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Information zur Sonnenfinsternis 20. März 2015

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Information zur Sonnenfinsternis 20. März 2015
1) Worum geht es?
Quelle:[1]
Am 20. März findet eine „partielle Sonnenfinsternis“ statt. Im Gegensatz zu einer
„totalen Sonnenfinsternis“ liegt Deutschland nicht im Kernschatten sondern lediglich
im Halbschatten.
2) Wann genau zieht der Halbschatten über Deutschland und wie hoch ist der
Bedeckungsgrad?
Je nach Standort beginnt das Ereignis in unserer Region ca. 09:30 Uhr und endet ca.
11:50 Uhr. Das Maximum wird etwa gegen 10:40 Uhr erreicht.
„Bedeckungsgrad“ steht für den Anteil der Sonnenscheibe, der durch den Mond
bedeckt ist. Je nach Standort wird in Deutschland ein Bedeckungsgrad zwischen
65% und 83% erreicht (Frankfurt a.M. ca. 74,4 %)
3) Welchen Einfluss hat dies auf die Stromversorgung?
In Deutschland sind inzwischen ca. 39 GigaWatt (GW) Erzeugungsleistung
Photovoltaik installiert. Dies entspricht etwa dem Äquivalent von etwa 30
Großkraftwerken (je 1 bis 1,3 GW). Je nach Witterungslage (wolkenlos/bedeckt) kann
die tatsächliche PV-Leistung am 20. März zwischen 10% und 65% dieser installierten
Erzeugungsleistung betragen.
Abhängig von der Witterungslage können sich während der partiellen
Sonnenfinsternis sehr starke Schwankungen einstellen. Dabei kann die PVErzeugung pro Minute um mehrere Hundert Megawatt ansteigen oder abfallen!
Quelle:[1]
Beispiel für einen zu erwartenden
Einspeiseverlauf mit Einbruch
während der Verschattung für
einen wolkenlosen 20. März:
AN/Ro 09.03.2015
4) Wer ist für „Gegenmaßnahmen“-also die sichere Stromversorgung- zuständig?
Da es sich um ein Deutschlandweites Ereignis handelt sind die 4 Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Amprion, TenneT, TransnetBW und 50 Hertz für die sogenannte
„Systemsicherheit“ zuständig. Sie stehen auch in engem Kontakt zu den
benachbarten Ländern des europäischen Verbundnetzes.
Die ÜNB sorgen für entsprechende Reservekapazitäten („Momentanreserve“,
„Minutenreserve“ usw.) um das seltene Ereignis zu beherrschen.
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5) Wird/kann Butzbacher Netzbetrieb GmbH & Co. KG auch etwas tun?
Als Verteilnetzbetreiber stehen wir über die rund um die Uhr besetzte Netzleitstelle
der ovag Netz AG in engem Kontakt zum Übertragungsnetzbetreiber TenneT TSO
GmbH. Dieser ist verantwortlich und hat unter anderem bereits Daten zu installierten
PV-Leistungen und abschaltbaren PV-Leistungen abgefragt.
Wir halten für den 20. März entsprechende Personalkapazitäten bereit
und reduzieren normale Tätigkeiten im Netz während der partiellen Finsternis
auf ein Mindestmaß. Die für das Netz in Butzbach zuständige Netzleitstelle der ovag
Netz AG ist rund um die Uhr besetzt und steht mit der Leitstelle des vorgelagerten
Netzes in Verbindung.
6) Kann es zu Abschaltungen von PV-Anlagen kommen?
Falls ja: wie erfolgt eine Information und gibt es eine Entschädigung?
Denkbar ist, dass die Übertragungsnetzbetreiber je nach Wetterprognose
bei den Verteilnetzbetreibern die Abschaltung von PV-Anlagen anfordern.
Je nach Vorlaufzeit wird eine Information erfolgen. Welche Art der Information
gewählt wird ist noch offen.
Wir empfehlen Ihnen, in der letzten Woche vor dem 20. März unsere Internetseite
www.bng-butzbach.de zu besuchen!
Da es sich um eine Maßnahme der Systemsicherheit nach § 13 Energiewirtschaftsgesetz handelt erfolgt keine Entschädigung.
AN/Ro 09.03.2015
__________
[1] Studie „Einfluss der Sonnenfinsternis im März 2015 auf die Solarstromerzeugung in Deutschland“
Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin Fachbereich 1 – Ingenieurwissenschaften Energie und Information
Wilhelminenhofstr. 75a 12459 Berlin
Veröffentlichung Oktober 2014
Internet: http://pvspeicher.htw-berlin.de/sonnenfinsternis
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