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Krallenplatten 3.5. Reposition und Fixation kleiner

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Krallenplatten 3.5. Reposition und
Fixation kleiner Knochenfragmente.
Operationstechnik
Inhaltsverzeichnis
Einführung
Operationstechnik
Produktinformation
Krallenplatten 3.5 / Indikationen
2
AO Prinzipien
3
Klinische Problemstellung und Präoperative Planung
4
Implantation
5
Implantate
9
Instrumente
10
Sets
11
Bibliografie
12
Bildverstärkerkontrolle
Warnung
Diese Beschreibung reicht zur sofortigen Anwendung des Produkts nicht aus.
Eine Einweisung in die Handhabung dieses Produkts durch einen darin erfahrenen
Chirurgen wird dringend empfohlen.
Aufbereitung, Wartung und Pflege von
Synthes Instrumenten
Allgemeine Richtlinien und Informationen zur Funktionskontrolle und Demontage
mehrteiliger Instrumente finden Sie unter: www.synthes.com/reprocessing
Synthes
1
Krallenplatten 3.5 / Indikationen
Beschreibung
In der Becken- und Hüftpfannen-Chirurgie erweisen sich Reposition und Fixation kleiner Knochenfragmente häufig als
schwierig. Die Krallenplatten 3.5 sind für die Reposition und
Stabilisierung von Knochenfragmenten vorgesehen, welche
für eine Fixation mit Schrauben zu klein sind. Die Platten
können separat oder in Kombination mit einer 3.5 mm Rekonstruktionsplatte eingesetzt werden.
Eigenschaften und Vorteile
– Zwei scharfe Krallen an Plattenunterseite
Scharfe Krallen an der Plattenunterseite greifen in die kleinen Fragmente.
– Vorgebogene konvexe Plattenform
In die vorgebogene Platte eingebrachte Schrauben bewirken Reposition und Kompression der Fragmente.
Indikationen
Die Synthes 3.5 mm Krallenplatte ist für Rekonstruktionsoperationen des Beckens und der Hüftpfanne und zur Fixation
bei Frakturen der distalen Fibula vorgesehen.
2
Synthes
Krallenplatten 3.5
Operationstechnik
AO Prinzipien
1958 formulierte die Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (AO) vier Grundprinzipien1, 2, die heutigen Leitlinien
für die Osteosynthese:
Anatomische Reposition
Die Platte mit ihren Krallen, der vorgebogenen Form und den
Langlöchern begünstigt die anatomische Reposition.
Stabile Osteosynthese
Krallen und Federwirkung der Platte bewirken einen optimalen Kompressionsmechanismus, der die kleinen Knochenfragmente in Position fixiert.
Erhalt der Blutversorgung
Das konvexe Plattendesign mit minimalem Kontakt der Platte
zum Knochen und der geringen Anzahl Schrauben gewährleistet den Erhalt der Blutversorgung. Des Weiteren ermöglicht das Plattendesign indirekte Reposition, was eine geringere Ablösung des Weichteilgewebes erlaubt.
Frühzeitige, aktive Mobilisierung
Die Krallenplatte 3.5 angewendet gemäss der AO Technik
gewährleistet stabile Frakturfixation bei minimaler Traumatisierung der Gefässversorgung. Dies trägt zu einem verbesserten Umfeld für die Knochenheilung bei und beschleunigt die
Wiederherstellung der Mobilität und Funktion des Patienten.
1
Müller ME, Allgöwer M, Schneider R, Willenegger H (1995) Manual of Internal
Fixation. 3rd, expanded and completely revised ed. 1991. Berlin, Heidelberg,
New York: Springer
2
Rüedi TP, Buckley RE, Moran CG (2007) AO Principles of Fracture Management.
2nd expanded ed. 2002. Stuttgart, New York: Thieme
Synthes
3
Klinische Problemstellung und
Präoperative Planung
Klinische Problemstellung
Bei der hier beispielhaft dargestellten Fraktur der posterioren
Wand des Acetabulums mit zwei kleinen Frakturfragmenten
empfiehlt sich die Implantation der Krallenplatte.
Präoperative Planung
Die Implantation der Krallenplatte kann mit einem der vier
nachfolgend aufgeführten Instrumentensets durchgeführt
werden:
01.100.013
Low Profile 3.5 Beckeninstrumentensatz
181.600
Becken-Grundinstrumentarium
182.415
LCP Compact-Kleinfragmentinstrumentarium
182.456
Kleinfragmentinstrumentarium LC-DCP
4
Synthes
Krallenplatten 3.5
Operationstechnik
Implantation
1
Provisorische Fixation
Instrumente
292.160
Kirschnerdraht ⭋ 1.6 mm mit
Dreikantspitze
03.100.018
Knochenhaltestab
Fragmente mit Kirschnerdrähten oder einem geeigneten Repositionsinstrument mit Kugelspitzen, z. B. dem Knochenhaltestab, reponieren und provisorisch fixieren.
Hinweis: Bei der Platzierung der Kirschnerdrähte sicherstellen, dass diese die anschliessende Platzierung der Krallenplatte nicht behindern.
2
Krallenplatte einbringen
Eine Krallenplatte der geeigneten Länge so einsetzen, dass
die Krallen in das Frakturfragment greifen. Platte oder Fragment mit einem geeigneten Repositionsinstrument mit Kugelspitzen halten und Position der Platte überprüfen.
Synthes
5
Implantation
3
Schraubenloch bohren
Instrumente
315.920 oder
324.210 oder
397.342
Spiralbohrer ⭋ 2.5 mm
323.360
Universalbohrbüchse
Mit dem 2.5 mm Spiralbohrer und der Universalbohrbüchse
ein Loch für eine 3.5 mm Kortikalisschraube, eine 3.5 mm
Beckenkortikalisschraube oder eine 4.0 mm Spongiosaschraube bohren.
4
Schraubenlänge bestimmen
Instrument
319.091 oder
319.010
Tiefenmessgerät
Mit dem Tiefenmessgerät die Schraubenlänge bestimmen.
6
Synthes
Krallenplatten 3.5
Operationstechnik
5
Schraube einbringen
Instrument
314.570
Sechskantschraubenzieher, klein,
⭋ 2.5 mm, Länge 270 mm
Eine 3.5 mm Kortikalisschraube, eine 3.5 mm Beckenkortikalisschraube oder eine 4.0 mm Spongiosaschraube der geeigneten Länge einbringen. Die in das kleine Fragment greifenden Krallen und die «Federwirkung» der vorgespannten
Platte begünstigen die gewünschte Kompression.
Synthes
7
Implantation
6
Optional: Zusätzliche Krallenplatte implantieren
Falls erforderlich, eine zweite Krallenplatte einsetzen. Die
Schritte 1 bis 5 wiederholen.
Für zusätzliche Kompression und Stabilität des Aufbaus kann
eine Rekonstruktionsplatte über die zwei Krallenplatten gesetzt und verschraubt werden.
Hinweis: Der hier dargestellte Aufbau stellt nur eine der
möglichen Konfigurationen für die Platzierung von zwei Krallenplatten mit 2 Löchern in einer spezifischen klinischen Situation dar.
8
Synthes
Krallenplatten 3.5
Operationstechnik
Implantate
Krallenplatten 3.5
– Ausschliesslich in Stahl erhältlich
– Für sterile Implantate Artikelnummer um «S» ergänzen
Art.-Nr.
Beschreibung
02.100.301
Krallenplatte 3.5, 1 Loch, Länge 19.5 mm
02.100.302
Krallenplatte 3.5, 2 Löcher, Länge 31.5 mm
02.100.303
Krallenplatte 3.5, 3 Löcher, Länge 43.5 mm
Schrauben
Die Krallenplatte 3.5 kann zusammen mit 3.5 mm Kortikalisschrauben, 3.5 mm Beckenkortikalisschrauben und 4.0 mm
Spongiosaschrauben verwendet werden.
Art. Nr.
Beschreibung
204.810 –
204.848
Kortikalisschrauben ⭋ 3.5 mm, selbstschneidend, Länge 10 – 48 mm
(2-mm-Abstufungen)
204.845 –
204.910
Kortikalisschrauben ⭋ 3.5 mm, selbstschneidend, Länge 45 –110 mm
(5-mm-Abstufungen)
204.640 –
204.750
Beckenkortikalisschrauben ⭋ 3.5 mm,
schneidend, Länge 40 –150 mm
(5-mm-Abstufungen)
206.010 –
206.060
Spongiosaschrauben ⭋ 4.0 mm,
Vollgewinde, Länge 10 – 60 mm
Kirschnerdraht
292.160
Kirschnerdraht ⭋ 1.6 mm mit
Dreikantspitze
Synthes
9
Instrumente
314.570
Sechskantschraubenzieher, klein,
⭋ 2.5 mm, Länge 270 mm
315.920 oder
324.210 oder
397.342
Spiralbohrer ⭋ 2.5 mm
319.091 oder
319.010
Tiefenmessgerät
323.360
Universalbohrbüchse
03.100.018
Knochenhaltestab
10
Synthes
Krallenplatten 3.5
Operationstechnik
Sets
Die Implantation der Krallenplatte kann mit einem der vier
nachfolgend aufgeführten Instrumentensets durchgeführt
werden:
01.100.013
Low Profile 3.5 Beckeninstrumentensatz
181.600
Becken-Grundinstrumentarium
182.415
LCP Compact-Kleinfragmentinstrumentarium
182.456
Kleinfragmentinstrumentarium LC-DCP
Synthes
11
Bibliografie
Richter H, Hutson and Zych G (2004) The Use of Spring
Plates in the Internal Fixation of Acetabular Fractures. J Orthop Trauma 2004. 18:179 –181.
Goulet J, Rouleau J, Mason D and Goldstein S. Comminuted
Fractures of the Posterior Wall of the Acetabulum. A Biomechanical Evaluation of Fixation Methods. J Bone Joint Surg
Am, Volume 76 - A(10), October 1994, pp 1457–1463.
12
Synthes
Krallenplatten 3.5
Operationstechnik
Synthes GmbH
Eimattstrasse 3
CH-4436 Oberdorf
www.synthes.com
Alle Operationstechniken sind als PDF-Dateien abrufbar unter
www.synthes.com/lit
0123
016.000.581
SE_235206 AA
Ö016.000.581öAA4ä
30090030
© 07/2009 Synthes, Inc. oder deren Tochtergesellschaften
Alle Rechte vorbehalten
Synthes ist ein Markenzeichen von Synthes, Inc. oder deren Tochtergesellschaften
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