II 467: 435 17:19
7. HSG Rückmarsdorf
506: 505 17:19
8. HC Einheit Plauen II
511: 595 13:23
9. HSV Mölkau
486: 558 10:26
10. Chemnitzer HC
487: 536 10:28
11. HV Böhlen
473: 547 8:28
12. HC Annaberg-Buchholz 450: 570 5:31
Frauen, Staffel West: HC Glauchau/Meerane
- SG Raschau-Beierfeld 30:20, BSV LimbachOberfrohna - BSC Victoria Naunhof 19:20.
1. HSG Rückmarsdorf
484: 359 36: 0
2. SC DHfK Leipzig
484: 412 32: 4
3. TSG Schkeuditz
460: 397 24:12
4. SC Markranstädt II
488: 435 24:12
5. Leipziger SV Südwest 455: 421 21:15
6. HC Glauchau/Meerane 460: 435 19:19
7. SG Lok Wurzen
397: 442 14:22
8. Turbine Leipzig
376: 406 13:23
9. SG Raschau-Beierfeld 387: 464 11:27
10. Burgstädter HC
346: 396 10:26
11. BSV Limbach-O.
311: 389 9:27
12. BSC Victoria Naunhof 358: 450 5:31
Männer: Plauen - Krefeld 6:11, Potsdam Neustadt 21:9, Laatzen - Weiden 14:11, Wedding - Leimen 15:6, Potsdam - leimen 27:2,
Wedding - Neustadt 10:8.
1. OSC Potsdam
208: 118 21: 5
2. SV Krefeld
170: 98 21: 5
3. SVV Plauen
141: 94 19: 7
4. SC Neustadt
156: 119 18: 8
5. SC Wedding Berlin
123: 129 10:16
6. Spvg. Laatzen
113: 183 8:18
7. SV Weiden
121: 139 7:19
8. SGW Leimen/Mannheim 70: 222 0:26
Bezirksliga
Männer: TSV Mittweida - SV Schneeberg
28:30, Weißenborn - EHV Aue III 23:21.
1. SV Schneeberg
611: 495 31: 5
2. TSV Mittweida
534: 481 25:11
3. Zwönitzer HSV II
459: 424 24:10
4. Rotation Weißenborn 446: 414 18:16
5. VfB Lengenfeld
535: 509 18:16
6. HV Oederan
489: 479 18:16
7. EHV Aue III
486: 506 18:16
8. SSV Chemnitz-Rottluff 512: 511 17:17
9. Rodewisch
543: 575 15:19
10. HC Fraureuth
439: 437 14:20
11. Glauchau/Meerane III 433: 488 6:28
12. VfB Flöha
459: 627 2:32
Bezirkspokal
Halbfinale, Männer: USG Chemnitz - HC Fraureuth 29:25, Zwickauer HC II - SSV ChemnitzRottluff 25:19. Frauen: Burgstädter HC II - SG
HV Chemnitz III 23:19, Fraureuth - AnnabergBuchholz 31:21.
Bezirksklasse: Männer: Zwickauer HC II Zschopau 33:19.
ENDURO
Deutsche Meisterschaft
3. Lauf in Dahlen:
Championat: 1. Schröter (Crinitz/Husqvarna)
57:07,83 min.; 2. von Zitzewitz (Karlshof/KTM) 0:49,41 min. zurück; 3. Hübner (Penig/KTM) 1:07,52; 4. Görner (Gornau/Husqvarna) 1:32,88; 7. Beier (Krumhermersdorf/Husqvarna) 2:44,14; 9. Emmrich (Borstendorf/Husqvarna) 2:58,09; 11. Wächtler
(Herold/KTM) 3:48,70; 14. Lindner (Gelenau/Honda) 4:32,48; 15. Hänel (Börnichen/Kawasaki) 5:01,21.
Klasse E1: 1. Hübner; 2. Görner; 3. Rosse
(Schweiz/Yamaha); 4. Hänel; 8. Schubert
(Hopfgarten/KTM).
Klasse E2: 1. von Zitzewitz; 2. Beier; 3. Emmrich; 5. Wächtler.
Klasse E3: 1. Schröter; 2. Weiß; 3. Feldt; 5.
Lindner; 8. Neumann (Grießbach/TM).
Stand: Championat: 1. Schröter 247; 2. Von
Zitzewitz 235; 3. Hübner 226; 4. Beier 204;
7. Görner 197; 9. Wächtler 170; 10. Emmrich
168; 14. Lindner 142; 15. Neubert (Affalter)
136; 20. Hänel 116.
E1: 1. Hübner 75; 2. Görner 66; 3. Rosse 60;
4. Hänel 54; 7. Schubert 41.
E2: 1. von Zitzewitz 75; 2. Beier 64; 3. Meyhoff; 4. Emmrich 48; 5. Wächtler 46.
E3: 1. Schröter 75; 2. Feldt 64; 3. Weiß 62; 5.
Lindner 48.
SPORTSCHIESSEN
FUSSBALL
Bundesliga
Frauen: Wolfsburg – Sand 2:0, Frankfurt – Essen 3:1, Bayern München – Potsdam 1:0, MSV
Duisburg – Leverkusen 2:0, Freiburg – Herford
2:3, Hoffenheim – Jena 1:1.
1. VfL Wolfsburg
18 48: 3 45
2. Bayern München
18 44: 5 44
3. 1. FFC Frankfurt
18 63:15 43
4. Turbine Potsdam
18 47:22 40
5. SGS Essen
18 26:26 25
6. SC Freiburg
18 27:48 22
7. USV Jena
18 22:30 19
8. TSG Hoffenheim
18 21:31 19
9. Bayer Leverkusen
18 19:37 16
10. SC Sand
18 23:39 14
11. MSV Duisburg
18 12:46 12
12. Herforder SV
18 16:66
5
Regionalliga Nordost
Weltrangliste
Bundesliga
4. HC Burgenland
714: 674 27:15
5. HSG Freiberg
934: 854 25:17
6. SV Hermsdorf
622: 589 25:17
7. TuS Radis
642: 614 23:19
8. HV Rot-Weiß Staßfurt 680: 685 22:20
9. HSG GoGo Hornets
607: 608 21:21
10. Zwickauer HC
599: 582 18:24
11. HC Aschersleben
635: 653 17:25
12. HSG Werratal
621: 757 9:33
13. SG Spergau
632: 760 7:35
14. SV Oebisfelde
670: 778 6:36
Frauen: Thüringer HC II - HC Rödertal II
35:24, SG HV Chemnitz - BSV Magdeburg
32:28, Görlitz - SC Markranstädt 32:34.
1. SC Markranstädt
576: 458 32: 2
2. SG HV Chemnitz
426: 392 23: 9
3. Niederndodeleben
386: 371 19: 9
4. BSV Magdeburg-O.
457: 473 15:17
5. Thüringer HC II
396: 376 14:14
6. HC Burgenland
417: 416 14:16
7. SV Koweg Görlitz
444: 425 14:18
8. HC Rödertal II
451: 471 12:20
9. SC Hoyerswerda
373: 431 5:23
10. HC Neustadt-Sebnitz 278: 391 4:24
Freie Presse
Frauen: Fort. Dresden – Neubrandenburg 4:0,
Leipzig-Süd – Hohen Neuendorf 2:1, USV Jena
II – Aue 4:1, Hallescher FC – FFV Leipzig II 0:3,
Marzahn – Beelitz 2:0.
1. USV Jena II
13
36:10 30
2. Hohen Neuendorf
13
28:13 28
3. Fortuna Dresden
13
27:13 22
4. Eintr. Leipzig-Süd
13
26:27 22
5. Viktoria Berlin
12
25:11 21
6. FFV Leipzig II
13
23:18 21
7. BSC Marzahn
13
19:17 19
8. FC Erzgebirge Aue
13
18:20 13
9. Blau-Weiß Beelitz
12
13:23
9
10. Hallescher FC
13
8:27
8
11. Neubrandenburg
12
5:49
1
A-Junioren: TeBe Berlin – SSV Markranstädt
2:1, Borea Dresden – Babelsberg 1:3, Aue –
Hallescher FC 2:2, Magdeburg – Union Berlin
1:1, Halberstadt – Viktoria Berlin 1:5.
B-Junioren: Cottbus II – Frankfurt 1:0, Erfurt
– Chemnitzer FC 3:1, Dynamo Dresden – Ba-
Landesmeisterschaft
belsberg 0:0, Hertha BSC II – Leipzig II 1:2,
Aue – Hallescher FC 2:3, Eichsfeld – Union Berlin 0:6, Hansa Rostock – Viktoria Berlin 3:0.
C-Junioren: Energie Cottbus – Dynamo Dresden 2:1, Carl Zeiss Jena – RB Leipzig 0:1, Hallescher FC – Erfurt 0:1, Eichsfeld – Erzgebirge
Aue 0:1, Magdeburg – Borea Dresden 4:0.
Sachsenpokal
C-Juniorinnen, Halbfinale: Fort. Dresden –
SpG Lichtenberg/Dittmannsdorf 2:1.
Landesliga
Frauen: Fort. Dresden II – Leipziger VB 0:3,
Eintr. Leipzig-Süd II – Wacker Leipzig 0:0,
Thum-Herold – Bischofswerda 1:3, Chemnitzer
FC – Lok Dresden 3:0, Spitzkunnersdorf Dresden-Johannstadt 2:7.
1. SV Johannstadt
10 44: 9 28
2. Leipziger VB
10 39:12 23
3. Bischofswerdaer FV 10 23:18 18
4. Lok Dresden
10 21:24 15
5. Spitzkunnersdorf
10 27:25 14
6. Eintr. Leipzig-Süd II 10 14:28 13
7. Wacker Leipzig
10 15:10 11
8. Eintr. Thum-Herold
10 12:34
8
9. Chemnitzer FC
10
9:25
5
10. Fort. Dresden II
10 12:31
5
A-Junioren: VFC Plauen – Eilenburg 8:2,
Hohenstein-E. – Grimma 5:0, Liebertwolkwitz
– Bautzen 1:2, Auerbach – Lok Leipzig 0:2,
Schneeberg – FSV Zwickau 1:2, Dresden-Striesen – Dresden SW 3:0, Weixdorf – Neugersdorf
0:2. B-Junioren: Dresden-Striesen – Markranstädt 2:1, Hohenstein-E. – Borea Dresden 5:0,
VfB Auerbach – Lok Leipzig 0:5, FC Grimma –
VFC Plauen 0:1, Dresden Süd-West – FSV Zwickau 0:0, SG Weixdorf – VfB Chemnitz 0:3, Dynamo Dresden II – FC Eilenburg 3:0.
C-Junioren: Dynamo Dresden II – Pirna-Copitz
3:0, FSV Zwickau – Hohenstein-E. 4:0, Bautzen
– CFC II 1:4, Lok Leipzig – Markranstädt 5:1,
Eilenburg – Fort. Chemnitz 0:0, RB Leipzig II –
Dresden-Str. 4:1, Grimma – VFC Plauen 1:1.
D-Junioren: Lok Leipzig – Bautzen 1:0, RB
Leipzig – Riesa 4:0, Chemnitzer FC – FSV Zwickau 6:1, Erzgebirge Aue – VFC Plauen 5:3.
Landesklasse
Frauen: Aue II – Jößnitz 3:1, Wildenfels – Rodewisch 0:7, Chemnitzer PSV – DFC Zwickau
1:1, Post Chemnitz – Reichenbach 3:2.
A-Junioren: Großenhain – Flöha 0:1, BSC Freiberg – Limbach-O. 11:1, Germ. Mittweida – Canitz 6:1; VfB Annaberg – Glauchau 6:0, Fort.
Chemnitz – Rabenstein 2:1, Ifa Chemnitz –
Großrückerswalde 3:1, Reichenbach/Schönfels – Wacker Plauen 3:4, Meeraner SV – Oelsnitz 0:6.
B-Juniorinnen: Post Chemnitz – Radebeul
7:0, Thum-Herold – Radeberg 4:4.
B-Jun: Hainsberg – Lok Chemnitz 7:0, Limbach-O./Pleißa – Germ. Mittweida 0:1, Wilsdruff – Reichenhain 7:0, Meißen – Ifa Chemnitz 5:3, GroßenhainV – BSC Freiberg 2:2; Lok
Zwickau – Rabenstein 3:3, Zwönitz – Schneeberg 1:2, Wacker Plauen – Meeraner SV 0:0,
Annaberg – Marienberg 1:0, SpG Glauchau –
Planitz 1:0. C-Juniorinnen: RB Leipzig –
Chemnitzer FC 1:3.
C-Jun: Dresdner SC – Germ. Mittweida 1:6,
Lok Chemnitz – Königshain-Wiederau 0:2, Riesa – VfB Chemnitz II 2:0; West: Aue II – Annaberg 6:1, Wilkau-Haßlau – Schneeberg 1:0,
Krumhermersdorf/Pockau-L. – Oberlungwitz
2:0, Empor Glauchau – Ifa Chemnitz 1:3, Reichenbach – Auerbach 1:2. D-Jun: Ifa Chemnitz
– Riesa 0:5, VfB Chemnitz – Pirna-Copitz 3:2,
Mittweida – Langenau 1:5; West: Aue – CFC
2:0, Zwickau – Annaberg 0:5, VFC Plauen –
Auerbach 2:12, Marienberg – Wacker Plauen
3:2, Stollberg – Hohenstein-E. 3:2.
Druckluftwaffen in Markkleeberg:
Luftgewehr: Männer: 1. Robin Staer (SV Roßwein) 202,5 Ringe, 2. Florian Wilfert (Deutschenbora) 197,3, 3. Oswald Hentschel
(Weißwasser) 175,3.
Frauen: 1. Maria Dietrich (PSV Leipzig)
195,0, 2, Stefanie Fesel 191,0, 3. Bianca Reuscher (beide Deutschenbora) 172,6.
Junioren A: 3. Tom Graubner (KSG Geyer)
353. B: 3. Tobias Uhlig (SV Chemnitz) 363.
Altersklasse, Herren: 1. Siegfried Dittrich
(SV Zschorlau) 371. Damen: 3. Angela Ludwig (Adorfer SV) 337.
Senioren: 2. Thomas Unger (SV Rothenkirchen) 369.
Luftpistole: Männer: 1. Raik Schubert
(Schlettauer SV) 197,6, 2. Daniel Clauß (1.
Zwickauer SV) 174,6, 3. Henrik Schneider
(PSSG Dresden) 150,6.
Frauen: 1. Jacqueline Görner (Knauthainer
Löwen Leipzig) 193,7, 2, Monique Schramm
(Schützengilde zu Brand) 189,0, 3. Annett
Dräger (SFZ Erzgebirge) 170,0.
A-Junioren: 3. Eric Wildenhain (SV Burgstädt)
337; weibl.: 1. Lisa Schneider 357, 2. Estella
Wetzel (beide Schlettauer SV) 346.
B-Junioren: 1. Fritz Witzki (Pöhlaer SV) 357;
weibl.: 1. Johanna Lorenz 350, 2. Nina Barthel (beide Schlettau) 328.
Jugend männlich: 1. Johannes Höhne 364, 3.
Robert Dienst (beide SV Burgstädt) 357;
weibl.: 1. Agnes Völker 368, 2. Anna Menzel
348, 3. Laetitia Körner (alle Burgstädt) 326.
Altersklasse, Herren: 1. Thomas Winter 376,
2. Bernd Richter 369, 3. Steffen Wolf (alle
Lichtensteiner SV) 362. Damen: 1. Cornelia
Fischer (1. Zwickauer SV) 360, 3. Petra Haas
(SV Burgstädt) 354.
Senioren: 1. Lutz Schreyer (Pöhlaer SV) 363.
Seniorinnen: 1. Anneliese Falkenberg (Burgstädt) 375, 3. Sieglinde Zschau (Geyer) 355.
Oberliga Mitte
Herren: Gornsdorf - Schott Jena II 9:6, Zeulenroda - Mühlhausen III 9:7, Wernigerode Hettstedt 9:7, Dresden-Mitte - Schott Jena II
9:5, Mühlhausen III - Medizin Magdeburg 8:8.
Damen: Rapid Chemnitz II - TTC Schwarza II
8:0, Rapid Chemnitz III - Sponeta Erfurt 8:5,
TTC Colditz - Börde Magdeburg 8:4, Elbe Dresden - TTV Barleben 7:7, Rapid Chemnitz II Sponeta Erfurt 8:5, Rapid Chemnitz III - TTC
Schwarza II 8:0, TTC Colditz - TTV Barleben
8:4, Elbe Dresden - Börde Magdeburg 8:4.
Sachsenliga
Herren: TSV Radeburg - SV Dresden-Mitte II
5:10, TTC Holzhausen II - SG Lückersdorf-Gelenau 10:5, Rot.Süd Leipzig - SG LückersdorfGelenau 9:6, Lok Zwickau - BSC Freiberg 11:4,
SV Dresden-Mitte II - Elbe Dresden 9:6.
Damen: Motor Wilsdruff - Elbe Dresden II 7:7,
SV Dresden-Mitte II - TSV Falkenau 8:0, SV
Dresden-Mitte II - Motor Wilsdruff 8:2, TTC
Neukirch - Lok Zwickau II 3:8.
Landesliga
Herren: Motor Mickten-Dresden - TSV Penig
3:12, Leutzscher Füchse II - BrandiserTTC
13:2, TSV Pobershau - MT Wilkau-Haßlau 6:9,
VfB Lengenfeld - Fortuna Grumbach 9:6, TTC
Annaberg - SR Hohenstein-E. II 7:9, SR Hohenstein-E. II - Leutzscher Füchse II 10:5.
Damen: Post Plauen - TTV Hohndorf II 2:8,
Post Plauen - Aufbau Chemnitz 8:5, Post Plauen - SV Hirschstein 6:8, Aufbau Chemnitz TTV Hohndorf II 2:8.
1. Bezirksliga
Herren/Chemnitz: SR Hohenstein-E. III - SV
Muldenhammer 12:3, Aufbau Chemnitz - Rapid Chemnitz 7:9, Germania Werdau - TTV
Hohndorf 9:6, Rapid Chemnitz - Lok Zwickau II
5:10, TTV Hohndorf - Aufbau Chemnitz 6:9,
SG Vielau - TTC Lugau 11:4, Lok Zwickau II TTV Schwarzenberg II 6:9.
Dresden: TTV Oederan - TTV Dresden 6:9.
Bezirksliga Damen/Chemnitz: Rapid Chemnitz IV - SpVgg Heinsdorfergrund 12:2, TTV
Hohndorf III - SV Adorf 8:6, Handwerk Tannenberg - Tanne Thalheim II 8:6, Tanne Thalheim - TTV Amtsberg 4:10, TTC Annaberg ESV Eibenstock 3:11. Dresden: Döbelner SV
III - Saxonia Freiberg 5:9.
2. Bezirksliga
Herren, Staffel Ost/Chemnitz: GW Niederwisa - Post Chemnitz 10:5, Germania Chemnitz TTV Marienberg 3:12, Geyersdorfer SV - TTV
Stollberg 3:12, TTC Grünstädtel - TTV Amtsberg 8:8, Elektronik Gornsdorf II - SV Großrückerswalde 8:8.
Staffel West: Remse - VfB Lengenfeld II 6:9,
Ortmannsdorf - Post Plauen 12:3, RW Treuen SV Schnarrtanne 8:8, Syrau - BW Reichenbach
12:3, Gersdorf - Ellefeld 5:10. Dresden/Staffel 1: Hellerau-Klotzsche - Eppendorf 10:5,
Saxonia Freiberg - BSC Freiberg II 10:5. Staffel 2: Pactec Dresden - TSV Hartmannsdorf
15:0, HSG Mittweida - Unikl. Dresden 9:7, Turbine Frankenberg - TSV Hartmannsdorf 12:3.
TENNIS
Landesoberliga
Herren: TC BW Dresden-Blasewitz II – Freiberger HTC 0:12.
Landesverbandsliga
Damen: TG Stadtpark Chemnitz – Sport Leipzig 4:4. Herren: VTC Reichenbach – TU Dresden 4:4, TC Limbach – Chemie Radebeul 8:4.
Bezirksliga
Damen: TC Sportpark Plauen – TC Limbach
6:6, TC Sachsenring Zwickau – TC Chemnitz-Altendorf 7:5, CTC Küchwald – TV Siegmar 8:4.
Herren: TC Chemnitz-Altendorf – Freiberger
HTC II 1:11, ETC Crimmitschau – USG Chemnitz
8:4, TC Lok Aue – TV Brand Erbisdorf 6:6.
VOLLEYBALL
2. Bundesliga Süd
Frauen: Vilsbiburg II - Straubing 0:3, Engelsdorf - Chemnitz 3:1, Lohhof - Grimma 3:0,
Sonthofen - Erfurt 1:3, Stuttgart II - VCO Dresden 3:0, Holz - Offenburg 1:3, Stuttgart II - TG
Bad Soden 0:3, Sonthofen - VCO Dresden 3:1.
1. FTSV Straubing
22
66:10 64
2. SV Lohhof
22
53:28 48
3. Sonthofen
22
58:31 48
4. Vilsbiburg II
22
49:35 42
5. VV Grimma
22
44:45 32
6. SWE Erfurt
22
40:42 32
7. MTV Stuttgart II
22
34:44 28
8. TV Holz
22
31:46 27
9. VCO Dresden
24
40:54 27
10. VC Offenburg
22
36:47 26
11. TG Bad Soden
22
36:48 24
12. Lok Engelsdorf
22
32:56 21
13. Volleys Chemnitz
22
28:61 13
3. Liga Ost
Männer: Zschopau - Friedberg 3:2, Freising Kempfenhausen 3:0, Hammelburg - ASV Neumarkt 1:3, MTV München - Gotha 3:0, Marktredwitz - Niederviehbach 1:3.
Regionalliga Ost
Männer: VC Dresden II - SV Reudnitz 3:0, SV
Chemnitz-Harthau - VSV Jena 2:3, Markkleeberg - Ohrdrufer SV 0:3, VC Altenburg - L.E.
Volleys II 2:3, TU Dresden - VSV Oelsnitz 1:3.
Frauen: Chemnitzer PSV II - VC Gotha 3:1, VC
Olympia Dresden II - Meiningen 3:2, Borna L.E. Volleys 0:3, Dresdner SC II - VV Meiningen
3:2, HSV Weimar - TSV Leipzig 3:1, Volley Juniors Thüringen - SSV Lichtenstein 3:1.
Sachsenliga
Männer: Dresdner SSV - Post SV Dresden 2:3,
- VC Dresden III 0:3, SV Bad Düben - TSV Leipzig 3:0, - MSV Bautzen 3:0, USV TU Dresden II
- Dresdner SC 0:3, - VF BW Hoyerswerda 3:0.
Sachsenklasse West
Frauen: Zittau - Dresdner SSV III 3:1; - Freital
3:0.
Bezirksliga
Männer: SSV Fortschritt Lichtenstein - BSV
Limbach-Oberfrohna 3:2, - TSV Zschopau II
1:3, SV Chemnitz-Harthau III - SSV Chemnitz
0:3, - Hennersdorfer SV 0:3.
Frauen: Reichenbach - Göltzschtal 3:1, - Plauen-Oberlosa 3:0, Thalheim - WSG Schwarzenberg Wildenau 1:3, - Chemnitz-Harthau 0:3.
SPORT
Freie Presse
NACHRICHTEN
WASSERBALL
SVV Plauen verliert
Spitzenspiel
Dienstag, 24. März 2015
Eispiraten: Top-Sturm und
Goalie machen den Unterschied
PLAUEN — Der SVV Plauen hat den
FUSSBALL
CFC hat wieder
einen Nationalspieler
CHEMNITZ — Der Chemnitzer FC hat
nach Michael Ballack wieder einen
Nationalspieler: Außenbahnspieler
Stefano Cincotta ist vom Fußballverband seines Heimatlandes Guatemala in den Kader der A-Nationalmannschaft berufen worden. Der
24-Jährige reist heute in die USA und
absolviert mit der Auswahl Guatemalas Länderspiele gegen Kanada
und El Salvador. Am 2. April wird
Cincotta zum Training beim CFC
zurückerwartet. Für das Heimspiel
gegen Dynamo Dresden (4. April)
steht er wieder zur Verfügung. (tp)
HANDBALL
HC Leipzig holt
Franziska Mietzner
Handball-Bundesligist
HC Leipzig treibt seine Kaderplanung für die nächste Saison voran.
Gestern bestätigte der Club die Verpflichtung von Rückraumspielerin
Franziska Mietzner vom deutschen
Meister Thüringer HC. Die 26-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis
2017. „Mit ihr erweitern sich unsere
Optionen in Abwehr und Angriff
beträchtlich“, sagte Trainer Norman
Rentsch. Sie ist nach Shenia Minevskaja und Nele Kurzke (BSV Zwickau) der dritte Neuzugang. Verzichten muss der Coach ab nächster Saison auf Anne Müller. Die Kreisläuferin wechselt aus privaten Gründen
zum Zweitligisten Dortmund. (dpa)
LEIPZIG —
KURZ GEMELDET
1. FC Nürnberg verliert 1:2
NÜRNBERG — Im
Montagspiel der
2. Fußball-Bundesliga verlor der
1. FC Nürnberg mit 1:2 (0:1) gegen
den VfL Bochum. Die Tore für die
Bochumer Elf des Ex-Nürnberger
Trainers Gertjan Verbeek erzielten
Terrazzino (38.) und Terodde (64.).
Mlapa (70.) traf für den Club. (fp)
Aufatmen in Crimmitschau: Die Eispiraten
haben in der Abstiegsrunde gegen die Heilbronner Falken den Klassenerhalt in der Deutschen
Eishockey-Liga (DEL) 2
perfekt gemacht.
VON HOLGER FRENZEL
CRIMMITSCHAU — Die
Eispiraten
Crimmitschau bleiben zweitklassig.
Sie haben die Play-down-Serie gegen
die Heilbronner Falken mit 4:1-Siegen für sich entschieden. Die Teams
kreuzten fünfmal innerhalb von
nur zehn Tagen die Schläger. „Freie
Presse“ nennt die Gründe für den
Klassenerhalt der Westsachsen, die
nun mit den Planungen für die
14. Saison im Eishockey-Unterhaus
beginnen können.
Ausfälle: Eine Schlüsselszene war
in der Verlängerung des ersten
Spiels der Check von Falken-Abwehrchef Thomas Gödtel gegen Eispiraten-Kapitän André Schietzold.
Während Gödtel für drei Partien
gesperrt wurde, fiel Schietzold mit
einer Schulterverletzung aus. Damit
fehlte dem Team aus Baden-Württemberg ein Schlüsselspieler in der
Abwehr – Gödtel war mit seinen
Scharfschüssen im ersten und im
fünften Spiel stets brandgefährlich.
Torhüter: Ryan Nie war in der Playdown-Serie die Lebensversicherung
für Crimmitschau. Der 29-jährige
Kanadier präsentierte sich nicht fehlerfrei, brachte die Angreifer mit
starken Paraden aber immer wieder
zur Verzweiflung. Auf der Position
zwischen den Pfosten waren die
Westsachsen klar besser besetzt als
der Gegner, der mit Florian Proske,
Alex Scola und Philip Lehr drei verschiedene Keeper ausprobierte. Der
Lohn für Nie: Er bekommt diese
Woche ein neues Vertragsangebot.
Sein Trikot wurde übrigens nach der
Heimpartie für den Rekorderlös von
450 Euro an einen Fan versteigert.
Einfach eine Bank: Mit artistischen Einlagen glänzte Eispiraten-Goalie Ryan Nie. Damit war der Kanadier in der
FOTO: ANDREAS KRETSCHEL
Abstiegsrunde ein Garant für den Klassenerhalt.
Legionäre: In der Offensive hat die
Eispiraten-Reihe mit Alexander Hutchings, Eric Lampe und Jamie
MacQueen den Unterschied ausgemacht. Das nordamerikanische Trio
trug sich insgesamt 14-mal in die
Torschützenliste ein. Vor allem Eric
Lampe konnte sich im Verlauf der
Serie steigern. „Das sind Spieler, die
den Torriecher besitzen, der uns leider gefehlt hat“, sagte Falken-Trainer Gerd Wittmann, der in den
Duellen gegen Kaufbeuren oder Bad
Nauheim nun weiter um den Klassenerhalt kämpfen muss.
Fortuna: Keine Frage, das nötige
Quäntchen Glück war den Eispira-
Ryan Nie
Torhüter Eispiraten
Crimmitschau
FOTO: ANDREAS KRETSCHEL
ten vor allem daheim hold. Im ersten Spiel fiel in der Verlängerung
(84. Minute) der Siegtreffer. In der
dritten Partie landeten drei FalkenVersuche am Pfosten oder der Latte.
Am Sonntag konnten die Eispiraten
mit einem starken Schlussspurt den
3:2-Sieg erkämpfen. „Nach dem 2:2
lag die Euphorie klar auf unserer Seite“, sagte Trainer Chris Lee.
Zuschauer: Zum siebenten Mal in
Folge mussten die Eispiraten Crimmitschau gegen den Abstieg kämpfen. Die leidgeprüften Anhänger aus
Pleiße-Stadt haben sich mittlerweile
an die Situation gewöhnt. Sie standen in der entscheidenden Phase
wieder geschlossen hinter dem
Team. Am Sonntagabend waren von
den mehr als 3000 Zuschauern in
den schwierigen Phasen immer wieder die Rufe „Heja, Heja ETC!“ im
Sahnpark zu hören – das hat bei den
Cracks noch einmal zusätzliche
Kräfte freigesetzt. Der Klassenerhalt
soll – gemeinsam mit den Fans –
morgen im Theater und am Donnerstag in einer Bar gefeiert werden.
Ausfall von Arjen Robben schmerzt die Bayern
Fußball: Niederländer erlitt Bauchmuskelmuskelverletzung und muss mehrere Wochen pausieren
MÜNCHEN — Der deprimierende Aus-
fall von Toptorjäger Arjen Robben
wird die Meister-Bayern noch weit
über die Länderspielpause hinaus
schmerzen. Mehrere Wochen wird
der Turbo-Dribbler nach seinem
Bauchmuskelriss ausfallen. Traurig
schlich der Niederländer am Sonntagabend mit schmerzverzerrtem
Gesicht aus der Praxis von Vereinsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der Robben und dessen Fitness
Radprofi Degenkolb siegt
bei Mailand-Sanremo
SANREMO — Der Held des Tages, John
Degenkolb (Foto), hatte auf der Siegertribüne feuchte Augen, als die
Nationalhymne für ihn erklang. „Im
Vorjahr hatte ich Tränen in den
Augen, als ich am Poggio einen
Defekt hatte, heute
weine ich vor Freude“, meinte der gebürtige Thüringer
nach seinem Triumph bewegt. „Das
ist ein großer Tag
für John Degenkolb
und für den deutschen Radsport“, sagte Iwan Spekenbrink, Chef des neuen Rennstalls,
nachdem Degenkolb als vierter
Deutscher nach Rudi Altig (1968),
Erik Zabel (1998, 1999) und Gerald
Ciolek (2013) die „Classicissima“
Mailand-Sanremo gewonnen hatte.
Der Niederländer Spekenbrink
unterschlug dabei höflich, dass die,
die an Degenkolb geglaubt und über
Jahre die richtigen Methoden gefunden hatten, ihn zu einem Klassikerspezialisten zu machen, wie er selbst
aus dem Nachbarland kommen.
Aber solche Differenzierungen
spielten nach diesem Ritt über fast
sieben Stunden keine Rolle. Degenkolb, geboren in Gera, aufgewachsen in Oberbayern, jetzt wohnhaft
in Frankfurt und bei einem Rennstall unter Vertrag, der zu Jahresbeginn eine deutsche Lizenz gelöst
hatte, gewann auf überzeugende
Weise. Er ließ Titelverteidiger Alexander Kristoff keine Chance und
gestattete auch dem Rest des Feldes
um Top-Favorit Peter Sagan und Fabian Cancellara nur Statistenrollen.
Cool bleiben, lautete der Schlüssel zum Erfolg im längsten Frühjahrs-Klassiker. „Bei diesem Rennen
kommt es darauf an, so wenig Energie wie möglich zu vergeuden“, lobte Spekenbrink sein Team und seinen Kapitän. Degenkolb ließ sich im
Finale nicht durch Stürze der Konkurrenz aus der Ruhe bringen. „Ich
habe mich auf meine Intuition verlassen. Was auf den letzten 2000 m
passiert ist, daran erinnere ich mich
kaum“, sagte Degenkolb, der hofft,
dass ihm der Sieg einen Schub für
die Klassiker in Belgien gibt. (dpa)
FOTO: HANNES ROTH
Sprung an die Tabellenspitze in der
B-Gruppe der Wasserball-Bundesliga verpasst. Die Vogtländer unterlagen im Spitzenspiel gegen den
SV Krefeld mit 6:11 und sind nun
Dritter hinter Potsdam und Krefeld.
Dem Team aus Nordrhein-Westfalen konnte der SVV nur in der Anfangsphase Paroli bieten. So führten
die Plauener zwar nach dem ersten
Viertel 2:0, im weiteren Verlauf allerdings gelang es ihnen nur noch viermal, die starke Abwehr der Gäste zu
überwinden. „Die Krefelder Mannschaft besteht aus einer guten Symbiose von erfahrenen Spielern und
jungen dynamischen Talenten. Diese Kombination und die schwer zu
durchdringende Abwehr hat uns
den Zahn gezogen“, erklärte SVVTrainer Jörg Neubauer. (aheb)
Nach
Triumph die
Emotionen
Arjen Robben
Fußballprofi
FOTO: RAUCHENSTEINER
jüngst mit einem „Formel-1-Motor“
verglichen hatte.
„Er ist in Weltklasse-Verfassung
gewesen“, erklärte der betrübte
Sportvorstand Matthias Sammer.
„Wir müssen das auffangen und
kompensieren können, obwohl
Weltklasse immer schwer zu ersetzen ist.“ Selbst im Star-Ensemble, das
nach der Abreise der Nationalspieler
zu ihren Auswahlteams gestern einen trainingsfreien Tag einlegte, ist
Robben eins zu eins austauschbar.
Zunächst muss er auf die Länderspiele der Niederlande gegen die
Türkei und Spanien verzichten. Da-
nach fehlt der mit 17 Treffern beste
Münchner Liga-Torschütze in den
Pokalduellen bei Bayer Leverkusen
und in der Champions League gegen
den FC Porto. Angesichts von zehn
Punkten Vorsprung im nationalen
Championat kann Trainer Pep Guardiola den Ausfall dort am ehesten
verschmerzen, bei den möglichen
Halbfinalspielen in Königsklasse
und Pokal dürfte Robben wohl wieder dabei sein. (dpa)
3. FUSSBALL-LIGA
Rot-Weiß Erfurt
entlässt Kogler
ERFURT — Nach der vierten Niederlage in Serie ist der Geduldsfaden von
Rolf Rombach gerissen: Walter Kogler muss seinen Trainerstuhl beim
Fußball-Drittligisten Rot-Weiß Erfurt räumen. Der RWE-Präsident
hatte nach der 0:1-Pleite am Samstag
gegen Sonnenhof Großaspach eine
Krisensitzung anberaumt. Der Vertrag des 47-jährigen Österreichers,
seit Juni 2013 bei RWE, wäre zum
30. Juni des Jahres ausgelaufen. (dpa)
Zeltners mit 400 PS durchs Erzgebirge
Am Freitag und Sonnabend erlebt die Rallye
Erzgebirge ihre 52. Auflage. Stollberg ist Start- und
Zielort des Laufes zur
deutschen Meisterschaft.
VON WOLFGANG WIRTH
CHEMNITZ — Ruben und Petra Zeltner
Die Vorjahressieger Ruben und Petra Zeltner in Ihrem Porsche 997 GT3.
FOTO: ANDREAS KRETSCHEL
stehen im 420 PS starken Porsche
911 GT3 für den erneuten Sieg und
die Titelverteidigung bei der Rallye
Erzgebirge bereit. Beide hoffen auf
trockenes Wetter. „Denn dann
dampfen die Gummis“, meint Zeltner. Aber auch Peter Corazza (Mitsubishi Lancer Evo9), sein Mitarbeiter
vom Fahrsicherheitszentrum Sachsenring, will nicht nur der kleine
Konkurrent sein. „Ich hoffe, wir steigen gut ins Geschehen ein. Schließlich fahren wir an meiner Gartentür
vorbei. Es muss alles stimmen“,
schmunzelt der Oelsnitzer.
Da Fabian Kreim (FränkischCrumbach), als einer der engeren Favoriten, fehlt, gehört der Stuttgarter
Mark Wallenwein (Skoda Fabia
S2000) zu den härtesten Konkurrenten. Zeltner und Corazza fehlten zur
Auftakt-Rallye im Saarland, so
kommt es zum ersten Aufeinandertreffen der „Rivalen“. Der Crottendorfer Carsten Mohe (Renault Clio
R3T) belegte Platz 12 und wurde
Dritter seiner Division. „Da wollen
wir anknüpfen“, meinte Mohe.
Zur Rallye Erzgebirge müssen
sich die Fans in diesem Jahr mit eini-
gen Veränderungen vertraut machen. Der enge, winklige und zu
kurze Kurs durch die Stollberger Innenstadt entfällt, da das Meisterschafts-Reglement vorsieht, zehn
Prozent der insgesamt 130 Wertungskilometer am ersten Veranstaltungstag zu absolvieren. Am Freitagabend erfolgt deshalb der Auftakt
auf einem Rundkurs in Oberdorf.
Dort wird den Piloten auf schmalen
Asphaltstraßen (14,3 km/drei Runden) bereits alles abverlangt. Am
Sonnabend stehen traditionell wieder die Wertungsprüfungen im oberen Erzgebirge an. Kleine Änderungen sind bei der Streckenführung
auf den Abschnitten in Gelenau und
Grünhain geplant.
Der Nachmittag hält einige Knüller bereit. Die Wertungsprüfung
Langenbach in der Nähe von Wild-
bach rückt wieder ins Programm.
Die beiden Sprintprüfungen in
Oberdorf sind ebenfalls mit neuen
Abschnitten versehen. Auch der
Jahnsdorfer Rundkurs musste aufgrund von Baumaßnahmen umgestaltet werden. Das erste Fahrzeug
wird wieder gegen 18 Uhr auf dem
Stollberger Markt erwartet. „Wir
haben alles unter Dach und Fach,
mit den örtlichen Dienststellen gibt
es eine gute Zusammenarbeit“, sagt
die Organisationschefin Daniela
Pötzsch vom Chemnitzer AMC.
ZEITPLAN: Freitag: 19 Uhr: Ehrenstart Stollberg Markt; 19.20 Uhr: Rundkurs Oberdorf.
Sonnabend: 7.32: Grünhain; 8.20: Mildenau;
9.03: Gelenau; 14.05: Wildbach; 14.31: Oberdorf; 14.59: Jahnsdorf. Alle Wertungsprüfungen werden doppelt gefahren. Die Zeitangaben beziehen sich auf das erste Fahrzeug.
KULTUR & SERVICE
Freie Presse
Dienstag, 24. März 2015
NACHRICHTEN
KUNSTUNTERRICHT
Historiker fordern
Reform an Schulen
MAINZ — Experten
für Kunstgeschichte fordern einen anderen
Kunstunterricht in der Schule:
Kunstgeschichte werde nur ganz
selten gelehrt, so Kilian Heck, Vorsitzender des Verbandes Deutscher
Kunsthistoriker. Es gebe aber noch
viel Nachholbedarf, zum Beispiel
um den Wert von Kunst in Museen
zu erkennen: „Wenn wir damit nicht
beginnen, wird der nächsten Generation gar nicht mehr klar, warum
wir Museen überhaupt unterhalten
sollen.“ Sein Kollege Gregor Wedekind von der Uni Mainz erklärte,
Kunsterzieher in Deutschland seien
ausgebildete Künstler. „Es ist nicht
falsch, dass kreative Leute in der
Schule sind. Aber Kunsthistoriker
gehören da eben auch hin. Das ist so,
als würde der Deutschunterricht
von Literaten gehalten.“ (dpa)
BAHNHOFS-SCHAU
Konzertfotos von
Hendrix bis Jagger
HALLE — Die Konzertfotografie-Aus-
stellung „On Stage“ ist seit gestern
im Hauptbahnhof Halle zu sehen:
Mehr als 150 großformatige Bilder
von Konzerten aus verschiedenen
Musikepochen werden gezeigt, darunter Fotos von Mick Jagger, David
Bowie, Jimi Hendrix oder Pink Floyd, die von namhaften Fotografen
wie Baron Wolman, Mich Rock oder
Didi Zill auf der Bühne abgelichtet
wurden. Das Projekt „On Stage“ wurde von Studenten der Hochschule
für Gestaltung in Offenbach initiiert. Die Wanderausstellung gastiert
in verschiedenen Hauptbahnhöfen
Deutschlands. In Halle wird sie bis
zum 7. April gezeigt. Vom 16. bis 26.
Oktober wird die Ausstellung in
Dresden zu sehen sein. (dpa)
FALL ACHE NBACH
Anwälte gehen
gegen Urteil vor
ESSEN — Die Anwälte des zu sechs
Jahren Gefängnis verurteilten
Kunstberaters Helge Achenbach haben Revision eingelegt. Das bestätigte gestern ein Gerichtssprecher.
Achenbach (62) war Anfang letzter
Woche wegen Millionenbetrugs in
18 Fällen, unter anderem an den
Aldi-Erben, schuldig gesprochen
worden. Für das schriftliche Urteil
hat das Gericht mehrere Wochen
Zeit. Nach der Zustellung müssen
die Anwälte innerhalb eines Monats
ihre Revision begründen. Danach
prüft der Bundesgerichtshof (BGH)
in Karlsruhe das Urteil. Deutschlands bekanntester Kunstberater
bleibt bis dahin wegen Fluchtgefahr
weiter in Untersuchungshaft. (dpa)
Fernsehen
Ermittler „Einstein“ bringt die
Bochumer Polizei
sehenswert auf
Trab S. A3
Seite A1
„Die Stasi war für uns keine Gefahr“
Rammstein-Keyboarder Flake Lorenz über seine besondere Beziehung zur DDR, die Fallen eines wechselhaften Reichtums und sein Stottern
BERLIN — Christian „Flake“ Lorenz
hat mit „Der Tastenficker“ eine ungewöhnliche Autobiografie geschrieben: Um Musik geht es bei
dem Musiker, immerhin einer der
erfolgreichsten seiner Art, nur am
Rande: Warmherzig wie saukomisch, tiefsinnig wie schrullig erzählt der 48-Jährige Berliner, der
mit Otto Grotewohls Urenkelin
Jenny Rosemeyer verheiratet ist,
von seiner Jugend in der DDR. Sein
Motto: „Alle fanden das System
scheiße und haben mitgemacht.
Bei mir war es umgekehrt!“ Tim
Hofmann hat sich mit dem Rammstein-Keyboarder gesprochen.
Freie Presse: Sie haben mal gesagt, dass Sie Sich in Ihrem Leben noch keine 15 Minuten angestrengt hätten. Wie schreibt
man ohne Mühe ein Buch?
Flake: Anstrengend war es wirklich
nicht. Im Prinzip habe ich einfach
den Laptop aufgeklappt und das
Buch mehr oder weniger in einem
Stück runtergeschrieben. Immer
wenn ich Zeit hatte, habe ich die
letzten Zeilen nochmal gelesen und
weiter gemacht. Ich lese viele Musikerbiografien, und es hat mich immer gestört, wenn es fast nur darum
ging, was für geile Einfälle alle hatten. Das zeichnet ja kein Bild von
den Typen. Also dachte ich, es ist
besser, eher was von meinen Ansichten und Meinungen zu schreiben.
Nennen Sie deswegen kaum Namen? Selbst das Wort „Rammstein“ kommt nur einmal vor...
Man muss ja jeden, den man namentlich nennt, um sein Einverständnis fragen. Da hatte ich dann
ein paar, die ich hätte nennen können, viele andere nicht. Dann bekommen aber die, die man nennt, eine besondere Wichtigkeit. Und die,
die nie nicht genannt sind, fragen,
warum sie nicht genannt sind… also
hab ich einfach alle weggelassen.
Was zur Folge hat, dass in dem
Buch nicht durchkommt, dass
die Band Ihnen wichtig ist. Es
wirkt, als sei es Ihnen angenehm, dabei zu sein – aber daran
aufrichten können Sie sich nicht?
Das wäre ja auch sehr traurig. Das
hieße ja, dass mein normales Leben
sinnlos wäre, wenn ich mein Selbstbewusstsein daraus ziehen müsste,
Mitglied der Band zu sein. Ich bin
stolz darauf, dass ich nie was gemacht habe, was meinen Grundeigenschaften widerspricht. Ich bin
mir nie untreu geworden und habe
nie einem Menschen geschadet. Darauf bin ich stolz, weil das genau
mein Verdienst ist. Dass Rammstein
so erfolgreich geworden sind, hängt
aber mit unglaublich vielen Faktoren zusammen, mit denen ich gar
nichts zu tun habe. Also erzähle ich
lieber von den anderen Sachen.
geben, wenn die Musiker nicht bei
der Stasi gewesen wären. Die Firma
mit Texten wie „Verweigert Wehrdienst, verweigert Waffentragen“
hätte es nie gegeben. So gesehen hat
die Stasi ihren eigenen Untergang
befördert. Das wollte ich mal klar
sagen. Diese Mengen an sinnlosen
Informationen konnte doch logischerweise auch kein Mensch mehr
auswerten. Die haben sich doch
selbst erdrosselt.
„Ich verstehe nicht,
warum man sich
über die vielen
Toten im Mittelmeer nicht mindestens genauso aufregt wie über
die Mauertoten.“
Christian „Flake“ Lorenz.
FOTO: MARKUS WERNER/SCHWARZKOPF & SCHWARZKOPF
Sie werfen im Text oft Überlegungen ein wie die, dass im Mittelmeer ertrunkene Flüchtlinge
mindestens so schlimm sind wie
Mauertote. Warum handeln Sie
das so vergleichsweise knapp ab?
Das sind Gedanken, die ich loswerden wollte, ohne sie zu sehr auszuwalzen. Als ich das schrieb, war gerade der 25. Jahrestag des Mauerfalls,
und es wurde viel über die Mauertoten gesprochen. Da fehlt mir
manchmal die Relation. Ich verstehe
nicht, warum man sich über die vielen Toten im Mittelmeer nicht mindestens genauso aufregt.
Ein anderer Nebengedanke ist,
dass die Stasi in der Kulturszene
nicht so schlimm war...
Ich schreibe in dem Buch immer
wieder ausdrücklich, dass es ausschließlich um meine Erfahrungen
und Empfindungen geht. Und bei
den Bands in meinem Freundeskreis, Freygang, Feeling B, Ichfunktion – da war kein einziger, der durch
die Stasi Schwierigkeiten hatte. Die
Stasi haben wir relativ schnell enttarnt als eine völlig unsinnige, uneffektive Institution. Jeder wusste
doch, dass die Stasi dabei war, davon
ist man bei jedem Punkkonzert ausgegangen, und man hat die ja auch
genau erkannt. Das war für uns keine Gefahr.
Sie schreiben an einer Stelle, dass
Ihre Schwäche immer das Neinsagen ist und Ihr Glück war,
dass Sie von der Stasi nie gefragt
wurden ...
Ich fürchte, ich hätte mitgemacht.
Ein Freund von mir war im Knast
und wurde gefragt: Willst du raus?
Musst nur hier unterschreiben. Also, ich hätte auch unterschrieben.
Viele Bands hätte es ja gar nicht ge-
Obwohl Sie keiner Ostalgie anhängen, ist Ihnen die DDR immer noch sehr wichtig?
Ich werde wirklich sehr oft angegriffen wegen meines DDR-Bildes. Damit kann ich leben – aber die Argumente kann ich oft nicht nachvollziehen. Eines ist: Die DDR hat nicht
funktioniert. Aber das muss ja nicht
am System liegen! Ich denke, es hat
nicht geklappt, weil die Idee hinterm System gut war – und damit
erst einmal nur zu schwierig.
Der Gedanke an eine Ausreise ist
Ihnen aber nie gekommen?
Nie. Ich hatte so viele Freunde, die
drüben auch nicht froh geworden
waren, das hat mich tief betrübt.
Hier waren wir die Kings im Kiez,
immer Party, und dort haben sie nur
noch von Geld geredet – wieviel
Miete, wieviel Sozialhilfe – statt
vom Musikmachen. Abgesehen davon, dass 95 Prozent dann wieder zurückgezogen sind, habe ich wirklich
keinen getroffen, der das gemacht
hat, was er im Osten machen wollte,
als er in den Westen gegangen ist.
Der Umgang mit Geld scheint Ihnen selbst ja nie eine wirkliche
Freude gewesen zu sein...
(lacht) Ich gehe schon gern mit Geld
um. Aber ich hab halt so meine
Schwierigkeiten damit. In der DDR
hat die Lebenshaltung im Prinzip
nichts gekostet, und als das anders
wurde nach dem Mauerfall, habe ich
manchmal plötzlich sehr viel Geld
bekommen, dann aber wieder länger nichts. Damit bin ich überfordert. Wenn ich dann noch schlau
sein und Geld verdienen wollte,
ging das meistens schief.
Sie scheinen ja große Summen
verloren zu haben, man denkt
beim Lesen ständig: Junge, mit
etwas mehr gesundem Menschenverstand hätte das doch
nicht sein müssen. Bereuen Sie
manchmal ihre Naivität?
Es ist vorbei, und ich weiß, wenn ich
mich darüber ärgern würde, würde
es mir nur schlecht damit gehen,
Klingt jetzt so bekloppt buddhistisch, aber so ist es nun mal. Es wird
auch wieder passieren, weil ich nach
einer gewissen Gesetzmäßigkeit immer in jede Falle tappe, die mir gestellt wird. Das Wichtigste dabei,
und ich hoffe, das kommt raus bei
dem Buch, ist, sich nicht zu ärgern!
Sie haben in der Band ja alle
plötzlich viel Geld gehabt. Thematisiert man das da nicht?
Ja, aber grundsätzlich hatten wir ja
am Anfang alle das gleiche Problem.
Vor allem, was das Thema Verborgen angeht. Da haben wir alle unsere Leichen im Keller: Große Summen an vermeintliche Freunde für
ein Superprojekt. Alle haben unverhältnismäßig große Summen durch
Verborgen verloren. Die allermeisten haben das jetzt aber im Griff.
Aber was weg ist, ist weg. Und es war
ja meine Schuld, ich habe es ja gegeben. Es wurde mir ja nicht geklaut.
Neu dürfte vielen Fans sein, dass
Sie stottern. Im Buch klingt das
einerseits beiläufig, andererseits
sehr offen an...
Ich habe vor einem halben Jahr ein
Interview mit dem Grafen von Unheilig dazu gesehen, und habe mich
dann entschieden, das mit reinzuschreiben. Es hat mich ermuntert,
darüber zu sprechen. Wir hatten
zwar auch persönlich schon mal geredet, aber nicht darüber. Ich wusste
es auch lange nicht, er hat das gut gelöst. Bei mir kommt und geht es
nach Kriterien, die ich nicht erkennen kann.
Erstmals sprechen Sie auch Ihre
Alkoholprobleme an. Inwiefern
war Alkohol ein Kitt, der Sie in
der Bandszene gehalten hat?
Es gab sehr viele schöne Momente,
in denen wir getrunken haben und
ich mich einfach nur glücklich gefühlt habe. Das habe ich mich aber
nicht getraut ins Buch zu schreiben,
das wäre eine Verherrlichung gewesen. Als Nichttrinker bei Feeling B
hätte ich nicht überlebt (lacht). Ich
habe aus Lebensfreude getrunken,
nie aus Frust. Es war einfach geil, so
in der Band zu sein. Traumhaft.
DAS BUCH Flake: „Der Tastenficker – An
was ich mich so erinnern kann“; Schwarzkopf
& Schwarzkopf Verlag; 392 Seiten mit rund
100 Bildtafeln für 19,99 Euro.
DIE LESUNG Flake Lorenz liest heute in
Dresden und morgen in Chemnitz jeweils
20.15 Uhr in der Thalia-Buchhandlung.
40 Akteure bringen Musical „Fame“ auf Annaberger Bühne
Es ist eine der aufwendigsten Inszenierungen der
122. Spielzeit am Eduardvon-Winterstein-Theater.
Und für einen war es eine
ganz besondere Premiere.
VON ANTJE FLATH
ANNABERG-BUCHHOLZ — Insgesamt 40
Akteure – einschließlich Band – auf
der vergleichsweise kleinen Bühne
des Eduard-von-Winterstein-Theaters in Annaberg-Buchholz unter
den sprichwörtlichen Hut zu bekommen, ist eine echte Herausforderung. Selbst für so eine erfahrene
Regisseurin wie Tamara Korber, die
in der vergangenen Spielzeit unter
anderem das Historienspiel „1539:
Friedliche Revolution auf Sankt Annaberg“ mit etwa 120 Statisten inszeniert hat. Und erst recht für Markus Teichler, den neuen Solorepetitor des Theaters, der bei diesem
Stück nicht nur für die musikalische
Einstudierung mitverantwortlich
zeichnete, sondern auch für die musikalische Leitung.
Und der Herausforderungen gibt
es bei diesem Stück – entstanden
nach dem erfolgreichen Kinofilm
„Fame – der Weg zum Ruhm“ von
Alan Parker von 1980 – so einige:
„Die Sololieder sind anspruchsvoll.
Es müssen viele verschiedene Stilistiken bedient werden. Es gibt zahlreiche mehrstimmige Chorpassagen“, zählt er nur einige davon auf.
Und schließlich müsse alles zu einem „stimmigen Ganzen“ geformt
werden. Das Experiment ist bei
dieser Inszenierung gelungen, auch
wenn der eine oder andere
Theaterbesucher mit den ausschließlich englischen Liedtexten
Schwierigkeiten hatte. Umso beachtenswerter, da neben den Ensemblemitgliedern zahlreiche Laien mit
auf der Bühne standen. Und sie standen insbesondere in den zahlrei-
chen Tanzszenen den Ensemblemitgliedern kaum nach.
Musikalisch sind dagegen deutliche Unterschiede auszumachen,
auch wenn Markus Teichler vielen
Ensemblemitgliedern „große gesangliche Fortschritte“ bescheinigt.
Neben Kerstin Maus in ihrer Rolle
als ehrgeizige Carmen Diaz ist es vor
allem Christine Zart als resolute
Englischlehrerin Miss Shermann,
die stimmlich herausragt. Einer der
besonderen Höhepunkte der Inszenierung: ihr Duett mit Marie-Louise
Das Stück
„Fame“ erzählt vom entbehrungsreichen Weg der Studenten der „New
York High School of Performing Arts“
auf dem langen Weg zum Ruhm. Und
davon, dass der Traum von der großen Karriere in Hollywood nicht für
alle in Erfüllung geht.
Umjubelter Star der Highschool: Carmen Diaz – gespielt von Kerstin Maus.
Das Happy End allerdings bleibt aus.
FOTO: DIRK RÜCKSCHLOSS/BUR
Die nächsten Vorstellungen stehen
morgen, 19.30 Uhr; am 30. März, 10
Uhr; am 5. April, 19 Uhr; am 11. und
18. April, jeweils 19.30 Uhr sowie am
30. April sowie 4. und 12. Mai, jeweils
10 Uhr auf dem Spielplan.
von Gotberg als Tanzlehrerin Miss
Bell. Insgesamt bietet die Geschichte
um die Abschlussklasse der „New
York High School of Performing
Arts“ Platz für viel individuelle Charaktere, die von den Darstellern
auch ausgelebt werden. Sei es beispielsweise Stephanie Braune, die eine wunderbar kindliche Serena Katz
abgibt. Oder Marie-Luis Kießling,
die als Mabel Washington so herzzerreißend mit ihren Pfunden und
dem
heimtückischen
„Kühlschrank-Gen“ kämpft. Oder Brian
Sommer, das sich als Jack und als
Kind der New Yorker Bronx schließlich doch noch mit dem klassischen
Tanz anfreundet und sogar dem
Buchstabensalat in seinem Kopf den
Kampf ansagt. Das einzige, was dabei am Sonntagabend gestört hat,
war das laute Handyklingeln eines
Besuchers auf den bevorzugten Plätzen dieses Abends.
A2 Freie Presse
ROMAN & RÄTSEL
D
er zweite Name musste der
ihres Vaters sein. Gilles hatte Bruno dessen Telefonnummer genannt wie auch die Handynummer des Mädchens und darauf hingewiesen, dass sie sowohl einen französischen als auch einen
amerikanischen Pass hatte. Der Vater kannte vielleicht die Passnummern.
Nur wer in Saint-Denis konnte
gut genug Englisch, um sich mit
ihm zu verständigen? Gilles’ Handy
war besetzt, also rief Bruno spontan
Pamela in Schottland an, erklärte
kurz, worum es ging, und bat sie, mit
dem Vater Kontakt aufzunehmen
und ihm einzuschärfen, falls seine
Tochter sich bei ihm melde, müsse
er dafür sorgen, dass sie sofort die
nächste Polizeistation aufsuchte
und darauf bestand, dass man ihn
oder Jean-Jacques verständigte.
„Sie ist mit Air France geflogen
und von Paris aus weiter nach Bordeaux. Die Maschine dürfte soeben
gelandet sein“, sagte Jean-Jacques. Er
telefonierte schon mit dem Sicher-
Femme fatale
heitsbüro des Flughafens BordeauxMérignac.
„Lassen Sie bitte feststellen, ob
ein Hubschrauber in Mérignac gelandet ist“, sagte Bruno und las die
Registriernummer der Maschine des
Grafen aus seinem Notizbuch ab.
Jean-Jacques gab sie durch.
Angestrengt dachte Bruno darü-
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ber nach, welche nützlichen Informationen er sonst noch anzubieten
hatte.
Er konnte vor Nervosität nicht
stillstehen, weil Jean-Jacques erst
lange warten und sich dann mit Namen und Dienstnummer ausweisen
musste, ehe er erklären konnte, worum es ging.
„Sie werden an der Gepäckausgabe einen Posten aufstellen“, sagte
Jean-Jacques, den Hörer am Ohr. „Eine Zollabfertigung gibt’s nicht, weil
der Flug aus Paris kommt. Ich höre
gerade, dass man sie über Lautsprecher ausruft.“
Brunos Handy brummte wieder.
Das muss Pamela sein, dachte er und
riss den Apparat aus dem Etui am
Gürtel, doch es war Fabiola.
„Ich habe gerade von der Staats-
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und im Online-Shop der „Freien Presse“.
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wieder. Ich rufe jetzt den Polizeichef
von Bordeaux an und informiere
den Staatsanwalt. Wer holt Sie ab?“
„Dr. Fabiola Stern. Wir fahren
zum Château, um nach der Roten
Komtesse zu sehen. Übrigens, es gibt
da wahrscheinlich noch einen Betrugsfall, um den Sie sich werden
kümmern müssen. Die Komtesse ist
angeblich nicht ansprechbar, hat
aber einen Kreditvertrag bei der
Bank unterschrieben.“
„Die Suche nach dem Mädchen
hat Vorrang. Auf geht’s. Ich fahre
jetzt mit Sergeant Jules los und werde von unterwegs anrufen. Sie warten hier auf die Ärztin.“
„Wir sollten auch Jofflin warnen.
Er leitet die Hausdurchsuchung in
der auberge. Vielleicht landet dort
der Hubschrauber.“
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anwaltschaft die Erlaubnis bekommen, die Rote Komtesse zu untersuchen“, berichtete sie. „Würden Sie
gern dabei sein?“
Bruno realisierte plötzlich, dass
die Patientin mutterseelenallein
war. Die Schwester und Foucher saßen in der Gendarmerie, Eugénie
war verschwunden, und der Graf
suchte nach der unbekannten Tochter seiner Cousine.
„Ja, gern“, antwortete er. „Holen
Sie mich bitte vor der Gendarmerie
ab.“
Jean-Jacques hatte sein Gespräch
beendet. „Das Mädchen ist ihnen
durch die Lappen gegangen. Sie hatte offenbar nur Bordgepäck bei sich.
Ein Hubschrauber ist nicht gelandet. Aber sie fragen bei anderen
Flughäfen nach und melden sich
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Fabiolas altes Auto quälte sich bereits den Anstieg zum Château hinauf, als Bruno sein Handy endlich
zuklappte. Isabelle war gebrieft worden, was bedeutete, dass das Innenministerium jetzt mit dem Verteidigungsministerium reden konnte.
Bruno schwirrte der Kopf. Trotzdem
behielt er den westlichen Horizont
im Blick für den Fall, dass ein Hubschrauber aufkreuzte.
„Ich weiß jetzt, wer Ihr Privatpatient ist“, sagte er. „War ja klar, dass Sie
dahinterkommen“, erwiderte Fabiola. „Mich wundert nur, wie lange es
gedauert hat. Und dass Sie geglaubt
haben, ich täte es für Geld, wundert
mich noch mehr.“
„Haben Sie von Béatrice denn
kein Geld dafür bekommen, dass Sie
die Mädchen in der auberge medizinisch betreuen?“ Fortsetzung folgt
© 2013 by Diogenes Verlag AG Zürich – Folge 138
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Dienstag, 24. März 2015
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FERNSEHEN & RADIO
Dienstag, 24. März 2015
IM RADIO
HÖRSPIEL
Benns Stimme
hinter dem Vorhang
Freie Presse
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Nur eben mal die Welt retten
buch. So dokumentiert der junge
Mann, das die Erbkrankheit Chorea
Huntington, an der er leidet, noch
nicht ausgebrochen ist, sein Hirn
noch nicht zerfressen hat. Sieben
Jahre gibt sich Felix noch – und die
will er nutzen. Der Physik-Prof und
„uneheliche Ur-Ur-Enkel“ von Albert Einstein arbeitet Tag und Nacht
an einem Projekt, das die Energieprobleme der Menschheit für immer lösen soll. Daran haben natür-
lich auch die Chinesen Interesse und sind Felix stets auf den Fersen.
Von seiner Vision, den Energiehunger der Weltbevölkerung zu stillen, hält Felix nur ein blöder Zufall
ab – und seine stete Sucht nach ille-
galen Aufputschmitteln. Denn die
bringt ihn in die Hände von Polizistin Elena (Annika Ernst). In Untersuchungshaft löst Superhirn Felix in
Minutenschnelle mal eben einen
Fall, an dem sich die dann doch eher
trottelige Bochumer Polizei bislang
vergeblich den Kopf zerbrochen hatte. Um dem sicheren Knast zu entkommen, verpflichtet sich Einstein
Junior, der Polizei fortan als „offizieller Berater“ bei ihren Ermittlungen
zu helfen.
Und da hat er bald viel zu tun: Als
nämlich in der Wohnung dreier Araber eine Bombe explodiert, vermutet die Polizei einen terroristischen
Hintergrund. Ein Biss in eine Scheibe Frühstücksspeck, die Felix am
Tatort findet, verrät ihm aber:
Schweinefleisch essende Islamisten? Hinter dem Fall muss etwas anderes stecken! Vielleicht die bösen
Chinesen?
Mit Felix „Einstein“ Winterberg
bekommt das deutsche Fernsehen,
das bekanntlich gerne Laien in die
Polizeiuniform steckt, einen ganz
besonderen Ermittler: arrogant, hyperintelligent mit leicht autistischen Zügen, und dennoch charmant und sexy. Trotz des ernsten
Hintergrunds mit Felix‘ Erkrankung
ist „Einstein“ aber kein moralinsaures Drama geworden, sondern eine
wunderbar unterhaltsame, im besten Sinne durchgeknallte Krimikomödie, die durchaus das Potenzial
hätte, als Pilotfilm für eine ganze
Fernsehserie zu dienen. (tsch)
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DEUTSCHLANDFUNK
20.10 UHR 1952
entstand diese berühmte Szenenfolge: eine Prosa zum Lesen, eine Vorlage fürs Theater, ein Spiel für Stimmen, ein Hörspiel. Zeitgenossen reden über die Welt - und die Bewusstseinslage, ratlos und irritiert, damit
auf das horchend, was ihnen jenes
„höhere Wesen“, die Stimme hinter
dem Vorhang zu sagen hat. „Im Dunkeln leben, im Dunkeln tun, was wir
können.“ Gottfried Benn in einem
Brief an seine Tochter Nele: „Ich habe etwas Neues, Schreckliches veröffentlicht über Liebe & Kalt, zynisch,
aber gut: Die Stimme hinter dem
Vorhang.“ Der Deutschlandfunk
sendet eine Hörspielproduktion aus
dem Jahr 1955. (fp)
Soso, der Enkel von Albert
Einstein arbeitet jetzt bei
der reichlich trotteligen
Polizei im Ruhrgebiet,
um vor seinem sicheren
Krankheitstod in der
Komödie „Einstein“ noch
ein paar bösen Jungs die
Zähne zu ziehen. Klingt
schräg? Ist es auch!
VON SVEN HAUBERG
SAT.1 20.15 UHR
Die Anhaltische Philharmonie spielt August
Klughardts Festouvertüre Es-Dur,
entstanden zur 100-jährigen Jubelfeier des Hoftheaters Dessau, Ludwig van Beethovens Klavierkonzert
Nr. 5 und Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. a-Moll, die
„Schottische“. Am Klavier sitzt dabei
eine Meisterin: Ragna Schirmer.
MDR Figaro sendet eine Aufzeichnung vom September 2011. (fp)
Die Bochumer Polizei? Inkompetenter als die Jungs
von der „Police Academy“! Ein
Glück, dass sich mit Felix „Einstein“
Winterberg (Tom Beck) ein Genie
findet, das der müden Truppe auf die
Sprünge hilft. Wenn auch nicht
ganz freiwillig. Denn eigentlich hat
Felix gar keine Zeit für solche Petitessen. Er leidet an einer mit Sicherheit tödlich endenden Erbkrankheit
und will in der Zeit, die ihm bleibt,
noch schnell die Welt retten. Die
SAT.1-Eigenproduktion „Einstein“,
die der Münchner Sender jetzt in
Erstausstrahlung zeigt, ist eine krude Mischung aus Krimi, Komödie
und Wissenschaftsthriller, die aber
hervorragend zu unterhalten weiß.
„Kein Zittern“ notiert sich Felix
(Tom Beck) jeden Tag in sein Notiz-
,!
KONZERT
Ragna Schirmer
haut in die Tasten
MDR FIGARO 20.05 UHR
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Ein Stück Speck reicht Physik-Professor Felix (Tom Beck), um einen kniffligen Fall zu lösen.
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FOTO: SAT.1
A4 Freie Presse
RATGEBER
Dienstag, 24. März 2015
Schöner flirten
NACHRICHTEN
KABEL-INTERNET
Mieter haben
keine Anbieterwahl
TELEFONFOREN
Experten beraten
zu Diabetes
Mimiktrainer Robert Körner verrät, was beim Kennenlernen hilft und was gar nicht geht
Diabetes ist in Deutschland die
Volkskrankheit Nummer eins.
Sechs Millionen Menschen sind davon betroffen – und viele Menschen
wissen nicht, dass sie ein DiabetesRisiko haben oder bereits erkrankt
sind. Doch kann man Diabetes überhaupt vorbeugen? Auf welche Symptome sollte man achten? Wie wichtig ist eine frühzeitige Insulintherapie? Diese und weitere Fragen beantworten morgen, von 14 bis 16 Uhr
diese Experten am Telefon:
0351 48642805: Professor Markolf Hanefeld, Direktor des Zentrums für Klinische Studien Dresden,
Bereich Endokrinologie und Stoffwechsel,
0351 48642806: Dr. Petra Ott,
Fachärztin für Innere Medizin/Diabetologie/Endokrinologie an den
Helios Weißeritztal-Kliniken.
Jetzt im Frühjahr wird wieder gern
geflirtet. Katrin Saft sprach dazu
mit Robert Körner, Mimiktrainer
aus Pirna und Autor der „Freie
Presse“-Kolumne „Mimik.Macht.
Meinung“.
Ein Haus, ein Anbieter: Wenn es um
den Kabelanschluss fürs Fernsehen,
Internet und Telefon geht, haben
Verbraucher anders als bei DSL-Anschlüssen keine Wahl. Selbst wenn
in einer Stadt mehrere Kabel-Anbieter konkurrieren, haben sich beispielsweise bei Mehrfamilienhäusern die Hausverwaltung oder die Eigentümergemeinschaft auf einen
Anbieter festgelegt, erklärt das Portal „Teltarif.de“. (dpa)
Herr Körner, flirten Männer
und Frauen eigentlich unterschiedlich?
Ja, sie folgen dabei traditionellen
Mustern. So nehmen Männer beim
Flirten gern die Rolle des Beschützers ein. Sie bauen sich auf, präsentieren sich, demonstrieren Stärke.
Gleichzeitig nehmen sie wie ein Jäger ihre Beute – die Frau – ins Visier.
Sie zeigen Interesse. Das erkennt
man daran, dass sich die oberen Augenlider und -brauen heben. Der
Mund wird geöffnet. Sie wollen
mehr Daten aufnehmen, sie glotzen.
Und die Frauen?
Flirtende Frauen gewähren Einblick
an sensible Stellen. Sie neigen dazu
zum Beispiel den Kopf zur Seite und
legen Hals und Dekolleté offen. Sie
lächeln und lassen den Blick verlegen wandern. Typische Berührungsgesten nehmen zu. Sie fahren sich
mit den Fingern durch die Haare,
zupfen an der Bluse oder streichen
sich über die Oberschenkel.
Was kann man tun, um die
Gunst des Gegenübers zu gewinnen?
Die wenigsten Männer gehen auf
Kaltakquise. Zwar muss die Frau
nicht als Erste das Wort ergreifen.
Doch wenn sie den Blickkontakt
sucht und lächelt, signalisiert sie
dem „Jäger“, dass es eine Chance auf
Erfolg gibt. Er wird sich dann leich-
GELD
Finanzamt will keine
Kfz-Steuer mehr
Finanzämter können seit dem 1.
März keine Kfz-Steuer mehr annehmen. Darauf weist die Oberfinanzdirektion Karlsruhe hin. Eingehende
Zahlungen werden zurücküberwiesen. Hintergrund ist der Wechsel der
Zuständigkeit für die Kfz-Steuer von
den Ländern zum Bund. Seit dem
vergangenen Jahr sind Hauptzollämter und Bundeskassen für diese
Steuer zuständig. Die zuständige
Bundeskasse kann auf der Homepage der Zollverwaltung ermittelt
» www.zoll.de
werden. (dpa)
KOSMETIK
Jeder vierte Mann
ein Friseurmuffel
Jeder Fünfte geht nie zum Friseur.
Das geht aus einer repräsentativen
GfK-Umfrage hervor. Demnach sagten 20 Prozent, sich die Haare entweder selbst zu schneiden oder Familienmitglieder und Freunde darum zu
bitten. Bei den Männern waren es
mit 24 Prozent mehr als bei den
Frauen (16 Prozent). Für die Umfrage im Auftrag der „Apotheken Umschau“ wurden 983 Frauen und 944
Männer befragt. (dpa)
D
as große Kriechen ist wieder ausgebrochen. Durch
den milden Winter haben
die Schnecken offenbar keinen Tiefschlaf gehalten, und nun nutzen sie
die Zeit, um über alle neuen grünen
Spitzen herzufallen. Ich habe es zuerst an den angefressenen Hyazinthen bemerkt. Nun sind die ersten
Gemüsepflanzen und die keimenden Aussaaten besonders gefährdet.
Also gilt es zu handeln, bevor die Situation völlig unbeherrschbar wird.
Wichtig ist es, alle potenziellen
Verstecke der Schnecken aufzuspüren und zu beseitigen. Wenn erst die
Pflanzen dichter sind, wird es
schwerer. Unter Laub und Häckselgut finden auch die Schnecken
Schutz. Also entfernt man diese Decke. Da Schnecken jede Bodenspalte
zum Versteck nutzen, sollte man die
RATGEBER IM TV
Zuviel Ablenkung
20.15 Uhr im NDR: Visite. Beim
Autofahren telefonieren, beim Fernsehen chatten. Immer öfter versuchen wir, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen. Deshalb werden
wichtige Dinge vergessen. Doch es
gibt Tricks, sich Dinge zu merken.
9.05 Uhr im ZDF: Volle Kanne.
U. a.: Essen, das hungrig macht;
18.35 Uhr bei n-tv: Ratgeber Steuern und Recht. Mit: Drohnen.
FRAGEN per E-Mail bis morgen 15 Uhr unter
telefonforum@redaktion-nutzwerk.de.
Coole Idee – die Flirtkelle. Doch nicht jeder will gleich mit der Kelle ins Haus fallen.
ter tun, sie anzusprechen. Ein beliebter Trick ist, Körpersignale des
anderen zu spiegeln: Wenn er am
Glas nippt, die Beine übereinanderschlägt oder lächelt, es ebenso tun.
Wie spricht Mann Frau am besten an?
Auf keinen Fall Sprüche klopfen
wie: „Du bist heißer als mein letztes
Essen beim Mexikaner“. Besser die
Frau auf Augenhöhe ansprechen:
„Du bist mir aufgefallen. Ich möchte
dich gern kennenlernen. Darf ich
dich auf einen Drink einladen?“,
zum Beispiel. Frauen mögen Männer, die ehrliches Interesse zeigen.
Und worüber redet man am Anfang? Übers Wetter?
Robert Körner
Mimiktrainer
und Kolumnist
FOTO: RONALD BONSS
Am besten über leichte Themen wie
Hobbys, Sportarten oder Lieblingsgerichte, um erst mal Gemeinsamkeiten herauszufinden. Flirt-Killer
sind die letzte Beziehung, Geld, Politik oder diverse Krankenhaus-Geschichten. Hören Sie dem anderen
einfach aufmerksam zu, stellen Sie
Fragen, gehen Sie auf Einzelheiten
ein. Das kommt an.
MEIN GARTENTIPP
Das große Kriechen
WOLFGANG FRIEBEL
ÜBER DEN KAMPF GEGEN DIE SCHNECKEN
expertentipp@redaktion-nutzwerk.de
Beete regelmäßig leicht bearbeiten
und die Oberfläche immer wieder
ankratzen und einebnen. Effektiv ist
es, wenn man dabei die Schneckengelege freilegt, die von manchen Tieren im Garten gefressen werden.
Leider haben die gefürchteten
Spanischen Wegschnecken kaum
natürliche Feinde, und so konnten
sie sich in den letzten Jahren zu einer echten Plage entwickeln. Wer
schon einmal so eine Schnecke in
der Hand hatte, weiß, wie viel Mühe
es macht, den Schleim wieder abzuwaschen. Also muss man selbst aktiv werden. Absammeln und vernichten ist eine Methode, bei der
man wenigstens den Erfolg sieht.
Wer seine gesammelten Schnecken
außerhalb des Gartens wieder freilässt, regt die Schleimer nur zur
Wanderschaft an und kann sie bald
wieder begrüßen. Der Einsatz von
Schneckenbekämpfungsmitteln
bringt meist ganz gute Ergebnisse,
Nebenwirkungen auf andere Lebe-
FOTO: DPA
Wo sehen Sie die Grenzen beim
Flirten?
Wenn man jemanden kennenlernt,
sollte man eine gewisse soziale Distanz nicht unterschreiten. Als Faustregel gilt ein Meter. Ab 60 Zentimeter beginnt die Intimsphäre, und die
ist tabu, solange vom Gegenüber
nicht eindeutig andere Signale kommen. Vorsichtig werden sollten
Frauen auch beim typischen Schlafzimmerblick: Die Pupillen sind erweitert, die oberen Augenlider senken, der Mund öffnet sich. Wenn
dann noch die Stimme tiefer und
langsamer wird, sind das eindeutige
Zeichen, dass hinter dem Kontaktversuch sexuelle Erregung steckt.
Heute Tipps
zur Geldanlage
Die Geldflut der Europäischen Zentralbank drückt die Zinsen immer
tiefer. Kein Wunder, dass zwei Drittel der Deutschen mit der Wertentwicklung ihrer Geldanlagen unzufrieden sind. Andererseits sind die
Börsen auf Höhenflug. Zudem: Die
Auswahl an Finanzprodukten ist
groß und für den Laien kaum noch
zu überschauen. Wie legt man in
diesen unsicheren Zeiten seine Ersparnisse am besten an? Welche Anlagen lohnen sich?
Fragen zum Thema Geldanlage
beantworten drei Experten vom
Bundesverband deutscher Banken
heute von 10 bis 12 Uhr. Sie sind
wie folgt zu erreichen:
wesen im Garten sind aber nie auszuschließen. „Schutzstreifen“ um
die besonders wertvollen Pflanzen
oder Schneckenzäune haben nur eine begrenzte Wirkung. Aus der Erfahrung kennt man Pflanzen, die bei
Schnecken besonders beliebt sind.
Sie sollte man besonders schützen,
also Studentenblumen, Dahlien,
Blumenrohr, Funkien, Zinnien und
das Tränende Herz. Beim Gemüse
sind es Salat, Bohnen, Paprika, Kohl
und Kräuter.
Schneckenfrei wird man seinen
Garten nie bekommen. Wenn man
aber konsequent vom Beginn der
Saison nicht untätig ist, kann man
dieses Problem wenigstens im Rahmen halten.
WOLFGANG FRIEBEL ist Gartenmeister im
Dresdner Schloss Pillnitz.
0371 656-88385:
Karsten
Lohr,
Bundesverband
deutscher Banken
0371 656-88386:
Robert Wolf,
Bundesverband
deutscher Banken
0371 656-88387:
Daniel Arnold,
Bundesverband
deutscher Banken.
FRAGEN per E-Mail bis heute 9 Uhr unter
telefonforum@redaktion-nutzwerk.de.
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