close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Les Trois Fours

EinbettenHerunterladen
Magazin der Schule Linde, Clienia Littenheid
9. Jahrgang
Auch zu finden auf www.clienia.ch
Ausgabe 65, im Oktober 2014
Ist Size Zero
die neue Mode?
Seite 12
Kryptogramm
Seite 2
Seite 18
Papi, ich will heim
Die Spiegel
mancher
Menschen
lügen!
Seite 5
Seite 17
Die Zeit, die vergeht
Seite 20
Carlos,
das verrückte
Schaf
Seite 7
Interview mit Frau Weller
Seit dem 4. August bläst ein neuer Wind in der Lindenschule, denn Frau Weller arbeitet nun auch hier. Damit wir
alle sie besser kennenlernen können, hat sie unsere Interviewfragen beantwortet.
Wie und warum haben Sie sich für diesen Job hier in der
Clienia entschieden?
Oje… Hier bin ich, weil ich seit vier Jahren einen Schweizer als Partner habe und es praktisch ist, auch hier in der
Schweiz arbeiten zu können. Diesen Beruf habe ich gewählt, da ich mich sehr für die Verbindung von Pädagogischem und Psychologischem interessiere, was bei diesem
Beruf der Fall ist. Ich fühle mich auch wohl dabei, in einem
kleinen Lehrerteam zu arbeiten und mag es, Schüler aus
ganz verschiedenen Altersklassen zu unterrichten.
Haben Sie ein Vorbild?
Ja, meine Mutter. Sie hat mich und meine Schwester zum
grössten Teil alleine grossgezogen. Obwohl sie einen Beruf
ausüben musste, hat uns nie etwas gefehlt. Sie ist mein Vorbild.
In welchem Tier sehen Sie sich am ehesten verkörpert?
Ganz klar in der Katze. Katzen sind freiheitsliebend, genau
wie ich. Sie sind verschmust *Grinsen*, haben ihren eigenen Kopf, sind sehr intelligent, aber können auch richtige
Geniesser sein.
Wo fühlen Sie sich am wohlsten?
Am Meer mit Sonnenschein und Meeresrauschen. Das Wasser und die Wärme sind etwas vom Schönsten für mich.
Was sind für Sie die drei wichtigsten Dinge im Leben?
Hmmm… Gesundheit, Liebe und Familie!
Eigenes Bild
Und was die drei unwichtigsten Dinge?
Für mich ist alles wichtig, weil alles (s)einen Sinn hat.
Was war für Sie in Ihrem bisherigen Leben das Schönste?
In meinem Leben gab es viele schöne Momente, aber einer
der schönsten war jener, als ich den Anruf mit der Zusage
für die Stelle hier bekommen habe!
Noch eine letzte Frage: Welche Superkraft würden Sie am
liebsten besitzen?
Am liebsten würde ich fliegen können - das Gefühl von
Freiheit geniessen.
Bluemchen, 17
________________________________________________________________________________________________________
Kryptogramm: Errate das Zitat!
Lösung auf Seite 11
Monalisa, 17
zweite Seite
Marsha Linehan
Marsha Linehan, (* 5. Mai 1943 in Tulsa, Oklahoma) ist eine US-amerikanische Psychologin. Die Professorin für
Psychologie an der University of Washington in Seattle im US-Bundesstaat Washington leitet ein Therapiezentrum
für Borderline-Persönlichkeitsstörungen.
Sie wuchs in Tulsa, Oklahoma auf. Sie war das dritte
von sechs Kindern eines
Ölarbeiters. Eine äusserst
begabte Schülerin und gute
Klavierspielerin war sie
zudem auch. Weil sie sich
mit 17 Jahren selbst verletzte, wurde sie 1961 Patientin
des Institute of Living (Psychiatrische Klinik) in Hartford. Dort erhielt sie die
(Fehl-)Diagnose
Schizophrenie. 26 lange Monate
wurde sie mit Psychopharmaka, Psychoanalyse und
Elektrokrampftherapie behandelt. 1967 arbeitete sie
vorübergehend als Angestellte einer Versicherungsgesellschaft und nahm an
Abendkursen der Loyola
University Chicago teil.
Danach arbeitete sie zunächst mit suizidalen Patienten in einer Klinik in
Buffalo und machte ab 1972
eine Ausbildung in Verhaltenstherapie an der Stony
Brook University. 1977
wechselte sie an die University of Washington in Seattle.
Seit
1989
hat
sie eine seriöse Professur
für Psychologie.
Ihr Werk
In ihren verhaltenstherapeutischen Forschungen konzentrierte sie sich auf das
Thema „Therapie suizidaler
Borderline-Patientinnen“
und hat ein geprüftes Behandlungskonzept
vorgestellt. Abgesehen von der
Verhaltenstherapie hat Linehan
die
dialektischbehaviorale Therapie entwickelt, ein Therapiekonzept,
zu dem die Beziehungsarbeit in Einzelsitzungen und
das Training psychosozialer
Fertigkeiten innerhalb einer
Gruppe gehören. Eine spezielle Anpassung des Menschen an die soziale Umwelt
für Jugendliche nennt sich
dialektisch-behaviorale
Therapie für Adoleszente
(DBT-A).
Invalidieren
Invalidieren ist ein Begriff,
den Marsha Linehan in ihrer
Theorie über BorderlineStörung eingeführt hat. Der
Begriff Invalidieren lässt
sich nicht ganz einfach
erklären. Denn Vorgänge
und Situationen, in denen
Menschen ein schlechtes
Klima in ihrem Umfeld und
mangelndes Einfühlungsvermögen, bis hin zu Missbrauch, erfahren, tragen
dazu bei, dass Betroffene
dysfunktionale Strategien
und Schwierigkeiten im
Umgang mit Gefühlen entwickeln. Tritt dies im Kindes- und Jugendalter auf, so
können die Betroffenen den
Umgang mit ihren Gefühlen
nicht richtig erlernen.
Invalidieren erfolgt also,
wenn die Gefühle dauerhaft
nicht ausreichend geschätzt
und ernst genommen werden oder wenn sie missachtet oder verdreht werden.
Dadurch lernt das Kind
nicht, wie es emotionale
Spannungen aushalten und
regulieren kann. Die Betroffenen sind oft nicht in der
Lage, sich auf ihre eigenen
Gefühle zu verlassen und
diesen zu vertrauen.
Die eigene Erkrankung
Marsha Linehan hat die
dialektisch
behaviorale
Therapie der BorderlinePersönlichkeitsstörungen
(DBT) entwickelt, um Menschen zu helfen, die mit den
damaligen Therapien nur
schwer therapierbar waren.
Sie war eine der ersten, die
Achtsamkeit zur Grundlage
ihrer Therapie gemacht hat:
Nicht nur Klienten, sondern auch Therapeuten
müssen Achtsamkeit erlernen. Die DBT konnte zei-
nsrf.ie
gen,
dass
BorderlineKlienten nicht "untherapierbar" sind, sondern dass ihre
Bedürfnisse in der Therapie
meist nicht genügend verstanden wurden. Linehan
fordert, dass der Therapeut
den Klienten so akzeptiert,
wie er jetzt im Augenblick
ist, dass er sich also nicht
zuerst ändern muss, um
akzeptiert zu werden. Die
Therapie müsse Hoffnung
vermitteln,
dass
jeder
Mensch die Ressourcen hat,
ein zufriedenes Leben zu
führen, und dass man die
dazu benötigten Fähigkeiten
lernen kann. Mit dem Ziel,
dass der Patient neue und
befriedigendere Erfahrungen machen kann.
Neben ihrer Tätigkeit in
Forschung und Lehre hat
Marsha Linehan die therapeutische Arbeit mit Klienten nie aufgegeben. Sie ist
eine warmherzige Therapeutin und verkörpert in
hohem Maße die Eigenschaften, die sie als die
beiden Säulen der Therapie
bezeichnet: "Compassion"
(tiefes
Mitgefühl)
und
dritte Seite
"Wisdom" (intuitives Wissen), das sich aus Gefühl
und Verstand ergibt, um die
richtigen Mittel zur richtigen Zeit einzusetzen.
Am 23.6.2011 hat sich
Marsha Linehan in einem
Interview der New York
Times zu ihrer eigenen
Geschichte als psychisch
Erkrankte bekannt: Mit 17
sei sie als „schizophren“
diagnostiziert worden, doch
aus heutiger Sicht sei die
Borderline-Diagnose richtiger. "I was in hell". Die
Basis ihrer Theorie – radikale Selbst-Akzeptanz – hat
sie sich mühsam selbst erkämpft. Auf die Frage, warum sie sich jetzt outet,
antwortet sie: "So many
people have begged me to
come forward, and I just
thought – well, I have to do
this. I owe it to them. I cannot die a coward". (Sie
möchte anderen Mut machen; sie schulde es denen,
die ähnliches durchgemacht
haben; sie möchte nicht
sterben, ohne sich erklärt zu
haben.)
Lola,17
Pfarrer machen mehr als Predigen
Ein Pfarrer steht am Sonntagmorgen in der Kirche und predigt von Gott und Jesus. So viel wissen wohl die meisten
von uns. Doch was macht ein Pfarrer die restlichen Tage der Woche? Hier endet bei den meisten wohl das Wissen.
Ich möchte selbst diesen Beruf erlernen und habe deshalb ein dreiwöchiges Praktikum gemacht. Dabei habe ich festgestellt, dass die Predigt am Sonntag nur einen sehr kleinen Teil ausmacht. Vielmehr geht es um die direkte Arbeit
mit Menschen. Und diesen Teil möchte ich euch nun näher bringen.
Das Studium
Um Pfarrer/in werden zu
können, muss man Theologie studieren. Das Wort
Theologie kommt aus dem
Griechischen und besteht
aus den Wortteilen theòs
und logos, was so viel heisst
wie „die Lehre Gottes“. Das
Studium wird in der
Deutschschweiz an den
Universitäten Zürich, Bern
und Basel angeboten, in der
französisch
sprachigen
Schweiz ist es in Lausanne,
Genf und Neuenburg möglich. Es dauert 5 bis 6 Jahre,
anschliessend wird ein einjähriges Praktikum, das
sogenannte Vikariat, in
einer Kirchgemeinde absolviert. Das Studium setzt
keine Voraussetzungen in
Glaube und Glaubenspraktik, eine Matura mit
Abschluss in Latein ist jedoch für die meisten Universitäten Pflicht. Das Studium setzt sich aus verschiedenen Fächern zusammen, welche von Uni zu
Uni verschieden sind. Obligatorisch sind jedoch die
Fächer Altes und Neues
Testament, Kirchen- und
Theologiegeschichte, Systematische
Theologie
(Dogmatik und Ethik), praktische Theologie, Religionswissenschaften
und
Philosophie. Hinzu kommen
die drei Sprachen Lateinisch, Hebräisch und Altgriechisch. Gar nicht so
wenig, wie man sieht. Und
nur für eine kurze Predigt
am Sonntagmorgen würde
sich der ganze Aufwand
nicht lohnen.
Der Beruf
Wie bereits erwähnt, besteht
der Beruf nicht nur aus der
Predigt am Sonntag. In
Wirklichkeit macht diese
sogar nur einen sehr kleinen
Teil des Berufs aus. Die
Arbeiten eines Pfarrers
lassen sich grob in die vier
Aufgabenfelder
Verkündung und Gottesdienst,
Diakonie und Seelsorge,
Unterricht und Bildung und
Gemeindeentwicklung und
Leitung aufteilen.
Der Bereich Verkündung
und Gottesdienst beinhaltet
die Sonntagspredigt sowie
Sondergottesdienste
wie
Taufen,
Konfirmationen,
Hochzeiten und Beerdigungen. Vor allem diese Sondergottesdienste haben einen grossen Stellenwert, da
sie auch Leute in die Kirche
bringen, die diese an einem
normalen Sonntag nicht
besuchen. Sie benötigen
jedoch auch grössere Vorbereitung, vor Taufen und
Beerdigungen findet diese
meist in einem Gespräch
zwischen Pfarrperson und
Angehörigen
statt,
bei
Hochzeiten
können
es
durchaus auch zwei oder
noch mehr Vorgespräche
werden.
Der Bereich Diakonie und
Seelsorge hat einen grossen
Stellenwert und benötigt
auch einen grossen Teil der
Zeit. Vor allem die Seelsor-
ge verlangt der Pfarrperson
auch persönlich einiges ab.
Sie beinhaltet das Begleiten
von Menschen in schwierigen Situationen wie Tod
und Krankheit. Da es oft um
sehr schwierige Themen
geht, steht der Pfarrer in
diesem
Bereich
unter
Schweigepflicht. Es ist
jedoch trotz der Belastung
auch ein sehr schöner Teil
der Arbeit, denn es hilft oft
den Betroffenen sehr und
gibt somit auch der Pfarrperson das Gefühl, das
Richtige getan zu haben.
Nun zum Bereich Unterricht
und Bildung. Dieser beinhaltet den Religions- und
Ethikunterricht von der
ersten Klasse über den Konfirmandenunterricht
im
letzten
obligatorischen
Schuljahr bis hin zur Erwachsenenbildung. Dabei
sind die Schwerpunkte vor
allem darauf gerichtet, den
Menschen einen persönlichen Zugang zu Gott und
dem Glauben zu ermöglichen oder diesen zu stärken.
Um dieses Berufsfeld auszufüllen ist jedoch meistens
neben dem Theologiestudium noch ein zusätzlicher
Abschluss an einer pädagogischen Hochschule nötig.
Dies alles sind Unterteile,
de.forwallpaper.com
Das Kreuz als Zeichen vom Christlichen Glauben
vierte Seite
die dem grossen Ganzen
untergeordnet sind, der
Kirchgemeinde.
Eine
Kirchgemeinde besteht vor
allem aus der Gemeinde,
also den Gläubigen. Hinzu
kommen jedoch noch das
Pfarrpersonal, die Administration, die freiwilligen Helfer und alldem übergeordnet
der
Kirchgemeindepräsident. Auch wenn der Pfarrer
nicht die höchste Instanz ist,
so übernimmt er doch die
Verantwortung. Er gestaltet
die Veränderungen in der
Gemeinde mit oder initiiert
sie mit eigenen Ideen.
Der Alltag eines Pfarrers
besteht also aus viel mehr
als nur einer Predigt am
Sonntag. Jeder Tag sieht
anders aus als der vorhergehende, ist voller neuer Bekanntschaften und geprägt
von den Menschen um einen herum. Es gibt viele
Gespräche über alltägliche
Probleme und über schwierige Themen. Es gibt Taufen, welche zu Beginn eines
neuen Lebens stattfinden,
jedoch auch Beerdigungen
am Ende eines Lebens. Und
noch vieles dazwischen wie
Religions- und Konfirmandenunterricht, Mutter-KindTreffen, Jugendarbeit und
Erwachsenenbildung. Der
Beruf eines Pfarrers ist
vielfältiger als die meisten
anderen und ermöglicht die
Arbeit mit allen Alters- und
Personengruppen. Ich finde
den Beruf sehr interessant
und habe den Entschluss
gefasst, selbst diesen Beruf
zu erlernen. Und ich hoffe,
dass ich Ihnen und euch
diesen Beruf nun auch etwas näher gebracht habe.
Strana, 17
Die Spiegel mancher Menschen lügen!
Leute denken, Spiegel bilden die Wirklichkeit ab, aber die Spiegel mancher Menschen lügen. Sie zeigen ihrem Besitzer nicht das, was die Mitmenschen sehen, sondern ein abstossendes Monster. Diese Krankheit nennt sich Dysmorphophobie und die Betroffenen sehen sich als fürchterlich entstellt. Laut Studien leidet jeder 100. darunter.
Wir kennen es doch von
irgendwo. Wir stehen vor
dem Spiegel und stellen
frustriert fest, dass wir nicht
in die Jeans hineinpassen,
oder dass wir uns ohne
Make-Up als hässlich empfinden. Für Menschen mit
Dysmorphophobie gehört
das zum Alltag.
Das Wort Dysmorphophobie stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet
Missgestaltsfurcht (dys =
miss, morphe = Gestalt,
phobios=Furcht). Menschen
mit diesem Krankheitsbild
befürchten, durch einen
Defekt (für andere kaum
oder gar nicht sichtbar)
entstellt zu sein und haben
Angst auf Grund ihres
“Hässlichseins” abgelehnt
zu werden. Ich habe mir
eine Reportage über diese
Krankheit angesehen. Die
Reportage wurde in Südengland aufgenommen.
Kyla (24) gehört zu den
Betroffenen. Kyla ist besessen von Ihrem eigenen
Spiegelbild und hält sich für
schrecklich entstellt. Sie
lebt wie eine Einsiedlerin
und hat schon seit Jahren ihr
eigenes Haus nicht mehr
verlassen. Sie hat schon
einen
Selbstmordversuch
hinter sich. Ihre Wohnung
ist meist abgedunkelt. Beziehungen zu Menschen
sind nicht möglich, da die
Betroffen Angst haben, dass
ihre Mitmenschen ihre
nichtvorhandenen
oder
kleinen Makel sehen würden. Kyla ist eine hübsche
junge Frau. Auch für die
BBC-Reportage zeigt sie
sich verdeckt mit einer
Schirmmütze.
tumblr.com
Kyla findet, dass sie ein
Gesicht wie ein Mann hat
sowie eine deformierte Nase, ein hervorstehendes
Kinn und Glubschaugen.
Sie erblickt im Spiegel eine
Person, die einer
Hexe
ähnelt. Sie erklärt dem
BBC-Reporter, dass der
Spiegel ihr schlimmster
Feind ist, aber trotzdem ist
er ihr bester Freund. Kyla
verbringt am Tag manchmal
bis zu acht Stunden vor dem
Spiegel. Die junge Frau
stellt sich immer wieder die
Frage, warum sie nicht wie
jemand anderes aussehen
kann. Auf den Fotos von
früher sieht man ein glückliches junges Mädchen mit
blonden Haaren.
Kyla ist sehr traurig, weil
sie damals eine nette Person
war. Sie erzählt auch, dass
sie damals vor Glück überschäumte, doch dann änderte sich alles. Sie bekam
Sommersprossen und unreine Haut. In der Schule wurde sie gehänselt und mit 11
Jahren zeigten sich die ersten Merkmale einer Erkrankung. Kyla erklärt, dass sie
sich mit Sandpapier die
Zähne abschliff, weil sie ihr
Kinn so markant fand. Heute ist es nicht mehr das
Kinn, das sie zur Verzweiflung bringt, sondern ihre
Nase. Sie hat schon sechs
Nasenoperationen
hinter
sich und eine weitere steht
an, obwohl sich ihr Nasenrücken spalten könnte, obwohl sie wegen ihren vielen
fünfte Seite
OPs hoch verschuldet ist. In
der Reportage zieht sie eine
Nasen-OP vor, anstatt eine
Therapie zu machen. Wie
erwartet, ist sie unzufrieden.
Die Reportage wurde im
Jahre 2006 aufgenommen
und ich frage mich, was aus
Kyla geworden ist. Hat sie
die Krankheit besiegt? Mir
tun diese Menschen leid,
weil sie sich so sehr selbst
hassen, weil sie glauben,
sich verstecken zu müssen
und weil sie die weite Welt
ausserhalb ihrer Wände
verpassen.
Sie verpassen ihr Leben.
Löwenherz, 17
Freunde – die Familie, die ich nie hatte
Lachend gehen wir durch die Strassen.
Hand in Hand durch Menschenmassen.
Ihr seid für mich Familie,
wie für Salat die Petersilie.
Ihr seid immer für mich da,
ganz egal, ob fern oder nah.
Ertrage täglich viel Schmerz,
doch ihr seid tief in meinem Herz.
Sitze alleine im Zimmer,
aber bin immer
in Gedanken bei euch allen,
auch wenn ich hier bin, in St. Gallen,
oder besser gesagt, im Thurgau.
Und wenn ich wieder aus dem Fenster schau,
vermiss ich euch wieder mehr,
denn ihr beeinflusst mein Leben sehr.
Ihr haltet mich stets fest,
im Gegensatz zum ganzen Rest.
Ihr hört zu, wenn niemand da ist
und mich die Depression wieder fast auffrisst.
Oder auch all die Abende am See.
Manchmal auch drinnen am Chillen, und draussen im
Schnee.
Wenn wir uns ohne einen Tropfen Alkohol betrunken
fühlen,
Lasst ihr mich wieder eure Liebe spüren.
Schon so viel Scheisse gemacht
und 1000 Male vor Lachen zusammengekracht.
Ihr seht hinter meine Fassade,
schwirrt in meinem Kopf, wie eine schöne Ballade.
Ihr fangt meine Tränen auf,
heisst mich willkommen, wenn ich wieder von zu Hause
weglauf.
Mit euch kann ich für einen Moment alle Sorgen vergessen.
Ja, bin von euch besessen,
Denn ohne euch kann ich nicht,
ihr seid am Ende des Tunnels mein Licht.
Euch gebe ich nicht mehr her, nein, nie,
ihr seid meine beste Therapie.
Ihr gebt mir Kraft,
für immer und ewig; wahre Freundschaft!
Bluemchen, 17
socialmeems.com
___________________________________________________________________________________________________
2Pacs Tod †
Heute berichte ich über 2Pacs Tod. Von wann bis wann er lebte. Verwandte.
Wie er starb. Verschwörungstheorie.
Name
2Pacs bürgerlicher Name war „Tupac
Amaru Shakur“.
Geboren, gestorben
2Pac ist am 16. Juni 1971 in Brooklyn,
New York City, geboren und gestorben ist er am 13. September 1996 in
Las Vegas, Nevada.
die Reifen, fünf die Beifahrertür und
drei Kugeln zerschlugen Fenster.
Shakur selbst wurde mehrmals an der
Brust, am Becken und in den rechten
Verwandte
Bei seinen engen Verwandten sind mal
seine Halbschwester Sekyiwa Shakur,
seine Mutter Afeni, sein Stiefvater
Mutulu Shakur und sein Stiefbruder
Mopreme Shakur.
Arm getroffen. Innere Verletzungen
gab es am rechten Lungenflügel. Im
Spital (University Hospital) wurde ihm
ein Lungenflügel entfernt. Tupac wurde danach ins künstlich Koma versetzt,
aus dem der Rapper nicht mehr erwachte. Er starb um 4:03 Uhr. Er starb
durch die schlimmen Schussverletzungen, aber als offiziellen Grund sagten
die Ärzte „Herz-Lungenversagen“.
Verschwörungstheorie
Seit seinem Album The Don Killuminati: The 7Day Theory, gab es immer
mehr Vermutungen, dass er gar nicht
tot ist. Weil man auf der Leiche keine
Tattoos fand. Aber die Ärzte sagten,
das sei normal, dass die Tattoos nach
einiger Zeit verschwinden (wenn man
tot ist).
Wie er starb
Als er mit ein paar Freunden nach
einem Boxkampf in das Hotel zurückfuhr und an einer Ampel anhielt,
schoss der mutmassliche Täter (Orlando Anderson) auf den Wagen des
Rappers. Vier Kugeln durchschlugen
Wikipedia
sechste Seite
Patron, 15
Eltern sehen und hören
Eltern sehen und hören, das bedeutet, dass man die Eltern sehen kann oder mit ihnen telefonieren darf. Im Text
beschreibe ich das und habe am Schluss noch einen kleinen Tipp für die Kinder in der Klinik.
Mittwochnachmittag
Jeden Mittwochnachmittag
kommen die Eltern und man
darf mit ihnen etwas unternehmen. Egal, ob in die
Badi oder ins Kino. Man hat
Zeit von 15.00 Uhr bis
17.40 Uhr, dann muss man
wieder in der Klinik sein.
Meine Mutter holt mich
zum Beispiel immer von
15.00 Uhr bis 17.40 Uhr,
denn wir wollen viel Zeit
zusammen verbringen. Jeder kann selbst entscheiden,
wo er hin will, mit wem er
sich treffen will und wie
lange. Vielleicht wechselt
jemand auch ab, eine Stunde Mutter und eine Stunde
Vater.
nicht. Ich rufe meine Eltern
sofort an und freue mich
immer ihre Stimmen zu
hören. Man kann auch um
19.26 Uhr telefonieren. In
unserer Station gibt es eine
Telefonkabine und ein Telefon in der Küche.
Abholen zum Wochenende
Jeden Samstag holen Mutter
oder Vater einen ab. Man
kann uns Kinder von 08.00
www.njuuz.de
Uhr bis 11.00 Uhr abholen.
Es gibt auch Ausnahmen,
dann darf man schon um sen wir wieder in der Klinik Am Sonntagabend kann
07.30 Uhr abgeholt werden. sein. Ich weine meistens, man sich schon auf den
Wie bei mir. Meine Eltern denn ich habe meine Eltern Mittwochnachmittag freuen,
holen mich immer schon um ganz, ganz, ganz fest lieb. wenn man die Eltern sehen
07.30 Uhr ab. Ich und die Manchmal bin ich bei Ma- darf und am Mittwochabend
anderen Kinder freuen uns ma, aber manchmal auch beginnt die Vorfreude auf
Telefonieren, Telefonzei- immer, wenn wir ins Wo- bei Papa. Bei beiden ist es den Samstagmorgen. Und
chenende geholt werden. Es genau gleich schön.
jeden Abend kann man sich
ten
gibt aber nicht nur das
auf den nächsten freuen,
Telefonieren darf man von Schöne, sondern auch das Mein persönlicher Tipp wenn man die Eltern am
19.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Unerfreuliche.
Sonntags für die Kinder in der Kli- Telefon hört.
Bei Eintritt entscheiden die müssen die Eltern einen nik
Eltern, mit wem man tele- wieder zurückbringen. SpäEileen, 11
fonieren darf und mit wem testens um 20.00 Uhr müs___________________________________________________________________________________________________
Carlos, das verrückte Schaf
Carlos ist ein sehr verrücktes Schaf.Wir lernten Carlos
kennen, weil er ausgerissen
ist und wir ihn einfangen
wollten oder mussten. Das
hatten wir dann auch getan.
Das passierte ungefähr
schon drei Mal und jedes
Mal mussten wir ihn einfangen. Das erste Mal waren wir und zwei Kolleginnen da, als es passiert ist.
Das zweite Mal hatte Carlos
einen Kollegen mitgebracht.
Sie sind zusammen weggelaufen. Wir waren eigentlich
in der Freizeitaktivität und
wir wussten nicht, was wir
machen sollten, da sahen
wir die beiden Schafe und
die Einfangaktion ging los.
Wir gaben es auf und fütterten die Schafe, die noch im
Käfig waren. Da gab es ein
kleines Schaf namens Wuschel (später mehr zu dem
kleinen Schaf). Das dritte
und letzte Mal - bis jetzt war es so, dass er wieder
einen Kollegen mitgebracht
hatte. Es war Samstag und
unsere Eltern holten uns
gerade ab, deswegen konnten wir die Schafe nicht
einfangen. Wir haben aber
gesehen, dass sie abgehauen
sind.
Wuschel
Wuschel ist ein kleines
wuscheliges Schaf. Wir
haben ihn vorher schon
diepresse.com
Dieses Schaf sieht aus wie Carlos!
erwähnt. Wir fütterten ihn,
als Carlos ausgerissen ist
und die anderen ihn einfangen mussten. Mit Löwenzahn und Geduld gewannen
wir sein Vertrauen. Wir
siebte Seite
nannten ihn Wuschel, weil
er wuschelig ist und der
Kopf ist besonders wuschelig.
Romika, 9, und Eileen, 11
Kreuzworträtsel
Hipster
Lösung auf Seite 12
senkrecht
2.bp.blogspot.com
waagrecht
4. ein gut und speziell angezogener Mensch
6. "eh Junge"
8. eine Momentaufnahme des Bildschirms
11. ein Haus oder eine Wohnung
12. Marihuana rauchen
13. was?! (3 Wörter)
16. Boss/Chef; einer, der sagt und weiss, wie es geht
17. Musik
20. modisch
22. abgesondertes Wohnviertel
23. jemanden beleidigen
26. guter Freund/Bruder
27. kein Problem (zwei Wörter)
30. lachen ohne Laut
32. heruntergekommen
33. Idiot
35. egal, ich lebe mein Leben
36. Mund
1. "lässig"
2. 0815
3. schöne Frau
4. komisch
5. Selbstportrait
7. super
9. schön
10. sehr (Steigerung)
11. Bruder
14. einander Nachrichten schicken
15. Gartenzauntaste
18. Freund
19. gut (einverstanden)
21. entspannen
24. gemütlich
25. alleine zu Hause sein
28. Idiot
29. Mobiltelefon mit erweiterten Anwendungen
31. rauskommen
34. telefonieren
Bluemchen, 17
achte Seite
Banküberfall
Es geht um einen Banküberfall, begangen von einem Menschen namens Rafael und dessen Freund Manuel.
Es war ein schöner warmer
Tag im Sommer – nein, das
war gelogen, es war ein
kalter Tag im Winter. Und
Rafi war mit dem falschen
Fuss
aufgestanden.
Er
musste zur Arbeit wie an
jedem Tag, doch an diesem
Tag war etwas anders als
sonst.
Er stieg in sein Auto ein
und wollte den Motor starten, aber der wollte nicht
anlaufen. Darum nahm Rafi
den Bus. Er hatte den halben Weg hinter sich, als der
Bus wegen einer Reifenpanne ausfiel. Also wollte
er den Zug nehmen, aber
der fuhr nicht, weil die
Gleise vereist waren. Das
war für ihn sehr blöde, er
dachte, alles sei gegen ihn.
Er dachte daran, ein Taxi zu
nehmen, aber er hatte seinen
Geldbeutel zu Hause vergessen, und das war ein
langer Weg zurück! „Toll“,
dachte er, „jetzt muss ich zu
Fuss gehen. Also machte er
sich auf den Weg. Nach 76
Minuten kam er endlich an
seinem Arbeitsplatz an. Der
Chef sagt zu ihm: „Rafael,
Sie sind mal wieder zu spät!
Rafael, ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Sie gefeuert sind.“ – „Haha, guter
Witz Chef.“ – „Rafael, das
war kein Witz, denn Sie
kommen dauernd zu spät
und ich verdiene kein Geld
mit Ihnen. Und dann kann
ich Ihnen und den anderen
keinen Lohn geben. Deshalb
gebe ich Ihnen 2000 € bis
sie einen anderen Job gefunden haben.“ „Mann - ich
mache es auch sicher besser, bitte Chef, nur noch
eine Chance.“ – „Nein, das
geht nicht, ich verliere Geld
mit Ihnen. Mann, Rafi, es
tut mir leid!“ – „Ach, kommen Sie, ich brauche Ihr
Mitleid nicht. Habe ich
noch die Möglichkeit, mei-
nen alten Arbeitskollegen
auf Wiedersehen zu sagen?“
– „Ja, wenn es schnell
geht.“ Alle Mitarbeiter waren traurig, dass Rafi gehen
musste. Rafis bester Freund
hatte den Namen Manuel.
Er hielt zu Rafi, ging zum
Chef und sagte: „Wenn Rafi
gefeuert wird, dann müssen
Sie mich wohl oder übel
auch feuern.“ Da sagte der
Chef: „Ist das dein Ernst?“
– „Ja!“ – „Na gut, dann
leben Sie wohl.“
Als Manuel bei Rafi zu
Hause war, erzählte ihm
Manuel alles. Da sagte Rafi:
„Das hättest du nicht machen müssen.“ – „Doch!
Wir sind beste Freund, entweder nimmt man uns beide
oder gar nicht.“ – „Danke,
du bist mein bester Freund.
Hat der Chef dir auch Geld
mitgegeben?“ – „Ja.“ –
„Wie viel?“ – „2000 €, also
haben wir zusammen 4000
€. Komm, wir machen uns
auf den Weg einen neuen
Job zu suchen.“ – „Ok,
gehen wir.“
Am Abend kamen die beiden Freunde wieder zusammen. „Alle, die ich
gefragt habe, haben keinen
Platz mehr. Und bei dir,
hattest du mehr Glück?“ –
„Nein. Bei mir lief auch
nichts.“ – „Also machen wir
uns keine Mühe mehr - wir
haben eh keine Chance.“ –
„Doch, aber die wäre illegal.“ – „Nein, das können
wir nicht machen, das wäre
für uns beide überhaupt
nicht gut!“- „Ja, ich weiss.
Es ist schon drei Uhr morgens, ich muss nach Hause,
Manuel.“ – „Ok, bye Rafi,
bis morgen, falls du vorbeikommen willst.“ – „Ja, ich
komme, bye.“ Nachher
unterhielt sich Manuel mit
seiner Frau. Sie beklagte
sich: „Das geht nicht so
www.meinbezirk.at
Banküberfall in Haidershofen
weiter, dass du mit Rafi
mehr unternimmst als mit
mir.“ – „Glaub mir Schatz,
Rafi hat es im Moment
schwer. Seine Mom ist vor
einer Woche gestorben und
er wurde gefeuert.“ – „Aber
du doch auch!“ – „Ja, aber
ich bin nicht pleite und
überhaupt, wenn es dir nicht
passt, dann Pech.“ Da klingelte es plötzlich an der Tür.
„Rafi, was machst du denn
hier?“ – „Meine Frau hat
mich verlassen.“ – „Komm
doch rein.“ – „Nein, ich will
euch nicht belästigen!“ –
„Machst du nicht. Komm
rein. Also, was ist passiert?
Ich will es wissen, falls du
es erzählen willst.“ – „ Ja
ich sag es dir. Ich bin nach
Hause gekommen und dann
stand sie da und sagte, es sei
schwer mit dem Baby die
ganze Woche allein zu sein.
Ich hätte noch nie die Windel gewechselt oder mit
dem Baby irgendwas unternommen. Es gehe einfach
nicht so weiter, morgen
gehe sie zum Amt und reiche die Scheidung ein.“ –
„Oh je, Rafi, es tut mir
wirklich leid für dich. Du
kannst bei uns wohnen.“ –
„Bist du dir sicher?“ – „Ja
natürlich!“ – „Aber nur so
neunte Seite
lange, bis ich eine Wohnung
gefunden habe.“ – „Ok.
Gute Nacht Manuel.“ –
Manuels Frau war gar nicht
erfreut: „Warum ist er bei
uns? Ich will ihn nicht sehen, er nimmt dich mir
weg!“ – „Seine Frau hat ihn
verlassen und das Haus
gehört nicht ihm, sondern
ihr.“ – „Das wusste ich
nicht, jetzt tut er mir leid.“
Am nächsten Morgen wachten Manuel und Rafi gleichzeitig auf. Manuel kam
runter und fragte: „Hast du
gut geschlafen?“ – „Ja. Und
du?“ – „Ich auch. Also, ich
habe mir gestern Nacht was
überlegt.“ – „Ok, und was?“
– „Du hast doch etwas gesagt von illegalen Geschäften. Ich habe mir zwei Sachen ausgedacht: Wir könnten einen Banküberfall machen oder wir verkaufen
Drogen.“ – „Dann bin ich
für den Banküberfall!“ –
„Ok. Dann brauchen wir nur
noch Masken und Waffen.“
Am Abend: „Ich habe die
Waffen!“ – „Und ich die
Masken!“ – „Wann soll es
losgehen?“ – „Heute um 23
Uhr.“ – „Einverstanden.“ –
„Es ist soweit, bist du bereit?“ – „Ja Manu. Los, wir
müssen zuerst den Sicher-
heitsraum suchen.“ – „Dort 10 Minuten später: „Was ist dem Fenster klettern müs- So, und jetzt werft das Geld
ist er.“ – „Psssst, der das für ein Ton?“ – „Der sen!“ – „Gut.“ – „Psssssst, zu uns!“ – „Manu, was
Wachmann schläft!“ – „Jag Alarm!“ – „Oh Scheisse. leise! Hinter der Bank ist machen wir jetzt?“ – „Wir
ihm eine Kugel in den Renn raus!“ – „Nein, wir die
Polizei
und
das gehen zusammen in den
Kopf!“ – „Nein!“ – „Was brauchen das Geld!“ – „Wir S.W.A.T-Team.“ – „Oh , Knast.“ – „Und das wird
nein? Sonst kommen die haben fünf Minuten, um den was ist denn das?“ – „Wo?“ nichts an unserer Freundanderen Wachmänner.“ – Tresor zu finden und das – „Dort oben. Die haben schaft ändern?“ – „Nein!
„Ich betäube ihn mit einem Geld einzusacken. Dann ist Helikopter.“ – „Nein! Sie Wir bleiben beste Freunde
Schlag!“ – „Ok mach. Hast die Polizei da.“ – „Ok, los!“
schiessen auf uns!“ – „Jetzt für immer!“
du es?“ - „Ja. Ich mach das Vier Minuten später: „Los, haben sie uns!“ – „Halt!
mit dem Alarm.“- „Ok, gehen wir!“ – „Warum Waffen fallen lassen und
Prince Charming, 12
los!“
jetzt?“ – „Weil mir noch aus Hände hinter den Kopf! –
___________________________________________________________________________________________________
Gnomio der nörgelnde Gast
Gnomio ist genau dieses Biest, das sich deine innere Stimme nennt und das dich schlecht über
dich denken lässt. Es kommt nicht darauf an, wie viel Erfolg du bereits in deinem Leben hattest.
Ob in der Schule, der Lehre oder im Freundeskreis.
Gnomio hat einfach immer ein Gegenargument und schafft es ohne weiteres, dich anzugreifen und
einzuschüchtern. Er treibt dieses Spiel solange voran, bis du anfängst, dich selbst nicht mehr zu
mögen und an dir und deinen Fähigkeiten zu zweifeln.
Woher kommt dieser
Gnomio und als Folge
davon das geringe Selbstvertrauen?
Gnomio lebt nicht schon
dein ganzes Leben lang in
deinem Körper. Anfangs
war er gar nicht vorhanden,
langsam entstand er und
wurde immer stärker und
grösser, nur wodurch?
Je älter und selbständiger
man wird, desto mehr bekommt man zu Hause, im
Verwandtenkreis,
im
Freundeskreis oder von den
Lehrpersonen Dinge zu
hören wie:
diverse Gedanken können
den nörgelnden Gast heranwachsen lassen, unter
anderem auch Vergleiche,
wie zum Beispiel: „Hast du
gesehen, wie gut deine
Schwester in der Schule
ist?“ - „Weshalb kannst du
nicht einmal normal sein?“
Aber auch Kritik, fehlende
Ermutigungen, Stolz und
Arroganz und auch Lob
und Tadel im Ungleichgewicht,
stärken unseren
Gnomio.
„Es tut dir nicht gut, hör
auf damit!“
„Du kannst das nicht,
wieso probierst du es
überhaupt noch!?“
„Brauchst du heute
wieder mal Nerven!“
„Du wirst es nie zu
etwas bringen!“
„So wirst du zum Gespött der ganzen Schule!“
„Du bist lächerlich!“
Gnomio sollte man nicht
unterschätzen, er ist stärker,
als manch einer sich denken
kann oder will. Sind jedoch
seine Tricks entlarvt, kann
er keinen Schaden mehr
anrichten.
Die 10 bekanntesten Tricks
von Gnomio, welche er
gegen uns verwendet:
Ich nehme an, jeder von
euch hat schon mal einen
dieser sechs Sätze, oder
Ähnliches, gehört. Solche
Bemerkungen stärken unseren Gnomio. Aber auch
Welche Tricks verwendet
er gegen uns?
1. Wer nicht gewinnt, hat
alles verloren!
Gnomio ist ein SchwarzWeiss-Denker, er will nur
Gewinner oder Verlierer,
etwas dazwischen existiert
nicht. Das Fiese an der Strategie, die Gnomio verwendet, ist, dass es ja eigentlich
immer jemanden gibt, der es
besser kann oder macht als
du selbst. Jedoch solltest du
trotzdem mal auf dich stolz
sein, auch wenn du nicht die
Nummer 1 bist.
Ich zum Beispiel, egal wie
vieles ich auf die Reihe
gebracht habe oder wie viel
mir gut gelungen ist, stelle
mich als Versager hin, sobald ich einen Fehler mache. Das aber „sage“ nicht
wirklich ich selbst, sondern
Gnomio in mir drin. Es ist
eigentlich
vollkommen
menschlich, Fehler zu machen, denn jeder macht
Fehler.
2. Einmal Verlierer, immer Verlierer
Gnomio will, dass wir aufgeben. Er will, dass du
glaubst, wenn dir etwas
nicht grad so gelingt, wie du
es dir vorgestellt hast, wirst
du es auch nie hinkriegen.
Mit diesem Trick, den er
verwendet, erreicht er, dass
du die Sache nicht noch ein
zweites oder drittes Mal
probierst. Jedoch gibt es ja
das Sprichwort, „Es ist noch
kein Meister vom Himmel
gefallen.“
zehnte Seite
3. Schlechte Eigenschaften
Gnomio ist eigentlich ein
rechter Miesepeter, er lenkt
deine Aufmerksamkeit auf
deine schlechten Eigenschaften und will dir einreden, dass eigentlich fast alle
Eigenschaften
an
dir
schlecht sind. Sag Gnomio
den Kampf an, konzentrier
dich auf die positiven Eigenschaften von dir.
4. „Was habe ich schon
wieder falsch gemacht?“
Wenn Eltern einen schlechten Tag haben, meckern sie
dich meist grundlos an.
Dabei fühlst du dich nicht
wohl und machst dir Gedanken darüber, was du
schon wieder falsch gemacht hast. Schuldgefühle
entstehen, aber hey, es muss
nicht sein, dass deine Eltern
wegen dir schlechte Laune
haben, es könnte auch sein,
dass sie untereinander Streit
hatten oder Kopfschmerzen
oder sonstiges…
5. Die Macht der negativen Gedanken und Gefühle
Immer und immer wieder
redet dir Gnomio ein, dass
du nichts taugst und nur ein
Versager bist, dass du hässlich und dumm bist, so lan-
ge, bis du es selbst anfängst
zu glauben und es deine
automatischen
Gedanken
werden. Irgendwann, wenn
du selbst der vollen Überzeugung bist, dass du nichts
taugst, zeigt er auf dich und
sagt: „Siehst du, dein Gefühl sagt dir auch, dass du
nichts wert und unbrauchbar
bist.“
6. Der zufällige Erfolg
Dir gelingt mal etwas auf
Anhieb oder jemand hat
etwas Nettes zu dir gesagt,
Gnomio duldet dies nicht.
Er will dir einreden, dass es
entweder Zufall oder nur
Glück war.
7. Aus einer Mücke einen
Elefanten machen
Schon bei der kleinsten
Sache, bei der du dich etwas
ungeschickt verhältst, will
er dir einreden, dass es eine
riesige Katastrophe ist und
du für immer als Versager
und riesen Tollpatsch dastehen wirst.
9.
Der
Perfektionist
Man kann nichts absolut
perfekt machen. Nichts und
niemand ist perfekt. Jedoch
redet dir Gnomio ein, dass
nichts, aber gar nichts gut
genug ist oder sein wird.
Womöglich hat er diese
Eigenschaft bei deinen Eltern oder in deinem Freundeskreis abgeschaut und
aufgenommen und verwendet sie jetzt gegen dich.
Jedoch solltest du selbst
herausfinden, wie weit du
wirklich diesen Ansprüchen
gerecht werden willst.
10. Der ungerechte Richter
Gnomio vergleicht dich
jederzeit mit anderen Menschen, zeigt dir aber nur auf,
was du nicht hast oder was
du nicht gut kannst. Was du
jedoch gut machst oder
kannst, wischt er unter den
Teppich. Mit dieser Taktik
kannst du nur verlieren, es
gibt immer Menschen, die
schöner, besser oder erfolgreicher sind. Er wird niemals einen Fehler an dir
akzeptieren, jedoch bei
anderen findet er es weniger
schlimm.
Tipps gegen Gnomio
8. Gedanken lesen
Einbildung ist auch eine
Bildung, ist Gnomios Vorsatz. Er macht auf Hellseher
und Gedankenleser von
anderen Menschen, aber
berichtet dir natürlich nur
das Negative, was er zu
„hören“ bekommt.
Du wirst Durchhaltevermögen brauchen, das ist keine
Frage, wenn du gegen
Gnomio ankämpfen willst,
aber er ist nicht unbesiegbar.
Hinterfrage als allererstes
seine negativen Bemerkungen oder Aussagen und
überlege dir, ob sie wirklich
stimmen
oder
nicht.
Wer nicht gewinnt, hat
deshalb nicht gleich alles
verloren
Es gibt und wird auch noch
viele Chancen im Leben
geben, es ist oft vielleicht
einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Es
passiert alles im Leben aus
einem Grund, auch wenn
man einmal versagt, dann
muss es eben so sein. Ein
anderes Mal gewinnt man.
Einmal verlieren ist nicht
immer verlieren
Es klappt nicht alles immer
auf Anhieb, da eh noch kein
Meister vom Himmel gefallen ist. Gewisse Menschen
haben einfach mehr Talent
in der einen Hinsicht und du
vielleicht in einer anderen.
Nicht der Verlierer zwischen Gewinnern sein
Man muss die Gewinne in
seinem Leben für sich selbst
sehen. Auch ich habe es
geschafft, von den Drogen
loszukommen, ich bin stolz
darauf und für mich ist das
ein Gewinn. Andere sagen:
„Hättest du doch bloss nicht
mit diesem Scheiss angefangen.“
Der gerechte Richter
Setze dich für deine Bedürfnisse ein und denke
nicht, du hättest es nicht
verdient. Messe deine und
die Taten anderer mit dem
gleichen Massstab.
Sich nichts einreden lassen
Gnomio wird alles dafür
geben, dass er nicht verschwinden muss, daher wird
er dir sagen, dass du dir das
Positive nur einredest, damit
du dich besser fühlst. Gib
ihm nicht weiterhin Kraft,
sondern glaube ernsthaft an
das Positive.
Gnomio,
auf
ewig
ade!?
Man
braucht
Ausdauer,
wenn man
Gnomio für immer und
ewig auf Wiedersehen sagen will, aber es ist machbar. Wer gibt schon gerne
seine eigene Behausung auf,
wo er sich wohl gefühlt
hatte, Gnomio auf jeden
Fall nicht. Er wird es aber
lernen müssen, wenn er
weiterhin in dir wohnen
will, dass er sich gefälligst
benehmen soll. Dazu wird
es viel Zeit brauchen, aber
es wird sich lohnen. Er wird
sich wahrscheinlich auch
wie ein ungezähmtes Tier
verhalten, aber mit Geduld
lässt sich bekanntlich ja
vieles erreichen.
Er muss auch nicht ganz
verschwinden, er sollte nur
Anstand erlernen und seine
Grenzen nicht überschreiten. Er soll sich unter Kontrolle halten lassen und dir
nicht ständig dazwischen
funken.
Niemand ist perfekt. Auch
Du hast Deine Fehler,
aber Gnomio soll nicht
ständig
auf
ihnen
herumreiten können.
Lola,17
___________________________________________________________________________________________________
Lösung Kryptogramm:
AM ENDE IST ALLES GUT. WENN ES NOCH NICHT GUT IST, IST ES AUCH NICHT DAS ENDE.
elfte Seite
Ist Size Zero die neue Mode?
Ich sehe immer mehr Menschen, die dünn sind, und zwar nicht mehr im schönen Sinne dünn, sondern ungesund
dünn. Wenn ich in einen Kleiderladen gehe, sind alle Hosen sehr eng geschnitten. Wenn ich zum Beispiel im Tally
Weijl Hosen anprobieren will, passen sie nicht, weil sie viel zu eng geschnitten sind. Da fühlt man sich erst recht
dick, wenn einem keine Hose passt. Will die Gesellschaft, dass man abnimmt und sich dem Size-Zero-Wahn anpasst?
nicht gefällt. Zu jedem einzelnen Körperteil kann ich
euch mindestens drei Sachen sagen, die mich stören.
Ich finde, das kann es einfach nicht sein. Ich bin nun
einmal mit meinem Aussehen geboren. Klar kann ich
mich unters Messer legen
und alles verschönern lassen. Doch was ist dann noch
übrig von mir? Dann sehe
ich aus wie jede dritte Per-
son. Ich finde, alle versuchen perfekt zu sein, bis
schliesslich alle gleich aussehen. Ich finde, jede soll
ein Aussehen haben wie den
Charakter: einmalig. Doch
wenn jemand so unzufrieden mit seinem Aussehen
ist wie ich, ist es schwierig.
Am liebsten wäre ich wie
alle anderen. Doch dann bin
ich nicht mehr einmalig,
sondern eine von vielen.
www.whatsondalian.com
Size zero: Wer möchte schon so
aussehen?
Ich bin 17 Jahre alt und bin
sehr unzufrieden mit meinem Aussehen. Ich finde
mich zu dick, zu hässlich
und ich kann nichts. Ich
denke, dass es viele Jugendliche gibt, die mit sich selber unzufrieden sind, doch
woher kommt das?
Am besten wäre es, wenn
man sich einfach radikal
akzeptieren würde. Doch
ich kann das nicht. Ich vergleiche mich immer mit den
dünneren, schöneren und
besseren Mädchen. Mein
Selbstwertgefühl ist weg.
Genauso meine Selbstsicherheit.
Jeder Mensch ist auf seine
eigene Art und Weise
schön. Und ich verrate euch
eins… Wenn ein Mensch
selbstbewusst ist, macht ihn
das automatisch schön.
Denn sein Auftreten wirkt
dadurch auch viel sicherer.
Doch das auch umzusetzen
ist extrem schwer. Es ist
einfacher zu sagen, als es
auch wirklich umzusetzen.
Hier noch ein gutes Beispiel
an alle, die sich zu dick
fühlen und einfach nur unzufrieden mit ihrem Aussehen sind. Auf dem grossen
Bild seht ihr Marilyn Monroe. Sie ist das grösste und
bekannteste Sexsymbol aller
Zeiten. Ihr Bauch ist weder
flach noch gut durchtrainiert, ihre Arme sind nicht
dünn, ihre Oberschenkel
berühren sich und ihre Brüste sind nicht straff. Trotz
allem gilt sie als die schönste Frau der Geschichte.
Also, Mädels seid selbstbewusst. Ihr seid hübsch, ihr
seid sexy, ihr seid eine Marilyn.
Monalisa, 17
Ich denke, dass wir unter
einem enorm grossen Druck
von der Gesellschaft sind.
Man sagt zwar, dass das
Aussehen keine grosse Rolle spielt. Doch hat man
nicht das perfekte Aussehen, hat man nicht einmal
die Chance sich so zu beweisen, wie man wirklich
ist.
Ich versuche, mich so zu
akzeptieren wie ich bin,
doch es klappt einfach
www.foroswebgratis.com
nicht. Es gibt so viel an mir,
“To all the girls that think you’re ugly because you’re not a size 0,
was mir einfach nicht passt.
you’re the beautiful one. It’s society who’s ugly.”
Ich kann euch von meinem
Marilyn Monroe
Haaransatz bis hin zu meinen Zehen sagen, was mir
___________________________________________________________________________________________________
Lösung Kreuzworträtsel Hipster:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
COOL
MAINSTREAM
PERLE
SWAGGER
SELFIE
ALTER
TOP
SCREENSHOT
NICE
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
ANDERS
BRO
HEIZEN
WHATTHEFUCK
CHATTEN
HASHTAG
BABO
MUKKE
KOLLEG
19.
20.
21.
22.
23.
24.
25.
26.
27.
zwölfte Seite
EASY
STYLISCH
HÄNGEN
GHETTO
DISSEN
CHILLIG
STURM
BRATTE
KEINDING
28.
29.
30.
31.
32.
33.
34.
35.
36.
SPAKKO
SMARTPHONE
LOL
OUTEN
ABGEFUCKT
SPASST
PHONEN
YOLO
FRESSE
Ein Jahr begleitet von Oscar
Schon wieder ist ein Jahr herum und mein Geburtstag steht an. Eine Zeit voller Veränderungen - begleitet von meiner Lieblingsband Oscar And The Wolf.
piratenradio.ch
Musik dröhnt in meinen
Ohren und ich merke, wie
mein Trommelfell bebt.
Sehen tut man kaum etwas,
aber die Scheinwerfer und
der Rauch, welcher bis an
die Decke reicht, machen
die Stimmung magisch. Ich
sehe mich um – überall nur
fremde Menschen. Ich fühle
mich nicht wohl in dieser
Menge. Ständig habe ich
das Gefühl, jemand starrt
mich an und lacht mich aus,
weil ich so unbeholfen tanze. Wenn ich nur wüsste,
wohin mich diese Musik
noch
überall
begleiten
wird…
Ich habe dieses Gefühl
schon lange in mir. Gegen
aussen bin ich die aufgestellte und glückliche, in
meinem Inneren sieht es
jedoch ganz anders aus. Ich
rede mir ein zu dick zu sein,
zweifle an mir und sehe
mich als Versager.
19. September 2013
Ich stehe im Salzhaus in
Winterthur und warte auf
die Band. Ich bin richtig
kribbelig und kann es kaum
erwarten, sie endlich wieder
live zu hören. Den ganzen
Sommer über habe ich ihre
Musik gehört. Zeit, in welcher ich nicht zufriedener
mit mir selbst geworden
bin. Ich starre ins Leere.
Noch neun Tage bis zu
meinem Geburtstag. Viel
hat sich seit dem letzten
Jahr nicht verändert. Ich bin
sehr unzufrieden mit meinem Leben. Wieso kann ich
jedoch nicht sagen. Die
Musik beginnt und ich
schaue ins Leere. Was werde ich wohl um diese Zeit
nächstes Jahr machen?
14. Mai 2014
Heute tritt meine Lieblingsband im Club Exil in Zürich
auf. Ich kann jedoch nicht
hingehen. Ich befinde mich
im Kinderspital Zürich. Seit
Januar habe ich 18 Kilogramm abgenommen. Oft
stehe ich auf der Terrasse
und höre weinend Oscar
And The Wolf. Was ist
mein Leben eigentlich wert?
Die Anorexie hatte mir ein
Machtgefühl
geschenkt,
welches jetzt durchbrochen
wird. In den letzten Monaten habe ich meine Freunde
und Familie stark vernachlässigt. Aber wie soll mein
Leben denn aussehen? Was
brauche ich, dass es mir gut
geht?
19. September 2014
Mittlerweile kann ich diese
Fragen grösstenteils beant-
dreizehnte Seite
worten. In den letzten vier
Monaten war ich in der
psychosomatischen Therapiestation Zürich und habe
viel über mich und meinen
Körper gelernt. Jetzt bin ich
hier in Littenheid. Ich bin
selbstbewusster geworden
und kann besser auf Menschen zugehen. Ich sehe im
Essen wieder einen Genuss,
obwohl es mir oft auch noch
Mühe bereitet. Dies habe
ich all den Leuten um mich
herum zu verdanken.
Trotz all dieser Ereignisse
im letzten Jahr bin ich eine
stärkere Person geworden
und könnte nicht zufriedener mit den Veränderungen
sein. Ich habe noch einen
langen, steinigen Weg vor
mir, aber ich bin bereit, ihn
zu gehen und den Gipfel zu
erklimmen.
Poppy, 17
Pferde
Meine Kollegin und ich schreiben über Pferde, weil sie so tolle Tiere sind.
www.reitsport.ch
Pferde sind wunderschöne Tiere!
Pferde sind sehr schöne und
beeindruckende Tiere. Sie
sind treu und nett. Wenn
man gut reiten kann, dann
fühlt es sich an, als würde
man fliegen. Es gibt drei
Gangarten: Schritt, Trab
und Galopp. Aber die Haflinger können noch einen
vierten Gang, nämlich den
Toelt. Toelt ist ähnlich wie
Galopp, nur wackelt es
nicht so wie beim Galopp.
nach vorne gerichtet, sind
sie uninteressiert. Stellen sie
die Ohren auf, dann sind sie
interessiert. Pferde haben
fast eine Rundumsicht, aber
was vor ihnen geschieht,
das sehen sie nicht. Pferde
sehen sehr verschwommen,
darum sind sie sehr
schreckhaft und sind Fluchttiere. Doch wenn sie keine
Möglichkeit haben zum
Flüchten, dann schlagen sie
aus. Wenn man sich dem
Pferd von hinten nähert,
sollte man leise reden, weil
es sonst erschreckt und
ausschlägt. Man darf auch
nie schreien oder wegrennen.
Shire Horses sind sehr grosse und starke Pferde, die
früher deshalb als Arbeitstiere benutzt wurden.
seit Jahrtausenden wichtige
Helfer. Sie tragen Menschen
über weite Strecken und
transportieren auch schwere
Lasten. Die vier langen
Beine machen die Pferde zu
schnellen Läufern. So kann
ein Rennpferd bis zu 60
Stundenkilometer schnell
sein. Je nachdem, zu welcher Rasse sie gehören,
können Pferde sehr athletisch gebaut sein, wie ein
Rennpferd, oder stämmig,
wie ein Arbeitspferd. Pferde
sind ursprünglich reine
Steppentiere. Sie sind perfekt an das Leben in der
Steppe angepasst. Die gezüchteten Hauspferde sind
heute überall zu finden, wo
Menschen sind.
Pferde
können
KopfRumpflängen von 200 bis
zu 300 Zentimeter errei- Ich und meine Kollegin
chen. Der Schweif wird 30 finden, dass die Pferde tolle
Wenn Pferde die Ohren bis 60 Zentimeter lang. Tiere sind.
nach hinten legen, sind sie Pferde sind nicht nur edle
wütend, sind die Ohren und schöne Tiere, sondern
Sandy, 13 und Romika, 9
___________________________________________________________________________________________________
Bushido-Quiz
Lösungen Seite 17
Hallo, heute gibt es von mir ein Quiz über den Rapper Bushido. Viel Spass!
1) Wie heisst der Rapper mit bürgerlichem Namen?
a) Selcuk Nadim Hamal
b) Anis Mohamed Youssef Ferchichi
c) Mehmet Ali Kaffa
2) Was hat Bushido für eine Lehre gemacht?
a) Maler und Lackierer
b) Schreiner
c) Spengler
3) Wie heisst der Clan, der ihn beschützt?
a) Abou-Chaker-Clan
b) Ku-Klux-Klan
c) Ms13
4) Wann ist der Rapper geboren?
a) 06.3.75
b) 9.12.72
c) 28.9.78
picstopin.com
5) Wie heisst Bushidos Label?
a) Zeiten ändern dich
b) ersguterjunge
c) Sony Black
Patron, 15
vierzehnte Seite
Une chanson d’amour fou
Pourquoi
tu ne vois pas,
que tes yeux sont
la plus belle chose que je n’ai jamais vue ?
Pourquoi
tu ne me crois pas,
que mon cœur bat
farouchement quand tu es là ?
Je t’aime aujourd’hui
et le lendemain.
Je peux te promettre
que ça ne changera jamais.
www.trouveztout.org
Je t’aimerai toujours.
Je pense à toi,
quand je suis seule.
Tu me manques.
Je t’aime aujourd’hui
et le lendemain.
Je peux te promettre
que ça ne changera jamais.
Pourquoi
tu me fais mal?
Pourquoi
tu prends mon
cœur et le jettes aux déchets?
Je t’aimerai toujours,
Je pense à toi,
quand je suis seule.
Tu me manques.
Pourquoi
tu me laisses tomber ?
Jacky Rose, 16
Pourquoi tu ne m’aimes pas
aussi fort que je t’aime?
___________________________________________________________________________________________________
Mobbing
Ich berichte über Mobbing. Welche Arten es von Mobbing gibt. Und wohin das führen kann.
Hallo, heute geht es um Mobbing.
Mobbing kann an verschieden Orten und Arten passieren. Aber
am meisten wird in der Schule oder in der Freizeit gemobbt.
Meistens ist es eine Mehrheit, die eine/einen oder ein paar Leute
mobben.
Orte
Mobbing wird meistens in der Schule oder im Internet verübt.
Und vor allem in der Freizeit. Aber in ein paar Fällen ist es auch
in Internaten oder Heimen, wo gemobbt wird. Und manchmal
wird man auch zu Hause von den eigenen Geschwistern gemobbt.
Arten
Mobbing kann an auf die verschiedensten Arten passieren. Arten wie im Internet (Cyber-Mobbing). Oder mit Briefen. Auch
eine beliebte Art ist das Beleidigen mit Worten oder Gesten.
Aber es können auch Blicke oder Laute sein.
experto.de
Wozu Mobbing führen kann
Mobbing kann sehr schlimme Auswirkungen haben. Wie zum Beispiel Angststörungen oder Schulverweigerung. Später
kann es auch zu sozialem Rückzug kommen oder auch zu Depressionen. Und wenn eine Person sehr lange gemobbt wird,
kann es passieren, dass die Person sich selber verletzt oder sogar umbringt.
Patron, 15
fünfzehnte Seite
Finde die 20 versteckten Nomen
E
E
F
K
J
G
B
H
X
P
J
N
B
P
L
D
T
D
R
E
U
L
W
H
L
E
L
E
F
E
U
N
F
R
S
O
M
U
T
G
U
B
R
L
M
E
E
E
A
E
O
F
M
O
M
E
D
O
A
M
R
M
P
S
H
E
N
B
E
I
F
N
S
N
I
F
U
D
J
I
C
N
N
L
N
T
O
E
Z
H
S
Q
E
S
O
E
S
N
E
N
S
M
N
E
E
N
Z
E
I
G
T
R
D
C
X
V
C
A
N
T
E
N
Y
E
R
Y
F
T
N
J
S
D
H
N
S
B
X
R
A
H
O
F
F
N
U
N
G
U
E
T
E
D
U
E
I
L
I
M
A
F
E
L
Y
I
N
L
S
E
P
P
U
N
H
C
S
N
R
E
T
S
S
G
L
Ü
C
K
L
E
G
N
E
R
F
F
K
G
H
J
P
V
E
W
A
D
O
E
A
Q
I
K
N
O
O
X
U
O
M
N
Z
C
O
P
G
A
A
BLUMENSTRAUSS
FAMILIE
HIMMEL
LEBENSFREUDE
MOND
REISEN
STERNSCHNUPPE
ENGEL
FREUNDSCHAFT
HOFFNUNG
LIEBE
PFLANZEN
ROSEN
TIERE
ERDE
GLÜCK
HUFEISEN
MENSCHEN
REGENBOGEN
SONNE
Monalisa, 17
sechzehnte Seite
Papi, ich will heim
Wieso darf ich nicht nach Hause? Es geht mir doch gut und ich bin bereit den Schritt zu wagen. Die Ärzte sind jedoch anderer Meinung. Wie lernt man dies zu akzeptieren?
„Wünsch dir was!“ – Ich
blase die Kerzen auf meinem
Schokoladenkuchen
aus und hoffe, dass mein
Wunsch bald in Erfüllung
geht. Heute ist mein 17.
Geburtstag und ich bin nach
einem halben Jahr endlich
wieder einmal zu Hause. Ich
habe heute Tagesurlaub
bekommen und es tut gut,
unter all diesen Leuten zu
sein und die Zeit zu geniessen. So habe ich mir meinen
Jahrestag jedoch nicht vorgestellt. Am Abend fährt
mich meine Stiefmutter
zurück
nach Littenheid,
verabschiedet sich von mir
und geht. Nun bin ich wieder hier. Wohin ich auch
schaue, überall nur Wiesen
und Kühe. Dabei geht es
mir doch gut, hörst du Papi,
es geht mir gut.
kann nicht nachvollziehen,
wieso ich hier bleiben muss.
Das ganze Wochenende
habe ich gezeigt, dass ich es
mit dem Essen im Griff
habe und dass es mir auch
psychisch viel besser geht.
Ich liege in meinem Bett
und weine. Warum soll ich
überhaupt weiterkämpfen?
Ich bin ja sowieso hier, ob
ich es gut mache oder nicht.
Irgendwie kann ich meine
lifeimagefun.blogspot.ch
Eltern schon verstehen. Sie
mussten zusehen, wie ich
mich
heruntergehungert herrscht durch die Anorexie. ich nach Hause kann. Aber
habe, mich zurückgezogen Wie wissen sie, dass es jetzt ich gehe diesen Pfad weiter
habe, und mussten warten, anders wird? Was gibt Ih- - egal, wie viele Steine mir
bis mein Gewicht tief genug nen die Gewissheit, dass ich in den Weg gelegt werden.
war, um mich ins Kinder- nicht wieder in einer Klinik Ich laufe, immer mit meinem Ziel vor Augen: Ich
spital Zürich einzuliefern. lande?
will mein Leben zurück!
Sie haben Angst. Angst,
Ich
weiss
die
Antwort
nicht.
dass ich in mein altes MusPoppy, 17
ter zurückfalle. Noch vor Das einzige, worüber ich
einigen Wochen bin ich Kenntnis habe, ist, dass ich
In mir steigt eine Enttäu- strammen Schrittes durch weitermachen muss. Es
schung und Wut auf. Ich die Stadt gelaufen, be- steht in den Sternen, wann
___________________________________________________________________________________________________
Wie Menschen sind
Ich schreibe über Menschen, weil ich Lust dazu habe.
Und damit ich das Schreiben übe und dadurch lerne ich
mehr.
Es gibt nette Menschen und auch böse Menschen. Und dicke und dünne. Grosse und kleine. Schlaue und dumme.
Wir Menschen sind unterschiedlich. Meine beste Freundin
ist ein wenig mollig, aber ihr ist das egal, weil sie weiss,
dass sie so, wie sie ist, gut ist und sich nicht ändern muss,
nur weil sie mollig ist. Das finde ich an Menschen so toll.
Aber die, die dünn sind und glauben, dass sie dick sind, das
ist genau falsch. Man ist nicht schön, wenn man zu mager
ist, sondern erst dann, wenn man sich selber akzeptiert,
dann ist man richtig schön.
Es geht nämlich nicht um das Aussehen, sondern um den
Sheknows.com
Jeder Mensch ist anders, und das ist gut so.
Charakter vom Menschen.
Sandy, 13
___________________________________________________________________________________________________
Lösungen Bushido-Quiz
1b, 2a, 3a, 4c, 5b
siebzehnte Seite
Wellenreiten
Die Wellen kommen, die
Gischt übermannt mich, ich
ertrinke. Keine Kraft, mich
an die Oberfläche hochzukämpfen, dem Sog des
Strudels ausgesetzt, der
mich in die Tiefe reisst. Ich
habe keine Kraft mehr. Ich
habe noch nicht mal die
Kraft, aufzugeben. Also
drifte ich dahin, lebe auf der
Schwelle, ohne sie jemals
zu überschreiten. Ich atme
noch. Doch das bedeutet
nicht, dass ich noch lebe.
Die Luft entweicht meinen
Lungen, zuerst langsam,
dann immer schneller. Ich
versuche zu atmen, schnappe nach Luft, Hysterie
übermannt mich, gleich den
Wellen, gleich des Lebens.
Ich atme ein, ich atme aus,
endlich Luft, endlich atmen.
Doch ist es wirklich das,
was ich will? Weiteratmen?
Ich atme noch. Doch das
bedeutet nicht, dass ich
noch lebe. Ich atme. Wie
lange noch?
Die Wellen kommen, die
Wellen gehen. Dann sind
sie so hoch, dass es einem
scheint, als wäre es ein Ding
der Unmöglichkeit, dass sie
je wieder abebben. Das ist
der Moment, in dem sie es
tun. Das Gute an den Wellen ist, dass sie abebben,
immer abebben. Das Wasser
wird stiller, das Wasser
wird klarer. Nichts deutet
mehr daraufhin, was gewesen ist und wieder sein wird.
www.slydehandboards.com
Die Wellen ebben ab um irgendwann, beginnt man zu
wieder zu kommen. Sie sind leben. Man muss nur weida um zu gehen und sie terschwimmen.
gehen um zu kommen. Man
darf nur nie aufhören zu
Jacky Rose, 16
schwimmen. Man muss
weiteratmen. Und vielleicht,
___________________________________________________________________________________________________
In der Zeit hier
In meiner Zeit hier habe ich Programm. Das heisst: LernBar, Offene Werkgruppe, Freizeitaktivität, Visite, Gruppentherapie, TV freier Abend, Weltreise, Erlebnispädagogik
und Besuchsnachmittag.
Diese Sachen werden aufgeteilt auf alle Tage der Woche,
ausser am Wochenende, da findet kein Programm statt,
denn dann kann ich jeweils nach Hause gehen. Viele Sachen
wiederholen sich wie Lern Bar, Offene Werkgruppe und
Erlebnispädagogik. Jede Woche ist das gleiche Programm,
ausser es ist etwas ganz Spezielles, dann fällt etwas aus.
Zum Beispiel:
Montag:
10:15 - 11:45 Weltreise
13:30 - 15.00 Lern Bar
Dienstag:
10:15 - 11:45 LernBar
13:30 - 15:00 Erlebnispädagogik
Mittwoch:
8:30 - 10:00 Offene Werkgruppe
10:15 - 11:45 LernBar
15:00 - 17:45 Besuchsnachmittag
Das ist ein Programm für eine Woche. Für mich ist das viel
zu wenig Programm, aber da kann man nichts machen, ausser austreten, und das geht auch nicht einfach so. Einzeltherapie gibt es einmal in der Woche, das ist auch nicht viel
mehr. In der Zeit, in der wir kein Programm haben, hocken
wir auf Station oder nutzen Ausgang, sofern man Ausgang
hat. Manchmal ist es auf Station nicht gerade aufregend, wir
spielen mit dem Töggelikasten oder andere Spiele. Nach
zwei bis drei Monaten finde ich das recht langweilig. Ich
wünschte, wir hätten mehr Programm, denn wenn man Programm hat, kann man sich von seiner Traurigkeit ablenken,
wenn ich immer Zeit habe und anfange nachzudenken, werde ich meistens traurig.
Donnerstag: 8:30 - 10:00 LernBar
10:15 - 11:45 Offene Werkgruppe
14:00 - 17:45 Freizeitaktivität
Freitag:
8:30 - 10:00 LernBar
10:15 - 11:45 Gruppentherapie oder Visite
Eileen, 11
achtzehnte Seite
Bild: Schule Linde
Offene Werkgruppe
Mein Aufenthalt hier in Littenheid
Wo fange ich am besten an zu erzählen?
Vor dem Aufenthalt hier in Littenheid, war ich zusammengerechnet ¾ Jahr in einer anderen Klinik. Mein Vertrauen wurde dort missbraucht und sie stellten mich mit Medikamenten ruhig. Ich kann gar nicht beschreiben, wie
schlimm es für mich dort war.
www.citymed.ch
Mit folgender Einstellung
kam ich hier nach Littenheid: Diese ganze Scheisse
hier wird eh nichts bringen,
ich spiele ihnen einfach
irgendwas vor und dann
kann ich nach drei Monaten
wieder nach Hause und alles
bleibt beim Alten.
Mitte/Ende Juli kam ich
nach Littenheid. Als aller
erstes musste ich lernen,
wieder zu vertrauen, was
über einen Monat gedauert
hat. Solange das Vertrauen
nicht vorhanden war, konnte
niemand mit mir arbeiten.
Ich nahm alles persönlich
und viel zu ernst. Nach
einem guten Monat kam das
Vertrauen immer mehr und
die Therapie konnte starten.
Meine Bezugsperson ist und
bleibt einfach der Hammer,
sie liess nicht locker und
„kämpfte“ regelrecht um
mein Vertrauen und überzeugte mich, ins „Boot“
einzusteigen.
Aber auch dem ganzen
Team hier in Littenheid,
Danke! Danke für alles!
Ja, am Anfang war es recht
hart, mit der Sonderkost,
dem Wägen, einem Suchtvertrag, funktionale Skills
anwenden und nicht die
Klinge
zu
ziehen.
Mittlerweile bin ich nun
drei Monate da und ich habe
sehr
vieles
gelernt.
Ich lernte meine sozialen
www.pinterest.com
Stärken richtig einzusetzen,
mein Essverhalten hat sich
normalisiert, wie auch mein
Gewicht, ich brauche keine
Drogen mehr, da ich gesehen habe, wie schön das
Leben auch ohne Drogen
sein kann. Ich lernte auch
wieder, den Männern ansatzweise zu vertrauen und
auch die Selbstverletzungen
gingen stark zurück. Diesen
Monat, den ich jetzt noch
hier sein werde, werde ich
noch intensiv nutzen, denn
ich weiss, dass das Thema
Essen noch lange eine Rolle
spielen wird in meinem
Leben, aber auch das
Selbstwertgefühl
und
Selbstvertrauen könnte sich
noch ein bisschen bessern.
*grins*
www.dbtselfhelp.com
neunzehnte Seite
Auf jeden Fall habe ich
gelernt, dass das Leben viel
mehr ist, als einfach nur zu
existieren. Manchmal muss
man Dinge riskieren, damit
man sieht, ob es jetzt schlau
war oder nicht. Doch im
Grunde sollte man jeden
Tag so leben, so dass man
am Abend im Bett liegt und
sagt, ich bin zufrieden mit
meinem Tag und ich habe
ihn gelebt und nicht einfach
irgendwie
vorbeiziehen
lassen. Mit dem richtigen
Freundeskreis lebt es sich
um einiges besser und meine Freunde haben mich
meine Freunde enorm unterstützt und waren immer
da, wenn ich sie brauchte.
Ein grosses Dankeschön,
für diese Zeit!
Lola, 17
Die Zeit, die vergeht
Seltsam, das Leben. Wenn man klein ist, vergeht die Zeit überhaupt nicht und dann ist man plötzlich 50 Jahre
alt und alles, was von der Kindheit übrig ist, passt in ein Kästchen, verrostet und klein.
Die fabelhafte Welt der Amelie
Ich sitze vor dem alten Fenster
Blicke hinunter auf die Strasse
Es ist Sommer
Kinder spielen voller Freude
Das Lachen der Kinder dringt durch die Ritzen des alten
Fensters
Ich erinnere mich noch, als auch ich da draussen war
Spielte und lachte
Wie ich dachte, ich wäre unsterblich
Ich glaubte an Gut und Böse
Wie wir an den Haustüren klingelten und rannten
Wie ich die Prinzessin war
Wie er der Prinz war
Gott, wie lange sitze ich schon hier?
Ich sitze vor dem alten Fenster
Blicke hinunter auf die Strasse
Es ist Herbst
Die Bäume sind nicht mehr grün
Die Blätter sind golden braun
Ein Blatt fällt
Ein weiteres…
Kinder spielen voller Freude
Das Lachen der Kinder dringt durch die Ritzen des alten
Fensters
Ich erinnere mich noch, als auch ich da draussen war
Spielte und lachte
Wir bauten ebenfalls Laubburgen
Wie wir Kastanien auf dem Schulweg sammelten
Gott, wie lange sitze ich schon hier?
Ich sitze vor dem alten Fenster
Blicke hinunter auf die Strasse
Die Bäume sind nicht mehr golden braun
Das letzte Blatt ist schon lange gefallen
Es regnet
Ein Tropfen fällt auf das Fensterbrett
Ein weiterer…
Die Strasse wirkt verlassen
Kinder spielen nicht mehr voller Freude
Das Lachen der Kinder dringt nicht mehr durch die Ritzen des alten Fensters
Ich erinnere mich noch, wie mir jemand gesagt hat,
wenn es regnet, weinen die Engel im Himmel
Ich weiss noch, wie ich dachte, ich wäre ein Held
Rettete Schnecken vor dem Ertrinken
Wie wir Pfützen liebten
Sprangen ohne mit den Wimpern zu zucken hinein
Gott, wie lange sitze ich schon hier?
Ich sitze vor dem alten Fenster
Blicke hinunter auf die Strasse
Es ist Winter
Die Bäume sind nicht mehr kahl
Die Äste sind weiss
Es schneit
Eine Schneeflocke fällt auf das Fensterbrett
Eine weitere…
Kinder spielen voller Freude
Das Lachen der Kinder dringt durch die Ritzen des alten
Fensters
Ich erinnere mich noch, als auch ich da draussen war
Spielte und lachte
Wie wir ebenfalls Schneemänner bauten
Wir führten eine grosse Schlacht
Mit Schnee
Der Winter war meine Lieblingsjahreszeit
Gott, wie lange sitze ich schon hier?
Ich sitze vor dem alten Fenster
Blicke hinunter auf die Strasse
Durch den Strahl der Lichter glitzert der Schnee
Es ist heilig Abend
Ein himmlischer Klang dringt durch die Ritzen des alten
Fensters
Ich erinnere mich noch, als auch ich an das Christuskind
glaubte
Die schönste Zeit im Jahr
Gott, wie lange sitze ich schon hier?
Ich sitze vor dem alten Fenster
Blicke hinunter auf die Strasse
Es ist Frühling
Die Bäume sind nicht mehr weiss
Die schönsten Blüten erblühen
Eine Blüte fällt
Eine weitere…
Kinder spielen voller Freude
Das Lachen der Kinder dringt durch die Ritzen des alten
Fensters
Ich erinnere mich noch, als auch ich da draussen war
Spielte und lachte
Ich weiss noch, wie wir mit der Kreide malten
Unsere Phantasiewelt
Es gab Indianer und Piraten
Gott, wie lange sitze ich schon hier?
Ein Kapitel geht zu Ende.
Löwenherz, 17
zwanzigste Seite
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
64
Dateigröße
2 460 KB
Tags
1/--Seiten
melden