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72 |
MultilevelChirurgie
49
OSA
Metaanalyse
International
2008
OSA
OSA
Review
Review
International
International
2006
2005
AHI Apnoe-Hypopnoe-Index, APAP automatisches CPAP, BP „blood pressure“, C-Flex CPAP mit exspiratorischer Drucksenkung, CPAP „continuous positive airway pressure“, ESS Epworth Sleepiness Scale, FOSQ „functional outcome
of sleep questionnaire“, LAUP laserassistierte Uvulopalatoplastik, MAD „mandibular advancement device“, MAP „mean arterial pressure“, MSLT „multiple sleep latency test“, MWT „maintenance of wakefulness test“, OA „oral appliance“,
Osler-modifizierter MWT, SAQLI „sleep apnea quality of life index“, Sham CPAP CPAP-Therapie mit einem nicht effektiven CPAP-Druck, PSQI „Pittsburgh sleep quality index“, QoL „quality of life“, SF-36 Short-form-36-Fragebogen zur
Lebensqualität, SWS „slow wawe sleep“ (Tiefschlaf), TCRFTA „temperature-controlled radio frequency tissue ablation“, VAS „visual analog scale“.
1, 3, 4
50% Reduktion oder AHI <20/h bei 66.4%
(nur 1 EG-1 Studie)
1–4
1 u. 2
Medikamente können nicht empfohlen werden
Kein Effekt, fehlende Langzeitdaten
AHI, Schläfrigkeit
AHI, Schnarchen, Müdigkeit
AHI
Medikamente
Chirurgie
Smith et al.
Sundaram
et al.
Lin et al.
Studientyp
Land
Population
Studienanzahl
26
7
Studienendpunkt
Autor
Intervention
(Fortsetzung) Systematische Reviews (SR) und Metaanalysen (MA) zur Therapie der obstruktiven Schlafapnoe (OSA)
Jahr
Tab. 5.8.16
Effekt auf Studienendpunkt
Evidenzgrad der
Einzelstudien
S3-Leitlinie – Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen
sichtstyp (Boudewyns et al. 2007). Die alleinige Unterkiefervorverlagerung (mandibuläre Osteotomie) hat eine ResponderRate von 35–60% (Won et al. 2008), sie
ist im Regelfall nicht ausreichend für eine
Beseitigung der OSA. Gesichtsskelettverlagernde Eingriffe durch Ober- und Unterkieferosteotomie (maxillo-mandibuläres Advancement) kann bei strenger Indikationsstellung zu einer Besserung der
OSA in 90–100% der Fälle führen (Conradt et al. 1997; Hochban et al. 1997; Conradt et al. 1998; Prinsell 1999; Riley et al.
2000).
Die chirurgischen Therapieverfahren
müssen sich in zukünftigen Studien verstärkt einheitlichen Parametern zur Beurteilung des Therapieerfolgs stellen (Elshaug et al. 2007), und sie müssen sich am
Standard der CPAP-Therapie messen lassen. Die resektiven und nichtresektiven
Verfahren sind nicht ohne Risiko (Lin et
al. 2008; Franklin et al. 2009), ihr Erfolg
ist individuell nicht vorhersagbar; im Allgemeinen sind sie nicht als primäre Therapiemaßnahme zu empfehlen (Sundaram et al. 2005; De Luca 2006; Won et al.
2008). Im Einzelfall können speziell die
minimal-invasiven Verfahren ihren Stellenwert haben, insbesondere bei anatomischen Besonderheiten wie Hyperplasie der Adenoide oder Tonsillen bzw. in
seltenen Fällen Schwellungen durch Entzündungen oder Neoplasien im Oropharynx, außerdem bei PAP-Therapieversagen. Werden chirurgische Verfahren bei
OSA-Patienten angewendet, haben sie
nicht ohne schlafmedizinische Diagnostik zu erfolgen. Die Prädiktoren für einen
Operationserfolg bei OSA-Patienten sind
bisher zwar nicht bekannt, aber die Adipositas (BMI>32 kg/m2) ist möglicherweise ein negativer Prädiktor.
Medikamentöse Therapie
Hierzu gibt es keine zuverlässigen Studienergebnisse (Smith et al. 2006; Morgenthaler et al. 2006; Carley et al. 2007).
Die Wirkung von Medikamenten wie beispielsweise Antidepressiva, Neuroleptika,
Xanthinderivate, Antihypertensiva, Hormone und H2-Blocker auf die obstruktive Schlafapnoe ist bisher nicht nachgewiesen. Es gibt keine RCTs zur Wirkung
von intranasalen Steroiden. Bei OSA im
Rahmen einer Hypothyreose oder einer
Somnologie - Schlafforschung und Schlafmedizin (Suppl 1) · 2009
Akromegalie steht die medikamentöse
bzw. auch operative Therapie der Grunderkrankung im Vordergrund, womit aber
die Schlafapnoe nicht immer komplett beseitigt ist.
Andere Therapieverfahren
Das nächtliche sog. „overdrive pacing“
mittels elektronischem Schrittmacher
wurde bisher nur mit geringen Fallzahlen
untersucht (Krahn et al. 2006; Shalabi et
al. 2007). Gleiches gilt für die regelmäßige
Anwendung eines Didgeridoo (Puhan et
al. 2006). Es gibt keine RCTs zur Wirkung
von externen und internen Nasendilatatoren, von Zungenretraktoren, zum Positionstraining sowie zur Nasenchirurgie
(Morgenthaler et al. 2006; Clarenbach et
al. 2008). Die Wirksamkeit von Manipulationen, die beim schlafenden Apnoepatienten eine Seitenlage bewirken sollen,
wie beispielsweise die sog. Tennisballmethode oder spezielle Schulterkissen,
konnte in randomisierten Studien nicht
nachgewiesen werden (Chan et al. 2008).
Die . Tab. 5.8.15 informiert über
Kernaussagen von Einzelstudien mit
einem Beobachtungszeitraum von ≥4 Wochen und einer Studienpopulation n>20.
. Tab. 5.8.16 informiert entsprechend
über systematische Reviews und Metaanalysen, die zur Beurteilung des therapeutischen Effektes unterschiedlicher
Verfahren zur Therapie der OSA durchgeführt worden sind.
Forschungsbedarf
Die Pathogenese der obstruktiven
Schlafapnoe ist noch weitgehend unklar.
Es fehlen Kenntnisse zu den genetischen
Voraussetzungen für das Entstehen und
zu den Prädiktoren einer OSA. Auch die
Art der Zusammenhänge mit kraniofazialen Dysmorphien bedarf noch einer weiteren Aufklärung.
Die Schweregradeinteilung bedarf einer weiteren wissenschaftlichen Präzisierung v. a. hinsichtlich der Therapiebedürftigkeit der leichten Formen einer OSA.
Trotz guter Datenlage besteht für einzelne Herz-Kreislauf-Erkrankungen Forschungsbedarf hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen dem Ausprägungsgrad einer OSA und dem Herzkreislaufrisiko. Hier ist auch der Zusammenhang
mit der Tagesschläfrigkeit zu klären.
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