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LCP Anterolaterale Distale Tibiaplatte 3.5. Das

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LCP Anterolaterale Distale Tibiaplatte
3.5. Das anatomisch vorgeformte
Fixationssystem für optimale
Plattenplatzierung mit Niedrigprofil
und Winkelstabilität.
Operationstechnik
LCP Small
Fragment
System
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Inhaltsverzeichnis
Einführung
Operationstechnik
Produktinformation
Eigenschaften und Vorteile
2
AO ASIF Prinzipien
4
Indikationen
5
Klinische Fälle
6
Präoperative Planung
8
Reposition
10
Platteninsertion
11
Schraubeninsertion
14
Knochenersatz
20
Implantatentfernung
20
Implantate und Einsätze
21
Sets und Instrumente
22
Bildverstärkerkontrolle
Warnung
Diese Beschreibung reicht zur sofortigen Anwendung des
Instrumentariums nicht aus. Eine Einweisung in die
Handhabung dieses Instrumentariums durch einen darin
erfahrenen Chirurgen wird dringend empfohlen.
Synthes
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LCP Anterolaterale Distale Tibiaplatte
3.5. Das anatomisch vorgeformte
Fixationssystem für optimale
Plattenplatzierung mit Niedrigprofil
und Winkelstabilität.
Überblick
Die LCP Anterolaterale Distale Tibiaplatte 3.5 gehört
zum Synthes LCP Kleinfragment-System, das Verriegelungsschraubentechnologie mit Standardplattentechnik kombiniert.
Die Kombilöcher im Schaft der LCP Platte mit begrenzter
Kontaktfläche kombinieren ein DCU-Loch (Dynamic
Compression Unit) mit einem Verriegelungsschraubenloch.
Die Kombilöcher bieten Flexibilität bezüglich axialer Kompression und Verriegelungsmöglichkeit über die ganze Länge
des Plattenschafts.
Im Kopf der Platte befinden sich vier Verriegelungslöcher,
in die Verriegelungsschrauben ⭋ 3.5 mm, Kortikalisschrauben ⭋ 2.7 mm und ⭋ 3.5 mm oder Spongiosaschrauben ⭋
4.0 mm eingebracht werden können.
In die Kombilöcher im Plattenschaft können Verriegelungsschrauben ⭋ 3.5 mm, Kortikalisschrauben ⭋ 3.5 mm und
Spongiosaschrauben ⭋ 4.0 mm eingebracht werden.
Die Fixation mit der LCP Anterolateralen Distalen Tibiaplatte
3.5 ist in vielerlei Hinsicht mit den Methoden der herkömmlichen Plattenfixation vergleichbar, beinhaltet jedoch einige
wichtige Verbesserungen. Verriegelungsschrauben eröffnen
die Möglichkeit der Montage eines winkelstabilen Aufbaus
unter Anwendung der standardmässigen AO-Verplattungstechniken. Die Möglichkeit der winkelstabilen Verriegelung
ist zentral bei osteoporotischem Knochen oder bei Mehrfragment-Frakturen mit eingeschränktem Schraubenhalt. Diese
Schrauben beruhen nicht auf Kompression zwischen Platte
und Knochen, um einer Belastung stand zu halten, sondern
wirken wie zahlreiche kleine Winkelplatten.
Hinweis: Für detailliertere Informationen zu konventionellen
und winkelstabilen Verplattungsprinzipien siehe die
Operationstechnik zur Synthes Locking Compression Plate
(Art. Nr. 016.000.019).
2
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LCP Anterolaterale Distale Tibiaplatte 3.5
Operationstechnik
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Proximales Loch für
Kompression oder
Distraktion mit dem
Plattenspanner mit
Gelenken.
Eigenschaften
– Anatomisch vorgeformt
– Zwei verschiedene Plattendesigns passend für die rechte
oder linke Tibia (markiert mit R oder L auf der Platte)
– In die Löcher im Schaft können Verriegelungsschrauben
⭋ 3.5 mm, Kortikalisschrauben ⭋ 3.5 mm und Spongiosaschrauben ⭋ 4.0 mm eingebracht werden
– In die Löcher im Kopf können Verriegelungsschrauben
⭋ 3.5 mm, Kortikalisschrauben ⭋ 2.7 mm und ⭋ 3.5 mm
und Spongiosaschrauben ⭋ 4.0 mm eingebracht werden
– 3.6 mm Schaftdicke verjüngt auf 2.5 mm distal
– Verjüngte Spitze für submuskuläre Einbringung
– Die Schraubenköpfe sind in der Platte versenkt, damit
die Schrauben nur minimal hervorstehen
Vorteile
– Distale Verriegelungsschrauben stützen die Gelenkfläche ab
– Angezielte Verriegelung für Volkmann-Dreieck und
Chaput-Fragment
– Der Plattenkopf ist so konzipiert, dass er bei Verwendung
von Verriegelungsschrauben oder Kortikalisschrauben
⭋ 2.7 mm einen niederprofiligen Aufbau bildet, was
Weichteilirritationen reduziert.
– 60° Drehung im Schaft gemäss der Anatomie der distalen
Tibia: reduzierte Plattenmodellierung nötig
Im Schaft befinden
sich zwei distale
Verriegelungslöcher
sowie Kombilöcher.
Verlängertes Loch
erleichtert die
Positionierung der Platte.
Vier distale Kopflöcher
7º nach inferior abgewinkelt erfassen den
posterioren Malleolus.
Im Kopf befinden sich parallel zum
Gelenk drei Löcher für Kirschnerdrähte. Die Kirschnerdrähte können
für die temporäre Fixierung von
Fragmenten eingebracht werden und
zeigen die Nähe zum Gelenk auf.
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AO ASIF Prinzipien
1958 hat die AO ASIF (Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen) vier Grundprinzipien erarbeitet, die zu Leitlinien für
die Osteosynthese wurden.1 Diese Prinzipien angewandt auf
die LCP Anterolaterale Distale Tibiaplatte 3.5 bedeuten:
Anatomische Reposition
Das anatomische Plattenprofil und vier parallele, gelenknahe
Schrauben begünstigen die Reposition von Metaphyse zu
Diaphyse zur Wiederherstellung der Ausrichtung und funktionalen Anatomie. Bei intraartikulären Frakturen ist anatomische Reposition zwingend, um die Gelenkkongruenz
wiederherzustellen.
Stabile Osteosynthese
Die Kombination aus nicht winkelstabilen und winkelstabilen
Schrauben bietet optimale Fixation unabhängig von der
Knochendichte.
Erhalt der Blutversorgung
Das Plattendesign mit begrenzter Kontaktfläche reduziert
den Kontakt Platte-zu-Knochen und hilft, die periostale Blutversorgung zu erhalten.
Frühe Mobilisierung
Eine optimale Versorgung der Fraktur, kombiniert mit
frühfunktioneller Mobilisierung, ist das geeignete Umfeld für
Knochenheilung und Rückerlangung der Beweglichkeit.
1
4
M.E. Müller, M. Allgöwer, R. Schneider, H. Willenegger. AO Manual of Internal
Fixation. 3rd Edition. Berlin: Springer-Verlag. 1991.
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LCP Anterolaterale Distale Tibiaplatte 3.5
Operationstechnik
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Indikationen
Die LCP Anterolaterale Distale Tibiaplatte 3.5 ist indiziert bei:
– extraartikulären und einfachen intraartikulären distalen
Tibiafrakturen
– distalen Tibiafrakturen, perkutan oder reponierbar durch
Teilarthrotomie
– distalen Tibiafrakturen mit Beteiligung des diaphysären
Bereichs
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Klinische Fälle
Fall 1
50-jähriger Mann, Sturz von der Mauer
präoperativ lateral
präoperativ AP
postoperativ lateral
postoperativ AP
präoperativ lateral
präoperativ AP
postoperativ lateral
postoperativ AP
Fall 2
51-jährige Frau, Korrekturosteotomie
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LCP Anterolaterale Distale Tibiaplatte 3.5
Operationstechnik
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Fall 3
75-jähriger Mann,
Verkehrsunfall
präoperativ lateral
präoperativ AP
postoperativ lateral
postoperativ AP
präoperativ lateral
präoperativ AP
postoperativ lateral
postoperativ AP
Fall 4
52-jährige Frau,
Verkehrsunfall
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Präoperative Planung
1
Vorbereitung
Benötigtes Set (eines der folgenden)
Optionale Instrumente
182.400
X92.200
Kirschnerdraht ⭋ 2.0 mm
mit Dreikantspitze
X92.710
Kirschnerdraht ⭋ 1.6 mm
mit Gewindespitze
309.520
Extraktionsschraube, konisch
310.250
Spiralbohrer ⭋ 2.5 mm
311.430
Handstück mit Schnellkupplung
321.120
Plattenspanner mit Gelenken
321.150
Kardanschlüssel ⭋ 11 mm
323.360
Universalbohrbüchse 3.5
324.024
Instrument für temporäre Reposition
324.031
Plattenhalter mit Gewinde ⭋ 3.5 mm
324.214
Spiralbohrer ⭋ 2.8 mm, mit Skala,
Länge 200/100 mm
329.040
Schränkeisen für Platten 2.4 bis 3.5
329.050
Schränkeisen für Platten 2.4 bis 3.5
329.300
Biegepresse
394.350
Grosser Distraktor
395.490
Mittlerer Distraktor
182.405
182.410
182.415
LCP Compact-Kleinfragmentinstrumentarium mit Verriegelungsschrauben
Stardrive ⭋ 3.5 mm und Implantaten (Reintitan) in Vario Case
LCP Compact-Kleinfragmentinstrumentarium mit Verriegelungsschrauben
Stardrive ⭋ 3.5 mm und Implantaten
(Stahl) in Vario Case
LCP Compact-Kleinfragmentinstrumentarium mit Verriegelungsschrauben
⭋ 3.5 mm und Implantaten (Reintitan)
in Vario Case
LCP Compact-Kleinfragmentinstrumentarium mit Verriegelungsschrauben
⭋ 3.5 mm und Implantaten (Stahl) in
Vario Case
Optionale Sets
105.900
Knochenzangensatz
117.700
Instrumentarium für Grossen Distraktor
01.900.022
Extraktionsmodul für Schrauben
⭋ 3.5, 4.0 und 4.5 mm
X= 2: Stahl
X= 4: Titan
Präoperative röntgenologische Beurteilung vornehmen und
den präoperativen Plan vorbereiten. Plattenlänge und zu
verwendende Instrumente festlegen. Die Platzierung der distalen Schrauben bestimmen, um die korrekte Schraubenplatzierung in der Metaphyse sicherzustellen.
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Patient lagern
Patient in Rückenlage auf einen röntgenstrahlendurchlässigen OP-Tisch lagern. Es wird empfohlen, die distale Tibia unter Fluoroskopie im Strahlengang lateral als auch AP
darzustellen. Das Bein auf einer gepolsterten Unterlage
erhöht lagern, bei moderat flexiertem Knie für Platzierung
in einer neutralen Position. Das andere Bein flach auf
dem Tisch lagern.
Warnung: Die Richtung der Verriegelungsschrauben ist
durch das Plattendesign für die normale Anatomie vorgegeben. Muss im metaphysären Bereich von Hand geformt
werden, die dadurch entstandenen neuen Schraubenpositionen kontrollieren mit der auf Seite 14 beschriebenen Technik
zur Überprüfung der Schraubenplatzierung.
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Reposition
2
Gelenkfläche reponieren
Optionale Instrumente
394.350
Grosser Distraktor
395.490
Mittlerer Distraktor
Zugang
Eine longitudinale und gerade Inzision zentriert am Sprunggelenk vornehmen, parallel zum vierten Metatarsalknochen
distal und zwischen Tibia und Fibula proximal. Die proximale
Verlängerung der Inzision sollte sieben bis acht Zentimeter
oberhalb des Gelenks enden. Distal kann die Inzision bis zur
Höhe des Talonavikulargelenks verlängert werden, für die
Darstellung des Talushalses. Das Gelenk kann mittels Arthrotomie dargestellt werden.
Hinweis: Der N. peronaeus superficialis kreuzt die Inzision
gewöhnlich proximal zum Sprunggelenk und sollte während
der ganzen Operation geschützt werden.
Fraktur/Gelenkfläche reponieren
Tipp: Die Anwendung eines Fixateur externe oder Distraktors kann die Visualisierung und Reposition des Gelenks
erleichtern. Ein lateraler Distraktor kann vom Talushals zur
Tibiamitte (von lateral bis medial) platziert werden, um
die Visualisierung des Gelenks durch Distraktion und Plantarflexion des Talus zu maximieren.
Die Reposition des Gelenks unter Bildverstärkung bestätigen.
Temporäre Reposition kann mit mehreren Kirschnerdrähten
erreicht werden. Für den Erhalt der Reposition bestehen
diverse Möglichkeiten, wie zum Beispiel:
– Zugschrauben
– Zugschrauben durch die Platte
– Verriegelungsschrauben durch die Platte
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Synthes
LCP Anterolaterale Distale Tibiaplatte 3.5
Kirschnerdrähte können durch das distale Ende der Platte
platziert werden, um den temporären Erhalt der Reposition
und die Platzierung der Platte zu erleichtern.
Verriegelungsschrauben schaffen keine interfragmentäre
Kompression; deshalb muss jede gewünschte Kompression
mit Standard-Zugschrauben durchgeführt werden. Frakturen
mit Gelenkbeteiligung müssen reponiert und komprimiert
werden, bevor die LCP Anterolaterale Distale Tibiaplatte 3.5
mit Verriegelungsschrauben fixiert wird.
Tipp: Um sicherzustellen, dass Zugschrauben die Plattenplatzierung nicht behindern, sollte die Platzierung intraoperativ
unter Durchleuchtung AP und lateral geschehen.
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Platteninsertion
3
Platte einbringen
Optionales Instrument
324.031
Plattenhalter mit Gewinde
Den Bereich wie erforderlich eröffnen, um die Metaphyse
freizulegen.
Den Schaft submuskulär der lateralen tibialen Kortikalis entlang vorschieben (unter den Muskeln des vorderen Kompartiments und dem Gefässnervenbündel). Besonders vorsichtig
darauf achten, den N. peronaeus superficialis zu schonen,
der gewöhnlich unter der Inzision proximal zum Sprunggelenk kreuzt. Die distale Schraubenreihe sollte genau proximal
zum Gelenk zu liegen kommen. Die Plattenplatzierung unter
Durchleuchtungskontrolle in den Ansichten AP und lateral
vornehmen, um eine sichere Positionierung proximal entlang
der lateralen Tibia sicherzustellen.
Tipp: Für die Insertion den Plattenhalter mit Gewinde als
Griff in eines der distalen Löcher einbringen.
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Platteninsertion
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Platte positionieren und provisorisch fixieren
Optionale Instrumente
X92.200
Kirschnerdraht ⭋ 2.0 mm
mit Dreikantspitze
324.024
Instrument für temporäre Reposition
Um die Rotation der Platte beim Einbringen der ersten Verriegelungsschraube zu verhindern, kann die Platte provisorisch
fixiert werden. Dafür kommen folgende Möglichkeiten in Frage:
– Instrument für temporäre Reposition in ein Schraubenloch,
das nicht sofort belegt werden soll (wie in dieser Operationstechnik gezeigt)
– Kortikalisschraube ⭋ 3.5 mm oder Spongiosaschraube
⭋ 4.0 mm in ein Verriegelungsloch oder Kombiloch
– Haltezange für Platten
– Kirschnerdrähte durch die Platte
– Kortikalisschraube ⭋ 2.7 mm in eines der distalen Löcher
Nach Insertion der Platte die Ausrichtung am Knochen unter
Durchleuchtung kontrollieren. Vor dem Einbringen der
ersten Verriegelungsschraube sicherstellen, dass die korrekte
Reposition erreicht ist. Wenn die Verriegelungsschrauben
eingebracht sind, ist eine weitere Reposition ohne Lösen der
Verriegelungsschrauben nicht möglich.
Hinweis: Diese Verriegelungsplatte ist passend für die anterolaterale distale Tibia vorgeformt. Wenn die Form der Platte
verändert wird, ist es wichtig, gemäss der auf Seite 14
beschriebenen Technik zur Überprüfung der Schraubenplatzierung die Position der Schrauben im Verhältnis zum
Gelenk zu überprüfen.
Tipp: Zur Justierung der Platte in ihre definitive Position
einen Kirschnerdraht, eine Kortikalisschraube oder Spongiosaschraube ein Stück weit in das verlängerte Loch oder ein
Kombiloch einbringen.
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Optionale Instrumente
324.214
Spiralbohrer ⭋ 2.8 mm, mit Skala,
Länge 200/100 mm
324.024
Instrument für temporäre Reposition
324.024
Um Knochenfragmente an die Platte zu ziehen oder von
der Platte weg zu stossen wird das Instrument für temporäre
Reposition durch Plattenlöcher platziert. Es kann verwendet
werden für:
–
–
–
–
kleinere Varus-Valgus-Justierung
translationale Justierungen
provisorische Fixation
die Stabilisierung der Ausrichtung von Platte zu Knochen
während der Insertion der ersten Schrauben
– die Ausrichtung segmentaler Fragmente
Das Instrument für temporäre Reposition an einen maschinellen Antrieb anschliessen und in das gewünschte Loch
platzieren. Die Mutter auf die höchstmögliche Position einstellen und mit der maschinellen Insertion des Instruments
für temporäre Reposition in die nahe Kortikalis beginnen.
Die Insertion beenden, bevor das Ende des gewindetragenden Teils die Plattenoberfläche erreicht. Wird versucht,
über diesen Punkt hinauszugehen, können die Schraubengewinde im Knochen ausreissen.
Den maschinellen Antrieb entfernen und unter C-ArmKontrolle damit beginnen, die Mutter gegen die Platte zu
schrauben. Aufhören, sobald die gewünschte Reposition
erreicht ist.
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Schraubeninsertion
5
Option: Schraubenplatzierung überprüfen
Instrumente
X92.710
Kirschnerdraht ⭋ 1.6 mm
mit Gewindespitze
310.284
LCP Spiralbohrer ⭋ 2.8 mm
323.027
LCP Bohrbüchse 3.5, für Spiralbohrer
⭋ 2.8 mm
323.055
Führungsbüchse für Kirschnerdraht
⭋ 1.6 mm
323.060
Messstab für Kirschnerdraht ⭋ 1.6 mm
Da die Richtung der Verriegelungsschraube von der Biegung
der Platte abhängt, kann die finale Schraubenposition vor
der Insertion mit Kirschnerdrähten überprüft werden. Eine
solche Kontrolle ist besonders wichtig, wenn die Platte
manuell geformt wurde, nahe am Gelenk implantiert wird
oder bei besonderer Anatomie.
In die LCP Bohrbüchse im gewünschten Verriegelungsloch
die Führungsbüchse einbringen.
Einen 1.6 mm Kirschnerdraht mit Gewindespitze durch die Führungsbüchse einbringen und bis zur gewünschten Tiefe bohren.
Die Platzierung des Kirschnerdrahts unter Bildverstärkung
kontrollieren und bestimmen, ob die finale Platzierung der
Schraube akzeptabel sein wird.
Wichtig: Die Position des Kirschnerdrahts zeigt die letztendliche Position der Verriegelungsschraube an. Sicherstellen,
dass der Kirschnerdraht nicht in das Gelenk eindringt.
Die Schraubenlänge ermitteln, indem das verjüngte Ende des
Messstabs über den Kirschnerdraht bis zur Führungsbüchse
geschoben wird.
Messstab, Kirschnerdraht und Führungsbüchse entfernen
und die Bohrbüchse platziert lassen.
Mit dem 2.8 mm Spiralbohrer bohren. Die Bohrbüchse entfernen. Eine Verriegelungsschraube geeigneter Länge einbringen.
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Seite 15
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Schrauben in das distale Fragment einbringen
Instrumente
310.284
LCP Spiralbohrer ⭋ 2.8 mm
323.027
LCP Bohrbüchse 3.5, für Spiralbohrer
⭋ 2.8 mm
314.115
Schraubenzieher Stardrive
314.116
Schraubenziehereinsatz Stardrive
314.070
Sechskantschraubenzieher
314.030
Sechskantschraubenzieher-Einsatz
319.010
Tiefenmessgerät für Schrauben
511.770 oder
511.773
Drehmomentbegrenzer
Die Schrauben-Kombination bestimmen, die für die Fixation
verwendet werden soll. Wird mit einer Kombination von
Verriegelungsschrauben und Kortikalisschrauben gearbeitet,
die Platte zuerst mit Kortikalisschrauben an den Knochen
heranziehen.
Hinweis: Zur Sicherung der Platte an der Tibia vor der Insertion von Verriegelungsschrauben wird empfohlen, die Platte
mit einer Kortikalisschraube oder dem Instrument für temporäre Reposition (324.024) an den Knochen zu ziehen.
Wird als erste Schraube eine Verriegelungsschraube eingebracht, muss sichergestellt sein, dass die Fraktur reponiert ist
und die Platte fest am Knochen gehalten wird. So wird verhindert, dass sich die Platte beim Verriegeln der Schraube in
der Platte dreht.
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Schraubeninsertion
Verriegelungsschraube einbringen
– Die Bohrbüchse in ein Verriegelungsloch oder Kombiloch
eindrehen, bis sie vollständig sitzt.
– Mit dem 2.8 mm Spiralbohrer bis zur gewünschten Tiefe
bohren.
– Die Bohrbüchse entfernen.
– Mit dem Tiefenmessgerät die Schraubenlänge bestimmen.
– Die Schraube einbringen.
Die Verriegelungsschraube unter Verwendung des Drehmomentbegrenzers mit dem Schraubenziehereinsatz maschinell
oder manuell mit dem Schraubenzieher einbringen. Die
Platte fest am Knochen halten, damit sie sich beim Verriegeln der Schraube in der Platte nicht dreht.
Hinweis: Beim Verwenden des Drehmomentbegrenzers ist
die Schraube sicher in der Platte verriegelt, wenn der Drehmomentbegrenzer klickt.
Warnung: Bei maschineller Einbringung niemals einen
Schraubenziehereinsatz direkt verwenden; es muss stets ein
Drehmomentbegrenzer benutzt werden.
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Alternative
Instrumente
323.027
LCP Bohrbüchse 3.5, für Spiralbohrer
⭋ 2.8 mm
324.214
Spiralbohrer ⭋ 2.8 mm, mit Skala,
Länge 200/100 mm
Anstatt mit LCP Spiralbohrer und Tiefenmessgerät zu arbeiten, kann der Spiralbohrer mit Skala verwendet werden, um
das Loch zu bohren und die benötigte Schraubenlänge abzulesen.
7
Option: Plattenspanner mit Gelenken
Instrument
321.120
Plattenspanner mit Gelenken
Nach zufrieden stellender Reposition und wenn es gemäss
Frakturmorphologie geeignet ist, kann die Platte mit dem
Plattenspanner gespannt werden.
Hinweis: Bei einfachen Frakturbildern kann der Plattenspanner die anatomische Reposition erleichtern. Dieses Instrument kann zur Erzeugung von Kompression oder Distraktion
verwendet werden.
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Seite 18
Schraubeninsertion
8
Schrauben in das proximale Fragment einbringen
A Nicht verriegelnde Schrauben
Instrumente
310.250
Spiralbohrer ⭋ 2.5 mm
323.360
Universalbohrbüchse 3.5
314.070
Sechskantschraubenzieher
314.030
Sechskantschraubenzieher-Einsatz
319.010
Tiefenmessgerät
Den Knochen mit dem Spiralbohrer durch die Universalbohrbüchse vorbohren. Für die neutrale Position die Bohrbüchse
in den Lochanteil ohne Gewinde drücken. Um Kompression
zu erhalten, die Bohrbüchse an das Ende des frakturfernen
gewindefreien Lochanteils setzen, ohne Abwärtsdruck auf
die Federspitze der Bohrbüchse auszuüben.
Hinweis: Zur sicheren Platzierung der Schrauben in der
Tibiadiaphyse kann eine zweite Inzision erforderlich sein, um
Schädigung des Gefässnervenbündels im anterioren Kompartiment sowie des N. peronaeus superficialis zu vermeiden.
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Mit dem Tiefenmessgerät für kleine Schrauben die Schraubenlänge ermitteln.
Die geeignete Kortikalisschraube ⭋ 3.5 mm auswählen und
mit dem Sechskantschraubenzieher oder dem Sechskantschraubenzieher-Einsatz einbringen.
Falls verwendet, das Instrument für temporäre Reposition
(324.024) entfernen.
B Verriegelungsschrauben
Bei Verwendung des gewindetragenden Teils der Kombilöcher die Schritte wie für die Insertion der distalen
Verriegelungsschrauben beschrieben (siehe Seiten 15 –16)
wiederholen.
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Knochenersatz und
Implantatentfernung
Option: Knochenersatz
Sofern erforderlich, können metaphysäre Knochendefekte
mit autologem Knochen oder Knochenersatzmaterial gefüllt
werden. Bei Verwendung von Knochenersatzmaterial den
Anweisungen des Herstellers folgen.
chronOS Granulat, mittlere Körnung,
1.4 mm bis 2.8 mm (5, 10, 20 ml)
Implantat entfernen
Zum Entfernen von Verriegelungsschrauben zuerst alle
Schrauben entriegeln und erst dann die Schrauben ganz aus
dem Knochen entfernen. Dies verhindert, dass sich die Platte
beim Entriegeln der letzten Verriegelungsschraube mitdreht.
Probleme bei der Schraubenentfernung
Set
01.900.022
Extraktionsmodul für Schrauben
⭋ 3.5, 4.0 und 4.5 mm
Instrumente
309.520
Extraktionsschraube, konisch
311.430
Handstück mit Schnellkupplung
Lässt sich eine Schraube nicht mit dem Schraubenzieher entfernen (z. B. wenn der Sechskant- oder Stardrive-Antrieb der
Verriegelungsschraube beschädigt oder die Schraube in der
Platte verkantet ist), die konische Extraktionsschraube, die
ein Linksgewinde hat, verwenden. Die Extraktionsschraube
auf das Handstück mit Schnellkupplung montieren und die
Spitze der Extraktionsschraube in den problematischen
Schraubenkopf einbringen. Die Schraube durch Drehen des
Handgriffs gegen den Uhrzeigersinn entfernen.
20
Synthes
LCP Anterolaterale Distale Tibiaplatte 3.5
Operationstechnik
0x6.000.333_AB.qxp:0X6.000.333_AB
04.12.2008
14:56 Uhr
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Implantate und Einsätze
Implantate
Einsätze
Stahl
Titan
Löcher Länge (mm)
241.440
441.440
5
80
rechts
241.442
441.442
7
106
rechts
241.444
441.444
9
132
rechts
241.446
441.446
11
158
rechts
241.448
441.448
13
184
241.450
441.450
15
241.452
441.452
241.454
68.124.001
Einsatz für Implantate, für LCP
Anterolaterale Distale Tibiaplatten
X41.440-X41.449
68.124.002
Einsatz für Implantate, für LCP
Anterolaterale Distale Tibiaplatten,
extralang, X41.450-X41.457
rechts
689.508
Vario Case, Rahmen
210
rechts
689.507
Vario Case, Deckel
17
236
rechts
441.454
19
262
rechts
241.456
441.456
21
288
rechts
241.441
441.441
5
80
links
241.443
441.443
7
106
links
241.445
441.445
9
132
links
241.447
441.447
11
158
links
241.449
441.449
13
184
links
241.451
441.451
15
210
links
241.453
441.453
17
236
links
241.455
441.455
19
262
links
241.457
441.457
21
288
links
9 Löcher
im Schaft
241.445
241.444
Alle Platten sind steril verpackt erhältlich. Für sterile Implantate die Artikelnummer um S ergänzen (z. B. 241.440S).
Synthes
21
0x6.000.333_AB.qxp:0X6.000.333_AB
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14:56 Uhr
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Sets und Instrumente
Benötigtes Set (eines der folgenden)
182.400
182.405
182.410
182.415
Optionale Instrumente
LCP Compact-Kleinfragmentinstrumentarium mit Verriegelungsschrauben
Stardrive ⭋ 3.5 mm und Implantaten
(Reintitan) in Vario Case
LCP Compact-Kleinfragmentinstrumentarium mit Verriegelungsschrauben
Stardrive ⭋ 3.5 mm und Implantaten
(Stahl) in Vario Case
LCP Compact-Kleinfragmentinstrumentarium mit Verriegelungsschrauben
⭋ 3.5 mm und Implantaten (Reintitan)
in Vario Case
LCP Compact-Kleinfragmentinstrumentarium mit Verriegelungsschrauben
⭋ 3.5 mm und Implantaten (Stahl)
in Vario Case
Optionale Sets
X92.200
Kirschnerdraht ⭋ 2.0 mm mit
Dreikantspitze
X92.710
Kirschnerdraht ⭋ 1.6 mm mit
Gewindespitze
309.520
Extraktionsschraube, konisch
310.250
Spiralbohrer ⭋ 2.5 mm
311.430
Handstück mit Schnellkupplung
321.120
Plattenspanner mit Gelenken
321.150
Kardanschlüssel ⭋ 11 mm
323.360
Universalbohrbüchse 3.5
324.024
Instrument für temporäre Reposition
324.031
Plattenhalter mit Gewinde ⭋ 3.5 mm
324.214
Spiralbohrer ⭋ 2.8 mm, mit Skala,
Länge 200/100 mm
105.900
Knochenzangensatz
329.040
Schränkeisen für Platten 2.4 bis 3.5
117.700
Instrumentarium für Grossen Distraktor
329.050
Schränkeisen für Platten 2.4 bis 3.5
01.900.022
Extraktionsmodul für Schrauben
⭋ 3.5, 4.0 und 4.5 mm
329.300
Biegepresse
394.350
Grosser Distraktor
395.490
Mittlerer Distraktor
X= 2: Stahl
X= 4: Titan
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Synthes
LCP Anterolaterale Distale Tibiaplatte 3.5
Operationstechnik
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Synthes
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14:56 Uhr
Seite Cvr3
31080008
© 05/2008
Synthes, Inc. oder deren Tochtergesellschaften
Alle Rechte Vorbehalten
Synthes, LCP, Stardrive und Vario Case sind Markenzeichen von Synthes, Inc. oder deren Tochtergesellschaften
14:56 Uhr
Überreicht durch:
Ö016.000.333öAB{ä
SE_081227 AB
04.12.2008
0123
016.000.333
0x6.000.333_AB.qxp:0X6.000.333_AB
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