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Stand: Oktober 2014
Beurkundung der Geburt in deutschen Personenstandsbüchern
Jeder deutsche Staatsangehörige, der außerhalb der Bundesrepublik Deutschland geboren wurde,
hat die Möglichkeit, seine Geburt in einem deutschen Geburtenregister beurkunden und sich eine
deutsche Geburtsurkunde ausstellen zu lassen.
ACHTUNG: Die Geburtsbeurkundung kann für die Staatsangehörigkeit Ihres Kindes
entscheidend sein!
Im Ausland geborene Kinder, deren deutsche Eltern bzw. deutsche Mutter oder deutscher Vater am
oder nach dem 01.01.2000 (Inkrafttreten der Staatsangehörigkeitsrechtsreform) im Ausland geboren
wurden, erwerben grundsätzlich nicht mehr die deutsche Staatsangehörigkeit. Etwas anderes gilt
nur, wenn sie dadurch staatenlos würden oder wenn die deutschen Eltern/der deutsche Elternteil die
Geburt innerhalb eines Jahres der zuständigen Auslandsvertretung anzeigen (§ 4 Abs. 4 Staatsangehörigkeitsgesetz – StAG), d.h. bei einer deutschen Auslandsvertretung einen Antrag auf Beurkundung der Geburt in einem deutschen Personenstandsbuch stellen.
Verfahren
Die Auslandsvertretung nimmt den Antrag auf Beurkundung der Geburt entgegen und leitet ihn an
das zuständige Standesamt in Deutschland weiter, welches die Beurkundung im Geburtenregister
vornimmt. Die vom deutschen Standesamt beurkundete Schreibweise der Namen ist für den deutschen Rechtsbereich verbindlich. Sobald die Beurkundung im Geburtenregister erfolgt ist, kann die
betroffene Person bzw. eine Person, die ein rechtliches Interesse an dieser Urkunde glaubhaft machen kann, eine Geburtsurkunde auf deutschem oder internationalem Vordruck oder einen beglaubigten Registerauszug erhalten. Bitte beachten Sie die teilweise sehr lange Bearbeitungsdauer (bis
zu zwei Jahren) durch das zuständige deutsche Standesamt.
Die Antragsstellung ist jederzeit möglich und an keine Frist gebunden. Antragsberechtigt sind die
sorgeberechtigten Eltern bzw. das volljährige Kind. Wird kein Ehename geführt oder soll ein Kind
nicht verheirateter Eltern den Namen des Vaters tragen, ist eine Namenserklärung erforderlich und
beide Elternteile müssen persönlich vorsprechen.
Nach polnischem Recht ist nur die Führung von zwei Vornamen möglich. Im Rahmen einer Geburtsbeurkundung besteht die Möglichkeit, diesen zwei Vornamen weitere hinzuzufügen. Diese
Hinzufügung der Vornamen bezieht sich dann selbstverständlich nur auf den deutschen Rechtsbereich, d.h., dass diese Vornamen in einen deutschen Staatsangehörigkeitsausweis, eine deutsche
Geburtsurkunde oder einen deutschen Reisepass eingetragen werden. Auch kann bei Vornamen die
deutsche Schreibweise beurkundet werden, wenn dies vom polnischen Standesamt abgelehnt wurde.
Das Standesamt prüft im Einzelfall, ob der Bitte entsprochen werden kann.
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Für eine Beratung zu den verschiedenen Möglichkeiten der Vor- und Nachnamenswahl stehen wir
im Vorfeld zur Verfügung. Es empfiehlt sich daher, den ausgefüllten Antrag sowie u.g. Unterlagen
eingescannt im Anhang einer Mail oder per Fax vorab an die zuständige deutsche Auslandsvertretung zu übersenden. Zur Vermeidung von Wartezeiten wird zudem um Vereinbarung eines Termins gebeten.
Vorzulegende Unterlagen
Für den Antrag werden folgende Unterlagen zweifach (im Original oder in beglaubigter Kopie und
zusätzlich in einfacher Kopie) benötigt:
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vollständige polnische Geburtsurkunde (odpis zupełny)
falls die Eltern verheiratet sind: deutsche bzw. polnische Heiratsurkunde der Eltern
falls die Eltern im Ausland geheiratet haben oder nicht verheiratet sind: Geburtsurkunden
beider Eltern
Nachweise über die Staatsangehörigkeit der Eltern (Reisepass bzw. Personalausweis, Staatsangehörigkeitsausweis)
bei Auflösung früherer Ehen: Sterbeurkunde bzw. rechtskräftiges Scheidungsurteil. Ist die
Ehe im Ausland geschieden worden, ist in bestimmten Fällen eine Anerkennung der Scheidung für den deutschen Rechtsbereich erforderlich. Es wird um vorherige Rücksprache mit
der Auslandsvertretung gebeten.
deutsche Anmeldebestätigung bzw. Abmeldebestätigung vom letzten deutschen Wohnsitz.
Im Einzelfall können weitere Urkunden erforderlich sein, bspw. Urteil zur Feststellung oder Anfechtung der Vaterschaft, Adoptionsbeschluss.
Urkunden in polnischer Sprache ist eine beglaubigte deutsche Übersetzung beizufügen.
Gebühren
Für die Beglaubigung der Unterschrift unter dem Antrag auf Geburtsbeurkundung fällt eine Gebühr
in Höhe von 20,- € an. Wird bei der Antragstellung eine Namenserklärung notwendig, beträgt die
Gebühr 25,- €. Die Gebühren sind bei Antragsstellung in bar in polnischen Złoty (PLN) zum aktuellen Tageskurs der Zahlstelle der Auslandsvertretung oder mit Kreditkarte (Visa/Master) – nicht
Bankkarte – zu entrichten. Die Kreditkarten müssen für internationale Zahlung freigeschaltet sein.
Für die Entgegennahme und Bearbeitung des Antrages auf Geburtsbeurkundung sowie für die Ausstellung der Urkunden wird vom zuständigen Standesamt in Deutschland ebenfalls eine Gebühr
erhoben. Die Höhe der Gebühr unterliegt den jeweiligen landesrechtlichen Bestimmungen und kann
auf Nachfrage mitgeteilt werden. Diese Gebühren müssen nach Aufforderung auf ein deutsches
Bankkonto überwiesen werden.
Hinweis: Alle Angaben in diesem Merkblatt beruhen auf Erkenntnissen im Zeitpunkt der Textabfassung. Für
die Vollständigkeit und Richtigkeit, insbesondere wegen zwischenzeitlich eingetretener Veränderungen, kann
jedoch keine Gewähr übernommen werden.
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Kategorie
Bildung
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