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27.03.2015. - Sansibar by Breuninger

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t sc h a
E ine S tad
ut hin !
NSU:
Rassismus
tötet
Eine Stadt schaut hin!
SEPTEMBER
OKTOBER
Sonntag, 19.10.2014
Dienstag, 28.10.2014
Donnerstag, 30.10.2014
NOVEMBER
Die Mordserie des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“
hat die Bundesrepublik erschüttert. Seit dem 6. Mai 2013 wird nun in
München verhandelt. Die gesellschaftliche Dimension des Terrors
von rechts aber kann ein Strafprozess allein nicht aufarbeiten. So hat
das Versagen der staatlichen Institutionen bei der Aufdeckung der
Verbrechen grundlegende Defizite im Selbstverständnis von Staat
und Gesellschaft offenbart.
Samstag, 27.09.2014
Mittwoch, 08.10.2014
19:30 Uhr / Münchner Kammerspiele, Schauspielhaus
Theater
15:00 Uhr / Mohr-Villa Freimann e.V
Theater
19:00 Uhr / Residenztheater, Marstall, Marstallplatz 4
Theater
Montag, 03.11.2014
17:00 Uhr / Odeonsplatz
Lesung „MIA SAN MIA“ auf dem ANDER ART-Festival
19:30 Uhr / Kino CINEMA, Fraunhoferstraße 5, Dachau
Filmgespräch zum Oktoberfest-Attentat 1980
21:15 Uhr / Münchner Kammerspiele, Schauspielhaus
Publikumsgespräch
Ein Theaternachmittag mit der Freimanner Künstlerin Ingrid Irrlicht mit
Ein dokumentarisches Theaterprojekt von Christine Umpfenbach und
Kindern und Familien in der Flüchtlingseinrichtung der Bayernkaserne.
Azar Mortazavi
„Geheimsache NSU“
21:00 Uhr / Residenztheater, Marstall
Publikumsgespräch
Terroristen, zehn Morde – und eine unüberschaubar lange Liste an
München ist nicht nur Schauplatz des Prozesses, sondern auch Tatort.
Zwei Menschen wurden aus rassistischen Motiven von Rechtsextremen ermordet. Sie sind nicht die einzigen Opfer rechtsextremer und
rassistischer Gewalt in dieser Stadt. Zwischen September 2014 und
Januar 2015 befassen sich daher Münchner Kunst- und Kultureinrichtungen unter dem Dach der Initiative „Kunst, Kultur, Respekt“ mit den
vielfältigen Dimensionen von Rechtsextremismus, Rassismus und
Gewalt: ihren Folgen für die Opfer, der Verankerung rassistischen und
rechtsextremen Denkens im Alltag, den drängenden Fragen nach
Aufklärung, Aufarbeitung und der Verantwortung von Behörden,
Medien, gesellschaftlichen Gruppen sowie von Einzelnen.
Münchner Kunst- und Kulturschaffende
gegen Rassismus, Rechtsextremismus und
Rechtspopulismus
Wenn es um den NSU geht, bedarf es einer umfassenden Aufarbeitung der Ereignisse, vor allem aber geht es um die Frage nach den
Handlungsmöglichkeiten. Denn von ihnen hängt ab, in welcher
Gesellschaft wir in Zukunft leben werden.
Seit Anfang Januar 2014 kooperieren unter dem Dach der Initiative
„Kunst Kultur Respekt“ die Münchner Kunst- und Kulturschaffenden
mit der städtischen Fachstelle gegen Rechtsextremismus. Mit
verschiedenen Aktionsformen werden zu Schwerpunktthemen
(Europawahl, aktuell: NSU) inhaltliche und künstlerische Akzente
gesetzt. Es geht darum, gemeinsam deutlich zu machen: Münchens
Kulturveranstalter sagen Nein zu Rassismus, Rechtsextremismus
und Rechtspopulismus und Ja zu Demokratie, Vielfalt und Respekt!
V.i.S.d.P. Schirmherrschaft Oberbürgermeister Dieter Reiter
München, leuchtend buntes München!
„Der blinde Fleck“
„Das schweigende Mädchen“ von Elfriede Jelinek
Mohr-Villa goes Camp – Theater ohne Worte
Nach zwei Lesungen im Marstall zieht „Miasanmia“ im Rahmen des
Am 26. September 1980 explodiert auf dem Münchner Oktoberfest eine
mit dem Ensemble der Münchner Kammerspiele und der Nebenklagevertreterin
Das pantomimisches Theater der Stille schafft Verständnis überall und für
ANDERART FESTIVALS des Kulturreferats der Landeshauptstadt München
Bombe. 13 Men­schen sterben. Unter den Toten ist der 21-jährige Gundolf
Angelika Lex, Anwältin eines Münchner NSU-Opfers.
alle und überwindet die Barriere der Sprache: „Miteinander lachen - nicht
„Urteile“
19:00 Uhr / Münchner Stadtbibliothek, Am Gasteig, Ebene 1.1
Lesung
Der NSU, der so genannte „Nationalsozialistische Untergrund“: Drei
auf den Odeonsplatz. Die Lesung untersucht unseren aktuellen Standort
Köhler. Die Behörden legen sich schnell auf ihn als Täter fest, der allein und
Eintritt frei
über einander“.
zwischen „wir“ und „die Anderen“ und präsentiert ein postmigrantisches
ohne politische Motive gehandelt habe. Das neue Doku-Drama „Der blinde
Weitere Informationen unter
Freiwillige Helfer sind sehr willkommen!
Gegen-München, ein stolzes Miasanmia jenseits von stabilen Grenzen und
Fleck“ (92 Minuten) erzählt, wie der junge BR-Journalist Ulrich Chaussy auf
www.muenchner-kammerspiele.de/programm/das-schweigende-maedchen
Verbindliche Anmeldung unter treffpunkt@mohr-villa.de oder Tel. 089/3243264
Die rassistischen Morde des NSU lösten bei vielen Menschen Trauer und
Verschiedene Parlamentarische Untersuchungsausschüsse befassen
Reinheitsfanatismen. Mit Texten aus dem Blog „migrantenstadl“ von Tunay
rechtsradikale Hintergründe und ungeklärte Todesfälle stößt.
Weitere Informationen unter www.mohr-villa.de
Wut aus. Gefühle werden meist einer privaten Sphäre zugeordnet, sie gelten
sich mit dem Fall, in München läuft der Mammutprozess am Oberlan-
als irrational und im politischen Kontext höchstens als verdächtig. Wie
desgericht, der vor dem Frühsommer 2015 schwerlich beendet sein wird.
lassen sich Trauer und Wut als widerständige politische Ressource
Der ganze Komplex erweist sich freilich immer mehr als politisch
Önder u. a.
Im Nachgespräch mit Ulrich Chaussy geht es auch um Zusammenhänge
Mit den Schauspieler/innen und Autor/innen Gunther Eckes, Aurel Manthei, Tunay
zwischen dem Oktoberfest-Attentat und den NSU-Morden, bei denen die
Önder, Genija Rykova + DJane Ü.
Behörden zunächst den rechtsradikalen Hintergrund bestritten und bis
Weitere Informationen unter www.residenztheater.de
heute behaupten, dass das „NSU-Trio“ ohne weitere Unterstützer mordete.
Veranstalter: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau in
19:30 Uhr / Münchner Kammerspiele, Schauspielhaus,
Maximilianstraße 26-28
Theater
Freitag, 17.10.2014
Elfriede Jelineks neues Stück setzt den Gerichtssaal als Ort der Handlung.
17:00 Uhr / Mohr-Villa Freimann e.V., Situlistraße 75
Mal-Workshop
Uraufführung „Das schweigende Mädchen“
von Elfriede Jelinek
Kooperation mit CINEMA (Kartenreservierungen unter Tel. 081 31/266 99)
Montag, 27.10.2014
19:00 Uhr / Neues Rathaus, Großer Sitzungssaal, Marienplatz 8
Podiumsdiskussion
19:00 -22:00 Uhr / Galerie der Künstler, Maximilanstr. 42
Ausstellungseröffnung durch Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers
„Alltag und Rassismus: Gefühle“
offenen Fragen, falschen Fährten und rätselhaften Zusammenhängen.
Ein wahres Aufklärungsdesaster.
„KunstKulturRespekt“
kuratiert von Klaus von Gaffron und Mehmet Dayi
wahrnehmen? Welche Möglichkeiten eröffnet das Theater, das in seiner
hochbrisante Geheim- und Verschlusssache.
Verfahrensweise auch affektive Formen der Annäherung mit einschließt?
Der Polizistenmord von Heilbronn scheint der Schlüssel für den ganzen
Gespräch mit: Ender Beyhan, Bekannte eines NSU-Opfers; Deniz Utlu, Autor; Christine
Fall: Zehn renommierte Autoren dokumentieren am Beispiel des
Reflexion und Akzeptanz der vielfältigen Identitäten von fremden kulturellen
Umpfenbach, Regisseurin
NSU-Komplexes die Verhinderung wirklicher Aufklärung, beschreiben
Hintergründen ist ein lebendiger Motor in einer Stadtgesellschaft. In diese
Moderation: Sybille Giel, Bayern 2
anhand noch unveröffentlichter Spuren und Hinweise neue Ermittlungs-
Ausstellung wird die Chance des gemeinsamen Miteinanders thematisiert.
Weiter Informationen unter www.residenztheater.de/inszenierung/urteile
ansätze und analysieren, wie und warum staatliche Behörden, Geheim-
Jahre morden, ohne dass Polizei und Verfassungsschutz den Tätern auf die
Durch Kunst und Kultur wird ein Dialogforum erarbeitet, in dem das
Veranstalter: Residenztheater, Bayern 2, Fachstelle gegen Rechtsextremismus
dienste, Teile der Politik und auch der Medien eine innenpolitische
Spur kamen? Mit dieser Frage beschäftigte sich bis August 2013 ein
Von- einander Lernen können erfahrbar wird.
Katastrophe ausblenden (wollen).
Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages. Fraktionsübergrei-
Mit: BOBAN, Anton Bosniak, Tamara Pridonishvili, Lenka Richterova, Kerol Montagna,
Mit den Autoren Andreas Förster, Thomas Moser und Rainer Nübel.
Beispielloses Behördenversagen: Was folgt aus dem
NSU-Untersuchungsausschuss für Polizei,
Verfassungsschutz und Justiz?
Wieso konnte der so genannte „Nationalsozialistische Untergrund“ über
Freitag, 31.10.2014
Der laufende NSU-Prozess ist hier zugleich das jüngste Gericht, und die
Mohr-Villa trifft Flüchtlinge
fend attestierte der Ausschuss den Behörden von Bund und Ländern
Nejat Baydar, Tim Bennet, Vincent Mitcev, Siyoung Kim, Alejandro Valbuena, Adidal
Geschichte der Zwickauer Zelle wird zur Antithese der biblischen Heilsge-
Seit fast zwei Jahren werden Flüchtlinge aus der Bayernkaserne in der
Organisationsmängel bis hin zum Organisationsversagen. Am Ende des
Abou-Chamat, Lou Jaworski, Patricia London Ante Paris, Petra Gerschner, Wolfgang
schichte: Im gewohnten Gestus eines fließenden, unendlichen Sprechens
Mohr-Villa Kunstwerkstatt kreativ. Die Mohr-Villa arbeitet in den Mal-Work-
Abschlussberichts stehen 47 Handlungsempfehlungen für Reformen bei
Hurle, Funda Gül Özcan, Empfangshalle/Korbinian Böhm, Klasse Oehlen, Gülbin Ünlü.
seziert Jelinek die einzelnen Facetten der Schuldfrage. Zwischen Prozes-
shops vor allem mit Menschen zusammen, die nicht mehr dem Jugend-
Polizei, Justiz und Verfassungsschutz. Ob und inwieweit sie umgesetzt
Ausstellungsdauer: 29. Oktober - 21. November 2014
sprotokollen, Medienberichten und literarischen Referenzen wagt sie einen
schutz unterstehen. Sie können durch eigene kreative Arbeit Ausdrucks-
werden, wird an diesem Abend Thema sein.
Öffnungszeiten: Mi./Fr.- So. 11 bis 18 Uhr, Do. 11 bis 20 Uhr
tiefen Blick ins Unbewusste der deutschen Seele.
möglichkeiten finden und Hilfe bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation
Clemens Binninger, MdB, Mitglied des Innenausschusses, Obmann der CDU im
An Feiertagen ist die Galerie geschlossen.
Nach dem Tod seines Vaters taumelt Elyas orientierungslos durch seine
Regie: Johan Simons, Bühne: Muriel Gerstner, Kostüme: Klaus Bruns, Musik: Carl
erhalten. Sie sollen sich für ein paar Stunden in einer anderen Umgebung
NSU-Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestages, Berlin
Führungen werden angeboten. Mehr Infos unter: www.bbk-muc-obb.de/
Heimatstadt Berlin. Die Nächte verbringt er betrunken, die Tage betäubt. Der
Oesterhelt, Licht: Wolfgang Göbbel, Dramaturgie: Tobias Staab
frei fühlen können und aus dem tristen Alltag der Bayernkaserne rauskom-
Alexander Hoffmann, Nebenklägervertreter im NSU Prozess
Schmerz, um den er kreist, ist nicht nur sein eigener, sondern rührt auch von
Mohr-Villa goes Camp – Theater ohne Worte
Mit: Benny Claessens, Stefan Hunstein, Hans Kremer, Risto Kübar, Annette Paulmann,
men. Das Malen und Gestalten kann die Barriere der Sprache überwinden
Prof. Dr. Hajo Funke, Politologe, Freie Universität Berlin
der Frage, welche Spuren von der Generation türkischer Gastarbeiter in
Ein Theaternachmittag mit der Freimanner Künstlerin Ingrid Irrlicht mit
Wiebke Puls, Steven Scharf, Thomas Schmauser
und erste Schritte zu einer möglichen Integration erleichtern. Den Men-
Moderation: Ina Krauss, Bayern 2
Deutschland bleiben, der Elyas‘ Eltern angehören. Nur Onkel Cemal, der alte
Kindern und Familien in der Flüchtlingseinrichtung der Bayernkaserne.
Weitere Informationen unter
schen wird etwas geschenkt, dass sie dringend in ihrer derzeitigen
Anmeldung unter bayernforum@fes.de
Kämpfer, steht ihm unverdrossen zur Seite. Und in der Ärztin Aylin trifft
Das pantomimisches Theater der Stille schafft Verständnis überall und
www.muenchner-kammerspiele.de/programm/das-schweigende-maedchen
Situation brauchen: Zeit, Respekt und Aufmerksamkeit.
Veranstalter: BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung, Evangelische Stadtaka-
Elyas auf einen Menschen, dem sein Schmerz vertraut ist.
für alle und überwindet die Barriere der Sprache: „Miteinander lachen -
Mitmachen unter treffpunkt@mohr-villa.de oder Tel. 089/3243264
demie, Münchner Volkshochschule, Fachstelle gegen Rechtsextremismus im
Mit dem Autor Deniz Utlu und den Ensemblemitgliedern des Residenztheaters Nora
nicht über einander“.
Weitere Informationen unter www.mohr-villa.de/programm/kunst-kultur-respekt
Rahmen der Kooperation „Neue Dimensionen des Rechtsextremismus“
Buzalka, Thomas Lettow und Bijan Zamani
Freiwillige Helfer sind sehr willkommen!
Eintritt: 9 Euro
Verbindliche Anmeldung unter treffpunkt@mohr-villa.de oder Tel.
Veranstalter: Münchner Stadtbibliothek update.jung & erwachsen,
Sozialreferat / Jugendkulturwerk
20:00 Uhr / Marstall-Café, Marstallplatz 4
Lesung
„Die Ungehaltenen“
Dienstag, 04. und 18.11.2014
15:00 Uhr / Mohr-Villa Freimann e.V.
Theater
Weitere Informationen unter www.muenchner-stadtbibliothek.de
089/3243264
Veranstalter: Residenztheater mit freundlicher Unterstützung von Münchner
Weitere Informationen unter www.mohr-villa.de.
Stadtbibliothek update.jung & erwachsen
An KunstKulturRespekt.de beteiligt sind:
Mittwoch, 12.11.2014
DEZEMBER
19:00 Uhr / Galerie Kullukcu, Schillerstraße 23
Podiumsdiskussion
Donnerstag, 04. bis Sonntag, 07.12.2014
Übersehen und unterschätzt: Rechtsextreme Frauen
in der medialen Berichterstattung
Meist wird Rechtsextremismus in der Öffentlichkeit mit gewaltbereiten
Männern gleichgesetzt. Rechtsextremen und gewaltbereiten Frauen wird
dagegen kaum Beachtung geschenkt. Frauen, die sich in der neonazisti-
schen Szene engagieren, werden häufig mit ihren rechtsextremen Positionen
und den entsprechenden Motiven ihres Handelns übersehen. Beate Zschäpe
ist hierfür ein aktuelles Beispiel. In der medialen Berichterstattung unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Taten des „Nationalsozialistischen
Untergrunds“ (NSU) wurde häufig davon ausgegangen, dass Zschäpe
lediglich „die Freundin von“ einem der männlichen Gruppenmitglieder
gewesen sei. Wir wollen diskutieren: Welche Rolle spielen stereotype
Rollenbilder in der Gesellschaft, die dafür Sorge tragen, dass Verfassungsschutz, Polizei oder Jugendsozialarbeit rechtsextreme Täterinnen unterschätzen und übersehen?
Dr. Jasmin Siri, Soziologin, Ludwig-Maximilians-Universität München;
Heike Radvan, Amadeu Antonio Stiftung (Berlin); Nergis Denli, Soziologin (Istanbul)
Veranstalter: BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung
Tag X
9:00 Uhr / Nymphenburgerstraße, Kundgebung
17:30 Uhr / Karlsplatz/Stachus, Demonstration
Die Keupstraße ist überall – Die Keupstraße kommt
nach München
Wir wollen gemeinsam mit und Euch aktiv werden, um unsere Solidarität
mit den mehr als 20 Nebenkläger_innen zeigen. Wir fordern eine
umfassende Aufklärung der neonazistischen Terrorserie und wollen
wissen, wer alles zum NSU gehörte und welche Rolle der Staat und die
Geheimdienste spielten.
Gemeinsam veranstalten wir am ersten Verhandlungstag, dem Tag X, vor
dem Gerichtsgebäude in der Nymphenburgerstraße ab 9 Uhr eine
Kundgebung zu dem Attentat in der Keupstraße und demonstrieren ab
17:30 Uhr von dort zum Karlsplatz/Stachus.
Vier Tage zum NSU-Komplex an den Münchner Kammerspielen
und dem Residenztheater
„Offener Prozess“
Donnerstag, 04.12.2014
19:00 Uhr / 1. Teil Münchner Kammerspiele, Spielhalle
21:00 Uhr / 2. Teil Residenztheater, Marstall
Lesung
Der NSU-Prozess: Die Protokolle
Schauspieler des Residenztheaters und der Münchner Kammerspiele
lesen aus den Protokollen des NSU-Prozesses. Der erste Teil des
Abends findet in der Spielhalle der Münchner Kammerspiele statt. Nach
einem gemeinsamen Ortswechsel wird der zweite Teil im Marstall des
Residenztheaters gelesen.
In Zusammenarbeit mit dem Süddeutsche Zeitung Magazin
Freitag, 05.12.2014
19:00 Uhr / Münchner Kammerspiele, Schauspielhaus
Theater
„Das Schweigende Mädchen“ von Elfriede Jelinek
21:15 Uhr / Münchner Kammerspiele, Schauspielhaus
Publikumsgespräch
Mit dem Ensemble der Münchner Kammerspiele und Annette Ramelsberger,
Gerichtsreporterin der Süddeutschen Zeitung im NSU-Prozess
Samstag, 06.12.2014
16:00 Uhr / Münchner Kammerspiele, Spielhalle
Film mit Diskussion
„Der blinde Fleck“
Dienstag, 09.12.2014
Donnerstag, 18.12.2014
Dienstag, 13.01.2015
Dienstag, 20.01.2015
19:00 Uhr / Stadtarchiv München, Rotunde, Winzererstraße 68
Vortrag mit Diskussion
18:00 Uhr / Münchner Stadtbibliothek, Am Gasteig, Ebene 1.1
Fishbowl-Diskussion
19:00 Uhr / Münchner Kammerspiele, Spielhalle
Szenische Lesung mit Diskussion
19:00 Uhr / Münchner Stadtbibliothek, Am Gasteig, Ebene 1.1
Podiumsdiskussion
Verfassungsschutz aus ihrem Versagen? Wie reagiert die Politik? Autor Dirk
(Reichskanzler Joseph Wirth, Deutsche Zentrumspartei, im Reichstag 1922)
München ist Schauplatz des NSU-Prozesses und Tatort zweier NSU-Morde.
Semiya ŞimŞek. In „Schmerzliche Heimat“ erzählt sie ihre bewegende
Laabs und die Abgeordnete des Thüringer Landtages Kathrin König
Vom Nichtbefolgen einer Warnung:
Unsere Stadtgesellschaft ist vielfältig, beinahe jeder Zweite kennt Migration
Geschichte: die einer jungen Deutschen und ihrer Familie, deren Leben
Weite Teile der Gesellschaft reagieren mit Schweigen auf die Mordserie
diskutieren mit Professor Kutscha über den aktuellen Stand.
Verharmlosung des Rechtsextremismus - Traditionen und Kontinuitäten in
aus der eigenen Familie. Wir wollen die unterschiedlichen Perspektiven
durch einen Terrorakt zerstört, durch Vorurteile weiter zerrüttet wurde und
des sog. „Nationalsozialistischen Untergrunds“ und damit ganz anders
Mit Katharina König, Politikerin Die Linke Thüringen
der deutschen Geschichte
unserer heterogenen Stadtgesellschaft in diesem Spannungsfeld abbilden
die dennoch stark blieb. Und sie schildert die Hintergründe des Verbre-
als in den 1990er Jahren, als es die ersten Wellen rassistischer Gewalt
Dirk Laabs, Journalist und Autor („Heimatschutz. Der Staat und die Mordserie des NSU“)
Im Dienst der Karriere - Führungskräfte von Polizei und Nachrichtendiens-
und fragen, wo Alltagsrassismen auftauchen und wie mit ihnen umgegangen
chens, der Ermittlungspannen und –irrwege. Ein Buch über einen der
und tödlicher Brandanschläge wie in Mölln und Solingen gab. Damals
Prof. Dr. Martin Kutscha, Staatsrechtler
ten zwischen Weimar, Nationalsozialismus und Bundesrepublik
werden kann. Diskutiert wird im „fishbowl“: Jede/r Teilnehmer/in kann auf
größten politischen Skandale der letzten Jahrzehnte und das aufwühlende
kamen zehntausende Menschen in West- und Ostdeutschland zu
Moderation: Ina Krauss, Bayern 2
Zwischen Auftrag und Feindbild – Sozialisation in Sicherheitspolizei/
einem der freien Stühle auf dem Podium Platz nehmen und mitdiskutieren.
Schicksal einer Familie.
Lichterketten, aber auch zu Schutzaktionen zusammen. Die Solidarität
Eintritt frei
Gestapo damals und in Verfassungsschutz und Staatsschutz heute.
Kübra Gümüşay, Bloggerin, Journalistin, #schauhin; Ozan Aykaç, Preisträger des
Mit Ensemblemitgliedern der Münchner Kammerspiele und Nadia Shehadeh, Bloggerin
mit den Opfern rechter und rassistischer Gewalt war damals oft direkt,
Veranstalter: Residenztheater, Fachstelle gegen Rechtsextremismus, Bayern 2
Veranstalter: AK Veranstaltungen zum Prozess gegen den NSU c/o Kreisjugendring
Schülerwettbewerbs gegen Rechtsextremismus des Bundesjustizministerium;
und Autorin (Mädchenmannschaft in: „NSU-Terror: Ermittlungen am rechten Abgrund“),
sehr praktisch und für die Betroffenen sofort wahrnehmbar.
München-Stadt und Stadtarchiv München
Moderation: Sarah Bergh, Kulturpädagogin
Dr. Jasmin Siri, Soziologin und Autorin („NSU-Terror: Ermittlungen am rechten Abgrund.“)
Heike Kleffner, Journalistin und Rechtsextremismusexpertin;
Veranstalter: Kulturreferat der Landeshauptstadt München und Münchner
Musik: Banana Fancy Free (u. a. „Laut gegen Brauntöne“)
Judith Porath, Opferberaterin; Barbara John, Ombudsfrau für die Hinterbliebenen
Stadtbibliothek update.jung & erwachsen
Veranstalter: Kulturreferat der Landeshauptstadt München und
der Opfer der NSU-Morde; Moderation: Ina Krauß, Bayern 2
Januar
Münchner Kammerspiele
Veranstalter: Fachstelle gegen Rechtsextremismus, Kulturreferat der Landes-
21:00 Uhr / Residenztheater, Marstall
Publikumsgespräch
„Alltag und Rassismus: Verfassungsschutz“
Die parlamentarischen Untersuchungsausschüsse von Bund und den
betroffenen Länder haben getagt und ihre Beschlussberichte vorgelegt. Was
sind die Ergebnisse? Welche Schlussfolgerungen ziehen Polizei und
Sonntag, 07.12.2014
11:00 Uhr / Münchner Kammerspiele
Matinee (Lesung und Autorengespräch)
Stefan Aust und Dirk Laabs: „Heimatschutz. Der Staat
und die Mordserie des NSU“
Anfang der 1990er wurden fast an jedem Wochenende irgendwo in
„Urteile“
Gestaltung: umwerk.de
Ein dokumentarisches Theaterprojekt von Christine Umpfenbach und
Montag, 15.12.2014 bis Freitag, 23.01.2015
Am Gasteig, 1. Stock, Rosenheimer Straße 5, 81667 München
(S-Bahn Rosenheimer Platz)
Ausstellung
Eine Stadt schaut hin: Wie steht es um Rassismus in
München?
Montag, 12.01.2015
„Schmerzliche Heimat“
„Elf Jahre durften wir nicht einmal reinen Gewissens Opfer sein“, sagt
Montag, 19.01.2015
Wie sollen wir mit Opfern rechtsextremer Gewalt
umgehen und was können spezialisierte Opferberatungsstellen leisten?
hauptstadt München und Münchner Stadtbibliothek update.jung & erwachsen
Donnerstag, 22.01.2015
Deutschland Anschläge auf Flüchtlingsheime verübt. Der Verfassungs-
„Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“
schutz sollte verhindern, dass diese Gewalt in organisierten rechten Terror
16.12.2014: Führung Nr. 1: 10:00-11:30 Uhr
umschlägt, und so begann der deutsche Inlandgeheimdienst systematisch,
16.12.2014: Führung Nr. 2: 13:00-14:30 Uhr
die militante rechte Szene zu unterwandern. Fast zwei Jahrzehnte lang
19.12.2014: Führung Nr. 1: 11:00-12:30 Uhr
hatten die Agenten geglaubt, alles im Griff zu haben. Warum hat man die
19.12.2014: Führung Nr. 2: 14:00-15:30 Uhr
rechten Terroristen nicht aufgehalten? Wer half ihnen? Die Autoren geben
07.01.2015: Führung Nr. 1: 11:00-12:30 Uhr
einen Einblick in den schmutzigen Kampf des Verfassungsschutzes gegen
07.01.2015: Führung Nr. 2: 14:00-15:30 Uhr
den rechten Terror. Es ist das Protokoll eines der größten Skandale der
Die Ausstellung wird durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München
deutschen Gesellschaft ist. Eine Studie der Ludwig-Maximilians-Universität
deutschen Nachkriegsgeschichte.
gezeigt. Es handelt sich um eine Ausstellung des Instituts für sozialwissenschaft-
Veranstalter: Münchner Kammerspiele in Kooperation mit der Fachstelle gegen
liche Forschung, Bildung und Beratung e.V., Nürnberg
Ausländern, Homosexuellen, Frauen, Behinderten oder Obdachlosen gibt.
Veranstalter: Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau
Kontext eine zentrale Aufgabe und es geht dabei um mehr als eine
Diese Studie und die neue „MItte-Studie“ der Friedrich-Ebert-Stiftung, die im
Kooperation: „!Nie wieder – Initiative Erinnerungstag im deutschen Fußball“
einfache Ablehnung von Rechtsextremismus. Nämlich um die Beschäfti-
Rechtsextremismus
Mit Ulrich Chaussy, BR-Journalist
19:00 Uhr / Residenztheater, Marstall
Theater
„ … und darüber ist kein Zweifel: Dieser Feind steht
rechts!“
Veranstalter „Offener Prozess“: Münchner Kammerspiele und Residenztheater,
Kooperation mit Bayern 2, Fachstelle gegen Rechtsextremismus, Süddeutsche
Zeitung und Süddeutsche Zeitung Magazin
Montag, 15.12.2014
19:00 Uhr / Münchner Stadtbibliothek, Am Gasteig, Ebene 1.1
Ausstellungseröffnung durch Oberbürgermeister Dieter Reiter
„Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“
19:00 Uhr / Münchner Stadtbibliothek, Am Gasteig, Ebene 1.1
Vortrag und Diskussion
Warum ist unsere Mitte der Gesellschaft anfällig für
rechtspopulistische Einstellungen?
20:00 Uhr / Fußballkneipe Stadion an der Schleißheimer Straße 82
Film und Gespräch über die Rechtsrock-Szene
„Blut muss fließen“
19:00 Uhr / Bibliothek des Literaturhauses, Salvatorplatz 1
Podiumsdiskussion
Mit versteckter Kamera drehte der Undercover-Journalist bei Neonazi-
Warum wir immer wieder darüber sprechen müssen
Geschichte erinnern – Zukunft gestalten?
Studien, u. a. der Friedrich-Ebert-Stiftung, weisen empirisch nach, dass
Konzerten. Ein Lied begegnete ihm dabei immer wieder: „Blut muss
Warum müssen wir erinnern? Warum kann man nicht aufhören über
rechtsextremes Denken kein Randproblem, sondern eines der Mitte der
fließen, knüppelhageldick, und wir scheißen auf die Freiheit dieser
bestimmte Themen immer wieder zu sprechen? Warum sind die
Judenrepublik“. Peter Ohlendorf veröffentlicht die Aufnahmen in seiner
Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und das Überprüfen der
belegt, dass es auch in allen Teilen der Münchner Gesellschaft Abwertung
Dokumenta­tion „Blut muss fließen“ (2012, 87 Minuten). Nach dem Film
Verfasstheit unserer Gesellschaft hinsichtlich ihrer grundlegenden Werte
oder Feindseligkeit gegenüber bestimmten Gruppen wie Muslimen, Juden,
gibt es ein Gespräch mit ihm.
von jeder Generation aufs Neue zu leisten? Erinnern übernimmt in diesem
Hochbrisant ist das Material, das Thomas Kuban zusammengetragen hat.
Herbst 2014 erscheint, werden vorgestellt. Wir fragen, warum die gesamte
gung mit den Entstehungsbedingungen und umgekehrt den Vorausset-
Gesellschaft und insbesondere auch ihre Mitte so anfällig für diese
zungen einer lebendigen Demokratie. Es bedeutet, die Vergangenheit zu
Einstellungen ist.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden sich auf www.kunstkulturrespekt.de
spiegeln und ihre Präsenz in der Gegenwart nicht nur wahrzunehmen,
sondern sich ihr auch aktiv zu stellen. Kann man tatsächlich aus der
Dipl. Soz. Werner Fröhlich, Soziologe, Ludwig-Maximilians-Universität;
Geschichte lernen? Diese Fragen wollen wir uns stellen.
Fachliche Einführung durch Birgit Mair, Institut für sozialwissenschaftliche
Dr. Ralf Melzer, Leiter des Projekts gegen Rechtsextremismus der Friedrich-Ebert-Stiftung;
Forschung, Bildung und Beratung e.V., Nürnberg
Moderation: Dr. Miriam Heigl, Leiterin der Fachstelle gegen Rechtsextremismus
www.nsuprozess.blogspot.de & www.nsuprozess.infona
Veranstalter: Kulturreferat der Landeshauptstadt München in Kooperation mit
Veranstalter: Kulturreferat der Landeshauptstadt München in Kooperation mit
zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische,
BR-Journalist; Dr. Angela Kühner, Sozialpsychologin; Moderation: Stefanie Hajak,
www.keupstrasse-ist-ueberall.de
Münchner Stadtbibliothek update.jung & erwachsen
dem BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Fachstelle gegen
antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung
Fachgebietsleitung Politik und Gesellschaft der Münchner Volkshochschule
Rechtsextremismus
getreten sind, sind von den Veranstaltungen ausgeschlossen.
Veranstalter: Kulturreferat der Landeshauptstadt München
Veranstalter: Münchner Bündnis gegen Naziterror und Rassismus, Initiative
‚Keupstraße ist überall‘
Azar Mortazavi
Für sämtliche Veranstaltungen gilt der folgende Einlassvorbehalt: Personen, die
rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene
Dr. Jörg Skriebeleit, Leiter der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg; Ulrich Chaussy,
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Seele and Geist
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