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Ausgabe 46 März/April 2015 - wiegehts

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Ausgabe 46
März/April 2015
Das Gesundheitsmagazin für Schleswig-Holstein und Hamburg • kostenlos zum Mitnehmen
:
l
a
i
c
e
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S
nale
Emotio nz
e
Intellig
Gesund
im Frühjahr
Neues aus den Kliniken
und Arztpraxen
Behandlung von
Tumorpatienten
Pollen:
Wann fliegt was?
Thema:
Schlaganfall
Das Einmaleins für einen
gesunden Kinderrücken
Daran erkennen Sie
echte Wellnesshotels
editorial/impressum
Mit uns atmen Sie wieder durch
Neuer Fachbereich Pneumologie im WKK Heide
Liebe Leserin, lieber Leser,
Sie haben:
Asthma
COPD
Erkrankungen der Atemmuskulatur
Tumore der Lunge, des Brustfells und des Mediastinums
Erkrankungen des Brustfells und des Mediastinums
chronische Atemschwäche
Lungenentzündung
strukturelle Lungenerkrankungen
Allergien
infektiöse und entzündliche Lungenerkrankungen
Dann sind Sie bei uns richtig:
Wir befassen uns in der Pneumologie mit allen Erkrankungen der an der Atmung beteiligten Organsysteme, mit Ausnahme des Herzens. Alle Organe müssen bei der Behandlung mit beachtet werden und damit
auch die anderen Fachabteilungen im WKK. Wir arbeiten in einem interdisziplinären Team mit der Thoraxchirurgie, der Strahlentherapie, der Onkologie, der Nuklearmedizin und den anderen internistischen Abteilungen zusammen. Wir bieten Patientinnen und Patienten an der Westküste das vollständige Spektrum an
Diagnostik und Therapie von pneumologischen Erkrankungen.
Impressum
„Wie geht´s“ erscheint 5 x im Jahr und liegt
kostenlos bei Gesundheitsanbietern, Anzeigenkunden in Schleswig-Holstein und Hamburg und
in den Zügen der Schleswig-Holstein-Bahn zur
Mitnahme aus.
Redaktion:
Wie geht´s Schleswig-Holstein,
Fincke-Werbung, www.wiegehts-sh.de,
info@wiegehts-sh.de
Redaktionsleitung: Fincke-Werbung (v.i.s.d.P.)
Redaktionelle Mitarbeit: fiw, Experten siehe
Seite 5, Kliniken, Pressedienste
Titelbild: ©goodluz - Fotolia.com
Bildmaterial:
Dank an Stock.XCHNG und pixelio
Gestaltung und Layout: Jennifer Adam
Herausgeber: Fincke Werbung
GmbH & Co. KG
Gerichtsstand: Meldorf
Sprechen Sie uns an!
Kontakt:
Dr. Christian Freyer
Leitender Oberarzt der Pneumologie
Medizinische Klinik 2
Esmarchstraße 50, 25746 Heide
0481 / 785 - 1606
Ihr Partner für Gesundheit
Anzeigen: Wie geht´s, Fincke-Werbung,
E-Mail: anzeigen@wiegehts-sh.de
Anzeigenleitung: Anna Meister
Anzeigenpreisliste vom 1. Januar 2015
Leistung und Gewährleistung: Wie geht´s
übernimmt keine Gewährleistung hinsichtlich
der Ergebnisse, die durch die Nutzung der
Informationen erzielt werden können, insbesondere in Bezug auf die Richtigkeit, Aktualität
und Vollständigkeit. Aussagen und Angaben
über gesetzliche, rechtliche, medizinische o.ä.
Informationen sind unverbindlich. Besondere
Informationen von einzelnen Autoren sind als
solche gekennzeichnet und spiegeln lediglich
die persönliche Ansicht des entsprechenden
Autors wider. Auch hier wird für die Richtigkeit
und Vollständigkeit keine Gewähr übernommen.
Soweit Informationen einen medizinisch relevanten Inhalt haben sollten, ist es erforderlich,
dass Sie diese Informationen vor Ihrer Verwendung - in welcher Art auch immer - überprüfen
und dazu Ihren Arzt und/oder Apotheker um Rat
fragen. Für unverlangt eingesandte Manuskripte
übernimmt die Redaktion keine Gewähr.
Druck: Draeger+Wullenwever print+media,
Lübeck
ob der Winter nun doch noch kommt, lässt sich hier im Norden nicht so einfach beantworten. Kälte und Schnee gab es
dieses Jahr nur für eine kurze Zeit. Und jedes Jahr, wenn der
Frühling vor der Tür steht, erwacht langsam die Natur. Der
eine oder andere versucht nach der Winterpause gleich wieder sportliche Höchstform zu erreichen. Für wieder andere
geht mit der Frühlingszeit auch das große Niesen wieder los.
Wann welche Pollen im norddeutschen Raum in der Luft
sind, erfahren Betroffene in diesem Heft in einer großen Jahresübersicht zum Heraustrennen.
Der Frühling ist auch die Zeit der Gefühle. Mit eigenen Gefühlen und mit denen der anderen umgehen zu können, ist ein
weiterer Schwerpunkt dieser Ausgabe. Dabei spielt die Emotionale Intelligenz heutzutage sowohl im Privatleben als auch
für den beruflichen Erfolg eine immer größere Rolle. Experten
helfen uns zu verstehen, was sich hinter dieser Fähigkeit
verbirgt und wie wir bestimmte Gefühle wahrnehmen und
verstehen können.
Ebenfalls haben wir in dieser Ausgabe wieder verschiedene
medizinische Themen für Sie zusammengestellt, wie z.B. die
Behandlung von Tumorpatienten, was bei einem Schlaganfall
zu beachten ist und wie chronische Wunden verursacht und
behandelt werden. Des Weiteren halten wir Sie wieder durch
aktuelle Meldungen und Veranstaltungen aus den Kliniken auf
dem Laufenden.
Einen erfolgreichen und gesunden Start in den Frühling
wünscht Ihnen das Redaktionsteam der Wie geht’s.
Bleiben Sie schön gesund!
Ihre
(Eike Boyens)
3
inhalt
gesund leben
27 | Muskeln in Katerstimmung
32 | W
ann fliegt was? Regionaler Pollenflugkalender für den
norddeutschen Raum
32 | Trendsport Laufen
60 | Smoothies, Shakes & Co.: Sommerfrischer Spaß im Glas
50 | aktuelles aus den kliniken
special
56 | reise und erholung
36
38
40
42
|
|
|
|
Emotionale Intelligenz
Die Gefühle – nur „Weiberkram“?
Das klare Ich: Basis für emotionale Beziehungen
Die eigenen Gefühle verstehen und beherrschen
aktuelles aus den kliniken
WKK Westküstenklinikum
44 | Z
wei Frauenärzte im Medizinischen
Versorgungszentrum Heide
44 | H
ightech am OP-Tisch
45 | N
euer Chefarzt für die Innere Medizin
36 | special
Asklepios Klinik Horn
46 | Zentrum für Seelische Gesundheit in Horn eröffnet
imland Klinik
47 | Dr. Hans-Markus Johannsen wird neuer Geschäftsführer
48 | Neuer Chefarzt für die Gefäß- und Thoraxchirurgie
Inhaltsverzeichnis
Klinikum Nordfriesland
editorial/impressum
48 | Neues aus dem Klinikum Nordfriesland
 3 | Editorial/Impressum
Regio Klinik
thema
50 | R
egio Klinik und KSV Pinneberg
bieten Fortbildungen für Trainer an
50 | Orthopädisches Angebot von Kopf bis Fuß
 6 | S
chlaganfall: Von der Notfallbehandlung
bis zur Rehabilitation
8 | medizin
reise und erholung
medizin
 8
12
14
16
18
56 | Eckernförder Lebensfreuden
58 | D
aran erkennen Sie echte Wellnesshotels
|
|
|
|
|
Behandlung von Tumorpatienten
Mit chirurgischer Hilfe 55 Kilo weniger Gewicht
Chronische Wunden – Die Spitze eines Eisbergs!
Kommunikation mit Demenzkranken
Sicherer, präziser und schonender mit
innovativer Lasertechnik
20 | Interview mit Psycho-Onkologin Susanne Warnck
service
62 | Sudoku/Bestell-Coupon
60 | gesund leben
junge familie
22 | Vorsorge für Mutter und Kind
23 | Regelmäßige Gesundheits-Checks für Kinder nutzen
24 | Das Einmaleins für einen gesunden Kinderrücken
info
26 | M
eerwasser aus Schleswig-Holstein
zur Pflege von Haut und Haar
28 | Seelisch kranke Menschen erreichen
30 | Leichter in die Reha
34 | Förderverein KinderLeben e.V.:
Über die Institution, ihre Ziele und Aufgaben
49 | Wohnung für Angehörige von
Krebspatienten in Kiel und Lübeck
52 | Mehr Lungenpower dank Physiotherapie
53 | Fortbildungsangebote für Profis im Gesundheitswesen
62 | Wenn der Arzt nichts findet
4
18 | medizin
23 | junge familie
Experten informieren:
PD Dr.
Dr. Lars Marquardt
Chefarzt Neurologie und
Neurogeriatrie, Asklepios
Klinik Wandsbek
Prof. Dr.
Philipp Hildebrand
Leitender Arzt der Klinik
für Chirurgie, Gefäß- und
Unfallchirurgie der Schön
Klinik Neustadt
Barbara Hergert
Pflegeexpertin für
Menschen mit Demenz,
Alzheimer Therapiezentrum
Ratzeburg
Susanne Warnck
Psycho-Onkologin,
Paracelsus-Klinik
Henstedt-Ulzburg
Dr. Blohm
Fachklinik für
Hypnotherapie
Uta Reimann-Höhn
Leiterin des Instituts für
Pädagogik und Lernen in
Niedernhausen
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Neurologie
14 13
►Tel.: (0 40) 18 18-83
Schlaganfall:
Chefarzt Neurologie und
Neurogeriatrie PD Dr.
Dr. Lars Marquardt
Geriatrie
16 61
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Orthopädie und
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Immer ist unsere Klin
Von der Notfallbehandlung
bis zur Rehabilitation
ichbar:
Wirbelsäulenchirurgie
12 74
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Gefäßchirurgie
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Ästh
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Plastisc
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13
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Umfassende Versorgung auch durch neue Neurogeriatrie in Wandsbek
Wen trifft es…
Im Durchschnitt erleidet jeder 6. Mensch
in Deutschland im Laufe des Lebens
einen Schlaganfall. Pro Jahr sind das
ungefähr 250.000 neue Fälle. Von den
Betroffenen sterben trotz großer Fortschritte leider immer noch ungefähr 20%
innerhalb der ersten 90 Tage. Jeder vierte
Überlebende bleibt dauerhaft pflegebedürftig. Somit hat der Schlaganfall nicht
nur verherende Auswirkungen auf den
betroffenen Menschen, sondern immer
auch auf die Familie und das gesamte
Umfeld.
Der Schlaganfall ist bis auf wenige Ausnahmen eine Erkrankung des älteren
Menschen und das Risiko steigt ab dem
70. Lebensjahr recht steil an. Dies liegt
vor allem daran, dass entsprechende
Risikofaktoren mit zunehmendem Alter
immer häufiger werden. Hier sind vor
allem der zu hohe Blutdruck, zu hohe
Blutfette und Diabetes (Zucker-Krankheit)
zu nennen. Weniger bekannt ist sicher,
dass auch bestimmte Störungen des
Herzrhythmus, das sogenannte Vorhofflimmern, ein besonders hohes Risiko für
einen Schlaganfall mit sich bringen. Diese
Erkrankung kommt gerade beim älteren
Menschen sehr häufig vor. Durchschnittlich jeder Fünfte, der älter ist als 80 Jahre,
hat diese Art von Herzrhythmusstörung.
Da unsere Lebenserwartung immer weiter
steigt, gibt es in der Bevölkerung immer
mehr betagte und hochbetagte Menschen, was leider auch mit einer deutlichen Zunahme von Schlaganfällen und
anderen neurologischen Erkrankungen,
die vornehmlich im Alter auftreten, vergesellschaftet ist.
Was kann man tun?
Ziel muss es natürlich sein zu verhindern,
dass es überhaupt zu einem Schlaganfall
kommt. Hier ist eine enge und effektive
6
Oberarzt Dr. Haiko Kazarians beim
Ultraschall der Halsschlagader
Zusammenarbeit mit dem Hausarzt unerlässlich. Viele Risikofaktoren lassen sich
durch einen gesunden Lebenswandel
positiv beeinflussen oder verhindern.
Regelmäßige Bewegung, z. B. zweimal in
der Woche eine Stunde lang spazieren
gehen, kann das Schlaganfallrisiko fast
halbieren. Gesunde Ernährung mit viel
Obst und Gemüse kann einen weiteren
wichtigen Beitrag leisten. Leider lassen
sich nicht alle Risikofaktoren mittels
Selbsthilfe in den Griff bekommen. Besonders im Falle von erhöhtem Blutdruck sind
häufig auch mehrere Medikamente nötig,
um die Werte in einen gesunden Bereich
zu bringen. Aber hier lohnt sich jede
Anstrengung, weil bereits recht kleine
Erfolge das Schlaganfallrisiko deutlich
senken können. Bezüglich der bereits
erwähnten Herzrhythmusstörung „Vorhofflimmern“ sind bestimmte Medikamente
zur Blutverdünnung genauso unerlässlich
wie effektiv. Glücklicherweise gibt es
heute moderne Wirkstoffe, die besser
verträglich sind und besser wirken, als
dies noch vor einigen Jahren der Fall war.
Und wenn es doch passiert…
Sollte es zu einem Schlaganfall kommen,
ist es entscheidend, dass man ihn unmittelbar erkennt und richtig handelt. Häufig
lassen sich die Symptome des Schlaganfalls durch eine spezielle Notfalltherapie
ganz oder zumindest teilweise rückgängig
machen, wenn man früh genug in einem
unter anderem auf Schlaganfälle spezialisierten Krankenhaus ist.
Die wichtigsten Symptome sind das
plötzliche Auftreten von Lähmungen,
Gefühlsstörungen, Sprachstörungen,
Sehstörungen oder auch Koordinationsstörungen. In diesem Fall muss unbedingt
sofort der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 verständigt werden. Der
Hausarzt oder der ärztliche Bereitschaftsdienst kann hier nicht helfen und es würde
zu viel Zeit vergehen. Auch wenn die
behandlungsrelevanten Symptome nicht
von Dauer sind, muss man sie ernst nehmen. Sie sind häufig die Vorboten eines
gefährlichen Schlaganfalls. Durch schnelles Handeln kann ein betroffener Patient
umgehend in eine auf Schlaganfälle spezialisierte Klinik gebracht und optimal
versorgt werden. Die Neurologie der Ask­
lepios Klinik Wandsbek ist beispielsweise
auf die Behandlung von Pa­tienten mit
Schlaganfällen spezialisiert und kann
diese umfassend rund um die Uhr behandeln. Angestrebt wird durch die erwähnte
Notfalltherapie die Symptome des
Schlaganfalls ganz oder teilweise rückgängig zu machen.
Was ist eine „Stroke Unit“?
Die sog. „Stroke Unit“ ist eine besondere
Station, die sich auf die Behandlung von
Patienten mit Schlaganfall spezialisiert
hat. Hier arbeitet zu jeder Tages- und
Nachtzeit ein Team von besonders aus-
gebildeten Ärzten, Schwestern/Pflegern
und Therapeuten. Ziel ist es zum einen,
durch bestimmte Untersuchungen die
Ursache eines Schlaganfalls umgehend
erkennen und behandeln zu können, um
eine Verschlechterung des Zustands oder
einen weiteren Schlaganfall zu verhindern.
Zum anderen geht es aber auch darum,
durch eine besonders intensive Betreuung durch pflegende Mitarbeitende weitere Komplikationen zu vereiteln. Speziell
geschulte Therapeuten beginnen noch
innerhalb der ersten 24h nach einem
Schlaganfall mit einer rehabilitativen
Behandlung. Beim Schlaganfall erhöht
sich die Wahrscheinlichkeit auf Genesung
durch eine Behandlung auf einer „Stroke
Unit“ deutlich.
Was macht eine „Neurogeriatrische“ Abteilung?
Nach der akuten Therapie wegen eines
Schlaganfalls ist oft eine Rehabilitationsbehandlung nötig, um neurologische Ausfallerscheinungen weiter zu verbessern
oder auch die optimale Therapie mit
Medikamenten in die Wege zu leiten.
Besondere Herausforderungen stellen
sich in der Rehabilitation von betagten
oder hochbetagten Menschen dadurch,
dass diese meist gleichzeitig an vielen
anderen medizinischen Problemen leiden,
die in der Behandlung berücksich­tigt werden müssen. Regelhaft muss man sich
auch Gedanken um Themen wie häus-
liche Versorgung nach dem Krankenhausaufenthalt oder entsprechende pflegerische Unterstützung und Hilfsmittelversorgung machen.
Um dieser sehr großen Gruppe von
Pa­tienten besser gerecht werden zu können, hat der neue Chefarzt der Neurologie
in Wandsbek Anfang des Jahres eine
neue Abteilung für „Neurogeriatrie“ eröffnet. Privatdozent Dr. Dr. Lars Marquardt,
der neben der Neurologie auch Spezialist
für Altersmedizin (Geriatrie) ist, behandelt
hier mit seinem Team z. B. Patienten nach
einem Schlaganfall mit einem rehabilitativen und akutmedizinischen Konzept.
Ähnlich wie auf der „Stroke Unit“ ist hier
ein Team aus mehreren Berufsgruppen
tätig, um für jeden Pa­tienten die optimale
Versorgung gewährleisten zu können. In
der Regel dauert ein Aufenthalt in der
„Neurogeriatrie“ zwei bis drei Wochen, in
denen intensive Therapien wie Krankengymnastik, Sprachtherapie oder Ergotherapie stattfinden. Zudem erfolgt eine
medizinische Therapie und es werden,
falls nötig, noch weitere Untersuchungen
veranlasst.
Für die Phase nach dem Krankenhausaufenthalt stehen Sozialarbeiter und
Angehörigenpflege-Ausbilder bereit, um
Hilfestellung bei der häuslichen Versorgung zu geben oder auch eine geeignete
alternative Wohnform zu organisieren.
In der Neurogeriatrie werden im Übrigen
nicht nur Patienten nach Schlaganfall
behandelt. Eine umfassende und profes-
Patient während der Ergotherapie
sionelle Therapie erfahren hier auch
betagte Menschen mit im Alter auftretenden neurologischen Erkrankungen wie
z. B. Anfallsleiden, Parkinson oder
Gedächtnisstörungen.
Fazit Schlaganfall und
Neurogeriatrie
- Der Schlaganfall ist eine häufige und
lebensbedrohliche Erkrankung.
- Durch schnelles Handeln kann der
Schlaganfall häufig effektiv behandelt
werden.
- Bei Symptomen eines Schlaganfalls
sofort Rettungsdienst unter 112 verständigen.
- Patienten mit Schlaganfall sollten
auf einer „Stroke Unit“ behandelt
werden.
- Risikofaktoren für einen Schlaganfall
müssen effektiv behandelt werden.
- Patienten mit „Vorhofflimmern“
haben ein besonders hohes Risiko für
einen Schlaganfall.
- Regelmäßige Bewegung kann Schlaganfälle verhindern.
- In der „Neurogeriatrie“ können
neurologische Erkrankungen des
betagten Menschen besonders umfassend therapiert werden.
7
medizin
medizin
Monate, nur 7,9 Prozent der
Patienten überleben unbehandelt zwei Jahre. Durch eine
Chemotherapie kann häufig
eine Verlängerung des Lebens
erreicht werden, eine Heilung
ist in der Regel hierdurch
jedoch nicht möglich. Somit
stellt die chirurgische Therapie nach wie vor den GoldStandard für die Behandlung
von Leberkrebs dar, da sie die
einzige Option auf Heilung ist.
Grundvoraussetzung der operativen Therapie ist die Kenntnis der funktionellen Anatomie
der Leber. Hierbei muss die
höchst variable Anatomie in
jedem individuellen Fall während der Operation dargestellt
und berücksichtigt werden.
Behandlung von Tumorpatienten
Prof. Dr. Philipp Hildebrand, Leitender Arzt der Klinik für Chirurgie, Gefäß- und Unfallchirurgie der Schön Klinik Neustadt
Die Prognose von Erkrankungen der
Oberbauchorgane wird insbesondere bei
bösartigen Tumoren entscheidend von
der Qualität des operativen Eingriffes
bestimmt. Mit Prof. Dr. Philipp Hildebrand hat die Klinik für Chirurgie,
Gefäß- und Unfallchirurgie an der Schön
Klinik Neustadt einen erfahrenen Spezialisten, der mit einem routinierten
Team das gesamte Spektrum der Viszeralchirurgie abdeckt und insbesondere
komplexe Tumore im Oberbauch behandelt. Nachfolgend wird die Oberbauch­
chirurgie näher beleuchtet:
8
1. Leber
Die Leber ist das zentrale
Organ des gesamten Stoffwechsels und die größte Drüse
des menschlichen Körpers.
Ihre wichtigsten Aufgaben sind
die Produktion lebenswichtiger
Eiweißstoffe, die Verwertung
von
Nahrungsbestandteilen sowie der Abbau und die
Ausscheidung von Stoffwechselprodukten und Giftstoffen.
Man unterscheidet in gut- und
bösartige Erkrankungen der
Leber, wobei eine operative
Therapie bis auf wenige Ausnahmen bei gutartigen Erkrankungen allgemein nicht erforderlich ist. Häufiger wird sie bei
bösartigen Tumoren der Leber
durchgeführt.
Befund bösartiger
Lebertumore
Hierbei wird grundsätzlich
zwischen Tumoren, die sich
aus dem Lebergewebe entwickelt haben und solchen, die
als Absiedlungen (Lebermetastasen, sekundäre Lebertumore) von ursprünglich anderen bösartigen Tumoren unterschiedlicher Organe (Darm,
Prostata, Niere, Mamma)
entstanden sind. Bei den primären Lebertumoren ist das
Leberzell-Karzinom mit einer
jährlichen Inzidenz von fast
einer Million Patienten einer
der häufigsten bösartigen
Tumore der Welt. Ursächlich ist dabei häufig die Ent-
Therapie
Entscheidend ist grundsätzlich
die Möglichkeit der kompletten
Entfernung des tumortragenden Leberanteils (Abb. 1).
Dies wird in der Regel mit Hilfe
einer Bildgebung der Leber
im Sinne einer Computertomographie oder Magnetresonanztomographie festgestellt.
Darüber hinaus müssen aber
auch die individuellen Begleiterkrankungen sowie das
verbleibende gesunde Restlebergewebe nach einem operativen Eingriff berücksichtigt
werden. Ist eine Entfernung
des Leberanteils nicht möglich, müssen Alternativbehandlungen berücksichtigt
werden (Chemotherapie oder
Tumorablation = Verkochung
des Tumors), um das Überleben des Patienten zu verbessern oder im besten Fall
eine chirurgische Therapie im
weiteren Verlauf zu ermöglichen. Bei der Entfernung
des Tumors wird der Tumor
mit einer Nadel punktiert.
Diese wird erhitzt, wodurch
die Tumorzellen absterben.
Das Verfahren kann sowohl
operativ oder computertomographisch gestützt durch die
Haut erfolgen (Abb. 2).
Bleiben die Lebermetastasen
unbehandelt, beträgt die allgemeine Überlebenszeit nur 7,5
Um der Komplexität der
Patienten mit Lebertumoren gerecht zu werden, wird
wicklung einer Leberzirrhose
aufgrund einer chronischen
Virusinfektion (Hepatitis B und
C) sowie übermäßiger Alkoholkonsum. Bezüglich der
Tumorabsiedlung stellt die
Leber das häufigste Zielorgan für Karzinommetastasen
dar. Vor allem in Magen und
Darm streuen Tumore durch
ihre venöse Drainage über die
Leber in dieses Organ. Bereits
zum Zeitpunkt der Erstdiag­
nose des Primärtumors lassen sich Lebermetastasen bei
zirka 15 bis 25 Prozent aller
Patienten nachweisen. Weitere 20 bis 30 Prozent der
Patienten entwickeln diese im
weiteren Verlauf, oft innerhalb
der ersten drei Jahre nach
Diagnosestellung.
jeder Fall in der Schön Klinik
Neustadt in einem interdisziplinären „Tumorboard“ mit
hoher Expertise besprochen
und für jeden Patienten eine
individuelle Therapiestrategie
unter Berücksichtigung aller
Faktoren (Tumorart, Ausmaß
des Tumorbefalls in der Leber,
Begleiterkrankungen, Vorbehandlungen) erarbeitet.
2.
Bauchspeicheldrüse
Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) liegt im Oberbauch
hinter dem Bauchfell, zwischen Magen, Milz, Leber
und den großen Blutgefäßen
des Bauchraums und steht in
enger Beziehung zum Zwölffingerdarm, der den Pankreaskopf umfasst. Die von
ihr gebildeten Verdauungsenzyme werden über einen
Ausführungsgang in den
Zwölffingerdarm abgegeben.
Darüber hinaus werden in der
Bauchspeicheldrüse Hormone
gebildet, die direkt an das
Blut überführt werden und
vor allem für die Regulation
des Blutzuckerspiegels verantwortlich sind. Man unterscheidet gut- und bösartige
Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse, wobei eine
operative Therapie bei gutartigen Erkrankungen in der
Regel nicht erforderlich ist.
Bauchspeichel­
drüsenkrebs
Bauchspeicheldrüsentumore sind nicht so selten, man
rechnet mit einer Neuerkrankungsrate von mehr als zehn
Betroffenen auf 100.000
Einwohner. In Deutschland
erkranken daran jedes Jahr
zirka 13.000 Patienten. Die
einzige Behandlung mit Heilungschance besteht in einer
vollständigen, chirurgischen
Entfernung des Tumors,
wobei die Operation technisch anspruchsvoll ist und
Erfahrung bedarf. Besteht der
Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs, erfolgt zunächst
die Diagnostik. Hierbei muss
geklärt werden, ob es sich
Abb. 1: Beispiel eines bösartigen Tumors des linken Leberlappens
mit der Notwendigkeit der Entfernung des gesamten linken Leberlappens.
Abb. 2: Transkutane Tumorablation - eine in Lokalanästhesie
durch die Haut eingebrachte Sonde mit anschließender Verkochung
des Tumors unter Ultraschallkontrolle.
9
medizin
medizin
Dieser Patientin entfernte Professor Hildebrand (Foto) einen
Bauchspeicheldrüsen-Tumor. Bei der Visite zwei Tage nach der
Operation war die Dame schon wieder zum Scherzen aufgelegt.
Foto: Roswitha Bauer
wirklich um einen Tumor handelt und wenn ja, an welcher
Stelle der Bauchspeicheldrüse
sich der Tumor befindet und
wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist.
Abb. 3: A=Resektionsausmaß mit
Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes, der Gallenblase,
dem unteren Teil des Gallengangs und dem Zwölffingerdarm.
B=Die Rekonstruktion mit An­
bringen einer Dünndarmschlinge am Magen und am Gallengang sowie des Restpankreas an
eine Darmschlinge.
Abb. 4: Komplette Entfernung
des Magens samt anhängender
Lymphknoten und anschließende
Wiederherstellung der Passage
durch eine hochgezogene Dünndarmschlinge.
10
Folgende Untersuchungen
werden zum Nachweis eines
Pankreaskarzinoms durchgeführt:
-Laboruntersuchungen
-Ultraschalluntersuchung
(Sonographie)
- Computertomographie (CT)
-Endosonographie der
Bauchspeicheldrüse
- Röntgen der Lunge
-Spiegelung (Endoskopie)
von Magen und Zwölffingerdarm
-Endoskopische Darstellung
von Pankreasgang und
Gallenwegen (ERCP)
-Kernspintomographie
(Magnetresonanztomographie, MRT)
- Gewebepunktion (Biopsie)
-Bauchspieglung
Anhand dieser Untersuchungen muss neben der
Wahl des geeigneten chirurgischen Verfahrens in erster
Linie die Frage der Operierbarkeit beantwortet werden. Bei einer Absiedlung
von Tumorzellen in die Leber
(Lebermetastasen) oder in die
Bauchfellhöhle (Peritonealkarzinose) sowie der Infiltration
der großen arteriellen Gefäße
ist die chirurgische Entfernung
des Tumors aus tumorbiologischer Sicht nicht sinnvoll, da
kein Überlebensvorteil für den
Patienten erzielt werden kann.
In erfahrenen Zentren liegt die
heilende Operationsrate dennoch bei bis zu 25 Prozent, so
dass bei jedem Patienten die
Möglichkeit einer heilsamen
Entfernung in einem interdisziplinären Tumorboard mit
einem qualifizierten Pankreaschirurgen besprochen werden
sollte.
Operative Therapie
Drei Viertel der Tumore entstehen im Pankreaskopf, dem am
weitesten rechts, am Zwölffingerdarm gelegenen Anteil, 20
Prozent im mittleren Anteil und
fünf Prozent im linksseitigen
Ausläufer zur Milz hin, dem
Pankreasschwanz. Befindet
sich der Tumor im Pankreaskopf, wird bei der Operation
neben dem tumortragenden
rechten Teil der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskopf) auch
die Gallenblase, der untere Teil des Gallengangs, der
Zwölffingerdarm und manchmal auch ein Teil des Magens
(Whipple-Operation) entfernt.
In manchen Fällen müssen die
gesamte Bauchspeicheldrüse
entnommen (totale Pankreatektomie) und Gefäße rekonstruiert werden, wenn hierdurch eine Tumorfreiheit zu
erreichen ist. Da im Rahmen
dieser Operation der Zwölffingerdarm entfernt wird, ist die
Verbindung zwischen Magen
und Dünndarm zunächst
unterbrochen. Das gilt auch für
den Abfluss der von der Leber
gebildeten Galle in den Darm
sowie den Abfluss des Bauchspeicheldrüsensekretes in den
Darm. Damit der Patient wie-
der Nahrung zu sich nehmen
kann und der Abfluss der Galle
in den Dünndarm möglich ist,
muss im zweiten Teil der Operation diese Verbindung wiederhergestellt werden. Dies
erfolgt durch Anbringen einer
Dünndarmschlinge am Magen
oder Restmagen beziehungsweise am Gallengang. Das
Restpankreas wird entweder
über eine Darmschlinge in den
Darm zurückgeleitet oder in
den Magen eingenäht (Abb. 3).
Befindet sich der Tumor im
Schwanz der Bauchspeicheldrüse, werden in der Regel nur
der tumortragende Organteil
und die Milz entfernt. Umfangreichere Wiederherstellungsmaßnahmen sind in diesem
Fall nicht erforderlich.
3. Magen
Während früher Erkrankungen
wie das Magengeschwür operativ behandelt wurden, wird
es heute aufgrund neuer Forschungsergebnisse in vielen
Fällen als Folge einer Infektion
dargestellt und ist zum großen
Teil medikamentös behandelbar. Nur Komplikationen wie
Blutungen oder Durchbrüche
müssen noch operativ behandelt werden. Auch Blutungen
aus einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür werden
vielfach endoskopisch, also
ohne operativen Eingriff behandelt. Hingegen hat die operative Therapie nach wie vor
ihren festen Stellenwert in der
Behandlung von bösartigen
Magentumoren und gilt hier
weiterhin als Gold-Standard.
Die moderne Therapie von
Erkrankungen des Magens
ist heute nur möglich mit der
interdisziplinären Zusammenarbeit von mehreren Fachgebieten wie Chirurgie, Innere
Medizin/Onkologie, Endoskopie und Radiologie.
Gutartige
Magen­geschwüre
Das Magengeschwür wird in
der Regel konservativ behan-
delt. Die Diagnostik erfolgt
endoskopisch, wobei in jedem
Fall eine Gewebsprobe entnommen wird, um eine bösartige Erkrankung auszuschließen. Die Therapie bei einem
unkomplizierten Magengeschwür geschieht, insbesondere bei einem Nachweis von
Magenbakterium, konservativ
mit Medikamenten. Bei Auftreten von zum Teil lebensbedrohlichen Blutungen aus
einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür tritt die
sofortige endoskopische Therapie mit dem Ziel einer Blutstillung an die erste Stelle. Erst
wenn diese nicht erfolgreich
ist, folgt eine operative Therapie. Sie umfasst sämtliche
operative Verfahren von der
Umstechung der Blutung, der
Unterbindung von zuführenden
Blutgefäßen und in selten Fällen auch die Entfernung von
Magenanteilen. Die gefäßchirurgische radiologische Therapie mit der Möglichkeit arterielle blutende Gefäße ohne
Operation zu verschließen,
ergänzt das Therapiespektrum
und dient unter Umständen
auch dem Ziel der möglichst
schonenden Behandlung eines
lebensbedrohlichen Zustandes
des Patienten.
Refluxerkrankung
Bei der Refluxerkrankung
funktioniert der Schließmuskel zwischen Speiseröhre
und Magen nicht mehr regelhaft. Als Folge läuft scharfe
Magensäure ungehindert in die
Speiseröhre und verätzt die
dortige Schleimhaut, was bei
schwerster Form sogar zu der
Entwicklung bösartiger Tumore führen kann. Die Therapie
ist zunächst konservativ und
beinhaltet neben der Umstellung der Ernährung auch eine
medikamentöse Therapie. Nur
eine Minderheit bedarf einer
operativen Therapie, welche
anhand verschiedener Kriterien
(anhaltende Symptome, nachgewiesener Säurerückfluss in
die Speiseröhre, Ausschluss
Bewegungsstörung der Speiseröhre) abgewogen werden
muss, um ein gutes postoperatives Ergebnis zu erzielen.
Ist die Indikation zur Operation
gestellt, wird der Eingriff heute
standardmäßig minimal-invasiv durchgeführt. Ziel ist zum
einen den meist bestehenden
Zwerchfellbruch zu vernähen
sowie den Säurerückfluss
durch eine Manschettenbildung zu verhindern.
Magentumore
Gutartige Tumore des Magens
werden häufig als Zufallsbefund bei unspezifischen Oberbauchbeschwerden diagnostiziert. Je nach Sitz des Tumors
im Magen kann auch eine
Behinderung des Nahrungstransports auftreten, die entsprechende Symptome macht
(Erbrechen, Völlegefühl). Gutartige Tumore betreffen häufig die glatte Muskulatur der
Magenwand und sind resezierenden Maßnahmen zugänglich, die bei günstigem Sitz der
Tumore auch minimal-invasiv
durchgeführt werden können.
entlang der den Magen versorgenden Gefäße werden
ebenfalls mit entfernt. Je nach
Tumorlokalisation muss in Einzelfällen auch die Milz entfernt
werden (Abb. 4).
Medizinische
Versorgung
In der Schön Klinik Neustadt
sind sämtliche Therapiemöglichkeiten bei gut- und bösartigen Erkrankungen vorhanden.
Im stationären Bereich ist die
Behandlung durch eine hohe
Expertise der einzelnen Diszip­
linen sowie der engen Kooperation untereinander geprägt.
Durch die sich im Klinikgebäude befindliche onkologische
Praxis ist zudem eine nahtlose
Anbindung an den ambulanten
Sektor gegeben. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit
den niedergelassenen ärztlichen Kollegen garantiert eine
exzellente medizinische Versorgung, die sich immer an den
individuellen Bedürfnissen der
Patienten orientiert.
Oberbauch­sprechstunde:
Prof. Dr. Philipp Hildebrand,
Ltd. Arzt Oberbauchchirurgie, Freitag 11 bis 12.30 Uhr,
nach Vereinbarung
(bei Bedarf auch außerhalb
der Sprechstundenzeiten).
Terminkoordination über
Ulrike Carstensen,
Telefon 04561 – 7184691.
Magenkarzinom
Das Magenkarzinom macht
zirka fünf Prozent aller bösartigen
Erkrankungen
in
Deutschland aus. Zu den
umweltbedingten Risikofaktoren zählen im Wesentlichen
die Infektion mit Helicobacter
pylori (Stäbchenbakterium)
sowie bestimmte Ernährungsweisen. Die Symptome sind
häufig unspezifisch (Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Übelkeit)
und die Diagnose wird meist
im Rahmen einer Magenspieglung aufgrund der Beschwerdesymptomatik diagnostiziert.
Die Therapie der Wahl ist die
chirurgische Therapie, welche
je nach Stadium mit einer Chemotherapie kombiniert werden
sollte. Die operative Therapie
besteht in der Regel in einer
vollständigen Entfernung des
Magens. Lymphknoten in der
Umgebung des Magens und
11
medizin
Mit chirurgischer Hilfe
55 Kilo weniger Gewicht
Fakten zu Adipositas
Bärbel Sommer
A
dipositas, häufig auch Fettleibigkeit genannt, wird definiert als ein Krankheitszustand, der durch eine Vermehrung des Körperfetts über das normale Maß hinaus gekennzeichnet ist. Adipositas oder die Vorstufe, das Übergewicht, können Risikofaktoren für verschiedene Folgeerkrankungen darstellen,
dazu gehören beispielsweise Gefäßerkrankungen und Erkrankungen des HerzKreislauf-Systems sowie ein gestörter Zuckerstoffwechsel bis hin zur Diabetes
(Zuckerkrankheit Diabetes mellitus, Typ II).
uns aus und motivieren uns
gegenseitig, ich kann jedem
Übergewichtigen nur empfehlen, sich an die Klinik Tönning
zu wenden und eine Selbsthilfegruppe aufzusuchen“, erläutert Hansen sein Erfolgsrezept.
Das Adipositas Zentrum Nord
im kleinen Akut­
krankenhaus
Tönning ist eine Anlaufstelle
für sehr übergewichtige Menschen. Seit Jahren macht sich
die Klinik einen Namen in der
professionellen Behandlung
der sogenannten „Adipositas“,
dem schweren Übergewicht.
Das Team um Dr. Steffen Krause, dem chirurgischen Chefarzt der Klinik und Leiter des
Adipositas Zentrums, genießt
Um definieren zu können, wann ein Mensch übergewichtig oder adipös ist,
wurde der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) eingeführt. Der BMI ergibt sich
aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Meter
zum Quadrat. Beispiel: Der BMI eines 1,80 m großen Mannes mit 90 kg beträgt
27,8 kg/m². Eine Adipositas liegt nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation) ab einem BMI von 30 vor. Der ideale BMI liegt
zwischen 20 und 25.
Folgende Gewichtsklassifikationen werden bei Erwachsenen anhand des BMI
unterschieden:
BMI unter 18,5 = Untergewicht
BMI zwischen 18,5 und 24,9 = Normalgewicht
BMI zwischen 25 und 29,9 = Übergewicht
BMI ab 30 = Adipositas, Grad I
BMI-Wert ab 35 = Adipositas Grad II
BMI-Wert ab 40 = extreme Adipositas Grad III
>18,5
18,5-24,9
25-29,9
30-34
35-39
<40
Darüber hinaus wird mittlerweile ebenfalls dazu übergegangen, den Bauchumfang zur Beurteilung, ob Adipositas vorliegt oder nicht, heranzuziehen.
In Deutschland waren 2013 laut dem Statistischen Bundesamt 29 % der Frauen
und 44 % der Männer übergewichtig. Ungefähr 14 % der Frauen und 17 % der
Männer litten hierzulande an Adipositas. Die Ursachen für Übergewicht und
Adipositas sind vielfältig, meist spielt die Kombination aus mehreren Faktoren
eine Rolle: Ungesunder Lebensstil und falsche Ernährung, Bewegungsmangel,
genetische Veranlagung, psychische Faktoren (z.B. Stress, Misserfolg, Frust),
Stoffwechselerkrankungen oder Medikamente können beispielsweise Übergewicht verursachen.
12
Der gebürtige Flensburger, Sören Hansen,
hat innerhalb von sechs
Monaten 55 Kilogramm
abgespeckt. Die Leidensgeschichte des Mittvierzigers beginnt vor
vielen Jahren: Schon als
Kind hatte er eine kräftige Figur. Der Karriere
wegen zog der gelernte
Einzelhandelskaufmann
nach Süddeutschland,
dort vermisste er seine
Familie und Freunde und
kompensierte das Heimweh mit Essen. Nach
dem Umzug in die alte
Heimat sollte alles besser werden. Er wollte im
Norden eine neue Arbeit
finden und Gewicht verlieren, der Zeiger auf der
Waage in der Apotheke
zeigte inzwischen auf 207
Kilogramm.
„
Eine gute Freundin
hat mir das Adipositas Zentrum in Tönning empfohlen“, erzählt Sören
Hansen. „Ich habe dort gleich
angerufen und um einen Beratungstermin gebeten, denn
mein Gewicht sorgte inzwischen für erhebliche Schwierigkeiten beim Gehen: die Knie
schmerzten, der Fersensporn
attackierte mich bei jedem
Schritt und ich schwitzte bei
der kleinsten Bewegung.“ Im
Februar 2014 fand das erste
Gespräch mit Dr. Steffen Krause, dem Leiter des Adipositas
Zentrums in Tönning statt. Der
Mediziner erläuterte die chirurgischen Verfahren, die in der Klinik angeboten werden, wie zum
Beispiel die Implantation eines
Magenbandes oder die Operation eines Magenbypasses.
Es folgten erste Voruntersuchungen. Als weitere Voraussetzung für eine Operation musste
Sören Hansen Gespräche mit
einer Ernährungsberaterin, einer
Bewegungstherapeutin und
einem Psychologen führen. „Die
sind alle in der Klinik Tönning
tätig, das ist kein Problem“,
schwärmt Hansen.
bei den behandelten Patienten
großes Vertrauen. Bei den chirurgischen Verfahren ist das
Ziel die Reduzierung der aufnehmbaren Nahrungsmenge
im Magen. Und auch nach
dem Abnehmen bekommt der
Patient Hilfe in der Klinik in Tönning: durch plastisch-kosmetische Korrektur-Eingriffe, die
der Hamburger Spezialist, Dr.
Armin Rau, in der Klinik durchführt. Darüber hinaus wird auch
das konservative OPTIFASTVerfahren durch das Zentrum
angeboten.
Weitere Informationen sind
unter www.adipositas-nord.de
erhältlich.
Anzeige
Am 18. Juni wurde Hansen
dann operiert - er erhielt einen
Magenbypass. Die ersten zwei
Wochen nach dem Eingriff
durfte er sich nur flüssig ernähren, es folgten vier Wochen
mit pürierter Kost. Und wieder
war es die gute Freundin, die
ihm bei der Zubereitung der
Speisen half. Danach wurde
ihm eine fettarme Ernährung
empfohlen, möglichst oft am
Tag nimmt er kleine Mahlzeiten
zu sich. Er ist schnell satt und
der Körper scheidet das überflüssige Fett unverdaut aus.
Seit der Operation hat Hansen
problemlos 55 Kilogramm Körpergewicht verloren. „Und ich
werde weitermachen“, versichert der motivierte Mann. Er
geht wieder spazieren, er geht
schwimmen und er fährt Fahrrad. Das alles war vorher nicht
mehr möglich. Sein großes Ziel:
in diesem Jahr will er unter 100
Kilo wiegen. Dabei unterstützt
ihn die Klinik Tönning und eine
Selbsthilfegruppe in Flensburg.
Alle drei Monate wird er in Tönning gründlich untersucht und
gewogen. Alle vier Wochen
trifft er sich in Flensburg mit
Gleichgesinnten. „Wir tauschen
13
medizin
medizin
Chronische Wunden –
Die Spitze eines Eisbergs!
S
ehr häufige chronische Wunden sind
Geschwüre an den Unterschenkeln
(sogenanntes offenes Bein). Oft treten auch Druckgeschwüre im Gesäßbereich sowie im Bereich von Aufliegestellen
an der Wirbelsäule, den Beckenknochen
oder an Fußteilen auf. Bei solchen, oft über
viele Wochen und Monate bestehenden
Wunden ist der Fachmann gefragt.
Seltener sind chronische Wunden durch
Hautinfektionen oder bösartige Hauterkrankungen bedingt. Der größte Teil dieser schlecht heilenden Wunden (80%)
werden durch Störungen im Blutgefäßsys­
tem der Beine, den Arterien oder Venen,
verursacht.
Es muss nach Erkrankungen gesucht
werden, die die Abheilung dieser Wunden
verhindern.
Am häufigsten handelt es sich dabei um
Verkalkungen der Beinarterien (Schaufens­
terkrankheit). Auch durch zusätzliche
Gerinnselbildungen mit Verstopfungen in
den Arterien und Venen (Thrombosen
oder Embolien) kann es zu einer dauerhaften Minderdurchblutung des betroffenen Beines kommen, so dass die
Wundheilung gestört wird.
Weiterhin kann der Blutrückfluss in den
Beinvenen zum Herzen, zum Beispiel
nach Venenthrombosen, zu einem Hautgeschwür führen. Auch kann eine Krampfaderbildung im fortgeschrittenem Stadium (Varikose) eine Geschwürbildung am
Unterschenkel verursachen.
Achtung!
Fast jeder Mensch hat sich als Kind, als Jugendlicher oder als
Erwachsener an den Armen, Beinen oder anderen Körperstellen
schon einmal verletzt. Derartige Verletzungen führen zu Wunden.
Diese sind definitionsgemäß eine Trennung des Gewebezusammenhanges an äußeren oder inneren Körperflächen (mit oder ohne
Gewebeverlust). Meist heilen diese Schnitt-, Schürf- oder Stichwunden innerhalb von ein bis zwei Wochen vollständig ohne Spätfolgen
problemlos aus. Kommt es trotz fachgerechter ärztlicher und pflegerischer Behandlung nach vier bis zwölf Wochen nicht zur Abheilung
liegt eine sogenannte chronische Wunde vor.
14
Chronische Wunden werden oft gleichzeitig durch Erkrankungen der Arterien und
Venen verursacht. Zusätzlich spielt die
Zuckererkrankung, der Diabetes mellitus,
eine zunehmende Rolle bei der Entstehung chronischer Wunden, insbesondere
an den Füßen. Durch krankhafte Veränderungen an den Nerven, Muskeln, Sehnen
und Knochen der Füße, können ebenfalls
Geschwüre entstehen (sogenanntes diabetisches Fußsyndrom).
Für die erfolgreiche Behandlung chronischer Wunden muss man die Ursachen
der verzögerten oder ausbleibenden
Wundheilung kennen und behandeln.
Ohne Blut keine Heilung!
Wegen des sehr hohen Anteils von Gefäßkrankheiten an der Entstehung chronischer Wunden, ist der Gefäßmediziner
als Spezialist meist der richtige Ansprechpartner für diese Patienten.
Neben der Erkennung und erfolgreichen
Behandlung der oft zu grunde liegenden
Störungen im Arterien- und/ oder Venensystem der Beine muss eine moderne
lokale Behandlung der Wunden erfolgen.
In der Sana Klinik Lübeck hat sich die
gefäßmedizinische Abteilung auf die
Behandlung chronischer und diabetisch
bedingter Wunden spezialisiert. Sie verfügt über alle modernen Untersuchungsund Behandlungsmethoden, um chronische Wunden erfolgreich zu behandeln.
Die Fortschritte der Medizin haben zu
einer deutlichen Erweiterung der Behandlungsmöglichkeiten, sowohl am Gefäßsys­
tem als auch bei der lokalen Wundbehandlung geführt. Nur durch ein Team
ärztlicher und pflegerischer Mitarbeiter
und durch die Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche können die Patienten
erfolgreich behandelt werden.
Zur Verbesserung der Durchblutung der
Beine behandeln die Gefäßmediziner der
Sana Klinik Lübeck die Arterien- und
Venenerkrankungen schonend sowohl
mit Katheterverfahren (Ballon-Stentangioplastien) als auch durch gefäßchirurgisch
operative Maßnahmen (Gefäßausschälungen, künstliche Blutleiter – Bypassverfahren).
Sehr häufig müssen beide Techniken in
einer Operation gleichzeitig angewendet
werden.
Neben diesen, die Durchblutung des Beines verbessernden Behandlungen, wird
gemeinsam mit den Mitarbeitern vom
Wundmanagement die lokale Behandlung
der Wunden festgelegt und durchgeführt.
Hier kommen viele moderne Verfahren,
auch die Madentherapie, zum Einsatz.
Die Entfernung von Zehen- und Fußteilen
ist oft nicht zu vermeiden. Nach einer
kurzen Ruhigstellung der betroffenen
Extremität wird durch eine fachorthopädische Mitbetreuung die schnelle Rückkehr zum weiteren Extremitätengebrauch,
die schnelle Rückkehr zum Fuß- und
Beingebrauch durch Schuh- und Orthesenversorgung organisiert.
Zur umfassenden Behandlung von
Pa­tienten mit chronischen Wunden gehören auch die Mitarbeiter vom Diabetesteam. Sie beraten und schulen intensiv die
an Diabetes mellitus erkrankten Patienten.
An den Sana Kliniken Lübeck besteht ein
sehr gut strukturiertes Team von Ärzten und
Pflegekräften zur erfolgreichen Behandlung
chronischer und diabetesbedingter Wunden.
Durch rechtzeitiges Erkennen und fachgerechtes Behandeln chronischer Wun-
Über Sana GefäßMed Nord
Die Sana Kliniken im Norden arbeiten immer
enger zusammen. Nach den Kardiologen mit Sana
CardioMed Nord üben jetzt die Gefäßmediziner
aus acht Kliniken den Schulterschluss zum Wohle
der Patienten. Die Grundlagen für Sana GefäßMed
Nord haben die Kliniken bereits vor Jahren gelegt.
Die Regio Kliniken verfügen seit Langem über ein
zertifiziertes Gefäßzentrum, ebenso Wismar. Die
Gefäßzentren in Lübeck, Ostholstein und Hameln
bereiten die Zertifizierung derzeit vor. In den
Gefäßzentren arbeiten die Mediziner der einzelnen
Standorte schon interdisziplinär zusammen. In
gemeinsamen Fallkonferenzen beraten Angiologen,
Gefäßchirurgen, Radiologen, Diabetologen, Wundtherapeuten und auch Neurologen sowie niedergelassene Ärzte über die für den jeweiligen Patienten
passenden Therapie.
den kann so ein oft schwerer Krankheitsverlauf sowie mögliche Amputationen des
Beines verhindert werden.
Sprechzeiten zur Behandlung chronischer und diabetesbedingter Wunden
Montag und Dienstag
13-15 Uhr
Donnerstag
8-11 Uhr
Tel. 0451 585 1 585
- Anzeige -
Termine „Durchblick Gesundheit“
jeweils Mittwoch um 18.00 Uhr im Foyer in den Sana Kliniken Lübeck
Wir möchten Sie informieren und Ihnen medizinische Themen und Zusammenhänge darstellen. Über Ihre Teilnahme
würden wir uns freuen. Alle Termine sind kostenfrei. Eine
Anmeldung ist nicht notwendig, außer es ist angegeben.
Mittwoch, den 29.04.2015, 18-20 Uhr
Thema: Vernissage und Versteigerung von Bildern,
Förderverein Palliativmedizin. Versteigerung durch
Schauspieler Andreas Hutzel (Ausstellung ab 10.00 Uhr).
Mittwoch, den 21.01.2015, 18-19.30 Uhr
Thema: Weg zum Normalgewicht
Referenten: Dr. Sabine Westenhöfer, Bad Schwartau,
Dr. Bernhard Greiling, Praxisklinik Travemünde, Elisabeth
Kalurzynski, Ernährungsberaterin und Diabetesberaterin
DDG, Christof Degen, Physiotherapeut, Dr. med. AnyaMaria Stenger, Leiterin Adipositaszentrum.
Mittwoch, den 06.05.2015, 18-19 Uhr
Thema: Ernährung bei Krebs und Sport mit Krebs
Referenten: Physiotherapeut Christof Degen und
Ernährungsberaterin Elisabeth Kalurzynski.
Mittwoch, den 25.02.2015, 18-19 Uhr
Thema: „Im Notfall – worauf kommt es an“ – Was passiert
in einer Notaufnahme?
Referenten: Dr. med. Jörg Metzner,
Ärztlicher Leiter Notaufnahme und weitere.
Mittwoch, den 04.03.2015, 18-19 Uhr
Thema: Darmkrebstag: Vorsorgen,
erkennen und behandeln!
Referenten: PD Dr. med. Sven Eisold,
Leiter Darmkrebszentrum und weitere.
Mittwoch, den 27.05.2015, 18-19 Uhr
Thema: Der Mensch von Innen – was kann die Endoskopie
und Sonographie?
Referenten: PD Dr. med. Matthias J. Bahr, Chefarzt
der Medizinischen Klinik I und weitere.
Dienstag, den 02.06.2015, 18-19 Uhr
Thema: Aktionstag gegen den Schmerz - Interdisziplinäre
Schmerzklinik Travemünde
Referenten: Prof. Dr. med. Petra Saur, Chefärztin, Lutz
Schoeneich, Ärztlicher Leiter und Leonore Nagewitz,
Psychologische Psychotherapeutin der Schmerzklinik
Travemünde.
Mittwoch, den 28.03.2015, 18-19 Uhr
Thema: Sana GefäßMed Nord: Zentrum für Gefäße und
chronische Wunden
Referenten: Dr. med. Matthias Lenk, Chefarzt der Klinik
Gefäß- und Thoraxchirurgie und weitere.
Mittwoch, den 10.06.2015, 18-19.30 Uhr
Thema: Immer Kummer mit dem Knie - Ursachen und
Therapiemöglichkeiten
Referenten: Dr. Norbert Thiem, Chefarzt und sein Team
des zertizierten Endoprothetikzentrums der Klinik für
Orthopädie und Unfallchirurgie.
Mittwoch, den 22.04.2015, 18-19 Uhr
Thema: Patientenverfügung – wie erstelle und formuliere
ich eine Patientenverfügung?
Referenten: Prof. Dr. Petra Saur, Chefärztin Anästhesie
und Leiterin Ethikkomitee und Ilse Cordts, Pegedirektorin.
Mittwoch, den 24.06.2015, 18-19 Uhr
Thema: Sana CardioMed Nord: Herzrasen – Was kann sich
hinter Herzrasen verbergen?
Referenten: Dr. med. Olaf Krahnefeld, Ärztlicher Leiter
der Sektion Elektrophysiologie.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne
unter 04 51 / 585 - 14 39 zur Verfügung.
Weitere Informationen nden Sie unter
www.sana-luebeck.de
Weitere Veranstaltungen
in Travemünde
Freitag, den 20.02.2015, 14.30-15.30 Uhr
Vorstellung der Räumlichkeiten
der Schmerzklinik Travemünde
Hier wird um Anmeldung gebeten, da die
max. Teilnehmerzahl bei 15 Personen liegt.
Bitte melden Sie sich unter Telefon 04 51 / 585 - 14 39
oder per E-Mail unter sibylle.beringer@sana.de an.
Samstag, den 06.06.2015, 10-16 Uhr
Die Praxisklinik Travemünde feiert 10-jähriges
Bestehen mit einem Festakt und einem
anschließenden „Tag der offenen Tür – mit
buntem Rahmenprogramm“
Für unsere Ostholsteiner Veranstaltungen
schauen Sie bitte unter www.sana-oh.de
Sana Kliniken Lübeck GmbH
Kronsforder Allee 71-73 | 23560 Lübeck
Telefon 04 51 / 585 - 14 39 | Telefax 04 51 / 585 - 15 55
info-luebeck@sana.de | www.sana-luebeck.de
15
medizin
medizin
Betonung (paraverbale
Kommunikation)
Auch wenn ein demenzkranker Mensch
nicht mehr in der Lage ist, sich richtig
auszudrücken und zu verstehen, muss
weiterhin mit ihm gesprochen werden.
Dabei gewinnt die Art, wie gesprochen
wird, zunehmend an Bedeutung. Die
Betonung zeigt die Gefühlslage an und
wird umso wichtiger, je weniger der Inhalt
des Gesagten verstanden wird bzw. je
weniger der Demenzkranke selbst die
richtigen Worte findet.
Wer mit einem Demenzkranken
zusammenlebt,
bemerkt es früher oder später: die Kommunikation
verändert sich. Gewohnte
Dialoge finden nicht mehr
statt, der Kranke reagiert
auf ganz alltägliche Aufforderungen nicht mehr wie
erwartet. Als Pflegeexpertin
für Menschen mit Demenz
im Alzheimer Therapiezentrum Ratzeburg weiß Barbara Hergert, wie groß die
Schwierigkeiten
werden
können, wenn die vermeintliche Sprachlosigkeit wächst.
Menschen mit
Demenz kommunizieren mit uns,
indem sie
Kommunikation mit Demenzkranken–
wie Angehörige verstehen und verstanden werden
E
s ist ein Sender-Empfänger-Problem: Der Demenzkranke kann
keine klaren Botschaften mehr
senden und der Pflegende selbst hat
zunehmend Probleme damit, zu verstehen, was der Demenzkranke ausdrücken
möchte. So entstehen auf beiden Seiten
Missverständnisse, die den Alltag belas­
ten und häufig zu Konflikten führen.
Um weiterhin in gutem Kontakt zu bleiben,
müssen Angehörige ihre Kommunikation
an die Möglichkeiten des Demenzkranken
anpassen. Bedenken Sie dabei bitte einfach: Kommunikation geschieht – und zwar
meistens gleichzeitig – über die gesprochene Sprache (Inhalte), über die Körpersprache (nonverbal) und über die Betonung
der Sprache (paraverbal). Alle diese drei
16
Ebenen unterstützen sich gegenseitig bei
der Übermittlung von Botschaften.
Körpersprache (nonverbale
Kommunikation)
Während die verbale Kommunikationsfähigkeit im Verlauf der Demenzerkrankung
nachlässt, bleiben Ausdrucks- und Wahrnehmungsmöglichkeiten über Körpersprache und Betonung lange erhalten.
Die Sprache des Körpers, also Mimik,
Gestik, Haltung und Bewegung sind Zeichen für das innere Befinden. Spürt man
beispielsweise ständige Last auf den
Schultern und ist mutlos, dann sinken die
Schultern und der Rücken wird krumm.
Mit Ihrer Körpersprache können Sie aber
auch bewusst eine wohlwollende Haltung
dem Kranken gegenüber ausdrücken, die
seine Ängste mindert und sein Vertrauen
in Sie fördert. Das einfache Drücken der
Hand des Kranken kann eine sehr beruhigende Geste sein.
» e in und dieselbe Frage ständig
wiederholen,
» immer wieder dasselbe erzählen,
weil sie vergessen, worüber sie
gerade noch gesprochen haben,
» abschweifen vom eigentlichen
Gesprächsthema,
» fast nur noch über die weit zurückliegende Vergangenheit sprechen,
» oft falsche Behauptungen aufstellen.
Das hat ganz bestimmte Gründe:
Sie tun das, weil sie
» Probleme haben, einem Gespräch zu
folgen, besonders wenn mehrere
Personen beteiligt sind,
» sich nicht mehr an Namen, Orte,
Objekte, Personen erinnern,
» z wischen unterschiedlichen Ge­sprächsthemen kaum noch inhaltliche
Zusammenhänge erkennen können,
» sich selbst und anderen nur schwer eingestehen können, dass ihnen diese
Fähigkeiten einfach abhanden kommen.
Pflegende Angehörige können das ganz
bewusst steuern,
indem sie für den
Demenzkranken
immer verständlich sind:
» Den Demenzkranken nicht mit seinen Fehlern konfrontieren.
» Diskussionen unbedingt vermeiden.
» Geduld und Ruhe bei jeglichem
Kontakt mit dem Demenzkranken
bewahren.
» Vor dem Ansprechen bereits Kontakt mit dem Kranken aufnehmen,
durch Blick, Berührung und/oder
indem Sie ihn mit seinen Namen
ansprechen.
» In kurzen Sätzen langsam und deutlich sprechen und dabei eindeutige
Aussagen treffen.
»D
urch Sprechen über alltägliche Dinge
dem Kranken das Gefühl von Harmonie und Zugehörigkeit vermitteln.
» Nicht mit Lob für den Betroffenen
sparen, auch bei scheinbar selbstverständlichen Handlungen.
» Über schöne Erlebnisse aus der Vergangenheit sprechen.
»S
prichwörter und Redewendungen
verwenden, Lieder von damals
anstimmen.
» Den Demenzkranken nicht mit
Alternativen überfordern, lieber eindeutige Vorschläge mit positiver
Bestärkung machen (Nicht: „Möchtest du die blaue oder die schwarze
Hose anziehen“ sondern: „In der
blauen Hose siehst du sehr gut aus,
ich lege sie dir raus.“)
» Die kurze Aufmerksamkeitsspanne
des Erkrankten beachten.
» Nicht in Gegenwart des Betroffenen
mit anderen Menschen über ihn reden.
Außerdem müssen pflegende Angehörige signalisieren, dass sie den
Demenzkranken verstehen:
» Vergewissern, ob man richtig verstanden hat, dabei auf seine Mimik
und Gestik achten.
» Das Verstandene wertschätzend in
einfachen Worten wiederholen.
» Fehlende Wörter anbieten.
» Interpretationsvorschläge für unverständliche Äußerungen anbieten.
» Gefühle erspüren und wertschätzend formulieren.
Bitte achten Sie darauf, ob sich das Sehund Hörvermögen Ihres demenzkranken
Angehörigen verändert hat!
Auch und gerade Demenzkranke brauchen Bestätigung, wie wir alle. Sprechen
Sie deshalb über Dinge, die der Betroffene gut gemacht hat, anstatt zu kritisieren. Setzen Sie Körpersprache und Betonung gezielt ein, um Ihre Zuwendung
auszudrücken. Das beugt Stress vor, baut
Druck ab und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines entspannten Zusammenlebens.
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Wer pflegt, muss sich stärken.
Sprache
(verbale Kommunikation)
Die Fähigkeit zu reden und Gesprochenes
zu verstehen, verlangt enorme Leistungen
vom Gehirn und unterliegt darum im Verlauf einer Demenzerkrankung großen Veränderungen und Einbußen. Sprachverständnis und Wortschatz verringern sich
und irgendwann hat die Sprache als
Informationen tragende Kommunikationsform für den Demenzkranken keine
Bedeutung mehr.
Weil der Demenzkranke also nicht nur
immer weniger versteht, sondern sich auch
nicht mehr verständlich ausdrücken kann,
kann die Kommunikation mit demenzkranken Angehörigen sehr anstrengend sein.
Damit das Zusammenleben entspannter
wird, muss der Angehörige sich auf den
Demenzkranken einstellen. Gesprächsinhalte oder Wissensvermittlung stehen mit
zunehmender Krankheitsdauer nicht mehr
im Vordergrund. Vielmehr geht es darum,
auf der Beziehungsebene dem Betroffenen
das Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit
zu vermitteln.
Stationäre psychosomatische Rehabilitation für Menschen,
die einen Angehörigen mit Demenz versorgen.
„Demenz: eine Diagnose,
zwei Patienten”
Die Pflege eines Menschen
mit Demenz überfordert
Angehörige seelisch und
körperlich. Sie leiden unter Schlaflosigkeit, Verdauungsproblemen, Herzrasen,
Atemnot, Ängsten, verlieren
ihre Leistungsfähigkeit und
den Lebensmut, ziehen sich
zurück. Eine Rehabilitation
lehnen sie meist ab, weil
sie trotz größter Erschöpfung die Pflege nicht aus der
Hand geben wollen.
Reha nach dem RATZEBURGER MODELL:
Bringen Sie Ihren Angehörigen mit Demenz mit!
ALZHEIMER
THERAPIEZENTRUM
Alzheimer Therapiezentrum
Ratzeburg
Schmilauer Str. 108
23909 Ratzeburg
Telefon 04541-133800
info@atzrz.de
www.alzheimertherapiezentrum.de
17
medizin
medizin
Sicherer, präziser und schonender
mit innovativer Lasertechnik
Augenklinik Rendsburg nimmt modernsten Laser in Schleswig-Holstein in Betrieb
Die Augenklinik Rendsburg bleibt
ihrem Motto „Augenblicke voraus“
treu und bringt den Standort Rendsburg mit dem neuen Laser im landesweiten Vergleich ganz weit nach
vorne. Im Gespräch betont Dr. Wüstenberg, einer der sechs Chefärzte
der Klinik am Paradeplatz, dass der
Ende 2014 angeschaffte
Femtosekunden-Laser LenSx der
Firma Alcon (Tochterunternehmen
von Novartis) zu den modernsten
seiner Art gehört. „Wir haben die
Entwicklungen in diesem Bereich
genau beobachtet und sind der
Überzeugung, dass wir unseren
Patienten mit der neuesten GeräteGeneration einen echten Mehrwert
bieten können.“
18
Das Verfahren
Vorteile für den Patienten
OP ist präziser
-
Eröffnung der Linsenkapsel ist durch
Laser genauer und gibt reproduzierbare
Ergebnisse
-
die Premiumkunstlinsen können ihren
Zusatznutzen optimal entfalten und besser positioniert werden
OP ist schonender
- weniger Belastung durch Ultraschall­energie
beim Entfernen der natürlichen Linse
- kürzere OP-Zeit und dadurch maximale
Schonung des Gewebes
OP mit Zusatznutzen
- Hornhautverkrümmungen (Astigmatismus) können durch bogenförmige
Laserspots ausgeglichen werden
-
im Rahmen der Sachleistung werden
die Kosten der normalen Katarakt-OP
von den Krankenkassen erstattet, somit
nur Zuzahlung der zusätzlichen Leistung
OP ist sicherer
-
Kein Schnitt mit dem handgeführten
Skalpell, sondern exakter Laserschnitt
Weitere Informationen in der Augenklinik
Rendsburg unter der speziellen FemtoHotline 04331- 590 290 1
Bei der Graue-Star-Operation wird die
getrübte Linse durch eine neue Kunststofflinse ersetzt. Im Vorwege wird das
Auge exakt vermessen und der genaue
Behandlungsplan – inkl. Lasereinsatz –
festgelegt. Viele der bisher vom Operateur
per Hand und Skalpell durchgeführten
Schritte können jetzt von dem Femtosekundenlaser LenSx übernommen werden. Damit wird die Operation sicherer
und präziser. Der Laser arbeitet mit ultrakurzen Laserimpulsen im Infrarot-Bereich.
Die Energie entfaltet sich somit nicht
an der Oberfläche des Auges, sondern
exakt in dem zuvor bestimmten tieferen
Bereich. Dies schont das Auge.
„
Herr Dr. Reichelt, welche Erfahrung haben Sie mit dem LenSx gemacht?
Allein in diesem Jahr konnten wir in der Augenklinik Rendsburg schon mehrere
hundert Patienten sehr erfolgreich am Grauen Star operieren. Das „Operieren ohne
Messer“ wird dabei von den Patienten immer öfter gewünscht. Die Ergebnisse sind
äußerst positiv und in Kombination mit modernen Kunstlinsen lässt sich in vielen
Fällen die für die meisten Patienten so wichtige Brillenunabhängigkeit erreichen.
Was macht denn die OP mit dem Femtosekunden-Laser so besonders?
Selbst nach vielen tausend selbsttätig durchgeführten Graue-Star-Operationen war
ich überrascht, dass eine weitere Steigerung der Präzision möglich ist. Stellen Sie
sich vor, Sie müssen einen Kreis auf Papier malen – je öfter Sie es tun, desto besser
werden Sie, aber mit dem Laser wird der Kreis immer perfekter sein. So ist es auch
am Auge… die Erfahrung des Operateurs ist ein ganz wesentlicher Faktor für den
Erfolg – und hier optimiert der Femtosekunden-Laser das Ergebnis weiter. Ein weiterer Aspekt sind die weit verbreiteten Hornhautverkrümmungen (Astigmatismus).
Diese lassen sich mit Hilfe des Femtosekunden-Lasers ausgleichen. Auf diese Weise
kann die spätere Brille schwächer ausfallen, oft muss die Hornhautverkrümmung
gar nicht mehr mit Brille korrigiert werden. Dies steigert den Sehkomfort, weil
brillenglasbedingte Scheinbewegungen und Verzerrungen entfallen, z.B. beim
Treppensteigen. Gerade bei alten Menschen erhöht dies die Sicherheit im Alltag.
Und die Kosten?
…eine gute Frage. Hier kommt es auf die individuelle Situation des Patienten an:
Wie weit ist der Graue Star fortgeschritten, welche Hobbys und Sehanforderungen
wünscht der Patient und wie hoch ist die Fehlsichtigkeit bzw. oben beschriebener
Astigmatismus. Wir nehmen uns für die Beratung und Voruntersuchung viel Zeit
und beraten individuell, auch was die einzusetzende Kunstlinse angeht. Auch hier
gibt es grundsätzlich verschiedene Ansätze. Generell lässt sich sagen: Die Kosten
der eigentlichen Graue-Star-Operation werden von der Krankenkasse übernommen. Nur der Mehraufwand wird vom Patienten bezahlt. Für eine FemtosekundenLaser-Behandlung mit Astigmatismuskorrektur muss pro Auge einmalig mit gut
1000 € gerechnet werden. Dies entspricht der Größenordnung einer guten Gleitsichtbrille.
Zweigpraxen
in ihrer Nähe:
Westküste, Augenärzte
Albersdorf, Bahnhofstr. 30
Tel. 04835 – 9788317
Brunsbüttel, Koogstr.67-71
Tel. 04852 – 83 77 22
Bredstedt, Gerichtstr. 30
Tel. 04671 – 933 35 90
Itzehoe, Feldschmiede 52
Tel. 04821 – 55 66
S-H Mitte, Augenärzte
Bordesholm, Marktplatz 1
Tel. 04322 – 21 66
Nortorf, Große Mühlenstr. 3
Tel. 04392 – 49 11
Ostsee, Augenärzte
Flensburg, Süderhofenden 12
Tel. 0461 – 22 55 4
Kiel, Arndtplatz 4
Tel. 0431 – 55 40 43
19
medizin
DER KREBS
IN ZAHLEN
Susanne Warnck, Psycho-Onkologin
gleichen Dinge von verschiedenen Leuten
hören.
Welche Informationen sind es, die Sie den
Patienten geben? Haben Sie Beispiele?
Interview
mit Psycho-Onkologin Susanne Warnck
A
uch wenn die 49-Jährige Teil des
zertifizierten Brustzentrums der
Klinik ist, profitieren alle anderen
Krebspatienten, die stationär behandelt
werden, ebenfalls von ihrem Therapieangebot. In einem Interview spricht Susanne
Warnck über ihre Arbeit, die Ängste der
Patienten und ihre Hilfsangebote.
Frau Warnck, wie erfahren die Patienten
der Klinik von Ihnen; wie nehmen Sie Kontakt auf?
Jedes Jahr erkranken in
Deutschland rund 500.000
Menschen neu an Krebs, etwa
221.000 sterben daran. Im Jahr
2014 wurden in der ParacelsusKlinik Henstedt-Ulzburg 414
Patienten mit Krebs behandelt,
198 davon waren Brustkrebs­
patientinnen. Susanne Warnck
ist seit 2010 für die ParacelsusKlinik tätig. Die Diplom-Psychologin hat die Zusatzausbildung zur Psycho-Onkologin:
Sie kümmert sich um die KrebsPatienten in der Klinik.
20
Ich besuche die Brustkrebspatientinnen
auf Station, meistens nach der OP, und
stelle mich ihnen vor. Sie entscheiden
dann, ob sie meine Hilfe brauchen oder
nicht. Manchmal finde ich auch Nachrichten in meinem Fach vom Pflegepersonal,
die mich auf einen bestimmten Patienten
aufmerksam machen, der eventuell psychologische Betreuung benötigen könnte.
Ich nehme jede Woche an der Chef-Visite
auf der gynäkologischen Station teil und
bin auch bei den Tumorkonferenzen
dabei. Bei letzteren erfahre ich auch von
den anderen Krebspatienten.
Wie viele Patienten behandeln Sie durchschnittlich und wie lange?
Das ist sehr unterschiedlich, nicht kontinuierlich. Gerade bei den Brustkrebserkrankungen habe ich das Gefühl, dass sie
wellenartig kommen. Von den Brustkrebs­
patientinnen nutzen mich etwa 35 Prozent für ein weiteres Gespräch, manchmal auch für zwei bis drei Gespräche.
Einige Frauen begleite ich auch wesentlich länger, zum Beispiel über die Zeit der
Chemotherapie. Wir haben ja den Vorteil,
dass wir die Chemotherapie ambulant in
der Klinik durchführen können. Im Schnitt
kann man sagen, dass ich sechs bis acht
Patienten hier ambulant in der Woche
behandle.
Wo genau findet denn die Therapie statt?
Ich habe hier in der Klinik auf der gynäkologischen Station einen Praxisraum, in
dem ich vier Tage in der Woche Patienten
empfange.
Mit welchen Anliegen kommen die Patienten zu Ihnen?
Ich spreche jetzt mal nur von den Brustkrebspatientinnen: Viele von Ihnen möchten in erster Linie Informationen haben.
Sie wollen so viel wissen, wie möglich.
Und ich habe die Zeit dafür. Mir darf man
Fragen auch fünf Mal stellen. Das Gehirn
ist so voll, da vergisst man schnell Dinge.
Natürlich erfahren sie auch von den Ärzten
alle wichtigen Sachen. Aber ich spreche
auch eine andere Sprache. Und für die
Patienten ist es beruhigend, wenn sie die
Ja. Das sind Fragen zum Krankheitsverlauf. Die meisten haben Angst davor, was
kommt. Aber auch davor, wie die Familie
die Krankheit verkraftet oder ob sie ihren
Job behalten können. Es ist auch immer
davon abhängig, wo die Patienten stehen; brauchen sie eine Chemo oder nur
Tabletten oder Bestrahlung. Je nach
Behandlung kann ich ihnen auch naturheilkundliche Mittel empfehlen, die unterstützend wirken.
Was ist Ihre weitere Aufgabe nach der
Information?
Das ist eindeutig die Krisenintervention,
die Stabilisierung. Krebspatienten sind
voller Ängste. Bei mir lernen sie, runterzukommen von der Angst und ihre Handlungs- und Denkfähigkeit wiederzuerlangen. Es gibt bestimmte BeruhigungsTechniken. Manchmal reicht auch
Aufklärung. Denn die Angst malt uns oft
aus, was nicht die Realität ist. Angst ist
kein guter Ratgeber. Außerdem ist es für
viele Patienten ein gutes Gefühl, an einem
neutralen Ort und mit jemandem, der nicht
zur Familie oder zum Freundeskreis gehört,
alles loszuwerden, Tacheles reden zu können.
Wie sieht so eine Intervention aus? Wie
bekommen Sie die Patienten aus der
Angststarre?
Angst lähmt uns. Das Gehirn ist auf „Achtung“ und „Gefahr“ programmiert. Da
bleibt nicht viel Raum für Handlungsfähigkeit. Also versuche ich mit Techniken, das
Gehirn aus dieser Angststarre zu befreien.
Das funktioniert gut über gespeicherte
Wilstedter Straße 134
24558 Henstedt-Ulzburg
04193 70-0
0 41 93 / 70 - 30 02
henstedt@paracelsus-kliniken.de
www.paracelsus-kliniken.de/henstedtulzburg
Bilder und Emotionen, die ich mit dem
„Wohlfühl-ABC“ hervorholen kann. Beispielsweise bitte ich den Patienten, mir
fünf Begriffe mit A zu nennen, die gut für
ihn sind. Der Suchmodus kostet Energie,
das Gehirn ist von der Angst abgelenkt,
der Körper entspannt sich. Der zweite
Effekt ist, dass man an etwas denkt, das
man mag. Da kann man nicht gleichzeitig
Angst haben. Man wird ruhiger und
kommt bei sich an.
Wie können Sie die Patienten konkret
während der Chemotherapie unterstützen?
Da geht es vor allem um die Akzeptanz
der Nebenwirkungen. Es ist normal, sich
in dieser Zeit schlecht zu fühlen und nicht
mehr so sein und handeln zu können wie
sonst. Man ist nicht mehr so leistungsfähig. Die Patienten müssen akzeptieren,
dass das jetzt normal ist. Man darf sich
auch mal hinlegen oder Schmerztabletten
nehmen. Persönlichkeitssätze wie zum
Beispiel „Ich muss stark sein“ oder „Ich
nehme nie Tabletten“ müssen ein stückweit geändert werden in dieser Ausnahmezeit. Außerdem kann ich auch hier
handfeste Tipps für homöopathische oder
anthroposophische Mittel geben, die während oder nach der Chemo hilfreich sind.
Wie viel nehmen Sie von Ihrer Arbeit mit
nach Hause?
Ich mache natürlich Supervision, ohne
geht es nicht. Dort kann ich alles abladen.
Es gibt immer Fälle, die einem wesentlich
näher gehen als andere. Ich sorge auch
für mich und mache Dinge, die mir gut
tun. Ich bewundere die Menschen, die mit
einer Krebserkrankung umgehen. Sie entwickeln Kraft, Stärke und auch Reife, sie
sehen die Gefahr als Chance. Die
Pa­tienten darin zu unterstützen – das
mag ich an meiner Arbeit.
Brustkrebs in
Deutschland
Nach den letzten
Berechnungen
des
Robert-Koch-Instituts
(RKI) steigt die Zahl der
Krebsneuerkrankungen in Deutschland weiter an. Brustkrebs ist mit
Abstand die häufigste Krebserkrankung der Frau.
Insgesamt hat die Zahl der Krebsneuerkrankungen zwischen 2000 und 2010
bei Männern um 21 %, bei Frauen
um 14 % zugenommen. Dies liegt im
Wesentlichen an der steigenden Zahl
älterer Menschen im Rahmen des
demografischen Wandels.
Brustkrebs ist mit ca. 31 % Prozent
die häufigste Krebsneuerkrankung
bei Frauen, das sind ungefähr 70.300
Frauen, bei denen ein „Mammakarzinom“ diagnostiziert wird - über 17.000
Frauen sterben jährlich daran. Dabei
erkrankt laut RKI etwa eine von acht
Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Etwa jede vierte betroffene Frau
ist bei Diagnosestellung jünger als 55
Jahre, jede zehnte unter 45 Jahre alt.
Trotz gestiegener Zahl der Neuerkrankungen, versterben heute weniger
Frauen an Brustkrebs als noch vor 10
Jahren. Die Überlebenschancen haben
sich durch Fortschritte in der Therapie
deutlich verbessert.
Früherkennung
Das gesetzliche Früherkennungsprogramm bietet Frauen ab 30 Jahren die
Möglichkeit einer jährlichen Tastuntersuchung beim Arzt. Frauen zwischen
50 und 69 Jahren werden alle zwei
Jahre zu einer Röntgenuntersuchung
(Mammographie) der Brust eingeladen.
Weitere Daten und Hintergründe zu
insgesamt 26 Krebsarten bietet das RKI
in der Broschüre „Krebs in Deutschland“.
Online abrufbar unter:
www.rki.de
21
junge familie
junge familie
Vorsorge für Mutter und Kind
AOK NORDWEST
Service-Hotline
Kostenfreies
24-Stunden-Telefon:
0800 265 5000
In der Schwangerschaft
rundum gut versorgt
Mit der Schwangerschaft beginnt
eine aufregende Zeit für werdende
Mütter, die aber auch mit vielen
Fragen verbunden ist. Rat und
Hilfe bieten Hebammen, Ärzte
und die gesetzlichen Krankenkassen mit umfassenden Leistungen
rund um die Schwangerschaft,
Geburt und die Zeit danach.
de Zeit.
e spannen
n
ei
.
ie
il
m
AOK/hfr
ze Fa
r die gan
fü
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is
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angerscha
Die Schw
N
ach Empfehlung der
AOK NordWest
sollten Schwangere
vor allem die Vorsorgeuntersuchungen der gesetzlichen
Krankenkassen nutzen, um
Risiken frühzeitig zu erkennen. Bei einem normalen Verlauf der Schwangerschaft ist
in der Regel alle vier Wochen
ein Check vorgesehen. In
den letzten zwei Monaten
wird die Gesundheit von Mutter und Kind alle zwei Wochen
kontrolliert. Auch eine Hebamme kann die meisten
Untersuchungen übernehmen.
22
Der erste Vorsorgetermin
sollte erfolgen, sobald die
Schwangerschaft festgestellt
ist. Dabei erfasst der Arzt den
Gesundheitszustand und die
Krankengeschichte
der
Schwangeren. Außerdem
händigt er ihr einen Mutterpass aus, in dem alle Untersuchungsergebnisse und
Befunde notiert werden. Dieses Dokument liefert wichtige
Informationen für die Geburt
und in medizinischen Notfällen. Bei allen Vorsorgeterminen wird die Schwangere
beraten und untersucht. Zum
Beispiel messen der Arzt
oder die Hebamme den Blutdruck und das Körpergewicht der Mutter. Sie analysieren den Urin und ertasten
den Stand der Gebärmutter.
Außerdem kontrollieren sie
die Lage des Kindes und seinen Herzschlag. Das Blut der
Schwangeren wird auf Infektionen untersucht. Geprüft
wird auch, ob die werdende
Mutter ausreichend Antikörper gegen Röteln hat. Weiterhin bestimmen sie die Blutgruppe und den Rhesus-Faktor,
um
mögliche
Unverträglichkeiten zwischen
Mutter und Kind zu erkennen.
Mehr Sicherheit
und Entspannung
vor der Geburt
Zur Früherkennung können
auch drei Ultraschall-Untersuchungen in Anspruch genommen werden. Damit kann der
Arzt überprüfen, wie sich das
Baby entwickelt. Die AOK
NordWest zum Beispiel
beteiligt sich dabei auch an
den Kosten von ergänzenden
Schwangerschaftsleistungen
wie der 3D- oder Farbdoppler-Ultraschalluntersuchung.
Während der gesamten
Schwangerschaft und im
Rahmen der Nachsorge
haben Schwangere bei ihrer
gesetzlichen Krankenkasse
einen Anspruch auf die
Betreuung durch eine Hebamme. Dabei bezuschusst
die AOK NordWest auch
die Kosten für die persönliche
24-stündige Rufbereitschaft
einer Hebamme in den letzten
drei Wochen vor und zwei
Wochen nach dem Entbindungstermin. Das gibt der
jungen Familie Sicherheit und
sorgt für mehr Entspannung
vor dem Geburtstermin. Die
Hebamme und der Arzt informieren außerdem, wie sich
Schwangere ausgewogen
ernähren, ob sie weiter Sport
treiben können oder welche
Medikamente eingenommen
werden dürfen.
Ob Baby, Kleinkind oder Jugendlicher – Eltern wollen wissen,
ob sich ihr Kind gut entwickelt
und gesund ist. Die Früherkennungsuntersuchungen für Kinder,
die sogenannten ‚Us‘, sind daher
wichtige Termine für Eltern und
Kinder.
Für ein gesund
es Aufwachsen
sollten Eltern
dern die Früher
mit ihren Kinkennungsunte
rsuchungen nu
tzen. AOK/hfr.
Regelmäßige Gesundheits-Checks für Kinder nutzen
S
ie bieten neben einem
untersuchungen (U10 und
Gesundheits-Check
U11) sowie für die Jugendunauch immer die Chantersuchung J2. Außerdem
ce, ausführlich mit dem Arzt
bezahlt die AOK das Hörzu sprechen. Grundsätzlich
screening bei Neugeborenen
stehen für gesetzlich Versiund den wichtigen Impfcherte zehn Untersuchungen
schutz.
im Baby- und Kindesalter (U1
Von der Geburt bis zum 18.
bis U9) sowie eine JugendunLebensjahr stehen somit
tersuchung (J1) auf dem
zahlreiche Untersuchungen
Früherkennungsprogramm.
auf dem Programm, um
Die Kosten dafür werden von
mögliche Erkrankungen frühden Krankenkassen überzeitig zu entdecken. Sie sind
nommen. Darüber hinaus
so angeordnet, dass Auffälübernimmt die AOK Nordligkeiten rechtzeitig entdeckt
West für ihre Versicherten
und EntwicklungsverzögeAlter des
Kindes fürDarauf
auch die Kosten
zwei achtet
wei-der Arztrungen in vielen Fällen durch
unmittelbar nach Atmung, Hautfarbe, Muskelspannung,
und Herzschlag.
tere
gezielte Reflexe
Therapien
aufgeholt
Alter
des
der
Geburt
U1 Kinder-Früherkennungs-
U2
U1
U3
U1
U2
U2
U4
U3
U1
U3
U5
U4
U4
U2
U6
U5
U5
U3
U7
U6
U6
U4
U7
FU
U7
U5
FU
U7a
FU
U7a
U6
U7a
U8
U8
U7
U8
FU
U9
U9
U7a
U9
U10
U10
U8
U11
U10
U11
U9
J1
U11
J1
J2
U10
J1
J2
U11
J2
Kindes
Darauf achtet der Arzt
4 bis 5
3 bis 10
Altersgerechte Entwicklung (Reflexe, Motorik, Reaktionen, Hörfähigkeit),
Alle Organe, Reflexe, Hüftgelenk, Bluttest auf Stoffwechsel- und
werden können. Im Neugeborenen- und Babyalter liegen die empfohlenen Untersuchungstermine be­sonders
nah beieinander. Auf dem
gelben Untersuchungsheft,
das alle Eltern bei der Geburt
bekommen, sind die Zeiträume vermerkt, in denen die
‚Us‘ stattfinden sollten. Nicht
nur die Termine an sich sind
wichtig, sondern auch der
richtige Zeitpunkt. Bestimmte
Probleme können am besten
zu bestimmten Zeiten aufgedeckt werden. Eltern sollten
die Termine aber auch als
gute Gelegenheit sehen.
Denn die Ärzte nehmen sich
für die ‚Us‘ viel Zeit und Eltern
können im Gespräch ihre
Fragen ansprechen. Bei
älteren Kindern steht oft nicht
mehr die körperliche Entwicklung, sondern das sozia­
le Verhalten im Vordergrund.
Auch hier ist der Kinderarzt
erster Ansprechpartner. Zu
den Jugend-Gesundheitsuntersuchungen J1 und J2 können Jugendliche im Alter zwischen 12 und 14 Jahren bzw.
16 und 17 Jahren auch
schon allein gehen.
Weitere Informationen unter
www.aok.de/familie
3 bis 10
Alle Organe, Reflexe, Hüftgelenk, Bluttest auf Stoffwechsel- und
unmittelbar
Hautfarbe, Muskelspannung, Reflexe und Herzschlag.
Tage nach Atmung,
Hormonstörungen.
der Geburt
Alter des Kindes
Darauf achtet der Arzt
Wochen
Gewicht und Ernährung. Ultraschall der Hüftgelenke.
unmittelbar
nach
der Geburt
Atmung, Hautfarbe, Muskelspannung, Reflexe und Herzschlag.
Tage
Hormonstörungen.
Alter
des
Darauf
achtet der und
ArztNervensystem. Reaktion auf optische und
3 bis 4
Bewegungsverhalten
Kindes
4 bis 5 3 bis Altersgerechte
Entwicklung
(Reflexe,
Motorik,
Reaktionen,
Hörfähigkeit),
10 Tage Reize.
Alle
Organe,
Reflexe,
Hüftgelenk,
Bluttest auf Stoffwechsel- und Hormonstörungen.
Monate
akustische
Erste Impfungen.
Wochennach Gewicht
Ernährung.
Ultraschall derReflexe
Hüftgelenke.
unmittelbar
Atmung,und
Hautfarbe,
Muskelspannung,
und Herzschlag.
der6 Geburt
bis 7 4 bis 5Körperhaltung
und
Beweglichkeit,
Hörund
Sehvermögen.
Wochen
Altersgerechte Entwicklung (Reflexe, Motorik, Reaktionen, Hörfähigkeit), Gewicht und Ernährung. Ultraschall der Hüftgelenke.
3 bis 4
Bewegungsverhalten und Nervensystem. Reaktion auf optische und
Monate
Monate
akustische
Reize.
Erste
Impfungen.Bluttest auf Stoffwechsel- und
3 bis 10
Alle
Organe,
Reflexe,
Hüftgelenk,
3 bis 4Hormonstörungen.
Monate
Bewegungsverhalten und Nervensystem. Reaktion auf optische und akustische Reize. Erste Impfungen.
Tage
10 bis 12
Sinnesorgane und geistige Entwicklung. Kann das Kind sitzen, krabbeln
6 bis 7
Körperhaltung
und Beweglichkeit,
Hör- und Sehvermögen.
Monate
und stehen? Weitere
Impfungen. Zahnpflege.
Monate
mMonate Entwicklung
Körperhaltung
Beweglichkeit,
Hör- und Sehvermögen.
4 bis 56 bis 7 Altersgerechte
(Reflexe, Motorik,und
Reaktionen,
Hörfähigkeit),
Wochen
Gewicht
undEntwicklung,
Ernährung. Ultraschall
derund
Hüftgelenke.
21
bis 24
Sprachliche
Feinmotorik
Körperbeherrschung.
10
bis
12
Sinnesorgane
und
geistige
Entwicklung.
Kann
das
Kind
sitzen,
krabbeln
Monate
10 bis 12 Monate
Sinnesorgane und geistige Entwicklung. Kann das Kind sitzen, krabbeln und stehen? Weitere Impfungen. Zahnpflege.
Monate
und stehen? Weitere Impfungen.
Zahnpflege.
3 bis 4
Bewegungsverhalten
und Nervensystem.
Reaktion auf optische und
Monate
akustische
Reize. Erste
Impfungen.
30
bis 72
Drei
zahnärztliche
Früherkennungs-Untersuchungen
mit Hinweisen
zur
21 bis 24
Monate
Sprachliche
Entwicklung,
Feinmotorik
und Körperbeherrschung.
21
bis
24
Sprachliche
Entwicklung,
Feinmotorik
und
Körperbeherrschung.
Monate
Zahnvorsorge, Mundhygiene
und Ernährung.
Monate
6 bis 7
Körperhaltung und Beweglichkeit, Hör- und Sehvermögen.
30
bis
72
Monate
Drei
zahnärztliche
Früherkennungs-Untersuchungen
mit Hinweisen zur Zahnvorsorge, Mundhygiene und Ernährung.
Monate
34 bis 36
Entwicklungskontrolle vor dem Kindergarten mit Sehtest, Überprüfung
30
bis 72
Drei
zahnärztliche
Früherkennungs-Untersuchungen
mit Hinweisen
zur
Monate
von allergischen
Erkrankungen,
Sozialverhalten, Sprache,
Gewicht, Mund
Monate
Zahnvorsorge,
Mundhygiene
und
Ernährung.
10
bis 34
12 bis 36
Sinnesorgane
und
geistige
Entwicklung.
Kann
das
Kind
sitzen,
krabbeln
undMonate
Zähne. Impfungen. Entwicklungskontrolle vor dem Kindergarten mit Sehtest, Überprüfung von allergischen Erkrankungen, Sozialverhalten, Sprache,
Monate
und stehen? Weitere Impfungen. Zahnpflege.
Gewicht,
Mundmit
und
Zähne.
Impfungen.
34 bis
Entwicklungskontrolle
dem Kindergarten
Sehtest,
Überprüfung
46
bis 36
48
Gründlicher Check allervor
Organe,
der Sinnesorgane,
von BewegungsabläuMonate
von
Erkrankungen,
Sozialverhalten,
Sprache,und
Gewicht,
Mund
21
bis 24
Sprachliche
Entwicklung,
Feinmotorik
Monate
fen. allergischen
Eltern sprechen
mit dem
Arzt
überund
alleKörperbeherrschung.
Krankheiten
Probleme
46 bis 48
Monate
Gründlicher
Check
aller
Organe,
derdesSinnesorgane, von Bewegungsabläufen. Eltern sprechen mit dem Arzt über alle Krankheiten
und
Zähne.
Impfungen.
Monate
Kindes wie Verhaltensauffälligkeiten oder Schlafstörungen.
46
30 bis
72
60
bis 48
64
Monate
Monate
60
34 bis 36
60
bis 864
Monate
7 bis
Monate
Jahre
und Probleme des Kindes wie Verhaltensauffälligkeiten oder Schlafstörungen.
Gründlicher
Checkkörperliche
aller Organe,
der
Sinnesorgane,
von
BewegungsabläuDrei
zahnärztliche
Früherkennungs-Untersuchungen
mit
Hinweisen zur
Organfunktionen,
und
geistige
Entwicklung,
inklusive
fen.
Eltern
sprechen
mit und
dem
Arzt Ernährung.
über alle Krankheiten
und Probleme
Zahnvorsorge,
Mundhygiene
und
Sehund Hörvermögen
Sprachentwicklung.
Auffrischungsimpfungen
bis 64
Monate
Organfunktionen,
körperliche
unddes
geistige Entwicklung, inklusive Seh- und Hörvermögen und Sprachentwicklung. AuffriKindes
wie Verhaltensauffälligkeiten oder Schlafstörungen.
abgeschlossen?
abgeschlossen?
Entwicklungskontrolle vorschungsimpfungen
dem Kindergarten mit Sehtest,
Überprüfung
46 bis 48
7 bis 8
Monate
9
9Jahre
bis 10
Jahre
60 bis 64
Monate 13
9 bis
13
bis 10
15
Jahre
Jahre
7 bis 8
16
Jahre
13 bis 15
Jahre
16 bis 17
Jahre
9 bis 10
Jahre
16 bis 17
Jahre
Organfunktionen,
körperliche und
geistigeund
Entwicklung,
inklusive
von
Erkrankungen,
Sozialverhalten,
Sprache,Therapiebeginn
Gewicht, Mund
Ersteallergischen
„U“ in der Grundschulzeit:
Erkennen
eventuell
7 bisund
8 Jahre
Erste
in der Grundschulzeit:
Erkennen und eventuell Therapiebeginn bei Entwicklungsstörungen (z. B. Lese-RechtschreibSehund Hörvermögen
Sprachentwicklung.
Auffrischungsimpfungen
Zähne.
Impfungen. und
bei
Entwicklungsstörungen
(z.
B. „U“
Lese-Rechtschreib-Rechenschwäche),
abgeschlossen?
Rechenschwäche),
Störungen der motorischen Entwicklung und Verhaltensauffälligkeiten (z. B. ADHS).
Störungen der motorischen
Entwicklung und Verhaltensauffälligkeiten
Gründlicher
(z. B. ADHS).Check aller Organe, der Sinnesorgane, von Bewegungsabläu-
ErsteEltern
„U“ insprechen
der Grundschulzeit:
Erkennen
eventuell Therapiebeginn
mit dem
Arzt
über alleund
Krankheiten
undSozialisationsProbleme des
bis fen.
10 Jahre
Schulleistungsstörungen,
und Verhaltensstörungen; Zahn-, Mund- und Kieferanomalien, gesundheitsschädibei Entwicklungsstörungen
(z. B. Lese-Rechtschreib-Rechenschwäche),
Kindes
wie Verhaltensauffälligkeiten
oderund
Schlafstörungen.
Schulleistungsstörungen,
SozialisationsVerhaltensstörungen; Zahn-,
gendes
Medienverhalten,
Suchtgefahren.
Störungen
motorischen
Entwicklung
und Verhaltensauffälligkeiten
Mund- undder
Kieferanomalien,
gesundheitsschädigendes
Medienverhalten,
(z. B. ADHS).
Organfunktionen,
körperliche und geistige Entwicklung, inklusive
Suchtgefahren.
bisSeh15 Jahre
Gesundheitscheck
vor Eintritt ins Jugendlichenalter: Größe, Gewicht, Blut und Harn, Organe, Skelettsystem, Sinnesfunktionen.
und Hörvermögen und
Sprachentwicklung. Auffrischungsimpfungen
Schulleistungsstörungen,
Sozialisationsund Verhaltensstörungen;
Zahn-,
abgeschlossen?
Gesundheitscheck vor Eintritt
ins Jugendlichenalter:
Größe, Gewicht,
Fehlhaltungen,
chronische
Krankheiten,
Hautprobleme, Essstörungen. Überprüfung des Impfschutzes.
Mundund
Kieferanomalien,
gesundheitsschädigendes
Medienverhalten,
Blut und
Harn,
Organe, Skelettsystem,
Sinnesfunktionen.
Fehlhaltungen,
Suchtgefahren.
„U“ inKrankheiten,
der Grundschulzeit:
Erkennen
und eventuellÜberprüfung
Therapiebeginn
chronische
Hautprobleme,
Essstörungen.
des
bisErste
17Entwicklungsstörungen
Jahre
Pubertätsund
Verhaltensstörungen,
Sexualität und Verhütung, Hormonentwicklung (z. B. Schilddrüse, Diabetes-Vorsorge),
bei
(z. B. Lese-Rechtschreib-Rechenschwäche),
Impfschutzes.
Körperhaltung.
Gesundheitscheck
vor Eintritt
ins Jugendlichenalter:
Größe, Gewicht,
Störungen
der motorischen
Entwicklung
und Verhaltensauffälligkeiten
Blut
Harn,
Skelettsystem,Sexualität
Sinnesfunktionen.
Fehlhaltungen,
(z.
B.und
ADHS).
Pubertätsund Organe,
Verhaltensstörungen,
und Verhütung,
Hormonchronische
Hautprobleme,
Essstörungen.
Überprüfung des
entwicklungKrankheiten,
(z. B. Schilddrüse,
Diabetes-Vorsorge),
Körperhaltung.
Impfschutzes.
Schulleistungsstörungen,
Sozialisations- und Verhaltensstörungen; Zahn-,
Mund- und Kieferanomalien, gesundheitsschädigendes Medienverhalten,
Pubertäts- und Verhaltensstörungen, Sexualität und Verhütung, HormonSuchtgefahren.
www.aok.de/nw 33
entwicklung (z. B. Schilddrüse, Diabetes-Vorsorge), Körperhaltung.
23
junge familie
junge familie
Das Einmaleins für einen
gesunden Kinderrücken
Möglichen Rückenleiden schon in frühen Jahren entgegenwirken
Deutscher Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V.
Kein Baum ist zu hoch, keine Pfütze zu tief und kein Weg zu weit – wenn Kinder
spielen, vergessen sie alles um sich herum. Der Vorteil: Ob Springen, Hüpfen
oder Balancieren, sie sind immer in Bewegung. Beim Spielen trainieren Kinder
ausgiebig alle Muskelgruppen, lernen ihre Bewegungen zu koordinieren und
fördern damit zugleich eine gesunde Körperhaltung. Mit
zunehmendem Alter lässt die Bewegungsfreudigkeit jedoch nach und das Sitzen wird zu einer
Art Hauptbeschäftigung: Zuerst mehrere
Stunden die Schulbank drücken, später
dann Hausaufgaben am Computer und
nachmittags die Lieblingsserie vor dem
Fernseher. Haltungsschäden und Rückenschmerzen machen auch vor den Jüngeren
keinen Halt mehr.
Kinderrücken gezielt stärken
So einfach geht’s
Sitzen ist nicht gleich Sitzen
„Immer mehr Kindergarten- und Schulkinder haben bereits eine Haltungsschwäche. Einige leiden sogar schon
unter Rückenschmerzen“, weiß der Physiotherapeut Günther Lehmann. Die häufigste Ursache neben langem, falschen
Sitzen und dem zu schweren Schulranzen ist Bewegungsmangel. Kinder, die
sich nur wenig bewegen, haben eine
geschwächte Bauch- und Rumpfmuskulatur. Dies begünstigt Schmerzen. Zudem
können viele Kinder aufgrund des Bewegungsmangels ihre Wirbelsäule oder
Hüften nur noch eingeschränkt bewegen. „Es kommt immer häufiger vor, dass
Kinder nicht mal mehr einen Purzelbaum
schlagen können“, so der Physiotherapeut. Um es erst gar nicht soweit kommen zu lassen, ist es wichtig, dass
sowohl Eltern als auch Kinderärzte mögliche Haltungsprobleme so früh wie möglich erkennen. Je früher gehandelt wird,
umso einfacher lassen sich schwere
Haltungsschäden vorbeugen, z.B. durch
die gezielte Rückenschule. Präventive
Maßnahmen, bereits im Kindesalter, können Rückenschmerzen im Alter und
möglichen Chronifizierungen entgegenwirken.
In physiotherapeutischen Praxen oder
speziellen Kinderrückenschulen werden
bewährte Programme zur Haltungs- und
Bewegungsförderung von Kindern und
Jugendlichen vermittelt, die auch ganz
einfach in Kindergärten, Schulen oder
auch Zuhause nachgemacht werden können. Ziel dabei ist es, den Kindern in
erster Linie Freude an der Bewegung zu
vermitteln, zudem die Körperwahrnehmung, Koordination und Bewegungsfähigkeit zu fördern, sowie Muskelkraft und
Haltung zu stärken. Lehmann erklärt: „Es
gibt ein paar ganz einfache Tipps, wie
Eltern ihre Kinder im Alltag unterstützen
können, damit Rückenschmerzen gar
nicht erst aufkommen“.
Ermahnungen wie „sitz doch endlich mal
gerade“ müssen gar nicht sein. Zwar
sollten sich Kinder nicht stundenlang in
den Stuhl „lümmeln“, viel wichtiger ist es,
dass die Sitzposition immer wieder verändert wird. Ändert sich die Sitzhaltung,
werden unterschiedliche Muskelgruppen
beansprucht und das Körpergewicht
drückt nicht nur einseitig auf die Bandscheiben. Achten Sie darauf, dass ihr
Kind zwischendurch immer wieder aufsteht und herumlaufen kann.
Radfahren schult die Koordination und das Körpergefühl von Kindern.
24
Bewegung ist das A und O
Gehen Sie mit Ihrem Kind nach draußen,
z.B. auf den Spielplatz. Ob schaukeln,
klettern oder rennen – hier können sich
die Kleinen austoben und stärken somit
spielend ihre Muskulatur. Planen Sie eine
Radtour, gehen Sie ins Schwimmbad
oder machen Sie einen langen Spaziergang. Je vielseitiger die Bewegung, desto
besser für Rücken und Muskulatur.
Kinder brauchen einen auf sie
abgestimmten „Arbeitsplatz“.
Das Drumherum
muss stimmen
Die beste Rückenschule hilft leider nicht,
wenn das „Drumherum“ nicht stimmt:
Auch Kinder brauchen einen auf sie abgestimmten „Arbeitsplatz“. Der Stuhl sollte
so hoch sein, dass Hüfte und Knie im 90°
Winkel gebeugt sind, beide Füße sollten
fest auf der Erde stehen. Für die Kleinsten
eignet sich hier auch ein verstellbarer
Stuhl oder ein Fußbrett, welches unter
den Tisch gelegt werden kann. Die Tischplatte sollte sich in Höhe der Ellenbogen
befinden.
Verschiedene Bewegungsaktivitäten stärken
die Muskulatur der Kinder.
25
gesund leben
info
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Meerwasser aus
Schleswig-Holstein zur
Pflege von
Haut und Haar
Muskeln in
Katerstimmung
Nach der Winterpause mit Bedacht wieder
in sportliche Höchstform kommen djd/pt
des Shampoos Jucken der Kopfhaut und
Haarausfall, der sich bei empfindlichen Personen unmittelbar nach einer Haarwäsche
einstellen kann, verringern. Ebenso werden
allergische Hautreaktionen wie Quaddelbildung und Juckreiz nach Auftragen
von Gel, Lotion oder den Cremes günstig beeinflusst. Auch bei Patienten,
die an Neurodermitis leiden, besserte
sich der Juckreiz deutlich. Psoriatiker
berichten nach Anwendung der Pflegeprodukte – vor allem des Körpergels in
Kombination mit Sonneneinstrahlung – von
einer spürbaren Besserung ihres Hautbildes.
Mit der Meerwasser-Pflegeserie Thala-med®
aus Schleswig-Holstein, dem Land zwischen
den Meeren, werden die Heilfaktoren des
Meeres optimal auf der Haut genutzt.
Die Haut ist das größte Organ des Menschen, das ihn gegen schädliche Umwelteinflüsse schützt. Häufig ist sie jedoch selbst
diesen Einflüssen ausgesetzt. Daher ist die
tägliche Hautpflege sehr wichtig, um ihren
natürlichen Schutzmechanismus zu erhalten.
Meerwasser enthält ca. 25 verschiedene
Mineralien und Spurenelemente, die zu
einem großen Teil auch im Blutplasma enthalten sind; Meerwasser und menschliches
Blut ähneln sich sehr. Durch die hohe Konzentration von Magnesium, Kalzium, Jod
und anderen lebenswichtigen Stoffen ist
Meerwasser in der Lage, zur Gesundheit beizutragen. Schon Hippokrates (460 v. Chr.)
hat nachweislich Meerwasser bei seinen
Heilmethoden angewendet. Aber erst vor
wenigen Jahren konnte diese gute Wirksamkeit wissenschaftlich belegt werden (s.
Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 6/2005,
S. 68 ff „Pharmakologische Wirkung von
Meerwasser“). Sie beruht insbesondere auf
Magnesium-, Strontium- und Selensalzen,
die die Produktion von körpereigenen Entzündungsauslösern hemmen und damit den
Gesundungsprozess fördern. Meerwasser
eignet sich daher auch hervorragend zur
Pflege von Haut, die unter Psoriasis, Neu-
26
rodermitis, atopischem Ekzem oder Allergie
leidet. Zusätzlich erhöht Selen die Widerstandsfähigkeit gegen oxidativen Stress,
während Strontiumsalze den Juckreiz lindern.
Die Thala-med®-Pflegeserie: Körpergel,
Körperlotion, Körperlotion mit Harnstoff,
Dusch- und Haarshampoo, Tagescreme,
Nachtcreme, Anti-Aging-Creme, enthält
einen einzigartig hohen Anteil an medizinischem qualitätsgeprüften Meerwasser
aus Schleswig-Holstein, der von 25 % bis
zu 86 % reicht. Das für die Herstellung
verwendete Meerwasser wird aus amtlich
genehmigten Meerestiefen gewonnen und
nach aufwändigem, besonders schonenden
Verfahren gereinigt und aufbereitet, um
die Naturbelassenheit zu garantieren. Es
besitzt Arzneimittelqualität, die Pflegeserie
selbst ist als Cosmeceutical eingestuft. Dies
sind kosmetische Hautpflegepräparate, die
eine arzneimittelähnliche Wirkung entfalten
und sich von der herkömmlichen Kosmetik
durch ihr Wirkprofil unterscheiden. Ihre
hoch dosierten Wirkstoffe sind zuvor in der
Medizin, hier vor allem in der Dermatologie,
erfolgreich angewendet worden.
Patienten mit unterschiedlichen Hautproblemen haben die Thala-med® -Produkte
getestet und festgestellt, dass sie eine ideale
Pflege ihrer erkrankten Haut darstellen. So
wird bescheinigt, dass unter Verwendung
Viele Arzneistoffe besitzen schädliche
Nebenwirkungen, welche ihre Verwendung
insbesondere bei empfindlicher und vorgeschädigter Haut problematisch erscheinen
lässt. Nebenwirkungen von Meerwasser
sind jedoch unbekannt. Daher ist es als
ergänzendes und unterstützendes Pflegemittel bei der Behandlung von chronischen
oder akuten Hauterkrankungen besonders
wertvoll.
Thala-med® -Pflege - eine Wohltat ebenso
für die gesunde Haut: Die Produkte enthalten Meeresmineralsalze und Spurenelemente in Verbindung mit gut verträglichen
Stoffen und kommen damit dem Wunsch
nach, die Epidermis der Haut mit dem notwendigen Flüssigkeitsspiegel zu versorgen.
Der natürliche Feuchtigkeitsgehalt der Haut
nimmt im Laufe unseres Lebens immer
mehr ab, die Haut benötigt daher nicht nur
Fette, sondern vor allem Feuchtigkeit.
Auch für empfindliche Hauttypen sind
die Thala-med® -Produkte infolge der
Einstellung auf den natürlichen pH-Wert
der Haut gut geeignet. Die Produkte sind
frei von Farbstoffen und Parabenen und
überwiegend unparfümiert, lediglich das
Dusch- und Haarshampoo und die AntiAging-Creme sind mit einer dezenten, nicht
allergisierenden, gut verträglichen Parfümierung versehen.
Bezugsquellen:
www.thala-med.de, www.nordsee-onlineshop.de,
in schleswig-holsteinischen Heilbädern,
vereinzelt in Apotheken
Dehnübungen vor und besonders nach
dem Training sind wichtig, um Muskelkater vorzubeugen.
Foto: djd/Traumeel/Corbis
In den langen, kalten Wintermonaten lassen selbst ambitionierte Open-Air-Sportler oft das Training
schleifen. Doch mit steigenden Temperaturen bekommt meist auch die Motivation einen kräftigen
Schub: endlich wieder draußen laufen, walken, Rad fahren, wandern, Tennis spielen und vieles mehr.
Allerdings beginnen viele Menschen im Frühjahr ihr Training zu intensiv. In der Folge kommt es
dann häufig zu Überlastungsbeschwerden oder Verletzungen.
Schrittweise an die alte
Leistung anknüpfen
Experten raten deshalb dazu, den Saisonstart mit Bedacht anzugehen. So ist
es empfehlenswert, nicht zu intensiv zu
beginnen, sondern sich schrittweise an
die alte Belastung heranzutasten und
ausreichende Erholungsphasen von ein
bis zwei Tagen einzulegen. Bei Sportarten
wie Tennis leidet das technische Können
häufig über den Winter - da sind ein paar
Trainerstunden sinnvoll, damit sich falsche
Bewegungsabläufe gar nicht erst einschleifen und daraus resultierende körperliche Schäden vermieden werden.
Grundsätzlich sollte man sich vor dem
Sport gut aufwärmen und dehnen. Auch
ist im Anschluss ein Cool-down mit Stretching wichtig, um Muskelverletzungen
vorzubeugen und die Regeneration zu
fördern. Weitere Tipps finden sich unter
ratgeberzentrale.de.
Hat man sich trotz aller Umsicht übernommen oder verletzt, sollte man so
lange pausieren, bis keinerlei Beschwerden mehr bestehen. Ein natürliches Arzneimittel wie Traumeel - als Creme oder
Tabletten - kann dabei die Genesung
beschleunigen. Pflanzliche Wirkstoffe
etwa aus Arnika (Arnica montana), Beinwell (Symphytum), Schafgarbe (Millefolium) und Ringelblume (Calendula) können
Entzündungen regulieren, Schmerzen
und Blutergüsse lindern.
Die „Top Drei“ der
Läuferbeschwerden
Wie wichtig ein angemessenes Trainingspensum ist, sieht man auch anhand
typischer Verletzungen, unter denen etwa
Jogger leiden. Zu den drei häufigsten Prob­
lemen gehören gereizte Sehnen, besonders die Achillessehne, sowie Muskelzerrungen und Knieschmerzen - sie werden
vor allem durch Überlastung hervorgerufen.
Gut beschuht
Wandern, Walking, Tennis, Jogging - für
jede Sportart ist das passende Schuhwerk wichtig. Denn ist man hier falsch
ausgerüstet, kommt es viel schneller zu
Verletzungen und Überlastungsproblemen. Grundsätzlich müssen die Schuhe
fest sitzen, Halt bieten und die richtige
Sohle für den jeweiligen Boden aufweisen. Darum sollte man sich im Fachgeschäft beraten lassen und gegebenenfalls
eine Laufbandanalyse machen. Bei Fehlstellungen sind orthopädische Sporteinlagen unbedingt empfehlenswert.
27
info
info
Seelisch kranke
Menschen erreichen
Teil VII
Hamburger Expertennetzwerk gibt kostenlosen Ratgeber heraus
Bin ich seelisch krank? Oder
einfach nur traurig, müde,
unsicher? Was tun, wenn die
Seele aus dem Lot ist?
Wo finde ich Hilfe? Diese und
viele andere Fragen beantwortet
die neue Broschüre „Verletzbare
Seelen - Ratgeber für
mehr Gesundheit und
Wohl­befinden“, die das
Expertennetzwerk aus Hamburgischer Arbeitsgemeinschaft
für Gesundheits­förderung e. V. (HAG),
Psychotherapeutenkammer
Hamburg, psychenet –
Hamburger Netz psychische
Gesundheit, Universitäts­
klinikum Hamburg
Eppendorf (UKE) und
Hamburger Bezirksämtern
herausgegeben haben.
I
n leicht verständlicher Sprache, veranschaulicht durch einfühlsame und
humorvolle Illustrationen, erklärt der
Ratgeber, wie sich seelische Erkrankungen äußern, was man für sich tun
kann und wo man in Hamburg Hilfe findet.
Die Herausgeber möchten Menschen
dazu ermutigen, aufmerksam auf die eigene und die seelische Gesundheit ihrer
Angehörigen, Freundinnen und Freunde zu
achten und sich in der Not Hilfe zu suchen.
Welcher Weg ist für
mich der richtige?
Vielleicht haben Sie schon mit Ihrer Partnerin, Ihrem Partner, einer Freundin oder
einem Freund gesprochen, Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt aufgesucht und
doch nicht die Hilfe finden können, die Sie
brauchen. Dann stehen Ihnen viele Möglichkeiten offen:
Beratungs- und Kriseninterventionsstellen, in denen Sie sich bei Fragen, aber
auch in akuten Krisensituationen beraten
bzw. helfen lassen können.
Die Beratungsstellen unterstützen Sie bei
der Suche nach der richtigen Hilfe, vermitteln in Einrichtungen und sind bei der
Antragstellung etwa gegenüber den Krankenkassen behilflich.
Ambulante Psychotherapie, in der Sie
Ihren Psychotherapeuten, Ihre Psychotherapeutin ein- oder mehrmals die Woche
ein bis zwei Stunden zu psychotherapeutischen Sitzungen treffen.
Teilstationäre oder stationäre Behandlung, in der Sie sich für einen befristeten
Zeitraum in eine Tagesklinik oder Klinik
begeben.
Beratungsstellen und
ambulante Therapien
Beratungsstellen
In Beratungsstellen helfen Sozialpädagoginnen und -pädagogen, Psychotherapeutinnen und -therapeuten, Psychologinnen und Psychologen, Ärztinnen und
Ärzte und Weise. Sie beraten Sie allgemein in Lebenskrisen oder haben sich auf
besondere Themen spezialisiert, zum Beispiel auf Sucht-, Ehe-, Erziehungs- oder
Familienberatung. In der Regel werden
Einzelgespräche angeboten, oft kommen
noch Informationsveranstaltungen, Gruppenangebote oder offene Treffen hinzu.
Beratungsstellen richten sich vielfach an
bestimmte Zielgruppen, zum Beispiel
Familien, Frauen oder Homosexuelle.
Ärzte, Therapeuten und Sie sind
Partner! Gemeinsame Entscheidungen
sind die besten Entscheidungen!
Krankenhaus
Krisenintervention
28
Hausarzt
Selbsthilfegruppe/
Peer-Beratung
Psychotherapie
Meist ist ihr Angebot kostenlos, teilweise
wird aber auch ein Honorar erhoben.
Sitzungen zwei- bis dreimal wöchentlich
stattfinden.
Ambulante Psychotherapie
Tiefenpsychologisch fundierte
Psychotherapie
Auch mit Hilfe dieser Psychotherapierichtung sollen die tiefer liegenden Gründe für
seelische Beschwerden bearbeitet werden. Im Unterschied zur Psychoanalyse
aber wird der Schwerpunkt auf die aktuellen psychischen Konflikte gelegt. Indem
frühere Erlebnisse und Verhaltensmuster
besprochen werden, sollen Sie ein Verständnis für Ihre aktuellen Probleme entwickeln. Außerdem unterstützt die Psychotherapeutin, der Psychotherapeut Sie
darin, vorhandene, aber unbewusste
Fähigkeiten zu aktivieren, um damit die
aktuellen Probleme zu lösen. Die tiefenpsychologische Psychotherapie dauert
zwischen einem Jahr und drei Jahren,
wobei die Sitzungen einmal wöchentlich
stattfinden.
In der ambulanten Psychotherapie werden je nach Methode die Schwerpunkte
im Verstehen, Erleben und Handeln unterschiedlich betont.
Die Krankenkasse übernimmt für
folgende Verfahren die Kosten:
Verhaltenstherapie
Verhaltenstherapeutinnen und -therapeuten gehen davon aus, dass Verhalten
in großen Teilen erlernt, somit belastende
Denk- und Verhaltensmuster auch wieder
„verlernt“ und hilfreichere Verhaltensmuster neu erlernt werden können. In diesem
Sinne ist die Verhaltenstherapie eine Hilfe
zur Selbsthilfe. Gemeinsam mit Ihrer Psychotherapeutin, Ihrem Psychotherapeuten
schauen Sie sich konkrete Situationen an,
in denen Sie beispielsweise gern anders
reagiert oder sich anders gefühlt hätten.
Anhand von solchen Ausschnitten soll
verständlich werden, warum Sie sich so
verhalten. Auf diesem Verständnis aufbauend werden Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und im nächsten Schritt erprobt. Sie
überprüfen in Ihrem Alltag, wie hilfreich die
Lösungsstrategien sind und bringen Ihre
Erfahrungen wieder in die Psychotherapie
ein. Die Sitzungen finden meist einmal
wöchentlich statt. Eine Verhaltenstherapie
umfasst als Kurz- oder Langzeittherapie
zwischen 25 und 60 Sitzungen.
Psychoanalytische Psychotherapie
(„Psychoanalyse“)
Bei dieser Psychotherapierichtung wird
davon ausgegangen, dass unbewusste
Konflikte und Erlebnisse in der Vergangenheit (vor allem in der Kindheit) psychische Erkrankungen mit verursachen
und aufrechterhalten. Die unbewussten
Konflikte bestimmen das Bild, das ein
Mensch von sich und anderen hat, seine
Beziehungen, seine Gefühle, Gedanken
und Handlungen. Die Psychotherapeutin,
der Psychotherapeut unterstützt Sie
dabei, diese unbewussten Konflikte und
deren Auswirkungen auf die Gegenwart
sichtbar zu machen, damit Sie sie gemeinsam mit Ihrer Psychotherapeutin, Ihrem
Psychotherapeuten verstehen und bearbeiten können.
Die analytische Psychotherapie ist eine
Langzeittherapie und dauert in der Regel
zwischen zwei und fünf Jahren, wobei die
Nicht von den Krankenkassen finanziert werden folgende Psychotherapieformen:
Gesprächspsychotherapie
Die Gesprächspsychotherapie geht
davon aus, dass jeder Mensch die Fähigkeit zur Selbstheilung, zur Problemlösung
und zum persönlichen Wachstum besitzt.
Die betroffene Person ist „Expertin ihrer
selbst“. Der Entwicklungs- und Heilungsprozess wird bei der Gesprächspsycho-
therapie dadurch unterstützt, dass die
Psychotherapeutin, der Psychotherapeut
sich in Ihre Gedanken- und Gefühlswelt
hineinfühlt und Ihnen – ohne Sie dabei zu
bewerten – eine Rückmeldung gibt, was
sie bzw. er selbst dabei erlebt. Ihre Psychotherapeutin, Ihr Psychotherapeut gibt
Ihnen keine Themen vor, bietet Ihnen
keine Ratschläge oder Deutungen an.
Stattdessen werden immer wieder
Gefühle besprochen, die aktuell in der
Situation entstehen. Im Laufe der Psychotherapie sollen Sie dabei lernen, sich
selbst zu verstehen und anzunehmen.
Systemische (Familien-)Therapie
Die Systemische Familientherapie bezieht
das soziale Umfeld und die Beziehungen
bei der Betrachtung einer psychischen
Erkrankung mit ein. Das Problem oder die
Erkrankung, aber auch die Stärken werden nicht nur beim Einzelnen gesehen,
sondern im gesamten „System“, also in
der Familie oder auch im Kollegenkreis.
Systemische Behandlung kann als Familientherapie, aber auch als Paartherapie
oder Einzeltherapie durchgeführt werden.
In der systemischen Familientherapie soll
die Eigenständigkeit und der Selbstwert
jeder Person in der Familie, Partnerschaft
oder im sozialen Umfeld gestärkt, die
Verständigung und der Austausch zwischen den Familienmitgliedern verbessert
und schädigende Beziehungsmuster
erkannt und verändert werden.
Sprechen, fühlen, verstehen:
Das Methodenangebot der ambulanten Therapien ist vielfältig und ermöglicht eine individuell auf Ihre Bedürfnisse
zugeschnittene Hilfe.
D
er Ratgeber liegt in allen Hamburger
Beratungsstellen wie den bezirklichen
Beratungsstellen oder den regionalen Bildungs- und Beratungsstellen kostenlos aus.
Darüber hinaus kann die DIN A5 große Broschüre gegen eine Schutzgebühr von 1 Euro
plus Versandpauschale bestellt werden bei:
Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für
Gesundheitsförderung e.V. (HAG)
Repsoldstraße 4, 20097 Hamburg
oder als Download herunterladen:
www.hag-gesundheit.de/magazin/veroeffentlichungen/broschueren
Weitere Informationen unter: www.hag-gesundheit.de
29
info
info
Ein Unfall, eine plötzliche
Erkrankung oder ein chronisches Leiden - es gibt viele
Gründe, weshalb Patienten eine
Reha benötigen. Doch der Weg
dorthin ist nicht immer einfach.
Leichter in die Reha
Von der Hilfe beim Antrag bis zur
Wunschklinik: Wichtige Tipps für Patienten
djd/pt
An der Reha
wird gespart
In Deutschland gibt es mehr
als 1.200 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in de­nen Mediziner und Therapeuten unterschiedlicher Fachrichtungen Hand in Hand
arbeiten - beste Voraussetzungen für Patienten. Doch
gerade sie spüren den Rotstift
im Gesundheitssystem besonders deutlich. „Leistungen werden inzwischen oftmals nur
noch zu Teilen bewilligt, sodass
Betroffene nicht alles erhalten,
was sie für ihre Rehabilitation
benötigen und was ihnen
zusteht“, erklärt Christof
Lawall, Geschäftsführer der
Deutschen Gesellschaft für
Medizinische Rehabilitation e.V.
(DEGEMED). Der Verband
setzt sich mit seiner Kampagne
„Meine Reha - Mein Leben“ für
einen leichteren Zugang zu
qualifizierten Reha-Maßnahmen ein und will Patientenrechte stärken. Denn: „Noch
immer ist der Zugang zur Reha
erschwert“, bemängelt Lawall.
Intransparente Strukturen und
bürokratische Hürden machten
das Verfahren unnötig kompliziert. Dabei sei gerade der
ganzheitliche Ansatz einer
Reha ein Garant dafür, dass
Betroffene möglichst rasch
wieder fit werden und an ihren
Arbeitsplatz bzw. in ihr häus30
liches Umfeld zurückkehren
können. Jeder, der sich für
diese Forderungen einsetzen
möchte, kann die Kam­pagne unter www.meinerehameinleben.de unterstützen.
Mehr Selbstbewusstsein für Patienten
Wer nach einer Erkrankung
eine Reha benötigt, sollte darüber mit seinem behandelnden
Arzt oder dem Sozialdienst im
Krankenhaus sprechen. Die
Fachleute wissen, welche Maßnahmen erforderlich sind und
können die Antragstellung
unterstützen. Sinnvoll ist es
außerdem, sich bereits im Vorfeld über geeignete Reha-Einrichtungen zu informieren und
diese direkt im Antrag anzugeben. Einen Überblick finden
Patienten zum Beispiel unter
reha.qualitaetskliniken.de. Weitere Informationen zu medizinischen und rechtlichen Fragen
zum Thema Gesundheit bietet
die unabhängige Patientenberatung Deutschland (www.patientenberatung.de).
Reha abgelehnt was jetzt?
2012 sind bei der Rentenversicherung Über 1,6 Millionen
Anträge auf medizinische
Rehabilitation eingegangen durchgeführt wurden nur rund
eine Million. Krankenkassen
erbrachten im vergangenen
Jahr etwa 800.000 Leistungen
zur medizinischen Reha. Wird
eine Reha abgelehnt, sollten
Patienten binnen vier Wochen
Widerspruch beim Kostenträger einlegen und nach Rück-
sprache mit ihrem Arzt zusätzlich begründen, warum die
Reha in ihrer Wunschklinik notwendig ist. Oftmals erfolgt die
Bewilligung im zweiten Anlauf.
Geschieht das nicht, steht der
Klageweg zum Sozialgericht
offen.
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Ihr Schwerpunktkrankenhaus
Medizinische Kompetenz im
Osten Hamburgs
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Asklepios Klinik Wandsbek
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Tel.: (0 40) 18 18-83 0
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31
gesund leben
gesund leben
Wann fliegt was?
Regionaler Pollenflugkalender
für den norddeutschen Raum
Für viele Menschen beginnt mit der bunt blühenden Zeit gleichzeitig ein quälender Jahresabschnitt. Juckende und tränende Augen, triefende
Nase, Hautausschlag bis hin zu Atembeschwerden – dies könnten womöglich Anzeichen
für eine Pollenallergie (ugs. Heuschnupfen)
sein. Pollenallergiker haben es daher manchmal
nicht leicht, das warme Wetter im Park
oder auf einer Wiese zu genießen.
N
ach Angaben der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst haben rund 15 % der Erwachsenen
zwischen 18 und 79 Jahren im Laufe ihres Lebens
einen Heuschnupfen. Das sind ungefähr 12 Millionen Menschen. Frauen sind dabei etwas häufiger betroffen als Männer. Zugleich sind am häufigsten die Deutschen im Alter von
30-39 Jahren betroffen.
Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutscher
Polleninformationsdienst, zu möglichen Anzeichen. Solche
allergischen Reaktionen entstehen dadurch, dass im Obst,
z.B. im Apfel, die gleichen Allergene sind, die auch – im
Fall des Apfels und anderem Kern- und Steinobst – in Birkenpollen vorhanden sind. Deshalb wird häufig auch von
„Kreuzallergie“ gesprochen.
Menschen mit Heuschnupfen haben außerdem ein höheres
Risiko, eine Nahrungsmittelallergie zu entwickeln. Etwa
jeder zweite Erwachsene mit einem Heuschnupfen durch
Baum-, Gräser- oder Kräuterpollen hat eine Allergie gegen
Obst, Gemüse oder Gewürze. „Es sind Beschwerden im
Mund im Sinne von Juckreiz und Schwellungen der Mundschleimhaut oder auch der Zunge, seltener auch als Schnupfen oder Hautschwellung“, so Dr. med. Karl-Christian
Heuschnupfen Geplagte sollten wissen, gegen welche Pollen sie allergisch sind. Allergietests sorgen für Gewissheit.
„Betroffene sollten schon zu Beginn der Pollensaison antiallergische Medikamente, meist in Form von Tabletten (sog.
Anti-Histaminika), zu Hause haben. In der Saison ist es besser, täglich eine kleine Menge, z.B. eine Tablette, zu nehmen
und nicht erst, wenn die Beschwerden stark sind“, empfiehlt
Dr. med. Karl-Christian Bergmann. Betroffene sollten auch
mit ihrem Arzt besprechen, ob nicht eine Immuntherapie in
Frage käme.
Eine große Hilfe ist die kostenlose App „Pollen“, die eine
individuelle Pollenflugvorhersage bietet, einen AllergieSelbst-Test und die Möglichkeit, die Symptome zu speichern,
um sie dem Arzt vorzulegen. Die App ist unter www.pollenstiftung.de zu finden.
Der Pollenflugkalender der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst zeigt genau auf, in welchen Monaten
Pollen von den angegebenen Pflanzenarten in der Luft im
norddeutschen Raum vorhanden sein können. In welcher
Menge die Pollen unterwegs, ist farblich gekennzeichnet.
Zu beachten ist, dass es je nach Region und Wetterlage zu
Abweichungen kommen kann.
© Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst
Dezember
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober

November
Hasel
Erle
Pappel
Weide
Esche
Hainbuche
Birke
Buche
Eiche
Kiefer
Gräser
Spitzwegerich
Roggen
Brennessel
Beifuß
Traubenkraut
32
Mit freundlicher Unterstützung von
33
info
info
Förderverein KinderLeben e.V.
Über die Institution, ihre Ziele und Aufgaben
Der Förderverein
KinderLeben e.V.
wurde am 26. Mai
2009 gegründet. Ziel
des Vereins ist die
individuelle Betreuung lebensverkürzend
erkrankter Kinder und
Jugendlicher, seiner
Geschwister sowie seiner Eltern und nahestehender Angehöriger
mittels materieller und
finanzieller Versorgungsangebote.
D
ie betroffenen Familien erhalten u.a.
Unterstützung durch
die Beschaffung lebensnotwendiger medizinischer Ge-­
räte, durch die Finanzierung
wichtiger Therapien oder in
Form eines Zuschusses zur
Beerdigung des verstorbenen
Kindes.
Neben der Betreuung sterbenskranker Kinder liegen
dem Förderverein KinderLeben e.V. auch die gesunden
Geschwisterkinder am Herzen.
Sie müssen im Alltag mit einem
kranken Familienmitglied oft
zurückstecken; ihre Nöte und
Bedürfnisse gehen nicht selten
einfach unter. Mit der Organisation von Ausflügen, sorgt
der Förderverein dafür, dass
die Kinder, ob gesund oder
unheilbar krank, einmal wieder
einen tollen, erlebnisreichen
Tag genießen können und sie
von ihrem schweren Schicksal
abschalten können.
Die Institution hilft auch betroffenen Eltern. So organisierte der KinderLeben e.V. die
Hochzeit eines Elternpaares,
dessen sehnlichster Wunsch
es war, ehe ihr totkranker
Sohn stirbt, eine Familie zu
werden. Durch die Unterstützung des Fördervereins und
seinen ehrenamtlich Tätigen
sowie dank vieler Sach- und
Geldspenden konnte dieser
Traum schließlich in Erfüllung
gehen.
Der ehrenamtliche Vorstand,
Ester Peter, ist Initiatorin des
1. Tages-Kinderhospizes in
Deutschland. Als Mutter dreier
Kinder lässt sie das Schicksal
der unheilbar kranken Kinder
und das ihrer Familien, deren
Lebensglück in seinen Grundfesten zerstört ist, nicht unberührt. Daher hat sie es sich mit
dem Förderverein KinderLeben
e.V. zur Aufgabe gemacht, die
betroffenen Familien in ihrem
sorgenbehafteten Alltag zu
unterstützen.
Ihr Engagement und ihre Hingabe dafür begründet Ester
Peter mit folgenden Worten:
„Wir sind geboren, um zu
leben und nicht vorzeitig zu
sterben. Für die meisten von
uns trifft dieses zu, für wenige jedoch nicht. Wir müssen
dankbar sein für das gesunde Leben unserer Kinder und
denjenigen helfen, denen dieses Glück genommen wurde.
Ich möchte daher helfen, wo
Hilfe gebraucht wird.“
Aktuelle Projekte
Für seine Projekte benötigt
der Förderverein KinderLeben
e.V. fortwährend Unterstützung:
-Beschaffung medizinischer
Geräte für die lebensverkürzend erkrankten Kinder
(z.B. Sauerstoff- oder Beatmungsgeräte und Therapiegeräte)
-
Therapiehilfen, wie Musikund Aromatherapien
-
Ausflüge mit den lebensverkürzend erkrankten Kindern, ihren Eltern, Geschwistern und ihrem gesamten
familiären Umfeld
-Trauergruppen (Nachbetreuung von Hinterbliebenen)
-
Entwicklung eines Austauschprogramms zwischen
verschiedenen multikultu-
rellen Glaubensrichtungen
in der Sterbebegleitung
-Eltern- und Trauer-Café (1 x
monatlich)
-
Ehrenamt, Infostände, Veranstaltungen
-
Beschaffung von Büchern,
Sachmitteln und Spielzeug
-behindertengerechte Elternwohnungen in Berlin und
Neumünster
-Seerefugium
-
Hilfe zur Selbsthilfe/aktive
Hilfe für Familien mit gehandicapten Kindern
-finanzielle Unterstützung der
in Not geratenen betroffenen
Familien mit lebensverkürzend erkrankten, chronisch
schwerst- und krebskranken Kindern, Jugendlichen
und jungen Erwachsenen
(z.B. Therapiegeräte, Beerdigungszuschüsse)
-Unterstützung der Kinderhospiz-Arbeit
-Öffentlichkeitsarbeit für die
Tabuthemen:
Sterben, Tod und Trauer
und Fahrdienste für betroffene
Familien mit lebensverkürzend
erkrankten Kindern sowie
die Eröffnung eines KinderSecond Hand Ladens.
Die Tätigkeit des Vereins dient
ausschließlich und unmittelbar
steuerbegünstigten gemeinnützigen Zwecken im Sinne
der §§51 ff AO.
Der Förderverein
KinderLeben e.V.
braucht Sie!
Entwicklung
Über die aktuellen Projekte
hinaus erarbeitet der Verein
immer wieder neue Projekte
und Konzepte, die die betroffenen Kinder in ihrer letzten
Lebensphase mit ihren Eltern
unterstützen.
In Planung sind weitere Projekte wie etwa Kurzurlaube
Das umfassende Angebot für
sterbende Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, ihre
Geschwister und Familien
geht über die Leistung der
Pflege- und Krankenkassen
hinaus. Der Förderverein KinderLeben e.V. schafft über
Spendengelder die ergänzende finanzielle Basis. Nur
so kann der Verein den betroffenen Kindern und ihren Familien helfen. Ihre Spenden sind
steuerlich voll abzugsfähig.
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D e n K i n d e r n z u l i eb e !
„Wir müssen dankbar sein für das gesunde Leben unserer Kinder und
denjenigen helfen, denen dieses Glück genommen wurde.“
Ihre Spende hilft!
Förderverein KinderLeben e.V.
Sparda Bank
Spendenkonto: 176 8000
BLZ: 206 905 00
IBAN: DE96 206 905 00 000 176 8000
BIC: GENODEF1S11
nken.
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c
s
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Näh
ben.
e
g
t
i
e
h
en
Geborg
www.kinderleben-hamburg.de
34
35
special
special
ein „Ja-Gefühl“, ist eben nicht sachlich
begründet, sondern bezieht seine Informationen aus anderen Quellen, die in
jedem Menschen verfügbar sind.
Diese Quellen sind mit dem Bewusstsein
allerdings nicht zu erfassen. Offenbar findet gleichsam im „Hintergrund“ bei allem,
was wir tun, ein Abgleich statt. Es wird
überprüft, ob alle unsere Anteile und
Werte mit einer Sache oder einer Entscheidung einverstanden sind. Erst wenn
das der Fall ist, gibt es dann die innere
Zustimmung. Und natürlich kann es auch,
falls die Beurteilung negativ ausfällt, dann
zu einer Ablehnung kommen. In jedem
Fall wird eine Entscheidung getroffen, die
man fühlen oder spüren kann: ein Gefühl.
Emotionale Intelligenz
Dr. Blohm, Fachklinik für Hypnotherapie
D
ie Forschung hat sich mit solchen Menschen ausführlich
beschäftigt und ist dabei zu einigen Ergebnissen gekommen, die offenbar
bei dieser Menschengruppe eine tragende Rolle spielen.
Mitunter gibt es
Menschen, die man fast
beneiden möchte.
Im Beruf läuft alles wie in
einer Bilderbuchkarriere.
Alle begegnen ihnen mit
Freundlichkeit und Respekt.
Immer scheinen sie stimmig
mit sich und der Welt auf
ihrem Weg zu sein. Und
obwohl sie durchaus ihre
Meinung sagen, Grenzen
aufweisen und mit
Nachdruck ihre Meinung
vertreten, sind sie
meistens sehr beliebt.
36
Zum einen sind es Zeitgenossen, die sich
sehr intensiv mit den Inhalten beschäftigen, die es zu bearbeiten gilt. Sie holen
sich also umfangreiche Informationen zu
den jeweiligen Themen ein und unterziehen diese einer sehr gründlichen Prüfung.
Daneben sind sie sehr achtsam im
Umgang mit sich und den Arbeitsfeldern.
Sie neigen also kaum zum „Multi-Tasking“, der Beschäftigung mit zahlreichen
Feldern parallel, sondern sie sind stets auf
die eine Sache konzentriert.
Dann scheint aber von zentraler Bedeutung zu sein, dass sich dergestalt erfolgreiche Menschen immer auch auf ihr
Gefühl verlassen. Sie nehmen also die
Sachinformationen als Basis, wählen dort
die stimmigen Anteile aus, dann aber
spüren sie in sich hinein und „erfühlen“,
ob eine innere Zustimmung, ein „JaGefühl“, dort zu entdecken ist. Und erst
dann entscheiden sie sich für den einen
oder den anderen Weg.
Diese Eigenschaft bezeichnet man als
„emotionale Intelligenz“.
Dieser Begriff ist ja seit einiger Zeit in aller
Munde. Aber nicht immer ist bekannt,
was darunter zu verstehen ist.
„Emotionale Intelligenz“ =
„Gefühltes Verstehen“
Es ist also sehr naheliegend, dass wir
solche Informationen auch tatsächlich
nutzen, zumal sich in der Forschung eindrucksvoll erwiesen hat, dass eben solche Emotionen nahezu immer zum Erfolg
führen, wenn man sie mit den sachlichen
Informationen abstimmt, die man jeweils
eingeholt hat.
Gefühle wahrnehmen,
deuten und als
Information nutzen
Voraussetzung an erster Stelle ist, dass
man in der Lage ist, seine eigenen Gefühle
wahrzunehmen, zu deuten und auch als
Information zu nutzen. Eine solche Fähigkeit nennt man auch „emotionale Kompetenz“. Denn nur, wer die eigenen Gefühle
kennt und versteht, kann sie im Umgang
mit anderen Menschen auch nutzen. Das
ist mitunter gar nicht so einfach und manche Menschen müssen erst einmal lernen, ihren Wahrnehmungen auf der
Gefühlsebene Raum zu geben und ihnen
zu vertrauen, sie als wichtige innere Stellungnahmen zu werten.
An zweiter Stelle findet man die Fähigkeit,
die Menschen, mit denen man Kontakt
hat, auf der Gefühlsebene wahrzunehmen, zu spüren. Die meisten unter uns
haben das schon erlebt: man kommt in
einen Raum, in dem sich einige andere
Personen aufhalten und man nimmt sofort
eine seltsame Stimmung wahr. Oder man
trifft einen Menschen und fühlt sich sofort
und direkt auf irgendeiner Weise mit ihm
verbunden oder von ihm angezogen. Im
Volksmund sagt man dann oft, dass die
„Chemie“ stimme.
Diese Eigenschaft nennt man auch Empathie. Mitunter ist diese Wahrnehmung
angeboren, aber man kann sie ebenso
erlernen. Die Stimme, die Haltung, der
Gesichtsausdruck und andere Verhaltensweisen sind dabei von Bedeutung. Es
lässt sich leicht vorstellen, dass beim
Arbeiten in einem Team Empathie sehr
hilfreich sein kann, um einzelnen Mitarbeitern gerecht zu werden und so ein
Höchstmaß ihrer Kompetenz zu wecken
und zu nutzen.
Fähigkeit, andere Menschen
zu begeistern und zu motivieren
Wer über solche Fähigkeiten verfügt,
möchte sie natürlich auch anwenden.
Und dazu gehört dann eine weitere Eigen-
schaft: die Fähigkeit, andere Menschen
zu begeistern und darüber auch zu motivieren. Auch das geschieht am besten,
indem man deren Gefühle aktiviert.
Zustimmung, Freude und Begeisterung
sind sehr starke Motivatoren und Menschen mit emotionaler Intelligenz wissen
das zu nutzen.
Vielleicht haben Sie selbst schon hin und
wieder in ihrem Alltag emotionale Intelligenz gespürt, ohne sie bewusst zur
Kenntnis zu nehmen. Denn es geschieht
gar nicht selten, dass man eine Entscheidung trifft und spürt, dass irgendetwas
nicht stimmt, man sich unwohl fühlt. Wer
auf eine solche innere Stimme hört, nutzt
bereits seine emotionale Intelligenz.
Umgekehrt kann es sich ebenso verhalten: Eigentlich spricht alles für eine Ablehnung und entgegen aller Vernunft entscheidet man sich dennoch dafür. Und
der Erfolg stellt sich darauf ein. Ein tolles
Gefühl ist das dann.
Aus dem Berufsleben erfolgreicher Manager und Wirtschaftsbosse ist die emotionale Intelligenz längst nicht mehr wegzudenken. Aber sie lässt sich effektiv von
allen Menschen in ihrem Alltag nutzen,
um wirklich stimmige Entscheidungen zu
treffen. Und solche Entscheidungen führen zu Erfolg und Zufriedenheit.
Da ist es wunderbar zu wissen, dass man
eine solche Fähigkeit auch erwerben kann
und sie nicht nur einigen „privilegierten“
Menschen zur Verfügung steht, die von
Geburt an damit gesegnet sind.
Zunächst einmal leitet sich das Wort
„Intelligenz“ aus dem Lateinischen her
und bedeutet so viel wie „verstehen“ oder
„kennen“. Der andere Teil, das „emotional“, bezieht sich auf „Gefühl“. Genau
genommen handelt es sich also um
gefühltes Verstehen.
Und dieser Begriff trifft es bereits sehr gut.
Man bezeichnet damit die Fähigkeit,
neben allen sachlichen Informationen
auch die „nur“ gefühlten mit einzubeziehen. Und genau diese Kombination
scheint besonders erfolgreich und hilfreich zu sein für Menschen, die damit
arbeiten.
Dabei ist bislang auch wissenschaftlich
nicht wirklich bekannt, wie ein solches
Gefühl zustande kommt und wo es seine
Quelle hat. Denn eine innere Zustimmung,
37
special
special
Die Gefühle – nur „Weiberkram“?
U
Die Gefühle – nur „Weiberkram“? Mitnichten. Unsere
Gefühle können wir nicht
messen, wir können sie nicht
im Labor erfassen, wir können
sie nicht im Blut nachweisen,
mitunter sind wir noch
nicht einmal in der Lage,
sie in Worte zu fassen
und sie zu beschreiben.
38
nd dennoch sind sie stetig da
und begleiten uns in jeder
Sekunde unseres Lebens.
Denn Sie kennen doch auch, dieses
wohlige Kribbeln im Bauch, die Explosion von tausend kleinen Sektperlen,
das Himmelhochjauchzen, wenn eine
neue Liebe Einzug hält?
Und wer erinnert sich nicht an die Aufregung im Bauch vor einer Prüfung
oder vor dem ersten Date?
Und natürlich ist da auch die andere
Seite: der dumpfe Druck, die lähmende
Angst, das Weglaufgefühl und die dunk­
le Depression oder grenzenlose Leere.
Vielleicht fürchten sich deshalb so viele
Menschen vor ihren Gefühlen und trauen sich nicht immer, sie wahrzunehmen oder näher zu betrachten. Gefühle
werden dann sehr häufig unterdrückt.
Aber sie verweilen dennoch, wie die
brodelnde Lava unter der Oberfläche
eines Vulkans und explodieren dann
mitunter unerwartet heftig.
Kaum etwas wurde so verteufelt, missachtet, verleumdet oder unverstanden
wie Gefühle.
Schließlich geben nur Gefühle den Dingen einen Wert, ermöglichen den inneren Bezug. Eine Kerze brennt einfach
nur, aber das Gefühl von Wärme oder
Geborgenheit bestimmt erst den Wert,
den sie für uns hat. Eine Prüfung ist ein
völlig neutraler Vorgang, erst unser
Gefühlbezug lässt sie mit Angst besetzt
oder mit Optimismus zu einer lebendigen Erfahrung werden. Andere Menschen sind uns oft gleichgültig, erst
wenn wir ein Gefühl zu ihnen entwickeln, ändert sich das schlagartig.
Liebe und Lust werden uns nur auf
dieser Ebene vermittelt,
Angst,
Schmerz oder Ratlosigkeit aber auf
eben diese Weise.
Gefühle sind sehr wichtige Botschaften
aus der inneren Mitte eines jeden Menschen und geben Hinweise, ohne die
wir gar nicht lebensfähig wären. Denken Sie nur einmal an die wenig geliebte Angst. Ganz ohne sie wäre wir nicht
einen Tag zum Überleben fähig, weil
wir Gefahren nicht beachten würden
und sehr schnell zu Tode kämen.
Inzwischen ist wissenschaftlich bewiesen, dass Gefühle keinesfalls als „Weiberkram“ abgewertet werden können,
sondern dass sie von zentraler Bedeutung sind für unsere seelische Gesundheit. Frauen trauen sich nur einfach
mehr, sich den inneren Wahrnehmungen zu stellen. Männer sind da oft
sehr ängstlich oder feige.
Um diese wichtigen Botschaften richtig
zu nutzen, muss man sie zunächst einmal zur Kenntnis nehmen, in sich
hineinspüren. Man kann sie eben nur
fühlen. Eine andere Möglichkeit der
Wahrnehmung gibt es für Gefühle nicht.
Und dann ist es sehr wichtig, dass man
sich nicht in ihnen auflöst und sich in
ihnen verliert. Denn jedes Gefühl trägt
eine Botschaft. Angst bedeutet da zum
Beispiel: „Such Dir Sicherheit“. Zweifel
weisen darauf hin, dass noch Bedenken auszuräumen sind. Auch depressive Stimmung ist zunächst einmal der
Hinweis, sein Umfeld auf Unstimmigkeiten und Missstände zu überprüfen.
Jedes Gefühl trägt eine Botschaft, die
es zu erkennen gilt.
Dr. Blohm, Fachklinik für Hypnotherapie
Das ist mitunter sehr klar und sehr
einfach, aber es kann auch Zeit in
Anspruch nehmen und längere
Beschäftigung, den Sinn der Botschaft
zu entschlüsseln.
Immer handelt es sich aber um Botschaften aus dem eigenen inneren
ICH, es sind innere Stellungnahmen,
wie wir bestimmte Handlungen, Pläne
oder Zustände mit unseren inneren
Anteilen bewerten.
Wenn man sein Gefühl verstanden hat,
muss zur wirklichen Nutzung der zweite Schritt folgen: Es ist eine Reaktion
gefordert, ein Umgang mit diesem
Gefühl. Das kann die innere Suche
nach Sicherheit sein oder eine Änderung der äußeren Umstände, um der
Mitteilung von Angst oder Unruhe
gerecht zu werden.
Mitunter kann man Gefühle auch kompensieren. So lässt sich Wut sehr gut
durch körperliche Aktivität abbauen.
Man spricht bei der Wahrnehmung von
Gefühlen, ihrer Zuordnung und der
angemessenen Reaktion von „emotionaler Kompetenz“. Und diese Fähigkeit
hat höchsten Stellenwert für die psychische Gesundheit.
Der Erwerb dieser Fähigkeit beginnt
bereits im frühen Kindesalter durch
Anleitung oder Vorbild der Eltern. Allerdings lässt sich solche Kompetenz in
jedem Alter noch erlernen.
Der Verstand spielt dann erst die zweite
Rolle, indem er entscheidet, was sich im
Alltag dann wirklich umsetzen lässt.
Die Zusammenarbeit von Gefühl und
Verstand sichert ein bekömmliches
Leben.
Entschuldigen Sie,
wer bin ich?
Wege aus dem LostSense-Syndrom zurück
in die eigene Identität,
ab 16. März im Handel
von Dr. med. Wolfgang
Blohm
ISBN: 978-3899019001,
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Verlag: J. Kamphausen
Mediengruppe
Sinn-los? Depressionen, Burnout, Angstzustände
- in den letzten Jahrzehnten hat sich die Zahl der
Betroffenen mehr als verdoppelt. Warum? Dieser
Frage geht Dr. Blohm in seinem neuen Buch
nach: Die Ursache vieler psychischer Erkrankungen unserer Zeit liegt tiefer als die häufig
genannten Diagnosen. In unserer Gesellschaft ist
vielen Menschen der Sinnzusammenhang verloren gegangen. Wer bin ich? Wo komme ich her?
Was ist sinnvoll? Viele Menschen haben darauf
keine Antworten mehr. Dr. Blohm zeigt die Ursachen der Ratlosigkeit auf und weist Wege daraus.
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39
special
special
Das klare Ich:
Basis für emotionale Beziehungen
Mathias Albig: „Klarheit ins Leben“
Um eine liebevolle, erfüllte Partnerbeziehung mit echter Nähe
und Vertrauen leben zu können, ist eine authentische emotionale
Selbstbeziehung unabdingbar: Sie ermöglicht glaubwürdiges Austauschen, Kennenlernen und Miteinander, statt eine zögerliche,
passive oder misstrauische Beziehung. Gleichzeitig hängt ein
solches Öffnen oft maßgeblich davon ab, ob wir auch unser Gegenüber als authentisch wahrnehmen. Und zudem wird mit dieser
Art der Selbstbeziehung lebbar, was die alten Griechen „SelbstSorge“ nannten: die Achtsamkeit auf die eigene körperliche und
seelische Gesundheit.
Der Mensch mit klarem emotionalen Standing kann gut allein,
möchte aber ergänzend, austauschend, miteinander leben –
wünscht einen im Wortsinn selbst-bewussten Partner statt „Retter“, „Prinz/-essin“, Eltern-Ersatz, Ernährer oder Entertainer. Er ist
freiwillig und präsent in einer Beziehung … spürt, falls es hier kriselt – und reagiert.
EQ in einer Beziehung bedeutet ein funktionsfähiges, empfindsames Radar für die eigenen und des Anderen Schwingungen –
sowie sicher und angemessen mit beidem umgehen zu können
… und damit sich und den Anderen noch besser kennenzulernen.
Nicht rosarote Brille, intensivste Romantik, „Schönwetter“-Beziehung oder ein „ewig-währendes Feuerwerk an supertollen Gefühlen“: Es geht um Selbst-sein im Paar-sein, emotionale Klarheit und
Vertrautheit, lebendiges Bauchgefühl im Dialog, authentisches
Interesse an- und überwiegende Freude am Umgang mit einander, sexuelle Erlebnistiefe, ehrliche, offene, respektvolle Auseinandersetzung und eine grundlegende Verlässlichkeit.
Eine gute Nachricht ist: Alte Muster und Prägungen sind veränderbar. Jedermann kann sich (ggf. mit externer Hilfe) mit seinen
Emotionen und Fähigkeiten auseinandersetzen und damit das
eigene Verstehen, Wahrnehmen und die emotionale Kompetenz
erweitern … um klarer und qualitativer zu leben. Es ist eine Frage
der Entscheidung.
Im alten Hebräischen beschreibt ein Satz die Situation, in der sich
zwei Menschen gefunden haben und füreinander entscheiden: „Er
erkannte sein Weib.“ In ihm liegt ein tiefer empathischer Kern –
wie auch in dem Satz aus dem Film „Avatar“: „Ich sehe dich.“
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Klarheit
ins Leben
Personal Coaching
• LIFE COACHING
E
motionale Intelligenz (El, EQ, auch: Charakter) im Sinne
von reflektiertem Umgang mit eigenen Gefühlen und
Empathie-Fähigkeit entspringt dem Erleben einer grundlegenden Qualität: Was habe ich als Kind in meiner Familie über
Gefühle gelernt – wie ist der geltende Umgang damit: Welche
sind okay, welche nicht – welche werden nur „unter der Hand“
angesprochen oder gar „unter den Teppich gekehrt“? Welche
werden verborgen, indem andere vorgezeigt werden? Welche
Gefühls-Äußerungen erzeugen welche Reaktionen bei den Mitmenschen? Sind Fremd-Gefühle im Spiel, die gar nicht meine
eigenen sind?
Dabei geht es nicht nur um Liebe, Wut, Ärger, Ablehnung, Stärke,
Angst, Glück, Traurigkeit, Macht/Ohnmacht, Freude, Scham,
Lust, Geborgenheit … nicht nur um Werte wie Respekt, Ehrlichkeit, Unterstützung und Solidarität, Disziplin, Verlässlichkeit und
Schutz: Schon eine Art „Brutpflege-Instinkt“ lässt Eltern „wissen“,
was ihr Baby braucht – und diese, was sie „erwarten“ können. In
40
der Kindheit wachsen Vertrauen, Bindung und Sicherheit der
Selbstwahrnehmung, baut sich die Kompetenz für Gefühle auf …
und noch mehr: Den Umgang der Eltern miteinander und Anderen übernehmen Kinder ungefiltert – und deuten: „Genau so
funktioniert die Welt (bzw. Partnerschaft).“ Sie entwickeln Glaubenssätze und spüren sehr genau, was und wer authentisch ist
– mit direktem Einfluss auf das Selbstwert-Gefühl und folglich auf
die Art des Selbst-seins im sozialen Umfeld.
Mit weiterem Lernen und Relativieren in der Jugendzeit entsteht
ein „Masterplan“, der die Meinung über und das Verhalten zu sich
selbst und einem Partner leitet. Dieser „Blueprint“ umfasst alle
wichtigen Kriterien für nahe Begegnungen – mit der Folge, dass
bedeutsame Gefühls-Defizite der Vergangenheit oft in Beziehungen wieder auftauchen. Es sind die Emotionen, die eine
Partnerwahl bestimmen – und Menschen folgen erst einmal
jenen, die sie von klein auf kennen: Die sind ihnen vertraut. So
finden sie sich häufig enttäuscht in Beziehungen wieder, deren
Muster dem ähneln, was sie so sehr vermeiden wollten.
Für jede neue Begegnung mit Menschen – erst recht für potenzielle Beziehungspartner – gilt: Das Unterbewusstsein weiß
bereits alles – augenblicklich! Wie ein Turbo-Scanner gleicht es in
Bruchteilen einer Sekunde mit dem „Blueprint“ ab. Das Ergebnis
– was wir von dem Gegenüber „zu halten haben“ – spüren wir
meist sofort im Bauch: Zusammenziehen, Grummeln, Taubheit –
oder Entspanntheit, Freude, Vertrautheit und „Schmetterlinge“ …
und alles dazwischen. Unser Bauchgefühl (so wir denn gelernt
haben, darauf zu „hören“) ist die Instanz für unser Wohlfühlen und
damit wichtigster Ratgeber: Jedes Handeln dagegen – gleich
weshalb – wird kurz- oder langfristig zu Frust führen, weil es die
elementaren emotionalen Bedürfnisse ignoriert. Manchmal hilft,
zwischen Bauch und Vernunft eine Win-win-Situation zu finden.
Ergo: Für das Erkennen eines/r Mr. oder Mrs. „Right“ ist nur das LiveErleben relevant – keine Dating-Site oder -App kann das bieten.
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41
special
Die Diplom-Pädagogin Uta Reimann-Höhn ist
Mutter von zwei Söhnen und leitet das Institut
für Pädagogik und Lernen in Niedernhausen bei
Wiesbaden. Sie hat über 20 Jahre Erfahrung in der
wissenschaftlichen Arbeit und der praktischen
Förderung von Schulkindern. Seit 1997 betreut
Uta Reimann-Höhn ihr eigenes Internetportal
www.lernfoerderung.de. Außerdem gibt sie als
Chefredakteurin von „Lernen und Fördern mit
Spaß“ seit 2006 jeden Monat auf 12 Seiten wertvolle Eltern-Informationen. Im folgenden Beitrag berichtet die Expertin über die Gefühlswelt
von Kindern und wie Eltern ihre Kinder im Umgang mit Gefühlen unterstützen können.
Tipp:
Setzen Sie sich selber mit
Stelle im Lied doch
Ihren eigenen Gefühlen ehrlich
noch lernen kann.
auseinander, um auf die Gefühle
Doch diesen be­Ihres Kindes offen eingehen zu können.
wussten Umgang
Wenn Erwachsene beispielsweise Probleme
mit seinen Gefühlen
haben zu weinen, kann es sein, dass auch
muss er erst lernen,
das Weinen eines Kindes bei Schmerz oder
wie jedes Kind.
Traurigkeit als etwas Überflüssiges abgetan
wird. Dem Kind fehlt dann ein wichtiges
Wie kann ein Kind
Ventil und es wird sich andere, möglernen, mit seinen Gelicherweise weniger gute Wege
fühlen
intelligenter
suchen, um die Gefühle
umzugehen?
zu verarbeiten.
Beim Umgang mit Gefühlen
spielen Sie, die Eltern, eine ganz
zentrale Rolle. Am allerwichtigsten für die
Gefühlswelt eines Kindes sind stabile Bindungen, die ein Urvertrauen schaffen.
Diese stellen Sie her, indem Sie
Die eigenen
Gefühle
verstehen und
beherrschen:
viel Körperkontakt zu Ihrem Kind
zulassen, besonders wenn es noch
klein ist,
immer für Ihr Kind da sind, wenn
es Angst hat oder traurig ist,
die Gefühle Ihres Kindes wertfrei
annehmen („Ich sehe, dass du
Angst hast. Ich verstehe deine
Angst.“) und sie nicht in Frage stellen („Du hast keinen Grund, Angst
zu haben.“),
Die emotionale Intelligenz
ist der Schlüssel zur
sozialen Intelligenz
42
selber Gefühle offen äußern und
damit konstruktiv umgehen können,
Beschreibe die Situation
Was hast du gefühlt?
Warum warst du so sehr wütend?
Wie hat sich das genau angefühlt?
Wo hast du das gefühlt,
im Bauch, im Kopf?
Wodurch wurde das Gefühl ausgelöst?
Kennst du das Gefühl
von anderen Situationen?
Hast du dich gut gefühlt,
als du rausgelaufen bist?
Was haben wohl die anderen gedacht?
Suche nach Auswegen
Was hättest du tun können, um die
Wut nicht sofort rauszulassen?
Wenn es einem anderen Kind im Chor
so ergangen wäre, was hätte dieses
Kind tun können?
Was gibt es für Möglichkeiten,
Wut nicht sofort auszuleben?
(Vorschläge: tief einatmen, sich in den
Finger kneifen, aufstampfen, grimmig
gucken….)
Hätte dir ein anderes Kind helfen
können?
die Gefühle Ihres Kindes respektieren und nicht mit Floskeln abtun
(Ach, das wird schon wieder!“),
Gefühle ein Problem darstellen, sondern
der Umgang damit.
Beispiel
Jakob singt seit einiger Zeit im Kinderchor seiner Gemeinde. Für eine
bestimmte Stelle in einem Lied hat er mit
seinem Vater einige Tage lang geübt.
Beim nächsten Chorsingen klappt
jedoch erneut genau diese Passage
nicht und Jakob wird von einem auf den
andern Moment total wütend. Er
schmeißt sein Notenheft auf den Boden
und rennt aus dem Raum. Der ganze
Chor stoppt das Vorsingen und schaut
Jakob nach.
Was ist passiert?
Jakob ist ein Kind, das durchaus Zugang
zu seinen Gefühlen hat und diese auch
zulässt, auch die Wut über sein Versagen.
Allerdings ist sein Umgang damit noch
verbesserungswürdig. Er reagiert impulsiv
und unüberlegt, stört den gesamten Chor
und bringt sich selber in eine (weitere)
unangenehme Situation. Nicht nur der
Chorleiter, sondern auch die anderen Kinder fühlen sich von Jakobs Verhalten
gestört. Möglicherweise wird sogar der
Verbleib des Jungen im Chor in Frage
gestellt. Jakob könnte besser reagieren,
seinen Ärger erst später rauslassen und
einen Plan fassen, wie er diese schwierige
Wie sollen Jakobs Eltern reagieren?
Der Gefühlsausbruch von Jakob sollte auf
keinen Fall unter den Teppich gekehrt
werden. Sobald der Junge sich beruhigt
hat, können die Eltern mit ihm die Situa­
tion durchsprechen. Zunächst sollten sie
nach seinen Gefühlen fragen und dem
Jungen viel Zeit geben, diese genau zu
beschreiben. Anschließend wird gemeinsam überlegt, wie Jakob besser hätte
reagieren können. Gut ist es, wenn das
Kind es sogar schafft, über seine Reak­
tion zu lachen und sich selbst und das
Versingen nicht mehr so ernst zu nehmen.
Stark - na klar!:
Wie Kinder selbstbewusst
und sicher werden
von Uta Reimann-Höhn
Wie Kinder lernen, eine eigene Meinung zu haben und auch zu vertreten, sich zu gradlinigen Menschen
zu entwickeln und auch den Start in
die Schule gut zu überstehen,
beschreibt Uta Reimann-Höhn in
ihrem aktuellen Buch.
Mutig und stark
sollen Kinder
werden, das
Eltern. Um den
wünsche
Anforderungen
des Lebens gewachsn sich alle
brauchen sie
ein gesundes
en zu sein,
Selbstvertrauen.
Mit den praktisch
en Beispielen,
Tipps und Spielidee
Buch schaffen
Eltern die Basis
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selbstbewussten
ihr Kind
Persönlichkeit
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ngsstand des
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kritisch zu hinterfrag
das
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8,95 €,
64 Seiten broschiert,
Verlag Herder,
ISBN 978-3451006456
Eltern fördern
das Selbstbewu
sstsein
G
efühle sind in den meisten Situationen im Leben eines Menschen
mit von der Partie. Beim Spielen,
Lernen, Streiten, Kommunizieren oder
Fernsehen – Freude, Lust, Wut, Zorn,
Trauer oder Aufregung machen die jeweilige Tätigkeit erst zu einem intensiven
Erlebnis. Gefühle sind auch das Fundament, auf dem soziale Intelligenz wachsen kann. Nur wenn Kinder ihre eigenen
Gefühle 1. wahrnehmen und 2. damit
umgehen können, gelingt ihnen dies auch
bei anderen. Sie müssen beispielsweise
lernen, sich zu beruhigen, wenn sie aufgeregt sind, oder ihre Wut in angemessene Bahnen zu lenken. Es ist wichtig für
Ihr Kind zu verstehen, dass nicht seine
geduldig sind und Ihrem Kind
immer wieder zeigen, wie es besser
reagieren könnte.
Sicherheit und
Geborge
Emotionale Intelligen nheit geben
Lob und Anerkenn z fördern
ung schenken
Freiräume schaffen
und Selbststä
Vertrauen in die
ndigkeit fördern
eigenen Gefühle
stärken
Neugier, Mut
und Eigenstä
ndigkeit unterstüt
zen
www.herder.d
e
Uta Reima nn-Hö
hn
Sta rk – na kla
r!
Starke Kinder
kommen weiter
Gefühle von Kindern sind stark
und unmittelbar, sie werden
davon oft schlichtweg überrollt.
Eine schlechte Note im Diktat
macht wütend und traurig, kein
Kind freut sich darüber. Doch ob
ein Kind sein Heft zerreißt oder
ob es einen „intelligenteren“
Umgang mit seinen Gefühlen
erlernt hat, entscheidet oft über
schulischen Erfolg oder Misserfolg. Wissenschaftler weltweit sind sich inzwischen einig:
Erfolg, Glück und Gesundheit
hängen entscheidend von der
Fähigkeit ab, mit seinen eigenen
Gefühlen kompetent umzugehen. Lesen Sie, wie Sie Ihr Kind
dabei unterstützen können.
Ihrem Kind erlauben, wütend,
traurig oder zornig zu sein,
Diese Fragen können Sie als
Eltern Ihrem Kind in einer
ähnlichen Situation (wertfrei)
stellen:
Wie Kinde r selbst
bewu sst
und sicher werde
n
43
aktuelles aus den kliniken
aktuelles aus den kliniken
Seit November gemeinsam im Medizinischen Versorgungszentrum Heide: die Fachärzte für Gynäkologie
und Geburtshilfe Dr. Johannes Schwarz und
Beate Voigt. (Foto: WKK)
Der Trend zu Gemeinschaftspraxen und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) setzt sich
auch in Dithmarschen
fort. Jüngstes Beispiel:
der Eintritt der Frauen­
ärzte Beate Voigt und Dr.
Johannes Schwarz in das
MVZ Heide, das damit jetzt auch
über eine gynäkologische Praxis verfügt.
Gemeinsam geht’s besser
Hightech am OP-Tisch
WKK-Neurochirurgie rüstet bei Geräten zur Operationsplanung auf –
Qualitätssteigerung durch „Mercedes unter den Systemen“
Je genauer die Darstellung, desto
besser kann eine schwierige OP
geplant und durchgeführt werden.
Die Bilder entstehen durch ein
computergesteuertes Navigationssystem, das MRT-, CT- und Röntgenbilder blitzschnell auswertet
und seit Kurzem in der Klinik für
Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie am Westküstenklinikum
zum Einsatz kommt.
Zwei Frauenärzte im Medizinischen Versorgungszentrum Heide
„Im kollegialen Austausch können wir
einander ergänzen und uns bei schwierigen Fällen auch beraten. Außerdem können wir uns im MVZ mehr auf unsere
eigentliche Arbeit, nämlich die Behandlung der Patientinnen, konzentrieren“,
erläutert Dr. Schwarz.
Für Beate Voigt ist die Arbeit in einer Praxis zwar kein Neuland, da sie zuvor bereits
Vertretungen übernommen hat, jedoch ist
der Wechsel von der Frauenklinik des
Westküstenklinikums ins MVZ für sie ein
folgerichtiger Schritt. „Die Arbeit im ambulanten Bereich hat mir immer schon viel
Spaß gemacht. Daher ist mir der Wechsel
von der Klinik in die Praxis auch nicht
schwer gefallen“, berichtet die Fachärztin,
die die Nachfolge des Heider Gynäkologen Christian Tharra angetreten hat.
Ein weiterer Meilenstein steht den beiden
Frauenärzten, die zurzeit noch in den Räumen von Dr. Schwarz arbeiten, im kommenden Sommer ins Haus. Dann wird
das gesamte Team in das noch im Bau
befindliche Ärztehaus neben dem Westküstenklinikum ziehen. „Wir freuen uns auf
den Umzug, unter anderem weil dort die
Räumlichkeiten deutlich großzügiger
gestaltet sind und wir viel Platz für die
Behandlung unserer Patientinnen haben“,
erklärt Dr. Schwarz. Einen „Leerlauf“
werde es jedoch in der Umzugsphase
nicht geben. Die Praxis ist fast das ganze
44
Jahr über besetzt, da die Ärzte ihre
Urlaubspläne miteinander abstimmen und
sich gegenseitig vertreten.
Die Vorteile der Arbeit als angestellte Ärzte
in einem Medizinischen Versorgungszentrum liegen vor allem in den Synergieeffekten. Die übergeordnete WestDoc GmbH,
eine Tochtergesellschaft des Westküstenklinikums, an der auch die Ärztegenossenschaft Nord beteiligt ist, nimmt den
Ärzten so viel Bürokratie wie möglich ab.
Dort werden die anstehenden Aufgaben
wie zum Beispiel Telefonanlagen, PCNetze, Medizintechnik und Qualitätsmanagement zentral erledigt.
Die Lebenswege der beiden Ärzte sind
hingegen sehr unterschiedlich. Beate
Voigt (49) wuchs in der Nähe von Eutin auf
und studierte in Lübeck, bevor sie als
Assistenzärztin in Grevesmühlen und
Braunschweig tätig war. 1994 wechselte
sie ins Westküstenklinikum und im
November dieses Jahres in das MVZ.
Dr. Johannes Schwarz (61) verbrachte
seine Jugend in Sachsen-Anhalt und studierte in Magdeburg. 1989 arbeitete er
kurze Zeit im Allgemeinen Krankenhaus
Hamburg-Wandsbek, bevor er ins WKK
nach Heide wechselte. 1994 ließ er sich in
Weddingstedt nieder, verlegte die Praxis
aber 2004 in die Kreisstadt. Im Oktober
2014 brachte er die Praxis in das MVZ
Heide ein.
Mithilfe von MRT-Bildern und einem speziellen Computerprogramm bereiten die
Neurochirurgen des Westküstenklinikums
Operationen am Gehirn vor. (Grafik: WKK)
„Wir haben quasi den Mercedes unter
den Systemen angeschafft, um sowohl
die Sicherheit, als auch die Qualität der
Eingriffe weiter verbessern zu können“,
berichtet Chefarzt Dr. Urs Nissen.
Bislang hatten sich die Abteilung von Dr.
Nissen und die Klinik für Unfallchirurgie
und Orthopädie unter Leitung von Dr.
Klaus-Dieter Luitjens ein einfacheres
Navigationssystem geteilt. Jetzt verfügt
jede Klinik über die entsprechende und
jeweils passgenaue Technik. In der Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie des
WKK Heide kommt jetzt „Curve“, so der
Name der neuen bildgestützten Computernavigation der Firma Brainlab, zum
Einsatz. Vor allem bei Operationen am
Gehirn und bei schwierigen Eingriffen an
der Wirbelsäule ist die neue Technologie
hilfreich. Das System wird dabei nicht nur
zur Vorbereitung, sondern auch während
der OP eingesetzt. Im Rahmen der Wirbelsäulenchirurgie werden Mithilfe eines
Röntgengeräts, eines sogenannten
C-Bogens, intraoperativ neue Aufnahmen
gemacht und durch eine hochspezialisierte Software ausgewertet. Das hilft dem
Operateur insbesondere dabei, Implantate wie zum Beispiel Schrauben sicher
und präzise in die Wirbelsäule einzubringen.
Neu sind auch die Bedienelemente des
Systems. Auf großen Touchscreen-Bildschirmen mit einer komfortablen Benutzeroberfläche können die Neurochirurgen
in Sekundenschnelle die passenden Bilder in 3D-Qualität zusammenstellen oder
ändern. Besonders in den Darstellungen
funktioneller Gehirnareale, wo es auf Millimeter ankommt, verbessert Curve die
Genauigkeit und damit die Sicherheit.
Darüber hinaus lassen sich jetzt auch
Nervenbahnen im Gehirn grafisch darstellen. Doch bei aller Technik im sogenannten High-end-Bereich bleibt weiterhin die
Erfahrung der Heider Neurochirurgen und
ihr Können der allerwichtigste Erfolgsfaktor. Daher setzen Chefarzt Dr. Nissen und
sein Team gerade in der Weiterbildung
junger Ärztinnen und Ärzte auf äußerste
Genauigkeit, präzise Vorbereitung und
klinische Erfahrung.
Westküstenklinikum Brunsbüttel
Neuer Chefarzt für die
Innere Medizin
Mit Dr. Thomas Thomsen ist
ein ausgewiesener Experte
für Gastroenterologie und
Diabetologie zum neuen
Chefarzt der Inneren Medizin am Westküstenklinikum
Brunsbüttel berufen worden.
Der erfahrene Mediziner war zuletzt Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 1 am
Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum in Neubrandenburg. „Ein elementarer Bestandteil
unseres Zukunftsmodells für Brunsbüttel
ist die Gewinnung eines Spezialisten für
Gastroenterologie, um die regionale Versorgung in Süderdithmarschen auf beste
Weise sicherzustellen“, erläutert Dr. Anke
Lasserre, Geschäftsführerin der Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide
gGmbH die Berufung von Dr. Thomas
Thomsen. Dr. Anke Lasserre: „Mit Herrn
Dr. Thomsen schreiten wir voran, qualitätsvoll und innovativ die Patientinnen- und
Patientenversorgung insgesamt und in seinem Bereich auf einem modernen Stand
und im Sinne einer fortschreitenden Verbesserung sicherzustellen.“
Die bisherigen Schwerpunkte der Klinik
bleiben bestehen – die Behandlung von
Patienten mit Herz-Kreislauferkrankungen,
Erkrankungen des Magen-Darmtraktes,
Hormonerkrankungen, Zuckerkrankheiten
(Diabetes) sowie Krebserkrankungen. Der
bisherige Chefarzt der Inneren Medizin, Dr.
Henrik Herrmann, konzentriert sich nun auf
die Aufgabe als Chefarzt der Abteilung für
Geriatrie. Dr. Henrik Herrmann: „Die demographische Entwicklung und die damit
verbundene Zunahme an älteren und auch
gebrechlicheren Menschen stellen uns vor
neue Herausforderungen im Bereich der
Geriatrie. Diesen Herausforderungen
Westküstenklinikum Heide
Esmarchstraße 50 · 25746 Heide
Tel. 0481 785 - info@wkk-hei.de
Dr. Thomas Thomsen, neuer Chefarzt für
Innere Medizin, Dr. Anke Lasserre, WKK
Geschäftsführerin und Dr. Henrik Herrmann, Chefarzt der Geriatrie in der zukünftigen Wirkungsstätte von Herrn Dr. Thomsen im WKK Brunsbüttel (v.l.n.r.). Foto:
WKK/Büttner
möchte ich mich verstärkt stellen und die
Geriatrie in Brunsbüttel weiter entwickeln.“
Zu den Schwerpunkten von Dr. Thomas
Thomsen am Westküstenklinikum Brunsbüttel werden die endoskopische und
sonografische Diagnostik und Intervention
gehören. Das Spektrum endoskopischer
Interventionen in Brunsbüttel soll deutlich
erweitert werden, damit den Patienten in
Brunsbüttel und Umgebung weite Wege
erspart werden können. Dem medizinischen Qualitätsmanagement schenkt er
in seiner Funktion als Chefarzt ebenfalls
eine besondere Beachtung. Neben seiner
Tätigkeit als Chefarzt in Brunsbüttel wird
Dr. Thomas Thomsen weiterhin Sonografiekurse als Ausbilder der Deutschen
Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin
sowie am Bildungszentrum für Berufe im
WKK Heide durchführen.
Westküstenklinikum Brunsbüttel
Delbrückstraße 2 · 25541 Brunsbüttel
Tel. 04852 980 - 0 · info@wkk-bru.de
www.westkuestenklinikum.de
45
aktuelles aus den kliniken
Hamburger Asklepios Kliniken ermöglichen mit Unterstützung der Stadt wohnortnahe, ambulante
Versorgung psychisch Kranker in vier Stadtteilen
In Hamburg-Horn wurde im Dezember 2014 das Zentrum für Seelische Gesundheit eröffnet. Es ist
eines von vier Zentren, denen ein mit der Gesundheitsbehörde und den Kostenträgern gemeinsam entwickeltes Konzept zugrunde liegt.
imland GmbH:
Dr. Hans-Markus Johannsen wird
Dr. Hans-Markus
Johannsen
An der Spitze der imland GmbH
steht ein Wechsel bevor. Neuer
Geschäftsführer wird Dr. HansMarkus Johannsen, der zur Jahresmitte Geschäftsführer Martin
Wilde ablöst.
D
Z
iel ist es, eine ambulante und
zugleich wohnortnahe Betreuung zu ermöglichen und stationäre Behandlungen zu vermeiden
oder zu verkürzen. Die Zentren Horn,
Steilshoop, Neugraben und Osdorf
integrieren jeweils eine Tagesklinik und
eine Psychiatrische Institutsambulanz.
Das Konzept der ambulanten Versorgung von Menschen mit psychischen
Erkrankungen ist neu in Deutschland
– und die Hansestadt ist hier Vorreiter. Die Behörde für Gesundheit und
Verbraucherschutz hat die Ausstattung
des Zentrums in Hamburg-Horn mit
227.000 Euro gefördert.
„Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, für Menschen mit psychischen Erkrankungen vor Ort ein
neues Therapieangebot zu schaffen.
Die Zentren haben durch ihre stadtteilbezogene Konzeption Modellcharakter und sind eine gute Ergänzung
zu den bereits bestehenden, vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten in
Hamburg“, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks anlässlich der Eröffnung der neuen Einrichtung. Auch Dr. Thomas Wolfram,
Sprecher der Geschäftsführung der
Asklepios Kliniken Hamburg GmbH,
wies auf den innovativen Charakter
des neuen Zentrums hin. Zugleich
betonte er: „Bei diesem medizi-
46
nischen Behandlungskonzept sollen
stationäre, teilstationäre, ambulante
und aufsuchende Maßnahmen eng
verzahnt, lückenlose Versorgungsketten gebildet, passgenaue Angebote
präsentiert und stadtteilspezifische
Erfordernisse berücksichtigt werden.“
Dabei verhehlte Wolfram nicht, dass
die Abstimmung des Konzeptes mit
der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz sowie den Kostenträgern ein langer Weg war.
Für die Patienten hat sich dieser Einsatz mit dem Ergebnis der neuen Zentren für Seelische Gesundheit gelohnt,
davon ist Privatdozent Dr. Matthias
Nagel überzeugt. Der Psychiater und
Chefarzt der Asklepios Klinik Nord
– Psychiatrie Wandsbek leitet das Zentrum in Horn. „Wir wollen regionale
Lücken in der ambulanten Versorgung
schließen, um unnötige stationäre Aufenthalte zu vermeiden“, sagt Privatdozent Dr. Nagel. „Dazu setzen wir Teams
ein, zu denen Psychiater, Psychologen,
Therapeuten, speziell geschulte Pflegekräfte und Sozialpädagogen gehören.“
Auch das Spektrum der behandelbaren
Erkrankungen ist beeindruckend:
Depressio­nen, Psychosen, Ängste oder
Persönlichkeitsstörungen. Bei Abhängigkeitserkrankungen stellen die Zentren den Kontakt zu anderen Einrichtungen her.
Mit den neuen Zentren in Horn,
Steilshoop, Neugraben und Osdorf
wird die dezentrale und wohnortnahe
psychiatrische Versorgung in Hamburg
vorangetrieben. Sie wollen psychisch
erkrankten Menschen in den Stadtteilen einen schnellen wohnortnahen
Zugang zu einer Therapie ermöglichen. Da die Teammitglieder der
Zentren unterschiedliche Sprachen
sprechen, profitieren auch psychisch
Kranke mit Migra­
tionshintergrund
von dem neuen Behandlungsangebot.
Sogar einen Notdienst gibt es, damit
das Versorgungsnetz jederzeit funktioniert.
Die Adressen und Kontaktdaten der
Zentren für Seelische Gesundheit:
ZSG Horn
Tel.: (040) 87 88 903-660
ZSG Steilshoop
Tel.: (040) 87 88 903-30
ZSG Osdorf
Tel.: (040) 46 630-300
ZSG Neugraben
Tel.: (040) 28 47 14 96
www.asklepios.com/nord
r. Hans-Markus Johannsen ist derzeit noch geschäftsführender Direktor des Campuszentrums Kiel am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.
Zuvor war der 49-Jährige als Geschäftsführer des evangelischen Krankenhauses
Holzminden und davor als Geschäftsführer der Reha Klinik Damp tätig. Zwei
Jahre lang arbeitete der ehemalige Zeitsoldat als Geschäftsführer Organisation
und Finanzen für den Wirtschaftsrat der
CDU. Nach einer Offiziersausbildung stu-
neuer Geschäftsführer
Susanne Heintzmann, Leitung Unternehmenskommunikation, Sana Kliniken AG
dierte er an der Universität der Bundeswehr in Hamburg Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Controlling,
Personal und internationales Management. Dr. Johannsen: „Ich freue mich auf
die neue Aufgabe. Die imland Kliniken
stehen seit Jahren für eine moderne,
leis­tungsfähige Medizin auf höchstem
Niveau. Als Geschäftsführer möchte ich
dazu beitragen, dass gute Medizin, motivierte Mitarbeiter und wirtschaftliche
Solidität auch künftig Hand in Hand
gehen.“
Der Sana Generalbevollmächtigte Volker
Hippler: „Mit Dr. Johannsen haben wir
einen hervorragenden Klinikspezialisten
gewinnen können, der aus der Region
kommt und schon lange in Holstein arbeitet. Mit seiner Kompetenz wird er dazu
beitragen, die imland Kliniken weiter voranzubringen“.
Die Gesundheitseinrichtungen der imland
GmbH haben rund 2.500 Beschäftigte. In
den zurückliegenden acht Jahren kletterte
der Umsatz von 100 Millionen Euro auf
160 Millionen Euro. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg war die Neugründung der Lieferapotheke in 2007, die
heute acht Kliniken in der Region versorgt
und 25 Millionen Euro zum Gesamtumsatz beiträgt. Die imland GmbH wuchs
auch durch die Schaffung neuer Versorgungsangebote, wie die Kliniken für Geriatrie, die Neurologie mit Stroke Unit sowie
das neu gebaute Gelenkzentrum in
Eckernförde. Neben der Sanierung vieler
Stationen an den Standorten in Rendsburg und Eckernförde konnte für über
acht Millionen Euro aus Eigenmitteln eine
der modernsten Strahlentherapien mit
zwei Linearbeschleunigern am Standort
Rendsburg finanziert und gebaut werden.
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imland Klinik Rendsburg:
Neuer Chefarzt für die
Gefäß- und Thoraxchirurgie
Petra Krügel,
Leiterin Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, imland GmbH
Seit 1. Januar hat die Klinik
für Gefäß- und Thoraxchirurgie
einen neuen Chefarzt: Dr. med.
Markus Siggelkow.
D
er 45-Jährige war zuletzt als Leiter
„Universitäres Gefäßzentrum Nord“
am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, tätig.
Geboren in Hannover, studierte er von
1991 – 1997 Humanmedizin an der dortigen Medizinischen Hochschule. Seine
Zeit als Arzt im Praktikum absolvierte er in
der Unfallchirurgischen Klinik Braunschweig. Im Juni 2004 erlangte er den
Facharzt für Chirurgie. Von 2004 – 2006
durchlief er die Weiterbildung Gefäßchirurgie in der Klinik für Herz-, Thorax- und
Dr. med.
Markus Siggelkow
Gefäßchirurgie Braunschweig und schloss
diese 2006 mit dem Facharzt für Gefäßchirurgie ab. 2006 wechselte er an das
UKSH und wurde dort zunächst Oberarzt,
2007 dann Leitender Oberarzt der Gefäßchirurgie. Seit Mai 2013 leitete er das
„Universitäre Gefäßzentrum Nord“.
Der neue Chefarzt freut sich auf seine
kommende Herausforderung: „Die Klinik
für Gefäß- und Thoraxchirurgie ist sehr
gut aufgestellt und ihr guter Ruf geht weit
über die Region Rendsburg hinaus. Daher
ist es mein Ziel, in diesem Bereich die
Spitzenstellung in Schleswig-Holstein einzunehmen.“
Dr. Siggelkow tritt die Nachfolge von Dr.
Issifi Djibey an, der Ende November 2014
in den Ruhestand verabschiedet worden
war.
© constrastwerkstatt - Fotolia.com
Zentrum für Seelische Gesundheit
in Horn eröffnet
imland im Dialog
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kostenlos über verschiedene medizinische Themen-
11. März
Das Kreuz mit dem Kreuz Diagnose und Therapie chronischer Rückenschmerzen
Dr. med. Ulrich Pulkowski
Chefarzt Neurologie mit Stroke Unit
8. April
Reanimation
Achim Gördel
Leitender Notarzt
imland Klinik Rendsburg
6. Mai
Arthrose erfolgreich vorbeugen
Dr. med. Steffen Oehme
Chefarzt Gelenkzentrum
Orthopädie und Unfallchirurgie
10. Juni
Demenz - Betreuung und Hilfsmöglichkeiten
Dr. med. Anna Schulz-Du-Bois
Chefärztin Psychiatrie und Psychosomatik
Birgit Kleine-Bley, Sozialpädagogin
Eine Anmeldung ist aufgrund der Raumgröße
unbedingt erforderlich: E-Mail imdialog@imland.de
oder Telefon 04331 200-9021 (Frau Sander).
Veranstaltungsort: imland Klinik Rendsburg, Großer
Konferenzraum, Lilienstraße 20-28, 24768 Rendsburg
www.imland.de
47
info
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Neues aus dem Klinikum Nordfriesland
Ein weiterer Chefarzt für die Klinik Husum
Die Spezialisierung in der Medizin und die Zunahme von Herzund Kreislauf-Erkrankungen in der Bevölkerung machen in der
Klinik Husum des Klinikums Nordfriesland eine Teilung der Inneren Medizin erforderlich.
A
us der Abteilung „Innere Medizin“ wird die Kardiologie –
also die Behandlung von Herz-/Kreislauf-Erkrankungen –
ausgegliedert. Die Abteilungsleitung hat zum Jahreswechsel Dr.
Matthias Hoffmann übernommen, langjähriger Ltd. Oberarzt in
der Klinik Husum und Leiter des Herzkatheterlabors. In der
Abteilung „Innere Medizin“ unter der bewährten Leitung von
Dr. Nils-Lennart Saß verbleiben alle anderen internistischen
Felder.
„Mit der Schaffung einer speziellen Abteilung für Herz- /
Kreislauferkrankungen reagieren wir auf die Notwendigkeiten, die sich aus dem medizinischen Fortschritt und der
älter werdenden Bevölkerung ergeben“ erläutert Frank Pietrowski, Geschäftsführer des Klinikums Nordfriesland. Bereits
im Jahr 2007 wurde gemeinsam mit den niedergelassenen
kardiologischen Fachärzten in Nordfriesland und dem Universitären Herzzentrum in Hamburg das HERZZENTRUM
NORDsee gegründet. In dem Zusammenhang wurde die Klinik Husum auch technisch auf den modernsten Stand
gebracht. Seitdem verfügt das Husumer Krankenhaus über
einen so genannten Linksherzkatheter-Messplatz, der optimale Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten für am Herzen
erkrankte Patienten bietet.
„In den letzten Jahren zeigte sich, dass immer mehr Eingriffe
von den großen Herzzentren in die Einrichtungen vor Ort
verlagert wurden“, zeigt Dr. Matthias Hoffmann auf. „Die
Entwicklung neuer Verfahren ermöglicht es, bislang kaum
vorstellbare medizinische Optionen direkt vor Ort am Patienten zu erbringen“. Dazu gehört die Implantation von Defibrillatoren, mit Medikamenten beschichtete Stents zur Stabilisierung von Herzkranzgefäßen
oder das Schließen kleiner Löcher
im Herzen mit speziellen
„Schirmchen“. Die meisten Verfahren erfolgen dabei über einen
in die Herzkranzgefäße vorgeschobenen Katheter – also ohne
das Öffnen des Brustkorbs. Diese
Techniken ermöglichen es, dass
der Patient sich sehr schnell erholt
© Klinikum Nordfriesland
– insgesamt also sehr schonende
Dr. Matthias Hoffmann
und sicherere Verfahren.
Klinikum Nordfriesland
Erichsenweg 16 • 25813 Husum
Tel. 04841 660-0 • Fax 04841 660-1333
www.klinikum-nf.de
48
© privat
© Klinikum Nordfriesland
Dr. Ove Schröder und Dr. Jiri Klima, beides erfahrene Ärzte für
Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, bauen den Schwerpunkt für Unfall- und Gelenkchirurgie in Husum gemeinsam aus.
Veränderungen in der
Unfall- und Gelenkchirurgie
Das Klinikum Nordfriesland hat den Anspruch, vor Ort ein möglichst breites medizinisches Angebot anzubieten, das die Wege
verkürzt. Mit diesem Ziel wurde in den letzten Jahren zum Beispiel
ein Herzzentrum aufgebaut, die Geriatrie (Altersmedizin) am
Klinikum initiiert und ein neurochirurgisches Leistungsangebot
realisiert.
D
as neueste Projekt des Klinikums sieht eine umfassende
Stärkung der Unfallchirurgie und Orthopädie vor: „Die
zunehmende Spezialisierung in der Medizin erfordert es,
dass wir die vorhandene chirurgische Abteilung in Husum
in zwei eigenständige Bereiche teilen“, erläutert Frank
Pietrowski, Geschäftsführer des Klinikums. Für die medizinischen Felder Allgemein-, Bauch- und Gefäßchirurgie
zeichnet weiterhin in bewährter Weise Chefarzt Dr. Jürgen
Belz verantwortlich.
Dagegen wurde zum Jahreswechsel 2014/15 die Unfallchirurgie und Orthopädie in Husum in eine eigenständige
Abteilung ausgegliedert. Für diese Bereiche sind nunmehr
zwei Chefärzte teamärztlich verantwortlich. Zum einen
wurde für diese Aufgabe Dr. Ove Schröder, Facharzt für
Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie gewonnen. Dr.
Schröder war zuvor als Oberarzt am Universitätsklinikum
Schleswig-Holstein, Campus Kiel, tätig.
Der zweite Chefarzt ist Dr. Jiri Klima, der in Nordfriesland
gut bekannt ist. Er ist Facharzt für Chirurgie, Orthopädie,
Unfallchirurgie sowie spezielle Unfallchirurgie und war bis
vor zwei Jahren chirurgischer Chefarzt in der Klinik Niebüll,
bevor er als niedergelassener Chirurg in das „Medizinische
Versorgungszentrum Niebüll“ des Klinikums wechselte. Seit
Januar baut er übergangsweise vorrangig das berufsgenossenschaftliche Versorgungsspektrum auf, ehe Dr. Schröder
dann ab 2016 auch diesen Bereich übernehmen wird.
„Mit diesen Veränderungen ist es uns gelungen, die schon
bestehenden guten Versorgungsstrukturen in Nordfriesland
nochmals zu optimieren“, ist Frank Pietrowski überzeugt.
„Unser Ziel ist, neben der Versorgung von Unfallverletzten
vermehrt auch Gelenkoperationen in Folge von Verschleißerkrankungen im Klinikum zu operieren“.
Ein Zimmer in der Angehörigenwohnung.
Das ehrenamtliche Team in Lübeck.
Angehörige und Freunde von Krebspatienten möchten ihren Lieben während der Therapie Beistand leisten. Oft ist diese Unterstützung aber mit großen Anstrengungen
verbunden - vor allem wenn die Patienten außerhalb ihres Wohnortes behandelt werden.
Tägliche Fahrten oder Kosten für ein Hotelzimmer kommen für die Angehörigen zu den
seelischen Belastungen hinzu. Die Angehörigenwohnungen der Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft in Kiel und Lübeck entlasten diese Menschen und bieten ihnen
ein kostenfreies Zuhause auf Zeit.
Frau Harriet Heise,
Schirmherrin des Vereins
SH Krebsgesellschaft
Wohnung für Angehörige von Krebspatienten
in Kiel und Lübeck
Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft sucht ehrenamtliche Helfer
A
uch Harriet Heise, Schirmherrin
der Schleswig-Holsteinischen
Krebsgesellschaft, möchte auf
dieses Angebot besonders aufmerksam
machen. In Kiel hat der Verein in der
Annenstraße 74, in zentraler Lage zu den
Kieler Kliniken, eine 4-Zimmer-Wohnung
angemietet und eingerichtet. Dort finden
bis zu fünf Begleitpersonen von erwachsenen Krebspatienten, die nicht aus der
Landeshauptstadt stammen, kostenfreien
Wohnraum während der Behandlung.
Im April 2014 eröffnete die Krebsgesellschaft eine weitere Angehörigenwohnung
in Lübeck. Die schöne Neubauwohnung
liegt im Hochschulstadtteil und befindet
sich somit in direkter Nähe zu den lokalen
Kliniken. Sie verfügt über drei Schlafzimmer, einen Gemeinschaftsraum, eine voll
ausgestattete Küche, ein Bad und ein
WC.
Um die Bewirtschaftung der Wohnung
und die Zimmerübergabe kümmern sich
ehrenamtliche Helfer, die speziell geschult
sind. Sie haben immer auch ein offenes
Ohr für die Sorgen und Nöte der Bewoh-
ner. Durch ihr Engagement wird aus der
Wohnung ein echter „Stützpunkt“ für die
Angehörigen. Zur Verstärkung der Teams
in Kiel und Lübeck sucht die SchleswigHolsteinische Krebsgesellschaft dringend
ehrenamtliche Helfer. Gesucht werden
Menschen, die bei der Organisation und
Durchführung der Wohnungsbewirtschaftung helfen. Im Einzelnen werden Helfer
für den Empfang der Gäste sowie als
Ansprechpartner zur Orientierung in Kiel
gesucht. Wer Lust und Zeit hat, sich zu
engagieren oder nähere Informationen
erhalten möchte, melde sich bitte bei Frau
Katharina Papke, Geschäftsführerin der
Schleswig-Holsteinischen Krebsgesellschaft, unter der Telefonnummer 0431/
800 10 80 oder per Mail an info@krebsgesellschaft-sh.de.
Sollten Sie an einer Übernachtung interessiert sein, erreichen Sie die Wohnungen unter:
Kiel: Tel. 0431-800 10 87 (Mo-Fr 15.0016.00 Uhr, außerhalb dieser Zeit bitte auf
den AB sprechen)
Lübeck: wohnung-luebeck@krebsgesellschaft-sh.de, Tel. 0451-592 141 51 (MoFr 15.00-16.00 Uhr, außerhalb dieser Zeit
bitte auf den AB sprechen)
Die Angebote der SH Krebsgesellschaft
sind kostenfrei. Die vielfältigen Projekte
werden durch Spendengelder finanziert.
Ihre Unterstützung zählt!
Alter Markt 1-2 • 24103 Kiel
Tel. 0431 8001080
Info@krebsgesellschaft-sh.de
Informationen im Internet:
www.krebsgesellschaft-sh.de
Spendenkonto:
Förde Sparkasse
BIC NOLADE21KIE
IBAN DE07210501700094184900
49
aktuelles aus den kliniken
aktuelles aus den kliniken
Starke Partner für Gesundheit
Regio Klinik und KSV Pinneberg bieten
Fortbildungen für Trainer an
Sebastian Kimstädt, Leiter Unternehmenskommunikation, Regio Kliniken GmbH
Die Regio Klinik und der Kreissportverband Pinneberg (KSV)
arbeiten künftig eng bei der Trainerfortbildung zusammen. Ein
entsprechendes Fortbildungsprogramm haben Klinik und KSV
der Öffentlichkeit vorgestellt.
W
elche Auswirkungen kann eine
harmlose Erkältung auf das Herz
haben? Worauf ist beim Training von
Menschen mit Vorerkrankungen zu achten? Und was ist nach einer Sportverletzung zu tun? Trainer und Übungsleiter in
Sportvereinen als auch Vereins- und
Schulsportlehrer müssen Antworten auf
diese Fragen haben. Deswegen haben
der Kreissportverband Pinneberg und
die Regio Klinik ein Fortbildungsprogramm zu medizinischen Themen aufgelegt.
„Medizinisches Wissen wird für unsere
Übungsleiter immer wichtiger. Daher
freuen wir uns, mit der Regio Klinik vor
Ort einen kompetenten Partner gefunden zu haben, der uns bei der Ausbildung der Trainer in den Sportvereinen
unterstützt. Dadurch können wir die
Qualität des Trainings in den Vereinen
weiter verbessern“, sagt Sönke P. Hansen, Vorsitzender des Kreissportverbandes Pinneberg.
Insgesamt sieben Veranstaltungen
umfasst das medizinische Fortbildungsprogramm in diesem Jahr. Themen sind
unter anderem sportartspezifisches Training nach Muskelverletzungen, das
Erkennen der Gefahren für einen plötzlichen Herztod, Sport bei Asthma und
COPD sowie Sport in der Prävention
von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
„Durch unser breites Leistungsspektrum
und unsere hohe Expertise in Bereichen
wie der Sporttraumatologie, Kardiologie
und Neurologie können wir dem Kreissportverband und damit den Trainern
hier in der Region ein umfassendes
Fortbildungsangebot anbieten“, sagt
Angela Bartels, Vorsitzende der Regio
Klinik-Geschäftsführung. „Und das
machen wir gerne. Denn als Unternehmen der Region begreifen wir uns als
Partner für die vielen Sportvereine und
Institutionen hier im Kreis Pinneberg.“
Die Fortbildung richtet sich an alle Trainer und Übungsleiter mit und ohne
Lizenz, Vereins- und Schulsportlehrer
sowie Interessierte. Alle Lehrgänge werden vom Landessportverband Schleswig-Holstein sowie dem Reha Sportverband Schleswig-Holstein für eine Lizenzverlängerung der Übungsleiterlizenz
anerkannt und sind für die Übungsleiter
kostenlos.
Alle Seminare finden im Rehazentrum
der Regio Klinik in Pinneberg (am Regio
Klinikum) statt. Anmeldungen nimmt der
Kreissportverband ab sofort entgegen.
Mehr Informationen unter www.ksv-pinneberg.de und www.regiokliniken.de.
Starke Partner für Gesundheit: Metin Sekerci, Dr. Tim Rausche, Angela Bartels, Dr.
Matthias Bögershausen, Sönke P. Hansen und Dr. Sönke Menkens.
50
Sana OrthoMed Nord
Orthopädisches Angebot
von Kopf bis Fuß
„Durch das zunehmende Alter und die
komplexer werdenden Erkrankungen der
Patienten gewinnt genau dieser enge
fachliche Austausch zwischen den unterschiedlichen Fachrichtungen zunehmend
an Bedeutung“, unterstreicht der Chefarzt
der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Dr. Martin Wurm,
und nennt als Beispiel die Endoprothetik.
„Viele Menschen haben vor mehr als 20
Jahren ein künstliches Hüftgelenk erhalten, das erneuert werden muss. Gerade
für diese Wechseleingriffe ist Erfahrung
notwendig, die wir in unserem Kompetenzzentrum haben.“
Sebastian Kimstädt, Leiter Unternehmenskommunikation, Regio Kliniken GmbH
Die Regio Kliniken bauen ihre
orthopädische Versorgung weiter
aus und vernetzen die orthopädischen Spezialabteilungen im
Kompetenzzentrum Sana OrthoMed Nord. Patienten erhalten
dadurch wohnortnah eine individuell abgestimmte Behandlung
von Kopf bis Fuß.
„Sana OrthoMed Nord vernetzt unsere
sehr guten bestehenden Angebote im
Bereich der Orthopädie miteinander. Der
Patient profitiert von einer passgenauen
und aufeinander aufbauenden Versorgung, die mit der Diagnostik beginnt, in
den Kliniken mit der Behandlung fortgeführt wird und mit der Nachsorge in den
Rehazentren endet“, erklärt Geschäftsführer Philipp Schlösser die Philosophie.
Der Leiter des Wirbelsäulenzentrums, Dr.
Thomas Demmel, vergleicht das neue
Kompetenzzentrum mit den bereits
bestehenden Organ-Zentren der Regio
Klinik: „Im Gefäßzentrum beispielsweise
arbeiten die Angiologen und die Chirurgen
nach einheitlichen Standards zusammen,
um den Patienten so optimal wie möglich
versorgen zu können. Das machen wir
jetzt auch in der Orthopädie.“
Die enge Abstimmung zwischen den
Spezialisten für Sporttraumatologie,
„Wir setzen dabei nicht nur auf operative
Verfahren. In unseren Rehazentren wenden wir auch konservative und präventive Behandlungsverfahren an“, erläutert
der Chefarzt der Regio Rehazentren, Dr.
Matthias Bögershausen.
„Im Ergebnis steht ein rundum überzeugendes Behandlungskonzept mit
gemeinsamen Standards, festen An­
sprechpartnern und einem durchgängigen Versorgungsangebot vom Erstkontakt bis zur Rehabilitation“, fasst Philipp
Schlösser zusammen und ergänzt: „Mit
Sana OrthoMed Nord machen wir den
Menschen hier in der Region ein optimales Behandlungsangebot von Kopf
bis Fuß.“
- Anzeige -
V
ernetzung lautet das Erfolgsrezept. Was sich im Bereich der
Gefäßmedizin, der Kardiologie
und der Krebsmedizin bereits bewährt
hat, setzen die Regio Kliniken jetzt auch
in der Orthopädie um. Die Spezialisten für
die Behandlung von Beschwerden des
Muskel- und Skelettsystems führen ihre
Kompetenzen in dem neuen Netzwerk
„Sana OrthoMed Nord“ zusammen.
Die Regio Kliniken verfügen bereits an
allen ihren drei Standorten in Elmshorn,
Pinneberg und Wedel über eine gut ausgebaute orthopädische Schwerpunktversorgung, die hochspezialisierte Leistungen der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, der Wirbelsäulenchirurgie,
des Gelenkersatzes sowie der Hand-,
Fuß- und Mikrochirurgie umfasst. In Vorbereitung auf das neue Netzwerk wurde
zudem die Klinik für Orthopädie, Unfallund Wiederherstellungschirurgie unter der
Leitung eines Chefarztes zusammengefasst und um zwei neue Oberärzte für
die Spezialbereiche Sport- und Kindertraumatologie sowie der Unfallchirurgie
und der Endoprothetik (Gelenkersatz)
verstärkt.
Gelenkersatz, Wirbelsäulen- und Handverletzungen, Mikrochirurgie sowie Rehabilitation aller drei Kliniken ist aus der Sicht
von Dr. Marc-Philipp Muhl eine Stärke der
Sana OrthoMed Nord. „Bei uns macht
nicht einer alles, sondern im Team wird
die optimale Versorgung für den Patienten
erarbeitet.“ Muhl selber leitet als Chefarzt
die hochspezialisierte Klinik für Hand-,
Fuß- und Mikrochirurgie.
Sana OrthoMed
Nord
Kompetenz von
Kopf bis Fuß
Für mehr Bewegungsfreude: Unser
Expertenteam für Sehnen, Muskeln,
Knochen und Gelenke ist für Sie da –
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51
info
Mehr Lungenpower dank Physiotherapie
– Atemwegserkrankungen umfassend therapieren
Deutscher Verband für Physiotherapie - (ZVK) e.V.
Im Frühjahr verlangen Heuschnupfen, Allergien u.a. unserer
Lunge viel ab. Aber nicht nur
Pollen und Gräser machen das
Atmen schwer, auch die ständig präsenten Belastungen wie
Feinstaub, Zigarettenqualm
oder Viren stören unsere Lunge
dabei, täglich Höchstleistung zu
vollbringen.
P
ro Tag macht ein Erwachsener
circa 20.000 Atemzüge, dabei
werden rund 15.000 Liter Luft eingeatmet. Doch atmen wir dabei nicht nur
den lebenswichtigen Sauerstoff ein, sondern auch viele schädliche Substanzen,
die Lunge und Atemwege reizen oder
schädigen können. Atemnot, Husten und
Auswurf sind typische Beschwerden von
Bronchitis, Asthma oder COPD. Die
Atembeschwerden führen oft zu einer
eingeschränkten körperlichen Aktivität,
aber auch zu einem unangemessenen
Schonen. Diese akuten und chronischen
Lungenerkrankungen nehmen in Deutschland stetig zu. Um besser mit diesen
Krankheiten umgehen zu können, ist es
sinnvoll, mithilfe von Physiotherapie
gezielte Maßnahmen zur Unterstützung
der Lungenfunktion zu erlernen. Wie
genau das aussehen kann, weiß Dorothea Pfeiffer-Kascha, in einer Wuppertaler
Praxis tätige Physiotherapeutin und Mitglied im Deutschen Verband für Physiotherapie (ZVK).
„Physiotherapeutische Maßnahmen sind
unerlässlich, um Betroffenen dabei zu
helfen, besser mit ihren Atemwegserkrankungen umzugehen“, erklärt Dorothea
Pfeiffer-Kascha. Grundlage für eine erfolgreiche physiotherapeutische Atemtherapie ist die Befundaufnahme, der persönliche Behandlungsplan und damit verbunden eine individuelle Beratung des
Patienten. Ziel der Therapie ist es, dem
Patienten zu ermöglichen, weitestgehend
52
Fortbildungsangebote
für Profis im Gesundheitswesen
selbstständig mit seiner Krankheit umzugehen. Atemnot, zäher Schleim und quälender Husten sind sehr unangenehm.
Der Betroffene sollte diesen Symptomen
nicht hilflos ausgeliefert sein, sondern
aktiv den Beschwerden mithilfe gezielter
Atemtechniken begegnen. „Wir wollen
Beschwerden jedoch nicht nur lindern,
sondern auch versuchen, den Krankheitsverlauf ergänzend zur medikamentösen
Therapie mit diesen zu erlernenden
Selbsthilfetechniken positiv zu beeinflussen“, betont die Physiotherapeutin.
Leichteres Atmen
will gelernt sein
Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist das bewusste Wahrnehmen und
das bessere Verständnis der eigenen
Atmung. Wie zeigt sich die Atmung im
Ruhezustand, wie verändert sie sich bei
Belastung? Welche krankheitsbedingten
Atemformen, wie zum Beispiel Schonatmung oder auch uneffektives Husten gibt
es und was kann man dagegen tun?
Einatmung durch die Nase oder durch
den Mund? „Wer genau über seine Krankheitssymptome Bescheid weiß, kann
diese besser einschätzen und bei Bedarf
Techniken zur Linderung gezielt einsetzen“, erklärt die erfahrene Physiotherapeutin. „Des Weiteren hilft neben dem
breiten Wissen um die eigene Krankheit
auch ein verbessertes Körpergefühl,
schädliches Verhalten zu erkennen und zu
vermeiden.“
Techniken zur Selbsthilfe
Betroffene können mittels Atemphysiotherapie aktive und passive Techniken für
eine verbesserte Atmung und Atemmechanik erlernen. So erleichtert beispielsweise die sogenannte „dosierte Lippenbremse“ COPD-Kranken die Ausatmung
bei alltäglichen körperlichen Aktivitäten,
wie zum Beispiel Spazierengehen oder
Treppensteigen. Auch der Asthma-Kranke profitiert von gezielten Körperstellungen zur Erleichterung der erschwerten
Ausatmung. Nicht zu unterschätzen ist
die Tatsache, dass sich der Umgang mit
der Angst bei Atembeschwerden positiv
beeinflussen lässt. „Mithilfe der richtigen
Atem- und Hustentechnik, mit bestimmten handlichen Hilfsmitteln und Muskelübungen können wir dazu beitragen, dem
Patienten mehr Lebensqualität zu geben“,
ist sich die Physiotherapeutin sicher.
Ein ganz wichtiger Punkt in der physiotherapeutischen Atemtherapie ist das „richtige Husten“ und damit verbunden, der
richtige Umgang mit Sekretlösung bei
Sekretansammlung. Dorothea PfeifferKascha erklärt: „Es gibt Techniken, die
dem Patienten dabei helfen, die Atemwege selbstständig zu reinigen, das heißt,
den Schleim zu mobilisieren und mit weniger Aufwand effektiv abzuhusten.“
Wichtig für alle Betroffenen: Die physiotherapeutische Atemtherapie ist eine verordnungsfähige Leistung der gesetzlichen
Krankenkassen.
In unmittelbarer Nähe zur Nordseeküste und zum
Nationalpark „Nordfriesisches Wattenmeer“ bietet das
Fortbildungszentrum Husum des Klinikums Nordfriesland qualifizierte und anerkannte Fortbildungen
für Ärzte, Physiotherapeuten, Masseure, med. Bademeister, Ergotherapeuten, Heilpraktiker und verwandte
Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen an.
D
ie Kurse und Seminare werden zum Teil in Kooperation mit
renommierten Fortbildungseinrichtungen in Deutschland
durchgeführt. Das angebotene Spektrum ist breit angelegt:
-
Ausbildung zum/zur Rückenschullehrer/in
Akupunktmassage nach Penzel
Bobath / Refresher
Der Tennisellenbogen
Die Schulter
Dorn-Breuss
Elastisches Tapen
Existenzgründung für Physiotherapeuten
Funktionelles Beckenbodentraining
Fußreflexzonenmassage
Gerätegestützte Krankengymnastik
Manuelle Lymphdrainage / Kompl. Physik. Entstauungstherapie
Manuelle Therapie nach Dr. Sell
Massagetechniken wie z.B. Aroma-Massage, Edelsteinmassage, Kräuterstempelmassage, Hot Stone und Lomi Lomi Nui
- Medikamente und Physiotherapie, Schwerpunkt: Schmerz
- OEK „osteopathisches energetisches Konzept“ (Basiskurs) und
CMD „osteopathische Behandlung der Kiefergelenke“
Info-Abend, Klinik Husum,
Do., 19. März 2015, 19.00 Uhr
Alle Termine und Details zu den Veranstaltungen finden Interessierte unter www.fobizentrum-husum.de. Anmeldungen und
Nachfragen können über Tel. 04841 660-1378 oder via E-Mail:
fobizentrum@klinikum-nf.de erfolgen.
53
gesund leben
Geschafft! Mit dem richtigen Training erreichen
auch Laufanfänger ihr Ziel.
Foto: djd/IKK classic/thx
gesund leben
Durchstarten mit Köpfchen
Wer lange keinen Sport betrieben hat,
sollte sich vor dem Start vom Hausarzt
durchchecken lassen. Gibt dieser grünes
Licht, kann es losgehen. Ganz wichtig ist
es, langsam zu beginnen. „Viele geben
am Anfang viel zu viel Gas“, weiß Melanie
Gestefeld von der IKK classic. Die Konsequenz: Man sei schon nach kurzer Zeit
außer Atem und müsse frustriert aufgeben. Sinnvoll für Einsteiger ist es deshalb,
im Wechsel zwei Minuten zu laufen und
eine Minute zu gehen. So halten auch
Untrainierte 30 bis 45 Minuten durch und
steigern ihre Kondition kontinuierlich. Von
Woche zu Woche werden die Laufintervalle länger, die Walking-Abschnitte kürzer. „Das Tempo sollte nur so hoch sein,
dass man sich nebenbei noch unterhalten
könnte“, rät Melanie Gestefeld. Wer nicht
gern allein unterwegs ist, findet in Lauftreffs, die von vielen Sportvereinen angeboten werden, Gleichgesinnte. Auch einige Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern die Möglichkeit, im Team fit zu
werden. Manche übernehmen sogar die
Kosten für die Teilnahme an speziellen
Laufkursen. Informationen dazu gibt es
online, etwa unter ikk-classic.de/laufen.
So bleibt die Motivation
nicht auf der Strecke
Selbst wer mit Feuereifer bei der Sache
ist, kennt das Problem: Nach einigen
Wochen meldet sich der innere Schweinehund und setzt alles daran, das Training für einen Fernsehabend oder einen
Restaurantbesuch sausen zu lassen. Was
dagegen hilft? Ein neuer Motivationskick:
Die Teilnahme am nächsten Volkslauf, das
Sportabzeichen oder vielleicht sogar ein
(Halb-)Marathon – mit einem festen Ziel
vor Augen fällt es leicht, in Bewegung zu
bleiben. Weitere Tipps zum Thema gibt es
auch beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de.
Tipps für Einsteiger
-
Von Anfang an feste Trainingszeiten
festlegen. Ideal sind dreimal pro
Woche 30 bis 45, später 60 Minuten.
Feste Trainingstermine helfen dabei, in
Bewegung zu bleiben.
Foto: djd/IKK classic/Panthermedia
- Der Laufschuh muss perfekt zum Fuß
passen. In vielen Sportgeschäften kann
man verschiedene Modelle auf dem
Laufband testen.
- Eine Pulsuhr hilft, die Herzfrequenz zu
kontrollieren. Faustregel für den Maximalpuls: 180 minus Lebensalter plus/
minus zehn.
- Nur mit Musik laufen, wenn die Playlist zum Tempo passt.
- Zwischen den Trainingseinheiten 24
Stunden pausieren.
Weitere Tipps gibt es unter www.ikkclassic.de/laufen.
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Unsere Termine im März
Trendsport Laufen
Was Einsteiger wissen müssen, um Schritt für Schritt fit zu werden djd/pt
Man braucht kein teures Equipment, keine Halle, keinen Sparringspartner – nur ein paar gute Schuhe,
und das Training kann beginnen. Immer mehr Menschen entdecken deshalb das Laufen für sich. Ein
gesunder Trend, denn Herz und Kreislauf, Muskeln und Immunsystem profitieren vom richtigen Training. Ganz nebenbei geht es auch noch überflüssigen Pfunden an den Kragen.
19. März 2015, 18:00 Uhr: Hallux valgus & Co.
Oberarzt Dr. Adrian Schmidt informiert über chirurgische Behandlungsmöglichkeiten schmerzhafter Fußerkrankungen.
Veranstaltungsort: Asklepios Klinik Nord - Heidberg (Haus 12,
1. OG, nicht barrierefrei), Tangstedter Landstr. 400, 22417 Hamburg
25. März 2015, 17:00 Uhr: Rückenmedizin in Hamburg
Die Wirbelsäulenexperten der Asklepios Kliniken Hamburg informieren über Diagnostik und Therapie bei Rückenleiden. Die Asklepios
Klinik Nord - Heidberg wird vertreten durch Chefarzt Dr. Sven Nagel.
Veranstaltungsort: Universität Hamburg, Ostflügel (rechts neben dem
Hauptgebäude), Raum 221, Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg
Um Anmeldung unter Tel. (0 40) 18 18-82 66 33 oder per E-Mail an
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55
reise und erholung
reise und erholung
Eckernförder Lebensfreuden
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Veranstaltungen
Highlights in den kommenden Monaten
04.-05. April 2015
Osterfeuer und Drachenfest am Südstrand
Das traditionelle Osterfeuer direkt am Südstrand Eckernförde
bietet mit seiner einzigartigen Kulisse direkt an der Eckernförder
Bucht ein wunderbares Ambiente, um bei Stockbrot und Musik
den Abend zu genießen. Wenn am Ostersonntag die Drachen in
den Himmel steigen und es Süßigkeiten regnet, ist Spaß und gute
Laune für die ganze Familie garantiert!
02. Mai 2015
Weltfischbrötchentag
In den Ostseebädern Schleswig-Holsteins hat Fisch zu jeder Jahreszeit Saison. Die Gäste vor Ort können schlemmen, den Fischern
zuschauen und authentisch maritime Atmosphäre schnuppern.
Hauptsache Fisch und gute Unterhaltung heißt die Devise. So
werden jedes Jahr entlang der Küste Kutterfahrten, Shanty Chor
Konzerte, Besichtigungen von traditionellen Fischereien und
Räuchereien sowie viele weitere Aktio­nen rund um die köstlichen
Meerestiere angeboten.
Vom Hafen zum Strand, vom Strand zum Shopping, vom Shopping zum Fischgenuss – im Ostseebad
Eckernförde liegen die schönsten Urlaubsfreuden nah beieinander. In dem idyllischen Hafen schaukeln
Segelyachten und Fischkutter im Takt der sanften Ostseewellen. Von hier ist es nur ein Katzensprung bis
zu dem feinsandigen und rund vier Kilometer langen Eckernförder Strand, der die Küstenlinie säumt.
Ihr Strandkorb wartet schon auf Sie!
K
leine Ostseeforscher durchkämmen mit Schaufel und
Eimer den Sandstrand, während Sie in der Sonne die
Seele baumeln lassen. Tief durchatmen – hmmmh, das
ist Urlaub! Genug gefaulenzt? Am Aktionsstrand können Sie ein
paar Körbe werfen oder den Ball schwungvoll übers Netz pritschen. Die Lütten dürfen sich derweil auf Spielplätze freuen – und
das Spielschiff entern.
Vom Strand sind es nur ein paar Schritte bis in die Altstadt. Die
Einkaufsstraßen mit überwiegend inhabergeführten Geschäften
laden hier zum entspannten Bummel ein – in der Saison sogar an
Sonn- und Feiertagen. Auf der Suche nach dem passenden
Souvenir zum Verschenken oder Selberbehalten werden Sie
bestimmt fündig.
Auch kulinarisch kommen Sie in Eckernförde voll auf Ihre Kosten.
Fangfrischer Fisch wird in den zahlreichen Fischrestaurants köstlich für Sie zubereitet. Für den kleinen Hunger zwischendurch
finden Sie an der Promenade genussvolle Stationen mit Snacks,
Fischbrötchen und Eis. Für süße Pausen locken kleine Cafés mit
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Restaurant Siegfried-Werft
selbstgebackenen Torten- und Kuchenspezialitäten. Anspruchsvolle Gaumen dürfen sich zudem auf besondere Geschmackserlebnisse und köstliche Kreationen aus regionalen Produkten in
den kleinen Restaurants der Stadt freuen.
Apropos freuen: Ob Aalregatta zu Pfingsten, Sprottentage im
Juli, Piratenspektakel im August oder Maritimer Weihnachtsmarkt in der Adventszeit – in Eckernförde ist immer was los.
Und auch sonst verspricht Eckernförde erlebnisreiche Urlaubstage: Das Meerwasser Wellenbad lädt auch bei kühleren Außentemperaturen zum Sprung in die Fluten ein. In der Hot Spot
Sauna nebenan wartet eine einzigartige Wohlfühlwelt mit Salzgrotte und Schneekabine auf Sie. Mit bunten Leckereien aus
traditioneller Herstellung lockt die Bonbonkocherei. Und mit dem
Fischkutter geht es auf erlebnisreiche Fangfahrten. Wer selbst
am Ruder stehen möchte, kann in einer der Segelschulen in den
Wassersport hineinschnuppern. Kulturinteressierte dürfen sich
auf ein kunstvolles Programm auf den Bühnen, in den Galerien
und mitten in der Natur freuen.
F
reudig, festlich, erlebnisreich. Hafen, Strand, Altstadt. Im Ostseebad Eckernförde erwartet Sie eine
maritime Hafenstadt voller Lebensfreude. Segelboote
und Fischkutter zieren das idyllische Bild am Binnenhafen. Schlendern Sie die Promenade entlang, genießen
Sie entspannte Stunden am feinsandigen Ostseestrand
und besuchen Sie die Altstadt mit ihren Einkaufsstraßen. Kleine Cafés und Restaurants in der Stadt und am
Wasser laden Sie zudem ein, sich Ihren Urlaub richtig
gut schmecken zu lassen. Viel Spaß für Groß und Klein
erwartet Sie auch im Meerwasser Wellenbad, in der
Bonbonkocherei oder bei einer Fangfahrt auf der Ostsee. Sprotten, Piraten, Aale – in Eckernförde sind nicht
nur die Köstlichkeiten aus dem Meer immer ein Grund
zum Feiern. Open Air und mit viel Spaß und Musik –
das ganze Jahr über. Feiern Sie mit!
Eckernförder Altstadt
Ruheraum im Meerwasser Wellenbad
57
reise und erholung
reise und erholung
W
Daran erkennen Sie
echte
ellnesshotels
Nicht jedes Hotel mit Wellnessbereich oder Spa ist auch ein echtes Wellnesshotel
Deutscher Wellness Verband e. V.
Der Kurzurlaub zur gepflegten Rundum-Entspannung gehört für viele Deutsche inzwischen
zum Standard-Freizeitprogramm. Zwei von drei Wellnessurlaubern gönnen sich sogar mehr
als einmal jährlich ein paar Wohlfühltage zur Regeneration für Körper und Seele. Doch bei
der Buchung eines passenden Hotels ist Vorsicht geboten. Die meisten Urlaubshotels im
4-bis 5-Sterne-Bereich und selbst viele Stadthotels verfügen zwar heute über einen sogenannten Wellness- oder Spabereich, das allein macht sie jedoch noch nicht zu einem echten
Wellnesshotel. Deshalb kommt es immer wieder zu herben und unnötigen Enttäuschungen.
D
er Deutsche Wellness Verband hat bereits vor mehr als
zwanzig Jahren die besonderen Merkmale eines echten Wellnesshotels festgelegt und fortlaufend aktualisiert. Seit zwölf Jahren überprüft er
auch die Erfüllung dieser Kriterien.
Die Premium-Auszeichnung mit dem
Deutschen Wellness Zertifikat stellt
sicher, dass es sich bei einem Hotel
tatsächlich um ein
echtes Wellnesshotel
handelt. Die Stiftung
Warentest empfiehlt
das Deutsche Wellness Zertifikat für
Hotelbetriebe und
betont seinen umfassenden Anspruch.
Echte Wellnesshotels sind auf Erholungs- und Wellnessgäste spezialisiert.
Ihr Anteil beträgt mindestens 75%.
Keinesfalls darf die Entspannung
durch andere Gästegruppen gestört
werden, die etwa eine Tagung im
Hotel besuchen, auf einer Geschäftsreise sind, Station mit einer BusreiseGesellschaft machen oder eine Familienfestlichkeit feiern.
So ist es eigentlich auch selbstverständlich, dass echte Wellnesshotels in
ruhiger und möglichst natürlicher
Umgebung liegen. Die vielen Stadthotels, die mit Wellness werben oder die
in Wellnesshotel-Führern und -Katalogen aufgelistet sind, können schon
deshalb keine echten Wellnesshotels
sein. Eine Ausnahme stellen Wellnesshotels in Kur- und Bäderorten dar,
weil hier durch entsprechende Auflagen für Ruhe und gesundheitliche
Erholung gesorgt wird.
In echten Wellnesshotels steht das
Wellnessangebot ganz im Vorder-
58
grund, was man schon beim Besuch
der Internetseiten oder bei der Begutachtung der Prospekte an der Dominanz der entsprechenden Informationen erkennt. Je größer der Wellnessbereich, desto eher ist gewährleistet, dass
das Hotel ein echter Wellnessspezialist
ist. Der Deutsche Wellness Verband
nennt als Richtgröße mindestens 10
qm Wellnessbereich pro Gästezimmer.
Der so genannte Wellness- oder SpaBereich umfasst bei echten Wellnesshotels mindestens einen Innenpool,
einen voll ausgestatteten Saunabereich, ein Dampfbad, einen Fitnessund Gymnastikbereich, Anwendungsräume für Massagen und Kosmetikbehandlungen sowie geschlossene
Ruheräume und Loungebereiche zum
ungestörten Entspannen.
Echte Wellnesshotels beschäftigen
nicht nur qualifizierte Behandler und
Therapeuten mit anerkanntem staatlichen Berufsabschluss, sondern auch
gut ausgebildete Fachkräfte für ein
möglichst vielfältiges und abwechslungsreiches Programm von gesunder
Bewegung, aktiver Entspannung und
im besten Fall auch Küchenpraxis, wie
z.B. Walking, Aqua-Gymnastik, Yoga,
Meditation und kleine Kochkurse. Es
gibt jeden Tag ein offenes Kursprogramm für diese Art von aktiven Wellnessprogrammen.
Die eigentlichen Kernleistungen jedes
Hotels sind Übernachtung und Verpflegung. In einem echten Wellnesshotel bedeutet das: Die Gästezimmer
sind nach Wellnesskriterien gestaltet
und ausgestattet. Hierzu gehören
unter anderem Betten sowie Lichtund Lärmabschirmung, die einen
erholsamen Schlaf ermöglichen;
Accessoires, die für die Nutzung des
Wellnessbereichs gebraucht werden
(wie z.B. Bademäntel und Saunatücher); oder gesunde Getränke und
Snacks in der Minibar. Vom Frühstück
bis zum Abendessen bieten die Restaurants in echten Wellnesshotels gesunden Genuss. Die entsprechenden
Angebote sind in den Speisekarten
und am Buffet hervorgehoben, sodass
es Gäste leicht haben, sich bewusst
gesund und zugleich sehr schmackhaft zu ernähren. Vegetarische
Gerichte sind selbstverständlich, ebenso die Erfüllung individueller Wünsche bei bestimmten Unverträglichkeiten oder Diäten.
Ein echtes Wellnesshotel leistet immer
einen Mehrwert, der über das momentane Wohlfühlen während des Urlaubs­aufenthalts hinausgeht. Die Gäste
erhalten leicht umsetzbare Anleitungen und Give-Aways für den Wellness-Lebensstil im Alltag. Das sind
z.B. Trainingspläne, Kochrezepte,
individuelle Hautpflege-Tipps, oder
auch die Empfehlung und Adresse
von guten Wellnessexperten am
Wohnort des Gastes.
Manchen Menschen reicht es wohl, im
Laufe ihres Hotelaufenthalts eine
Runde im Pool zu schwimmen oder
für eine paar Minuten in der Sauna zu
schwitzen. Wer jedoch ein echtes Wellnesshotel sucht, sollte auf die Tipps
des Deutschen Wellness Verbands
achten. Die Zahl echter Wellnesshotels
ist bei weitem nicht so groß, wie es
manche Reisekataloge oder Hotelführer glauben machen. Auf seinen Internetseiten veröffentlicht der Deutsche
Wellness Verband die Adressen derjenigen Hotels, welche seine strenge
Prüfung mit rund 1.500 Qualitätskriterien erfolgreich bestanden haben
(www.wellnessverband.de).
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Zutaten:
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100 ml Orangensaft
Eisw ürfel
Zubereitung:
Roibuschtee kochen, etwa s länger
ziehen lassen,
auskühlen lassen und Orangensaft
zugeben.
Das Ganze kalt stellen. Mit Eisw ürfe
l serv ieren.
Die Autorin:
Silv ia Bürk le, Dipl.-Ing. (FH) Ernä
hrungstechniker in
(Schwer pun kt Pathophysiologie und
Diätetik), war
15 Jahre in der Lebensm ittelindustrie
im Bereich der
Produktentw icklung und Qua lität
ssicherung tätig.
Sie ist Ausbilderin für die Met hod
e Met abolic
Bala nce ®, Dozentin der Ernä hrun
gsberaterausbildung,
Referent in in Heilpraktiker- und allg
emeinbi ldenden
Schulen und Autorin meh rerer Meta
bolic Bala nce ®Kochbücher.
Met abolic Bala nce GmbH & Co.
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Bgm.-Ha llwachs-Str. 8 | 84424 Isen
E-Mail: team@metabolic-balance.
com
60
Fotos »Strawberry smoothie«: ©iStockphoto.com/pilipphoto;
»Teebeutel«: ©Fotofermer/Fotolia.com;
Kirschtraum
Zutaten:
100 g Ananas
1 Orange
100 g Mango
80 ml Kokosmilch
30 ml Kokoswasser
Kokosraspeln
Zutaten:
20 ml Sahne
50 ml Kokosmilch
60 ml Ananassaft
60 ml Kirschsaft
Ananasstücke und Kirschen zum Garnieren
Zubereitung:
Früchte schälen und kleinschneiden.
Eine Orangenscheibe einschneiden und zur Seite legen.
Alle Zutaten bis auf die Kokosraspeln in einen Mixer
geben und alles gut durchmischen.
Vor dem Befüllen des Glases den Glasrand anfeuchten
und in die Kokosraspeln tauchen.
Cockta il einfüllen und mit der Orangenscheibe
am Glasrand dekorieren.
Zubereitung:
Ananas und Kirschen mit einer Saftmaschine
entsaften, bis je 60 ml Saft vorliegen.
Alle Zutaten in einem Shaker kräftig mixen und in
ein mit Eiswür feln gefülltes Glas geben.
Tipp: Einen Fruchtspieß aus abwechselnd Ananas­
stücken und Kirschen als Garnitur über das Glas
legen.
Frucht-Power-Smoothie
Zutaten:
250 g Karotte
1 Kiwi
1 Apfel
1 EL Öl
Wie wäre es mit einem dieser leckeren Rezepte?
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Rezepten: metabolic-balance.com
Gelber Engel
Zubereitung:
Karotte waschen, Wurzelende abschneiden und in
grobe Stücke schneiden. Kiwi schälen und eine Scheib e
für die Garnitu r zur Seite legen.
Gemüse und Obst mit einer Saftma schine entsaften und
in einen Mixer geben. Das Ganze mit dem Öl aufschäumen,
in ein schöne s Glas füllen.
Die Kiwischeibe einsch neiden und am Glasrand befestigen.
Gesunde Erfrischungsklassiker
Gemüsemix
Zutaten:
¼ Gurke
1 Tomate
1 Karotte
½ Schalotte
2 cm Ingwer
frischer Basilikum
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
50 ml Mineralwasser
Zubereitung:
Gurke, Tomate, Karotte, Schalotte und Ingwer mit
einem Entsafter entsaften.
Das Ganze mit Salz und Pfeffer würzen.
Abschmecken und in ein Glas füllen.
Mineralwasser dazugeben, umrühren und mit frischem
Basilikum garnieren.
Variante: Kräuter, Salat, Radieschen und einen
Spritzer Zitronensaft in einem Mixer pürieren und
würzen. Das Ganze mit Mineralwasser und Eiswür­
feln auffüllen und umrühren. Der Fantasie sind
keine Grenzen gesetzt; nur Mut!
Fotos »Mango«: ©volff/Fotolia.com; »Kirschen«: ©volff/Fotolia.com; »Karotte«: ©atoss/Fotolia.com; »Gurke«: ©Natika/Fotolia.com;
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Dabei gibt es folgende Regeln:
• Jede Ziffer darf nur genau einmal pro Zeile auftauchen.
• Jede Ziffer darf nur genau einmal pro Spalte auftauchen.
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Foto: Photographee.eu/fotolia.com/CSL Behring/akz-o
Wenn der Arzt nichts findet
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Seltenen Erkrankungen auf der Spur
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aut Definition gilt eine Erkrankung als selten, wenn weniger als fünf von 10.000 Menschen betroffen sind. Trotz
einer Odyssee an Arztbesuchen wissen Patienten oft jahrelang nicht, was sie haben. Daher ist eine umfassende Aufklärung und Förderung der Früherkennung unabdingbar. Wir stellen
drei dieser Krankheiten vor.
Von-Willebrand-Syndrom: Häufiges Nasenbluten, die Neigung
zu blauen Flecken sowie starke und/oder lange Regelblutungen
können Hinweise auf das von-Willebrand-Syndrom (vWS), eine
angeborene Blutgerinnungsstörung, sein. Ursache des vWS ist
ein Mangel, Defekt oder das Fehlen des von-Willebrand-Faktors,
eines für die Blutstillung wichtigen Proteins.
Da das vWS im schlimmsten Fall lebensgefährliche Folgen haben
kann, ist ein frühes Erkennen sehr wichtig. Wer den Verdacht hat,
an einem vWS zu leiden, kann mit einem Selbsttest auf der Website www.netzwerk-von-willebrand.de ganz einfach sein Risiko
testen.
Hereditäres Angioödem (HAE): Die Erkrankung ist durch wiederkehrende, häufig starke Schwellungen an Händen und Füßen,
im Gesicht, im Magen-Darm-Trakt oder in den oberen Atemwegen gekennzeichnet. In den meisten Fällen kommt es zu kolikartigen Krämpfen, Erbrechen, Durchfall und Kreislauf-Beschwerden. Treten Schwellungen im Bereich des Kehlkopfs auf, kann
sogar Lebensgefahr drohen. Hierzulande wird die Zahl der HAEKranken auf zirka 2.000 geschätzt.
AAT-Mangel: Der Alpha-1-Antitrypsin-(AAT)-Mangel ist eine seltene Stoffwechselerkrankung, die in Deutschland 8.000 bis
10.000 Menschen betrifft. Sie leiden an einem erblichen Mangel
eines Schutzeiweißes der Lunge, wodurch das Lungengewebe
über Jahre hinweg zerstört wird. Erste Beschwerden treten meist
zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auf. Kleinste Anstrengungen und zunehmend Atemnot machen Betroffenen zu schaffen. Dazu können ein hartnäckiger chronischer Husten und
starke Schleimproduktion kommen.
Oft wird aufgrund der ähnlichen Beschwerden eine chronisch
obstruktive Lungenerkrankung (COPD) diagnostiziert. Daher
empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass sich alle
Menschen mit einer COPD-Diagnose, besonders Nichtraucher
zwischen 30 und 50 Jahren, bei ihrem Arzt auf AAT-Mangel
testen lassen. Infos: www.alpha1-deutschland.org
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