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App unterstützt angehende Anästhesisten Gameboy

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MEDIEN
WEITERBILDUNG
App unterstützt angehende Anästhesisten
Die „Anlog“-App ist für Assistenzärztinnen und -ärzte aus der Anästhesiologie und Intensivmedizin
konzipiert. Die Erfassung und Dokumentation von durchgeführten
Narkosen und Tätigkeiten während
der anästhesiologischen Weiterbildungszeit erfolgt deutschlandweit
uneinheitlich. Größere Kliniken
bieten teilweise Systeme zur Erfassung an, in Klinken mit einer geringen Zahl an Weiterbildungsassistenten existiert ein solches System meist nicht. Bei Klinikwechsel während der Weiterbildungszeit
kann eine schlechte Dokumentation
der bislang durchgeführten anästhesiologischen Tätigkeiten zu Problemen führen.
Die „Anlog-App“ schafft hier Abhilfe und unterstützt basierend auf
dem Logbuch – einem nationalen
(Muster-)Weiterbildungscurriculum – die Facharztweiterbildung zum Anästhesisten durch
eine zeitnahe Dokumentation
sämtlicher anästhesiologischerr
Weiterbildungsinhalte.
„Mit der Anlog-App auff
dem Handy können alle durchgeführten anästhesiologischen
Leistungen und Tätigkeiten
täglich gespeichert werden,
was die fortlaufende Dokumentation wesentlich erleichtert“, erläutert Prof. Dr. med.
Meybohm vom Universitätsklinikum Frankfurt. „Ebenso kann mittels der App jederzeit eine Liste der
bereits absolvierten Leistungen exportiert oder gedruckt werden. Damit ist nicht nur eine eigene Auswertung, sondern beispielsweise
auch eine zeitnahe Übermittlung an
Alle anästhesiologischen Leistungen und Tätigkeiten lassen sich mit
der App dokumentieren.
die Abteilungsleitung möglich,
so dass mit den App-Daten ein
mitarbeiterorientierter Einsatz
der Weiterbildungsassistenten
b
bei der kurz- und mittelfristigen Personaleinteilung unterstützt wird.“ Da die Daten in
der App auch nachdokumentiert werden können, ist die
App ebenso für fortgeschrittene Weiterbildungsassistenten
als Quereinsteiger interessant.
Die App wurde von der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am
Universitätsklinikum Frankfurt entwickelt. Sie ist kostenfrei im AppStore als Download verfügbar. Derzeit wird eine Version für AndroidSmartphones, aber auch eine LightVersion für PJ-Studenten im Fach
EB
Anästhesiologie vorbereitet.
VERSTECKTE HÖRPROBLEME
Gameboy-Hörtest für Kleinkinder
Lernprobleme von Kindern sind
nicht immer kognitiv zu erklären.
Oft sind auch versteckte Hörprobleme die Ursache für Schulschwierigkeiten, Lese-Rechtschreib-Schwächen und Aufmerksamkeitsdefizite.
Das Ohr funktioniert in diesen Fällen normal, aber das Gehörte wird
nicht genau an das Gehirn weitergeleitet oder dort nicht richtig verarbeitet. In Deutschland sind davon
etwa sieben Prozent aller Schulkin-
der betroffen. Der in Bochum entwickelte BASD-Test (Bochumer
Auditiver Sprachdiskriminationstest) untersucht die Hör- und
Sprachverarbeitung von Kindern ab
vier Jahren in spielender Form.
Die Federführung liegt bei Prof.
Dr. med. Katrin Neumann, Leiterin der Pädaudiologie und Phoniatrie der Hals-Nasen-Ohren-Klink
des St. Elisabeth-Hospitals Bochum
(Universitätsklinik der Ruhr-Uni-
Foto: RUB, Damian Gorczany
Hörscreening bei
einem Neugeborenen (sechs
Wochen alt) durch
Katrin Neumann.
A 532
versität). Das Projekt wurde vom
Bundesministerum für Bildung und
Forschung gefördert. „Ziel des
Tests ist es, die versteckten Hörstörungen bereits sehr früh zu erkennen. Auf dieser Basis kann die Verarbeitungs- und Wahrnehmungsfähigkeit der Kinder durch spezielle
Trainings, eine veränderte Akustik
in Schulklassen und Kindergärten
oder durch Hörhilfen deutlich verbessert werden“, erläutert Neumann. „Die Kinder können dann
besser lernen.“
Der Test arbeitet in einem elektronischen Memory-Spiel mit einer
Art Gameboy. Er wurde an 451 Kindern entwickelt und ist der erste dieser Art im deutschsprachigen Raum
für so junge Kinder. Neumann und
ihr Team erhielten dafür von der Europäischen Union der Hörgeräteakustiker den 1. Preis des „2014 European Phoniatrics Hearing EUHA
Award“. Die Pädaudiologin war zudem maßgeblich daran beteiligt,
dass der Hörtest für Neugeborene
als verpflichtendes Screening-Verfahren eingeführt wurde.
EB
Deutsches Ärzteblatt | Jg. 112 | Heft 12 | 20. März 2015
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