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Leseprobe zum Titel: Handelsblatt (17.03.2015)

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Stand: 22h00
G 02531 NR. 53 / PREIS 2,60 €
DIENSTAG, 17. MÄRZ 2015
DEUTSCHLANDS WIRTSCHAFTS- UND FINANZZEITUNG
2
Der teure Freund
THEMEN DES TAGES
Neue Regeln für die
Zuwanderung
8,2 Millionen Menschen – so viele
Einwanderer wie noch nie leben in
Deutschland. Das führt zu neuen
Forderungen: Die SPD und Teile
der Union dringen auf klarere Regeln für die Zuwanderung, die
Wirtschaft verlangt stärkeren Zuzug von Fachkräften. Seite 8
Milliardenrisiko Ukraine: Bundeskanzlerin Merkel unterstützt Präsident
Poroschenko bei dem Bemühen, sein Land vor dem Staatsbankrott
zu bewahren. Erforderlich sind mindestens 40 Milliarden Dollar.
Torsten Riecke, Thomas Sigmund
Berlin
Merkel mit
Poroschenko in
Berlin: Weitere
Unterstützung
der Ukraine
versprochen.
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Lange galten Töchter großer Werbekonzerne als behäbig und distanziert. Doch das ändert sich.
BBDO, eine Agenturgruppe, die
zum US-Konzern Omnicom gehört,
steht beispielhaft für den Wandel
der gesamten Branche. Das lässt
sich auch an den Geschäftszahlen
von BBDO ablesen. Seite 16
Sechs Jahre Gefängnis
für Helge Achenbach
Hilfen für die Ukraine
in Mrd. US-Dollar
Finanzbedarf
der Ukraine
Hilfspakete
Deutschland
etwa 0,5
errechnet
vom IWF
EU 2,5
USA 2,0
IWF
40 Mrd. US$
Handelsblatt
17,5
Mrd. US$
Quelle: HB-Recherche
gierung die notwendigen Finanzhilfen für den teuren Freund vorantreiben wird. Von dem noch fehlenden
Geld sollen nach Vorstellungen des
IWF etwa sieben Milliarden Dollar
durch internationale Organisationen
und bilaterale Hilfen anderer Länder
zusammenkommen. Von der EU ist
ein Beitrag von 2,5 Milliarden und
von den USA eine Hilfe von zwei Mil-
liarden Dollar eingeplant. Notwendig ist zudem ein Beitrag der privaten und öffentlichen Gläubiger der
Ukraine von 15 Milliarden Dollar.
Den Kreditgebern droht nach den
Worten der ukrainischen Finanzministerin Natalie Jaresko „eine Kombination aus Laufzeitverlängerungen, Zinskürzungen und Schuldenschnitt“. Russland will dagegen auf
die Rückzahlung einer Anleihe von
drei Milliarden Dollar Ende 2015
nicht verzichten.
Die Ukraine steht vor schwierigen
Finanzverhandlungen – das diplomatische Gewicht der Kanzlerin
wird für Poroschenko auch künftig
unverzichtbar sein. Deshalb versicherte er auch: „Wir kämpfen gegen
Korruption und haben begonnen,
das Gerichtswesen zu reformieren.“
Dieser Kampf muss zwingend erfolgreich sein. Die roten Linien für
den teuren Freund ließ Merkel von
Außenminister Frank-Walter Steinmeier formulieren: Nur bei einem
erfolgreichen Vorgehen gegen die
grassierende Korruption könne die
Ukraine weiter auf die „volle Unterstützung“ Deutschlands bauen.
Dieses Junktim erinnert an den
Anfang der Griechenland-Krise.
Die Ukraine-Krise Seiten 4, 5
Nahles will Betriebsrente erneuern
Staatssekretär Asmussen stellt auf Handelsblatt-Tagung ihr Modell vor.
Anke Rezmer, Peter Thelen
Berlin
D
BBDO steht für Aufstieg
der Netzwerk-Agenturen
AFP
Belgien 3,20 € Frankreich 3,70 € Großbritannien 3,30 GBP
Luxemburg 3,20 € Niederlande 3,20 € Österreich 3,20 €
Polen 19,90 PLN Schweiz 5,30 CHF Tschechien 120,00 CZK
Ungarn 1100,00 FT
P
etro Poroschenko ist stolz
auf das enge Verhältnis
zur Bundeskanzlerin.
„Seit meiner Amtseinführung hatten wir elf Treffen, 60 Telefonate und jetzt den ersten offiziellen Staatsbesuch“, sagte
der ukrainische Präsident am Montag in Berlin.
Poroschenkos Charmeoffensive
kommt nicht von ungefähr. Ein Jahr
nach der russischen Besetzung der
Halbinsel Krim steht die Ukraine vor
dem finanziellen Kollaps. Nach Berechnungen des Internationalen
Währungsfonds (IWF) benötigt das
vom Bürgerkrieg verwüstete Land in
den nächsten vier Jahren Hilfsgelder
von mindestens 40 Milliarden Dollar.
Poroschenko, mit militärischen
Ehren von Bundespräsident Joachim Gauck empfangen, war als Bittsteller nach Berlin gekommen.
Denn das Hilfspaket in Höhe von
17,5 Milliarden Dollar, das der IWF
jüngst beschlossen hatte, kann die
Ukraine kaum vor dem Staatsbankrott retten. Merkel machte Poroschenko zwar keine neuen bilateralen Hilfszusagen, die über die bisher versprochenen 500 Millionen
Dollar hinausgingen. Sie will die
Ukraine aber auch nicht fallen lassen. Vielmehr zollte sie ihrem Gast
„großen Respekt“, weil er „alles
tut, um den Friedensplan von
Minsk umzusetzen“.
Poroschenko hat deshalb begründete Hoffnung, dass die Bundesre-
as Bundesarbeitsministerium hat eine grundlegende Reform der betrieblichen Altersversorgung (bAV)
angekündigt: Geht es nach Ministerin Andrea Nahles, werden künftig die Tarifparteien eigene Pensionskassen und -fonds
gründen. „Wir setzen auf die Sozialpartner,
um die bAV voranzubringen“, sagte Jörg
Asmussen, Staatssekretär in Nahles’ Ministerium, auf der Handelsblatt-Tagung „Betriebliche Altersvorsorge 2015“ in Berlin.
Mit einer solchen Reform würden erstmals branchenweite Pensionseinrichtungen entstehen. Bisher gibt es Vergleichbares nur in der Bauwirtschaft mit der Sozialkasse Bau. Neu wäre auch, dass die
Arbeitgeber nicht mehr, wie es derzeit
üblich ist, letztlich für jeden Pensionsplan ihrer Beschäftigten haften müssen.
Nahles’ Ziel: Sie will die betriebliche
Vorsorge vor allem in kleinen und mittelgroßen Betrieben ausbauen. Dies sei
über Tarifparteien zu erreichen, sagte Asmussen. Grund: Nach dem neuen Gesetz
zur Stärkung der Tarifautonomie kann
die Bundesregierung einfacher nicht tarifgebundene Firmen in eine tarifliche
bAV einbeziehen. „Wir glauben, dass wir
kleinen Unternehmen den Schrecken vor
der bAV nehmen können“, sagte Asmussen.
Gegner fürchten indes, es könnte
durch die Enthaftung der Arbeitgeber ein
Keil zwischen alte und neue Vorsorgeeinrichtungen getrieben werden. Die Finanzindustrie sorgt sich, dass ihr ertragreiches Individualgeschäft abnimmt.
Die Nahles-Rente Seite 6
© Handelsblatt GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Zum Erwerb weitergehender Rechte wenden Sie sich bitte an nutzungsrechte@vhb.de.
Hoch geflogen – tief gefallen:
Wegen Betrug in 18 Fällen hat das
Landgericht Essen den Düsseldorfer Kunstberater am Montag zu
sechs Jahren Haft verurteilt. Helge
Achenbach, so befand das Gericht,
habe reiche Freunde und Kunden
um fast 21 Millionen Euro betrogen,
um sein eigenes Leben im Luxus
zu finanzieren. Seiten 18, 27
Börsenrally
ohne Grenzen
Der Deutsche Aktienindex ist am
Montag erstmals über die Marke
von 12 000 Punkten geklettert. Seit
dem 6. Januar hat das Kursbarometer 28 Prozent zugelegt. Nun
springen sogar Privatanleger, die
die zurückliegende Kursrally verpasst haben, auf den Börsenzug
auf. Analysten warnen jedoch vor
wachsenden Risiken. Seite 28
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