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PHARMA
MULTIPLE SKLEROSE
Adhärenz fördern
Moderne Applikationshilfen bieten
Unterstützung bei der Therapie mit
modifizierenden Medikamenten.
rei neue Wirkstoffe zur Therapie neurodegenerativer Erkrankungen sind in der
Pipeline des Unternehmens Merck Serono: ein
intradermal zu applizierendes Peptid, das die
Immunantwort gegen Myelin-basierte Proteine
vermindern soll (Phase I/II), einen oralen Sphingosin-I-Rezeptor-Agonisten, von dem weniger
kardiovaskuläre Nebenwirkungen und weniger
schwerwiegende Lymphopenien erwartet werden, sowie ein Kopolymer der nächsten Generation mit immunregulatorischer Wirkung. Darüber hinaus besteht eine Option auf die Exklusivlizenz für das Tcelna-Programm, ein Verfahren
zur personalisierten T-Zell-Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose (MS).
Derzeit deckt Interferon ß-1a (Rebif®) als
subkutan injizierbares Präparat alle Stufen im
Gesamtverlauf der Multiplen Sklerose (MS)
wirksam ab – angefangen vom klinisch isolierten Symptom (CIS) bis zur sekundär progredienten MS (SPMS). Der speziell entwickelte
elektronische Injektor RebiSmartTM erlaubt erstmals eine objektive Dokumentation der Adhärenz: In der zweiten Interimsanalyse von
189 Patienten nach drei und 114 Patienten nach
sechs Monaten lag diese mit 97 beziehungsweise 87 Prozent extrem hoch, erläuterte Prof. Dr.
med. Christoph Kleinschnitz, Würzburg.
Um die relative Wirksamkeit, Eignung und
„Rangfolge“ der immunaktiven MS-Therapeutika einzuordnen, hat die Cochrane Collaboration
eine Metaanalyse unternommen. In der kombinierten Analyse von schubförmig remittierender
MS (RRMS) und SPMS über einen Zeitraum
von 24 Monaten reduzierte Interferon ß-1a s.c.
als einziges Basistherapeutikum demnach das
Risiko einer Behinderungsprogression signifikant, führte Kleinschnitz aus. Im Vergleich verminderte dieses Präparat auch die Schubrate bei
RRMS am effektivsten. Positive Behandlungsresultate sind jedoch an langfristige Therapietreue geknüpft, wie der Referent betonte. Der
elektronische Injektor ist dabei eine gute Hilfe.
Begleitend zur Therapie bietet das Unternehmen
zusätzlich mit RebiSTAR den einzigen professionellen MS-Patientenservice mit belegtem
▄
Einfluss auf die Adhärenz an.
D
Dr. rer. nat. Renate Leinmüller
Fachpresse-Round-Table „Miteinander stark: Von Adhärenz zu überlegener Wirksamkeit“, in Darmstadt, Veranstalter: Merck Serono
Deutsches Ärzteblatt | Jg. 111 | Heft 43 | 24. Oktober 2014
A 1873
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Gesundheitswesen
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