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magazin 11I14
A 4947
Für Düsseldorf und den Kreis Mettmann
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Beigeheftet
Berufsbildung aktuell
IHK News
Frauenwirtschaftsforum
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Veranstaltungen
Tipps für Existenzgründer
Die digitale
Revolution
Wie das Internet Alltag und
Produktion verändert.
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Editorial
1
Alles, bloß kein Stillstand
Wenn Apple zum Event einlädt, überschlagen sich die Gerüchte, denn jedes Mal wird
sie erneut erwartet: die digitale Revolution. Dabei handelt es sich seit dem 2008 erschienen iPhone 3G eher um einen kontinuierlichen Fortschritt: bessere Kamera,
größerer Display, schnellerer Prozessor.
Verkauft haben sich die neueren Versionen
der iPhones seitdem trotzdem gut. Dieses
Jahr erwartete die Welt von Apple eine Revolution beim Mobile Payment. Das Ergebnis: Apple sei Dank kann man mit dem
neuen iPhone seinen Hamburger jetzt mit
dem iPhone bezahlen. Ist das eine Revolution?
Eine technische ist es jedenfalls nicht. Man
kann schließlich schon in diversen deutschen Supermärkten via Smartphone-App
bezahlen – macht nur fast niemand. Beim
Mobile Payment stellt sich also die Frage,
ob die bislang zögerlichen Kunden, Händler und Banken von Apples Bezahlsystem
massenhaft überzeugt werden können, so
dass man nicht nur bei McDonalds in den
USA, sondern auch am Kiosk in Eller mit
dem Smartphone zahlen kann. Eine digitale Revolution hat also auch viel mit gesellschaftlicher Akzeptanz zu tun. In diesem
Heft geht es um verschiedene Ausprägungen des digitalen Wandels, um solche, die
noch in den Kinderschuhen stecken und
solche, die unser Verhalten bereits nachhaltig verändert haben.
Noch vor zehn Jahren schlug man in der
Bahn eine Zeitung auf, heutzutage zückt
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man das Smartphone. Da die Inhalte für
Nutzer in der Regel gratis sind und Werbeeinnahmen die Kosten für Qualitätsjournalismus nur selten decken, stecken viele
Zeitungsverlage in der Krise. Michael Bröcker, Chefredakteur der Rheinischen Post,
erzählt im Interview, wie für ihn die „digitale Offensive“ aussieht und was sich dadurch ändert. Einen schnellen Wandel erlebten und erleben neben Unternehmen
aus Medien- und Verlagswirtschaft auch
Technologie-, Telekom- und die BankenBranche. Andere Wirtschaftszweige sollten also vorbereitet sein, oder besser: Sie
sollten die Zeichen der Zeit früh genug erkennen und sich darauf einstellen. Denn
jeder Wandel bietet auch Chancen. Durch
den 3D-Druck lassen sich beispielsweise Prototypen schneller und kostengünstiger anfertigen und durch die sogenannte
Industrie 4.0 sollen Fabriken intelligenter werden. Autonom fahrende Autos von
Daimler und Google geben einen ersten
Eindruck, wie die Zukunft aussehen könnte. Viel verändert hat sich bereits durch soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. Menschen kommunizieren anders und
wollen auch von Unternehmen anders angesprochen werden. Stellen sich diese nicht
darauf ein, drohen sie den Kontakt zu ihren Kunden zu verlieren. Ganz gleich, was
jeder Einzelne davon halten mag: Wichtig
ist es, zu akzeptieren, dass wir uns mitten
im digitalen Wandel befinden und Chancen, die darin liegen, auch nutzen.
Foto: Werner Gabriel
Das digitale Zeitalter revolutioniert Medien- und Verlagswirtschaft,
Unterhaltungselektronik, Informationstechnik und Telekommunikation.
Andere Branchen werden folgen.
„Es ist wichtig, zu
akzeptieren, dass wir
uns mitten im digitalen
Wandel befinden und
Chancen, die darin
liegen, auch nutzen.“
Klaus Zimmermann,
Leiter der Abteilung Industrie, Innovation
und Umweltschutz
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2
Inhalt
Nr. 4 | November 2014 | Für Düsseldorf und den Kreis Mettmann
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berufsbildung
aktuell
Informationen für Unternehmen,
Ausbilder und Prüfer
48 Wo Licht ist
16 Die Digitalisierung
ist heute allgegenwärtig – egal ob zu Hause, im Büro oder unterwegs. Und sie macht auch vor der Industrie nicht halt. Für viele Fachleute sind die Umwälzungen, die mobiles Internet und
Social Media auslösen, so groß wie die beim Wandel von der
Agrar- zur Industriegesellschaft. Grund genug, in der Titelgeschichte einen genaueren Blick auf diese digitale Revolution zu
werfen und sich mit den Fragen auseinander zu setzen, welche
Unternehmen davon profitieren, warum Maschinen Maschinen steuern und wie sich die Medienlandschaft verändert.
Ausbildung auf Probe
Einstiegsqualifizierungen können Türen in die Berufswelt öffnen.
Foto: paul esser
ist auch Schatten: Die zunehmende Digitalisierung bringt
eine enorme Abhängigkeit von
einer reibungslosen IT-Infrastruktur mit sich – und macht
Cyberkriminalität um so gefährlicher.
Text: JürgeN grosche, Fotos: Paul esser
Keine Auszubildenden gefunden? Wie wäre es mit Praktikanten im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung (EQ)? Denn der
Fachkräftemangel macht sich immer stärker bemerkbar – Unternehmen sollten daher jede Gelegenheit nutzen, potenzielle
Auszubildende kennenzulernen. Eine solche Chance bietet die EQ. Manche Jugendlichen haben keinen Ausbildungsplatz
gefunden, weil sie auf den ersten Blick vielleicht durchs Raster der Anforderungen gefallen sind oder einfach noch nicht
reif für eine Ausbildung erschienen. Doch viele Ausbilder, die EQ-Praktikanten eingestellt haben, wurden schon positiv
überrascht: Die Jugendlichen entwickelten ungeahnte Stärken. Diese Erfahrung hat auch Werner Schlosser (im Bild links),
Geschäftsführer des Toom-Baumarktes in Ratingen-Breitscheid, gemacht: Seine heutige Auszubildende Anna Kehl (rechts
im Bild) fasste über eine Einstiegsqualifizierung Fuß im Unternehmen. Fortsetzung Seite II.
Bba November 2014 22.10.indd 1
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Berufsbildung aktuell
ist dieser Ausgabe des IHKMagazins beigeheftet. Eines
der Themen: Über eine Einstiegsqualifizierung öffnen sich
Türen in die Berufswelt.
In den Hallen des Mercedes-Benz Werks Düsseldorf ist die digitale Revolution bereits im Gange. Dort durfte Robert Poorten für
die Illustration von Titelbild und Titelgeschichte fotografieren.
Dafür ein herzliches Dankeschön!
Berichtet
4Unternehmen
12Personen
14Städte
Titel
16 Die digitale Revolution
24Wenn Maschinen Maschinen steuern
28Ohne Internet kein Wachstum
30Fans statt Kunden: Social Media für
Unternehmen
32Wie verändert sich die Medienlandschaft? Interview mit dem Chefredakteur der Rheinischen Post,
Michael Bröcker
34Klicks um jeden Preis? Welcher Stil
in sozialen Netzwerken ankommt
Service
36 Finanzen und Steuern
36Preisindizes
37Umsatzsteuer-Umrechnungskurse
38Recht
39Außenwirtschaft
ihk magazin 11.14
39Existenzgründung
39 Familie und Beruf
39Innovation
39Wettbewerb
39Handel
40Regionalplanung
40Börsen
42Weiterbildung
44 Neues aus Berlin und Brüssel
Serie
46 Stadtteilzentren: Kaiserswerth
Im Fokus
Veranstaltung
88. Internationaler Handelsvertretertag
45Unternehmer werden ist nicht schwer –
Unternehmer bleiben sehr
53 Steuertipps für Existenzgründer
54 Gründen mit Erfolg
59 Wirtschaftsforum USA
Portraitiert
56Medien
62Restauranttipp: Lüders in Flingern
63 Tipps und Termine
64Unternehmerfragebogen
64Impressum
48Ausgehackt? Cyberkriminalität
gefährdet Unternehmen
News
50IHK ehrt Aus- und Weiterbildungsbeste
52Frauenwirtschaftsforum
woman@work
55meet the neanderland 2014
55 IHK-Außenwirtschaftstag NRW
55 Berufe live Rheinland
55 IHK-Vollversammlung tagt
Vorschau Dezember*:
·Nachfolge im Unternehmen
·Schritt für Schritt zum Kaufvertrag.
·Eins, zwei, drei…meins: Unternehmer, die
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4
Berichtet
Unternehmen
125 Jahre mit Profil
Die Böllinghaus Steel GmbH feiert Jubiläum
Text: Eric Schweitzer
Fotos: Firmenfotos
Hilden. Es ist nun schon 26 Jahre her, dass
Hartwig Härtel der Welt die Nase zeigte. Aber er kann sich bis heute über diesen Coup freuen. Die Werbeanzeige mit
dem Nasenaffen, dessen Zinken „einfach
aus dem Rahmen fällt“, lieferte eine kleine Werbeagentur. Und der Firmenchef von
Böllinghaus Steel bewies den Mut, sie auch
zu veröffentlichen. Freilich nicht, ohne sich
vorher beim Stahlherstellerverband rückversichert zu haben. „Damals waren die
anderen alle so seriös. Wir wollten einfach
keinen Ärger haben“, sagt er heute.
Ärger gab es auch nicht, im Gegenteil:
Die Anzeige schlug mit Wucht ein. Sie
sorgte für Schmunzeln in einer Branche,
die bis dahin eher wie ihr Produkt wahrgenommen wurde – hart, kalt und humorlos.
Böllinghaus, so wusste nun jeder, das sind
die mit dem Nasenaffen, die mit den ungewöhnlichen Stahlprofilen. Ein freundliches,
etwas eigenwilliges Familienunternehmen.
Dabei ist Böllinghaus diesem Kern
schon immer in seiner 125-jährigen Geschichte treu geblieben: Nach der Grün-
ihk magazin 11.14
Hartwig Härtel und seine Tochter Nina Härtel, die
vierte und fünfte Generation des Familienunternehmens.
dung 1889 durch Hermann Böllinghaus
und Johann Ludwig Härtel wurde zunächst vor allem die Grundlage für die
umliegende Werkzeugindustrie geliefert. Böllinghaus war nur einer unter vielen, allein in Remscheid gab es sechs weitere, ähnliche Walzwerke. 1917 gründeten
sie die Stabstahlgesellschaft, um gemeinsam den überschaubaren Markt zu beliefern. Jeder sollte sein Auskommen haben.
Doch vor den großen Verwerfungen der
Geschichte schützte das freilich nicht. Im
Nationalsozialismus stand die Stahlindustrie im Dienste der Rüstung, weshalb sie
im Krieg besonders gründlich aufgerieben
wurde. Bei einem Luftangriff traf es 1944
auch das Walzwerk Böllinghaus. Die Dächer wurden abgedeckt, an eine Produktion war vorerst nicht mehr zu denken.
Spezialist für Ungewöhnliches
Ab 1946 baute Alfred Härtel Junior,
gerade mal 28 Jahre alt und selbst vom
Krieg gezeichnet, den Betrieb wieder auf.
Vom alten Stahlhammer verabschiedete
er sich, man konzentrierte sich lieber auf
das Walzen von Werkzeug- und Bohrstahl. Gerade mal vier Mitglieder der
Stabstahlgesellschaft hatten den Krieg
überstanden. Eines nach dem anderen
blieb in den folgenden Jahrzehnten auf
der Strecke, nur Böllinghaus, der kleinste
im Bunde, erwies sich als besonders zäh.
Gerade mal etwa 2.500 Tonnen jährlich
konnten in dem Remscheider Werk hergestellt werden. Doch der Aktionsradius
und die Produktpalette wuchsen. Erst kamen rostfreie Stähle hinzu, dann Bleche
und Bänder, später Edelstahl.
Seit den 1960er Jahren hatte sich das
Werk außerdem als Spezialist für ungewöhnliche Profile etabliert. Bis heute gilt:
Wenn Stahl nicht in einem rechtwinkligen Querschnitt benötigt wird, sondern
in sechskantigem, linsenförmigem oder xbeliebigem, dann kriegt Böllinghaus das
hin. Und zwar in Rekordgeschwindigkeit. „Was nicht vorrätig ist, stellen wir
in längstens vier oder sechs Wochen her“,
sagt Härtel. Da können die großen Stahlwerke nicht mithalten.
Die Spezialprofile waren es auch, die
Böllinghaus durch die Jahre der Stahlkrise brachten. Doch als die 1990er Jahre nahten, türmten sich neue Hindernisse auf: „In Deutschland wollte keiner
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Unternehmen
Berichtet
Das Produktionswerk von Böllinghaus Steel in Portugal.
5
entlassen, stattdessen ein neuer Walzofen
gekauft. „Da hat es Klick gemacht, seitdem ist der Zusammenhalt besser geworden. Heute sind die Mitarbeiter stolz, bei
Böllinghaus zu arbeiten.“
An der Zukunft schmieden
Blick in die Produktion.
mehr die Arbeit an den Walzen machen,
die war schmutzig, heiß und schwer“, erinnert sich Hartwig Härtel. Der Altersschnitt der Stammbelegschaft stieg weit
über 50 Jahre. Die Luft für Böllinghaus
wurde dünn. Auch deshalb, weil es der
Firma in Remscheid zu eng wurde – ohne
Aussicht auf Besserung. „Wir haben uns
irgendwann überlegt, wohin auf der Welt
wir auswandern können“, sagt Härtel.
Auf in die Welt
Die Rettung hieß Portugal – auch wenn
es sprichwörtlich ein weiter Weg werden
sollte. 1996 übernahm Böllinghaus ein
Stahlwalzwerk in Vieira de Leiria, einem
Dorf an der Atlantikküste nördlich von
Lissabon. Das Werk war in Konkurs gegangen und stand schon seit zwei Jahren
still. Die Deutschen wurden nicht gerade mit offenen Armen empfangen. „Die
dachten, wir wollten da nur ein paar Jahre
Geld rausziehen“, sagt Härtel. Doch Böllinghaus startete in dem Walzwerk mit einer 25-köpfigen Mannschaft und baute es
nach und nach wieder zu alter Größe auf.
Gleichzeitig nahm die Familie Härtel langsam Abschied von Remscheid.
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Rund 50 Mitarbeiter waren dort noch angestellt, die meisten seit Jahrzehnten, als
das Werk 2001 endgültig schloss. Hartwig
Härtel, ganz Patriarch, kümmerte sich
um jeden Einzelnen. „Am Ende ist niemand arbeitslos geworden“, sagt er heute mit Stolz.
Das alte Walzwerk wurde in 25 Container eingelagert. Nach vier Jahren fand es
einen Käufer in Taiwan – unter der Bedingung, dass die Deutschen es dort aufbauen. Böllinghaus holte eine Handvoll
seiner Leute für ein paar Monate aus dem
Ruhestand zurück. „Das war eine tolle
Sache für die.“
In Portugal lief es nicht von Anfang an
rund. „Da sind zwei Kulturen aufeinander geprallt“, meint Härtel. Mittags pflegten die Arbeiter die gemeinsame Siesta,
da standen die Maschinen still. Genauso
den gesamten August über. Härtel raufte sich die Haare, doch die Portugiesen
blieben stur. Nur ganz langsam gingen
die beiden Seiten aufeinander zu. „Die
Trendwende kam nach zehn Jahren“, sagt
Härtel, „als die Portugiesen während der
Finanzkrise merkten, dass wir es wirklich
ernst meinen.“ Denn es wurde niemand
Das Unternehmen ist nun also zweigeteilt: Der Kopf sitzt in Hilden, der Körper in Portugal. Doch die Konstruktion funktioniert. Denn das Geschäft ist
längst global. Über die Drehscheibe Düsseldorf sind die Verkäufer von Böllinghaus schnell bei ihren Kunden. Ein Drittel der Produktion geht in die USA, etwas
mehr noch verteilt sich auf Europa und
der Rest auf Asien. 12.000 Tonnen sind es
insgesamt pro Jahr, die von rund 200 Mitarbeitern hergestellt und von zwölf verkauft werden. Die hellen Büros in einer
ehemaligen Lederfabrik in Hilden passen
zu der Firma mit 125 Jahren Geschichte,
die zugleich an der Zukunft schmiedet.
Hartwig Härtel zeigt mit Begeisterung
Ausstellungsstücke von gestern und heute
in den Vitrinen. Es braucht etwas Phantasie, um den Zweck der Metallklötzchen
zu erfassen. Da ein schlankes Edelstahlprofil für eine Operations-Zange, dort ein
geschwungenes Stück, mit dessen Hilfe
Schuhleisten gestanzt werden. „Wir beliefern direkt oder indirekt alle Industriezweige“, sagt Härtel. Die Arbeit wird seinem Unternehmen wohl nicht ausgehen.
Und auch personell ist vorgesorgt: Mit
Nina Härtel steht die fünfte Generation
der Familie bereit. Momentan ist sie fürs
Marketing zuständig, irgendwann will sie
dann die Geschäftsleitung übernehmen.
„Darauf habe ich richtig Lust, mit Stahl
bin ich ja aufgewachsen.“ Eine Frau an
der Spitze – das ist in dieser Branche noch
immer ungewöhnlich. Für Böllinghaus also genau richtig.
Erik Schweitzer
geboren 1976, war nach dem
Volontariat in Schleswig-Holstein als Redakteur und Texter
tätig, ein Schwerpunkt ist seitdem die regionale Wirtschaft.
Seit 2006 arbeitet er als Redakteur für die Westdeutsche
Zeitung.
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6
Berichtet
Unternehmen
50 Jahre Metro
Cash & Carry
Die Parkplatzsituation
Text und Fotos: Metro AG
Düsseldorf. Metro Cash & Carry wird in
diesem Jahr 50 Jahre jung. Die Erfolgsgeschichte begann im Oktober 1964, als
Metro Cash & Carry seinen ersten Großmarkt in Mülheim an der Ruhr eröffnete.
Das Konzept war seinerzeit revolutionär
und einzigartig und führte zu einer Veränderung der Großhandelslandschaft in
Deutschland.
Erstmals konnten gewerbliche Kunden
ihre Waren gebündelt unter einem Dach
selbst zusammenstellen, bar bezahlen und
sofort mitnehmen. Mit diesem Geschäftsmodell expandierte das Unternehmen
schnell und erfolgreich auch ins europäische Ausland. Heute ist Metro Cash &
Carry mit mehr als 750 Märkten in 28 Ländern vertreten. Über 20 Millionen Kunden
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vertrauen weltweit auf das umfangreiche
Sortiment des Selbstbedienungsgroßhändlers mit rund 50.000 Food- und NonfoodArtikeln. Auch in Deutschland ist Metro
Cash & Carry mit 56 Großmärkten und 51
Märkten der Marke C+C Schaper vertreten.
Wurzeln in Mülheim
Die Metro-SB Großmärkte GmbH &
Co KG wurde im Jahr 1964 gegründet.
Das Unternehmen entstand unter Führung der Brüder Wilhelm Schmidt-Ruthenbeck und Erwin Schmidt sowie der
Schell-Familie, die zu dieser Zeit Inhaber des Elektro-Großhändlers Stöcker &
Reinshagen in Mülheim an der Ruhr waren. Noch im gleichen Jahr ernannten die
Partner Otto Beisheim zum Geschäftsführer der Metro SB-Großmärkte GmbH &
Inneneinrichtung aus den ersten Tagen.
Der erste Markt in Mühlheim zur Gründungszeit.
Co KG. Beisheim hatte zuvor als Handlungsbevollmächtigter für Stöcker &
Reinshagen gearbeitet. Hauptsitz des Unternehmens war Mülheim an der Ruhr,
wo am 27. Oktober 1964 der erste Großmarkt eröffnete. Mit dem seinerzeit revolutionären Cash & Carry-Konzept trafen
die Gründer den Nerv der gewerbetreibenden Kunden. Es setzte neue Standards und
entsprach den Bedürfnissen und Ansprüchen in den 1960er Jahren. Über die Jahre wurde das Geschäftsmodell kontinuierlich angepasst und um neue Angebote und
Dienstleistungen erweitert, die sowohl auf
die Bedürfnisse der Kunden als auch auf
die lokalen Anforderungen zugeschnitten
sind. Metro Cash & Carry hat sich so als
Unterstützer des unabhängigen Unternehmertums etabliert und hilft Gewerbetreibenden aus der Hotellerie, Gastronomie
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Unternehmen
und dem Dienstleistungssektor dabei, mit
ihren Betrieben dauerhaft erfolgreich und
wettbewerbsfähig zu sein.
Von Deutschland bis China
Nach der erfolgreichen Einführung des
Vertriebskonzepts in Deutschland erfolgte
rasch die Expansion ins europäische Ausland. Im Jahr 1968 führte die Partnerschaft
mit der Dutch Steenkolen Handelsvereeniging zur Gründung von Makro Zelfbedieningsgroothandel. Von diesem Zeitpunkt
an war die Internationalisierung des Unternehmens nicht mehr zu stoppen: Bis
1972 hatte Metro Cash & Carry die Expansion nach Süd- und Westeuropa vollzogen. 1984, 20 Jahre nach der Gründung
des Unternehmens, war es bereits mit über
100 Großmärkten in Europa vertreten. Mit
den ersten Markteröffnungen in der Türkei
im Jahr 1990 orientierte das Unternehmen
sich nach Osten. Innerhalb weniger Jahre
folgten Märkte in Ungarn, Polen, Rumänien, in der Tschechischen Republik, Bulgarien und der Slowakei. In den späteren
1990er Jahren erschloss Metro Cash & Carry dann die wachstumsstarken Märkte in
Fernost. Als eines der ersten ausländischen
Unternehmen erhielt Metro eine Lizenz für
die landesweite Expansion in China und eröffnete seinen ersten Cash & Carry Markt
1996 in Shanghai. Ab 2001 folgten weitere
Märkte im Reich der Mitte sowie Standorte in Russland, Vietnam und Japan. Heute versorgt Metro Cash & Carry mit mehr
Berichtet
als 110.000 Mitarbeitern aus über 150 Nationen 20 Millionen Kunden in über 750
Märkten in 28 Ländern. In Deutschland
betreuen mehr als 15.000 Mitarbeiter in 107
Märkten rund vier Millionen Kunden.
Neues Vertriebskonzept
Um den sich wandelnden Anforderungen und Bedürfnissen der unterschiedlichen Kundengruppen gerecht zu werden,
hat Metro Cash & Carry über die Jahre kontinuierlich sein Geschäftsmodell erweitert und neue Konzepte entwickelt. Im
Jahr 2009 wurde der Belieferungsservice
als neues Vertriebskonzept in Deutschland
eingeführt. Die Belieferung erwies sich als
ein erfolgreicher Vertriebskanal, so dass
das Konzept schnell ausgerollt wurde und
heute bereits in allen Landesgesellschaften
von Metro Cash & Carry implementiert ist.
Kunden haben die Möglichkeit, unkompliziert per Telefax, E-Mail oder online ihre Bestellung aufzugeben und erhalten die
Ware innerhalb von 24 Stunden zu ihrem
Betrieb geliefert. Dies ermöglicht einen zeitsowie ressourcensparenden Einkauf.
Frischer Fisch stets auf den Tisch
Als größter europäischer Frischfisch-Lieferant koordiniert Metro die Versorgung
der Großmärkte in Deutschland, Österreich
und den angrenzenden Ländern direkt vom
Logistikzentrum in Groß-Gerau aus. Auf
einer Gesamtfläche von 4.500 Quadratmetern wird der gesamte Frischfisch bei Tem-
Große Pläne.
Wir schaffen die Verbindungen.
7
Metro Group in Zahlen
Umsatz: rund 66 Milliarden Euro im
Geschäftsjahr 2012/13 (pro
forma).
Standorte:rund 2.200 in 31 Ländern
Beschäftigte:250.000 Mitarbeiter
Zur Metro Group gehören die Vertriebsmarken Metro /Makro Cash & Carry, Media
Markt und Saturn, die Real SB-Warenhäuser sowie die Galeria Kaufhof Warenhäuser.
peraturen um den Gefrierpunkt kommissioniert, Qualitätschecks unterzogen und
für den Kühltransport vorbereitet. Die zentrale geografische Lage in Deutschland sowie die Nähe zum Frankfurter Flughafen
waren entscheidend für die Standortwahl.
Exotische Fischarten aus der ganzen Welt
werden in Frankfurt per Flugzeug angeliefert und auch der Fisch aus dem Norden Europas und dem Mittelmeer macht einen Zwischenstopp in Groß-Gerau. Über
70 Prozent aller deutschen Großmärkte liegen in einem Umkreis von 400 Kilometern
des Logistikzentrums. So kann eine schnelle Versorgung gewährleistet werden und der
Fisch wird bereits spätestens 48 Stunden
nach Fang im Großmarkt angeboten. Rund
70 Fischarten und 300 Frischfischprodukte
sind täglich verfügbar. Weitere können auf
Wunsch des Kunden bestellt werden.
Verhülsdonk
Wirtschaftsprüfung · Steuerberatung
Wirtschaftsprüfung
Steuerberatung
Unternehmensberatung
© Patrick Poendl - Fotolia.com
RSM Verhülsdonk GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Georg-Glock-Straße 4 · 40474 Düsseldorf
Telefon: +49 (0) 211 / 60 05 54 - 00
Fax:
+49 (0) 211 / 60 05 54 - 90
E-Mail: duesseldorf@rsm-verhuelsdonk.de
Web: www.rsm-verhuelsdonk.de
Die RSM Verhülsdonk GmbH ist ein gemeinsames Unternehmen der Hansaberatung GmbH,
der thp treuhandpartner gmbh und der Verhülsdonk & Partner GmbH.
www.duesseldorf.ihk.de
Standorte:
Berlin, Bremen, Chemnitz, Dresden, Düsseldorf, Erfurt,
Hamburg, Iserlohn, Koblenz, Köln, Krefeld, Rostock
ihk magazin 11.14
Foto: Paul Esser
Industrie- und
Handelskammer
zu Düsseldorf
Die IHK in Düsseldorf lädt ein zum
8. Internationalen Handelsvertretertag
am Montag, 1. Dezember, 14 bis 18 Uhr, in die
IHK Düsseldorf, Ernst-Schneider-Platz 1, 40212 Düsseldorf.
Gemeinsam mit dem Wirtschaftsverband für Handelsvermittlung
und Vertrieb Rhein-Ruhr (CDH) veranstalten die Industrie- und Handelskammern Duisburg, Düsseldorf, Essen und Mittlerer Niederrhein
bereits zum achten Mal den Internationalen Handelsvertretertag in
Düsseldorf.
Experten informieren über die rechtlichen Rahmenbedingungen bei
der Kundenakquise per Brief, Telefon oder E-Mail. Außerdem gibt es
Tipps zur Berechnung von Ausgleichsansprüchen.
Anschließend besteht Gelegenheit, sich im Rahmen einer Kooperationsbörse über Vertretungsangebote ausländischer Unternehmen für
deutsche Vertriebspartner zu informieren. Rede und Antwort stehen
Repräsentanten von Botschaften, Generalkonsulaten und Handelsförderungseinrichtungen aus folgenden 20 Ländern:
•Belgien
•Großbritannien
•Luxemburg
•Rumänien
•Tschechien
•Estland
•Italien
•Niederlande
•Serbien
•Türkei
•Frankreich
•Kanada
•Österreich
•Slowenien
•Ungarn
•Griechenland
•Litauen
•Polen
•Spanien
•USA
Die Teilnahme kostet 23,80 Euro pro Person inklusive Mehrwertsteuer.
Anmeldung ist mit dem Coupon, im Internet unter www.duesseldorf.ihk.
de (Dokumenten-Nummer 11969896) oder per E-Mail an weidner@duesseldorf.ihk.de möglich. Anmeldeschluss ist der 24. November.
Kontakt
Telefon E-Mail Robert Butschen
0211 3557-217
butschen@duesseldorf.ihk.de
Anmeldung zur Teilnahme am 8. Internationalen Handelsvertretertag am 1. Dezember in der IHK Düsseldorf. Im Internet unter www.duesseldorf.ihk.de sind Teilnahmebedingungen (Dokumenten-Nummer 6590) und eine Anfahrtsskizze (Dokumenten-Nummer 7869) zu finden.
Anmeldung per Telefax
0211 3557-398
1) Name, Vorname
An die
IHK Düsseldorf
Abt. II / Angela Weidner
Ernst-Schneider-Platz 1
40212 Düsseldorf
Straße
2) Name, Vorname
Firma / Institution
PLZ, Ort
Telefon / Telefax
E-Mail
Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Angaben zum Zwecke der Information über weitere Veranstaltungen sowie für
eine Teilnehmerliste gespeichert und genutzt werden können.
Ja
Nein
Datum
Unterschrift
Bitte in Druckbuchstaben ausfüllen! Hinweis: Ihre Angaben sind freiwillig. Die Einwilligung kann widerrufen werden.
Unternehmen
Hilden, Wülfrath. Einen Blick
hinter die Kulissen des Wülfrather Werks von ASK Chemicals warfen am 20. September rund 500 Besucherinnen
und Besucher am diesjährigen
Tag der offenen Tür. Mitarbeiter und Werksleitung des Unternehmens mit Hauptsitz in
Hilden präsentierten die Vielfalt und die Anwendung der
produzierten Produkte für die
Gießerei- sowie die Farbenund Lackindustrie. Neben den
Werksführungen und Laborrundgängen, waren die Informationsausstellung und die
Gießereivorführung besondere
Highlights an diesem Tag.
Änderungen im NRW-Mix
Düsseldorf. Das Kölner Verlagshaus Bastei Lübbe AG ist
mit Wirkung vom 22. September in den NRW-Mix der Börse Düsseldorf aufgestiegen. Die
turnusmäßige Überprüfung hat
ergeben, dass Bastei Lübbe im
Ranking der Marktkapitalisierung in den vergangenen Monaten eine Reihe von Plätzen
gutgemacht hat. Ausgeschieden aus dem NRW-Mix ist zeitgleich die Ehlebracht AG aus
Enger. Der Grund für das Aus-
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9
Neu in Düsseldorf
Firmenfoto
Ein Blick hinter die Kulissen
Berichtet
Düsseldorf. Die Christina Koch
GmbH mit Hauptsitz in Herdecke unterhält jetzt eine Niederlassung in der Landeshauptstadt. Ein erfahrenes Team von
drei Mitarbeitern sowie einem
Auszubildenden betreut die
Kunden in und rund um Düsseldorf in puncto Personaldienstleistung. Zum Angebot gehören
außerdem die Vermittlung sowie
das Projektmanagement.
Conceptsued in Düsseldorf
Beim Tag der offenen Tür bei ASK Chemicals wurde an einem kleinen Schmelzofen
live das Gießen vorgeführt.
scheiden ist die Marktkapitalisierung, die nicht mehr für eine
Index-Zugehörigkeit ausreicht.
Im NRW-Mix Index sind die 50
größten börsennotierten Unternehmen des Bundeslandes,
die nicht bereits dem Dax angehören, vereint. Die Zusammensetzung des NRW-Mix wird wie
beim Dax turnusmäßig überprüft. Butter. erweitert seinen
Fuhrpark
Butter. erweitert seinen
Fuhrpark
Düsseldorf. Butter. wird ab
2015 neue Agentur der Fuhr-
parkleasinggesellschaft Lease
Plan in Deutschland. Die Düsseldorfer Kreativen sicherten
sich den Kommunikationsetat
des weltgrößten Anbieters von
Fuhrparkmanagementservices
in einem Wettbewerb mit vier
Agenturen. „Butter. überzeugte uns mit Strategie und Kreation für die Neuentwicklung
eines kommunikativen und visuellen Dachs für Lease Plan
Deutschland. Wir freuen uns
auf die Zusammenarbeit“, so
Bettina Heinen, Abteilungsleiterin Marketing bei Lease
Plan.
Düsseldorf. Beratungsunternehmen Conceptsued hat eine Dependance in Nordrhein-Westfalen eröffnet. Der in München
ansässige Mietberater und Projektmanager unterstützt Unternehmen seit über zehn Jahren
dabei, den richtigen Standort zu
finden, ein passendes Bürokonzept zu entwickeln oder Büroarbeitsprozesse zu optimieren.
Mit der aktuellen Eröffnung des
Büros in Düsseldorf baut Conceptsued seine deutschlandweite
Präsenz weiter aus. Das Unternehmen realisiert seit Firmengründung Projekte in der ganzen
Bundesrepublik. Die Leitung des
Büros in der Landeshauptstadt
liegt in den Händen von DiplomArchitektin Tiziana Feighofen.
ihk magazin 11.14
10 Berichtet
Unternehmen
Düsseldorf, Köln. Seit 1. Oktober hat das Carsharing-Unternehmen Car2go seine bislang
getrennten Servicebereiche Köln
und Düsseldorf zum Geschäftsgebiet Rheinland zusammengelegt. Nun sind Fahrten auch
zwischen den Orten jederzeit
möglich. Auch die Flughäfen
Köln/Bonn sowie Düsseldorf
Airport können jetzt aus dem
gesamten Geschäftsgebiet angefahren werden. „Aufgrund der
engen Verflechtung in der Region ist die Zusammenlegung zu
einem großen Geschäftsgebiet
absolut sinnvoll und bringt unseren Kunden viele Vorteile“, so
Thomas Beermann, Geschäftsführer der Car2go Europe
GmbH.
ECX.IO gewinnt Etat
Düsseldorf. Die Full-ServiceAgentur ECX.IO wird für JAB
Anstoetz eine E-CommercePlattform aufbauen. Die Düsseldorfer Digitalagentur konnte sich im Wettbewerb gegen
drei weitere Anbieter durchsetzen. JAB Anstoetz will über
diese Plattform sowohl Händler wie auch Endkunden ansprechen. Die JAB Anstoetz
Group mit Sitz in Bielefeld
ist ein Textilunternehmen und
Spezialist für Stoffe in der
Raumausstattung und Dekoration. Die Webseite wird das
komplette Produktangebot aller Marken präsentieren.
Entgelt und Rente AG
erhält Innovationspreis
Langenfeld. Der vom Langenfelder
IT-Dienstleistungsunternehmen Entgelt und Rente
AG entwickelte „Rentenmanager“ wurde als diesjährige Produktinnovation für den Bereich
„IT-Lösungen“ vom Standortmagazin Wirtschaftsblatt ausgezeichnet. Die webbasierte
Softwarelösung erleichtert die
Verwaltung der betrieblichen
ihk magazin 11.14
Firmenfoto
Neues Geschäftsgebiet
Das Carsharing-Unternehmen Car2go hat Düsseldorf und Köln zu einem Geschäftsgebiet zusammengefasst.
Altersvorsorge. Die übersichtliche und vereinfachte Darstellung ist auch von Mitarbeitern
gut zu händeln. So wird der Personalaufwand seitens der Arbeitgeber minimiert und gleichzeitig die Versorgungsleistung
der Mitarbeiter optimiert. Vorstand Gisbert Schadek nahm
den Preis auf der Veranstaltung
„Unternehmer des Jahres“ in
Heiligenhaus entgegen.
Neues Entwicklungszentrum in Fernost
Düsseldorf/Dongguan City. Die
Gerresheimer AG, Düsseldorf,
eröffnet ein neues Entwicklungszentrum für medizinische
Kunststoffsysteme in Dongguan City, Volksrepublik China.
Damit verfügt Gerresheimer
jetzt über drei solcher Zentren:
neben dem in China, in Wackersdorf in Deutschland und
in Peachtree City in den Vereinigten Staaten. „Das neue Entwicklungszentrum in China
stellt sicher, dass wir die wachsende Nachfrage im asiatischen
Markt optimal abdecken können. Künftig werden wir so zusätzlich zur lokalen Produktion auch Entwicklungsarbeiten
in enger Zusammenarbeit mit
unseren Kunden vor Ort leisten“, erklärt Andreas Schütte,
Vorstand Plastics & Devices bei
Gerresheimer.
Internationale
Spendenaktion
Düsseldorf. Jedes Jahr am 26.
September feiern Henkel-Mitarbeiter weltweit den Geburtstag des Unternehmens. Das 138.
Jubiläum in diesem Jahr war außerdem Anlass für eine globale
Spendenaktion, bei der 20.000
Euro zusammenkamen. Die
Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf, hatte seine Mitarbeiter
dazu aufgerufen, Team-Selfies,
also Selbstportraits, einzureichen. Jedes eingereichte Foto
trug zu einer Spende für ein soziales Projekt bei. Innerhalb von
wenigen Tagen wurden 1.600
Team-Bilder aus der ganzen
Welt eingereicht. Tausende Mitarbeiter stimmten anschließend
für ihren Favoriten mit dem besten Team-Foto. Jedes der 20 Finalisten-Teams entscheidet über
eine 1.000 Euro Spende in der jeweiligen Region. Die 20.000 Euro werden über die Fritz Henkel
Stiftung an die SOS Kinderdörfer weltweit, Plan International
und Teach for All gehen.
HSBC spricht d.eu.tsch
Düsseldorf. Der neu gegründete
Verein HSBC Trinkaus Jugend &
Bildung e. V. startet das Stipendienprogramm Zukunftsinitiative
d.eu.tsch" für junge Akademi"
ker aus Südeuropa. In Kooperation mit dem Goethe-Institut Düsseldorf und der Agentur
für Arbeit Düsseldorf soll Hochschulabsolventen aus den derzeit
von Arbeitslosigkeit stark betroffenen südeuropäischen Ländern der Zugang auf den deutschen Arbeitsmarkt erleichtert
werden. Dazu Andreas Schmitz,
Sprecher des Vorstands der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG:
„Im ersten Schritt möchten wir
16 Jungakademikern zwischen
23 und 33 Jahren aus Griechenland, Portugal und Spanien eine Starthilfe geben, sich für den
deutschen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Angesprochen werden Absolventen von Fachrichtungen, in denen in Deutschland
ein Fachkräfteengpass erwartet wird. Entsprechend setzt das
Programm seinen Fokus auf Ingenieure in Maschinenbau und
Elektrotechnik, Mathematiker,
Naturwissenschaftler, Ärzte und
IT-Spezialisten. Die Bewerbungsphase ist angelaufen. Das Programm startet im Februar 2015.“
Da der Schlüssel zur Integration
nun einmal die Sprache sei, werde ein Deutschkurs zentraler Bestandteil des Stipendiums sein.
Vier von fünf Monaten würden die Stipendiaten an einem
Intensivsprachkurs am Goethe-Institut teilnehmen. Der
letzte Monat solle dazu dienen,
die Arbeits- und Wohnungssuche abzuschließen. Bis dahin
würden die Stipendiaten in einem Appartementhaus in der
Düsseldorfer Innenstadt fußläufig zum Goethe-Institut wohnen. Die Kosten für Sprachkurs,
Unterkunft und Verpflegung
(rund 10.000 Euro pro Stipendiat) trage der Verein HSBC Trinkaus Jugend & Bildung.
Damit die Stipendiaten sich in
Deutschland gut einleben, werden sie während des gesamten
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Unternehmen
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Zeitraums von HSBC Mitarbeitern intensiv betreut. Diese
Mentoren leisten ehrenamtlich
nicht nur in rein organisatorischen Dingen Hilfestellung,
sondern unterstützen beim
Kennenlernen von Land und
Leuten. „Das Programm steht
und fällt damit, dass sich die
Stipendiaten in Deutschland
wohlfühlen und sich auch privat eine Zukunft hier vorstellen
können. Hierfür leisten unsere Mitarbeiter einen wichtigen
Beitrag“, betont Schmitz. Allerdings verlange man auch
den Stipendiaten sehr viel ab:
Sie verließen ihr Heimatland,
lernten eine schwierige Sprache
und auch vermeintlich banale
Dinge wie das Klima oder anderes Essen seien eine Herausforderung in der Anfangszeit.
HSBC verstehe das Projekt einerseits als wichtigen Baustein
gelebter Solidarität im EuroSystem, andererseits aber auch
als Bekenntnis, dass langfristiger wirtschaftlicher Erfolg
und verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln sich
nicht ausschließen würden.
Schmitz wörtlich: „Um das in
der Krise verlorene Vertrauen wieder aufzubauen, bedarf
es in der Bankenbranche klarer Werte und der Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung. Deshalb ist soziales
Berichtet
Die Verleihung der Print Stars 2014: Das Team der Druckstudio-Gruppe um Geschäftsführer Werner Drechsler (zweiter von rechts) und Marketingleiterin Fotini
Drechsler (dritte von rechts) nahm die Auszeichnung in Empfang.
Engagement wichtiger denn
je geworden – auch angesichts
der zunehmend schwierigen
wirtschaftlichen Lage für viele Menschen. Wir hoffen, dass
das Zukunftsprojekt auch eine Signalwirkung in die Wirtschaft und Gesellschaft haben
wird.“ Der Verein HSBC Trinkaus Jugend & Bildung e. V. suche daher noch weitere Förderer und Multiplikatoren ebenso
wie potenzielle Arbeitgeber für
die Stipendiaten.
Unterstützung für Aktion
Mensch
Düsseldorf, Berlin. Unter dem
Motto „Schon viel erreicht.
Noch viel mehr vor.“ feierte
die Aktion Mensch im Oktober im Berliner „Kosmos“ ihr
50-jähriges Bestehen. Geladen
waren Mitglieder, Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege und Vertreter des ZDFs
sowie Gäste, Freunde und Förderer. Die Düsseldorfer Agentur Jahns and Friends AG hat
als Firmenpartner das Fest unterstützt. „Das Thema Inklusion liegt uns besonders am
Herzen“, sagt Vorstandsvorsitzende Kirsten Gabriel, „Wir
wünschen der Aktion Mensch,
dass sie sich auch in Zukunft so
engagiert für die Belange von
Menschen mit Behinderung,
Kinder und Jugendliche sowie für ein selbstverständliches
11
Miteinander aller Menschen in
der Gesellschaft einsetzt.“
Druckstudio gehört zu den
Print Stars
Düsseldorf. Ein ausgezeichnetes Druckprodukt: Beim Innovationspreis der Deutschen
Druckindustrie gewann die
Druckstudio Gruppe in der Kategorie „Geschäftsberichte“ einen der begehrten „Print Stars
2014“. In der Stuttgarter Liederhalle nahm Geschäftsführer
Werner Drechsler im September den Preis in Bronze entgegen. Prämiert wurde Druckstudio für den Geschäftsbericht
der Metro Group aus dem Jahr
2013. „Echt tolles Arbeitsbuch.
Durchgängig – auch im Detail – umgesetzte Idee“, lautete die Begründung der Jury
für die Auszeichnung. Den Bericht hatte die Druckerei zudem komplett umweltfreundlich produziert.
Erfreuliches Wachstum
Ratingen. „In allen strategischen
Produktbereichen sind wir deutlich über dem Markt gewachsen“ –
so lautete die Aussage von Holger Thiesen, General Manager
Mitsubishi Electric, Living Environment Systems anlässlich einer
Pressekonferenz Ende September. Das Unternehmen unterteilt
seine Produkte in die Bereiche
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12
Berichtet
Personen
Personen
Der Münsteraner Andrea Arcais (Bild 1) leitet seit dem 1.
August 2014 Klima Diskurs.
NRW. Der landesweit aktive
Verein hat seinen Sitz in Düsseldorf. Er versteht sich als
Plattform, auf der alle Akteure,
die zum Gelingen der Energiewende in Nordrhein-Westfalen
nötig sind, sich vor allem über
die strittigen Themen unterhalten und Kompromissmöglichkeiten suchen können.
Michael Eising (51) übernimmt
zum 1. Januar die Leitung der
Electronic Partner Niederlassung Augsburg. Er verantwortet
in dieser Funktion die Betreuung der Mitglieder im Süden
Deutschlands durch den Vertrieb. Hauptsitz der Verbundgruppe Electronic Partner ist
Düsseldorf.
„Air to Air“ (AtA-Klimatechnik) und „Air to Water“ (AtWWärmepumpen). In beiden Segmenten konnte der Ratinger
Hersteller im letzten Jahr eine
äußerst positive Entwicklung
verzeichnen und auch sein Personal deutlich ausbauen. Derzeit baut Mitsubishi Electric
am Standort Ratingen ein neues Verwaltungsgebäude für alle
Geschäftsbereiche. „So lässt sich
künftig unser Potenzial an technischen Lösungen noch besser
bündeln“, so Thiesen.
TV-Kommissar eröffnet
Szenelokal
Düsseldorf. Am 25. September
eröffnete Michael Naseband,
ehemaliger TV-Kommissar der
SAT.1-Serie „K11“, in seiner
Heimatstadt Düsseldorf sein
erstes Ladenlokal unter dem
Namen „Naseband’s“. Im ehemaligen Till Eulenspiegel an
ihk magazin 11.14
BC Trinkaus & Burkhardt AG,
Düsseldorf, sein 80. Lebensjahr.
Er trat am 27. Oktober 1981 als
Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter in die Bank
ein. 1985 war Jacobi für den
Börsengang der damaligen Trinkaus & Burkhardt KGaA verantwortlich. 1998 wechselte er in
den Aufsichtsrat und übernahm
dort den Vorsitz, der dann im
Juni 2004 auf Dr. Sieghardt Rometsch überging.
1
2
Manuel Fritz (Bild 2) wurde
zum weiteren geschäftsführenden Gesellschafter bei Engel
Canessa Immobilienberatung
GmbH & Co. KG, Düsseldorf,
berufen. Er wird gemeinsam
mit dem geschäftsführenden
Gesellschafter Mario Friedrich
die Weichen für die Zukunft
des Unternehmens stellen.
der Mühlenstraße/Ecke Liefergasse dürfen sich Düsseldorfer
auf heimische Snacks aus dem
Hause Peter Inhoven, frisch
gezapftes Schlüssel-Alt, leckere Cocktails und edle Weine
freuen.
die Kundenstruktur in Langenfeld zugeschnitten.
Real-Markt wieder
eröffnet
Langenfeld. Am 9. Oktober feierte der Real-Markt in Langenfeld große Wiedereröffnung.
Innerhalb von zwei Monaten haben Real-Geschäftsleiter
Heinrich Wingerath und sein
197-köpfiges Team zusammen
mit regionalen Firmen den
Markt Abschnitt für Abschnitt
modernisiert. „Das war für uns
alle ein Großprojekt. Der gesamte Markt wurde während
des laufenden Geschäftsbetriebes sukzessive umgebaut.“, so
Wingerath. Das gesamte Warenangebot ist nun optimal auf
Am 26. September vollendet
Herbert H. Jacobi, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der HS-
Tag der Ausbildung
Düsseldorf. Am 27. September
veranstaltete die SMS Siemag
AG in Düsseldorf ihren „Tag
der Ausbildung“. Interessierte
Schüler, Lehrer und Eltern kamen und verschafften sich einen
Einblick in die Ausbildungsberufe beim Maschinen- und Anlagenbauer für die Hütten- und
Walzwerkstechnik. Das Angebot richtete sich vornehmlich an
Schüler der zehnten, zwölften
und dreizehnten Klassen der Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen in Düsseldorf und
Umgebung. Erfreulich war auch
das große Interesse der Eltern,
die die Gelegenheit nutzten, sich
über die beruflichen Möglichkeiten ihrer Kinder im Hause
SMS zu informieren. Am Standort Düsseldorf erlernen die Aus-
Am 1. Januar wird Markus Leike
die Michael Hoffmann e.K. Immobilienverwaltung für Industrie- und Wohnobjekte, Wülfrath, übernehmen. Schon jetzt
arbeitet Michael Hoffmann ihn
in die bestehenden Hausverwaltungen ein und wird auch
im Jahr 2015 den Übergang begleiten.
zubildenden vier technische und
kaufmännische Berufe. Insgesamt bildet SMS Siemag in zehn
gewerblichen, technischen und
kaufmännischen Berufen aus.
Zwischen Abschlag und
Grün
Düsseldorf. Eine stramme NeunLoch-Runde spielen oder Abschläge üben auf der Driving
Range – das After Work Event
des Event & Fair Hotels Tulip
Inn Düsseldorf Arena im September hatte für Golf-Anfänger wie für Golf-Könner etwas
zu bieten. Zum 18. Mal lud das
Arena-Hotel seine Kunden und
Partner in den Golfpark Hösel
ein. „Wir wollen unseren Kunden und Geschäftspartnern damit eine Freude machen. Außerdem bietet sich bei so einem
Event immer auch Zeit für gute
Gespräche in entspannter Atmosphäre“, sagt Nicola Strat-
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Unternehmen
Berichtet
Firmenfoto
mann. Es kamen rund 50 Gäste, unter ihnen Carsten Franck,
Ingo Anderbrügge, Thomas
Allofs, Michael Hanné und Oliver Reck.
IAC eröffnet
Firmenzentrale
Düsseldorf. International Automotive Components (IAC), einer der nach eigenen Angaben
führenden internationalen Zulieferer von Fahrzeuginterieurs,
hat seine neue europäische Firmenzentrale in Düsseldorf eröffnet. An dem Standort in
unmittelbarer Nähe zum Düsseldorfer Flughafen befinden
sich unter anderem der europäische Vertrieb, Design und Engineering, Einkauf und Verwaltung sowie die Büros der
europäischen Vorstandsmitglieder. Derzeit arbeiten dort rund
100 Fachkräfte.
Produktion in Bulgarien
Velbert. Witte Automotive, Velbert, baut seine globale Präsenz weiter aus: Am 1. Oktober
hat der bulgarische Präsident
Rossen Plewneliew persönlich gemeinsam mit Dr. Manfred Püschel, dem Vorsitzenden
des Beirats der Witte-Gruppe, das neue Produktionsgebäude in Bulgarien offiziell eröffnet. „Am 10. Oktober 2013
legten wir den Grundstein für
unser neues Werk. Und heute, nur knapp ein Jahr später,
dürfen wir unser hochmodernes, 15.000 Quadratmeter umfassendes Verwaltungs- und
Produktionsgebäude mitsamt
logistischer Infrastruktur offiziell eröffnen“, so Püschel. Das
Investitionsvolumen
beträgt
insgesamt rund 10 Millionen
Euro. An modernsten Montagelinien werden unter anderem
Heckklappen- und Sitzschlösser und Schließgarnituren produziert. Von Bulgarien aus
beliefert Witte als einer der führenden Schließsystemhersteller
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Von seiner europäischen Firmenzentrale aus leitet IAC Entwicklung und Vertrieb
ganzer Fahrzeuginterieurs. Im Bild: Jim Kamsickas, CEO von IAC.
in der Automobilbranche seine
Kunden überwiegend in Südost-Europa.
60 Jahre Deutsches Ausschreibungsblatt GmbH
Düsseldorf. Seit 1954 ist das
Deutsche Ausschreibungsblatt
(vormals Bundesausschreibungsblatt) als Fachorgan zur bundesweiten Bekanntmachung von
Ausschreibungen im Markt tätig.
Zunächst nur als Zeitung erhältlich, hat sich das Unternehmen
1996 mit eigenem Webauftritt
als Online-Portal etabliert. Das
Deutsche Ausschreibungsblatt
hat über die 60-jährige Erfahrung im Markt, durch Kooperationen und Partner viele strategische Bereiche ausweiten
können und entwickelte sich zu
einem Experten sowohl für ausschreibende Stellen als auch für
Auftragnehmer, die öffentliche
Aufträge suchen. Über 20.000
Betriebe aus Handel, Handwerk,
Industrie und dem Dienstleistungssektor sowie ausschreibende Stellen nutzen die Medien des
Düsseldorfer Verlages.
30 Jahre Com Team
Systemhaus GmbH
Düsseldorf. Der Com Team Systemhaus-Verbund mit Hauptsitz in Düsseldorf feiert runden
Geburtstag und blickt zurück
auf 30 Jahre Service in der Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK).
Angefangen hatte alles im niedersächsischen Lilienthal, wo
1984 die „Comteam GmbH
& CO. KG“ gegründet wurde.
Sie befand sich zum damaligen
Zeitpunkt im Eigentum der
Mitgliedsbetriebe, die einen
jährlichen Kommanditistenanteil leisteten. Erster Geschäftsführer war Frank Garrelts, der
das Unternehmen bis 1992 leitete. In der Anfangszeit stand
der Verkauf an private Kunden noch im Vordergrund, nach
und nach wurde die Kooperation mit Firmen jedoch immer
wichtiger. Der Verbund investierte gezielt in Serviceleistungen und einen leistungsstarken
Außendienst, um den Großkunden ganzheitliche Konzepte
und umfassende Beratung präsentieren zu können. Bereits in
den 1990-er Jahren bot Com
Team den Mitgliedern unterschiedliche Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Unterstützung
bei Projekten und Marketingmaßnahmen. Um der Kooperation eine langfristige Perspektive zu eröffnen, entschieden sich
die Aktionäre im Jahr 2000 für
einen Verkauf an Electronic
13
Partner. Seit 2001 ist das Unternehmen Teil der Verbundgruppe und firmiert als Com Team
Systemhaus GmbH. Auch im
neuen Jahrtausend setzte das
IT-Handelsunternehmen seinen
Kurs fort und entwickelte sich
von einer Einkaufs- und Marketinggemeinschaft zu einem
lebendigen Zusammenschluss
von 800 Systemhäusern in ganz
Deutschland. „ Entstanden ist
ein starkes Netzwerk, in dem
gegenseitiger Erfahrungsaustausch selbstverständlich ist und
aktiv gelebt wird“, freut sich
Sven Glatter, der seit 2012 Geschäftsführer bei Com Team ist.
25 Jahre Hallo Pizza GmbH
Langenfeld. Gefühlt ist es eine Ewigkeit her, dass es Pizza tatsächlich nur und ausschließlich in der Pizzeria um
die Ecke gab. Dabei sind gerade mal 25 Jahre vergangen,
seitdem der Pizza-Lieferservice nach Deutschland kam.
Es war 1989, die Zeit des Mauerfalls, da fasste sich der Düsseldorfer Unternehmer Axel
Fassbach ein Herz und setzte hierzulande die Idee um, die
er in Amerika kennen gelernt
hatte: Frische Pizza ganz einfach telefonisch bestellen und
innerhalb kürzester Zeit nach
Hause geliefert bekommen.
„Heiße Ware auf Bestellung“
war für viele Jahre der Slogan
des Unternehmens, das fortan
als Hallo Pizza buchstäblich in
aller Munde sein sollte. Ausgehend von Düsseldorf expandierte das Unternehmen in ei-
Jubiläen
31. Oktober
25 Jahre – SGB Treuhandund Steuerberatungsgesellschaft
mbH, Monheim
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14 Berichtet
Städte
Städte
Fundbüro umgezogen
Düsseldorf. Das Fundbüro und
das Team „Fahrgeld-Einsprüche“ der Düsseldorfer Rheinbahn sind umgezogen. Sie sind
jetzt in der Immermannstraße 65b zu finden, gegenüber
dem Düsseldorfer Hauptbahnhof. Dadurch sind beide Büros künftig für Besucher und
Rheinbahnkunden besser erreichbar. Die neuen Öffnungszeiten: montags bis mittwochs
von 10 bis 12 Uhr und von 13
bis 16 Uhr, donnerstags von 10
bis 12 Uhr und von 13 bis 17
Uhr sowie freitags von 10 bis
14 Uhr.
selber tragen musste. Zur Verleihung der Auszeichnung kamen im Oktober rund hundert
Vertreter aus Wirtschaft, Kultur
und Verwaltung in die „Glühofenhalle“ auf dem Düsseldorfer Areal Böhler.
Studenten begrüßt
Der Kö-Bogen feierte seinen ersten Geburtstag.
rung der Bildenden Kunst durch
Wirtschaft und Institutionen
in der Kunstregion entlang der
Rheinschiene von Duisburg bis
Bonn mit den Zentren Köln und
Düsseldorf, stehen fest: Ausgezeichnet wurden die National
Bank in Essen und die Fuhrwerkswaage Kunstraum e.V.,
Köln. Den erstmals in diesem
Jahr vergebenen Sonderpreis
für überragendes Engagement
für die Kunst erhalten Werner Lippert und Petra Wenzel.
Sie waren jahrelang Leiter des
NRW-Forums, prägten mit außergewöhnlichen Ausstellungskonzepten das Museum im Düsseldorfer Ehrenhof, das sich zu
einem großen Anteil finanziell
Firmenfoto
Düsseldorf. Der Kö-Bogen wurde am 17. Oktober ein Jahr alt.
Anlässlich dieses Jubiläums
fand eine große Shoppingparty
statt. Unter dem Motto „A celebration of fashion, style and
inspirations“ waren im Kö-Bogen die Türen bis Mitternacht
geöffnet. Shopping-Begeisterte, Genießer und Nachtschwärmer konnten die Geschäfte
von Apple, Breuninger, Graf
von Faber-Castell, Hallhuber,
Joop!, Laurèl, Palio Poccino,
Poccino Espressobar, Porsche
Design in Kooperation mit
dem Porsche Zentrum Düsseldorf, Rüschenbeck, Sansibar by Breuninger, Unique und
Windsor besuchen. Geboten
wurden exklusive Highlights,
limitierte Editionen und Überraschungen.
Firmenfoto
Happy Birthday Kö-Bogen
Heiligenhaus. Ende September begrüßte die Hochschule
Bochum den bereits sechsten
Jahrgang am Campus Velbert/
Heiligenhaus. An diesem Tag
stellten sich die verschiedenen
Bereiche der Hochschule den
75 Erstsemesterstudierenden –
darunter befinden sich auch in
diesem Jahr wieder sechs Studentinnen – vor. Bei einem anschließenden „Parcours“ durch
die Hochschule erhielten die
Studierenden die Möglichkeit,
nicht nur den Standort, sondern auch einander kennen zu
lernen.
Creativ-Discount eröffnet
Heiligenhaus. Die Neugestaltung der Einkaufsstraße in
Heiligenhaus geht weiter: Im
Oktober eröffnet der CreativDiscount am Südring. Mit 800
Quadratmetern Verkaufsfläche, 6.500 Quadratmetern Logistikfläche und 20 Mitarbeitern aus der Region stärkt das
mittelständische Unternehmen
den Wirtschaftsstandort Heiligenhaus. Das Sortiment umfasst über 30.000 Artikel für
den Bastel-, Hobby- und Kreativbereich sowie den Partyund Karnevalsbedarf.
Nadel der Medici
vergeben
Düsseldorf. Die diesjährigen
Preisträger der „Nadel der Medici“, einem der wichtigsten
Wettbewerbe um die Förde-
ihk magazin 11.14
Bei der Eröffnung des Creativ-Discounts (von links): Dr. Jan Heinisch (Bürgermeister von Heiligenhaus), Anne van Boxel (Wirtschaftsförderung Stadt Heiligenhaus)
und René Georg (Inhaber und Geschäftsführer).
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Unternehmen
20 Jahre Euro
Engineering AG
Düsseldorf. Rundes Jubiläum:
Vor zwanzig Jahren, genau-
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Beilagenhinweis
Der gesamten Ausgabe sind
Beilagen der Unity Media
aus Köln beigefügt.
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er gesagt am 7. Oktober 1994,
wurde die Euro Engineering
AG gegründet. Mit dem damaligen Zwei-Mann-Betrieb
hat das Unternehmen heute
allerdings nur noch wenig gemein. „Das kleine Unternehmen mit Firmensitz in einem
Ulmer Wohnzimmer hat sich
in diesen zwanzig Jahren zu einem der Top Ten EngineeringDienstleister in Deutschland
entwickelt“, sagt Peter Blersch,
Vorstandsvorsitzender der Euro Engineering AG, Düssel-
dorf. Mit 40 Standorten und 25
technischen Büros ist das Unternehmen dabei nah an seinen Kunden: Vom nördlichsten
Standort in Kiel bis hin zum
südlichsten in Friedrichshafen
arbeiten insgesamt rund 2.000
Mitarbeiter in den unterschiedlichsten Branchen – von Automotive über Maschinen- und
Anlagenbau sowie Feinwerkund Elektrotechnik bis hin zu
Bauwesen und Medizintechnik –
an komplexen Engineering-Lösungen.
15
Schwarze Immobilien
ausgezeichnet
Erkrath. In Zusammenarbeit
mit Feri Eurorating Services
und dem IIB Institut innovatives Bauen ließ das Wirtschaftsmagazin Capital unter 45.000
Maklern die größten Unternehmen bewerten, die sich
in Deutschland mit der Vermarktung
von
Wohnimmobilien befassen. Das Erkrather Familienunternehmen
Schwarze Immobilien ist eines der Unternehmen, die die
Höchstnote erreichten. Geprüft wurden bei 650 Maklern
die Marktposition, die Qualifikation von Management und
Mitarbeitern und die Qualität
der internen Prozesse in Akquisition und Verkauf. Weitere Kriterien waren Exposé und
Maklervertrag sowie Spezialisierung und Umfang der angebotenen Dienstleistungen. Die
100 besten Makler wurden im
Capital-Maklerkompass ausgezeichnet, 60 davon mit der
Höchstnote von fünf Sternen.
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Das ausgezeichnete Team von Schwarze Immobilien aus Erkrath.
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nen Markt, den es damals fast
noch gar nicht gab. Und das
auch noch mit einem weiteren
modernen Prinzip: Franchise.
Der Pilotstore in Düsseldorf
war bald so beliebt, dass weitere nach diesem Modell folgten. Heute, ein Vierteljahrhundert später, hat Hallo
Pizza bereits gut 140 Menschen in ganz Deutschland
zu selbstständigen Unternehmern gemacht. Der Sitz der
Firmenzentrale ist inzwischen
in Langenfeld. Mit Beginn des
Jahres 2010 wurde der hohe
Qualitätsanspruch der Firma
ins neue Markenbild übertragen. „Iss besser!“ heißt es seitdem im Logo von Hallo Pizza.
Wovon viele Kunden offensichtlich auch überzeugt sind:
Bei einer bundesweiten Umfrage von Focus Money unter
1.200 Home-Delivery-Kunden
in Deutschland belegte Hallo
Pizza gleich in drei Kategorien den 1. Platz.
Berichtet
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16 Titel
Die digitale Revolution
Die digitale Revolution
Wie das Internet den Alltag und die Produktion verändert.
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Die digitale Revolution
Titel 17
Text: DR. Antje Höning
Fotos: Robert Poorten
Manchmal kommen Revolutionen mit einem leisen Bling daher. So wie am 3. August 1984. Damals erhielt Michael Rotert,
Leiter des Rechenzentrums der Universität
Karlsruhe, als erster Deutscher eine Mail.
„Michael, this is your official welcome to
CSNET“, lautete die Botschaft, die ihm eine Kollegin vom Massachusetts Institute of
Technology geschickt hatte. CSNET stand
für „Computer Science Network“ und bezeichnete das 1981 gegründete ComputerNetzwerk.
Die Forscher freuten sich über den gelungenen kleinen Versuch. Dass aus dem
CSNET dreißig Jahre später ein Internet
wurde, das die weltweite Kommunikation veränderte, Produktion und Alltag revolutionierte, ahnten sie nicht. Zunächst
durften auch nur militärische und wissenschaftliche Einrichtungen das CSNET
nutzen. Erst Anfang der 1990er Jahre
wurde das Netz für private und kommerzielle Zwecke geöffnet. Heute ist das Internet allgegenwärtig.
Früher schrieben die Menschen Postkarten aus dem Urlaub. Heute schreiben 80 Prozent der Deutschen regelmäßig
Mails, 75 Prozent sind in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Xing
aktiv, so der Branchenverband Bitkom.
Früher ging man samstags in die Stadt
zum Shoppen, heute füllt man den Warenkorb zu jeder Tageszeit per Mausklick.
Auch die Produktion hat sich verändert:
Früher ersetzten Maschinen nur Muskelkraft, heute ersetzen Maschinen das Denken.
Wirtschaftshistoriker sprechen schon
jetzt von einer neuen industriellen Revolution. „Wir erleben durch die Digitalisierung gerade eine neue industrielle Revolution. Die Umwälzungen, die mobiles
Internet und Social Media auslösen, sind
so groß wie die beim Wandel von der Agrar- zur Industriegesellschaft“, sagt Klemens Skibicki, Professor an der Cologne
Business School. „Das betrifft alle Branchen und Unternehmen, auch wenn viele
das noch nicht einsehen.“
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Alle Branchen
sind betroffen
Die einzelnen Branchen sind unterschiedlich betroffen. „Noch hat die Digitalisierung nur wenige Branchen wie die Telekommunikation mit voller Wucht erfasst.
Aber in zehn Jahren wird die Welt ganz anders aussehen“, sagt Walter Sinn, Deutschland-Chef der Beratungsgesellschaft Bain.
Am schnellsten verändern sich Medien-,
Technologie-, Telekom- und Banken-Branche. Etwas entspannter geht es in Logistik,
Gesundheitswesen und der Energieversorgung zu.
Zu jeder wirtschaftlichen Revolution gehören Gründer, die mit tollkühnen Ideen
durchstarten und solche, die leise scheitern. Zu jeder wirtschaftlichen Revolution gehört, dass eine Basisinnovation alles verändert – auch die Geschäftsmodelle
der großen, etablierten Unternehmen. Anpassen oder vom Markt verschwinden,
lautet die Devise. Mit der „Spinning Jenny“, der ersten Spinnmaschine von 1764,
konnte ein Arbeiter so viel Garn erzeugen
wie zuvor 200 Arbeiter ohne sie. Dagegen
hatten die Handspinner auch mit Nachtund Kinderarbeit keine Chance. Ebenso
müssen sich heute alle Branchen dem harten digitalen Wettbewerb stellen. „Keine
Branche ist per se dem Untergang geweiht.
Doch Branchen, in denen Wettbewerb und
Angst schon immer groß waren, werden es
leichter haben als Branchen, in denen sich
über Jahre Oligopolisten ausruhen konnten“, sagt Wirtschaftshistoriker Skibicki.
Insbesondere der Mittelstand tut sich
schwer. „Familienunternehmen sind traditionell von einzelnen Machern geprägt“,
erklärt sich das Brun-Hagen Hennerkes,
der die Stiftung Familienunternehmen gegründet hat. „Vor 20 Jahren wollten viele
zum Beispiel nicht einsehen, dass Controlling kein Kontroll-, sondern ein StrategieInstrument ist. Heute fremdeln viele mit
der Digitalisierung von Produktion und
Vertrieb.“ Dabei heiße digitale Revolution
ja mehr, als in Facebook präsent zu sein.
Digitale Revolution heißt, dass Konsum
und Produktion sich radikal verändern.
Ein paar Schlaglichter auf die neue Welt:
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18 Titel
Die digitale Revolution
Deutsche Wirtschaft
hält sich für „Industrie
4.0“-Weltmeister
Die deutsche Wirtschaft gibt sich in Sachen Industrie 4.0 selbstbewusst. Wie der
erstmals erhobene „Deutsche Industrie 4.0
Index“ zeigt, reklamieren die heimischen
Unternehmen auf dem Weg zur „Smart
Factory“ die globale Pole-Position für sich.
Nur Japan und die USA entwickeln sich zumindest annähernd gleichwertig – so das
Urteil der deutschen Firmen. China ist aus
ihrer Sicht einigen Industrienationen schon
dicht auf den Fersen. Für den „Deutschen
Industrie 4.0 Index“ wurden im Auftrag der
Unternehmensberatung Staufen 140 Industrieunternehmen in Deutschland befragt.
„Bei den Gesprächen in den Werkshallen und Konstruktionsbüros unserer deutschen Kunden ist das Selbstbewusstsein,
sich beim Thema Industrie 4.0 nicht verstecken zu müssen, ganz deutlich zu spüren“, sagt Thomas Rohrbach, Business
Unit Leiter der Unternehmensberatung
Staufen AG. „Allerdings haben bisher nur
relativ wenige Pionierunternehmen dieses Zutrauen in die eigene Stärke schon in
operative Projekte umgesetzt.“ Dies bestätigt der „Deutsche Industrie 4.0 Index“. So
Durchschnittliche Platzierung der Länder durch die
befragten Unternehmen.
Grundgesamtheit:
140 Industrieunternehmen
aus Deutschland.
©STAUFEN
Welches Land ist aus Ihrer Sicht auf dem Weg zur Industrie 4.0
schon am weitesten vorangekommen? Bitte bringen Sie die
Länder in eine Reihenfolge.
haben sich knapp drei Viertel der befragten Unternehmen bisher entweder noch
gar nicht konkret mit dem Thema Industrie 4.0 beschäftigt (34 Prozent) oder beschränken sich derzeit in Sachen vernetzte
Fabrik auf eine Beobachterrolle (39 Pro-
Wie weit ist Ihr Unternehmen auf dem Weg zur „Smart Factory“?
Bitte wählen Sie eine Antwort aus, die Ihren Status am besten trifft.
1 % Industrie 4.0 wird bei
uns umfassend operativ umgesetzt
39 % Das Thema befindet
sich bei uns in der
Beobachtungs- und
Analysephase
6 % Keine Antwort
6 % Das Thema befindet
sich bei uns in der Planungs- und Testphase
14 % Wir verfolgen operative Einzelprojekte in
Sachen Industrie 4.0
ihk magazin 11.14
34 % Wir haben uns noch
nicht konkret damit
beschäftigt
zent). Während es die komplette „Smart
Factory“ so in Deutschland noch nicht
gibt, verfolgen aber immerhin 14 Prozent
der Unternehmen schon operative Einzelprojekte zu Industrie 4.0.
„Das auf den ersten Blick vielleicht widersprüchliche Bild zwischen dem Anspruch, Weltspitze zu sein und der operativen Umsetzungsquote von Industrie 4.0
ist leicht zu erklären“, sagt Staufen-Berater Rohrbach. „Der Weg zur Smart Factory oder sogar zum komplett vernetzten
Unternehmen ist nämlich mehr Evolution denn Revolution. Die deutsche Industrie hat ihre Prozesse in Produktion,
Entwicklung und Verwaltung in den vergangenen Jahren als fortlaufende Aufgabe erheblich verschlankt (Lean Management). Die Entscheider nahmen häufig
gar nicht wahr, damit bereits Vorbereitungen in Richtung Industrie 4.0 getroffen zu
haben. Das Fundament für den nächsten
Entwicklungsschritt zur Smart Factory –
wir sprechen in diesem Zusammenhang
von Lean 4.0 – herzustellen, wird eine wesentliche Aufgabe der deutschen Unternehmen im Jahr 2015 sein.“
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Die digitale Revolution
Industrie 4.0 – wenn
Maschinen Maschinen
steuern
In der klassischen industriellen Revolution ersetzen Maschinen die Muskelkraft. Nun ersetzen Maschinen
auch das Denken. Das fasst man unter
dem Stichwort „Industrie 4.0“ zusammen. Die Produkte werden intelligent:
Sie werden mit Barcodes oder RFIDChips versehen, deren Informationen
die Maschinen auslesen können. So fahren die schlauen Produkte in der Fabrik per Roboter von Produktionsstation
zu Produktionsstation und lassen sich
fertigstellen. Dann ordern sie selbständig den Spediteur, der sie zum Kunden
bringt. Ebenso löst das Ersatzteil am
Lager eine Nachbestellung aus, wenn es
aus dem Regal genommen wird.
Industrie 4.0 ist nicht nur etwas für
die Industrie, sondern auch für die
Landwirtschaft. Neben „Smart Factory“ gibt es längst auch „Smart Farming“. Erntemaschinen ermitteln den
Bodenzustand, unterbreiten dem Bauern Dünge-Vorschläge, bestimmen den
richtigen Erntezeitpunkt. Selbstfahrende Mähdrescher ernten GPS-gesteuert
große Felder ab. Der westfälische Hersteller Claas etwa hat sich längst auf
diese Märkte eingestellt.
Titel 19
Das Internet der Dinge
revolutioniert den Alltag
Schon jetzt nutzen Konsumenten das
Internet zum Kommunizieren, Shoppen
und zur Unterhaltung. Künftig werden
sie es noch mehr zur Steuerung nutzen.
Das „Internet der Dinge“ macht möglich,
dass Hausgeräte, Autos und Handys Informationen austauschen. Bis 2020 sollen weltweit 50 Milliarden Geräte verbunden sein. Von unterwegs aus stellt man
per Handy die Heizung an. Webcam und
Handy ersetzen den Babysitter. Die Konzerne Dell (Computer), Intel (Chip) und
Samsung (Smartphone) arbeiten gerade
an einem gemeinsamen Standard für die
Vernetzung der Geräte. Doch das Smart
Home, das vernetzte Haus, kann noch
mehr. Es hat ein intelligentes Stromnetz.
Den Strom erzeugt es per Solarpanel auf
dem Dach oder per Erdwärmepumpe im
Keller. Es ermittelt, wann es am günstigsten ist, die Kochwäsche anzustellen, und
wann man Strom zukaufen muss. In Reken testen RWE und die Universität Dortmund gerade per Modellversuch, was die
Netze auf Gemeindeebene können müssen, damit alle Bürger „smart“ leben
können. Von einer solchen Welt mag der
US-Informatiker Mark Weiser geträumt
haben, als er 1991 im Aufsatz „Der Computer des 21. Jahrhunderts“ erstmals das
Internet der Dinge beschrieb: „Die wichtigsten Technologien sind die, die im Alltag aufgehen.“
Die Chancen
Die Chancen, die sich in der digitalen
Welt bieten, sind enorm - für Unternehmen und Verbraucher. Bitkom schätzt,
dass die Digitalisierung Deutschland in
den nächsten zehn Jahren ein jährliches
Plus von 1,7 Prozent bei der Bruttowertschöpfung beschert.
Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI)
hält gerade Deutschland für gut geeignet,
zu den Gewinnern der digitalen Revolution zu zählen. Die Internet-Riesen sind
zwar Amerikaner, Koreaner und Chinesen. Im kalifornischen Silicon Valley werden jeden Tag neue Produkte entwickelt
und verworfen, neue Unternehmen gegründet und geschlossen. Doch der beste
Maschinenbau sitzt in Deutschland – und
im nächsten Schritt der digitalen Revolution geht es um ihn. Deutschland verfüge
mit seinem hohen Automatisierungsgrad
und seiner hohen Ausbildungsqualität
über eines der besten Startguthaben weltweit für die Industrie 4.0, meint der VDI.
Auch für den Verbraucher tun sich neue
Welten auf. Anstatt sich in der Stadt die
Füße wund zu laufen, um das Hemd mit
extralangem Arm zu bekommen, reicht
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20 Titel
ihk magazin 11.14
Die digitale Revolution
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Die digitale Revolution
ein Klick. Smarte Fabriken können effizienter produzieren als klassische, darum
werden die Produkte günstiger und besser
– zum Vorteil für den Kunden.
Und ausgerechnet in der global vernetzten Welt steht auch Individualisierung hoch im Kurs. Das Fließband
machte einst die Massenproduktion von
einheitlichen Produkten günstig. Beim
3D-Drucker geht der Trend nun in die andere Richtung: Sein Ziel ist die günstige
Herstellung von individuellen Einzelstücken. Schon jetzt gibt es die Zahnkrone
aus dem Drucker. Künftig gibt es vielleicht im Sportladen eine Maschine, die
für jeden den individuell vermessenen,
perfekt passenden Laufschuh ausdruckt.
Die Berater von McKinsey erwarten, dass
allein der globale Markt für Konsumartikel aus dem 3D-Drucker bis 2025 auf vier
Billionen Dollar wachsen wird.
Die Risiken
Wie bei jeder Revolution gibt es auch
jetzt Verlierer. Branchen und Unternehmen, die nicht offen sind und sich nicht
schnell genug anpassen, werden untergehen. Manch verödete Innenstadt in Nordrhein-Westfalen erzählt bereits von der
Übermacht von Amazon. Wirtschaftshistoriker Skibicki hält es für möglich, dass
der Online-Versender bald zum wertvollsten Konzern der Welt wird.
Ein anderes Problem ist die nötige Infrastruktur. Beim Breitband-Ausbau etwa
hängt NRW zurück. Nur 70 Prozent der
Haushalte sind bislang an das schnelle Internet angeschlossen. Ein weiteres Problem ist die Datensicherheit. Je mehr die
Industrie sich vernetzt, je mehr Daten sie
herumschickt oder in Clouds auslagert,
desto wichtiger wird der Schutz vor Datenlecks und Hacker-Angriffen. Das gilt
vor allem für sensible Bereiche wie das Finanzwesen sowie für Forschung und Entwicklung.
Einschneidend verändert sich auch die
Arbeit. Der amerikanische Ökonom Andrew McAfee, der den Bestseller „Race
against the machine“ geschrieben hat, erwartet, dass sich die Arbeitswelt in zwei
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Titel 21
Gruppen von Beschäftigten teilen wird:
Die einen sind die, die den Computern etwas zu sagen haben, sie sind rar und werden gut verdienen. Die anderen sind die,
denen die Computer sagen, was sie tun
sollen. Sie sind viele und werden schlecht
verdienen. Entsprechend könnte auch die
Einkommensverteilung wieder ungleicher werden. Zugleich wächst die Liste
der Tätigkeiten, in denen die Maschine
dem Menschen überlegen ist: Der Kassenautomat ersetzt die Kassiererin, die
künftige Steuer-Software den Steuerberater. Manche fürchten deshalb, die Mittelschicht werde zum Verlierer der digitalen
Welt. Doch Maschinen-Stürmerei, auch
das lehrt die erste industrielle Revolution,
hilft den Beschäftigten auf Dauer ebenso
wenig aus der Strukturkrise wie stumpfes
Sparen den Unternehmen. Selbst die neuen Maschinen bauen oder betreiben – das
ist der erfolgversprechendere Weg. Auch
in der digitalen Welt.
Dr. Antje Höning
ist seit Mai 2008 Leiterin
der Wirtschaftsredaktion der
Rheinischen Post.
Dr. Antje Höning lebt und arbeitet in Düsseldorf, ist verheiratet und Mutter von zwei
Töchtern.
22 Titel
Die digitale Revolution
Der Rohbau der Karosserie wird größtenteils von Industrierobotern geschweißt.
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Die digitale Revolution
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Titel 23
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24 Titel
Wenn Maschinen Maschinen steuern
Wenn Maschinen
Maschinen steuern
Produktionen werden flexibler, Einzelanfertigungen
werden wirtschaftlich.
Text: dr. Silke Fredrich
In der Fabrik der Zukunft haben die Maschinen das Kommando. Werkstücke, die
über Produktionsstraßen laufen, funken ihren aktuellen Zustand, geben Hinweise auf
Abweichungen in der Produktionskette und
liefern in Echtzeit ihren geplanten Endzustand an alle relevanten Abteilungen.
ihk magazin 11.14
Laut einer Studie des Hightech-Verbands Bitkom wird der Wirtschaftsstandort
Deutschland von Industrie 4.0 kräftig profitieren, weil die vierte industrielle Revolution dafür sorgt, dass Produktionen flexibler und Einzelanfertigungen wirtschaftlich
werden. Unternehmen aller Branchen setzen laut Studie verstärkt auf entsprechende IT-Lösungen. „Bis zum Jahr 2020 geben
Unternehmen knapp elf Milliarden Euro
dafür aus“, sagt Wolfgang Durst, Bereichsleiter Industrie 4.0 bei Bitkom. Vor allem der
deutsche Mittelstand kann zum großen Gewinner der neuen Entwicklungen werden,
wie neben dem Branchenverband auch eine Studie der Universität Passau festgestellt
hat: Allein im Maschinenbau lassen sich 40
Prozent der Arbeitsschritte und 38 Prozent
bei den Umbauzeiten von Maschinen durch
Industrie-4.0-Anwendungen einsparen.
Autoindustrie:
Entwicklungszeit halbiert
Anwender der neuen Technologien sind
vor allem die Autohersteller. Diese müssen
in immer kürzeren Abständen neue Fahrzeuge auf den Markt bringen. Dauerte es
vor zwei Jahrzehnten noch acht Jahre, ein
Auto zu entwickeln, hat sich die Planungs-
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Wenn Maschinen Maschinen steuern
Titel 25
Bei der Lackierung des Sprinters ergänzen manuelle Arbeiten die automatischen Prozesse.
zeit heute halbiert. Hersteller müssen also
Entwicklungsprozesse optimieren und parallelisieren. Für das Düsseldorfer Daimler-Werk, das seit mehr als 50 Jahren den
Mercedes Sprinter fertigt, ist Industrie 4.0
daher längst kein Fremdwort mehr. Das
Unternehmen will in seiner Fabrik der Zukunft vor allem den Verbrauch von Papier
gen Null reduzieren. Mit dem Projekt „Papierlose Fabrik“ werden im Werk alle Begleitdokumente, die zur Fahrzeugmontage
benötigt werden, durch Touch-PCs ersetzt.
Dabei wird jedes Montage-Gehänge mit
zwei Industrie-Tablets ausgestattet. Die
Werker können dort alle relevanten Auftragsdaten wie Sachnummern und Prüfpunkte ablesen. „Ein RFID-Chip ersetzt
den bisherigen persönlichen Tintenstempel und wird zur Bedienung der TouchPCs genutzt“, erklärt Michael Grzyb, Projektleiter der papierlosen Produktion.
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Entstehen in der Prozesskette Fehler,
hilft die neue Technologie ebenfalls weiter. Wird einer erkannt, kann dieser anhand von grafischen Darstellungen des
Fahrzeugs und den entsprechenden Fehlerarten im System hinterlegt werden. Mit
der Dokumentation der Prüfpunkte, der
Fehlererfassung sowie der Fahrzeugvorschau kann somit ein wesentlicher Anteil
der werksrelevanten Informationen und
Dokumentationen dargestellt werden.
Die Daten sind für alle relevanten Abteilungen transparent. „Fehlerursachen
können in Echtzeit erkannt und Gegenmaßnahmen schnell eingeleitet werden,
wovon die Fahrzeugqualität deutlich profitiert“, sagt Michael Grzyb. Bereits vor
einem Jahr wurde die Cockpitvormontage
im Sprinterwerk auf die papierlose Fabrik
umgestellt, insgesamt 65 Touch-PCs sind
seitdem im Einsatz. Diese Bedienober-
fläche hat Daimler selbst entwickelt. Ein
Team aus Düsseldorfer IT-Spezialisten
hat in nur sechs Monaten eine einsatzfähige Version programmiert. Das Düsseldorfer Projekt, das zunächst bis Jahresende
läuft, nimmt bei Daimler eine Pionierrolle
ein, denn auch der ökologische Effekt ist
beträchtlich. „Rund sechs Millionen Blatt
Papier werden pro Jahr eingespart“, sagt
Grzyb. Der finanzielle Gegenwert liegt bei
mehr als 100.000 Euro.
Vormontage: Selbstbedienung im „Supermarkt“
Auch in der Montagehalle des Sprinterwerks nehmen Entwicklungen in Sachen
Industrie 4.0 ihren Lauf: Mit fahrerlosen
Transportfahrzeugen gelangen Materialien an die Vormontagelinie im Werk. Technisch gesehen handelt es sich dabei um
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26 Titel
Wenn Maschinen Maschinen steuern
Ein fahrerloses Transportsystem bringt Bauteile zur Cockpit-Vormontage.
Dort wird der Einbau der Komponenten papierlos dokumentiert.
ein automatisch fahrendes Fahrzeug, das
mittels eines Spurführungssystems eine
festgelegte Fahrstrecke zurücklegt. Das
sogenannte fahrerlose Transportsystem
hat einen bemannten Routenzug abgelöst und bringt Materialwagen, die in einem „Supermarkt“ bestückt und sequenziert werden, zur benachbarten Vormontagelinie. Dort werden diese abgestellt
und einzeln an die Cockpit-Gehänge der
Vormontagelinie angekoppelt. Das Fahrzeug fährt weiter zum Ende der Vormontagelinie, von wo es dann die leeren Materialwagen zur Neubestückung wieder
in den „Supermarkt“ bringt. Das fahrerlose Transportfahrzeug ist mit Scannern
ausgerüstet und bleibt bei Erkennung von
Hindernissen stehen. Erst bei freier Sicht
fährt es wieder selbständig weiter.
Herausforderung für die IT
Laut der Bitkom-Studie sollen bis zum
Jahr 2025 Produktivitätssteigerungen in
Höhe von rund 78 Milliarden Euro möglich sein. Doch noch gibt es große Hürden auf dem Weg in die neue industrielle
Zukunft: Denn der wachsende Einsatz digitaler Informations- und Austauschsysteme stellt erhebliche Anforderungen an
die IT dar. Für Stefan Heng, Autor der
Studie Industrie 4.0 von Deutsche Bank
Research, ist klar: „Das gesamte Konzept
der Industrie 4.0 steht und fällt damit, ob
man der Datenauswertung Herr wird.“
Auch (Daten)sicherheitsfragen und eine
gemeinsame Sprache zwischen Maschinen sind noch nicht hinreichend ausgearbeitet.
Tröpfchen für Tröpfchen
Doch nicht nur Industrie 4.0 stellt Prozessketten auf den Kopf. Auch 3D-Drucker gelten als Technologie der Zukunft.
Anhand einer dreidimensionalen Computerdatei bauen die Drucker Tröpfchen für
Tröpfchen komplexe Objekte auf. Konstrukteure müssen keine Rücksicht mehr
darauf nehmen, was sich nach dem Guss
eines Metallstücks herausbohren lässt,
weil die gewünschten Hohlräume ein-
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Wenn Maschinen Maschinen steuern
fach mitgedruckt werden. Der 3D-Druck
ist mit verschiedensten Materialien möglich. Kunststoffe, Glas, Keramik, Stahl
oder Edelmetalle werden zu einem Werkstück zusammengeklebt, geschmolzen
oder gebacken. Die Drucker setzen dabei nur so viel Material ein, wie für das
Produkt tatsächlich benötigt wird. Abfall entsteht praktisch nicht mehr. Hier
können Mittelständler die größten Profiteure der Technik werden, denn: Für kleinere Stückzahlen und wechselnde Anforderungen ist der 3D-Drucker ideal. Der
Düsseldorfer Dienstleister für 3D-Druck
„Konstruktionswerk“ erlebt einen Nachfrageboom bei der sogenannten additiven Fertigung. Vorteil für Unternehmen:
Sie können schnell und unkompliziert
Kleinserien drucken lassen, ohne selbst
teure Geräte anschaffen zu müssen oder
Titel 27
Produktionsverfahren umzustellen. Lars
Holfort, zuständig für Beratung und Support bei Konstruktionswerk, hat mehr als
gut zu tun. „Wir bekommen Anfragen aus
nahezu allen Branchen.“
Ein Vorreiter beim Einsatz der Technologie sind die Medizintechnik sowie
die Luft- und Raumfahrtindustrie. Lars
Holfort glaubt, dass 3D-Druck Produktionsweisen erheblich verändern und auf
Just-in-Time-Lösungen bringen wird. „Es
wird sehr viel häufiger mit Losgröße 1 gefertigt werden“. Für den Privatanwender
wird es in Zukunft vermehrt den Dienstleister vor Ort geben, der mit hochwertiger 3D-Scantechnik und Design-Dienstleistungen individuelle Gegenstände oder
Ersatzteile fertigt, meint Holfort.
Laut Zentralverband Elektrotechnikund Elektronikindustrie wird die vier-
te industrielle Revolution dazu führen,
dass immer mehr Maschinen miteinander sprechen, die Automation weiter zunehmen und Berufsbilder sich verändern
werden. Doch der wichtigste Faktor für
den Erfolg eines Unternehmens werde
bleiben: der Mensch.
Dr. Silke Fredrich
ist stellvertretende Chefredakteurin von WirtschaftsWoche Online. Zuvor leitete
sie die Onlineredaktionen der
Westfälischen Nachrichten,
des Weser-Kuriers und war in
der Wirtschaftsredaktion der
Rheinischen Post tätig.
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28 Titel
Ohne Internet kein Wachstum
Ohne Internet
kein Wachstum
Der rheinische Mittelstand wagt die Digitalisierung.
Text: Thorsten Breitkopf
Die großen Wirtschaftsspieler sind im Internet dank üppiger Budgets meist blendend
aufgestellt. Doch Düsseldorfs Wirtschaft
besteht zum Großteil nicht aus den Bluechip-Konzernen, sondern aus Mittelständlern, vom Blumenladen bis zum international
agierenden Familienunternehmen. Wie dieser Unternehmensbereich auf den digitalen
Wandel eingestellt ist, war jetzt Gegenstand
einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn, die von der Stadtsparkasse
Düsseldorf in Auftrag gegeben worden war.
Das Ergebnis überrascht: Düsseldorfs
Mittelstand ist viel besser im Internet aufgestellt, als Skeptiker vermuten könnten.
Denn viele Unternehmer wissen: Ohne Internet kein Wachstum. Allerdings haben
viele Firmen Sicherheitsbedenken. „Das
Internet revolutioniert alle Gesellschaftsund Wirtschaftsbereiche. Heute haben auf
der Welt mehr Menschen einen Netzzugang als Zugang zu Wasser“, sagt Christian Rätsch, Deutschlandchef der Werbeagentur Saatchi & Saatchi, die ihren Sitz
in Düsseldorf hat. Doch habe die Internetentwicklung eine Krux. Während für die
Generation der unter 30-Jährigen der Umgang mit Smartphone und Co. zur Selbstverständlichkeit geworden sei, herrsche
bei den Entscheidern große Skepsis. „Laut
Umfrage sehen Menschen zwischen 45 und
59 die digitale Entwicklung mit Furcht“,
ihk magazin 11.14
so Werbefachmann Rätsch im September
bei einem Vortrag im Industrie-Club. Dennoch: Die Digitalisierung schreitet massiv voran: Menschen leben und arbeiten
zunehmend digital. Zunehmend verlagert
sich auch die Wertschöpfung mittelständischer Unternehmen in den virtuellen
Raum. Dabei ändern sich die Ansprüche
der Kunden allerdings so schnell, wie ihre
Rolle im Wertschöpfungsprozess.
Kleine Unternehmen profitieren überproportional
Von außen gesehen könnten Betrachter
erwarten, je größer eine Firma ist, desto
besser kann sie sich im Internet profilieren.
Mehr Kapital, mehr Personal, mehr Mittel
für Investitionen. Doch der Schluss trügt.
Die Studie der Stadtsparkasse unter 227
Unternehmen aus dem Großraum Düsseldorf zeigt tendenziell das Gegenteil. Demnach erwirtschaften Kleinstunternehmen
mit weniger als einer Million Euro Jahresumsatz bereits heute mehr als 35 Prozent
ihres Geschäfts mit Verkäufen über das Internet. Bei Firmen bis zwei Millionen Euro
Umsatz liegt der Anteil bei 36,4 Prozent.
Und je größer eine Firma, desto geringer
wird der Anteil am Online-Umsatz, bei Firmen zwischen zehn und 50 Millionen Euro
Umsatz sind es noch 23,2 Prozent, bei Firmen mit mehr als 50 Millionen Euro Umsatz im Jahr sogar nur noch weniger als 22
Prozent. „Kleine Unternehmen profitieren
überproportional vom Geschäft über das
Internet“, sagt Karin-Brigitte Göbel, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Düsseldorf und verantwortlich für das Firmenkundengeschäft. Die Digitalisierung hat
laut Studie für die einzelnen Funktionsbereiche einen unterschiedlichen Stellenwert.
Die höchste Bedeutung besteht demnach
für das Rechnungswesen, den Vertrieb und
den Einkauf, mit Abstand gefolgt von den
Bereichen Personal, Strategieentwicklung
und Produktion.
Grundsätzlich sei das Bewusstsein für
die Digitalisierung der eigenen Firma bei
den Unternehmern hoch. Zwei Drittel stufen die Bedeutung der Digitalisierung als
wichtig oder sehr wichtig ein. Kern der
Digitalstrategie der Düsseldorfer Mittelständler sei dabei die eigene Internetseite. Nur jedes zehnte Unternehmen verfügt
der Studie zufolge über keinen Auftritt im
Web. Jedes zweite Unternehmen nutzt dagegen die Suchmaschinenoptimierung. Jeder dritte Betrieb nutzt Social Media oder
plant die Nutzung in den kommenden
zwölf Monaten. Das gelte unabhängig von
der Unternehmensgröße. So nutzt jedes
dritte Unternehmen, dessen wichtigster
Abnehmer der Endverbraucher ist (B2C),
Facebook, Twitter und Co. für den Verkauf und lediglich jedes vierte Unternehmen, das hauptsächlich andere Unternehmen (B2B) beliefert. Noch deutlicher zeigt
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Umsatz über 50 Mio. €
Digitalisierung
im Düsseldorfer
Mittelstand
Quelle: Instiut für Mittelstandsforschung
Ohne Internet kein Wachstum
*Anteil am Jahresumsatz, der über
das Internet erwirtschaftet wird.
sich der Einfluss der Kundenstruktur beim
Bezahlvorgang mit einem mobilen Endgerät. Diese Möglichkeit wird im B2C doppelt so häufig genutzt wie im B2B.
Grad der Digitalisierung
entscheidend für Erfolg
Die Verfasser der Studie vom Institut für
Mittelstandsforschung aus Bonn stellten
einen statistischen Zusammenhang zwischen dem Grad der Digitalisierung eines
Unternehmens und dem Umsatzwachstum
fest. So seien Betriebe mit einer internetbasierten Abstimmung von Arbeitsabläufen häufiger in den Gruppen der Wachstumschampions anzutreffen als solche, die
das noch nicht getan haben. „Ist ein Unternehmen nach eigener Einschätzung gut im
Digitalisierungsprozess aufgestellt, so weist
der Betrieb mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit ein durchschnittliches Umsatzwachstum von mehr als zehn Prozent
über die vergangenen drei Jahre auf“, sagt
Firmenkundenchefin Göbel.
Größtes Hemmnis bei der Digitalisierung seien nicht die Kosten, sondern die
möglichen Risiken. So gaben von den Unternehmen, die etwa einen Zugriff auf Dateien von außerhalb des Unternehmens ablehnten, an, sie hätten Sicherheitsbedenken.
Besonders im Dienstleistungssektor und
bei forschungsaktiven Unternehmen ist die
Skepsis groß. Mehrheitlich wird mit einem
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steigenden Investitionsbedarf gerechnet,
um sich vor Internetkriminalität zu schützen. Je größer ein Unternehmen, umso größer ist laut der Studie auch das Schutzbedürfnis. So erwartet jede befragte Firma mit
einem Umsatz von mehr als 50 Millionen
Euro einen steigenden Aufwand, um sensible Unternehmensdaten ausreichend vor
virtuellen Angriffen oder Datendiebstahl zu
schützen. Zwischen zehn und 50 Millionen
Euro Umsatz liegt der Wert bei 69 Prozent.
Kleine Unternehmen mit weniger als einer
Million Euro Umsatz rechnen dagegen zu
fast 50 Prozent sogar mit fallenden Kosten
für die digitale Sicherheit.
Vielen Firmen wird mit zunehmender
Digitalisierung klar, dass das Internet viel
beweglicher ist als die herkömmlichen
Märkte. Das größte Bewusstsein dafür
herrscht im Handel. Dort sind laut Umfrage 53 Prozent der befragten Firmen
der Auffassung, es gebe einen Anschaffungsbedarf infolge der digitalen Revolution. Schlusslicht ist das Baugewerbe, nur
41,6 Prozent sehen einen Anpassungsbedarf. Der Durchschnitt liegt bei 46,4 Prozent.
Nachholbedarf bei
Beschaffung und im
Recruiting
unter 1 Mio. €
unter 2 Mio. €
unter 10 Titel
Mio. €
unter 10 Mio. €
unter 50 Mio. €
über 50 Mio. €
29
seite. 81,6 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, internetbasierte Beschaffungsvorgänge seien für die eigene Firma
nicht relevant. Knapp 16 Prozent hätten
keine Personalkapazitäten dafür. Jede
zehnte befragte Unternehmung gab sogar
an, noch nicht darüber nachgedacht zu haben, Teile des Einkaufs zu digitalisieren. Jedes achte Unternehmen gab jeweils an, die
Kosten überstiegen den Nutzen, die Internetmöglichkeiten seien nicht benutzerfreundlich oder die Mitarbeiter verfügten
nicht über das erforderliche Fachwissen.
Etwas besser sieht es bei der Personalgewinnung im Internet aus. Fast 40 Prozent
der Firmen schreiben offene Stellen auf ihren Homepages aus. Weitere sieben Prozent
planen das. Fast 20 Prozent nutzen dafür
auch Facebook oder Twitter, oder sie haben
das zumindest in naher Zukunft vor. Allerdings laufen die Mittelständler den großen
Firmen damit deutlich hinterher. Digitale
Stellenanzeigen sind in der Dienstleistungsbranche am stärksten verbreitet, im Baugewerbe sind sie eher selten.
Trotz der technischen Möglichkeiten
durch das Internet nutzen erstaunlich wenig Unternehmen die Chance, Mitarbeitern
die Arbeit von zu Hause zu ermöglichen.
Knapp vier von fünf Unternehmen gehen
laut Umfrage nicht davon aus, dass der Anteil von Mitarbeitern, die im Home Office
arbeiten, in den nächsten drei Jahren steigen wird. Die Präsenzkultur der klassischen
Industriegesellschaft ist nach wie vor dominant. Am ehesten arbeiten Mitarbeiter
aus dem verarbeitenden Gewerbe von Zuhause (11,3 Prozent), gefolgt vom Handel
(9,0 Prozent) und den Dienstleistungsunternehmen (7,5 Prozent). Schlusslicht beim
Homeoffice ist die Logistikbranche.
Thorsten Breitkopf
arbeitet seit April 2008 im
Wirtschaftsressort der Rheinischen Post. Als Wirtschaftsredakteur in Düsseldorf ist er
unter anderem zuständig für
die Themen Banken, Industrie
und Handel.
Große Defizite auf dem Weg zur Digitalisierung gibt es noch auf der Beschaffungs-
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30 Titel
Fans statt Kunden
Fans statt Kunden
Kaum ein Großunternehmen kommt heutzutage
noch ohne Facebook-Seite aus. Doch hilft das
bei der Pflege der Kundenbeziehungen?
Text: Axel Kopp
Inzwischen gehört der Social-Media-Auftritt der Deutschen Bahn zu den besten in
Deutschland. Doch der Start 2010 ging
kräftig daneben. Mit der Chef-Ticket-Aktion wollte das Unternehmen via Facebook
günstige Tickets verkaufen, die Nutzer
wollten aber etwas ganz Anderes: Mit der
Bahn kommunizieren, Beschwerden loswerden und Lösungen für ihre Probleme haben.
Heftige Kritik war die Folge. Innerhalb des
Unternehmens löste das ein Umdenken aus.
Seit Ende 2011 ist Social Media nun ein
fester Bestandteil der Konzernkommunikation. Erboste Kunden gibt es zwar nach
wie vor, doch hat die Bahn dazugelernt
und weiß jetzt, wie man mit Kunden online
kommuniziert. Über Facebook und Twitter beantwortet das Social-Media-Team
des Personenverkehrs pro Tag jeweils rund
130 Kundenanfragen – zu deren Zufriedenheit. 2013 gewannen die drei Social-Media-Teams der Deutschen Bahn den „Deutschen Preis für Onlinekommunikation“.
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Gut aufgestellt
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft
(BVDW) hat Anfang September seine neueste Studie zum Einsatz von Social Media
in deutschen Unternehmen veröffentlicht.
Demnach waren 38 von 100 befragten Unternehmen Anfang 2014 in sozialen Netzwerken aktiv. Als Hauptgründe für das
Engagement wurde von den Unternehmen
die Steigerung der Bekanntheit (74 Prozent), Kundenbindung (73 Prozent) sowie
Imageverbesserung (71 Prozent) genannt.
Die Digital Transformation Group
aus Düsseldorf ist zusammen mit der
Hochschule für Technik und Wirtschaft
(HTW) Aalen und dem Social Media Excellence-Kreis (SME) der Frage nachgegangen „Wie gut nutzen deutsche Unternehmen die sozialen Medien?“. Anhand
unterschiedlicher Dimensionen wie Strategie, Planung, Ausführung und Organisation wurde die sogenannte Readiness
analysiert, über Dimensionen wie Reichweite und Engagement die Performance.
Ein Ergebnis: Die Automobilbranche und
der Medienbereich sind in beiden Bereichen besonders gut aufgestellt. Mit Namen wie Mercedes-Benz, BMW, Sky, Disney und der Telekom befinden sich in
Bezug auf die Social Media Performance
ausschließlich große Business-to-Consumer-(B2C)-Marken auf den vorderen
Plätzen. Siemens hat es als einziges Business-to-Business-(B2B)-Unternehmen
unter die Top 10 geschafft. Die Analyse
hebt hervor, dass sich auch mittelgroße
Unternehmen in sozialen Medien erfolgreich positionieren können. Als Beispiele
werden die Berliner Bank und SMA Solar aufgeführt.
Im Dialog mit
Waschmittel
Auch wenn Studien zur täglichen Nutzungsdauer auf Facebook stark unterschiedliche Ergebnisse liefern (sie liegen
zwischen 20 und 144 Minuten), kommen
überregional agierende Unternehmen kaum
an Facebook vorbei, denn 28 Millionen
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Fans statt Kunden
deutsche Nutzer kann man nicht einfach
ignorieren. Facebook ist längst Alltag geworden und seine Nutzer sind zugleich
Kunden bei vielen, ganz unterschiedlichen
Unternehmen. Die Frage, ob ein Waschmittel auf Facebook vertreten sein muss, erübrigt sich mit der Zahl seiner Anhänger: Persil Deutschland hat 200.000, Spee bringt es
auf 135.000 Fans bei Facebook, beide gehören zum Henkel-Konzern.
Die Nutzer geben auch den Kommunikationskanal vor. Jan-Niklas J. hätte natürlich auch selbst googeln und sich über
die Henkel-Website eine neue Dosierhilfe bestellen können. Oder er hätte eine nicht-öffentliche Facebook-Nachricht
an den Konzern schicken können, doch er
hat sich anders entschieden und seine Anfrage öffentlich auf der Facebook-Seite
von Persil gepostet. Man kann das als Bequemlichkeit abtun oder schlichtweg als
neue Normalität bezeichnen. Redet man
mit Social-Media-Managern darüber, rollen die zumeist nur mit den Augen. In Foren wird bei Fragen, die man leicht selbst
herausfinden kann, gern auf die Seite
igfd.org verwiesen, die als Abkürzung für
„Ich googel für dich!“ steht. Doch sowas
gehört sich in der Kundenkommunikation nicht und so googelt der Kundenservice halt für den Nutzer.
Titel 31
mitunter dazu geführt, dass die Nutzer darüber erst recht verärgert reagierten und es
ihnen gelang, noch mehr empörte Nutzer
zu mobilisieren. Im schlimmsten Fall kann
so ein Verhalten zu massenhafter Kritik
inklusiv Beleidigungen führen, Shitstorms
genannt. Kundenbeziehungspflege bedeutet deshalb auch: „Ruhig bleiben, sachlich
antworten!“
zu punkten. Zur Oktoberfestzeit wurden
beispielsweise Tipps gegeben, wie man eine bayrische Haxe zubereitet und die Besonderheiten des Oktoberfestbiers erklärt.
Carmen Hillebrand und Anna Friedhoff
vom Social-Media-Team schreiben zwar
das Gros der Artikel, jedoch gibt es zehn
weitere Mitarbeiter, die mitunter als Autoren für das Blog tätig werden.
Monitoring macht’s
möglich
Vom Blog zum
Ladenlokal
Unternehmen können abwarten, bis
Nutzer sich melden oder aktiv auf diese
zugehen. Das geht besonders auf Twitter gut, da hier die Kommunikation der
Nutzer – anders als bei Facebook – in der
Regel öffentlich ist. Über MonitoringProgramme können Unternehmen nach
Begriffen suchen und dann entsprechend
reagieren. Lufthansa macht das beispielsweise. Obwohl sich der Tweet von Nutzer @DerSubi „Auf geht's nach #Kölle,
bye #Toronto, werde dich vermissen!! :/
#Lufthansa #6-8std.Flug #Köln“ nicht
direkt an den Account von Lufthansa
richtete, tweeteten diese: „@DerSubi Wir
freuen uns, Sie an Bord zu haben! Und
Köln freut sich bestimmt, Sie bald wohlbehalten zurück zu haben! ;-) /Lolo“ – eine nette Geste.
Dass Blogs nicht nur etwas für personalstarke Großunternehmen sind, beweist
Orhan Tançgil, Mediengestalter, Herausgeber, Trainer und Inhaber von „Koch
dich Türkisch“. Neben Rezepten aus der
türkischen Küche nimmt sich das Blog
auch der kleinen und großen Missverständnisse im deutsch-türkischen Miteinander an. Warum er das macht? „Das positive Feedback unserer Leser, Zuschauer,
Unterstützer, Follower und Freunde bestärkt uns, unsere Website und die Idee
dahinter weiter dafür zu nutzen, Menschen zu erreichen und ihnen die türkische Küche und Lebensart zu vermitteln“,
sagt Orhan Tançgil. Was als Blog-Projekt begann, führte bald zu Kochkursen,
der Verlagsgründung mit Kochbuch-Veröffentlichung und mündete vergangenes
Jahr in die Eröffnung eines Ladenlokals
in Flingern. Dort werden nicht nur türkische Lebensmittel, Kochutensilien, Shirts
und Schürzen verkauft, sondern es finden
auch Verkostungen von Wein-Raki-Meze
statt. So findet die virtuelle Welt manchmal eben auch den Weg ins reale Leben.
Verärgerte Kunden
posten
Metro setzt auf das Blog
Lob gibt es in den sozialen Netzwerken
natürlich auch. So schreibt Hilde T.: „Spee
Color gefällt mir besonders gut.“ Doch der
Normalfall ist das nicht. Die Kunden gehen schließlich davon aus, dass die Wäsche
nach dem Waschen sauber ist. Das führt
dazu, dass viele sich nur melden, wenn es
etwas zu beanstanden gibt, wenn sich die
Wäsche verfärbt oder sich das Waschmittel nicht ordentlich aufgelöst hat. Nicht
nur unter Waschmittelherstellern ist es
deshalb normal, dass der überwiegende
Teil der öffentlichen Nutzerbeiträge auf
den Pinnwänden aus Beschwerden besteht. Natürlich ließen sich solche Kommentare auch von der Facebook-Seite entfernen, doch hat dies in der Vergangenheit
Auf Twitter kann man nur 140 Zeichen veröffentlichen, auf Facebook sollte man nicht viel mehr veröffentlichen –
wenn man gelesen werden will. Möchten
Unternehmen längere Inhalte transportieren und ihre Kunden ausgiebig informieren und beraten, bietet es sich deshalb
an, diese Artikel auf der eigenen Website
oder in einem separaten Blog zu veröffentlichen. Mit einem Netztagebuch, in dem
persönliche Erlebnisse verarbeitet werden,
haben Unternehmensblogs, auch Corporate Blogs genannt, wenig zu tun. Das Genussblog von Metro will einen Einblick in
die Welt hinter den Verkaufsregalen geben. Nicht mit Werbebotschaften, sondern
mit nützlichen Inhalten versucht das Blog
www.duesseldorf.ihk.de
Axel Kopp
Jahrgang 1982, ist Online-Redakteur und beschäftigt sich
seit Januar 2012 in der IHK
Düsseldorf mit dem Thema
Social Media.
ihk magazin 11.14
32 Titel
„Wir müssen komplett umdenken“
„Wir müssen
komplett umdenken“
IHK-Magazin: Sie sind seit neun Monaten Chefredakteur der Rheinischen Post.
In dieser Zeit haben Stern, Spiegel und Focus
ihre Chefredakteure ausgewechselt. Dabei
spielten unterschiedliche Auffassungen über
die Verzahnung von Print- und Online-Redaktionen auch eine Rolle. Wie erklären Sie
sich die schon viele Jahre andauernde Ruhe in
Ihrem Haus?
Bröcker: Wir sind uns in der strategischen Ausrichtung in der RP-Mediengruppe einig. Wir wollen den RP-Journalismus
auf allen Kanälen. Für uns bleibt die Zeitung das Herzstück unserer publizistischen
Arbeit. Verleger, Geschäftsführer und Redaktion wissen aber auch, dass wir dort sein
müssen, wo Leser Informationen konsumieren, diskutieren und unterhalten werden
wollen. Deshalb starten wir eine digitale Offensive mit neuen Produkten, zielgruppengerechten Angeboten und einem inhaltlichen Angebot für Print und Online. Ob
gedruckt oder auf dem Mobilgerät ist egal.
Relevanter, überraschender und guter Journalismus geht auf mehreren Kanälen.
IHK-Magazin: Vor zwei Jahren haben Sie vom Kongress des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger berichtet, die
Zeitungen stünden angesichts der digitalen
Revolution und der Gratiskultur im Internet
vor einem tiefgreifenden Wandel. Als Volontär und Lokalredakteur waren Sie zu diesem
Thema frühzeitig mit an Bord. Was hat sich
seitdem im Zusammenspiel zwischen den unterschiedlichen Medien verändert?
Bröcker: Es ist eine Kommunikations-Revolution da draußen. Vor allem die
jüngere Generation konsumiert wo, wann
und was sie will. Die Tageszeitung ist nur
ein Medium. Es gibt völlig neue Informationsanbieter inklusive des eigenen Freundes-
ihk magazin 11.14
Foto: andreas endermann
Interview mit dem Chefredakteur der Rheinischen Post,
Michael Bröcker. Die Fragen stellte Matthias Roscher.
„Vor allem die jüngere
Generation konsumiert
wo, wann und was sie
will.“
kreises bei Facebook. Wir müssen dort sein,
wo sich die Menschen informieren wollen,
wo sie diskutieren und lesen. Das kann am
Frühstückstisch mit der Zeitung sein, ist
aber zu einem Großteil auch in sozialen
Netzwerken.
IHK-Magazin: Die Konsequenz?
Bröcker: Wir müssen komplett umdenken. Weg von dem „Wir schreiben und
ihr da draußen freut euch bitte“, hin zu einem interaktiven Journalismus, der rasches
Feedback auf allen Kanälen beinhaltet und
neue Kommunikationsformen stärker berücksichtigt.
IHK-Magazin: Warten, bis jemand von
selbst anklopft, reicht da wohl nicht?
Bröcker: Deshalb müssen wir Strategien und Ideen entwickeln, die unseren
Journalismus dort platzieren, wo die Menschen Nachrichten konsumieren. Wir haben gerade eine neue App fertiggestellt, die
unsere RP schon am Vorabend auf dem Tablet mit noch mehr Inhalten anbietet. Wir
haben neue Portale entwickelt und unser
mobiles Angebot weiterentwickelt. 50 Prozent unserer Nutzer von RP Online lesen
unsere Nachrichten auf dem Mobiltelefon
morgens in der Bahn oder abends auf dem
Weg nach Hause.
IHK-Magazin: Nutzern von digitalen
Datenträgern stehen Informationen massenhaft und in Echtzeit zur Verfügung. Wie muss
ein Tageszeitungs-Journalismus beschaffen
sein, damit er sich auf lange Sicht behaupten kann?
Bröcker: Die Tageszeitung bleibt
auf Jahre hinaus für viele Leser eine täglich unverzichtbare Lektüre ihrer Region.
Das muss so bleiben. Wir werden die Zeitung noch überraschender, tiefgründiger
und essayistischer machen und thematische
Schwerpunkte bilden, die es nirgendwo gibt.
Beispiel: Wir haben einen Wettbewerb für
die innovativsten Unternehmen ausgerufen,
die wir vorstellen wollen. Wir starten eine
Serie über "Rheinische Pioniere" und haben
mit unseren Serien zum Rhein, zur Familie
und dem Gedenken an den Ausbruch des
Ersten Weltkriegs sicher journalistisch Außergewöhnliches geboten. Wir bieten einen
klaren, meinungsorientierten Journalismus
und sind stolz auf unsere Autoren. Die gibt
es nur bei uns. Wie die Tageszeitung morgen aussieht? Wer weiß? Vielleicht wie eine
Mischung aus RP, FAZ und Facebook. Am
Ende entscheidet immer die Relevanz der
Geschichte und der Nachricht.
IHK-Magazin: Journalisten gelten in
der öffentlichen Wahrnehmung als Mehrzweckwaffen. Talentierte Schreiber und Rechercheure sind auch Generalisten, haben ein
Händchen fürs Layout und denken im Verlagsinteresse wirtschaftlich. Sind Print-Journalisten auch gute Online-Journalisten?
www.duesseldorf.ihk.de
„Wir müssen komplett umdenken“
Bröcker: Ja, klar. Journalismus ist keine Frage des Mediums, sondern des wachen
Blicks und der gesunden Neugier. Es gibt
nur guten oder schlechten Journalismus.
IHK-Magazin: Die RP-Mediengruppe
startet mit einer eigenen Schule für die Ausbildung von Journalisten. Werden das Spezialisten jeweils für Print, Online und lokales
TV oder bedienen Sie alle Medien?
Bröcker: Wir bilden keine journalistische Allzweckwaffe aus, sondern Journalisten, die crossmedial denken und publizieren
können. Wir führen in der Zentralredaktion
in Düsseldorf die Redaktion aus Print und
Online zusammen, weil wir Journalismus
aus einem Team anbieten wollen. Das Verständnis für beide Welten muss da sein. Niemand muss alles können, aber jeder muss
wissen, wen er oder sie fragen kann.
IHK-Magazin: In Düsseldorf gibt es
neben der Rheinischen Post vier weitere Tageszeitungen. Ihnen gemeinsam ist – mit gewissen Unterschieden – die lokale und regionale Nähe zum Leser. Das schafft Vertrauen,
weckt aber auch hohe Erwartungen an Umgang und Nutzwert. Zeitung und Online, die
Begleiter durchs alltägliche Leben?
Bröcker: Genau das ist das tägliche
Ziel. Die RP ist Wegbegleiter im Alltag,
Erklärer und Aufklärer. Und mehr denn
je Marktplatz und Forum für Diskussionen und natürlich Gastgeber. Wir sind Teil
dieser Stadt, Teil eines engagierten Bürgertums. Uns liegt Düsseldorf am Herzen, unsere Lokalredakteure wohnen ja hier.
Titel 33
IHK-Magazin: Der schnelle Informationsfluss sorgt dafür, dass Leser und Nutzer
sich unmittelbar zu Wort melden und Redaktionen deren Defizite vorhalten. Wie bereiten
Sie Ihre Redakteure auf solche Kontakte vor?
Bröcker: Ich erwarte von einem Redakteur, dass er jeden Leserbrief und Anruf
ernst nimmt und kritische Anregungen akzeptiert. Ich beantworte jeden Morgen fast
eine Stunde lang E-Mails von Lesern oder
Anrufe. Wir können es uns nicht mehr leisten, jeden Tag angeblich für die Leser zu
schreiben, aber nicht mit ihnen diskutieren
zu wollen.
IHK-Magazin: Qualitätsjournalismus
kostet viel Geld und wird mit den Jahren teurer. Ist auch das ein Grund dafür, dass Rheinische Post, Westdeutsche Zeitung und Neue
Rhein/Neue Ruhr Zeitung inzwischen den
Austausch ihres redaktionellen Materials in
Düsseldorf, dem Kreis Mettmann und am
Niederrhein organisieren und auch im IT-Geschäft zusammenrücken?
Bröcker: Die alten Kämpfe zwischen
regionalen Verlagshäusern halte ich angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für überholt. Wir sollten dort
kooperieren, wo es Sinn ergibt und dem
Leserinteresse dient. Der inhaltliche Austausch in einem begrenzten Maße, ohne das
eigene Profil zu verlieren, sichert insgesamt
die Meinungsvielfalt.
oder WZ-Kollege selbst. Haben Sie Erkenntnisse, wie das in der von Polarisierungen nicht
freien Düsseldorfer Medienwelt beim Leser
ankommt?
Bröcker: Wir haben wenige Reaktionen aus der Leserschaft, es vergleicht ja
kaum einer jede Zeile in zwei Zeitungen. In
einer Großstadt wie Düsseldorf muss es jedoch Zeitungen mit verschiedenen inhaltlichen Profilen geben. Die Zusammenarbeit,
die wir machen, gefährdet die Profilierung
der einzelnen Titel nicht.
IHK-Magazin: Was muss ein guter
Journalist über sein traditionelles Handwerk
wie eine gute Sprache und eine zielgerichtete Recherche hinaus mitbringen, um sich in
einem ständigen Veränderungen unterworfenen Medienhaus einigermaßen sicher wiederzufinden?
Bröcker: Große Neugier, Bescheidenheit, Interesse an neuen Technologien und
Unbestechlichkeit.
IHK-Magazin: Herr Bröcker, wir danken Ihnen für das Gespräch.
Matthias Roscher
ist freier Journalist und PR-Berater in Düsseldorf, unter anderem schreibt er für die Welt am
Sonntag. Zuvor war er mehr
als 40 Jahre lang in verschiedenen Funktionen Redakteur der
Rheinischen Post.
IHK-Magazin: Der lokale Aufmacher
in der NRZ oder WZ kommt von der RP.
Den Kommentar dazu schreibt der NRZ-
Empfehlung für nächste Betriebsfeier:
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ihk magazin 11.14
34 Titel
Klicks um jeden Preis?
Klicks
um jeden
Preis?
„Diesen Artikel wollte niemand lesen, aber dann kam
mir die Idee mit dem Wasserschwein. Heftig.“ In einer
Print-Zeitung würde eine
Überschrift wie diese kaum
erscheinen. Im Web ist dieser
sogenannte Clickbait-Stil
hingegen weit verbreitet.
Text: Axel Kopp
Manch einer mag sich jetzt bestätigt fühlen: „Das Niveau im Internet, insbesondere
in den sozialen Netzwerken, ist eben niedrig.
Gehaltvolle Inhalte mit intellektuellem Anspruch gibt es nur auf gedrucktem Papier.”
Dagegen spricht, dass es auch im Print-Bereich seit Jahrzehnten Produkte gibt, die weder besonders inhaltsschwer, noch mit intellektuellem Anspruch daher kommen. Merke:
Nicht immer ist das Internet für den vermeintlichen „Untergang des Abendlandes“
verantwortlich zu machen.
Der Schreibstil hat sich jedoch verändert. Englischsprachige Medienportale wie
Buzzfeed (das kürzlich auch auf deutsch
erschienen ist) und Upworthy haben gezeigt, wie es geht, hierzulande werden sie
von Heftig imitiert – und zwar erfolgreich.
Laut den Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von
Werbeträgern (IVW) hatte Heftig mit über
ihk magazin 11.14
25 Millionen Seitenaufrufen im August
fast so viele wie der Stern und bereits deutlich mehr als das Handelsblatt, Tendenz
steigend.
Der Köder muss dem
Fisch schmecken…
…nicht dem Angler! Diese alte Marketing-Weisheit gilt noch immer. Nicht zufällig werden Inhalte, die das primäre Ziel
verfolgen, den Nutzer zum Klicken zu bewegen, deshalb „Clickbait“ („Klickköder“)
genannt. Qualität oder Seriosität spielen
keine Rolle, weshalb Überschriften oft reißerisch und übertrieben sind. Ob das noch
Boulevardjournalismus oder schon Marketing ist, darüber kann man streiten, einsetzen lässt sich der Clickbait-Stil für beides.
Typisch für ihn ist auch die häufige Verwendung einer sogenannten Curiosity Gap, zu
Deutsch etwa „Neugierkluft“. Man liefert
dem Nutzer ein paar spärliche Informati-
onen zum Thema und versucht dann, dessen Neugier zu wecken. Möchte der Nutzer diese befriedigen, muss er klicken. Diese
Methode stellt bereits einen grundlegenden
Unterschied zum Printstil dar. „Wir sind
Papst!“, lautete eine der bekanntesten BildSchlagzeilen. Obwohl inhaltlich verzerrt
und grammatikalisch falsch, vermittelte
diese Überschrift doch seinerzeit den Kern
der Nachricht: Der neue Papst kommt aus
Deutschland. Wenn jedoch schon in der
Überschrift alles verraten wird, warum sollte man eine solche Überschrift anklicken?!
Da die „Curiosity Gap“ fehlt, hätte die
Schlagzeile online vermutlich nicht funktioniert beziehungsweise keine besonders hohe Reichweite erzeugt.
Du und ich sind
die Besten
Während bei Bild mitunter das gemeinschaftsbildende „Wir” verwendet wird,
www.duesseldorf.ihk.de
Klicks um jeden Preis?
setzt Heftig auf die Pronomen „du” und
„ich” in den Überschriften. Im Original
heißt es dann beispielsweise „Diese MiniBlumentöpfe machst du ruckzuck selber”
oder „Über diese 30 Bilder habe ich mich
schlappgelacht”. Letzteres Beispiel bricht
nicht nur mit journalistischen Standards,
sondern ist auch deshalb irritierend, da bei
den Inhalten überhaupt kein Autor genannt
wird. Dass mit Superlativen nicht gegeizt
wird und man auf Heftig den „glücklichsten
Mann der Welt” und auch die „19 abgefahrensten Hunde der Welt” findet - geschenkt.
Spannung wird in den Überschriften erzeugt, indem auf den Höhe- oder Wendepunkt der Geschichte hingewiesen, dieser
aber nicht verraten wird: „Sie setzt sich hin
und will etwas essen. Dann merkt sie, dass
etwas Eigenartiges vor sich geht.” Sprachlich sind die ohnehin kurzen Texte einfach
gehalten und stark an das gesprochene Wort
angelehnt; wohl ein weiterer Grund, weshalb sie insbesondere bei Jugendlichen und
jungen Erwachsenen gut ankommen.
Ein eigenes Genre bilden sogenannte
Listicles, Mischungen aus Listen und Artikeln, die häufig eine Ansammlung von
Bildern und Videos aus dem Netz zu einem bestimmten Thema darstellen. Während sich klassische Medien eher auf runde Zahlen wie die „Top 10” stürzen, ist die
Zahl an sich bei Heftig egal – sie wird jedoch stets genannt. So finden sich hier beispielsweise „26 erschreckende Bilder, die jeden Chef aus der Haut fahren lassen. Nr. 8
schreit zum Himmel.“ Die Hervorhebung
einer bestimmten Nummer – deren Inhalt
im Vergleich weder besser noch schlechter
ist – gehört ebenfalls zur Masche.
Hauptsache leicht
konsumierbar
Komplexe Inhalte verbergen sich hin-
Titel 35
ter den Clickbait-Überschriften nicht. Ohnehin ist die Themenspannbreite, die von
solchen Medienportalen abgedeckt wird,
überschaubar: Lustige Filmchen, Schicksalsgeschichten, Kreatives, ein bisschen DoIt-Yourself und ganz viele Tierbilder. Handelt es sich um eine Kombination daraus,
umso besser. Überschriften wie „Dieser
Mann ist taub. Unglaublich, wie seine Katze mit ihm kommuniziert“ sind folglich keine Seltenheit. Da es in den vergangenen Jahren eine Schwemme an Bildern und Videos
von witzigen Katzen, sogenannten Lolcats,
gab, können solche Inhalte nur noch selten überraschen. Gefragt sind weniger bekannte Spezies wie das Wasserschwein, das
als süß und faul gilt und somit die wichtigsten Attribute mitbringt, die Facebook-Nutzer von werdenden Tierstars verlangen. Die
Überschriften von Heftig & Co. versprechen in der Regel zwar deutlich mehr als die
Artikel halten, doch werden die Erwartungen zumindest teilweise erfüllt – wie hier exemplarisch dargestellt.
Eigene Inhalte werden von Websites wie
Heftig nur selten erstellt. Sie profitieren
davon, dass sich YouTube-Videos kostenlos einbetten lassen und viele Informationen im Netz kostenfrei sind. Wohlwollend könnte man die Betreiber mit DJs
oder Museumskuratoren vergleichen, die
Inhalte neu verpacken, sie neu präsentieren oder in einen anderen Kontext setzen.
Jedoch nehmen sie es mit dem Urheberrecht nicht immer so genau und wurden
deshalb schon mehrfach verklagt. Nichtsdestotrotz scheint das Geschäftsmodell
aufzugehen.
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Axel Kopp
Jahrgang 1982, ist Online-Redakteur und beschäftigt sich
seit Januar 2012 in der IHK
Düsseldorf mit dem Thema
Social Media.
Laut dem Analysetool SimilarWeb generiert Heftig rund 85 Prozent und Buzz-
ZU VERMIETEN 02 11- 4 97 65 200
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feed knapp 50 Prozent seiner Klicks über
Facebook, wohingegen es bei Bild.de weniger als zehn Prozent sind. Die Leser von
Heftig und Buzzfeed sind entsprechend
jung und suchen Unterhaltung. Die Zielgruppe und Reichweite machen diese
Websites auch für seriöse Unternehmen
attraktiv. Buzzfeed bietet deshalb an, sogenannten Earned Content zu veröffentlichen. Das sind Artikel, die dem Duktus der Website entsprechen, hinter denen
sich jedoch werblicher Inhalt von Unternehmen verbirgt, der gemeinsam mit der
Redaktion erstellt wurde. Die Automarke
Mini bewarb ihr Auto beispielsweise mit
dem Slogan „not normal”. Flankierend
dazu wurden Artikel mit Überschriften
wie „12 Of The Most Not Normal Ways
To Travel” oder „13 Everyday Things
With Not Normal Names” veröffentlicht.
Laut der öffentlich zugänglichen Fallstudie auf Buzzfeed war es das Ziel, den Bekanntheitsgrad des Slogans zu steigern
sowie Mini als „Fun Brand” („Spaßmarke”) zu positionieren. Andere große Marken wie Taco Bell oder Virgin haben diese Form der Schleichwerbung ebenfalls
schon genutzt. Ähnliche Werbeformate,
die unter dem Label „Native Advertising”
laufen, können in Deutschland derzeit
bei der deutschen Ausgabe der Huffington Post Zeitung und diversen kleinen
Zeitungen platziert werden, sind jedoch
(noch) nicht so populär wie in den USA.
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ihk magazin 11.14
36 Service
Finanzen & Steuern
Foto: Imago
weislich für die Finanzierung
der anderen Vermietungsobjekte verwendet wird, diese Verwendung von vornherein beabsichtigt war und entsprechend
festgelegt wurde.
(Quelle: Urteil des Bundesfinanzhofs vom 11. Februar 2014, Az. IX
R 22/13)
Der ganz große Wurf?
Finanzen & Steuern
Achtung Fluchtgefahr!
Reisepass wegen erheblicher
Steuerschulden entzogen.
Der Reisepass eines deutschen
Staatsbürgers kann nach dem
Passgesetz entzogen werden,
wenn zu befürchten ist, dass
der Passinhaber wegen seiner
Steuerschuld das Land verlassen will. Einen solchen Fall
nahm das Verwaltungsgericht
Berlin bei einem 60-jährigen
Preisindizes
Verbraucherpreisindex
für Nordrhein-Westfalen
Juli
August
September
(Basis 2010 = 100)
107,3
107,4
107,4
Verbraucherpreisindex für Deutschland
Juli
August
September
(Basis 2010 = 100)*
107,0
107,0
107,0
Indexveränderung
in Prozent gegenüber
Vormonat Vorjahr
+0,2+1,0
+0,1+1,1
0,0+1,1
Indexveränderung
in Prozent gegenüber
Vormonat Vorjahr
+0,3+0,8
0,0+0,8
0,0+0,8
Index der Einzelhandelspreise* für Deutschland
(Basis 2010 = 100)
Juli
August
September
2014
104,8
104,8
105,4
Quellen: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden; Information und Technik
Nordrhein-Westfalen IT.NRW, Geschäftsbereich Statistik, Düsseldorf
Info: Katrin Cames, Telefon 0211 3557-231,
E-Mail cames@duesseldorf.ihk.de
*Einzelhandel und Kraftfahrzeughandel zusammen
Alle Angaben ohne Gewähr
ihk magazin 11.14
deutschen Geschäftsmann an,
der dem Land Baden-Württemberg Einkommensteuer und
Solidaritätszuschlag sowie Umsatzsteuer schuldet. Einschließlich Säumniszuschlägen beliefen sich die Steuerschulden
zum Zeitpunkt der Entscheidung auf über 530.000 Euro.
Der Steuerschuldner hielt sich
zudem in der Vergangenheit an
verschiedenen Wohnorten in
Deutschland auf – manchmal,
ohne seiner Meldepflicht nachzukommen. Da zu befürchten war, dass sich der Mann
ins Ausland absetzt, wurde ihm
sein Reisepass entzogen.
(Quelle: Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin vom 27. August 2014,
Az. 23 L 410.14)
Anerkennung möglich
Maklerkosten für Immobilienverkauf zur Kreditfinanzierung.
Der Bundesfinanzhof hat geurteilt: Maklerkosten, die im Zusammenhang mit dem Verkauf
eines Hauses anfallen, können
als Werbungskosten bei Vermietungseinkünften anerkannt
werden, die der Steuerpflichtige
aus anderen Objekten erzielt.
Das gilt zumindest dann, wenn
der Veräußerungserlös nach-
BEPS: Modernisierung des
internationalen Steuerrechts.
Mit ihrem Aktionsplan „BEPS“
(Base Erosion and Profit Shifting) will die Organisation für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
einerseits verhindern, dass international agierende Konzerne
ihre Steuerbelastung ganz legal „optimieren“, andererseits
eine Doppelbesteuerung von
Gewinnen ausschließen. Hierdurch soll mehr Fairness in den
internationalen Steuerwettbewerb gebracht werden. Die bislang vorgelegten Empfehlungen
bewertet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag
allerdings skeptisch. Er sieht
deutliche Belastungen für die
Betriebe; die Vorteile blieben jedoch unklar. Weitere Informationen zu dem Thema sind im
Internetauftritt der IHK Düsseldorf unter www.duesseldorf.
ihk.de (Dokumenten-Nummer
97797) kostenlos zu finden.
Die Uhr tickt
Nichtbeanstandungsregelung
bei Steuerschuldumkehr bis
zum 31. Dezember 2014.
Was für die Lieferung von
Schrott, Mobilfunkgeräten und
integrierten Schaltkreisen schon
seit 2011 gilt, trifft seit 1. Oktober auch auf die Lieferung von
bestimmten (Edel)metallen, Tablets und Spielekonsolen zu:
Das Prinzip der sogenannten
Steuerschuldumkehr. Das bedeutet: Nicht mehr der Lieferant
rechnet mit Umsatzsteuer ab
und der Rechnungsempfänger
www.duesseldorf.ihk.de
Finanzen & Steuern
zieht hieraus die Vorsteuer, sondern der Empfänger muss den
Bezug der Ware bei sich versteuern. Auf vielfachen Protest der
Wirtschaft hat das Bundesministerium nunmehr mit Schreiben vom 26. September 2014 eine Nichtbeanstandungsfrist bis
zum 31. Dezember 2014 für die
Lieferung der neu erfassten Warengruppen gewährt. Bis dahin
müssen betroffene Unternehmer ihre Umstellungsprozesse
jedoch endgültig vorgenommen
haben. Weitergehende Informationen zu diesem Thema stehen
unter www.duesseldorf.ihk.de,
Dokumenten-Nummer 97544
(Lieferung von Schrott und
(Edel)metallen) und Dokumenten-Nummer 84012 (Lieferung
von Mobilfunkgeräte, integrierten Schaltkreisen und Tablets), kostenlos zur Verfügung.
versteuernde geldwerte Vorteil
besteht dann in Höhe der Differenz zu dem üblichen Kaufpreis der Aktien.
(Quelle: Urteil des Bundesfinanzhofs vom 07. Mai 2014, Az. VI R
73/12)
Schuldnerberatung
IHK bietet mit einem Kooperationspartner Sprechtage an
Für in Not geratene kleine und
mittelständische Unternehmen
bietet die IHK Düsseldorf mit
einem
Kooperationspartner
kostenlose Schuldnerberatungen an. Die nächsten Termine
finden statt am 20. November
und 4. Dezember, jeweils 9.15
bis 14.15 Uhr. Telefonische Anmeldung ist erforderlich unter
0211 3557-241.
Teure Differenz
Verbilligte Aktien als Arbeitslohn.
Der Bundesfinanzhof hat entschieden: Kauft ein Arbeitnehmer verbilligte Aktien seines
Arbeitgebers, dann kann das
zu einkommensteuerpflichtigen
Einnahmen des Arbeitnehmers
aus nicht selbständiger Arbeit
führen. Voraussetzung: Der
niedrigere Kaufpreis wird dem
Arbeitnehmer für seine Arbeitsleistung gewährt. Der zu
Martin van Treeck
Telefon 0211 3557-256
Telefax 0211 3557-398
E-Mail
treeck@
duesseldorf.ihk.de
Umsatzsteuer-Umrechnungskurse
Die Umsatzsteuer-Umrechnungskurse sind für den Monat September
2014 wie folgt festgesetzt worden:
Euro in Fremdwährung
Australien
Brasilien
Bulgarien
China (VR)
Dänemark
Großbritannien
Hongkong
Indien
Indonesien
Israel
Japan
Kanada
Korea, Republik
Kroatien
Litauen
Malaysia
Mexiko
Neuseeland
Norwegen
Philippinen
Polen
Rumänien
Russland
Schweden
Schweiz
Singapur
Südafrika
Thailand
Tschechien
Türkei
Ungarn
USA
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1 EUR =
1,4246
3,0089
1,9558
7,9207
7,4449
0,79113
10,0019
78,5676
15.362,85
4,6896
138,39
1,4196
1.336,02
7,6236
3,4528
4,1522
17,0717
1,5841
8,1798
57,033
4,1899
4,4095
49,0519
9,1929
1,2076
1,6295
14,1578
41,536
27,599
2,8543
313,2
1,2901
Fremdwährung in Euro
AUD
BRL
BGN
CNY
DKK
GBP
HKD
INR
IDR
ILS
JPY
CAD
KRW
HRK
LTL
MYR
MXN
NZD
NOK
PHP
PLN
RON
RUB
SEK
CHF
SGD
ZAR
THB
CZK
TRY
HUF
USD
1 AUD =
100 BRL =
1 BGN =
10 CNY =
100 DKK =
1 GBP =
100 HKD =
100 INR =
10000 IDR =
10 ILS =
100 JPY =
1 CAD =
1000 KRW =
10 HRK =
100 LTL =
1 MYR =
1 MXN =
1 NZD =
100 NOK =
100 PHP =
100 PLN =
1 RON =
100 RUB =
100 SEK =
100 CHF =
100 SGD =
100 ZAR =
100 THB =
100 CZK =
1 TRY =
1000 HUF =
1 USD =
0,7020
33,2347
0,5113
1,2625
13,4320
1,2640
9,9981
1,2728
0,6509
2,1324
0,7226
0,7044
0,7485
1,3117
28,9620
0,2408
0,0586
0,6313
12,2252
1,7534
23,8669
0,2268
2,0387
10,8780
82,8089
61,3685
7,0632
2,4076
3,6233
0,3503
3,1928
0,7751
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
Alle Angaben ohne Gewähr
Die übrigen Währungen sind jeweils nach dem Tageskurs umzurechnen.
Info: Ute Henkens, Telefon 0211 3557-218, Telefax 0211 3557-398,
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Telefax 02103-360037
hi@dnpatent.de
ihk magazin 11.14
Recht
Foto: Imago
38 Service
rechtfertigen. Ein umfassender
Download von Daten aus dem
Internet stellt nicht nur eine gravierende Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten dar, sondern ist darüber hinaus mit einer
erheblichen Gefahr der Infizierung des betrieblichen Datensystems mit Viren verbunden.
(Urteil des LAG Schleswig-Holstein
vom 6. Mai 2014, 1 Sa 421/13, BB
2014, 1652, NZA-RR 2014, 417)
Nur mit Brief und Siegel
Recht
Bitte recht freundlich!
Abmahnung wegen unfreundlichen Verhaltens gegenüber
einem Kunden.
Ein Arbeitnehmer kann wegen
unfreundlichen Verhaltens gegenüber einem Kunden wegen
Verletzung arbeitsvertraglich
geschuldeter Pflichten abgemahnt und im Wiederholungsfall gekündigt werden. Hinsichtlich der Beurteilung der
Erheblichkeit des maßgeblichen Vorfalls ist dem Arbeitgeber ein großer Ermessensspielraum zuzubilligen.
(Urteil des LAG Schleswig-Holstein vom 20. Mai 2014, 2 Sa 17/14,
BB 2014, 1780)
Es kommt darauf an
Wann haftet ein Geschäftsführer für Wettbewerbsverstöße?
Der
Geschäftsführer
einer
GmbH haftet für Wettbewerbsverstöße des von ihm vertretenen Unternehmens nur dann
persönlich, wenn er daran entweder beteiligt war oder er die
Wettbewerbsverstöße aufgrund
einer sogenannten Garantenstellung hätte verhindern müssen.
Allein die Tatsachen, dass er
als Geschäftsführer Organ der
GmbH ist oder eine allgemeine Verantwortung für den Geschäftsbetrieb trägt, begrün-
ihk magazin 11.14
den aber keine Verpflichtung
des Geschäftsführers gegenüber außenstehenden Dritten,
Wettbewerbsverstöße der Gesellschaft zu verhindern. Etwas
anderes gilt jedoch dann, wenn
das Geschäftsmodell, das der
Geschäftsführer selbst entwickelt hat, auf Wettbewerbsverstöße ausgelegt ist. Dann trifft
ihn die persönliche Haftung für
alle Wettbewerbsverstöße.
(Urteil des BGH vom 18. Juni 2014,
I ZR 242/12, ZIP 2014, 1475, DB
2014, 1799)
Kein Blankoscheck
Übernahme einer Geldstrafe
gegen Vorstandsmitglied.
Eine Aktiengesellschaft (AG) erklärte sich nach Einleitung eines
strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens gegen ein Vorstandsmitglied bereit, gegebenenfalls eine
gegen ihn verhängte Geldstrafe,
Geldbuße oder Geldauflage zu
übernehmen. Dem lag ein entsprechender Beschluss des Aufsichtsrats zugrunde.
Der Bundesgerichtshof hielt
die Vereinbarung für unwirksam. Stellt eine Handlung des
Vorstandsmitglieds, die Gegenstand des Ermittlungs- oder
Strafverfahrens ist, auch eine
Pflichtverletzung
gegenüber
der Gesellschaft dar, muss
die Hauptversammlung einer
Übernahme der Strafzahlung
durch die AG zustimmen.
(Urteil des BGH vom 8. Juli 2014,
II ZR 174/13, WM 2014, 1678)
Nicht mit fremder Zunge
Unzulässige App-Angebote
ohne deutschsprachige AGB.
Einem ausländischen Unternehmen (hier Whats App Inc. aus
den USA), das in Deutschland
Dienstleistungen und Waren anbietet, ist es nach einer Entscheidung des Landgerichts Berlin
wettbewerbsrechtlich untersagt,
hierbei Allgemeine Geschäftsbedingungen zu verwenden, die
nicht in deutscher Sprache verfügbar sind.
(Versäumnisurteil des LG Berlin
vom 9. Mai 2014, 15 O 44/13,
JurPC Web-Dok. 120/2014)
Was zu viel ist, ist zu viel
Kündigung wegen privater
Downloads auf Firmen-PC.
Eine ausschweifende private Nutzung des Internets während der Arbeitszeit mit umfangreichen Downloads und
unter anderem Installation einer Software für Navigationsgeräte kann eine ordentliche Kündigung auch eines seit mehr als
21 Jahren beschäftigten Mitarbeiters ohne Abmahnung
Angabe der Energieeffizienzklasse von LED-Monitoren.
Nach der EnVKV (§ 3 Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung) sind sogenannte
energieverbrauchsrelevante Produkte mit Angaben über den
Verbrauch an Energie und anderen wichtigen Ressourcen sowie
zusätzlichen Angaben zu kennzeichnen. Hierzu gehören auch
Videomonitore.
Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Köln ist diese Vorschrift auch auf LED-Monitore anzuwenden, die sowohl
zur Wiedergabe genormter Videosignale als auch zur Verwendung als Computerdisplay
bestimmt sind. Computermonitore können inzwischen außer als schlichte Arbeitsmittel
auch zum Betrachten komplexer Videodateien mit hoher Auflösung eingesetzt werden. Fehlt
die Energieeffizienzklasse bei
LED-Monitoren, stellt das einen Wettbewerbsverstoß dar
und kann Unterlassungsansprüche nach sich ziehen.
(Urteil des OLG Köln vom 26. Februar 2014, 6 U 189/13, WRP 2014,
873, GRUR-RR 2014, 296)
Dr. Nikolaus Paffenholz
Telefon 0211 3557-240
Telefax 0211 3557-398
E-Mail
paffenholz@
duesseldorf.ihk.de
www.duesseldorf.ihk.de
Meldungen
Editorial
Service 39
Außenwirtschaftstermine
November – Dezember 2014
10. November Internes Kontrollsystem in der betrieblichen
Zollabwicklung
milienzeit und Arbeitszeitmodellen. Darüber hinaus werden
Angebote anderer Institutionen
sowie lokaler Kooperationspartnerinnen und -partner vorgestellt.
Der Besuch der Sprechstunde ist
kostenlos, alle Gespräche werden
selbstverständlich vertraulich behandelt. Allerdings ist eine Anmeldung erforderlich bei der IHK
Düsseldorf, Christiane Kubny,
Telefon 0211 3557-414, E-Mail:
kubny@duesseldorf.ihk.de.
er Zollbeauftragte und seine Haftung für
10. November D
Pflichtverletzungen
Unterstützung bei der
Kinderbetreuung
17. November Forderungsdurchsetzung in Europa und Inkasso
Die Landeshauptstadt Düsseldorf fördert Unternehmen, die
ihre Beschäftigten bei der Betreuung ihrer Kinder unterstützen möchten. Die Servicestelle
der Zukunftswerkstatt Düsseldorf (ZWD) berät hierzu kostenlos und unabhängig von der
Betriebsgröße. Das Team der
ZWD ist zu erreichen unter Telefon 0211 17302-19 oder per EMail an bjoern.nitsche@zwd.de.
Weitere Informationen gibt es
online unter www.zwd.de/de/service-beratung/arbeitgeber.php.
ussland – Chance oder Risiko? (Mit Unterstützung
19. November R
der IHK Nordwestfalen/Gelsenkirchen)
21. November F rench-Connection-Day – deutsch-französisches
Branchentreffen
irtschaftsforum USA: Rechtliche Fallstricke
27. November W
vermeiden, den richtigen Standort finden, erfolgreich
verkaufen
1. Dezember
8. Internationaler Handelsvertretertag
2. Dezember
2. German Malaysian Round Table (GMRT)
3. Dezember
Ukraine – Erfahrungsaustausch zur aktuellen Lage
4. Dezember E rfolgreich verhandeln mit chinesischen
Geschäftspartnern
4. Dezember Abwicklung von Garantie- und Ersatzteillieferungen
arkteinstiegsberatung Japan: persönliche
10. Dezember M
Beratungsgespräche mit der Deutschen Industrieund Handelskammer in Japan (AHK Japan)
Informationen: Margarete Heiliger, Telefon 0211 3557-216
E-Mail heiliger@duesseldorf.ihk.de
Innovation
Alle Außenwirtschaftstermine sind im Internet unter
www.duesseldorf.ihk.de (Dokumenten-Nummer 8745) zu finden.
Jobbörsen für
Berufsstarter
Existenzgründung
Familie und Beruf
Alt hilft Jung
Sprechstunde des Kompetenzzentrums
Die nächsten Sprechstunden
des Vereins Alt hilft Jung e. V.
für Existenzgründer und Jungunternehmer finden am 10.
November und 8. Dezember,
jeweils 10 bis 14 Uhr, im IHKGebäude, Ernst-Schneider-Platz
1, 8. Etage, Raum 8.10 statt. Die
Teilnahme an den Beratungen
ist kostenlos, allerdings muss ein
Termin bei Claudia vom Dorff,
Telefon 0211 3557-241, vereinbart werden.
www.duesseldorf.ihk.de
Die nächste Sprechstunde des
Kompetenzzentrums Frau und
Beruf Düsseldorf und Kreis
Mettmann für Unternehmerinnen und Selbständige findet am 12. November, 9 bis 16
Uhr, in der IHK Düsseldorf,
Ernst-Schneider-Platz 1, 8. Etage, Raum 8.10, statt. In Einzelgesprächen gibt es Tipps, etwa
zur Vereinbarkeit von Familie
und Beruf, Gestaltung der Fa-
Say – so heißt die neue Orientierungshilfe für Arbeitgeber,
die sich bei ihrer Mitarbeitersuche auch auf die junge Arbeitsmarktgeneration konzentrieren.
Dieses neue Gütesiegel für Jobportale, die sich an Studenten,
Absolventen und Young Professionals richten, bietet eine Rangliste von Online-Jobbörsen für
Berufsstarter. Basis ist die seit
2008 aktive Dauerumfrage Crosspro-Research, die bislang mehr
als 29.000 Kandidaten-Bewertungen von Karriere-Portalen
eingesammelt hat und deren Initiatoren nun alle wichtigen Daten
für das spezielle BerufsstarterSegment auswerteten. Ergebnis:
Nischen-Jobbörsen finden bei
Kandidaten einen deutlich höheren Anklang als Generalisten.
Auf den Spitzenplätzen landeten
demnach die Zielgruppen-Spezialisten Absolventa Jobnet, Staufenbiel und Unicum.
Wettbewerbe
Deutscher ArbeitgeberAward
Das Magazin Wirtschaftswoche
und die Dekra haben den Preis
„Deutscher Arbeitgeber-Award
2015“ ins Leben gerufen. Experten von Dekra Certification nehmen dabei die Finalisten unter
die Lupe und ermitteln die besten Teilnehmer. Ziel des Preises
ist es, Unternehmen auszuzeichnen, die als Arbeitgeber nachhaltig Mitarbeiter für sich gewinnen
und halten. Ausgezeichnet werden die besten Unternehmen in
den Gruppen Mittelstand und
Großunternehmen/-organisationen. Anmeldeschluss ist der 19.
November, weitere Informationen unter www.wiwo.de/arbeitgeber-award.
Handel
Verkaufsoffene Sonntage
In den kommenden Wochen
kann in manchen Städten und
Stadtteilen im IHK-Bezirk Düsseldorf wieder sonntags – in der
Regel von 13 bis 18 Uhr – in vielen Geschäften eingekauft werden: Sie dürfen ihre Türen für
die Kunden öffnen
• am 9. November in den Innenstädten von Haan, Heiligenhaus und Monheim am
Rhein,
• am 30. November in den Innenstädten von Hilden und
Wülfrath (in Wülfrath von 12
bis 17 Uhr) sowie in VelbertLangenberg und
• am 7. Dezember in Düsseldorf in den Stadtteilen Ger-
ihk magazin 11.14
40 Service
resheim, Eller, Benrath, Pempelfort, Derendorf, Oberkassel
und Kaiserswerth.
Regionalplanung
Entwurf des neuen Regionalplans Düsseldorf
Seit 31. Oktober bis zum 31.
März 2015 liegt der Entwurf
des Regionalplans Düsseldorf
(RPD) öffentlich aus. Der Plan,
der aus textlichen Vorgaben
und zeichnerischen Darstellungen besteht, schafft für die
nächsten 20 Jahre Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung der Planungsregion Düsseldorf. Er trifft
beispielsweise Aussagen zu Gewerbe- und Industriestandorten, zu Binnenhafen-, Flughafen- und Kraftwerksstandorten
sowie zu Standorten der Kalksteinindustrie. Auch legt er fest,
in welchem Umfang die Kommunen künftig neue Wohn-,
Gewerbe- und Industriegebiete
ausweisen können und wo diese
Standorte sind.
Unternehmen können sich während der öffentlichen Auslegung gegenüber der Bezirksplanungsbehörde schriftlich zum
Entwurf äußern. Stellungnahmen mit Hinweisen und Anregungen zum Entwurf des neuen RPD können bis zum Ende
der öffentlichen Auslegung eingereicht werden und zwar
• schriftlich per Post (Bezirksregierung Düsseldorf, Dezernat 32, Postfach 300865,
40408 Düsseldorf) oder per
Telefax (0211 475 2300),
• elektronisch per E-Mail
(neue-regionalplanung@brd.
nrw.de) oder
• nach telefonischer Anmeldung (0211 475-2356/-2306)
zur Niederschrift bei der Bezirksregierung Düsseldorf als
Regionalplanungsbehörde.
In diesem Fall bittet die IHK
Düsseldorf bis spätestens zum 7.
ihk magazin 11.14
Meldungen
Januar 2015 um Information zu
den textlichen Vorgaben, da auch
die Kammern in der Planungsregion eine gemeinsame Stellungnahme zum RPD-Entwurf abgeben. Bis zum 18. Februar 2015
benötigen die IHKs die Hinweise zu den zeichnerischen Festsetzungen. Hierzu gibt jede Kammer für ihren IHK-Bezirk eine
eigene Stellungnahme ab.
Allgemeine Informationen zum
Verfahren sowie der Entwurf
(Fassung August 2014) können auf der Internetseite der
Bezirksregierung Düsseldorf
unter: http://www.brd.nrw.de/
planen_bauen/regionalplan/regionalplanfortschreibung.html
(am Ende des Dokuments,
hier: Tagesordnung 57.RR sowie PDF-Dateien) abgerufen
werden.
Formell sind allerdings die ausgelegten Unterlagen maßgebend. Diese können eingesehen
werden:
• bei der Bezirksregierung Düsseldorf, Regionalplanungsbehörde, Cecilienallee 2, 40474
Düsseldorf, Zimmer 356 und
368a, montags bis donnerstags, 8 bis 12 Uhr und 13 bis
16 Uhr, freitags, 8 bis 12 Uhr
und 13 bis 14 Uhr;
• bei der Stadtverwaltung Düsseldorf, Stadtplanungsamt,
Brinckmannstraße 5, 40225
Düsseldorf, 4. Etage, montags
bis donnerstags, 8.30 bis 15
Uhr, freitags, 8.30 bis 13 Uhr;
• bei der Kreisverwaltung Mettmann, Am Kolben 1, 40822
Mettmann,Verwaltungsgebäude 3, 2. OG, Zimmer 3.223,
montags bis donnerstags,
8.30 bis 12 Uhr und 13.30
bis 15 Uhr, freitags, 8.30 bis
12.30 Uhr
Ansprechpartnerin zum RPD
bei der IHK Düsseldorf ist Dr.
Vera Jablonowski, Telefon 0211
3557-361, Telefax 0211 3557-379,
E-Mail jablonowski@duesseldorf.ihk.de.
Börsen
Internationale
Kooperationsbörse
Existenzgründungs-,
Nachfolge- und Beteiligungsbörse
Im
Außenwirtschaftsportal
www.ixpos.de sind unter dem
Menüpunkt Export Community Geschäftswünsche aus dem
Ausland und Deutschland in
deutscher und englischer Sprache hinterlegt. Zur kostenfreien Einstellung und zur Einsicht
von Inseraten ist eine Registrierung notwendig. Nachstehend
ein Auszug aus der Datenbank
an Geschäftsangeboten. Die
Einträge beruhen auf Selbstauskünften. Für den Inhalt übernimmt die IHK Düsseldorf
keine Haftung. Die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung finden sich unter http://www.ixpos.de.
Angebote:
D 54714 A Unternehmen im
Bereich Schweißtechnik sucht
Unternehmerpersönlichkeit als
Nachfolger oder Nachfolgerin.
Das Unternehmen befindet sich
in Top-Lage und verfügt über
einen ausgezeichneten Ruf. Gesucht wird jeweils für die Standorte Düsseldorf und Kassel.
D 54814 A Inhaber eines Lottofachgeschäft mit Fach- und
Zeitschriften, Tabakwaren, Erfrischungsgetränken, Süßwaren
und Geschenkartikeln in einem
Einkaufscenter im Kreis Mettmann sucht aus gesundheitlichen Gründen einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin.
D 54914 A Der Inhaber einer
gut etablierten, inhabergeführten Damen und Herrenmodeboutique in einer Galerie sucht
aus gesundheitlichen Gründen einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin. Das Geschäft
ist 50 Quadratmeter groß und
hat derzeit eine Mietlaufzeit von
noch einem Jahr und einem Optionsrecht für weitere fünf Jahre.
Nachfragen:
D 80814 N Privater Unternehmer sucht kleineres Unternehmen aus der Branche Pharmazie und Chemie, etablierte
Nischenartikel, auch im Segment Homöopathie, Naturheilmittel, Cremes, Klebstoffe. Standorte auch außerhalb
Deutschlands möglich.
D 80914 N Gesucht wird ein
möglichst inhabergeführtes Unternehmen oder eine kleine Kapitalgesellschaft aus dem Bereich
der Werbewirtschaft (Fotografie,
Werbung, Indus-trie, Fashion,
Full-Service WA, Webdesign/
Onlinemarketing). Der Einstieg
des Nachfolgers in das Unternehmen sollte bis Mitte 2015
möglich sein.
China
Handelsgesellschaft bietet deutschen Unternehmen die Übernahme einer Vertretung für den
Vertrieb von Anlagen/Maschinen sowie Materialien für die
Stahl-, Chemie- und Solarindustrie.
Griechenland
Unternehmen möchte Brennholz (speziell Eichen- und Buchenholz) aus Deutschland importieren.
Israel
Gesucht wird Handelsvertreter für den Vertrieb von Cremes
und Lotionen für trockene Haut
in Deutschland.
Jordanien
Gesucht werden Geschäftsund Kooperationspartner in
Deutschland für die Herstellung von Kosmetik- sowie Reinigungsprodukten.
Litauen
Gesucht werden Handels- und
Kooperationspartner für den
Vertrieb von elektronischen Sicherheits- und Überwachungssystemen in Deutschland.
www.duesseldorf.ihk.de
Meldungen
Editorial
Service 41
Niederlande
Unternehmen aus dem Bereich
„Digitalisierung von Akten“
und „papierloses Arbeiten“
sucht Kooperationspartner in
Nordrhein-Westfalen.
Polen
Gesucht werden Geschäftsund Kooperationspartner in
Deutschland für die Herstellung
von Ledererzeugnissen und -bekleidung.
Gesucht werden Handelsvertreter oder Handelsagenturen in
Deutschland für den Verkauf
von Unter- und Nachtwäsche.
Russland
Handelsvertreter bietet deutschen Unternehmen die Übernahme einer Vertretung für den
Vertrieb von elektronischen/
elektrotechnischen Produkten
in Russland, den baltischen
Staaten, den GUS-Staaten sowie Polen an.
Saudi Arabien
Handelsgesellschaft sucht für
öffentlichen Auftraggeber Lieferanten für eine große Menge an
Unterwäsche, T-Shirts, Schuhen
und Decken.
Taiwan
Unternehmen möchte Arzneimittel für Diabetes-Patienten
aus Deutschland importieren
(zum Beispiel Schmerzmittel,
Augentropfen).
teile und Zubehör aus dem Bereich der Antriebstechnik aus
Deutschland importieren.
USA
Unternehmen möchte Nahrungs- und Genussmittel (zum
Beispiel Back-, Fleisch- und
Wurstwaren) aus Deutschland
importieren.
Vietnam
Unternehmen möchte Zusatzbeziehungsweise Ergänzungsmittel für Körperpflegeprodukte (zum Beispiel Anti-Aging
Shampoos, Sonnenschutzmittel, Haarwachstumsmittel) aus
Deutschland importieren.
Türkei
Unternehmen möchte hydraulische Pumpen sowie Maschinen-
Fragen zu den Börsen der IHK
Düsseldorf? Bitte wenden Sie
sich an unsere Ansprechpartnerinnen:
Existenzgründung
und Nachfolge:
Claudia vom Dorff
Telefon 0211 3557-241
E-Mail dorff@
duesseldorf.ihk.de
Kooperation
international:
Angela Weidner
Telefon 0211 3557-349
E-Mail weidner@
duesseldorf.ihk.de
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Jeder Mensch hat etwas, das ihn antreibt.
Wir machen den Weg frei.
Mit unserer Genossenschaftlichen Beratung unterstützen wir Sie in allen
Phasen Ihres Unternehmerlebens. Gemeinsam mit unseren Partnern finden
wir die optimale Lösung für Sie. Sei es bei der Unternehmensnachfolge
oder bei der Zukunftsvorsorge für Ihr Unternehmen und Sie. Vereinbaren
Sie einen Gesprächstermin in Ihrer Filiale oder gehen Sie online auf vr.de
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Volksbanken
Raiffeisenbanken
16.07.14 10:45
ihk magazin 11.14
Weiterbildung
Foto: robert poorten
42 Service
Weiterbildung
Kaufverträge vorbereiten, gestalten und prüfen
*3
Nicht immer können alle Verträge eines
Unternehmens von Juristen ausgearbeitet
werden. Vor allem bei Kaufverträgen müssen oft Mitarbeiter ohne juristische Vorbildung mitwirken. Der Haken: Wie in jedem
Rechtsgebiet gelten auch hier spezielle Regeln. Außerdem gilt es, eine umfangreiche
Rechtsprechung zu beachten. In diesem Seminar lernen die Teilnehmer die Grundlagen des Kaufvertragsrechts kennen.
1.12.,
9-16.30 Uhr
250 Euro
14RE16
Auskunft über die Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens. Und wer auch
noch Bilanzen und GuV-Rechnungen über
mehrere Perioden hinweg vergleicht, bekommt einen guten Einblick über die Unternehmensentwicklung. Hilfreich sind
auch Vergleiche mit Unternehmen aus
anderer Branche – die sind mit Hilfe von
Kennzahlen möglich.
6.12.,
9-16.30 Uhr
250 Euro
14RW10
Präsentationen professionell und
einfach erstellen
*5
Eine gelungene Präsentation braucht einen
roten Faden. Die Teilnehmer lernen, Probleme zu strukturieren und eine aussagekräftige Präsentation mit Power Point aufzubauen.
3.12.,
9-16.30 Uhr
195 Euro
14PC48
Geschäftskorrespondenz aktuell *7
Die Teilnehmer frischen ihr Wissen über
die Gestaltung von Briefen, E-Mails und
Texten auf. Außerdem werden sie vertraut
mit den neuesten Normen und Varianten
in der modernen Korrespondenz (inklusive DIN 5008).
4.+5.12.,
9-16.30 Uhr
360 Euro
14KS16
Bilanzen lesen – Unternehmenslage
beurteilen*3
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil – das
gilt auch für Bilanzen sowie Gewinn- und
Verlustrechnungen (GuV). Denn sie geben
ihk magazin 11.14
Informationen
Monika Bischoff
Telefon 0211 17243-32
Gudrun Busse
Telefon 0211 17243-36
Rudolf Fuchs
Telefon 0211 17243-31
Christian Pelzl
Telefon 0211 17243-30
Anke Dittmann
Telefon 0211 17243-38
Petra Wanke
Telefon 0211 17243-35
Monika Kimmeskamp
Telefon 02051 9200-13
Anmeldung
Telefax 0211 17243-39
www.duesseldorf.ihk.de
*1
*2
*3
Weiterbildungsförderung:
Bildungsscheck oder Bildungsprämie
Der Bildungsscheck
ist ein Förderinstrument des Landes Nordrhein-Westfalen für betriebliche und individuelle berufliche Weiterbildung; möglich ist
die Erstattung von 50 Prozent der Lehrgangsund Prüfungskosten, maximal 2.000 Euro je
Bildungsscheck. Angehörige des öffentlichen
Dienstes erhalten keinen Bildungsscheck.
Den Bildungsscheck (pro Person einmal im
Jahr) gibt es für sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer in einem Betrieb mit
maximal 250 sozialversicherungspflichtigen
Mitarbeitern in NRW (auch Mini-Job und
mitarbeitende Familienmitglieder), für Selbständige in den ersten fünf Betriebsjahren
und für Berufsrückkehrer und Berufsrückkehrerinnen nach der Familienphase.
Die Bildungsprämie
ist ein Förderinstrument der Bundesregierung für individuelle berufliche Weiterbildung. Seit dem 1. Juli 2014 (Beginn der 3.
Förderphase) gelten für Personen die einen
Prämiengutschein nutzen möchten, veränderte Förderkonditionen.
Die wesentlichen Änderungen sind:
• Die weiterbildungsinteressierte Person muss
das 25. Lebensjahr vollendet haben und
• die angestrebte Weiterbildungsmaßnahme
darf nicht mehr als 1.000 Euro kosten
(Maßstab ist der Rechnungspreis).
Unverändert als Voraussetzung gilt, dass die
Personen:
• mindestens 15 Stunden pro Woche erwerbstätig sind und
• über ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von maximal 20.000 Euro verfügen
(bei gemeinsam Veranlagten 40.000 Euro).
Weitere Informationen gibt es unter www.bildungspraemie.info.
*5
*6
*7
*8
Bildungsscheck und Prämiengutschein
werden nicht genehmigt für Weiterbildungen,
die der Arbeitgeber finanzieren muss und Produktschulungen; für Auszubildende, Praktikanten; für berufliche Erstausbildung; bei anderen Finanzierungsmöglichkeiten (BAFöG,
Aufstiegs­f ortbildungsförderungsgesetz);
wenn be­reits eine Anmeldung zur geplanten
Weiterbildung getätigt wurde oder für Esoterik, Freizeit- und Sportaktivitäten.
www.duesseldorf.ihk.de
Weiterbildung
Editorial
Service 43
Seminare und Lehrgänge Monat Dezember
SEMINARE FÜR AUSZUBILDENDE
Benimm ist in
*6
10.12.,
9-16.30 Uhr
150 Euro
14AZ46
Professionell auftreten bei Prüfungen
und Präsentationen
*6
11.12.,
9-16.30 Uhr
135 Euro
14AZ49
EXISTENZGRÜNDUNG
Karriereziel Existenzgründung – wie
mache ich mich selbständig?
*3
6.12.,
95 Euro
14EX21
oder
13.12.,
95 Euro
14EX22
BETRIEBSWIRTSCHAFT
Kaufmännische Geschäftsführung in
Klein(st)betrieben*3
6.+13.12.,
2xsa, 9-16.30 Uhr
360 Euro
14BW10
FÜHRUNG UND COACHING
Mitarbeiterführung Teil III –
Überzeugen im Gespräch
*2
2.+3.12.,
9-16.30 Uhr
360 Euro
14PF22
BEWACHUNG
Unterrichtung nach § 34 a der Gewerbeordnung für Bewachungspersonal*5
8.-12.12.,
8.30-16.30 Uhr
405 Euro
14BGP20
oder
12.-16.1.,
8.30-16.30 Uhr
405 Euro
15BGP01
Unterrichtung nach § 34 a der
Gewerbeordnung für Unternehmer *5
26.1.-6.2.,
8.30-16.30 Uhr
780 Euro
15BGU01
Intensivlehrgang zur Vorbereitung auf
die Sachkundeprüfung
*5
2.-6.2.,
8.30-16.30 Uhr
375 Euro/355 Euro**
15BGL01
KORRESPONDENZ UND STIL
Geschäftskorrespondenz aktuelle *7
4.+5.12.,
9-16.30 Uhr
360 Euro
14KS16
BÜROMANAGEMENT UND SEKRETARIAT
Die Top-Assistenz
*7
1.+2.12.,
9-16.30 Uhr
360 Euro
14SP16
Eine(r) für alles: Als kaufmännische
Allroundkraft in Kleinbetrieben
erfolgreich*7
9.+10.12.,
9-16.30 Uhr
360 Euro/320 Euro**
14SP17
PC-ANWENDUNGEN
Excel 2007/2010 Grundlagen
*5
1.+2.12.,
9-16.30 Uhr
295 Euro
14PC47
Power Point Präsentationen einfach
erstellen*5
3.12.,
9-16.30 Uhr
195 Euro
14PC48
Power Point 2007/2010 Grundlagen*5
8.+10.12.,
9-16.30 Uhr
295 Euro/275 Euro**
14PC49
Excel 2010/2013 Grundlagen
*5
12.+13.1.,
9-16.30 Uhr
295 Euro/275 Euro**
15PC01
Excel 2010/2013 Aufbaustufe
*5
26.+27.1.,
9-16.30 Uhr
295 Euro/275 Euro**
15PC02
RECHNUNGSWESEN
Bilanzen lesen – Unternehmenslagen
Beurteilen*3
6.12.,
9-16.30 Uhr
250 Euro
14RW10
RECHT
Kaufverträge vorbereiten, gestalten
und prüfen
*3
1.12.,
9-16.30 Uhr
250 Euro
14RE16
SOCIAL-MEDIA- & ONLINE-MARKETING
Den eigenen Word-Press-Blog anlegen,
füllen und vermarkten
*5
9.+10.3.,
9-16.30 Uhr
360 Euro/320 Euro**
15MA01
TELEFON
Die Telefonzentrale und der Besucherempfang*6
10.12.,
9-16.30 Uhr
250 Euro/215 Euro**
14TL16
VERKAUF
Verkaufsabschluss und
Zusatzverkauf*6
1.+2.12.,
9-16.30 Uhr
360 Euro
14VK18
Spezial-Strategien zur
Neukundengewinnung*6
10.+11.12.,
9-16.30 Uhr
360 Euro/320 Euro**
14VK19
Selbstorganisation, Zeitmanagement
und Zielplanung im Verkauf
*6
16.+17.12.,
9-16.30 Uhr
360 Euro/320 Euro**
14VK20
Mechthild Teupen
IHK Düsseldorf (IHK-Forum)
Karlstraße 88
40210 Düsseldorf
*1 bis *7
Telefon 0211 17243-33
Telefax 0211 17243-39
E-Mail
teupen@
duesseldorf.ihk.de
Monika Kimmeskamp
IHK Zweigstelle Velbert
Nedderstraße 6
42551 Velbert
*8
Telefon 02051 9200-13
Telefax 02051 9200-30
E-Mail
kimmeskamp@
duesseldorf.ihk.de
** = Preis für Frühbucher.
Frühbucher ist, wer sich mindestens
30 Tage vor Seminarbeginn anmeldet.
Maßgeblich ist der Poststempel.
Förderungen über Bildungsscheck
oder Bildungsprämie sind möglich (siehe Seite 42).
Alle Kurse sind zertifiziert durch
Lloyd’s Register Quality Assurance
nach DIN EN ISO 9001:2008, ebenfalls
zugelassen nach AZAV.
Die lHK Düsseldorf weist darauf hin,
dass verschiedene Lehrgänge und Seminare auch von privaten Veranstaltern
im Kammerbezirk angeboten werden.
Weitere Ansprechpartner siehe Seite 42.
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ihk magazin 11.14
13
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Unbenannt
1 1
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44 Service
Neues aus Berlin und Brüssel
Foto: Imago
Verordnung vereinfachen!
Neues aus Berlin und Brüssel
Mehr betriebliche Ausbildung in der EU
Brüssel. Europa braucht mehr
betriebliche Ausbildungsmodelle. Das schlägt Richard
Weber, Präsident des europäischen Kammerdachverbandes Eurochambres, vor. Auf
diesem Wege würden die Beschäftigungschancen
junger
Menschen deutlich verbessert,
betonte Weber auf dem „VETBusiness-Forum“ der Europäischen Kommission. Die Kommission hatte im Juli 2013 die
sogenannte „Europäische Ausbildungsallianz“ ins Leben gerufen. Um sie voranzubringen,
plädiert Eurochambres für eine europäische Leitinitiative
mit einem Bündel an Maßnahmen für betriebliche Ausbildung. Dazu gehören unter anderem mehr finanzielle Mittel
sowie die stärkere Einbeziehung der Kammern in die praxisnahe Berufsausbildung.
Reisekostenrecht näher
an der Praxis
Berlin. Der DIHK hatte sich
beim Bundesfinanzministerium (BMF) dafür eingesetzt,
ihk magazin 11.14
das neue Reisekostenrecht
praxisnäher zu gestalten. Einen Großteil der 36 Vorschläge des DIHK hat das BMF
jetzt angenommen. Bei den
vom DIHK angestrebten Vereinfachungen ging es um unterschiedlichste Einzelfragen
– etwa, ob ein belegtes Brötchen eine Mahlzeit ist oder ob
die Ankunft nach einer Dienstreise um 3 Uhr zu einer Verpflegungspauschale führt. Die
Vereinfachungen helfen Unternehmen, das Reisekostenrecht
leichter anzuwenden.
Kritik an Rechtsanspruch
auf Familienpflegezeit
Berlin. In seiner Stellungnahme zum Pflegevereinbarungsgesetz hat der DIHK den vorgesehenen Rechtsanspruch auf
Familienpflegezeit scharf kritisiert. Dieser berücksichtige
die betrieblichen Belange nicht
ausreichend und stelle eine erhebliche zusätzliche Belastung
der Unternehmen dar. Hieran
ändere auch eine Ausnahme
für Betriebe bis 15 Beschäftigte wenig. Aus Sicht des DIHK
sind freiwillige, individuelle
Vereinbarungen zwischen Betrieben und Beschäftigten der
bessere Ansatz, um mehr Vereinbarkeit von Berufstätigkeit
und Pflegeaufgaben zu erreichen.
Informations- und Transparenzpflichten verhindert
Brüssel. Die Informationspflichten bei den neuen EU-Finanzierungsinstrumenten konnten eingedämmt werden. Das konnten
DIHK, ZDH, KfW, europäischer Bankenverband und die
Deutsche Kreditwirtschaft jetzt
gemeinsam erreichen. Außerdem wurde die Veröffentlichung
von Kreditdaten für den Großteil der Unternehmen mit dem
Hinweis auf den besonderen
Vertrauensschutz verhindert.
Zunächst waren zusätzliche Informationspflichten geplant, damit Betriebe über den Ursprung
der Fördermittel, die sie über
ihre Hausbanken, Förder- und
Bürgschaftsbanken erhalten, genau informiert sind. Zusätzlich
sollten Informationen über die
geförderten Kredite im Internet
veröffentlicht werden.
Berlin. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat im September einen
Entwurf für die Anpassung
der erst ein Jahr alten Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung vorgelegt. Mit dieser
sogenannten SpaEfV werden
die Anforderungen an die Effizienzsysteme selbst und das
Nachweisverfahren geregelt.
Wie vom DIHK gefordert, werden mit der Anpassung unklare und teilweise widersprüchliche Anforderungen an die
Nachweisführung
behoben.
Allerdings kann der Vollzug
der Verordnung für Unternehmen und Behörden wesentlich
einfacher ausgestaltet werden,
ohne das Ziel der Effizienzsteigerung zu konterkarieren. Darauf weist der DIHK in seiner Stellungnahme hin. Zu den
Vorschlägen des DIHK gehören die Möglichkeit der internen Auditierung für kleine
und mittelständische Unternehmen, die Anerkennung der
dreijährigen Gültigkeit der
DIN EN ISO 50001-Zertifikate beziehungsweise EMASRegistrierungsbescheide sowie
der Verzicht auf einen zusätzlichen Nachweis auf einem
amtlich vorgeschriebenen Vordruck. Seit Anfang 2013 ist die
Wahrnehmung des Spitzenausgleichs für eine Entlastung bei
der Strom- und Energiesteuer
an die Einführung und den Betrieb eines Energie- (DIN EN
ISO 50001) oder Umweltmanagementsystems (EMAS) beziehungsweise eines Energieaudits gekoppelt.
D
www.duesseldorf.ihk.de
Foto: Imago/Steinach
Industrie- und
Handelskammer
zu Düsseldorf
Die IHK Düsseldorf lädt ein zur Veranstaltung
Unternehmer werden ist nicht schwer –
Unternehmer bleiben sehr
am Mittwoch, 26. November, 16 bis 18.30 Uhr,
in der IHK Düsseldorf, Raum 302, Ernst-Schneider-Platz 1, 40212 Düsseldorf.
Die IHK Düsseldorf hat Jungunternehmer gefragt, mit welchen Herausforderungen sie sich bei ihren Gründungen „herumschlagen“
mussten. Das Ergebnis der Umfrage: Sorgen bereiteten vor allem
die eigene Liquidität und die Zahlungsmoral der Kunden. Ohne
ordentliches finanzielles Polster kamen daher viele schnell in eine
existenzbedrohende Situation. Daneben gab es oft Probleme mit
Wettbewerbern oder es dauerte länger als erwartet, bis sich erste
Erfolge einstellten. Ziel der Veranstaltung ist es, Existenzgründer
und Jungunternehmer vor den gravierendsten Fehlern zu warnen.
Die Referenten schildern ihre eigenen Erfahrungen. So lässt sich so
manche typische „Gründerfalle“ oder das ein oder andere „Fettnäpfchen“ leichter umgehen – und man spart Zeit, Geld und Nerven.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldung ist
mit dem Coupon, im Internet unter www.duesseldorf.ihk.de (Dokumenten-Nummer 11971224), per E-Mail an kubny@duesseldorf.ihk.
de oder unter der Telefonnummer 0211 3557-414 möglich.
Programm
16.10 Uhr Begrüßung
16.15 UhrChancen und Risiken erkennen, effektiv gestalten, erfolgreich nutzen, Umgang mit Investoren (Crowdfinancing),
Michael Kraus, Cosmopol GmbH und Co. KG, Düsseldorf
17.00 Uhr Planung und Controlling sind die halbe Miete (Umgang
unter anderem mit Finanzamt und Banken), Michael Ellgering, Ellgering & Ruiling Steuerberatungsgesellschaft mbH,
Düsseldorf
18.00 Uhr Fragerunde
18.30 UhrAusklang der Veranstaltung
Kontakt
Telefon
E-Mail
Christiane Kubny
0211 3557-414
kubny@duesseldorf.ihk.de
Anmeldung zur Teilnahme an der Veranstaltung „Unternehmer werden ist nicht schwer – Unternehmer bleiben sehr“ am 26. November, 16 bis 18.30 Uhr, in der IHK
Düsseldorf, Ernst-Schneider-Platz 1, 40212 Düsseldorf. Im Internet unter www.duesseldorf.ihk.de sind Teilnahmebedingungen (Dokumentennummer 6590) und eine
Anfahrtsskizze (Dokumenten-Nummer 7869) zu finden.
Anmeldung per Telefax
0211 3557-398
1) Name, Vorname
An die
IHK Düsseldorf
Abt. IV / Christiane Kubny
Ernst-Schneider-Platz 1
40212 Düsseldorf
Straße
2) Name, Vorname
Firma / Institution
PLZ, Ort
Telefon / Telefax
E-Mail
Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Angaben zum Zwecke der Information über weitere Veranstaltungen sowie für
eine Teilnehmerliste gespeichert und genutzt werden können.
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Leben und
46 arbeiten in...
Kaiserswerth: schön und begehrt
Kaiserswerth:
schön und begehrt
Das Neue, schöne Geschäfte und die Umgestaltung des Marktes
im Ortskern – der älteste Stadtteil Düsseldorfs verändert sich.
Düsseldorf ist eine lebendige Stadt. Und das
gilt nicht nur für die bekannten Highlights im
Stadtzentrum wie Königsallee, Altstadt und
Schadowstraße. Auch in den verschiedensten
Stadtteilzentren vom Benrather Markt über
die Luegallee bis zur Westfalenstraße pulsiert das Leben – eben dort, wo die Mehrzahl
der Düsseldorfer wohnt, einkauft und ihre
Freizeit verbringt. Das IHK-Magazin macht
– in alphabetischer Reihenfolge der Stadtteile – in dieser und den folgenden Ausgaben
Streifzüge durch diese Zentren, beleuchtet
ihre Vorteile, Chancen und Probleme.
Text: Matthias Roscher
Fotos: Robert Poorten
Nicht nur Düsseldorfer lieben dieses Ausflugsgefühl: An sonnigen Tagen in der Altstadt an Bord eines der weißen Schiffe gehen, bei gemütlicher Fahrt stromabwärts
den nicht enden wollenden Karawanen
von Radfahrern und Wanderern auf den
Deichen ein mitfühlendes Lächeln hinüber schicken, ein Stündchen später dann
gemessenen Schrittes an Land gehen. In
Blickweite zu Kaiserpfalz und SuitbertusStiftsplatz geschieht das mit gehörigem
ihk magazin 11.14
Respekt, denn deren Gemäuer halten die
Fahne von Düsseldorfs ältestem Stadtteil
schon mehr als tausend Jahre lang hoch.
Kloster und Kaiserpfalz
Kaiserswerth ist da, wo der angelsächsische
Missionar Suitbertus das „Werth“, die Insel
im Strom, zu einem Brückenkopf mit Kloster und Kirche ausgebaut hat. Über seinem
Grab wuchs vom 11. bis 13. Jahrhundert der
Dom als einer der schönsten Pfeilerbasiliken
am Niederrhein. Kaiserswerth ist aber auch
da, wo Barbarossa seine berühmte Kaiserpfalz an den Strom setzen ließ, wo die Einwohner sich nach der Stadterhebung 1145
als bürgerliche Selbstverwalter bewährten,
wo Schiffsbesatzungen fast 700 Jahre lang
einen nicht geringen Zoll entrichten mussten und wo der evangelische Pfarrer Theodor Fliedner vor 178 Jahren den Grundstein
für das Stammhaus der Diakonie und damit
für die Trägerschaft ihrer segensreichen Arbeit am Menschen legte.
In der Welt bekannt
„Kaiserswerth ist in der ganzen Welt bekannt“, sagt Jean-Claude Bourgueil. Der
Franzose aus dem Loire-Tal berichtet mit
großer Empathie über den bis in die letzte Ecke reichenden guten Ruf seines Dorfs
– jenem Stadtteil im Norden, in dem er
1977 das „Schiffchen“ für sich entdeckte
und auf den Gipfel der Sterne-Kochkunst
führte. Vor 37 Jahren, als er in das von Johann von Lippe 1733 erbaute niederrheinische Barockhaus zog, habe es um ihn herum
„nur Ruinen“ gegeben, berichtet Bourgueil.
Heute zählt er wie am Schnürchen die schönen, alten Häuser in der Nachbarschaft auf,
wie sie renoviert wurden und wie neue, anspruchsvolle Geschäfte ihre Ladentüren öffneten.
Stark gefragt
Das heutige Kaiserswerth ist stark gefragt.
Die goldene Wohnlage am Rhein, die Nähe zu Flughafen und Innenstadt, die guten
Schulen – darunter die Internationale Schule mit mehr als 1.000 Kindern aus 50 Nationen – und nicht zuletzt auch die zahlreichen
Ärzte, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sind wichtige Orientierungshilfen
für die Standortentscheidung. Berührungsängste gibt es nicht, Alteingesessene und
Zugezogene geben sich ihr Stelldichein in
den Kneipen und Restaurants am Markt,
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Leben und
arbeiten in... 47
Kaiserswerth: schön und begehrt
am Klemensplatz oder im Klemensviertel.
Die Klassiker unter ihnen sind die Tonhalle,
der Fuchs, das Café Schuster im Ortskern
und der Burghof am Rhein.
Für eine „sanfte Sanierung“
Obschon schön alt und begehrt, erweckt
Kaiserswerth den Eindruck, als stecke es
nach der schon viele Jahre zurückliegenden
Bewältigung der Umbauprojekte Klemensviertel und Klemensplatz noch immer in der
Findungsphase. Immerhin glauben die Anhänger einer „sanften Sanierung“ am Kaiserswerther Markt den Durchbruch allmählich schaffen zu können. Die Eckpfeiler:
Erhaltung der Fahrbahn um die Insel, Ersatz für die vom aggressiven Pilz befallenen Kastanien, Pflanzinseln zwischen einem
neuen Plattenbelag anstelle der heutigen roten Asche, Sitzbänke und gute Möglichkeiten für die Außengastronomie von Einhorn,
Sushi-Haus, Four Seasons und Casa Massimo. Kaiserswerth verändere sich „stetig zum
Positiven“, sagt die Inhaberin der Buchhandlung Lesezeit, Karin Esch. Das werde sich mit der Neugestaltung des Marktes
fortsetzen, jedoch erst ein glückliches Ende
finden, wenn für die abgewanderten Kaiser’s
und Strauss Ersatz gefunden worden sei. Eine gute Lösung deutet sich an.
Ein wenig Skepsis bleibt
Den Weggang von Kaiser‘s und den Auszug
von Strauss empfinden die Kaiserswerther
als einen gravierenden Einschnitt. Strauss
habe seine Anziehungskraft bis in die Region ausgeübt, zum Beispiel bis nach Ratingen und Duisburg. Davon hätten auch
die anderen Geschäfte stark profitiert, sagt
Fernseh- und Elektrohändler Christoph
Pechan. Mit dem Fortzug des damals gegenüberliegenden Kaufhauses sei sein eigener Umsatz um 30 Prozent abgesackt. Ein
Verlust, den er nur schwer oder überhaupt
nicht kompensieren könne. Pechans Geschäft hat mit den Anfängen 1951 nur noch
wenig gemein, heute steht es für TV, Hifi,
Multimedia, Netzwerklösungen, Telefonanlagen, Computerschulungen und Reparaturservice weit über Kaiserswerth hinaus.
Solche Veränderungen direkt vor der eigenen Ladentür beobachtet auch Max Apel
in seinem seit 1871 existierenden Schreibwaren- und Bürobedarfgeschäft. Schöne
Geschäfte hin und her, für die Klobürste
oder den Knopf müsse man heute bis in die
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Stadt fahren, sagt er. Beim Thema Umgestaltung des Marktes befürchtet Apel, dass
sich im Zuge des Ideenwettbewerbs am Ende doch noch jene durchsetzen könnten,
„die mit dem Ergebnis nicht leben müssen“.
Super Aussichten
„Kaiserswerth wird super dastehen, wenn
die Baustellen erst einmal abgeschlossen
sind.“ Mit dieser Vorhersage macht Optiker
Ralf Pingel als Vorsitzender der Werbegemeinschaft Wir Kaiserswerther allen Skeptikern Mut. Die ausgewogene Mischung
von Alt und Neu stimme, der Leerstand sei
zurückgegangen, der Städtetourismus habe
stark zugenommen. Überhaupt sei Kaiserswerth internationaler geworden. Als belebendes Element habe sich der neue, mittwochs stattfindende Wochenmarkt zum
Rhein hin erwiesen. Wie seine Einzelhandelskollegen warnt Pingel aber davor, die
Autos aus dem Zentrum zu verbannen.
„Dann ist der Kaiserswerther Markt tot.“
Hoheiten und Vermögende
Renate Parsi (Bild links), die Inhaberin des
Nordik-Hauses („ein Geschäft für Leute, die alles haben, aber immer etwas finden“), verleiht Kaiserswerth das Prädikat
„idealer Standort“. In ihrer Kartei stünden die Namen von 1.500 Stammkunden.
Darunter auch „Vermögende und Königliche Hoheiten“, für die es für einen schönen Ausflug von Köln, Essen, Dortmund
oder Aachen nicht zu weit sein kann. Übrigens, so war es auch nicht von Italien aus,
wo Giovanni Oliverio und Giovanni Cirmea einst aufbrachen, um im Klemensviertel mit der Pizzeria Roma und dem Eiscafé
Boutique gutes Geld zu verdienen. „Ich bin
sehr glücklich hier“, sagt Cirmea. „Alles ist
gut, alles ist positiv“, versichert Oliverio.
Dazu passt dann, wie Kaiserswerths prominenter Franzose die Entwicklung in den zurückliegenden Jahren einschätzt. Originalton Bourgueil: „200-prozentig positiv.“
Matthias Roscher
ist freier Journalist und PRBerater in Düsseldorf, unter anderem schreibt er für die
Welt am Sonntag. Zuvor war
er mehr als 40 Jahre lang in
verschiedenen Funktionen Redakteur der Rheinischen Post.
Datenblatt
Düsseldorf-Kaiserswerth
Bevölkerung Fläche in ha Beschäftigte Arbeitslose 7.680
501
2.274
137
Quelle: Amt für Statistik und Wahlen,
Landeshauptstadt Düsseldorf,
Stand: 30. Juni 2013 / 31. Dezember 2013
ihk magazin 11.14
48 Im Fokus
Ausgehackt?
Kosten steigen, wenn Produktionsabläufe
gestört werden. Die IT-Sicherheit spielt daher unter anderem für das Thema Industrie
4.0 eine entscheidende Rolle. Und letztlich
sollte jeder Geschäftsführer einer GmbH
sich angemessen um den Schutz der vorhandenen Daten kümmern, da ansonsten die
Gesellschaft versuchen könnte, ihn wegen
Verletzung der ihm obliegenden Sorgfaltspflichten in die Haftung zu nehmen.
Im Fokus der Kriminellen
Ausgehackt?
Cyberkriminalität gefährdet schnell die Existenz vor allem
kleiner und mittelständischer Unternehmen.
Text: Jan Borkenstein
Foto: IHK NRW
Wer kennt sie nicht, die nahezu täglich eingehenden E-Mails mit sonderbaren Betreffzeilen? „Wichtige Nachricht zu Ihrem Bankkonto“ oder „Guter Freund“ steht dort zu
lesen, interessanterweise von Banken, mit
denen man nichts zu tun hat oder von guten
Freunden, die man nicht kennt. Die eigentlichen Inhalte sind auch nicht das Entscheidende. Schließlich haben diese wichtigen Nachrichten und vermeintlichen Freunde oftmals
„unerwünschte Begleiter“ im Schlepptau.
ihk magazin 11.14
Ein unbedachter Klick auf Weblink oder
Mail-Anhang – und schon öffnet sich unbemerkt im Hintergrund ein Programm mit erheblichen Folgen. Kein neues Thema, aber
die Häufigkeit, mit der diese Mails auftauchen, lässt vermuten, dass das Geschäftsmodell noch immer blendend funktioniert.
Für Unternehmen stellt das eine besondere
Herausforderung dar. Die zunehmende Digitalisierung bringt eine enorme Abhängigkeit von einer reibungslosen IT-Infrastruktur mit sich. Vertrauen ist schnell verspielt,
wenn sich herumspricht, dass Kundendaten
abgefischt wurden. Betriebswirtschaftliche
Nicht nur die Digitalisierung der Betriebsabläufe, auch die veränderten Rahmenbedingungen machen deutlich, dass
Unternehmen sich mit dem Thema IT-Sicherheit befassen müssen. So sind die Anforderungen an das benötigte Wissen zum
Ausspähen und Manipulieren von digitalen
Daten in den letzten Jahren drastisch gesunken. Gleichzeitig gibt es immer mehr –
oftmals frei verfügbare – Werkzeuge, die es
dem angehenden Hacker einfacher machen:
von automatisierten Schwachstellenscannern bis hin zu sogenannten „hybriden multi-protokoll Angriffen“. Die IT vieler Unternehmen steht im Fokus der Kriminellen.
Auch das Landeskriminalamt registriert
eine kontinuierlich wachsende Anzahl von
Fällen der Cyberkriminalität. So hat sich
nach Angaben der Kriminalstatistik NRW
von 2008 bis 2013 die Zahl der Fälle auf
über 27.000 nahezu verdoppelt – der bekannten Fälle wohlgemerkt. Stehen nur die
großen Unternehmen im Visier der Kriminellen? Stefan Becker, vom Kompetenzzentrum Cybercrime des Landeskriminalamts
NRW: „Auch kleine und mittelständische
Unternehmen (KMU) sind betroffen. Diese haben vielfach einen Wettbewerbsvorsprung in einer bestimmten Nische. Das
macht sie für einen Angriff interessant. Zumal bei einigen KMUs die Sicherheitsvorkehrungen nicht so ausgeprägt sind.“
Schwachstelle Mensch
Was können Unternehmen tun? Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Daher sollten sich Unternehmen zunächst über
die jeweilige Bedeutung der vorhandenen
Daten bewusst werden und eine Priorisierung vornehmen. Nachdem die wichtigsten
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Im Fokus 49
Ausgehackt?
und wertvollsten Daten – sozusagen die betrieblichen Kronjuwelen – identifiziert wurden, sollte hier der Schwerpunkt des Schutzes liegen. Neben technischen Maßnahmen,
wie der stetigen Aktualität der verfügbaren
Sicherheitssoftware, dem regelmäßigen Erstellen einer Datensicherung und dem Einsatz neuer Technologien, muss der Faktor
Mensch im Mittelpunkt stehen. Mitarbeiter werden – oftmals unbewusst – zum Einfallstor bei Angriffen. Social Engineering,
also das bewusste Abschöpfen von Informationen durch vorgetäuschte Identitäten, vielfach über die sozialen Netzwerke, ist stark im
Kommen. In Unternehmen sollte daher das
Bewusstsein geschaffen werden, wie mit dem
Thema Daten und Datensicherheit umzugehen ist. Dazu gehören dann auch Sicherheitsrichtlichtlinien, die beispielsweise den
Umgang mit Passwörtern regeln und Vorga-
magazin 11I14
A 4947
magazin
Für Düsseldorf und den Kreis Mettmann
Beigeheftet
Berufsbildung aktuell
IHK News
Frauenwirtschaftsforum
woman@work
ben zur E-Mail-Nutzung machen. Eine einmalige Schulung reicht nicht aus. Nur durch
stetige Wiederholung wird das Bewusstsein
geschärft.
Ein Plan für den „Fall der Fälle“
Und wenn es zu spät ist? Idealerweise
existiert im Betrieb eine IT-Notfallplanung, die beschreibt, was im „Fall der Fälle“ zu tun ist. Und auch das Landeskriminalamt hat rund um die Uhr eine Hotline
(0211 939 4040) geschaltet, an die sich betroffene Unternehmen wenden können.
Doch das sollte der letzte Schritt sein.
Stefan Becker: „Die Bedrohungslage für
Betriebe ist da und bekannt. Unternehmen sollten sich daher im Vorfeld aufstellen und ein entsprechendes Sicherheitsniveau herstellen. Das kann im Ernstfall
sehr viel Mühe und Kosten sparen.“
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Nordrhein-Westfalen bieten zum zweiten
Mal den IT-Sicherheitstag NRW an. Er findet am 3. Dezember von 9.30 bis 18.30 Uhr
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mit Impulsvorträgen, parallelen Experten-,
Basic- und Praxisworkshops sowie einer begleitenden Fachausstellung an einem Tag alles rund um sicherheitsrelevante Themen.
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IHK ehrt Aus- und Weiterbildungsbeste
Foto: Ralf Matzerath
50 News
IHK ehrt Aus- und
Weiterbildungsbeste
Die Wirtschaftsjunioren sind mit rund 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft
der größte Verband junger Unternehmer und Führungskräfte in Deutschland. Unsere Mitglieder sind
zwischen 18 und 40 Jahre jung, denken unternehmerisch und engagieren sich in unserem Netzwerk
ehrenamtlich für die Zukunft unseres Landes.
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Rosen
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5.523 Auszubildende und 1.434 Weiterbildungsprüflinge legten im vergangenen
Winter und Sommer ihre Prüfungen vor
der IHK Düsseldorf ab. Die besten 261
Auszubildenden, also all diejenigen, die ihre Ausbildung mit der Note „Sehr gut“ abgeschlossen haben, sowie die 36 Weiterbildungsbesten, die ihre Prüfung mindestens
mit der Note „Gut“ absolviert haben, wurden am 2. Oktober im Düsseldorfer Schauspielhaus von IHK-Präsident Professor
Dr. Ulrich Lehner ausgezeichnet. „Sie haben gezeigt, dass Sie sehr gut qualifizierte
Fachleute sind. Denn solch exzellente Ergebnisse kann nur erreichen, wer nicht nur
in einzelnen Fächern, sondern auch insgesamt überdurchschnittlich gut ist“, mit
diesen Worten beglückwünschte Lehner
die Aus- und Weiterbildungselite. Weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die
Verleihung des IHK-Aus- und Weiterbildungspreises, der zum fünften Mal vergeben wurde. Ausgezeichnet wird damit seit
2010 jährlich ein Unternehmen, das sich in
besonderer Weise um die Aus- und Weiterbildung verdient gemacht und seinen Sitz
in Düsseldorf oder im Kreis Mettmann
hat. Diesjähriger Preisträger ist die Schukat Electronic Vertriebs GmbH aus Monheim.
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kennen: wurde die Feierstunde durch
Umrahmt
Darbietungen
Schauspielhauses. InWirtschaftsjunioren des
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terims-Intendant
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den
IHK-Besten unter dem Motto „Alinfo@wj-duesseldorf.de
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les
bleibt neu“ eine kleine Kostprobe vom
Können
des Schauspielhaus-Ensembles.
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Niederberg (Kreis Mettmann)
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Tina Schmidt
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der Aus- und WeiterbildungsbesTel. 0211 / 35 57-441
ten
kommen – pars pro toto – im IHKinfo@wj-niederberg.de
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Magazin
zu Wort. Kurzportraits mehr als
40 weiteren Besten sind im Internet unter
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(Dokumentenwirtschaftsjunioren.niederberg
Nummer 97760) zu finden.
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IHK ehrt Aus- und Weiterbildungsbeste
News 51
Das sagen die Aus- und
Weiterbildungsbesten
Text: Jürgen Grosche
Fotos: Paul Esser
Als bester Kaufmann im Einzelhandel hat Domenic Torres Badilla (23, Bild
1) nach der Realschule seine Ausbildung
bei der Unlicht GmbH abgeschlossen. Er
freut sich, wenn seine Kunden nach guter Beratung zufrieden sind. Torres Badilla ist kommunikativ, und er liebt die
Abwechslung, wenn es auf MittelalterMärkte oder zur Spielemesse nach Essen
geht. Früh morgens Stände aufbauen oder
spät Feierabend machen – das sei weniger
angenehm. Zunächst will er im Unternehmen weiterarbeiten, dann aber auch mal
in Großbritannien seine berufliche Erfahrung erweitern.
Tina Kraiewski (21, Abitur, Bild 2)
schätzt es, im Rahmen ihres Dualen Studiums mit der Ausbildung zur Kauffrau
im Groß- und Außenhandel bei der Rollon GmbH die praktische Seite umfassend
kennengelernt zu haben. „Ich habe jede
Abteilung gesehen.“ Sie habe dabei viel gelernt und ein besseres Verständnis für die
Arbeitsabläufe im Unternehmen gewonnen. „Und eine solche Vielfalt hat man
später im Alltag nicht mehr.“ Schwierig
sei es indes gewesen, immer das Berichtsheft nachzuhalten. Nun konzentriert sich
die Jahrgangsbeste auf den Bachelor, der
im März 2016 ansteht. Parallel will sie aber
auch noch den Wirtschafts-Fachwirt absolvieren – und nach alldem vielleicht den
Master.
Andrey Zakharov (27, Realschule, Bild
3) ist der beste Zerspanungsmechaniker
seines Jahrgangs. Es macht ihm Spaß, mit
Metall zu arbeiten, aber auch zu programmieren. Beides kann er kombinieren, wenn
er an CNC-Fräsmaschinen arbeitet. Ein
CNC-Programm nach einer Zeichnung zu
schreiben sei eine kreative Arbeit. „Routinetätigkeiten machen mir weniger Spaß –
aber die gibt es ja überall.“ Zunächst
möchte er gerne bei seinem Ausbildungs-
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betrieb, der Walther Flender GmbH, weiterarbeiten. Dort gebe es viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln.
Rocco Attana (25, Abitur, Bild 4) hat
sein Hobby zum Beruf gemacht und es so
unter die besten Fachinformatiker seines
Ausbildungsjahrgangs geschafft. „Ich arbeite gern mit Computern“, begründet er
seine Entscheidung, ein Jurastudium abzubrechen und lieber in die Praxis zu gehen. In der Ausbildung sei er sehr gut von
seinem Arbeitgeber, der Deutschen Wertpapier Service Bank, unterstützt worden.
Nun will er sich in speziellen Bereichen der
IT weiterbilden.
Anja Römpke (23, Abitur, Bild 5) hatte
bereits während eines Schulpraktikums im
Düsseldorfer Hilton-Hotel die Freude an
dem Beruf entdeckt. Sie begann eine Ausbildung zur Hotelfachfrau, die sie im Januar als Beste des Jahrgangs abschloss.
Besonders gefiel ihr die Abwechslung mit
Tätigkeiten in der Küche und der Organisation von Veranstaltungen, vor allem aber
der Kontakt zu den Gästen. Der Schichtdienst macht ihr weniger Spaß. Nun ist sie
aber als Assistentin des General Managers
tätig. Langfristiges Ziel: Selber einmal ein
Hotel leiten.
Heike Wegmann (41, Bild 6) freut sich
über den Abschluss als beste geprüfte
Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen. Zurzeit arbeitet sie als Erzieherin
in der Diakonie Düsseldorf. „Ich möchte mich aber in Zukunft beruflich neu orientieren.“ Von der Weiterbildung erhofft
sie sich bessere Chancen für eine Tätigkeit
im administrativen Bereich. Interessante Inhalte nützen ihr bereits in der aktuellen Arbeit, zum Beispiel das Qualitätsmanagement. „Mein Wunsch ist es nun, bei
Konzeption und Einführung von Qualitätsmanagementsystemen in Kitas mitzuarbeiten.“
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ihk magazin 11.14
52 News
Frauenwirtschaftsforum women@work
Fleißige Netzwerkerinnen: Rund 200 Frauen kamen zum Frauenwirtschaftsforum woman@work in die IHK Düsseldorf.
Frauenwirtschaftsforum women@work
Mit Leidenschaft und Flexibilität zum beruflichen Erfolg.
Text: Katrin Hilger
Foto: Ansgar Bolle
Frauen sind in der Berufswelt unverzichtbar. Darin waren sich die Teilnehmerinnen
des 2. Frauenwirtschaftsforums women@
work einig. Doch nach wie vor schaffen es
nur wenige Frauen auf der Karriereleiter bis
ganz nach oben. Ihnen Anregungen für einen erfolgreichen Berufsweg zu geben, war
das Ziel der vom Kompetenzzentrum Frau
und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann
und der IHK Düsseldorf initiierten Veranstaltung.
Rund 200 Frauen, viele davon Führungskräfte, Unternehmerinnen und Gründerinnen, waren in die IHK Düsseldorf gekommen, um sich in Vorträgen und Seminaren
wertvolle Impulse für den Arbeitsalltag zu
holen.
„Das Frauen-Wirtschaftsforum ist eine
Plattform für professionellen Austausch,
Vernetzung und Information speziell für
berufstätige Frauen in Düsseldorf und im
Kreis Mettmann“, sagt IHK-Vizepräsidentin Julia Niederdrenk. Den anwesenden Frauen empfahl die Unternehmerin,
Kontakte zu knüpfen, sich persönlich und
beruflich weiterzuentwickeln und vorhandene Beratungsangebote zu nutzen. Letzteres konnten die Teilnehmerinnen gleich
vor Ort umsetzen, denn rund 20 lokale und überregionale Frauennetzwerke,
Verbände und Institutionen präsentierten
sich und ihre vielfältigen Angebote auf einer Informationsbörse. Das Themenspek-
ihk magazin 11.14
trum reichte von Kinderbetreuung bis zu
Steuertipps für Existenzgründerinnen.
Der Rahmen muss stimmen
Dorothea Körfers, Leiterin des Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düsseldorf und Kreis Mettmann, betonte in ihrer Eröffnungsrede, dass sich in Sachen
Frauenkarriere in den vergangenen Jahren viel verbessert habe. „Viele Frauen finden es gut, Karriere zu machen, allerdings
nicht um jeden Preis“, berichtete Körfers.
Doch damit sich die Arbeit der Lebensplanung anpasst, müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Hier setzt die Arbeit des Kompetenzzentrums an. Einer der
Schwerpunkte ist die Beratung von kleinen und mittelständischen Unternehmen,
um die Bedingungen für Mitarbeiterinnen
zu verbessern. Wie das in der Praxis eines
Großunternehmens aussehen kann, skizzierte Gastrednerin Kathrin Menges, Mitglied des Vorstandes der Henkel AG & Co.
KGaA. So unterstützt Henkel die Karriere
der Mitarbeiterinnen auch unter Berücksichtigung der Familienplanung. Deutlich
wurde im Vortrag von Menges aber auch,
dass der Wille, etwas zu erreichen, von den
Frauen selbst ausgehen muss.
Erfahrungsberichte und Praxistipps
Wertvolle und praxisnahe Tipps erhielten
die Teilnehmerinnen des Frauen-Wirtschaftsforums auch in den Seminaren: Bei „Frauen in Führung 2.0 – Voraussetzungen, Strategien, Führungskultur“ berichteten Katrin
Peplinski, Diversitymanagerin und Gleichstellungsbeauftragte der Ergo Versicherungsgruppe, und Gerda Klingenfuß, Geschäftsführerin Busse und Fahrschule GmbH, am
Beispiel ihrer eigenen Lebensläufe, dass berufliche Wege nicht immer gerade verlaufen
müssen, um erfolgreich zu sein.
Tipps zum Thema „Karriere, Kind und
Chaos – Familie und Beruf erfolgreich managen“ bekamen die Frauen von Vivian
Stürmann, Managing Director der Zeron
GmbH, und Britta Tigges vom Kompetenzzentrum Frau und Beruf Düsseldorf
und Kreis Mettmann.
Dem wichtigen Thema Altersvorsorge widmeten sich Nadine Dargatz und
Udo Bublitz in ihrem Seminar „Sorgenfrei durchstarten: Gestaltungstipps für
Zukunftsvorsorge und finanzielle Absicherung“. Eindringlich appellierten die Referenten an die Frauen, sich intensiv mit den
Themen Altersvorsorge und Finanzen zu
beschäftigen.
Dass der Ton die Musik macht, wurde
im Seminar „Mit Stimme, Charme und
Methode – Überzeugen mit Power und
Persönlichkeit“ deutlich. Die Stimmtrainerin und Opernsängerin Maria Beck erklärte, dass wie etwas gesagt wird, oft wichtiger ist, als was gesagt wird.
Eines der großen Ziele des Frauen-Wirtschaftsforums wurde auf jeden Fall schon
einmal erreicht: das Knüpfen von Kontakten und Netzwerken. In den Tagungsräumen und auf den Gängen fand ein reger
Austausch statt.
www.duesseldorf.ihk.de
Foto: IMAGO/McPHOTO
Industrie- und
Handelskammer
zu Düsseldorf
Die IHK Düsseldorf lädt ein
zur Veranstaltung
Steuertipps für Existenzgründer
am Mittwoch, 12. November, 16 bis 18.30 Uhr,
in der IHK Düsseldorf, Ernst-Schneider-Platz 1, 40212 Düsseldorf.
Für viele, die sich selbständig machen wollen, ist das Steuerrecht ein
„Buch mit sieben Siegeln“. Aber gerade wer ein Unternehmen gründen
will, sollte sich in steuerlichen Fragen auskennen. Denn nicht erst am
Ende des ersten Geschäftsjahres muss mit dem Finanzamt gerechnet
werden. Damit es nicht zu einem bösen Erwachen kommt, werden in
der Veranstaltung die wichtigsten Steuerthemen für Existenzgründer
vorgestellt.
Weiteres Thema ist die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA), die
ein Jungunternehmer kennen sollte. Denn dank dieser Auswertung
kann man Monat für Monat schnell nachvollziehen, wie es um die wirtschaftliche Situation des Unternehmens bestellt ist. Die Teilnahme an
der Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldung ist mit dem Coupon, im Internet unter www.duesseldorf.ihk.de (Dokumenten-Nummer 11971219),
per E-Mail an kubny@duesseldorf.ihk.de oder unter der Telefonnummer
0211 3557-414 möglich.
Programm:
16.00 UhrBegrüßung
16.10 Uhr Steuertipps für Existenzgründer
Melanie Boßle und Mirjam Dente,
Finanzamt Düsseldorf-Nord
17.10 Uhr Wie lese und nutze ich die BWA?
Johannes und Daniel Schmaltz, Schmaltz & Partner,
Steuerberater, Rechtsanwalt, Düsseldorf
18.10 UhrFragerunde
18.30 Uhr Ausklang der Veranstaltung
Kontakt
Telefon E-Mail Christiane Kubny
0211 3557-414
kubny@duesseldorf.ihk.de
Anmeldung zur Teilnahme an der Veranstaltung „Steuertipps für Existenzgründer“ am 12. November, 16 bis 18.30 Uhr, in der IHK Düsseldorf, Ernst-Schneider-Saal, Ernst-Schneider-Platz 1, 40212
Düsseldorf. Im Internet unter www.duesseldorf.ihk.de sind Teilnahmebedingungen (Dokumenten-Nummer 6590) und eine Anfahrtsskizze (Dokumenten-Nummer 7869) zu finden.
Anmeldung per Telefax
0211 3557-398
1) Name, Vorname
An die
IHK Düsseldorf
Abt. IV / Christiane Kubny
Ernst-Schneider-Platz 1
40212 Düsseldorf
Straße
2) Name, Vorname
Firma / Institution
PLZ, Ort
Telefon / Telefax
E-Mail
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eine Teilnehmerliste gespeichert und genutzt werden können.
Ja
Nein
Datum
Unterschrift
Bitte in Druckbuchstaben ausfüllen! Hinweis: Ihre Angaben sind freiwillig. Die Einwilligung kann widerrufen werden.
Foto: Imago/Blickwinkel
Industrie- und
Handelskammer
zu Düsseldorf
Die Stadtsparkasse
Düsseldorf und
die IHK Düsseldorf
laden ein zur
Veranstaltung
Gründen mit Erfolg
am Donnerstag, 20. November, 13.30 bis 19 Uhr,
Stadtsparkasse Düsseldorf, Berliner Allee 33, Atrium/3. OG, 40212 Düsseldorf.
Bei der Fachtagung „Gründen mit Erfolg“ bekommen Existenzgründer und Jungunternehmer die wichtigsten Informationen rund um
das Thema Selbständigkeit. In drei verschiedenen Gesprächsrunden
haben sie die Möglichkeit, sich in Kleingruppen mit den Themen „Vorbereitung und Netzwerke“, „Businessplan und Gründerpersönlichkeit“
sowie „Finanzierung und Absicherung“ auseinander zu setzen.
Außerdem geben Experten aus den Reihen der Kooperationspartner –
unter ihnen auch die IHK Düsseldorf – Praxistipps und laden zum Austausch ein. Abgerundet wird das Programm vom Erfahrungsbericht
einer Unternehmerin.
Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung ist per Telefax, mit dem Coupon oder per E-Mail an kubny@duesseldorf.ihk.de oder direkt in einer
der Geschäftsstellen der Stadtsparkasse Düsseldorf möglich. Anmeldeschluss ist der 17. November.
Kontakt
Telefon E-Mail Programm:
13:30 UhrCheck-In und Informationsaustausch
14:00 Uhr Begrüßung
Karin-Brigitte Göbel, Mitglied des Vorstandes der Stadtsparkasse Düsseldorf
14:10 UhrVorstellung des Tagesablaufs und Moderation
Michael Lennartz, Stadtsparkasse Düsseldorf
14:45 Uhr Informationsgespräche in Kleingruppen zu den Themen:
• Vorbereitung und Netzwerke
• Businessplan und Gründerpersönlichkeit
• Finanzierung und Absicherung
18:30 Uhr Praxisbericht
Kirsten Jahn, Smitten GmbH, Düsseldorf
19:00 UhrImbiss, Get together mit Abschlussgespräch
Christiane Kubny
0211 3557-414
kubny@duesseldorf.ihk.de
Anmeldung an die IHK Düsseldorf für die Veranstaltung „Gründen mit Erfolg“ am 20. November in der Stadtsparkasse Düsseldorf. Anmeldung per Telefax 0211 3557-398.
Interessensgebiet/Branche (bitte ankreuzen): Einzelhandel
Handwerk
Betriebsübernahme
Dienstleistung
Existenzgründung
Anmeldung per Telefax
0211 3557-398
1) Name, Vorname
An die
IHK Düsseldorf
Christiane Kubny
Ernst-Schneider-Platz 1
40212 Düsseldorf
Straße
Gastronomie
Sonstige
Gründungsvorhaben
2) Name, Vorname
Firma / Institution
PLZ, Ort
Telefon / Telefax
E-Mail
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IHK in Kürze
Unter dem Motto „Spannendes
und Entspannendes – Moderne
Industrie und mittelalterliche
Schlösser“ setzten IHK Düsseldorf und Kreis Mettmann die
Erfolgsgeschichte von „meet
the neanderland!“ auch in diesem Jahr fort. „Gemeinsam
mit dem Konsularischen Korps
und den Außenhandelsförderern führte unsere 13. Fahrt
am 24. September nach Ratingen. Wir besuchten zunächst
die Produktionsstätte der Firma ABB AG – Calor Emag
Mittelspannungsprodukte. Danach entspannten wir uns bei
einer Besichtigung des Wasserschlosses Linnep. Dort klang
auch der Tag bei einem Get Together mit ortsansässigen Unternehmern aus“, erläutert Dr.
Gerhard Eschenbaum, stellvertretender Hauptgeschäftsführer und Leiter der Abteilung
Außenwirtschaft der IHK Düsseldorf, das Programm.
Partnerland war in diesem Jahr
Frankreich, der wichtigste deutsche Handelspartner. „Welche
Bedeutung man unserem internationalen Treffen in Frankreich
beimisst, kann man daran ablesen, dass zu diesem Zweck eigens die Präsidentin der beiden
französischen Gesellschaften
Ubifrance (Exportförderung)
und Invest-in-France (Investitionsförderung), Botschafterin
Muriel Pénicaud, anreiste“, so
Dr. Eschenbaum.
Ziel der gemeinsam von IHK
und Kreis im Jahr 2002 ins Leben gerufenen Initiative „meet
the neanderland!“ ist es, die kulturellen und wirtschaftlichen
Besonderheiten des Kreises
Mettmann einem internationalen Publikum vorzustellen. Dazu Landrat Thomas Hendele:
„Die Resonanz der bisherigen
Veranstaltungen hat das große
Interesse unserer ausländischen
Gäste am Wirtschaftsstandort
www.duesseldorf.ihk.de
viduelle Fragen zum Markteinstieg und zu Auslandsprojekten erhielten die Teilnehmer in
der „AHK-Lounge“ fachkundige Antwort. Wer wollte, hatte
sich im Vorfeld mit einem der 50
Auslandshandelskammer-Vertreter zum 20-minütigen Einzelgespräch verabredet.
Den 8. IHK-Außenwirtschaftstag hatte die IHK Köln federführend zusammen mit den
IHKs in NRW vorbereitet. Der
nächste
Außenwirtschaftstag
findet am 29. September 2016 in
Bielefeld statt.
Foto: Paul Esser
„meet the neanderland!“
2014
News 55
Vor dem Start ins Neanderland: 32 Vertreter internationaler Diplomatie und Wirtschaftsförderung aus 22 Ländern mit Dr. Gerhard Eschenbaum, stellvertretender
IHK-Hauptgeschäftsführer und Leiter der Abteilung Außenwirtschaft (vorne, 3. von
links), und Thomas Hendele, Landrat des Kreises Mettmann (vorne, 4. von links).
Kreis Mettmann eindrucksvoll
dokumentiert. Diese persönlichen Kontakte sind für die Arbeit vor Ort, vor allem aber für
die Schaffung neuer Arbeitsplätze, unverzichtbar.“
Das ungebrochene Interesse an
der Tour in den Kreis Mettmann
dokumentierten 32 Vertreter aus
22 Ländern, die der Einladung
von IHK und Kreis gefolgt waren, und so las sich die Teilnehmerliste wie ein kleines „Who’s
who“ internationaler Diplomatie und Wirtschaftsförderung:
Mit an Bord waren die Generalkonsuln von Frankreich,
Belgien, Griechenland, Italien,
Japan, Kroatien, Portugal, Rumänien, Russland, Serbien, Türkei und den Vereinigten Staaten von Amerika sowie Konsuln
und Außenhandelsförderer aus
Belgien, China, Frankreich,
Griechenland, Japan, Kanada,
Kroatien, Malaysia, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Spanien, Tschechien, Tunesien und Ungarn.
„Mit ‚meet the neanderland!’
und der Kombination aus Sachinformation, Kultur und Dialog setzen wir unseren Weg
konsequent fort, den Bekanntheitsgrad des Kreises Mettmann
auch international zu steigern“,
betonte Landrat Thomas Hendele.
Freude am Export
ungebrochen
Die Stimmung im Kölner Gürzenich war voller Enthusiasmus:
Rund 850 Teilnehmer aus ganz
NRW waren im September zum
8.
IHK-Außenwirtschaftstag
gekommen. Unter dem Motto „Wir unternehmen weltweit“
informierten sich Unternehmer
wie Konzernmanager über ihre Chancen im wachsenden Exportgeschäft.
Auf
der
Podiumsdiskussion plauderten kantige Familienunternehmer aus dem Nähkästchen, sprachen offen über
ihren Umgang mit Korruption, worauf sie bei der Personalauswahl im Ausland achten,
in welchen Ländern sie schon
auf den Bauch gefallen sind
und in welchen sie nie und nimmer investieren würden. Neun
Workshops lieferten kompakte
Informationen zu Märkten wie
China und Nordamerika genauso wie zu Fachthemen – etwa
den Chancen, die sich durch das
Freihandelsabkommen mit den
USA ergeben, dem neuen Zollrecht und der Finanzierung von
Auslandsgeschäften. Auf indi-
Berufe live Rheinland
Gute Azubis sind begehrt bei
Unternehmen im Rheinland
und in ganz Deutschland. Umso wichtiger wird es für Firmen,
Jugendliche frühzeitig auf sich
aufmerksam zu machen. Auf
der Ausbildungs- und Studienmesse „Berufe live Rheinland“
treffen am 28. und 29. November 2014 in der Messe Düsseldorf rund 160 Unternehmen
und Hochschulen und 16.000
Schüler der Klassen 8 bis 13 sowie deren Eltern und Lehrer aufeinander. An zwei Tagen geht es
in der Messehalle dann um die
Themen Ausbildung, Studium,
Praktikum und Bewerbung. Die
„Berufe live Rheinland“ findet
bereits zum elften Mal statt, Initiatoren der Messe sind die Industrie- und Handelskammern
Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln, Mittlerer Niederrhein und Wuppertal-SolingenRemscheid. Veranstalter ist die
Einstieg GmbH.
Informationen für Unternehmen
wie für Schüler gibt es online
unter www.berufe-live-rheinland.de.
IHK-Vollversammlung tagt
Die Vollversammlung der IHK
Düsseldorf trifft sich am Montag, dem 24. November, ab 17
Uhr, im Kammergebäude, ErnstSchneider-Platz 1, Düsseldorf.
ihk magazin 11.14
56 Portraitiert
Foto: Imago/Milestone
Medien
TV-Tipps
10. November bis 9. Dezember 2014
Montag, 10. November
WDR Fernsehen, 15 bis 16 Uhr
Planet Wissen
Vom Fleischfabrikanten zum Biobauern
Früher war Karl Ludwig Schweisfurth
Chef der Firma „Herta“ – des größten
fleischverarbeitenden Konzerns in Europa.
Er war der deutsche Pionier der industriellen Fertigung von Wurstwaren. Bis er mit
54 Jahren sein Leben umkrempelte. Er verkaufte seine Firma und begann seine Vision zu verwirklichen: Er kaufte einen alten Hof in Bayern und baute ihn zu einem
ökologischen Vorzeigeobjekt um.
Mittwoch, 12. November
N-TV, 19.05 bis 20 Uhr
Telebörse Extra
Die Hoffnungsträger
„Telebörse Spezial: Hoffnungsträger“ stellt
ihk magazin 11.14
sechs deutsche Start-Up-Unternehmen vor,
die mit innovativen Ideen außergewöhnliche Erfolge feiern wollen. Welche Technologien haben das Potenzial, den Markt zu
erobern und ergattern einen Spitzenplatz im
Wettbewerb?
Donnerstag, 13. November
Arte, 7 bis 7.45 Uhr
Metropolis
Düsseldorf
Düsseldorf ist die Kunst-Stadt am Rhein
mit großer Tradition: Kurfürsten schufen schon im 18. Jahrhundert mit dem
barocken Schloss Benrath ein architektonisches Gesamtkunstwerk. Die fast
zeitgleich gegründete Kunstakademie
brachte wichtige Kunstströmungen hervor. „Metropolis“ taucht ein in die legendäre Kunstwelt Düsseldorfs.
Freitag, 14. November
ZDF Info, 18.45 bis 19.50 Uhr
Netwars
Krieg im Netz
Cyber-Angriffe auf die Industrie – in Chats
tauschen sich Experten weltweit über den
Stand der virtuellen Kriegsführung aus
und stellen fest: Das Wettrüsten hat längst
begonnen. Bald könnte die Gefahr bestehen, dass Hacker mit digitalen Angriffen
einzelne Flugzeuge vom Himmel holen –
oder im schlimmsten Fall ganze Flotten.
Doch was davon ist Science-Fiction? Panikmache, medialer Hype? Und wie gefährdet sind wir heute in Deutschland,
Frankreich, Europa?
Foto: Bilderbox
Arte
Energiequelle Methan
Hoffnung oder Alptraum?
Ob in der Arktis, im japanischen Meer oder in den sibirischen Permafrostböden – weltweit
erforschen Wissenschaftler die Auswirkungen des Treibhausgases Methan auf unser Klima. Gleichzeitig untersuchen Forscher die mögliche Extraktion von Methanhydraten aus
dem Meeresboden als neue Energiequelle. Im Bild: Leicht entzündliches Methan in Alaska.
Freitag, 5. Dezember, 21.45 bis 22.50 Uhr
3 Sat, 21 bis 21.30 Uhr
Makro
Klamme Kommunen
Die gute Wirtschaftslage und Steuererhöhungen in Deutschland sorgen für mehr
Geld in den öffentlichen Haushalten.
www.duesseldorf.ihk.de
Medien
Dienstag, 18. November
Arte, 8.25 bis 8.55 Uhr und
17.10 bis 17.40 Uhr
X:enius
Kernfusion – Energiequelle der Zukunft?
Die Sonne ist das Vorbild: Bei Temperaturen von 15 Millionen Grad Celsius und
unglaublich hohem Druck verbinden sich
Wasserstoffatome miteinander. Bei dieser Fusion wird eine unvorstellbare Menge
Energie freigesetzt. Aber ist es möglich, das
Sonnenfeuer auf die Erde zu holen und es
zu kontrollieren? Wissenschaftler weltweit
arbeiten daran. Sie sind überzeugt: Kern-
fusion ist eine unendliche Energiequelle
und könnte die Energieprobleme auf unserem Planeten für immer lösen.
N-TV, 1.40 bis 2.25 Uhr
Die Internet-Story
Im Kaufrausch
Amazon und Ebay sind die Giganten in
der Welt des E-Commerce. Es gibt keine
vergleichbaren Unternehmen, die das Internet derart geprägt haben. In der Dokumentation erzählen die Firmengründer
Jeff Bezos und Pierre Omidyar die Geschichte, wie eine kleine Idee zu einem globalen Wirtschaftsunternehmen wuchs.
Foto: Bilderbox
Doch trotz der Rekordeinnahmen klafft
in den Kassen vieler Kommunen eine Lücke. Viele Kommunen mussten bereits
Schwimmbäder oder Theater schließen.
Im Gegenzug werden kommunale Steuern
und Gebühren erhöht. Gleichzeitig soll
bis zum Jahresende der Vorschlag für einen neuen Länderfinanzausgleich stehen.
Hinter den Kulissen tobt längst ein Verteilungskampf.
Portraitiert
57
Freitag, 28. November
3 Sat, 21 bis 21.30 Uhr
Makro
Krankes Gesundheitssystem
Kliniksterben, Ärztemangel, Zwei-Klassen-Medizin: Dass es im deutschen Gesundheitssystem an allen Ecken und Enden hapert, ist kein Geheimnis. Wie kann
auf die stetig steigenden Kosten reagiert
werden?
Regelmäßige Sendung:
WDR
Lokalzeit Düsseldorf und Wuppertal
Tagesaktuelle Informationen aus der Region.
montags bis samstags, 19.30 bis 20 Uhr
Wiederholung jeweils um 3 Uhr
Eins zu Eins – Gespräch aus Düsseldorf
montags, 9.20 bis 9.45 Uhr
Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.
58 Portraitiert
Foto: Imago
Medien
Buch-Tipps
Corporate Blogs
Blogs von Unternehmen? Gibt es doch
schon ewig! Aber deshalb sind sie noch lange nicht out. Ganz im Gegenteil, sie bilden
oft das Zentrum eines Social-Media-Auftritts. Gut verständlich und anhand vieler
Praxisbeispiele erklärt Meike Leopold, warum das der Fall ist, wie man einen Unternehmensblog aufzieht, welche Aufgaben die
Redaktion hat und wie man ihn erfolgreich
macht. Auch auf den Umgang mit Kommentaren geht sie ein. Die Autorin selbst
kommt aus der Praxis: Sie ist Senior Managerin Social Marketing beim Cloud-Computing-Unternehmen Salesforce.com und
in diesem Zusammenhang auch Chefredakteurin des Salesforce Blogs.
Corporate Blogs, Praxistipps für Strategie, Inhalt
und Ziele, Meike Leopold,
O’Reilly Verlag, Köln, 328
Seiten, 29,90 Euro, ISBN
978-3955614843
Social Media Marketing im B2B
Während viele Unternehmen und Marken mit Produkten für Endkunden auf Facebook, Twitter und You Tube aktiv sind,
agiert der Business-to-Business-(B2B)-Bereich in den sozialen Netzwerken deutlich zurückhaltender. Das liegt unter anderem an der in der Regel deutlich kleineren
Zielgruppe von B2B-Unternehmen, die oft
teurere und beratungsintensive Produkte
ihk magazin 11.14
oder Dienstleistungen anbieten. Aus diesem Grund stehen im B2B-Bereich Plattformen wie Xing und Linkedin, Fachforen
und Blogs im Vordergrund. Autor, Berater
und Dozent Felix Beilharz erklärt in seinem
Buch, wie man eine Social-Media-Strategie
für das B2B-Marketing erstellt und schreibt
anschaulich anhand vieler Beispiele darüber,
welche Plattformen sich wofür nutzen lassen.
Endlich Düsseldorf! Dein Stadtführer, Lea Beiermann, Kathinka Engels, Lisa Großkopf,
Katrin Koster, Steven Sander,
Rap Verlag, Freiburg, 288 Seiten, 15,90 Euro, ISBN: 978-3942733-26-7
Vom Traum zum Albtraum
Social Media Marketing
im B2B, Besonderheiten,
Strategien, Tipps, Felix
Beilharz, O’Reilly Verlag,
Köln, 390 Seiten, 34,90 Euro, ISBN 978-3955615581
Endlich Düsseldorf!
Der unkonventionelle Stadtführer des Rap
Verlags aus Freiburg zeigt das volle Leben
in der Landeshauptstadt – für alle, die ihre Zelte in der Metropole am Rhein länger aufschlagen als nur für den Urlaub.
Geschrieben haben das Buch vier Düsseldorferinnen und ein Düsseldorfer zwischen
21 und 39 Jahren, die genau wissen, was los
ist in der Stadt. Auf nette, humorvolle Weise zeigen sie den Lesern das Besondere am
Leben in Düsseldorf mit allem drum und
dran: Wohnen, Essen, Trinken, Feiern, Kultur, Freizeit und Spaß – egal, bei welchem
Wetter und zu welcher Jahreszeit. Neben
vielen praktischen Tipps sind auch immer
wieder kleine, unterhaltsame Überraschungen zu finden.
Mit der Luftfahrt verknüpfte sich der
Traum vom unaufhaltsamen, völkerverbindenden Fortschritt. Doch vor genau
einhundert Jahren wandelte sich dieser
Traum in einen Albtraum. Dazu ist gerade
ein erzählerisches kleines Buch erschienen,
das Dr. Mario Kramp, Direktor des Kölnischen Stadtmuseums, unter anderem aufgrund neuester Archivfunde aus dem Inund Ausland verfasst hat. Es berichtet, wie
die Deutschen im August 1914 die Büchse
der Pandora öffneten. Von Köln aus starteten die Zeppeline in Richtung Belgien,
um zum ersten Mal in der Geschichte die
Zivilbevölkerung aus der Luft anzugreifen.
Winston Churchills Marinepiloten schlugen zurück. Am 8. Oktober 1914 fielen die
ersten Bomben auf Köln.
1914: Vom Traum zum Albtraum, Köln und der Beginn
des Bombenkriegs in Europa, Mario Kramp, Greven Verlag, Köln, 128 Seiten,
9,90 Euro, ISBN 978-3-77430652-3
www.duesseldorf.ihk.de
Foto: Imago/Arco
Industrie- und
Handelskammer
zu Düsseldorf
Einladung zum
Wirtschaftsforum USA
am Donnerstag, 27. November, 10 bis 17 Uhr,
in der IHK Düsseldorf, Ernst-Schneider-Platz 1, 40212 Düsseldorf.
Die USA sind für deutsche Unternehmen der wichtigste außereuropäische Markt – und er entwickelt sich mit hoher Dynamik. Was
aber oft übersehen wird: Der Markt im „Land der unbegrenzten
Möglichkeiten“ folgt seinen eigenen Spielregeln und hält besondere Herausforderungen bereit. Wer dort erfolgreich sein will, muss
sich intensiv vorbereiten – und zwar in strategischer, rechtlicher
und interkultureller Hinsicht. In der Veranstaltung wird den Teilnehmern in drei Modulen umfangreiches Praxiswissen rund um
verschiedene Aspekte des USA-Geschäfts geboten.
Die Teilnahme kostet 95,20 Euro für IHK-Mitglieder und 130,90
Euro für Nicht-Mitglieder (jeweils inklusive Mehrwertsteuer). Anmeldeschluss ist der 20. November. Die Anmeldung ist auch im
Internet unter www.duesseldorf.ihk.de (Dokumenten-Nummer
11970469) möglich.
Programm
Modul 1: Erfolgreicher Markteinstieg USA – rechtliche und steuerliche Aspekte
Geschäftsgründung, Unternehmensbesteuerung, Vertragsgestaltung,
Versicherungsschutz
Modul 2: Die Wahl des richtigen Standorts
Unterstützungsmöglichkeiten für Investoren aus unternehmerischer
Perspektive (Hahn Automation) und Fallbeispiel Cincinnati
Modul 3: Erfolgreiches Verkaufen und erfolgreiche Kommunikation
in den USA
richtiges Marketing, Kulturcode, Fallstricke der Kommunikation, interkultureller Markentransfer, interkulturelle Aspekte
Kontakt
Telefon E-Mail Katrin Lange
0211 3557-227
lange@duesseldorf.ihk.de
Anmeldung zur Teilnahme an der Veranstaltung „Wirtschaftsforum USA“ am 27. November, 10 bis 17 Uhr, in der IHK Düsseldorf, Ernst-Schneider-Saal, Ernst-Schneider-Platz 1, 40212 Düsseldorf.
Im Internet unter www.duesseldorf.ihk.de sind Teilnahmebedingungen (Dokumenten-Nummer 6590) und eine Anfahrtsskizze (Dokumenten-Nummer 7869) zu finden.
Anmeldung per Telefax
0211 3557-378
1) Name, Vorname
An die
IHK Düsseldorf
Abt. II / Margarete Heiliger
Ernst-Schneider-Platz 1
40212 Düsseldorf
Straße
2) Name, Vorname
Firma / Institution
PLZ, Ort
Telefon / Telefax
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Ich erkläre mich damit einverstanden, dass meine Angaben zum Zwecke der Information über weitere Veranstaltungen sowie für
eine Teilnehmerliste gespeichert und genutzt werden können.
Ja
Nein
Datum
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60 Portraitiert
Web-Tipps
Cherokey: Software für die
Personal- und Projektverwaltung
Im Kern dient das webbasierte Programm der Zeiterfassung. Es richtet sich an kleine
und mittelständische Unternehmen, deren Mitarbeiter oft von unterwegs oder von zu Hause aus arbeiten.
Cherokey enthält jedoch auch Bausteine
für die Projektsteuerung, Kundenverwaltung und das Auftrags- und Rechnungswesen (Enterprise-Resource-Planning, ERP).
Für Startups ist Cherokey die ersten zwei
Jahre lang kostenlos, für alle anderen beginnt der Preis bei 28 Euro pro Monat und
ist abhängig von der Zahl der Benutzer sowie den benötigten Leistungen.
https://www.cherokey.de/
Polarr: Bildbearbeitung online
Polarr ist kein Ersatz für das
kostspielige Adobe Photoshop, das von professionellen
Grafikern zur Bildbearbeitung
genutzt wird. Es eignet sich aber für Anwender, die Bilder ein wenig verschönern
möchten. Insbesondere, wenn es darum
geht, Bildern einen neuen Look zu geben,
man sie beispielsweise mit einem Fotofil-
ihk magazin 11.14
Medien
Airtable: Gemeinsam an Tabellen arbeiten
Um im Team an einer Excel-Tabelle zu arbeiten, eignet sich das kostenlose Online-Tool „Google Tabellen“. Alles, was hierfür benötigt wird, ist ein Google-Konto mindestens eines Teammitglieds. Airtable funktioniert ähnlich wie
„Google Tabellen“. Das ausschließlich englischsprachige Tool geht jedoch darüber hinaus, denn es ist eine Mischung aus Datenbank und Tabelle. So lassen sich beispielsweise auch Anhänge wie Bilder in Tabellen speichern. Ebenfalls nützlich ist Airtable, wenn
man Tabellen miteinander verlinken oder diesen Kontrollkästchen hinzufügen möchte. In
der kostenlosen Basisversion stellt Airtable alle grundlegenden Funktionen zur Verfügung.
https://airtable.com/
ter oder anderen Effekten versehen will,
zeigt Polarr seine Stärken. Das Programm
ist kostenlos und läuft direkt im Browser
(Safari, Chrome und Firefox). Bilder lassen sich entweder von der Festplatte hochladen oder von Dropbox importieren. Fertige Bilder können heruntergeladen und
auch direkt auf Facebook veröffentlicht
werden.
https://www.polarr.co/
der Enttäuschungen“ oder schon auf dem
„Plateau der Produktivität“? Für 2015 hat
Gartner zehn strategische Tech-Trends
identifiziert: 1. Computing, Everywhere, 2.
Das Internet der Dinge, 3. 3D-Druck, 4.
Datenanalyse, 5. kontextbasierte Systeme,
6. intelligente Maschinen, 7. Cloud Computing, 8. intelligente Software-Netzwerke, 9. skalierbare IT-Infrastrukturen und
10. IT-Sicherheit
http://www.gartner.com/newsroom/id/2867917
Gartner: Die Top 10 der Tech-Trends
für 2015
Das Marktforschungsunternehmen Gartner ist vor allem
für seinen Hype-Zyklus bekannt. Auf diesem wird angegeben, in welcher Phase sich neue Technologien gerade befinden, auf dem „Gipfel
der überzogenen Erwartungen“, dem „Tal
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Foto: Fotolia.com/Jamdesign
Medien
.de ist weiterhin die erste Wahl
Text: Axel Kopp
Wer eine Website für sein Unternehmen, für
eine neue Marke oder eine Marketing-Aktion
veröffentlichen möchte, hat oft ein Problem:
Die gewünschte Domain ist bereits registriert.
Neue Domainendungen schaffen Abhilfe.
Knapp tausend Top-Level-Domains (TLD)
gibt es bereits. Für Gastronomie-Unternehmen könnte beispielsweise .restaurant, .cafe
oder .bar interessant sein, für die Immobilienbranche .haus, .immo oder .immobilien.
„Für Unternehmen in Deutschland ist die
de-Domain aber weiterhin am wichtigsten,
im internationalen Geschäft .com“, sagt
Karoline Steinfatt, Geschäftsleiterin bei
Marketing Factory Consulting, „denn die
Nutzer haben sich noch nicht an die neuen
Domainendungen gewöhnt. Bei Startups ist
allerdings .io recht beliebt.“
Zweckentfremdung keine Seltenheit
Ähnlich wie bei .de für Deutschland oder
.at für Österreich handelt es sich bei .io um
eine länderspezifische Domain, die zum Britischen Territorium im Indischen Ozean gehört – eigentlich. Denn sie steht mittlerweile für „Innovation, Online“ und wird von
einem britischen Unternehmen verwaltet,
das nur wenig Interesse an der ursprünglichen Bedeutung hat. In die Schlagzeilen geriet kürzlich .is, die TLD von Island, da sie
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verstärkt von Terroristen genutzt wurde. Eine solche Zweckentfremdung an sich ist im
Grunde nichts Außergewöhnliches. Fernsehsender verwenden gerne die Domainendung von Tuvalu, .tv, Radios gerne jene der
Föderierten Staaten von Mikronesien, .fm.
Ansonsten wird auf exotische TLDs vor allem dann ausgewichen, wenn die gewünschte Domain bereits vergeben ist. Das macht
die neuen Domainendungen für Jungunternehmer und Startups interessant.
.duesseldorf gibt es noch nicht
Für Google und andere Suchmaschinen
spielen Domainendungen momentan keine Rolle. Eine Website zum Thema „Versicherungen“ erscheint in den Suchergebnissen also nicht automatisch weiter oben,
wenn sie das Kürzel .versicherung am Ende trägt. Stationäre Einzelhändler hingegen
könnten von Städte-Domains profitieren,
da die Nutzer so das gesuchte Unternehmen schneller verorten können. Städte wie
Köln oder Berlin haben seit kurzer Zeit eine
eigene Domainendung, in Düsseldorf sieht
man derzeit für einen solchen Schritt keine Notwendigkeit, zumal die Registrierung
und Unterhaltung einer TLD aufwendig ist
und mehrere 100.000 Euro kostet.
ein profitabler Sport. Einzelpersonen und
Unternehmen registrierten sich Internetadressen mit Unternehmens, Marken- und
Produktnamen mit dem Ziel, diese später
für einen deutlich höheren Preis zu veräußern. Dieses Geschäftsmodell ist legal und
wird noch immer praktiziert, gleichwohl
sind viele lukrative Domains bereits vergeben. Mit der Vielzahl neuer Domainendungen könnte nochmal Schwung in dieses Geschäft kommen. Unternehmen, die
bereits wissen, dass sie künftig eine bestimme Domain benötigen, sollten sich diese sichern. Eine Registrierung kostet selten mehr als 30 Euro pro Jahr und erfolgt
am einfachsten über einen Hosting-Anbieter. Das Einklagen einer Domain ist unter
bestimmten Voraussetzungen (beispielsweise bei einem Verstoß gegen das Urheberoder Markenrecht) zwar möglich, aber wenig wünschenswert.
Axel Kopp
Jahrgang 1982, ist Online-Redakteur und beschäftigt sich
seit Januar 2012 in der IHK
Düsseldorf mit dem Thema
Social Media.
Registrieren, bevor andere es tun
In den 1990er Jahren war Domaingrabbing
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Restauranttipp
Ein mediterraner Kurzurlaub
Das Restaurant Lüders in Flingern
Text: Sven Schulte
Foto: paul esser
Im meist kühlen Herbst möchte mancher
an einen sonnigeren Ort, um dort entspannte Atmosphäre zu genießen, sanfter
Musik zu lauschen und um lecker zu essen. Dafür kann man tatsächlich verreisen – oder einen Kurzurlaub im Lüders in
Flingern buchen. Das Restaurant an der
Ecke Hermannstraße/Birkenstraße, das im
stilvollen Ambiente gehalten ist, lockt seit
zwei Jahren Gäste ins szenige Quartier. Als
uns der Ruf des Lüders erreichte, prüften
wir zügig, ob die Vorschusslorbeeren gerechtfertigt sind. Soviel vorweg: Wir haben
den Kurzurlaub genossen.
Den Grundstein dafür legte die herzliche Begrüßung per Handschlag durch den
Chef des Hauses. Diese Freundlichkeit
währte den gesamten Abend lang; guter
Service und persönlicher Kontakt werden
hier groß geschrieben. Dass das Kulinarische dabei nicht in den Hintergrund rücken muss, zeigten die verschiedenen Tapas
zur Vorspeise. Ein neues Geschmackserlebnis waren die Yucas Fritas (4,90 Euro): Die
auch als Maniok bekannten kartoffelartigen Knollen schmeckten frittiert und mit
den herzhaften Dips hervorragend. Die ge-
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füllten Fleischtaschen, die Empanadas de
carne de cerdo (4,90 Euro), standen dem
geschmacklich nicht nach. Dazu etwas
Brot mit Dip und Oliven (3,90 Euro) und
der Menüeinstieg war eine runde Sache, die
Vorfreude auf den Hauptgang machte. Von
den „Platos principales“ wählten wir mit
Chicharron de Pollo (12,90 Euro) spanische Hausmannskost: frittiertes Hühnchen
mit Ofenkartoffel, Dips und Salat. Klingt
einfach – schmeckt einfach gut. Außergewöhnlich war unser zweiter Hauptgang,
Lomo Saltado (16,90 Euro). Aus dem spanischen übersetzt meint das „springendes
Fleisch“. Dafür werden Rindfleischstreifen mit Gemüse und Sojasauce im Wok geschwenkt und mit Chili gewürzt. Heraus
kommt ein Gericht mit Pfiff, das mit Reis
und gebratenen Kartoffeln serviert wird.
Mal was ganz anderes – ganz leckeres.
Überrascht waren wir nach den üppigen
Portionen, dass wir noch einen Nachtisch
verdrücken konnten. Der hat sich aber gelohnt, so dass der Appell klar ist: Der Flan
(2,90 Euro) muss bestellt werden! Das gilt
auch für die vorrätigen Weine. Wir wählten
einen Rioja Tempranillo, der hervorragend
zum Essen passte. Da auch die Auswahl
an Cocktails bestechend war, rundeten wir
den Abend damit ab.
Da wir trotz größtem Einsatz dennoch
bei weitem nicht alle Getränke und Speisen testen konnten, entschieden wir noch
am Abend, wiederzukommen. Dann vielleicht in Kombination mit einem der Highlights, die das Lüders getreu dem Motto
„Essen, Trinken, Kultur“ bietet. So gibt es
beispielsweise auch Flamencoabende mit
Live-Musik. Spätestens dann sollten auch
beim letzten Gast – selbst im Herbst –
wohlige Urlaubsgefühle einsetzen. Wem es
auch dann nicht gelingt, abzutauchen, der
muss im Sommer wiederkommen. Denn
dann setzt das Lüders seine Qualitäten
auch im charmanten Biergarten in Szene.
Lüders
Hermannstraße 64
40233 Düsseldorf
Telefon 0211 23046511
E-Mail info@lueders-flingern.de
Internet www.lueders-flingern.de
Geöffnet:
dienstags bis donnerstags 17.30 bis 24 Uhr,
freitags und samstags 17.30 bis 1 Uhr,
sonntags 10 bis 22 Uhr,
montags Ruhetag
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Tipps und Termine
Flamenco por libre
Tanz mit Carina La Debla.
Der Club
Hülsbecker Straße 16
26. November, 20 Uhr
Portraitiert 63
Big Thing Christmas
Musik à la carte
Ein besonderes Weihnachtsprogramm voller Soul und
dem unwechselbaren Donnelly Sound.
Vorburg Schloss Hardenberg
Zum Hardenberger Schloss 1
5. Dezember, 20 Uhr
Blues, Folksongs und Oldies
mit Klaus Stachuletz.
Kommunikations-Center
Schlupkothen 49 a
3. Dezember, 19 Uhr
Weihnachtlicher
Blotschenmarkt
Marktplatz rund um die
Lambertuskirche.
Markt 16
28. November bis 14. Dezember
Weitere Informationen unter
www.blotschenmarkt-mettmann.de
Velbert
Heiligenhaus
Ratingen
Treffpunkt Alte Musik
Stücke vom Mittelalter bis
Ende des 18. Jahrhunderts.
Ferdinand-Trimborn-Saal
Poststraße 23
17. November, 19 Uhr
Wülfrath
Rhe
Mettmann
in
Düsseldorf
Erkrath
Lokart 2014
20. städtische Gemeinschaftsausstellung Erkrather Künstlerinnen und Künstler.
Lokschuppen Hochdahl
Ziegeleiweg 1 bis 3
21. bis 24. November,
16 bis 19 Uhr
Haan
Rh
ein
Hilden
Langenfeld
Monheim
Ballett Mett
Neu choreografierte klassische,
neo-klassische und zeitgenössische Tanzstücke.
Aula des Gymnasiums Haan
Adlerstraße 3
7. Dezember, 18 Uhr
Nippon now!
Funktionales Fiasko II
Junge japanische Kunst und
das Rheinland.
Eon-Zentrale
Eon-Platz 1
4. November bis 17. Dezember
montags bis freitags,
8 bis 20 Uhr
(Anmeldung beim Empfang
im Eon-Gebäude)
Ausstellung mit Bildern von
Julian Khol.
Kunstraum Gewerbepark-Süd
Hofstraße 64
bis 23. November
dienstags bis freitags,
14 bis 18 Uhr
samstags und sonntags,
11 bis 16 Uhr
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Halbzeit
Sinfoniekonzert
Comedy mit Markus Maria
Profitlich.
Rathausplatz 20 (Monheimer Tor)
15. November, 20 Uhr
Herbstkonzert des Sinfonieorchesters Concerto.
Schauplatz Langenfeld
Hauptstraße 129
22. November, 19.30 Uhr
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Fragen an ...
Firmenfoto
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Oscar Bruch jr.,
Besitzer und Betreiber von
Riesenrädern
Wo möchten Sie leben?
Nur in Düsseldorf! Durch die Eigenarten meines Unternehmens bin ich ein
Vielreisender und toure ständig durch
halb Europa. Ich liebe es, immer wieder
auf neue Menschen und neue Umgebungen zu treffen – aber ich kehre stets gern
zurück. Düsseldorf ist Heimat, ist Familie, ist Freundeskreis.
Was schätzen Sie am Standort Düsseldorf?
Die Lage: im Rheinland und am
Rhein. Die Menschen. Die rheinische
Kultur mit ihren vielen Facetten.
Was sollte für den Standort noch getan
werden?
Nachholbedarf sehe ich bei der internationalen Vermarktung des Standorts Düsseldorf. Das gelingt einzelnen Unternehmen, etwa Flughafen oder Messe, sehr
gut, aber für das „Gesamtpaket“ Düsseldorf muss hinsichtlich Bekanntheit und
Image deutlich mehr getan werden.
Welchen Beruf hätten Sie gerne ergriffen?
Ich hätte gern Maschinenbau studiert.
Allerdings füllen mich mein Beruf und
mein Unternehmen in jeder Beziehung aus.
Ihre größte Stärke?
Verhandlungsgeschick und die Fähigkeit, neue Märkte für Riesenräder zu erschließen.
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Ihre größte Schwäche?
Ungeduld.
magazin
Welche Eigenschaften schätzen Sie bei Ihren Gesprächspartnern am meisten?
Aufmerksames Zuhören und den Willen zu zielorientierten Gesprächen.
Herausgeber und Eigentümer:
Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf,
Ernst-Schneider-Platz 1, 40212 Düsseldorf.
Welche Eigenschaften Ihrer Gesprächspartner schätzen Sie am wenigsten?
Unaufmerksamkeit. Schwülstiges Geschwafel. Überheblichkeit.
Postanschrift:
Postfach 101017, 40001 Düsseldorf,
Telefon 0211 3557-0,
Telefax 0211 3557-401,
E-MailIHKDUS@duesseldorf.ihk.de
Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?
Im Kreis von Freunden.
IHK im Internet:
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Wer gehört zu Ihren Vorbildern?
Richard Branson – er hat mit „Virgin“
aus dem Stand eine ganz starke Marke
geschaffen.
Welche Reform bewundern Sie am meisten?
Die Agenda 2010 – sie hat dabei geholfen, dass Deutschland die weltweite Krise gut durchgestanden hat.
Wären Sie Politiker, was würden Sie sofort ändern?
Weniger Reglementierung und mehr
marktwirtschaftliche Grundsätze durchsetzen.
Bitte vervollständigen Sie den Satz: Der
Wirtschaft geht es gut, wenn …
... es auch der Bevölkerung gut geht.
Es gibt keinen einseitigen Erfolg.
Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Erfolgreich sein, ohne die Bodenhaftung zu verlieren.
Oscar Bruch jr. stammt aus einer traditionsreichen Schaustellerfamilie und betreibt seit 20 Jahren mobile Riesenräder,
derzeit drei an der Zahl. Sein unternehmerisches Ziel ist, die Räder als touristische
Attraktion auch außerhalb von Volksfesten
zeitweise in Innenstadtlagen zu betreiben.
Das 55 Meter hohe „Wheel of Vision“
gastiert, nach erfolgreichen Stationen unter anderem in Budapest, Danzig und in
der Schweiz, in diesem Jahr erneut auf dem
Düsseldorfer Burgplatz.
Zweigstelle Velbert:
Nedderstraße 6, 42551 Velbert,
Telefon 02051 9200-0,
Telefax 02051 9200-30.
Redaktion:
Antje Mahn
Telefon 0211 3557-205
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Telefon 0211 3557-268
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