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2 6 . O k t o b e r 2 0 1 4 • 4 3 . Wo c h e / 2 0 . J a h r g . • F r a n c k e s t r a ß e 2 , 0 6 1 1 0 H a l l e ( Sa a l e ) • Te l . ( 0 3 4 5 ) 2 0 4 0 9 0 , Fa x 2 0 4 0 9 9 0
Gilt Kuhnts Vermächtnis?
Badi Assad zu
Gast im Objekt 5
HALLE (sn). Ein ungewöhnliches Trio aus Brasilien und
Russland wird am 5. November, 20 Uhr, auf der Bühne im
Objekt 5 (Seebener Straße 5)
erwartet: Badi Assad mit Simone Sou und Oleg Fateev.
Es ist ein Gemeinschaftsprojekt zweier großartiger Musikmagierinnen aus Brasilien mit dem
exzellenten Akkordeonvirtuosen
Oleg Fateev aus Russland, das im
Oktober seine Europa-Premiere hatte. Badi Assad überschreitet traditionelle Stilistiken ihrer
ursprünglichen Brasilianischen
Musik mit einer Mischung aus
Pop, Jazz und Klängen der Weltmusik. Das Resultat trotzt geradezu jeder Kategorisierung. Der
Ausnahme-Sängerin, Gitarristin
und Perkussionistin ist es gelungen, ein anregendes neues Mu-
Badi Assad.
Foto: Veranstalter
sikgenre zu erfinden und musikalisches Neuland zu betreten. Ihre
unbremsbare Lust während ihren
Auftritten zu experimentieren
macht sie dabei so einzigartig. Ihr
großes Talent an der Gitarre, ihre
einmalige Mundperkussion, ihr
lieblicher Gesang und ihre rhythmische Körperbewegung verschmelzen zu einem erfrischend
aufregenden Konzerterlebnis für
das Publikum. Badis Performance
steht einem spirituellen Phänomen in nichts nach. Ihre Fähigkeit
all diese Talente in ihren außergewöhnlichen Darbietungen zu vereinen, ist sagenhaft.
Simone Sou ist eine Künstlerin von großem internationalem
Renommee – nicht zuletzt dank
ihrer feurigen Bühnenpräsenz.
Simones Kenntnisse Brasilianischer, Afrikanischer und Lateinamerikanischer Rhythmen lassen
sie in jedem Musikstil glänzen. In
einem gemeinsamen Projekt mit
dem in New York ansässigen Ethel
String traf sie auf Oleg Fateev, mit
dem sie seitdem oft kooperiert.
Weitere Informationen und ein
Kartenverkauf sind unter www.
objekt5.com in Internet zu finden.
Auseinandersetzung um Rive-Villa: Bewohner wollen bleiben – HWG will sanieren
HALLE. Die Villa, in der Halles
Erster Bürgermeister Richard
Rive 27 Jahre lebte und arbeitete, ist ein Meisterwerk mit
Patina. Konserviert durch den
Atem eines Jahrhunderts ist sie
unberührbar geworden, doch
die Zeit hat sichtbare Mängel
erzeugt. Wie mit der Villa nun
umzugehen ist, darüber streiten Eigentümer und Mieter.
Charlotte Födisch sitzt auf ihrer
Veranda am Garten und liest, von
der Nachmittagssonne gewärmt,
Goethe. In den Beinen schwach,
aber im Kopf helle ist die 91 Jahrige die Älteste im Haus. Nebenan breitet Hans Födisch, ihr Sohn,
Unterlagen aus. Mit am Tisch sitzt
Nachbar Ernst-Dieter Kolfhaus.
Die Rentiers sind besorgt: Sie sollen raus, wollen aber bleiben. Födisch hat an Schild an seiner Tür:
„Sanierung ja, Vertreibung nie“.
Er soll an den Landrain ziehen.
Für ihn ist das undenkbar: Wohin
mit den Möbeln? Das antike Mobiliar passt perfekt ins Rive-Haus.
Erbstücke! „Heimat verkauft man
nicht“, ist er unzufrieden mit seinem Vermieter, der HWG. In seinem Wohnzimmer, das zu Rives Zeiten ein Esszimmer war,
klafft ein provisorisch überdecktes Loch in der Dielung. „Würfelbruch“, erklärt Födisch. Direkt darunter im Gewölbe befand sich
einst die Waschküche. Spätere
Nutzer legten Linoleum über das
Parkett, so konnte Feuchtigkeit
das Holz zersetzen.
Jahrzehntelang hat sich die
Stadt nicht um das Haus geschert,
schimpft Födisch. Der Putz ist abgefallen, die Dachkästen sind verrottet, die Dachrinne leckt. Notreparaturen würden verweigert.
Nachbarn und Passanten klagen
schon, wie das hier aussieht. Jetzt
mache die HWG Druck mit ihren
Anwälten. Födisch legt die Briefe
einer Kanzlei vor. Er befürchtet,
dass die HWG Betongold baut. Er
fordert Gedenktafel und Gedenkstube für Rive, verweist auf das
Vermächtnis des Stifters.
Födisch streitet mit der HWG
darum, was notwendig ist, um das
Gebäude zu sanieren und zu erhalten. Er plädiert für eine schrittweise Sanierung, Raum für Raum,
und vorsichtige Eingriffe nur da,
wo sie nötig sind. Er ist froh, dass
er seine Mutter aus dem Heim
zurückgeholt hat, wo sie „kaputt
gegangen“ wäre. Die Wohnung
der alten Dame ist tipptopp, vom
Fußboden bis zur 4,30 Meter hohen Decke. Für „Charlotte“ wäre
jeder Umzug der Tod.
Auch Nachbar Kolfhaus hängt
am Haus und den Erinnerungen.
HALLE (sn). Aufgrund des bevorstehenden Feiertages (Reformationstag) am Freitag, 31. Oktober,
entsorgt die Hallesche Wasser
und Stadtwirtschaft GmbH, die
Abfallbehälter bereits vorzeitig –
am Mittwoch und Donnerstag.
Ab Freitag: Halle feiert
das zehnte Lichterfest
Charlotte Födisch, ihr Sohn Hans Födisch und ihr langjähriger Nachbar Ernst-Dieter Kolfhaus sitzen auf
der Veranda des Rive-Hauses in Halle und sind in großer Sorge um ihre Zukunft. Foto: Martin Schramme HALLE (sn). Zum Start in die kalte
und dunkle Jahreszeit veranstalRive, erzählt er, hat ihm Bonbons bäudewirtschaft, erklärt dazu, seit nehmen. Am 15. November 1917 tet Halles City-Gemeinschaft ingegeben. Er will nicht umziehen, 17. Juni 1993 Eigentümerin des hatte Kuhnt handschriftlich ver- zwischen schon traditionell das
hofft auf den Mieterschutzbund. Hauses samt Grundstück zu sein. fügt, der Stadt bis zu 150.000 Mark Hallesche Lichterfest – in diesem
Angst hat er auch vor Mietsteige- Es gebe kein aktuelles Verkehrs- zu schenken für den Ankauf einer Jahr zum zehnten Mal. Vor den
rungen, die für die Zeit nach der wertgutachten und das Haus ste- Villa aus dem Roth’schen Erbe, al- Geschäften der teilnehmenden
Sanierung schon angekündigt he auch nicht zum Verkauf. Was lerdings, wie es im Schenkungs- Innenstadt-Händler sollen am
worden seien. Der HWG traut er die Sanierung koste, sei aufgrund schreiben wörtlich heißt, „mit der kommenden Wochenende (ab
der derzeitigen Vermietungssitu- Maßgabe, daß das ganze Grund- Freitag) Fackeln, Lampions oder
nicht. Frieden ist nicht in Sicht.
„2001 wurde uns das Haus für ation nicht zu sagen. „Wir möch- stück künftighin dem Ersten Bür- Lichterketten die Straßen und
350.000 Euro angeboten“, erklä- ten das Haus entsprechend seiner germeister der Stadt Halle unent- den Marktplatz erleuchten. Den
ren die beiden Altmieter. So viel stadtgeschichtlichen Bedeutung geltlich zur alleinigen Benutzung Abschluss bildet am 2. November
Geld hatten sie nicht. Später habe sanieren.“ Seit Mai lägen Bauge- für Wohn- und Repräsentations- der verkaufsoffene Sonntag (13sich ein „Miethai aus dem Wes- nehmigung und denkmalrechtli- zwecke angewiesen wird“.
18 Uhr) mit Abschlussfeuerwerk.
Kuhnt nannte zwei Gründe für
ten“ für das Grundstück interes- che Genehmigung vor. Die Saniesiert und das, so die Schilderung, rung müsse gemäß den Vorgaben seine Schenkung, darunter den:
ist nicht der einzige Ärger. Ein Teil des Denkmalschutzes material-, „Einmal will ich meiner Vaterdes Gartens ist gesperrt. Die HWG maß- und detailgetreu sein. Aus stadt für alle Zeiten eine würdihat in eine Trennmauer eine Git- Sicht der HWG wäre es angesichts ge Amtswohnung für den ersten
tertür eingesetzt. Nun ist der Kai- der aufwändigen Arbeiten von Beamten unserer Stadt schaffen.“
ser-Wilhelm-Apfel weggesperrt. Vorteil, wenn das Haus leer stün- Nach dem Tod Rives 1947 befassDer Nussbaum auch. „Das ist eine de. Deswegen würde mit den der- te sich der Stadtrechtsrat mit der
große Gemeinheit“, protestieren zeitigen Mietern, teilweise in ho- Frage, wie Kuhnts Vermächtnis
die Alt-Mieter und berufen sich hem Alter, gesprochen und nach rechtlich zu bewerten ist. In den
gemeinsamen Lösungen gesucht. Unterlage dazu heißt es: „Diese
auf Gewohnheitsrecht.
Wie die Stadtverwaltung Halle Auf allen Etagen solle es nach der Auflage muß natürlich von der
Stadtverwaltung unbedingt einzum Rive-Haus steht, erklärt de- Sanierung Wohnungen geben.
Die Geschichte der Rive-Villa gehalten werden, da sonst die Geren Pressesprecher Drago Bock:
er
oder Dellen: groß
„Das Haus als ehemaliges Wohn- füllt im Stadtarchiv Halle etliche fahr besteht, daß die Erben Kuhnt
Kleiner Kratzer
er
ier
ck
La
im
be
haus des Oberbürgermeisters Ri- Ordner. 1849/50 wurde die Vil- den Kaufpreis für das Grundstück
Ärger! Das wird
cht aber beim
chard Robert Rive hat stadt- und la von Johann Andreas Christian zurückverlangen.“ Aber: Nie wierichtig teuer! Ni
kulturgeschichtliche Bedeutung. Liebermann im späten Bieder- der nutzte ein OB das Haus. Noch
Die Stadt unterstützt daher die meierstil für Moritz Eduard Mey- zu Rives Zeiten kam ein Teil der
Bemühungen um den Erhaltung er, Professor der Philosophie, er- Industrie- und Handelskammer
ab 49 Euro
und die Sanierung des Gebäu- baut. Ende 1917 erwarb die Stadt in der Villa unter. Schließlich war
ügt:
Anruf gen
des.“ Das Haus sei über die För- das 22 Ar große Grundstück samt der VEB Gebäudewirtschaft Hal5 71 96
derung des Stadtumbaus Ost/ Bebauung für 140.000 Mark. Zu- le für das Objekt zuständig. 1985
0345-80
Gebäudesicherungsprogramm
als einzelförderungswürdig eingestuft. Bock verweist allerdings
ausdrücklich auf die HWG.
Das kommunale Wohnungsunternehmen, Nachfolgerin der Ge-
Superior
Delitzscher Straße 43
06112 Halle · Tel. 0345-5632946 · www.renault-richter.de
vor hatten die Stadtverordneten dem Angebot von Friedrich
Kuhnt, Baumeister und Fabrikbesitzer, zugestimmt, eine Schenkung samt Vermächtnis für ein
Bürgermeisterhaus entgegenzu-
vollzog er den Abbruch eines Hinterhauses. „Der Abriss war Willkür“, sagt Födisch. „Das war Schikane“, pflichtet Kolfhaus bei.
Martin Schramme
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spätsommerlichen und statistisch viel zu warmen Oktober geht
es nun jahreszeitlich auf den Winter. In dieser Nacht endete am 26.
Oktober die Sommerzeit. So wie
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Deutschland die Zeitanzeiger von
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