close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Immobilienbrief STUTTGART - Immobilienverlag Stuttgart

EinbettenHerunterladen
Immobilienbrief
STUTTGART
Ausgabe 168
Seite 2
Stuttgart auf der Mipim
• OB und Standpartner
zufrieden
• Kuhn geht auf die Branche zu
• Oettinger schaut vorbei
Baustart für Skyline
• Daimler mietet bei Bülow
Jaz in der Cloud
• Neues Hotelkonzept kommt
Seite 4
Hotelmarkt Stuttgart
• Zimmerertrag gestiegen
Seite 5
Stuttgart hat Zukunft
• Unter Europas Metropolen
vorne dabei
• Bevölkerung und
Wohlstand wachsen
Borgward reanimiert
• Zentrale auf IBM-Areal?
Seite 7
Bosch mietet
• Büroflächen im Oasis
und Zeppelin-Carré
Seite 8
Klinikum Waiblingen
• Neubebauung gestartet
• Investorenwettbewerb läuft
Seite 9
Bündnis für Wohnen
• Zweite Tagung in Stuttgart
• Arbeitskreise gegründet
Liebe Leser !
Esslingen und Ostfildern beispielsweise wollen auch die Mietpreisbremse. Die Oberbürgermeister haben beim Land interveniert, weil in ihren Städten kein angespannter Wohnungsmarkt festgestellt
wurde und sie damit nicht auf der obskuren Liste stehen, die wir Ihnen im vorigen Immobilienbrief
Stuttgart vorgestellt und kommentiert haben.
Nochmals unsere Botschaft an alle Rathäuser: Die Mietpreisbremse ist Populismus pur. Ihretwegen entsteht keine Wohnung mehr. Eher wird weniger gebaut und saniert, da sie abschreckt. Und sie
hilft nicht der bedürftigen Zielgruppe. Wenn sich in Esslingen oder
Ostfildern eine alleinerziehende Mutter, eine Verkäuferin und ein Ingenieur
um eine Wohnung bemühen, werden die Vermieter weiterhin im Regelfall
den Ingenieur bevorzugen. Der freut sich über eine niedrigere Miete, auch
wenn er mehr bezahlen könnte, und die Schlechterverdienenden gehen
weiterhin leer aus. Der Vermieter ärgert sich über die geringere Rendite
und erhöht womöglich seinen Bestandsmietern.
Das, Ihr lieben Politiker, nennt man dann ein klassisches Eigentor.
Ziel verfehlt. Gegenteil erreicht.
Glückwunsch zum Mipim-Auftritt der Stadt Stuttgart! Alles richtig
gemacht: Toller Stand, viele Gäste, gute Atmosphäre. Während an den
Ständen von München, Frankfurt und Düsseldorf die Masse drängelte und
es oft nur um das Gesehenwerden ging, lag der StuttgartStand etwas abseits. Dafür waren gute Gespräche möglich,
ein Arbeitsstand eben und kein Glamourauftritt. Das wird
der Schwabenmetropole und ihren schaffigen Bewohnern gerecht.
Dass der Stuttgart-Stand mehr Partner vertragen würde,
ist ein anderes Thema. Hier könnte so mancher schwäbische
Immobilienunternehmer seinen Geldbeutel ruhig etwas öffnen.
Am München-Stand ging der süße Senf aus, berichtet die
Süddeutsche Zeitung. Für geschätzte 1400 Euro wurde
per Taxi Nachschub angekarrt. Das Organisationstalent
unserer bayerischen Freunde und die Geldverschwen- Die Mipim-Statements der Standpartner
dung wollen wir nicht kommentieren. Was blieb ihnen
anderes übrig? Ohne Senf schmecken die Weißwürste so blass, wie sie aussehen, und die
trockenen bayerischen Brez’n bleiben im Hals stecken. Anders hingegen so eine fluffige,
schmackhafte schwäbische Maultasche ... mmmh!
Mit schwäbisch-kulinarischen Grüßen
Seite 11
„Das ES“ verkauft
• Union Investment schlägt zu
• Kaufpreis 80 Millionen Euro
24.03.2015
Ihr
Frank Peter Unterreiner, Herausgeber
Foto: Heller
Inhaltsverzeichnis
www.immobilienbrief-stuttgart.de
PROJEKTE
Startschuss für Skyline
Bülow legte den Grundstein für das
96 Millionen Euro teure Skyline am
Stuttgarter Pragsattel. Im ersten
Bauabschnitt entsteht das Z-förmige
Sockelgebäude, dessen 10 000 m2
Mietfläche Daimler Financial Services und die Mercedes-Benz-Bank
beziehen werden. Im Turm sollen
Wohnungen oder Apartments unterkommen, das endgültige Konzept ist
noch nicht bekannt.
Moxy-Hotel am Flughafen
GBI realisiert für 16 Millionen Euro
ein Moxy-Hotel mit 176 Zimmern.
Baubeginn in der Dieselstraße 22
in Leinfelden-Echterdingen soll
im Spätsommer sein, Eröffnung
im Frühjahr 2017, berichtet GBIVorstand Reiner Nittka. Mit institutionellen Investoren würden bereits
Gespräche geführt. Die Schweizer
SV-Gruppe hat mit Moxy einen
Betreibervertrag über zwanzig
Jahre geschlossen. Moxy gehört
zur Marriott-Gruppe und will laut
Eigenwerbung durch „ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis“,
eine künstlerische Ausstattung und
hochwertige Technik Kunden gewinnen.
Jaz in the City
Das Steigenberger-Hotel im Projekt
„Cloud No. 7“ im Stuttgarter Europaviertel wird ein „Jaz in the City“
mit 175 Zimmern und Suiten, einem
330 m2 großen Restaurant, 400 m2
Konferenz- und 200 m2 Wellnessbereich sein. Es wird das zweite Hotel
der Designmarke, das erste entsteht
in Amsterdam.
Flugfeld Office
W2 Development baut auf dem
Flugfeld Böblingen/Sindelfingen
das Büro- und Geschäftshaus
„Flugfeld Office“ mit sechs Etagen.
Am Konrad-Zuse-Platz entstehen
3225 m2 Gewerbeflächen, davon
2740 m2 für Büros. Im Erdgeschoss
soll Einzelhandel oder Gastronomie
unterkommen. Die Fertigstellung ist
für Ende 2016 geplant.
Ausgabe 168
24.03.2015
Seite 2
Mipim: Stuttgart-Stand gut besucht wie nie
OB Kuhn: „Es ist gut, dass wir hier sind“
Ein gut besuchter Stuttgart-Stand, erfolgreiche Gespräche, zufriedene Standpartner und ein
Oberbürgermeister, der auf die Immobilienbranche zuging – das waren die wichtigsten Eindrücke der Mipim aus Stuttgarter Sicht.
Foto: Heller
Immobilienbrief
STUTTGART
So gut besucht war der Stuttgart-Stand
Es sei gut, dass Stuttgart auf der Mipim vertreten ist – diese Aussage des Stuttgarter Oberbürgermeisters
Fritz Kuhn hörte die Immobilienbranche in Cannes gerne. Zum einen dürfte damit der Beitrag der
Landeshauptstadt zum Mipim-Stand gesichert sein, zum anderen dürfte es ein Zeichen dafür sein,
dass das Stadtoberhaupt mit der Branche so langsam warm wird. Vor zwei Jahren war Kuhn schon
einmal auf der Mipim. Damals, kurz nach seinem Amtsantritt, hat er mit der Immobilienwirtschaft noch
sichtlich gefremdelt.
Auch EU-Kommissar Oettinger schaute vorbei
Zwei Tage war Kuhn dieses Jahr auf der Mipim, ebenfalls anwesend waren Baubürgermeister Matthias
Hahn, Stadtplanungsamtsleiter Detlef Kron, die Wirtschaftsförderin Ines Aufrecht und Matthias Lutz von
der WRS Wirtschaftsförderung Region Stuttgart. Auch EU-Kommissar Günther Oettinger schaute vorbei.
„Auch Stadt muss Beitrag zu bezahlbarem Wohnraum leisten“
Auf der Mipim könne er in zwei Tagen viel mehr Gespräche mit der Immobilienwirtschaft und
Investoren führen als in Stuttgart, freute sich Kuhn bei der Standeröffnung. In seiner Rede betonte er die Notwendigkeit, in Stuttgart auch Wohnraum für die zu schaffen, die „weniger Geld haben“.
600 geförderte Wohnungen könnten pro Jahr vielleicht entstehen. Er betonte, dass dies nicht allein Sache
der Immobilienwirtschaft sein dürfe, auch die Stadt müsse ihren Beitrag dazu leisten – das dürften die
Anwesenden gerne gehört haben.
„Aktionismus hilft dem Wohnungsmarkt nicht“
„Das Zweckentfremdungsverbot fassen wir mit sehr spitzen Fingern an“, sagte Kuhn. Er sei von dem
Instrument nicht überzeugt. Stuttgart habe nicht das Problem, dass Wohnungen in großem Stil zweckentfremdet an Touristen vermietet werden, und Aktionismus helfe dem Wohnungsmarkt nicht. Auch auf die
ECE ging Kuhn zu: Das Versprechen, dass 80 Prozent der Besucher des Milaneo mit öffentlichen Verkehrsmitteln kämen, sei erfüllt worden, lobte er. Gut kam bei den Standpartnern auch an, dass der OB sie
kurzfristig zu einem Dinner einlud.
Immobilienbrief
STUTTGART
Ausgabe 168
24.03.2015
Seite 3
Der OB bedankte sich bei den Standpartnern
MARKT
Eigentumswohnungen in
der Metropolregion teurer
Die Preise für Eigentumswohnungen
in Stuttgart sind 2014 um 6 Prozent
auf durchschnittlich 2860 Euro gestiegen, innerhalb von fünf Jahren
um 30 Prozent. 2013 kletterten die
Preise in Frankfurt mit 6,6 Prozent
und innerhalb von fünf Jahren in
Berlin mit 43,9 Prozent am stärksten,
ermittelte das Institut F+B Forschung
und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt. Der Vervielfältiger
stieg in Stuttgart von 2009 bis 2014
von 21,3 auf 24,6. Für Tübingen
nennt F+B binnen Jahresfrist eine
Preissteigerung um 4,9 Prozent auf
2870 Euro, für Fellbach von 1 Prozent auf 2550 Euro, für Esslingen
um 8,4 Prozent auf 2520 Euro, für
Kornwestheim von 5,5 Prozent auf
2520 Euro, für Leinfelden-Echterdingen von 4,6 Prozent auf 2490 Euro,
für Ludwigsburg um 1,2 Prozent auf
2480 Euro und für Ostfildern um
3,4 Prozent auf 2450 Euro.
Knapp 1000 neue
Hotelzimmer
968 Hotelzimmer wurden in Stuttgart 2009 bis 2014 fertiggestellt,
meldet Bulwien-Gesa. Damit ist
die Schwabenmetropole Schlusslicht unter den zehn untersuchten
Standorten. Den höchsten Zuwachs
hatte Berlin inklusive Schönefeld
mit 16 715 Hotelzimmern, gefolgt
von Hamburg (6330) und München
(4797). Leipzig liegt auf Rang neun
mit 1072 Zimmern.
„Danke, dass Sie den Stand mit Leben füllen“, bedankte sich Fritz Kuhn bei den Standpartnern und lobte
auch ihr finanzielles Engagement. Der Stand sei ein Ort der Kommunikation, ergänzte er. Zur Erinnerung: Vor einigen Jahren war Stuttgart nur mit einem kleinen Stand vertreten, den die FAZ als „begehbaren
Kleiderschrank im Flur“ verspottete. Daraufhin gingen die Wirtschaftsförderung und der IWS Immobilienwirtschaft Stuttgart eine Kooperation ein und organisieren den Stand nun gemeinsam.
Was zunehmend schwerer fällt, ist die Gewinnung von ausreichend Standpartnern. Während
beispielsweise München 32 Standpartner hat, sind es in Stuttgart gerade mal acht: Colliers International
Stuttgart, Drees & Sommer, Ellwanger & Geiger, Epple Projekt, Landesbank Baden-Württemberg, LBBW
Immobilien Management, Strabag Real Estate und die WRS.
Die Berater der LBBW zogen die Besucher an
Dabei war der von Heller Designstudio entworfene Stand gelungen wie nie und Ines Aufrecht damit „zufrieden wie nie“. Der Stand war höher, transparenter, wertiger und hatte mehr Sitzgelegenheiten.
„Die 3D-Tapete setzt sich aus den Farben der Stadt und der LBBW zusammen“, erklärt Standarchitekt
Marcel Heller. Jeder Standpartner sei aufgefordert worden, sein Statement zur Stadt abzugeben. Hellers
Favorit ist der Spruch von Uwe Jaggy, Niederlassungsleiter Strabag Real Estate: „Stuttgart is booming.
Don’t miss it!“
Am Stuttgart-Stand wurde gearbeitet
Es kamen mehr Gäste als in den Vorjahren, auch deswegen, weil die LBBW mit zwanzig Beratern da war und
die Gespräche am Stand abhielt. An den Ständen von Düsseldorf, München und Frankfurt, die sich alle auf
der Hauptebene befinden, war es so voll, dass kein vertrauliches Gespräch möglich war, am Stuttgart-Stand
war dies hingegen gut möglich.
Bewährt hatten sich auch die Maultaschen vom Uhlbacher Hasenwirt, sie reichten, während aufgrund der höheren Besucherzahl am Donnerstagabend der Weißwein und das Bier ausgingen. Und dies,
obwohl mehr davon mitgenommen wurde als im Vorjahr.
Berlin hat sich auf Augenhöhe mit Metropolen
wie Berlin und Hamburg präsentiert
„Das Feedback der Partner fällt positiv aus“, freut sich Aufrecht. Sie hätten viele Kontakte gehabt, teilweise seien sogar Abschlüsse getätigt worden. Stuttgart habe sich auf Augenhöhe mit anderen Metropolen
präsentiert, der Stand sei teilweise voller gewesen als der größerer Städte. „Der Stand war sehr einladend
und gelungen an bewährter Stelle“, lobte auch Mario Caroli, persönlich haftender Gesellschafter von
Ellwanger & Geiger.
www.wohninvest.de
Immobilienbrief
STUTTGART
Ausgabe 168
24.03.2015
Seite 4
MARKT
Hotel: Zimmerertrag
gestiegen
Um 11 Prozent ist in Stuttgart 2014
der Ertrag pro Hotelzimmer (RevPAR)
gestiegen, meldet E&Y. Mit 65 Euro
ist die Kennziffer jedoch immer noch
vergleichsweise niedrig, in Frankfurt
und München wird mit 83 Euro der
höchste Wert erzielt, gefolgt von
Düsseldorf mit 80 Euro. Deutschlandweit liegt der RevPAR bei
62 Euro, ebenso in Berlin.
LOB & PREIS
Leonhardt-Preis
für Sobek
Für sein Lebenswerk erhält der
Bauingenieur und Architekt Werner Sobek den alle drei Jahre
verliehenen Fritz-Leonhardt-Preis,
der an den Planer des Stuttgarter
Fernsehturms erinnert. Die Ingenieurkammer Baden-Württemberg
und der Verband Beratender Ingenieure ehren mit dem international
bedeutenden Preis herausragende
Vertreter zeitgenössischer Ingenieurbaukunst.
Fotos (3): Heller
Zertifizierte Büroflächen
Stuttgart bleibt Schlusslicht unter
den sieben großen Bürometropolen:
Nur 2,6 Prozent des Büroflächenbestands sind zertifiziert. Frankfurt
hat den höchsten Anteil mit 13,5
Prozent, mit weitem Abstand folgen
Düsseldorf (5,6 Prozent), München
(4,7 Prozent), Köln (4,2 Prozent),
Hamburg (4 Prozent) und Berlin
(3,6 Prozent), meldet JLL.
„Wünschenswert wäre, dass die Teilnehmer aus Stuttgart, welche den Stand nutzen, sich auch an
den Kosten beteiligen“, fand er aber auch deutliche Worte der Kritik. Das war unter den Standpartnern
in der Tat ein Thema, dass zwar viele Stuttgarter ihre Gespräche am Stand führten und ihre Gäste verköstigten, letztendlich aber nur acht Unternehmen dies alles finanzierten. „Die Mipim war für uns nicht
in erster Linie eine Netzwerkmesse, sondern eine Arbeitsmesse“, ergänzte Caroli. Sie sei für Ellwanger &
Geiger, E&G Funds und Assets Management wieder sehr erfolgreich gewesen.
„Intensiv mit internationalen Investoren
und Bauherren gesprochen“
Auch Ralph Scheer, Geschäftsführer bei Drees & Sommer, war zufrieden: „Bei unserem Lunch & Relax
haben wir uns intensiv mit internationalen Investoren und Bauherren ausgetauscht. Die Quintessenz daraus: Alle in Cannes vertretenen Akteure beschäftigt die Frage, was Gebäude in Zukunft leisten müssen.“
Auf der Messe hätte Drees & Sommer daher großes Interesse daran wecken können, wie sich Immobilien
gesund, flexibel, smart, emissionsneutral, integriert und energieautark umsetzen lassen – und vor allem
auch noch wirtschaftlich sind. „Dabei war die Mipim für uns der Startpunkt – der Austausch geht weiter
und wird sicher in dem ein oder anderen Projekt münden“, hofft Scheer.
„Die Stimmung war meines Erachtens ausgesprochen gut“, meinte auch Francesco Fedele, Vorstandsvorsitzender von BF.direkt. Ein Ende des Investmentbooms sei zwar irgendwann zu erwarten, doch noch sei
der deutsche Immobilienmarkt für deutsche und zunehmend für ausländische Investoren sehr interessant.
„Für BF.direkt bietet das die Chance, neue und interessante Kontakte zu knüpfen“, meint er. Gerade ausländische Akteure könnten erheblich von diesen Dienstleistungen profitieren und hätten dann einen leichteren
Markteinstieg. n
Hier entsteht das
Büro von morgen.
Architektonisch markant und mit hohem Wiedererkennungswert: Am Eingangsportal des Flugfeldes
direkt am Böblinger Bahnhof entsteht mit dem „Flugfeld Office“ der W2 Development GmbH ein
repräsentatives Büro- und Geschäftshaus. Ein Bauvorhaben, das den begehrten Bürostandort Flugfeld
mit seiner sehr guten Infrastruktur mit kurzen Wegen und optimaler Verkehrsanbindung noch attraktiver macht. Mehr Infos finden Sie unter:
www.flugfeld.info
Seite 5
Stuttgart zählt auch künftig
zu Europas Top-Märkten
Eine aktuelle Studie benennt 46 Metropolen der Zukunft, unter ihnen Stuttgart. Immobilieninvestments, so die Analysten, sollten statt auf Länder- besser auf Städtebasis getätigt
werden. Von Christine Mattauch
Cities are more productive (GDP per capita, difference to national level)
57%
16%
Copenhagen
21%
Zurich
Hamburg
23% 23%
Stuttgart
28%
Dublin
Helsinki
Stockholm
Brussels
37% 36%
34% 32% 32%
Geneva
39%
Basel
41%
Munich
Düsseldorf
Amsterdam
London
50% 48%
47% 47%
Frankfurt
63%
Edinburgh
Techem heizt Südewo ein
Die Süddeutsche Wohnen (Südewo)
hat den Energiemanager Techem
mit der Wärmeversorgung von über
10 000 Wohnungen beauftragt. Dabei gehen rund 580 Wärmeversorgungsanlagen der Südewo in die
Verantwortung von Techem über,
genauso wie die Wärmebereitstellung. Techem ist in Kooperation mit
ESA Energy Solutions für den Betrieb und die Wartung der Anlagen
zuständig. Im Rahmen der Zusammenarbeit werden rund 90 Prozent
der bestehenden Anlagen aus Effizienz- und Umweltgründen modernisiert. Der Vertrag, der neben der
Wärmelieferung auch die Erfassung
und Abrechnung der Heizkosten
umfasst, ist auf 20 Jahre angesetzt
und für die Mieter kostenneutral.
24.03.2015
Städtevergleich von TIAA Henderson
Milan
UNTERNEHMEN
Borgward wird reanimiert
Die Automarke Borgward soll wieder
aufleben. Seinen Sitz soll das Unternehmen zunächst im Citygate am
Stuttgarter Hauptbahnhof haben, ein
Umzug auf das noch zu sanierende
Eiermann-Areal in Stuttgart-Vaihingen
werde geprüft. Laut einem Konzeptpapier, das die Stuttgarter Nachrichten
veröffentlichten, will Borgward in Stuttgart 260 Millionen Euro investieren.
Die Bereiche Verwaltung, Forschung,
Entwicklung, Design, Marketing und
Vertrieb sollen in Stuttgart angesiedelt werden. Borgward wurde 1961
insolvent und gehört heute zur chinesischen Foton Motor Company, die im
Lastwagenbau mit Daimler kooperiert.
Ausgabe 168
Paris
Immobilienbrief
STUTTGART
Source: Oxford Economics, 2014
Auch in Stuttgart ist die Wertschöpfung deutlich höher als im Bundesschnitt
Um den Standort Stuttgart muss man sich in den nächsten 15 Jahren keine Sorgen machen – dieses erfreuliche Fazit lässt sich aus einer aktuellen Studie der Londoner Investmentgesellschaft TIAA Henderson Real Estate (TH Real Estate) ziehen. Die Analysten haben 200 europäische Metropolen nach verschiedenen Kriterien auf ihre Zukunftsfähigkeit geprüft und knapp 50 Top-Standorte herausgefiltert. Stuttgart
gehört nicht nur zu dieser Spitzenklasse, sondern liegt auch innerhalb der einzelnen Rubriken
zumeist auf einem der vorderen Ränge. Das ist auch für den Immobilienmarkt eine gute Nachricht,
denn bekanntlich entwickeln sich da, wo es der Wirtschaft gut geht, auch Mieten und Renditen dynamisch.
Bevölkerung und Wohlstand soll dynamisch wachsen
Die Analysten von TH Real Estate haben die Städte auf Herz und Nieren untersucht. Ökonomisch relevante
Daten wie Größe, Einkommen und Alter der Bevölkerung betrachten die Experten sowohl punktuell wie
auch in der langfristigen Entwicklung. Für Stuttgart wird ein Bevölkerungswachstum von 3 Prozent
bis zum Jahr 2030 angenommen. Das durchschnittliche Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, gegenwärtig
bei umgerechnet rund 54 000 Dollar pro Einwohner, steigt kräftig: Im Zeitraum 2010 bis 2030 unter-
Spaeter-Areal
in Stuttgart-Wangen
Der Großhändler für Kunststoffplatten und Profile Wilkes hat das
6400 m2 große Spaeter-Areal in
Stuttgart-Wangen erworben. Es
ist mit einer 4000 m2 großen Halle
und einem 1500 m2 großen Bürogebäude bebaut, Wilkes will beides
sanieren. Verkäufer ist die SpaeterGruppe, Pflugfelder Immobilien vermittelte.
Sanitätshaus Göppingen
Das Sanitätshaus Weinmann hat
im Weber-Areal in Göppingen ein
zirka 5000 m2 großes Grundstück
von privat erworben und errichtet
dort einen Neubau mit Werkstätten,
Büros, Schulungsräumen und Lager.
Proquadrat hat vermittelt.
700
Key
600
All retail sales
Seite 6
60
Fashion & Footwear (RHS)
50
500
40
400
30
300
200
20
100
10
Frankfurt
Izmir
Stockholm
Manchester
Warsaw
Vienna
Stuttgart
Hamburg
Berlin
Rome
Athens
Milan
Ankara
Munich
Barcelona
Madrid
0
Paris
0
Birmingham
DEALS
24.03.2015
Tomorrow’s World cities: Size of retail market 2030 (US$bn)
Istanbul
UNTERNEHMEN
Daimler stärkt
Untertürkheim
Mehrere Milliarden Euro will Daimler in das Stammwerk in StuttgartUntertürkheim investieren, es umfassend modernisieren und zum
Kompetenzzentrum für Motoren
und alternative Antriebe ausbauen.
Allein dieses Jahr soll dafür rund
1 Milliarde Euro aufgewendet werden.
Ausgabe 168
London
Immobilienbrief
STUTTGART
Source: Oxford Economics, 2014
stellen die Analysten ein Wirtschaftswachstum von 33 Prozent. In der Gesamtschau liegt Stuttgart
damit gleichauf mit Städten wie Hamburg, Helsinki und Brüssel.
Auch Faktoren wie Stand der Technik und Lebensqualität wurden bewertet. Von zehn möglichen Punkten
erzielte Stuttgart in diesen Kategorien 8,2 beziehungsweise 7,2. Zusätzlich gab es eine Risikobewertung
aufgrund von Liquidität, Transparenz und Stabilität.
Einer der aussagekräftigsten Parameter: Der Produktivitätsvergleich zwischen Stadt und Staat. Wie
sich zeigt, liegt das Bruttoinlandsprodukt per Einwohner in Europas Großstädten um bis zu zwei Drittel
über dem jeweiligen Landesdurchschnitt. Das ist plausibel, spielt sich doch in den Metropolen ein Großteil des wachstumsstarken Wirtschaftsgeschehens ab. Stuttgart ist keine Ausnahme: Die Stadt besitzt
23 Prozent mehr Wirtschaftskraft als Durchschnittdeutschland. Damit liegt sie in der Studie auf
Platz 15 – noch vor Hamburg. Ganz oben: Paris, dessen Wachstum um satte 63 Prozent höher ist als im
französischen Landesdurchschnitt. Auf den Plätzen sechs, sieben und acht: Düsseldorf, Frankfurt und
München (47, 41 und 39 Prozent über dem Durchschnitt Deutschlands).
Einzelhandelsumsatz 2030: Zwischen Berlin und Wien
Beim Blick auf den Einzelhandel schneidet Stuttgart ähnlich gut ab: Mit einem geschätzten Umsatzvolumen von knapp 100 Milliarden Dollar im Jahr 2030 erreicht die Schwabenmetropole Rang 14,
LEBENSRAUMGESTALTER
EBENSRAUMGESTALTER
Standorte finden, Chancen erkennen und Visionen
entwickeln – wer erfolgreiche und renditestarke Immobilien
schaffen will, braucht die entsprechende Kreativität.
Wir realisieren Büro-, Gewerbe- und Wohnprojekte auf
der Grundlage bester Lokalkenntnisse. Profitieren auch
Sie davon. Werden Sie als zukünftiger Nutzer oder Investor
unser Partner.
HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH
Niederlassung Baden Württemberg · 70178 Stuttgart
Tel.: 0711 389809-32 · www.hochtief-projektentwicklung.de
Bosch mietet
im Zeppelin-Carré
Bosch hat einen Mietvertrag über
9237 m² Bürofläche im ZeppelinCarré abgeschlossen. Das in der
Kronenstraße 20–22 in StuttgartMitte gelegene Objekt wurde 1930
gebaut und ist nach der Anmietung
von Bosch vollvermietet. Eigentümer
ist eine Objektgesellschaft von Goldman Sachs, die Anmietung vermittelte Colliers International Stuttgart.
Praxis im Tübinger Carré
Eine Praxis für Naturheilkunde mietet 200 m2 im Tübinger Carré in der
Stuttgarter Innenstadt von Gurgiel
Liegenschaften. Immoraum Real Estate Advisors hat vermittelt.
24.03.2015
Seite 7
Productivity: GDP per capita ($, 000s, 2014)
120
100
80
60
40
20
Gothenburg
Hamburg
Stuttgart
Brussels
London
Dublin
Edinburgh
Munich
Helsinki
Frankfurt
Düsseldorf
Aberdeen
Copenhagen
Paris
Amsterdam
Stockholm
Zurich
Oslo
0
Geneva
VERMIETUNGEN
Bosch zieht ins Oasis II
7700 m2 Büro- und Lagerfläche sowie 84 Parkplätze mietet Bosch im
Projekt Oasis II am Stuttgarter Pragsattel. Damit ist die Immobilie mit
17 000 m2 Mietfläche vor Fertigstellung im Juni komplett vermietet,
meldet der Projektentwickler Gieag
Immobilien. Weitere Nutzer sind
der Nutzfahrzeugspezialist Christian
Winkler, Golfhouse und ein Gastronomiebetrieb. Die Bosch-Anmietung
vermittelten Ellwanger & Geiger sowie Büro Stuttgart Immobilien.
Ausgabe 168
Basel
Immobilienbrief
STUTTGART
Source: Oxford Economics, 2014
knapp hinter Hamburg und Berlin, aber noch vor Wien und Warschau. Platz eins geht an London mit über
600 Milliarden Dollar. Erste deutsche Stadt ist München auf Platz sechs (zirka 125 Milliarden Dollar).
Megatrends wirken sich in den Städten stärker aus
TH Real Estate verbindet die Studie mit einer Abkehr von national basierten Anlageempfehlungen: Statt
einzelne Staaten wie Deutschland oder Italien in den Fokus zu nehmen, sei es lohnender, auf Metropolen zu setzen. „Eine Immobilienstrategie auf Städtebasis, die längerfristige strukturelle Trends berücksichtigt und die richtige Balance zwischen Risiko und Diversifikation findet, sollte überdurchschnittliche
Portfolioerträge bringen“, meint Alice Breheny, Researchleiterin bei TH Real Estate. Megatrends wie
Verstädterung, alternde Bevölkerung, technische Innovation und das zunehmende Gewicht von Schwellenländern wirkten sich besonders in den Metropolen aus.
Es gibt auch eine Kategorie, in der Stuttgart in der Spitzengruppe fehlt: Bei Metropolen, die bis 2030
ganz besonders rasant wachsen. Auf den ersten drei Plätzen liegen hier die türkischen Großstädte Istanbul, Izmir und Ankara mit Wachstumsraten von 120 bis 140 Prozent. Es folgen Bukarest und Sofia. Eine
deutsche Stadt ist unter den 20 schnellsten Wachstumsstädten gar nicht dabei. Kein Grund zur
Besorgnis. Denn auch wenn die Sieger dieses Rankings das Prädikat „Besonders dynamisch“ wohl zu
Recht tragen, dürften sie nicht wenigen Investoren zu exotisch sein. Merke: Etablierte Märkte haben auch
ihre Reize – und lassen Investoren nachts ruhiger schlafen. n
Ihr real estate Partner sollte Ihnen nIcht zeIgen
wIe Ihr neuer standort aussIeht, sondern wIe er In 10 Jahren aussehen wIrd.
Bankhaus EllwangEr & gEigEr kg
Börsenplatz 1, 70174 stuttgart
Telefon 0711 2148-300
herzog-rudolf-straße 1, 80539 München
Telefon 089 179594-0
gewerbeimmobilien@ellwanger-geiger.de
www.ellwanger-geiger.de
Immobilienbrief
STUTTGART
VERMIETUNGEN
Römerstraße Uhingen
Die Allgaier Werke mieten in der
Römerstraße 74 in Uhingen eine
etwa 1000 m2 große Industriehalle,
500 m2 mietet Handel & Finanzen.
Vermieter ist die IVW Immobilienverwaltung Württemberg, Proquadrat
vermittelte.
Ausgabe 168
24.03.2015
Seite 8
Investorenwettbewerb für den Wohnungsbau läuft
Neubebauung des Klinikareals
in Waiblingen
Rund 70 Millionen Euro investiert die Kreisbaugesellschaft Waiblingen in die Neubebauung des
ehemaligen Rems-Murr-Klinikums in Waiblingen. Entstehen sollen öffentliche Nutzungen und
Wohnungen.
Hunkemöller
auf Königstraße
Der Dessoushändler Hunkemöller
mietet auf der Königstraße 60 in
Stuttgart einen 400 m2 großen Laden,
der bislang von Mango genutzt wurde. Vermieter ist ein institutioneller
Investor, vermittelt hat Storescouts.
Reifenservice mietet
Lagerfläche
In Neuhausen auf den Fildern mietet ein Reifenserviceunternehmen
650 m2 Lagerfläche in der RobertBosch-Straße. Vermieter ist ein privater Investor, Realogis vermittelte.
Foto: Braitmaier
Ballett- und
Gymnastikschule
Die Spieth Ballett- und Gymnastikschule mietet in der Jahnstraße 86
in Göppingen etwa 1000 m2 Bürofläche. Proquadrat vermittelte.
Die Immobilienbranche interessiert sich vor allem dafür, wer die Wohnungsbaufelder bekommt
Voriges Jahr hat die Kreisbaugesellschaft das 32 230 Quadratmeter große Areal an der Winnender
Straße erworben, jetzt soll es nach einem städtebaulichen Entwurf von Bloss und Keinath Architekten
entwickelt werden. Der Abbruch der Altsubstanz soll in einem halben Jahr abgeschlossen sein, danach
beginnen die Erschließungsarbeiten für die künftigen Nutzungen.
2016 soll der Wohnungsbau starten
Vier Baufelder mit zusammen 16 100 Quadratmetern sind für den Wohnungsbau vorgesehen. Hier
läuft derzeit ein Investorenwettbewerb, die Ergebnisse sollen im Frühjahr vorliegen. Mit dem Bau der
Wohnungen kann dann voraussichtlich 2016 begonnen werden. Auf einer weiteren Teilfläche baut die
Kreisbaugesellschaft selbst Wohnungen, vorgesehen sind fünf Mehrfamilienhäuser. Bereits im Bau ist
ein zentrales Grundbuchamt, weitere Parzellen werden für die mögliche Ansiedlung des Sozialdezernats des Landkreises sowie für ein Justizzentrum vorgehalten.
Grundbuchamt zieht ins einstige Schwesternwohnheim
Real Estate Finance
Equity Finance
BF.direkt AG · Stuttgart
T +49 (0) 711 / 22 55 44 - 111
info@bf-direkt.de
www.bf-direkt.de
Das Grundbuchamt mit 3770 Quadratmetern Nutzfläche entsteht im ehemaligen Schwesternwohnheim, erbaut 1974. Rund 9,5 Millionen investiert die Kreisbaugesellschaft Waiblingen. Hier sollen später rund 130 Bedienstete die Grundbuchangelegenheiten für die Amtsgerichtsbezirke Backnang, Leonberg, Ludwigsburg, Schorndorf, Stuttgart-Bad Cannstatt und Waiblingen abwickeln.
Der siebenstöckige Altbau wurde bereits entkernt und wird im Erdgeschoss durch einen Anbau ergänzt. Die Fassade wird erneuert und auf dem Dach eine Fotovoltaikanlage installiert, sodass der
Standard KfW-Effizienzhaus 70 erfüllt werden soll. Ende 2015 sollen die Arbeiten nach Plänen von
Bloss und Keinath abgeschlossen sein. n
Immobilienbrief
STUTTGART
VERMIETUNGEN
Onlinehändler
in Willy-Brandt-Straße
Ein Onlinehändler hat in der WillyBrandt-Straße in der Stuttgarter
Innenstadt 160 m2 Bürofläche angemietet. Vermieter ist ein institutioneller Bestandshalter, Engel &
Völkers Commercial Stuttgart vermittelte.
Vitra im Loba-Haus
Das Einrichtungshaus Vitra by Stores
mietet im Loba-Haus in der Stuttgarter Charlottenstraße 320 m2 Verkaufs- und Ausstellungsfläche sowie
130 m2 Bürofläche. Vermieter ist die
Kasa-Verwaltungsgesellschaft, Dvorak Industrie-Makler vermittelte.
PERSONEN
Trauer um
Architekt Frei Otto
Der Stuttgarter Architekt Frei Otto
ist gestorben. Der 1925 geborene
Otto leitete von 1964 bis 1991 das
Institut für Leichte Flächentragwerke
der Universität Stuttgart und war an
zahlreichen renommierten Architekturprojekten beteiligt, darunter dem
Zeltdach des Münchner Olympiastadions. Ihm soll posthum als zweitem
Deutschen der Pritzker-Preis verliehen werden, der als Nobelpreis der
Architektur gilt.
Ausgabe 168
24.03.2015
Stuttgarter Bündnis für Wohnen
Zwei Arbeitskreise gegründet
Von konstruktiven Gesprächen beim zweiten Zusammenkommen des Bündnisses für Wohnen
sprechen sowohl Stuttgarts OB Fritz Kuhn wie Vertreter der Immobilienbranche. Konkrete
Ergebnisse gibt es noch keine, im Herbst soll in Arbeitskreisen weiter diskutiert werden.
„Ich spüre die Bereitschaft bei allen Akteuren, mit anzupacken“, sagt Kuhn. „Wir sind heute einige Schritte weitergekommen“, betont Siegfried Apfel, Geschäftsführer des Siedlungswerks und
Vertreter der Arbeitsgemeinschaft der ehemals gemeinnützigen Wohnungsunternehmen. „Ich habe
den Eindruck, dass wir den richtigen Weg beschreiten“, meint auch Peter Brenner, Vorstandsvorsitzender des IWS Immobilienwirtschaft Stuttgart, der zusammen mit Harald Meerße, Geschäftsführer von Formart, die Interessen der IWS-Mitglieder vertrat. Insgesamt bestand die Runde aus
etwa 45 Teilnehmern.
Die Region muss mit einbezogen werden
Auf einem guten Weg sieht das Bündnis auch Klaus Lang, der Vorsitzende von Haus & Grund
Stuttgart. Er fordert das, was der Immobilienbrief Stuttgart seit Jahren schon mehrfach geschrieben
hat: Die Region müsse bei der Lösung des Wohnungsproblems mit einbezogen werden. Schließlich
habe der Verband Region Stuttgart erhoben, dass Baulandreserven für fast 70 000 Wohnungen
vorhanden sind, und zwar überwiegend in Orten mit S-Bahn-Anbindung (Immobilienbrief Stuttgart
Nr. 149 vom 6. Mai 2014).
Umzugsprämie und Wohnhochhäuser in der Innenstadt
„Als stellvertretender Verbandsvorsitzender sollte Oberbürgermeister Kuhn die Initiative ergreifen mit dem Ziel, ein gemeinsames Konzept für einen funktionsfähigen regionalen Wohnungsmarkt zu erarbeiten“, regt Lang an. Er fordert zudem eine Umzugsprämie für das Freimachen größerer
Wohnungen, über solitäre Hochhäuser in der Innenstadt sollte nachgedacht werden.
Das wesentlichste Ergebnis war die Installation von zwei Arbeitskreisen, die mit Vertretern der Verwaltung und der Immobilienwirtschaft besetzt werden sollen. Der eine befasst sich mit den Themen
„Bebauungspläne, Baurecht, Baugenehmigungsverfahren, Mobilisierung von Grundstücken“,
Spielraum*
Wir entwickeln Potenziale.
aurelis Real Estate GmbH & Co. KG
Region Mitte
Mergenthalerallee 15–21
65760 Eschborn
Tel. 06196 5232-250
Fax 06196 5232-209
info@aurelis-real-estate.de
www.aurelis-real-estate.de
Seite 9
Wir erkennen die Chancen, die in einer Immobilie stecken.
Für jedes Grundstück und Gebäude finden wir das richtige Konzept.
So entstehen Räume für Lager/Logistik, Produktion, Büro/Verwaltung,
Bildung, Dienstleistung, Handel und Wohnen.
Immobilienbrief
STUTTGART
Ausgabe 168
PERSONEN
Streber gründet Retail-Group
Beratung, Konzeption und Vermarktung von Einzelhandelsprojekten
ist das Geschäftsgebiet der RetailGroup, die dieser Tage in Plochingen
gegründet wurde. Geschäftsführer
ist Falko Streber, der bis Ende vorigen Jahres Partner bei Colliers International Stuttgart und bei Colliers
deutschlandweit für die Einzelhandelsvermietung verantwortlich war.
TERMINE
The future is now
Beim Property Lunch am 15. April
spricht Jana Mrowetz über „The future
is now – Globale Megatrends und ihre
Auswirkungen auf die Immobilienwirtschaft“. Mrowetz ist Architektin
und Vizepräsidentin des Fiabci World
Prix Committee und Vorsitzende des
Fiabci Prix d’Excellence Germany.
www.propertylunchnetworking.de
VERBÄNDE
Haus & Grund Stuttgart
Die Grenze von 20 000 Mitgliedern
hat Haus & Grund nun übersprungen, die vergangenen zwei Jahre
ist die Organisation gewachsen wie
noch nie, sagt der Vorsitzende Klaus
Lang. Die Mitglieder hätten zusammen rund 100 000 Wohn- und Gewerbeeinheiten in der Region.
ag
Man
em
24.03.2015
Seite 10
der andere mit „Wohnbauförderung, Erhalt der Belegungsbindungen sowie Wohnungsbelegungen, weitere Finanzierungsmodelle“. Brenner hatte noch einen Arbeitskreis vorgeschlagen,
der sich mit dem Thema Baukosten beschäftigt, und wollte hier das Land mit einbinden. Kuhn hingegen wollte sich nur mit Themen befassen, auf die allein die Stadt Einfluss hat.
Kuhn-Papier soll im Herbst verabschiedet werden
Kuhn hat zudem den Entwurf eines wohnungspolitischen Papiers präsentiert, das er gerne im Herbst
verabschiedet hätte. Es soll regeln, welche Verpflichtungen Stadt und Immobilienwirtschaft
bezüglich des Baus von preiswerteren Wohnungen übernehmen könnten. Das Papier enthält zudem ein Bekenntnis zu SIM, dem Stuttgarter Innenentwicklungsmodell. Brenner sieht daher
Diskussionsbedarf. Nicht diskutiert wurde bei der Runde über das Zweckentfremdungsverbot.
Neues Konzeptverfahren vorgestellt:
30 Prozent Preis, 70 Prozent Qualität
Vorgestellt wurde der Runde ferner das kürzlich verabschiedete neue Konzeptverfahren
bei der Vergabe von städtischen Grundstücken. Künftig soll der Preis nur noch zu 30 Prozent eine
Rolle spielen, zu 70 Prozent zählen Dinge wie städtebauliche Qualität, Quote geförderter Wohnungen,
Miethöhe, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung.
Dies sei sicherlich ein richtiger Ansatz, meint Peter Brenner. Er sei sich aber nicht sicher, ob dies angesichts der hohen Nachfrage nach Grundstücken und des geringen Angebots preisdämpfend wirke.
Das neue Konzeptverfahren soll erstmals beim Olga-Areal angewendet werden. Kuhn weist
darauf hin, dass die Stadt dieses und nächstes Jahr dank Zuschüssen und Grundstücksverbilligungen
19,5 Millionen Euro für die neue Wohnungspolitik aufwendet.
Sozial geförderte Wohnungen angekündigt
Ein Paukenschlag war eine Ankündigung der Arbeitsgemeinschaft der ehemals gemeinnützigen
Wohnungsunternehmen: Sie wollen 100 Wohnungen, die eigentlich aus der Sozialbindung
herausfallen würden, weiterhin dem sozial geförderten Wohnungsmarkt zur Verfügung
stellen. Fritz Kuhn reagierte sichtlich erfreut. Unabhängig von der Sitzung des Bündnisses für
Wohnen meldete die städtische SWSG, sie habe aktuell 866 Mietwohnungen im Bau, davon seien
267 geförderte Wohnungen. n
Wenn wir alle Fäden in der Hand halten,
werden Projekte besonders wirtschaftlich –
mit General Construction Management.
ent
Planun
g
Uberwac
hung
Immobilienbrief
STUTTGART
Impressum
Immobilienbrief
STUTTGART
ISSN 1866-1289
Herausgeber:
Frank Peter Unterreiner
redaktion@
immobilienverlag-stuttgart.de
Ausgabe 168
24.03.2015
Union Investment schlägt wieder zu
„Das ES“ in Esslingen erworben
Für rund 80 Millionen Euro – diese Summe ist am Markt zu hören – hat Union Investment Real
Estate das Esslinger Einkaufszentrum „Das ES“ erworben. Das Hamburger Investmenthaus ist
damit auch in der Region Stuttgart einer der maßgeblichen Player.
Der Immobilienbrief Stuttgart
darf zu Informationszwecken
kostenlos beliebig ausgedruckt,
elektronisch verteilt und auf
die eigene Homepage gestellt
werden; bei Verwendung einzelner Artikel oder Auszüge auf
der Homepage oder in Pressespiegeln ist stets die Quelle zu
nennen. Der Verlag behält sich
das Recht vor, in Einzelfällen diese generelle Erlaubnis zu versagen. Eine Verlinkung auf die
Homepages des Immobilienverlag Stuttgart sowie ein auch nur
auszugsweiser Nachdruck oder
eine andere gewerbliche Verwendung des Immobilienbrief
Stuttgart bedarf der schriftlichen
Genehmigung des Verlags.
Alle früheren Ausgaben des
Immobilienbrief Stuttgart, die
Mediadaten sowie grundsätzliche Informationen befinden
sich im Internet unter www.
immobilienbrief-stuttgart.de.
Gastbeiträge geben die Meinung des Autors und nicht
unbedingt die der Redaktion
wieder.
Quelle: Union Investment Real Estate GmbH
Verlagsleitung:
Stefan Unterreiner
verlag@
immobilienverlag-stuttgart.de
Immobilienverlag
Stuttgart GbR
Frank Peter Unterreiner
& Stefan Unterreiner
Urbanstraße 133
D-73730 Esslingen
Telefon 0049/711/3 51 09 10
Telefax 0049/711/3 51 09 13
immobilienverlag-stuttgart.de
immobilienbrief-stuttgart.de
Seite 11
Hohe Frequenz dank der Lage am Hauptbahnhof und der Fußgängerzone
2013 kaufte Union Investment das Stuttgarter Bülow-Carré für etwa 140 Millionen Euro – der größte Deal
des Vorjahres –, danach war das Unternehmen bei den meisten großen Transaktionen als Bieter dabei, kam
aber nach unserem Kenntnisstand nur in einem Fall zum Zug. Doch jetzt erfolgte mit dem Erwerb in Esslingen ein weiterer Paukenschlag, die Transaktion ist zudem der bislang größte Deal in diesem Jahr.
Kaufpreis: Von 60 auf 80 Millionen Euro in 13 Jahren
2002 wurde das Einkaufszentrum mit 23 Läden und 23 113 Quadratmetern Gesamtfläche, davon
12 639 Quadratmeter Verkaufsfläche, eröffnet. Mieter sind unter anderem die Filialisten Saturn, H&M,
C&A, Vodafone, die Deutsche Post und Alnatura, ferner Gastronomie, ein Bäcker, ein Metzger und eine
Apotheke. Zudem gehören 322 Tiefgaragenstellplätze dazu. Über den Verkaufsflächen befindet sich ein
Ärztezentrum mit acht Praxen und Büros. Das Einkaufszentrum liegt am Ende der Fußgängerzone Bahnhofstraße und gegenüber dem Esslinger Hauptbahnhof in einer frequenzstarken Lage.
Erster Eigentümer war SEB Immoinvest, die inklusive Nebenkosten rund 60 Millionen Euro bezahlte.
2011 erwarb der staatliche südkoreanische Pensionsfonds NPS (National Pension Service) das
Center über einen von Rockspring Property Investment Managers aufgelegten Fonds (Immobilienbrief
Stuttgart Nr. 80 vom 19. April 2011 und Nr. 83 vom 7. Juni 2011). Der Kaufpreis betrug damals zirka
69 Millionen Euro, die Bruttoanfangsrendite etwa 6,8 Prozent.
„Stabiles Investment mit hoher Frequenz“
Union Investment bringt die für rund 80 Millionen Euro erworbene Immobilie in den offenen Fonds UniImmo ein. Henrike Waldburg, Leiterin Investment Management Shoppingcenter bei Union Investment,
freut sich über „das stabile Investment“ und verweist auf die „hohe Frequenz mit jährlich 6,5 Millionen
Besuchern“. „Seit dem Erwerb im Jahre 2011 beendeten wir eine Vielzahl von Managementmaßnahmen
erfolgreich und konnten mehrere neue Mietverträge abschließen“, sagt Stuart Reid, Partner bei Rockspring, und verweist auf die Anmietung von H&M und eine Verbesserung des Modemixes. „Wir sind sehr
zufrieden mit der Performance des Objekts“, meint er – was angesichts des erzielten Verkaufsgewinns
von rund 11 Millionen Euro verständlich ist. Von einem „chancenreichen Investment“ spricht Waldburg
und verweist auf die wachsende Bevölkerung im Einzugsgebiet. Rockspring wurde beim Verkauf durch
CBRE beraten, die Union Investment durch JLL. n
Autor
Document
Kategorie
Uncategorized
Seitenansichten
21
Dateigröße
1 034 KB
Tags
1/--Seiten
melden