close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Behandlung mit europäischer Krankenversichertenkarte

EinbettenHerunterladen
GZA/PP 8048 Zürich
79. Jahrgang
Donnerstag, 30. Oktober 2014
Nr. 44
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Herausgeber: Lokalinfo AG, Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich Verlag Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72 www.lokalinfo.ch
Mädchenpowertag 2014 mit neuem Logo
Für den Mädchenpowertag
kann man sich noch bis
8. November anmelden.
Foto: Lena Schenkel
Äpfel und Birnen verglichen
Der gemeinsam durchgeführte Erntedank fand wieder Anklang: Quartierhof Wynegg und Botanischer Garten haben am Samstag mehrere hundert
Besucher begrüssen dürfen. Das Mostfest auf dem Hof und der Obstsortenmarkt im Botanischen Garten fanden grossen Zulauf. Dass dabei auch
Äpfel mit Birnen verglichen wurden, störte niemanden.
Seite 9
Der kantonale Mädchenpowertag
(Mäp) präsentiert sich in einem neuen Look. Das neue Logo ist das Siegerprojekt des Logowettbewerbs und
wurde von einem zwölfjährigen Mädchen aus dem Kanton Zürich gezeichnet. Das Organisationskomitee des
Mädchenpowertages ist davon begeistert. Es wirkt stark, mutig und
soll den Diskurs über das Frausein in
der heutigen Zeit (wieder) anregen.
Das OK ist gespannt, wie den
Mädchen das neue Logo gefällt, und
erhofft sich viele spannende und
lehrreiche Gespräche am nächsten
Mäp am 15. November im GZ Buchegg in Zürich. Der 15. Mädchenpowertag hält ein Angebot an Workshops
in den Bereichen Sport/Bewegung,
Das neue Mäp-Logo.
Foto: zvg.
Eventorganisation, Körper/Gesundheit sowie Kreativität/Kultur bereit.
Eingeladen sind Mädchen im Alter
von 11 bis 17 Jahren aus dem ganzen Kanton Zürich, die gerne Neues
ausprobieren, Kontakte knüpfen und
Spass haben wollen. Es ist ein Tag,
an dem die Mädchen vollkommen
unter sich sein können. Die Workshops werden durch ein Rahmenprogramm ergänzt, und am Abend gibt
es eine offene Bühne für alle. Am
Mädchenpowertag werden die Mädchen von vielen Jugendarbeiterinnen
betreut, die Kurse werden von Kursleiterinnen geführt, und der ganze
Tag ist für die Mädchen kostenlos.
Anmelden kann frau sich direkt auf
der Homepage www.meitlipower-zürich.ch. Anmeldeschluss ist am 8.
November. Weitere Infos sind auf der
Homepage auf Facebook unter «Meitlipower Züri» sowie direkt bei der
nächsten Jugendarbeitsstelle. (zn.)
Wetter ist gut für zarte Pflänzchen
Nachwuchs ist zartes Pflänzchen
Demokratie ist zartes Pflänzchen
In den vergangenen 100 Jahren hat sich im Raum Zürich die
Vegetationszeit für Pflanzen stetig erhöht. Das ist unter anderem gut für die Landwirtschaft. Wie stark dieser Trend ist,
und wie er zustande kommt, steht auf
Seite 5
Am 1. November startet die Eis-Saison auf dem grössten
Freilufteisfeld Europas, der Dolder-Eisbahn. Der Eislauf Club
Zürich sucht noch Mädchen, die Freude am Synchronlaufen
haben, denn am 6. Dezember ist schon Aufführung. Seite 7
Seite 1963 arbeiten europäische Politiker zusammen im Europarat, um Stabilität, Menschenrechte und Demokratie zu
stützen, aufzubauen und zu festigen. Die Zürcher Nationalrätin Doris Fiala (FDP) ist eine der Engagierten.
Seite 7
SINOQI
Chinesische
Medizin
Herr Dr. Q. Zhang
Oberarzt für TCM
in China
Von Krankenkassen
mit Zusatzversicherung anerkannt.
Nacken-/ Rückenschmerzen ?
Burnout? Schlafstörung?
Blasenleiden? Haut- und Haarprobleme?
Magenbeschwerden? . . . WIR HELFEN!
Kennenlern-Angebot:
Eine 45-minütige Probebehandlung mit
Akupunktur und Tui-Na-Massage
für nur Fr. 30.–.
SinoQi TCM Zentrum, Lintheschergasse 21
(zwischen Globus und Bahnhofplatz)
8001 Zürich, Tel. 044 210 22 22
Mehr Infos unter: www.sinoqi.ch
2
Stadt Zürich
Nr. 44
30. Oktober 2014
AKTUELL
Über 4000 Weine aus aller Welt
auf den zwölf Schiffen der Expovina
Der Besuch der 12 Schiffe
der Zürichseeflotte ist für
rund 70 000 Weinfreundinnen und Weinfreunde alljährlich ein fester Termin.
Dieses Jahr ankern die
Zürcher Weinschiffe von
Donnerstag, 30. Oktober,
Die Entertainer Stephen Triffitt, George Daniel Long und Mark Adams,
bis Donnerstag, 13. NovemFoto: zvg.
alias Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Dean Martin (v.l.).
ber, am Bürkliplatz.
Hommage an drei Musik-Legenden
«The Definitive Rat Pack»
lässt in der Maag Halle
den Swing der 60er Jahre
aufleben.
In den 60er Jahren traten sie im legendären Sands-Hotel in Las Vegas
auf: die Legenden Frank Sinatra,
Sammy Davis Jr. und Dean Martin.
Als «The Rat Pack» waren sie mit ihren furiosen Songs und den kabarettistischen Einlagen das Showmagnet
der Spielerstadt. In «The Definitive
Rat Pack» versammelt sich das legendäre Trio nochmals und wiederholt
das grandiose Konzert.
Die wohl weltbesten «Rat Pack»Nachfolger, die Entertainer Stephen
Triffitt, Mark Adams und George Daniel Long, lassen die 60er Jahre aufleben und sorgen mit swingvollen
Songs wie «Chicago», «Come fly with
me», «That’s Amore», «New York»
ANZEIGEN
Promotion
Lokalinfo-Leserinnen und -Leser
erhalten 20 Prozent Rabatt auf eine «Rat Pack»-Vorstellung nach
Wahl. Buchen Sie online unter
www.theratpack.ch/angebot
mit
dem Promocode LOKAL14TRP
oder über die Hotline 0900 101
102 (Fr. 1.19/Min. ab Festnetz),
Stichwort «Lokalinfo». Der Rabatt
gilt für folgende Vorstellungen:
Di–Do 19.30 Uhr, So 17 Uhr. Der
Rabatt ist nicht kumulierbar und
gilt für höchstens sechs Tickets.
für einen unvergesslichen Abend.
Das Trio wird begleitet von einer
neunköpfigen Big Band und drei Sängerinnen. (pd./mai.)
15. bis 30. November, jeweils Di–Sa 19.30
Uhr, So 17 Uhr (Mi, 18. Nov., spielfrei).
Maag Halle, Hardstr. 219, 8005 Zürich.
An der 61. Expovina – der grössten
Publikumsweinmesse Europas – werden an 170 Ständen Weine aus allen
wichtigen Anbauregionen der Welt
zur Degustation angeboten. Mit einer
Vielfalt an Weintypen und Weinländern versammelt sich hier fast die
ganze Weinwelt, in deren Mittelpunkt
jedoch der Schweizer Wein steht.
Weininteressierte haben Gelegenheit,
in- und ausländische Weine nebeneinander zu degustieren und zu vergleichen. Was mit Internet und ECommerce nicht möglich ist, kann an
Bord der Schiffe erfahren werden:
Prüfen und Geniessen mit Augen, Nase, Zunge und Gaumen. Das kompetente Fachpersonal an den Ständen
unterstützt bei der Orientierung
durch die Vielfalt von Traubensorten
und Weinstilen, gibt wertvolle Tipps
bei der Suche nach dem Lieblingswein oder bei der Entdeckung von
neuen Weinen.
Unter dem Patronat der Zeitschrift «Marmite» werden am 6. November, auf dem Schiff «Rosenstadt»
An der diesjährigen Expovina gibt es auch Südtiroler Weine.
Südtiroler Spezialitäten mit passenden Südtiroler Weinen angeboten.
Gäste können an diesem Tag zwischen einem besonderen Menu oder
À-la-carte-Gerichten auswählen. Expovina-Besucher kommen zudem in
den Genuss eines speziellen Südtiroler Rezeptbüchleins, das «Marmite»
zu diesem Anlass herausgibt.
Weineventlounge
Im Zelt des Weinforums wird wiederum ein abwechslungsreiches Programm geboten. Seminare, Work-
Foto: zvg.
shops, exklusive Degustationen oder
Begegnungen mit Weinproduzenten
stehen auf dem Programm. Ziel des
Weinforums ist es, Interessierten
mehr Wissen über den Wein und den
Umgang mit Wein zu vermitteln. (pd.)
Expovina: 12 Schiffe am Zürcher Bürkliplatz. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag:
13 bis 21 Uhr (Kassaschluss 20.30 Uhr),
Sonntag: 11 bis 19 Uhr (Kassaschluss
18.30 Uhr). Restaurants: 11.30 bis 24 Uhr
(Sonntag 11 bis 21 Uhr). Montag bis Freitag von 11.30 bis 12.30 Uhr ist der Zutritt
frei. Eintrittspreis, inkl. Katalog: Fr. 25.–,
Zutritt ab 16 Jahren. www.expovina.ch.
Züriberg
AKTUELL
Nr. 44
30. Oktober 2014
3
AUF
EIN WORT
IN KÜRZE
Regionalpolizei
Die Kantonspolizei hat die Regionalpolizei neu gegliedert. Deren
bisher grösste Abteilung für die
Region Winterthur/Unterland ist
neu in zwei gleich grosse Abteilungen aufgeteilt. Die Regionalpolizei interveniert in verkehrs-, sicherheits- und kriminalpolizeilichen Belangen meistens als Erste
am Einsatzort. Durch die Aufteilung entstehen vier ähnlich grosse Regionalabteilungen mit einem
praktisch identischen Aufgabengebiet.
Elke Baumann
Seit unserer Kindheit ist uns die
Geschichte des Apfels bekannt.
Sie beginnt 1. Moses 3,1-24. Hätte
Eva nicht den arglosen Adam zum
Biss in einen saftigen Apfel verführt, wir lebten noch heute im
Garten Edens. Kein Stress, keine
Hektik, zwar ohne Handy, E-Mail
und Facebook, aber auch ohne
fiese Chefs und böse Nachbarn.
An dieser Versuchung hat die
Menschheit schwer zu tragen. Wir
sind dem Apfel nachgegangen
Verhaftung
Cherchez la femme
Am 23. Oktober verhaftete die
Stadtpolizei Zürich im Kreis 6 einen mutmasslichen Drogendealer
und stellte rund ein Kilogramm
Heroin sicher. Betäubungsmittelfahnder beobachteten im Kreis 6
zwei Drogenübergaben. Bei einer
anschliessenden
Hausdurchsuchung im Kreis 12 stiessen die
Polizisten auf das Heroin.
FDP-Vorstösse
Die FDP hat mehrere Vorstösse
zum Budget der Stadt eingereicht. Die städtischen Lohnkosten und die Aufwendungen für
Dienstleistungen Dritter will sie
um je 100 Millionen Franken reduzieren. Sie befragt ausserdem
den Stadtrat zum Sparpotenzial
bei Raumkosten der Verwaltung,
beim Gleichstellungsbüro und
dem Theater am Neumarkt.
Foto: zvg.
«Zurich by Night» – Stadt bietet kostenlose
Führungen durchs nächtliche Zürich
Der Plan Lumière verleiht Zürich ein schillerndes
nächtliches Gesicht und stärkt die Einzigartigkeit der
Stadt. Er verbessert nicht nur die Orientierung, sondern erhöht durch entsprechende Gestaltung auch
das Wohlbefinden und das Sicherheitsgefühl. Der
Rundgang zeigt unterschiedliche Beleuchtungsszenarien. Die Führung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Stadterneuerung erleben – Führungen
durch Zürichs Entwicklungsgebiete» statt. Die öffent-
Babini tritt zurück
Mario Babini hat seinen sofortigen Austritt aus der SVP der
Stadt Zürich erklärt. Damit
kommt der Zürcher Gemeinderat
einem Parteiausschlussverfahren
zuvor. Die SVP-Fraktion hatte
einstimmig beschlossen, Babini
aus der Fraktion auszuschliessen.
Gegen den 57-jährigen Parlamentarier läuft ein Verfahren wegen
Drohung und Hausfriedensbruch.
Neuer ZSG-Direktor
Der Verwaltungsrat der Zürichsee Schifffahrtsgesellschaft (ZSG)
hat einen neuen Direktor gewählt. Per 1. Mai 2015 übernimmt Roman Knecht die operative Leitung des Unternehmens.
Der neue Chef der ZSG leitet seit
2010 die strategische und operative Entwicklung bei der SBB.
Neue Verlegerin
SP-Gemeinderätin Min Li Marti
tritt die Nachfolge von Koni Loepfe als Verlegerin des Parteiblatts
«P.S.» an. Bereits arbeitet sie an
einem Relaunch der 15 Jahre alten Parteizeitung.
Kunstschmuggel?
«Dolder
Grand»-Eigner
Urs
Schwarzenbach
musste
eine
Hausdurchsuchung wegen des
Verdachts auf Kunstschmuggel
über sich ergehen lassen. Der
Zoll untersucht, ob Schwarzenbach wiederholt Kunst ohne zu
verzollen in die Schweiz eingeführt hat. Schwarzenbach wehrt
sich gegen diese Vorwürfe.
lichen Rundgänge sind kostenlos und werden bei jedem Wetter durchgeführt. Eine Anmeldung ist nur für
Gruppen ab zwölf Personen notwendig. Führung
«Plan Lumière» am Dienstag, 4. November, 17.30 bis
19.30 Uhr Treffpunkt: Bahnhofbrücke, vor Eingang
Coop. Wer den Termin am 4. November aus irgendeinem Grund verpasst, kann sich noch den Donnerstag,
20. November, vormerken. Dann findet die vorläufig
letzte Führung der Reihe statt. (zb.)
AUS DEM GEMEINDERAT
Zürcher Stadtspitäler:
Die Struktur folgt auf die Strategie
Stellen Sie sich vor, Sie müssen ins
Spital und alles ist anonym und kompliziert. Das möchten wohl die wenigsten von uns. Das will auch die
Zürcher Stadtbevölkerung nicht.
Sie hat sich daher vor Jahren dafür entschieden, dass sie sich die beiden überschaubaren Stadtspitäler
Waid und Triemli leisten will, die
von der öffentlichen Hand gesteuert
werden. Spitäler, in denen sich die
Patientinnen und Patienten gut aufgehoben fühlen. Spitäler, die dank
guten Anstellungs- und Arbeitsbedingungen qualifiziertes Personal finden, das mit Commitment arbeitet.
Spitäler, in denen Effizienz, Finanzierbarkeit und Flexibilität grossgeschrieben werden. Ergo keine Investitionsobjekte, die «ghaue oder gstoche» möglichst viel Gewinn abwerfen
sollen.
Die Spital-Diskussion flammt immer wieder mal auf. Was sollen die
Spitäler können und bieten? Mit welcher Grösse sind sie überlebensfähig? Sind sie für die Stadt ein (finanzielles) Risiko? Ist eine Ausgliederung angesagt? Oder eine Fusion?
Möglicherweise gleich auch noch mit
dem Unispital Zürich? Eine spannende Diskussion. So auch in der Gemeinderatssitzung von letzter Woche. FDP und CVP hatten je eine Motion zum Thema Ausgliederung bzw.
Fusion eingereicht.
Je nach Blickwinkel – Sicherstellen des Service public, spielender
Wettbewerb, soziale Gerechtigkeit,
Effizienz, Qualität, Anstellungsbedingungen für das Personal – kommen
«Die medizinische
Grundversorgung ist
eine zentrale Aufgabe
der öffentlichen Hand,
im konkreten Fall
der Stadt»
Mann und Frau zu einem anderen
Schluss.
Fact ist: Die medizinische Grundversorgung ist eine zentrale Aufgabe
der öffentlichen Hand, im konkreten
Fall der Stadt.
Fact ist auch: Die Zürcher Stadtspitäler sind gut aufgestellt. Zusammen mit den Pflegezentren und dem
städtischen Gesundheitsdienst bilden
sie unter dem gemeinsamen Dach des
Gesundheits- und Umweltdepartements ein integriertes Gesundheitsversorgungsnetz, das seinesgleichen
sucht. Hinzu kommen eine koordi-
nierte Planung mit dem Kanton und
verschiedene Kooperationen mit anderen Institutionen, wie etwa dem
Unispital Zürich, mit dem Ziel, Synergien zu nutzen und Effizienzpotenziale auszuschöpfen. Gleichzeitig bleiben
die Spitäler selbstständig und können
auf Veränderungen reagieren. Was ist
nun aber mit dem Wettbewerb, der ja
normalerweise tiefere Kosten verspricht? Dieser Mechanismus spielt
eben gerade nicht mit der vorgeschlagenen Fusion, denn dann gäbe es
noch genau ein einziges grosses Spital
und somit keinen Wettbewerb mehr.
Die Diskussion erübrigt sich also.
Die heutige Situation in der Stadt
lässt keine akute Notwendigkeit einer
Veränderung erkennen. Dennoch
stellt sich der Stadtrat den Herausforderungen, die da kommen: Er erarbeitet zurzeit eine «Spitälerstrategie».
Liegt diese erst einmal vor, kann auch
die geeignete Rechtsform diskutiert
werden. Ganz nach dem Motto
«structure follows strategy» (Struktur
folgt Strategie).
Übrigens wurden beide Vorstösse
am Mittwoch abgelehnt: derjenige der
FDP mit 60 Ja- zu 60 Nein-Stimmen
mit dem Stichentscheid der Präsidentin für das Nein, und derjenige der
CVP mit 46 Ja- zu 70 Nein-Stimmen.
Helen Glaser,
Gemeinderätin SP 7+8
In der Rubrik «Aus dem Gemeinderat»
schreiben Volksvertreter aus den Kreisen
7 und 8 wöchentlich einen Beitrag. Alle im
Stadtparlament vertretenen Parteien dieses Wahlkreises bekommen hierzu regelmässig Gelegenheit.
und haben recherchiert, wo in der
Geschichte diese köstliche Frucht
überall zu finden ist – und sind
fündig geworden (siehe auch Beitrag auf Seite 9).
Das Mittelalter besingt die
Schönheit einer jungen Frau als
«schlank, schmale Taille und kleine Brüstchen als wie ‹zwei epfelin›, seidiges Haar und ein
schwellendes
Kussmündchen!»
Der verführerische Apfel wurde
Sinnbild für Schönheit, Liebe, Jugendkraft und Macht. Und weil
ein Apfel das geniale Haupt Isaac
Newtons traf, brachte ihn das auf
die Idee mit dem Gravitationsgesetz. So gesehen war Evas sündige Tat vielleicht sündig, aber gar
nicht so übel.
In der Geschichte und den
Märchen taucht immer wieder
der Apfel auf. Die böse Stiefmutter reicht Schneewittchen einen
vergifteten Apfel, der smarte Paris
zettelt durch seinen Griff in den
Apfelkorb den Trojanischen Krieg
an und Wilhelm Tell ging mit seinem treffsicheren Apfelschuss in
die Schulbücher ein. Wir kennen
die Sprüche: «Der Apfel fällt nicht
weit vom Stamm», «Beiss nicht
gleich in jeden Apfel, er könnte
sauer sein», «Verbotene Äpfel
sind süss», «An apple a day keeps
the doctor away!»
Es gibt den Reichsapfel, Augapfel, Erdapfel, Liebesapfel, Zankapfel,
Pferdeapfel
und
den
Adamsapfel. Letzterer soll sich
übrigens bei Adam gebildet haben, nachdem ihm der Apfelschnitz der verbotenen Frucht im
Hals stecken geblieben war. Seitdem sind alle Männer mit diesem
Mal gezeichnet!
Ach ja, und noch was. Im Paradies soll gar kein Apfelbaum gestanden haben, sondern ein Feigenbaum. Das würde heissen, wir
müssten nochmals über die Bücher.
Heilsarmee konzertiert
in Kirche St. Peter
Die Heilsarmee ist auch eine grosse
internationale Musikbewegung. Am
Sonntag, 9. November, um 15.30 Uhr
treten verschiedene Formationen in
der reformierten Kirche St. Peter in
Zürich auf (Eintritt frei). Die rund 70
Mitwirkenden des Musikkorps, des
Frauenchors und der Gemischte Chor
der Heilsarmee Zürich Zentral tragen
geistliche Musik vor, die um das Thema «Licht und Schatten» kreist. Die
breite Palette meditativer und fröhlicher Musikstücke und Lieder soll zeigen, wie hochstehend das Schaffen
der Heilsarmee-Komponisten in der
ganzen Welt ist. (zb.)
4
Stadt Zürich
Nr. 44
30. Oktober 2014
AKTUELL
Macht Friedhof leblos?
Billard-Schüeli: Meistens gewinnen die Mädchen
In vier Vorrunden können
sich Schüler der 2. bis 8.
Klasse in Albisrieden und
Oerlikon für den Final der
Billard-Schüeli qualifizieren.
Thomas Hoffmann
Allen 24 Schülerinnen und Schülern,
die es in den Final schaffen, winken
tolle Preise. Nebst einer Medaille gab
es letztes Jahr beispielsweise einen
Fussball, Billard-Queues, einen ferngesteuerten Helikopter … Insgesamt
liegen Preise für 2000 bis 2500 Franken auf dem Gabentisch.
«Je mehr Vorrunden man besucht, desto grösser ist die Chance, in
den Final zu kommen», verrät André
Keiser, «da die Punkte aus allen Vorrunden zusammengezählt werden.»
Sie finden am Mittwoch, 5. und 12.,
sowie Samstag, 8. und 15. November,
ab 14 Uhr statt: in Albisrieden in der
An der Billard-Schüeli können alle 2.- bis 8.-Klässer aus der Stadt Zürich teilnehmen.
Billardsporthalle Restaurant Ey, in
Oerlikon im Billard Golden 8. Anmelden kann man sich telefonisch oder
per Mail (siehe Inserat unten auf der
Seite), die Teilnahme ist gratis. «Es
ist auch möglich, am Turniertag vorbeizukommen», sagt Keiser, meist
habe es noch freie Plätze.
Der Billard Club Altstetten Albisrieden führt den Anlass für Schüler
der Stadt Zürich seit 1991 durch. Die
Teilnehmerzahl hat sich bei rund 150
eingependelt, erzählt Keiser. Einen
Boom gab es Anfang der 90er Jahre,
nachdem im Kino der Billardfilm
«The Color of Money» gelaufen war,
da kamen über 400 Schülerinnen
und Schüler.
«Mehrheitlich nehmen an der Billard-Schüeli Jungs teil», weiss Präsi-
Fotos: zvg.
dent André Keiser, «aber meistens
gewinnen Mädchen, sie überlegen
mehr und können sich besser konzentrieren.» Da es nicht auf die Kraft
ankommt, treten Knaben und Mädchen, 2.- und 8.-Klässler, in der gleichen Kategorie an. Für den Sieger
oder die Siegerin gibt es übrigens zusätzlich einen Wanderpokal. Der Final findet am 22. November statt.
GEWERBEVERBAND STADT ZÜRICH
Lückenlose Betreuung
für Kampfsäufer
Also, wo könnte man noch Geld ausgeben? Wer ist staatlich unterstützungswürdig und sollte subventioANZEIGEN
niert werden? Genau: die Komasäufer, auch Kampfsäufer genannt. Die
Komasäufer sind vor allem am Wochenende aktiv und kommen vorzugsweise aus den Nachbargemeinden. Wenn sie sich selber oder andere gefährden, werden sie zusammengelesen und in der Ausnüchterungsstelle (ZAS), im Volksmund auch Hotel Suff genannt, so weit instand gestellt, dass sie nicht in ihrem eigenen
Erbrochenen erwachen müssen.
Eine «Behandlung» kostet 950
Franken. Zu viel, finden SP und Grüne. Sie schlagen vor, dass die ZAS
neu ZAB heissen soll: Zürcher Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle.
Die ZAB soll ihren «Klientinnen»
deutlich mehr bieten als bisher: Der
Dienst soll seine medizinischen Leistungen ausbauen, jede Nacht offen
sein (tagsüber Pikett) und auch abklären, ob die «Klientinnen» fürsorgerisch untergebracht werden müssen. Dafür werden die Preise ge-
senkt, von 950 Franken auf 450 bis
600 Franken, je nach Aufenthaltsdauer. 75 Prozent der Kosten bleiben
beim Steuerzahler hängen, obwohl
nur 40 Prozent der Komasäufer ihren
Wohnsitz in der Stadt haben, 60 Prozent sind Komasäufer-Touristen.
Verdoppelung der Parkgebühren
Auch dieses Geld muss irgendwo herkommen. Also greift man in die alte
Trickkiste der Gebührenerhöhungen.
Wieder einmal trifft es die Autofahrer. Der Stadtrat will die Gebühren
für Parkplätze verdoppeln. Ein Parkplatz mit ein paar weissen Linien soll
nun so viel kosten wie einer in einem
gut ausgebauten Parkhaus.
Das Zauberwort heisst «gesteigerter Gemeingebrauch». Aber bei diesen Gebühren kann von Kostendeckung schon lange nicht mehr die Rede sein. Die Autofahrer sind Milchkühe. Das ist doch eine verkehrte Welt.
Konsumenten werden mit allen Mit-
1. November 19 Uhr Stadthaus, Stadthausquai 17.
«Nacht-Stadt»:
Von Nachtschichten
und Nachtschwärmereien
Ausgabefreudige Stadt Zürich
Die Politik ist ein seltsames Ding. Wo
unsereiner überlegt, wo man weniger
Geld ausgeben könnte, praktiziert die
Politik das Gegenteil und stellt sich
ständig die Frage: «Wo dörf’s dänn
es bitzeli meh sii?»Und wir, die Bevölkerung, machen der Verwaltung
das Geld ausgeben einfach, denn wir
wollen immer mehr, unsere Stadt soll
immer schöner und immer sicherer
werden. So vorsichtig wir mit dem eigenen Portemonnaie sind, so freizügig sind wir mit dem Gemeinschaftstopf. Unser Gemeinderat weiss das
und beschliesst eine Ausgabe nach
der andern. Mit 8 Milliarden im Jahr
kommt unsere Stadt nicht mehr
durch und schreibt zum zweiten Mal
hintereinander ein Defizit.
Was für Bilder lösen Friedhöfe aus?
Was für Erwartungen hat die Bevölkerung an diese Anlagen? Welche
Aktivitäten, jenseits von Bestatten
und Trauern, sollen hier Platz haben? Was bewegt Menschen zu einer
Beisetzung ausserhalb des Friedhofs?
Am 1. November findet im Stadthaus
ein Podium zum Thema «Macht
Friedhof leblos?» statt. Es diskutieren: Christoph Sigrist, Pfarrer am
Grossmünster Zürich, Patrick Gmür,
Direktor Amt für Städtebau Zürich,
Andreas Vogel, Rektor der F+F Schule für Kunst und Mediendesign, Beat
Rölli, Geschäftsleiter von «Die letzte
Ruhe», Christine Süssmann, Leiterin
Kultur und Kommunikation Friedhof
Forum. Für die musikalische Umrahmung sorgt Emanuel Reiter, Singer
und Songwriter. Begrüsst werden die
Anwesenden von Raquel Delgado,
Leiterin Grabmalkultur Friedhof Forum. Der Eintritt ist frei. (pd./pm.)
Nicole Barandun.
Foto: zvg.
teln vergrault, und gleichzeitig werden diejenigen gehätschelt, die sich
daneben benehmen. Diese Politik ist
für normale Bürgerinnen und Bürger
manchmal wirklich nicht nachvollNicole Barandun-Gross,
ziehbar.
Präsidentin
Gewerbeverband der Stadt Zürich
Die Ausstellung «Nacht Stadt» im
Stadthaus gibt bis 7. März Einblicke
in die Stadt bei Nacht. Porträts, Filmdokumente und Soundinstallationen
in der Ausstellung und ein vielfältiges
Begleitprogramm mit Betriebsbesichtigungen und Stadtführungen beleuchten die Realitäten der heutigen
24-Stunden-Gesellschaft.
Zürich hat sich mit seinem Nachtleben zwischen Kulturszene, Clubs
und Bars als Anziehungspunkt für
ein Publikum aus der Schweiz und
dem süddeutschen Raum etabliert.
An Wochenenden gehen bis zu
100 000 Menschen in Zürich aus. Das
Nachtleben ist zu einem Wirtschaftsund
Tourismusfaktor
geworden.
«Nacht Stadt» untersucht als eine
Momentaufnahme verschiedene Aspekte vom Leben in der nächtlichen
Stadt. (pd./pm.)
«Nacht Stadt», bis 7. März 2015, Stadthaus, Stadthausquai 17.
Züriberg
AKTUELL
Nr. 44
30. Oktober 2014
5
Der warme Herbst verlängert die Vegetationsperiode
Spätsommer anstatt Herbst.
Der lange Zeit milde Herbst
reiht sich perfekt in das bisher viel zu warme Jahr
2014 ein. Dass genau der
Sommer zu kühl war, ist typisch für ein warm-gemässigtes Wetterjahr mit langer
Vegetationsperiode.
Silvan Rosser
Erst mit dem Vorstoss arktischer
Kaltluft in der Nacht auf den 22. Oktober und dem ersten Schnee in den
Bergen ist der Herbst in der Schweiz
doch noch angekommen. Vorher dominierte spätsommerlich warme und
häufig auch freundliche Witterung
den meteorologischen Herbst, welcher bereits am 1. September begann. Die Blattverfärbung war allgemein verspätet. Nur in den Bergen
sorgten die kalten Nächte für traumhafte Herbstfarben in der Flora. Im
Flachland waren die Nächte so mild,
dass sich die Blätter bis weit in den
Oktober
kaum
verfärbten.
Die
schönsten Blattfarben in Gelb und
Rot entstehen nämlich nur in sehr
kalten Herbstnächten.
Bis zu seinem 21. Tag war der
Oktober mit einer durchschnittlichen
Temperatur von 14,2 Grad auf dem
Zürichberg so warm wie kein anderer in der Messreihe seit 1864, wie
aus Daten von MeteoSchweiz hervorgeht. Die deutlich kühleren Tage im
letzten Monatsdrittel werden diesen
Wert jedoch noch nach unten drücken. Nichtsdestotrotz dürfte dieser
Oktober als einer der wärmsten in
die Geschichte eingehen. Die bisher
wärmsten Oktober in Zürich liegen
allesamt noch nicht allzu weit zurück:
In Zürich war der Oktober im Jahr
2001 13,1 Grad warm. Knapp dahinter liegen die Oktober der Jahre 2006
und 1995 mit je 12,7 Grad. Wo sich
der diesjährige Oktober auf dem Podest einreiht, ist erst am Monatsende
bekannt.
Geringer Jahresgang
Der diesjährige Altweibersommer
und der goldene Oktober entschädigen zumindest teilweise für den trüben und kühlen Hochsommer. Der
eher kühle Sommer passt denn eigentlich auch kaum in das Witterungsjahr 2014, welches ausser im
In den letzten 100 Jahren hat sich die Vegetationsperiode um gut 30 Tage verlängert. Auch 2014 war die Vegetationsperiode lang.
Juli und August bisher mit einer rekordverdächtigen Wärme und viel
Sonnenschein auftrumpft. Angeheizt
durch den warmen Winter und Frühling war das erste Halbjahr 2014 das
zweitwärmste in der Messreihe.
Nach der «Wärmeauszeit» im
Hochsommer geht es jetzt im Herbst
in ähnlichem Stil weiter. Das vorherrschende Muster «milder Winter, kühler Sommer» deutet auf eine vorwiegend zonale Strömung, welche
feucht-milde Atlantikluft in den Alpenraum transportiert und so den
Jahresgang der Temperatur in der
Schweiz dämpft. Die Witterung ist somit über das Jahr gesehen gemässigt
und zeigt keine extremen Gegensätze. Anders sieht es in Jahren mit
kontinentalem Einfluss aus, welche
durch das Muster «kalter Winter,
heisser Sommer» geprägt sind.
Der Jahresgang der Temperatur
zeigt grosse Gegensätze, da der ausgleichende Einfluss des Atlantiks unterbunden bleibt. Die Witterung wird
in solchen Jahren durch eine meridionale Strömung charakterisiert. Eine
einfache Kenngrösse für die erwähnten Muster ist die Differenz der Sommer- und Wintertemperatur. Wenn in
Zürich wie in diesem Jahr der Winter
mild und der Sommer kühl war, ist
diese Differenz klein. Entsprechend
wird die Differenz bei einem kalten
Winter und einem darauf folgenden
heissen Sommer gross. Dieses Jahr
war der Sommer 14,3 Grad wärmer
als der Winter. Zum Vergleich: Im
Durchschnitt seit 1864 waren die
Sommer rund 17 Grad wärmer als
die Winter. Letztmals geringer war
die Sommer/Winter-Differenz im
Jahr 2007 mit nur 13,3 Grad. Der
Winter war damals noch milder und
der Sommer noch etwas kühler.
Die kleinste Differenz seit 1864
kommt allerdings aus dem Jahr
1916, als der Sommer mit durchschnittlich 15,1 Grad nur 12 Grad
wärmer war als der vorangegangene
Winter. Die grösste Sommer/WinterDifferenz wurde in Zürich übrigens
im Jahr 1947 beobachtet. Das Jahr
war dementsprechend kontinental
mit grossen Temperaturgegensätzen.
Der Sommer war damals mit 19,1
Grad sehr warm und knapp 22 Grad
wärmer als der vorangegangene
Winter, welcher mit – 2,6 Grad sehr
kalt ausfiel. Letztmals kontinental
war ein Wetterjahr in Zürich im Jahr
2003, als auf einen kalten Winter (0,6
Grad) der Hitzesommer (21,6 Grad)
folgte und die Sommer/Winter-Differenz 21 Grad betrug. Die langjährige
Entwicklung zeigt, dass sich die Sommer/Winter-Temperaturdifferenz in
Zürich seit 1864 signifikant verringert hat. Der Jahresgang der Temperatur wurde also kleiner, die Jahreswitterung ausgeglichener. Der Grund
dafür könnte in der Häufung zonaler
Wetterlagen (Westwind) liegen.
Lange Vegetationsperiode
Gemässigte Jahre mit einer geringeren Sommer/Winter-Temperaturdifferenz bringen häufig lange Vegetationsperioden. Die Vegetationsperiode eines Jahres startet, sobald die
Tagesmitteltemperatur an fünf Tagen
hintereinander mehr als 5 Grad erreicht und endet, sobald zum ersten
Publireportage
Langfinger müssen draussen bleiben
Diebe machen sich die frühe Dämmerung zunutze. Einfache Massnahmen
helfen, Langfingern den Riegel zu
schieben. Mit der Umstellung auf die
Winterzeit nehmen die Dämmerungseinbrüche wieder zu. Diebe nutzen
die frühe Finsternis, um im Schutz
der Dunkelheit in Häuser und Wohnungen einzudringen. Oft gehen sie
den Weg des geringsten Widerstands:
Gekippte Fenster und Türen sowie
leicht erreichbare und dunkle Wohnungen ziehen Langfinger regelrecht
an. Mit einfachen Mitteln lässt sich
das Einbruchsrisiko verringern. Insbesondere Licht schreckt Diebe ab.
Im Oktober dämmert es meist schon
um 17 Uhr. Dann sind viele noch auf
dem Weg nach Hause. Mit automatischen Zeitschaltuhren kann man kostengünstig Anwesenheit signalisieren.
Lampen mit Bewegungsmelder tragen
ebenfalls zur Sicherheit bei.
Vorsicht ist nicht nur am Abend
geboten – viele Einbrüche passieren
tagsüber. Richtiges Verhalten ist
wichtig. Fenster und Türen immer
Mal (nach dem 1. Juli) die Tagesmitteltemperatur an fünf Tagen hintereinander unter 5 Grad liegt.
Im langjährigen Mittel seit 1864
dauert die Vegetationsperiode in Zürich 230 Tage, wobei in den letzten
Jahren eine deutliche Verlängerung
beobachtet werden konnte. So ist
heutzutage eine Vegetationsperiode
von mehr als 250 Tagen keine Seltenheit.
Am längsten dauerte die Vegetationsperiode mit 304 Tagen bisher im
Jahr 1988. Auch im Jahr 2004 und
2007 war die Vegetationsperiode mit
280 und 289 Tagen sehr lange. 2014
liegt sie zurzeit bei 237 Tagen. Je
nachdem wie sich November und Dezember gestalten, verlängert sie sich
noch auf 260 bis 270 Tage, sodass
auch dieses Jahr wohl eine sehr lange Vegetationsperiode zu beobachten
sein wird. Gemäss CH2014-ImpactsInitiative dürfte sich die Vegetationsperiode in Zürich im Zuge der globalen Erwärmung bis Ende Jahrhundert auf 300 Tage (Mitte Februar bis
Mitte Dezember) verlängern.
ANZEIGEN
VERSICHERUNGSTIPP
ganz schliessen, wenn man das Haus
verlässt. Achten Sie bei längerer Abwesenheit darauf, dass der Briefkasten regelmässig
geleert
wird.
Auch
bauliche
Massnahmen
helfen, die «ungebetenen Gäste»
fernzuhalten. Etwa Türen mit
MehrpunktverJ. Zurkirchen.
schlüssen
und
einbruchsichere Rollläden. Türen zu
abgelegenen Sitzplätzen können mit
einem Beschlag verstärkt werden, der
im Boden und in der Decke verankert
ist. Vor Einbrüchen ist man nie hundertprozentig sicher. Auch wenn der
emotionale Wert eines entwendeten
Gegenstandes unwiederbringlich ist –
der finanzielle Schaden lässt sich zumindest versichern. Josef Zurkirchen
Zurich Generalagentur Josef Zurkirchen,
Bellerivestr. 20 8008 Zürich, Tel. 044 387
73 73, www.zurich.ch/zurkirchen. Mail:
josef.zurkirchen@zurich.ch.
Die Kantonsratskandidierenden Sylvie Fee Matter, Mathias Egloff, Jonas
Steiner, Werner Beerle, Ursula Näf, Benedikt Gschwind, Andrea HochreuFoto: zvg.
tener, Marcella Ressegatti, Esther Straub (von links).
SP 6 und 10 haben nominiert
An einer gemeinsamen Mitgliederversammlung haben die SP Sektionen
Zürich 6 und Zürich 10 die Liste mit
den Kandidierenden für die Kantonsratswahlen vom 12. April 2015 beschlossen. Die SP ist im Wahlkreis
Zürich 6 und 10 mit bisher drei Sitzen die wählerstärkste Partei.
Der Wahlvorschlag wird vom bisherigen
Kantonsrat
Benedikt
Gschwind angeführt. Auf Platz 2 kandidiert Sylvie Fee Matter, die Mitte
November für die zurücktretende
Monika Spring in den Kantonsrat
nachrücken wird. Auf Platz 3 kandidiert Gemeinderätin Esther Straub.
Auf den folgenden Positionen folgen
die Heilpädagogin Andrea Hochreutener, Ursula Näf, die Vizepräsidentin
der JUSO Schweiz, und der Gewässerbiologe Mathias Egloff. Die bisherige Kantonsrätin Erika Ziltener verzichtet auf eine Wiederwahl. Die fünf
Frauen und vier Männer aus Oberstrass, Unterstrass, Wipkingen und
Höngg wollen sich im Kantonsparlament für einen offenen und solidarischen Kanton Zürich einsetzen. (e.)
Grafik: ros.
Züriberg
AKTUELL
Nr. 44
30. Oktober 2014
7
Die Saison auf der Dolder-Eisbahn startet
Ab 1. November können auf
der Dolder-Eisbahn wieder
nach Herzenslust Kurven
auf Kufen gedreht werden.
Der Eislaufclub Zürich sucht
noch Mädchen für sein
Synchronlauf-Team.
Die 1930 erbaute Dolder Kunsteisbahn am oberen Zürichberg ist mit
6000 Quadratmetern bis heute die
grösste offene Kunsteisfläche Europas. Von den zahlreichen Möglichkeiten, sich dort individuell oder im
Club organisiert auf und um das Eis
herum zu beschäftigen, konnten sich
die benachbarten Fluntermer Anfang
Jahr beim fröhlichen Familienplausch «Fluntern on Ice» des Quartiervereins überzeugen.
Eislaufen,
Eisstockschiessen,
Schneeskulpturenbau und Betriebsführung «Backstage on Ice» luden
zum Schauen und Ausprobieren ein.
Einstimmiges Highlight des Abends
aber waren die Präsentationen der
Synchron-Läuferinnen vom Eislauf
Club Zürich. Die im Team «Starlight
Novice A» laufenden 10- und 14-jährigen Mädchen, viele davon aus dem
Quartier, präsentierten ihr Programm
für die bevorstehenden Schweizermeisterschaften als finales Wettkampftraining (sie holten tags darauf
Zusammen auf der Dolder-Eisbahn synchron Runden drehen? Beim Eislauf Club Zürich ist das in mehreren Teams möglich.
den Vizemeistertitel) und gestalteten
mit einer bunten Schar von Quartier-Läuferinnen und -Läufern unter
sachkundiger Anleitung der Trainerin Sibylle Huber ad hoc einige Gruppenfiguren.
Auftritt am 6. Dezember
Aus technischen Gründen startete die
Dolder Eisbahn-Saison dieses Jahr
erst am 1. November. Dass der tradi-
tionelle, begehrte Schnupperkurs im
Synchron-Laufen deshalb erstmals
ausfallen musste, bedauert die Präsidentin der Sektion Eistanz, Vivienne
Rauber, sehr: «Der Kurs war für interessierte Schülerinnen jeweils eine
gute Gelegenheit, zu probieren, ob
diese noch junge Eissport-Disziplin
etwas für sie ist. Andererseits fehlen
uns die Trainingseinheiten für die bevorstehenden Höhepunkte. Aber das
werden die fleissigen jungen Läuferinnen sicher aufholen.» Für das
Starlight-Synchrom-Team, die Neuen
unter den Läuferinnen, werden noch
Interessenten gesucht. Rasch entschlossene Mädchen von 6 bis 14
Jahren können sich melden. Einzige
Bedingung ist, dass sie auf Schlittschuhen mindestens sicher vorwärts
fahren können, ohne zu stürzen. Im
wöchentlichen Training – immer
Foto: zvg.
dienstags von 17 bis 18 und/oder
mittwochs von 12.30 bis 13.30 Uhr –
soll in wenigen Trainingseinheiten
bis zum «Fan-Anlass» am 6. Dezember auf der Eisbahn Oerlikon eine
erste Show-Kür einstudiert werden.
Einen weiteren Kurs hat es für
«Mutter & Kind» jeweils freitags von
12.30 bis 13.15 Uhr. Mehr Infos unter vivienne.rauber@sunrise.ch oder
annina.seiler@es.uzh.ch.
AUS DEM EUROPARAT
Demokratisierungsprozesse sind sehr schmerzlich
Doris Fiala*
Demokratie ist nichts Geschenktes.
Nichts Unbewegliches. Schon gar
nicht etwas Gesichertes. Demokratie
ist ein laufender Prozess und erfordert immer wieder Aufwand und Mühe, sie zu pflegen, zu verbessern, zu
schützen. Demokratie ist nie perfekt
und darf daher auch nicht vernachlässigt werden. Es gibt selbst in einer
entwickelten, erfahrenen und erprobten Demokratie, wie die Schweiz sie
kennt, Ungerechtigkeiten, Unwägbarkeiten und Kritikpunkte.
EU nicht gleich Europarat
So viel vorweg, damit keine Missverständnisse aufkommen: Der Europarat, dem die Schweiz seit 1963 angehört, hat nichts mit der Europäischen
Union (EU) zu tun.
Jene Schweizer Parlamentarierinnen und Parlamentarier, die ihm im
Auftrag der Schweiz angehören, sind
keine EU-Turbos. Europaräte sind
auch keine Romantiker. Aber sie stehen ein für gemeinsame Werte: für
die Demokratie, die Rechtsstaatlichkeit und die Menschenrechte – im
Sinne der Friedenssicherung im
Grossraum Europa. Also auch für
den Frieden in der Schweiz. Einer
Wahlbeobachterdelegation geht es
nicht darum, ein anderes Land
schlecht zu machen oder arrogant
den Schweizer Mahnfinger zu erheben, weil wir denken, wir seien die
«Musterknaben» im Grossraum Europa. Jene, denen es um den FortANZEIGEN
schritt, die Entwicklung und den
Frieden geht in einem der 47 Mitgliedstaaten, sollten allerdings den
Mut haben, konstruktiv kritisch mit
Ländern umzugehen, die noch immer
das Schlusslicht bilden in Sachen Demokratiefortschritt. Dabei messen
wir die anderen Länder nicht an der
Schweiz, sondern an den gemeinsamen Werten, die alle Mitgliedländer
unterzeichnet haben.
Ungern erinnern wir uns daran,
dass vor nicht langer Zeit auch die
Schweizer Wahlen beobachtet wurden. Wir waren nicht glücklich über
die Kritik, die an uns geübt wurde!
Wahlbeobachter bemängelten nach
den Schweizer Wahlen, dass die Parteien- und Wahlkampagnenfinanzierung nicht transparent und öffentlich
gemacht wird in der Schweiz. Tja,
auch wir mussten uns Kritik gefallen
lassen.
Heikle Mission
Erstmals stand ich nun in der Verantwortung, für den Europarat eine
Wahlbeobachtung leiten zu dürfen.
Nach ersten Wahlbeobachtungen,
u.a. in Kirgistan, Serbien, Moldawien, Montenegro, Georgien, Ukraine
und der Türkei, vertraute mir der
Europarat die Leitung einer Mission
an. Die Parlamentswahlen in Bulgarien vom 5. Oktober haben mir tiefe
Erfahrungen und Eindrücke vermittelt, aber auch grundsätzliche Fragezeichen hinterlassen. Innert nicht
mehr als 18 Monaten wurden die
Bulgaren zum dritten Mal an die Ur-
«Europaräte stehen ein
für gemeinsame Werte:
Für Demokratie,
Rechtsstaatlichkeit
und Menschenrechte
– im Sinn der
Friedenssicherung»
nen gebeten. Die Frustration der Bürgerinnen und Bürger war überall
spürbar. Ein Klima der Desillusionen
und der fortschreitenden Polarisierung war erkennbar. Wenngleich
Tausende von freiwilligen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern am Wahltag
selbst ihr Bestes gaben, so hatten
Korruptionsskandale und vermutete
Stimmenkäufe im grossen Stil das öffentliche Vertrauen erschüttert.
Wenn Medien das politische Geschehen fast nur dann auf ihre Agenda nehmen, wenn der redaktionelle
Raum für Berichterstattung in Zeitungen oder Sendezeiten im Fernsehen
gekauft wird, kann das kaum als ein
wirklich «freier und fairer Wahlprozess» bezeichnet werden. Der Wahltag selbst mag dann zwar frei von direkten Beeinflussungen, Druck oder
Zwang stattgefunden haben, aber der
Tag der Wahl stellt auch nicht den
umfassenden, sondern nur einen Teil
des Wahlprozesses dar.
Langzeitbeobachter der ODHIR,
NGOs, Medienvertreter und Vertreter
einzelner Parteien äusserten sich uns
Wahlbeobachtern gegenüber jedenfalls kritisch bis frustriert über die
beschränkten Fortschritte der Demokratisierung in Bulgarien.
Was geht das die Schweiz an?
Nun könnte man nachsichtig weg sehen und bemerken, dass das Land
noch mehr Zeit braucht. So wie Kirgistan, Moldawien oder andere Länder der ehemaligen Sowjetunion noch
Zeit brauchen für mehr Transparenz,
Rechtsstaatlichkeit und Demokratisierung. Wäre Bulgarien nicht bereits
ein EU-Mitglied, wäre Nachsicht allenfalls sogar vertretbar. Im Falle Bulgariens aber, einem Mitglied der EU,
wäre es mehr als fragwürdig, und es
darf nicht einfach über Intransparenz
und unfaire Kampagnenführung hinweg gesehen werden. Es geht bei
Wahlbeobachtungen eben nicht nur
darum, ob der Wahltag selbst frei verläuft, sondern ob der ganze Wahlprozess fair und transparent stattgefunden hat.
Würden wir das negieren, liefen
wir Gefahr, jenen Stimmen Vorschub
zu leisten, die eh alles kritisieren, was
nach internationalen Organisationen
und Kooperation aussieht.
Was das alles die Schweiz angeht,
können Sie mit Fug und Recht fragen.
Nun, die Schweiz ist genauso Mitglied
des Europarats wie Bulgarien, hat die
gleichen Werte und Pflichten unterzeichnet und ist zudem unterstützende Zahlerin eines Kohäsionsfonds,
der einen offenen Blick auf die Fakten
durchaus verständlich macht. Kritische Worte sind zudem nicht destruktiv, sondern motivierend zu verstehen. Sie richten sich einerseits nach
aussen an das betroffene Mitgliedland, werden jedoch auch nach innen
wahrgenommen.
Viele Schweizer würden sich bekanntlich gerne von der Kooperation
mit anderen Staaten und internationalen Organisationen verabschieden
und gerne von einem grösseren Zusammenhang absehen. Sie beobachten daher genau, ob wir international
blauäugig politisieren oder den Mut
aufbringen, auch einmal unbequem
aufzurütteln. In diesem Sinne ist es
nicht unerheblich, dass wir als Wahlbeobachter nicht nur von positiven
Fortschritten berichten, sondern daran erinnern, dass Demokratisierung
seinen Preis hat und auch schmerzliche Prozesse dazugehören. Bei uns
wie in Bulgarien.
* Doris Fiala ist FDP-Nationalrätin und
Aussenpolitikerin für die Schweiz, wohnhaft in Zürich 2, früher im Kreis 7. Doris
Fiala ist Inhaberin einer Agentur für Öffentlichkeitsarbeit und Präsidentin der
Schweizer Delegation am Europarat.
8
Züriberg
Nr. 44
30. Oktober 2014
RÄBELIECHTLI
Räben schnitzen in den GZs – und die Umzüge
• GZ Riesbach: Di, 4.11., 14.30–17.30
Uhr, Räbenschnitzen, Abgabe von Räben für Vorschulkinder, Kinder erhalten sie in der Schule. Donnerstag,
6.11., 18.30 Uhr, Räbeliechtli-Umzug
ab Badi Utoquai, nach dem Umzug
gibt es Tee und Rosinenbrötchen.
In Oberstrass findet der traditionelle Räbeliechtliumzug am Freitag, 7. November, statt.
• GZ Hottingen: Mittwoch, 5.11.,
9.30–11.30 Uhr, Räbenschnitzen im
Pflegiraum,
Klosbachstrasse
118
(Schnitzwerkzeug wenn möglich selber mitbringen!). Donnerstag, 6.11.,
18.30 Uhr, Räbensingen im Arterpark
an der Minervastrasse. (zb.)
Foto: Archiv Züriberg
Mit leuchtender Räbe durch Oberstrass
Kaum sind die Uhren umgestellt, die
Sommerzeit vorbei und die Abende
wieder richtig dunkel, findet in Oberstrass der Räbeliechtliumzug statt.
Dieses Jahr besammeln sich die Kinder am Freitag, 7. November, um 19
Uhr auf dem Pausenplatz beim Schulhaus Scherr.
Der Umzug beginnt um 19.15
Uhr, angeführt vom Musikverein Harmonie Zürich Oberstrass. Dahinter
folgen die Schülerinnen und Schüler
sowie die Kindergärtner aus den
Schulhäusern Scherr, Turner und
Hutten sowie alle andern Kinder aus
dem Quartier, die mit ihrem Räbeliechtli mitlaufen wollen. Die Route
führt vom Schulhaus Scherr über die
Stapferstrasse,
Narzissenstrasse,
Scheuchzerstrasse,
Turnerstrasse,
Ottikerstrasse und Herrenbergstrasse
wieder zurück zum Pausenplatz. Die
Strassenlampen sind für die Dauer
des Umzugs ausgeschaltet, damit die
Räbeliechtli besser zur Geltung kommen. Der Quartierverein Oberstrass
und alle Kinder freuen sich über
Windlichter oder geschnitzte Räben
in den Fenstern entlang der Route.
Und natürlich über viele, viele Räbeliechtli, die durch die Strassen getragen werden.
Nach dem Umzug werden auf
dem Pausenplatz Scherr, begleitet
von Musikerinnen und Musikern der
Harmonie Oberstrass, Lieder gesungen. Anschliessend gibt es einen kleinen Imbiss sowie heissen Tee für
Gross und Klein. (is.)
Foto: Andreas Bonifazi
Lichterzug durch Witikon
Der Witiker Räbeliechtli-Umzug steht am 5. November auf dem Programm. Der vom Quartierverein Witikon organisierte Umzug wird wiederum von zwei Gruppen mit Tambouren begleitet. Die Route folgt dem bekannten Weg ins alte Witiker Dorfzentrum: Man trifft sich um 18.45 Uhr
bei der katholischen Kirche an der Carl-Spitteler-Strasse und absolviert
die Route Segetenweg–Chellenweg–Trichtenhausenfussweg–Oberdorf,
mit dem Ziel Boller-Schür. Am Ziel locken das beliebte Schoggibrötli,
Melodien des Musikvereins Witikon und ein Punsch – je nach Witterung
sehr willkommen. Übrigens: Schoggibrötli, es sei nebenbei erwähnt, bekommen nur Kinder. (ab.)
ANZEIGEN
IMMOBILIEN
STELLEN
Schweizerin sucht
2-Zimmer-Whg. mit Balkon
im Quartier.
Preis bis Fr. 1300.– inkl. NK
Telefon 079 404 58 10
Wohnen können Sie überall, zu Hause sind Sie an der Rosinlistrasse 1–5 in
Wetzikon
TELEFONNUMMERN
Bäckerei-Konditorei
4½-Zimmer-Wohnungen, ab 103 m²
Die letzten Wohnungen bieten Ihnen eine topmoderne Küche, aussergewöhnliche
Grundrisse, eigene Waschmaschine und Tumbler und leisten dank Minergie
einen grossen Beitrag an eine saubere Umwelt.
Die Überbauung THE GATE liegt in unmittelbarer Nähe des Sees und des
Naturschutzgebietes.
VERIT Immobilien AG, Ackeretstrasse 3, 8400 Winterthur
Christoph Kübler, Tel. 052 245 00 27, christoph.kuebler@verit.ch
Gemeindestrasse 36
8032 Zürich
Tel. 044 251 30 66
info@baeckerei-huerlimann.ch
www.baeckerei-huerlimann.ch
Unsere Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 6.00–18.30 Uhr
Samstag, 6.00 –16.00 Uhr
Sonntag, geschlossen
Beachten Sie unsere vielen
hausgemachten Spezialitäten
Züriberg
AKTUELL
Nr. 44
30. Oktober 2014
Unterhaltung am Mostfest: Beim Kinderschwingen durften sich Wagemutige unter Anleitung der Profis vom nahen Schwingverband ins Sägemehl wagen.
9
Fotos: Lena Schenkel
Erntedankfest der geselligen Art gefeiert
Die Liaison von Obstmarkt
im Botanischen Garten und
Mostfest auf dem Quartierhof Wynegg bereitete auch
heuer Hunderten Besuchern
sinnliche Herbstvergnügen.
Lena Schenkel
Zum Abschluss der Freilandsaison
am Botanischen Garten wurde letzten
Samstag am achten Obstsortenmarkt
eine grosse Vielfalt an bekannten und
unbekannten Schweizer Saisonfrüchten feilgeboten. Die Diversität zeigte
sich indes nicht nur bei den Sorten,
sondern auch bei den daraus gewonnenen Produkten: Ob gedörrt, gepresst, gebrannt oder gebacken – es
gab viel zu degustieren und schnabulieren an dem guten Dutzend liebevoll ausstaffierter Stände, um die sich
die Besuchertrauben, vom Junior bis
zum Senior, gerne rankten.
Mosten und zusammensitzen auf dem Quartierhof Wynegg.
Hier durften Obstsorten probiert und zugeordnet werden.
Einheimische Exotik
Dabei lernte man, dass Exotisches
nicht zwingend fremdländisch sein
muss: Den wilden Speierling etwa,
der nach einer Mischung aus Apfel
und Birne schmeckt, kennt man
kaum aus dem Supermarkt.
Aber auch die Tessiner Kastanie
beweist, dass sie eben nicht nur zur
Marroni, sondern auch für Pasta und
Pralinen, Mehl und Brot und sogar
für Bier taugt. Und wer hätte gedacht, dass die Kornelkirsche, der
man bestimmt schon mehrfach am
Wegrand begegnet ist, keine Verwandte der giftigen Vogelbeere, sondern eine essbare Frucht ist, die als
Konfekt hervorragend mundet? Dass
ANZEIGEN
Bereits zum achten Mal fand der Obstsortenmarkt im Botanischen Garten mit regionalen und nationalen Anbietern statt.
sie schwer zu entsteinen ist und der
Speierling genau im richtigen Reifegrad und deshalb täglich von Hand
aufgelesen werden muss, mag ein
Grund dafür sein, dass sie zu Raritäten geworden sind, und verdeutlicht
das Engagement der Anbieter, denen
es nicht in erster Linie um wirtschaftlichen Gewinn, sondern um die Sache
geht. Indem sie die Nachfrage nach
alten und unbekannten Sorten fördern, ermöglichen sie deren Erhaltung. Auch deshalb geben hier alle
gerne Auskunft und nehmen sich
ausgiebig Zeit für ihre interessierte
Kundschaft.
Beliebte Traditionen am Mostfest
Vom Obstsortenmarkt waren es nur
wenige Schritte auf einem ansonsten
gesperrten Fusspfad zum Quartierhof
Wynegg, der heuer sein 18. Mostfest
beging – und so die interessierte Bevölkerung zu Speis, Trank und einem
bunten Herbststrauss an Aktivitäten
einlud. Neben dem obligaten Most
gab es heuer zum ersten Mal auch
weissen Suuser zu verköstigen – Ergebnis einer Kooperation der jüngsten Arbeitsgruppe mit dem Burghalde-Winzer. Ansonsten setzte man auf
Bewährtes: «Was funktioniert, machen wir genau so wieder», erklärt
Vereinspräsident Peter Telschow das
Erfolgsrezept; so schaffe man Traditionen. So durften sich die Kleinen wieder über Hüpfburg oder SchwingSchnuppern und die Grossen über feine Kulinarik von Kürbissuppe bis Ku-
chenkunst freuen. Nicht zum ersten
Mal begrüsste man Stadtrat, Anwohner und Wynegg-Fan Filippo Leutenegger als Ehrengast. Als Vorsteher
des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements versprach er, sich für den
Abschluss des Landabtauschs – und
damit für den Erhalt des Quartierhofs
– einzusetzen. Aus Besuchersicht
bleibt zu wünschen, dass nicht nur
Quartierhof und Obstsortendiversität,
sondern auch deren bewährte Kombination erhalten bleiben.
10
Züriberg
Nr. 44
30. Oktober 2014
Stadt Zürich
Nr. 44
30. Oktober 2014
Die Vorzeigedame für eine bestimmte Lebenshaltung
Wer «LifeStyle» hört, denkt fast automatisch
an die gleichnamige Sendung von Patty
Boser auf TeleZüri. Viele schauen sie, auch
wenn oft von reinem Zufall die Rede ist.
So, wie ja fast niemand offiziell die «Glückspost» oder die «Schweizer Illustrierte» liest.
«LifeStyle» auf TeleZüri: Das ist wie eine gefilmte «Schweizer Illustrierte» oder «Glückspost». «Berieselung, eine Prise
Voyeurismus, Trendmagazin und Promiwundertüte in einem», wie die Selbstdeklaration der Redaktion um Kult-Moderatorin Patty Boser erstaunlich ehrlich lautet. Dass sich
die Sendung durch Produktewerbung zu finanzieren
scheint, ist ähnlich offensichtlich wie bei der «Schweizer
Illustrierten».
Zu Besuch in der Agglo-Wohnung
Aber egal – wenn Patty Boser mit ihrem charakteristischen
Lächeln zum nächsten PR-Block überleitet, weiss man, was
zum gestylten Leben einfach dazugehört. Zumindest in einer der typischen, riesigen und blitzblank geschrubbten
Agglo-Wohnungen, die im «SwissDinner» gezeigt werden.
Immerhin. Im Gegensatz zu diesem offensichtlich vom «Das
perfekte Dinner» abgekupferten TV-Format ist «LifeStyle»
ein komplett selbst aufgezogenes Gewächs – zugeschneidert
auf die Moderatorin Patty Boser. Dabei hat Boser (47) am
Radio angefangen – bei «Radio 24». Vor 22 (!) Jahren brach
sie zusammen mit dem heutigen Kommunikationsprofi Siro
Barino den Weltrekord im Dauermoderieren. Bekannt wurde Boser schweizweit dann als «Kupplerin der Nation»
durch die Fernsehsendungen «ZüriDate» und später
«SwissDate». Seither tritt die ausgebildete Schauspielerin
Boser («Lüthi und Blanc») mit ihrem Format «LifeStyle» jeden Freitag in die Stuben von Herr und Frau Zürcher. Und
Das ist typisch «LifeStyle» auf TeleZüri und den Partner-TV-Stationen: Patty Boser (r.) posiert nach dem Interview
– hier mit Hotelière Ljuba Manz.
Foto: Ursula Litmanowitsch
weil das übrige Programm zu langweilen scheint, sind die
Quoten gar nicht mal so schlecht. Und ja, ja: Manchmal ist
das Ganze wirklich ganz unterhaltend. Auf die Frage der
«Coop-Zeitung», woher ihr Faible fürs Wohnen stamme,
antwortet Boser: «Mein Vater hat eine Kosmetikzeitschrift
herausgegeben und meine Mutter in der Modebranche gearbeitet, weshalb ich schon in jungen Jahren mit Einrich-
tung, Mode und Lifestyle in Berührung gekommen bin. Diese Faszination hat mich bis heute nicht losgelassen.» Eigentlich schön, kann Boser diese Faszination jeden Freitag
am Bildschirm ausleben. (ls.)
Sendezeiten: jeweils am Freitag, 18.30 bis 19 Uhr auf TeleZüri und
weiteren Lokalsendern wie TeleM1 etc.
Teppich-Haus Milchbuck GmbH:
Schön auf dem Teppich bleiben
Publireportage
Foto: zvg.
Publireportage
Das neue Kompetenzzentrum
für Haut und Laser
Im Zürcher Seefeld stehen seit August die Türen des Decamed Haut- und
Laserzentrums offen. Unter der Leitung von Frau Dr. med. Valérie Enderlin werden auf über 400 Quadratmetern alle Aspekte der Haut behandelt. Die neue Praxis bietet auch Laserbehandlungen und hat zwei zertifizierte Operationssäle. Zur Praxis gehört das Kosmetikinstitut Decaspa
Medical Beauty. Ergänzend zu den klassischen Spa-Angeboten wie Massagen oder Pedicure werden ästhetische Eingriffe wie zum Beispiel Mesotherapie oder Faltenbehandlungen angeboten. Das Decaspa steht für
medizinische Kosmetik auf höchstem Niveau und bietet im Stadtzentrum
eine Oase der Ruhe für Körper, Geist und Seele.
Decamed Haut- und Laserzentrum (Tel. 044 806 20 00, Fax 044 806 20
01, info@decamed.ch) und Decaspa Medical Beauty (Telefon 044 806
20 02, Fax 044 806 20 01, info@decaspa.ch).
BAUMANN+WILD AG
Carrosserie & Spritzwerk
Oldtimer –– unsere Passion · Individuelles –– unsere Stärke
8910 Affoltern am Albis · Tel. 044 76114 14 · www.baumann-wild.ch
Das Teppich-Haus Milchbuck
ist ein Fachgeschäft für
Orientteppiche, Hochflor,
Sisal, Spannteppiche,
Parkett, Laminat, PVC,
Lino, Vinyl und Rasenteppiche. Dienstleistungen
sind Teppichreinigungen
und Teppichreparaturen.
Das Teppich-Haus Milchbuck toleriert
unter keinen Umständen den Einsatz
von Kindern und stellt bei allen Produktionen sicher, dass die einschlägigen Bedingungen nach gültigen Regeln eingehalten werden. Es wird nur
von Lieferanten bestellt und gekauft,
welche die Mitgliedschaft bei einem
Verband oder einer Organisation gegen Kinderarbeit nachweisen können.
Teppichreinigung
Eine richtige Öko-Reinigung muss
fachmännisch, ökologisch, sauber
und preiswert sein. Das TeppichHaus Milchbuck vereint das Wissen
um die Reinigungs- und Veredlungsprozesse für Teppiche. Es verfügt
über eine perfekte Infrastruktur.
Durch optimal abgestimmte Abläufe
werden ein Reinigungs- und ein Pflegeergebnis erreicht, das nicht zu
Teppich-Haus Milchbuck: 20 Jahre
tätig im Bereich Teppiche, Bodenbeläge, Teppichreinigungen und
Reparaturen.
Foto: pm
überbieten ist. Eingesetzt werden nur
kaltes Wasser und organisch abbaubare Seifen.
Teppichreparaturen
Im Teppich-Atelier werden alle Wolloder Seidenteppiche repariert und
restauriert. Zu den Dienstleistungen
gehören zudem Entfernung von Verfärbungen, Kurbeln, Fransen, Teppiche kürzen, Restaurierung von Löchern, Rissen und Brandflecken, Mottenfrass sowie Nachknüpfungen.
Ein erfahrener Berater steht der
Kundschaft zur Verfügung. Zudem ist
der Lieferservice gratis. (pd./pm.)
Teppich-Haus Milchbuck GmbH, Schaffhauserstrasse 123, www.teppich-haus.ch,
info@teppich-haus.ch, Tel. 044 350 21 66.
11
12
Stadt Zürich
Nr. 44
30. Oktober 2014
AUTOMOBIL
Mitsubishi Space Star
als «Color Collection»
Mitsubishi Schweiz lanciert für den
Kleinwagen Space Star die Sonderserie Color Collection. Basis ist die Variante 1.2 Intense mit 80 PS, StoppStart-System, Nebellampen, Klimaautomatik, Sitzheizung, Keyless-Go, Regen- und Lichtsensor und vielem
mehr. Als exklusive Extras bietet Mitsubishi für 600 Franken ein Ausstattungspaket im Wert von 1600 Franken an. Es bietet die Wahl aus sechs
Metallicfarben, mit schwarzen 15Zoll-Rädern, Einstiegsleisten aus Alu
mit eingeprägtem Schriftzug und ein
spezielles Seitendekor.
Das Dach, die Aussenspiegel sowie die Einfassungen der Nebellampen sind ebenfalls schwarz lackiert.
Der Mitsubishi Space Star Color Collection kostet ab 15 898 Franken
(schwarzmetallic). (zb.)
Scharfer Franzose
Renault stellt den neuen Boliden für
den Markenpokal Renault Sport Trophy vor. Renault Sport R.S. 01 nennt
sich die Flunder, die Renault auf dem
Moskauer Autosalon erstmals der
Weltöffentlichkeit präsentiert. Der
Renault Sport R.S. 01 ist exakt zwei
Meter breit, 4,71 Meter lang, nur
1,12 Meter hoch und wiegt dank
Kohlefaserchassis lediglich 1100 Kilogramm. Angetrieben wird der Mittelmotor-Rennwagen von einem 3,8Liter-V6-Biturbomotor, der über 500
PS leistet und ein maximales Drehmoment von über 600 Newtonmeter
bei 6800 Umdrehungen generiert.
Diese geballte Kraft wird über ein sequenzielles Siebenganggetriebe auf
die Hinterachse geleitet. (zb.)
Scharf: Renault Sport R.S. 01. F: zvg.
AUTONEWS
Neuer Corsa
Die fünfte Generation des Opel
Corsa ist ab Anfang Oktober bestellbar. Der Preis beginnt bei
14 950 Franken für die dreitürige
Variante mit Benzinmotor, die
fünftürige Version kostet 550
Franken Aufpreis. Die ersten
Fahrzeuge treffen ab Dezember
bei den Händlern ein.
Honda-Hörprobe
Honda kehrt nächstes Jahr in die
Formel 1 zurück. Am Grand Prix
von Japan in Suzuka präsentierte
Honda nun einen Film, inklusive
Hörprobe des neuen Motors.
Luxus verpfändet
Besitzer von Luxuskarossen verpfänden in Deutschland ihre Autos weit mehr als solche von
günstigen Wagen. Am meisten
werden mit einem Anteil von 15
Prozent BMW-Modelle zu Geld
gemacht, gefolgt von Mercedes
(11 Prozent) und Porsche (8 Prozent). Dies geht aus einer Erhebung von Auto-Pfandhaus.ch hervor, für die Daten aus über sieben Jahren ausgewertet wurden.
Lange Haube, moderne Technik: Der Mercedes AMG GT kommt 2015. Der Zweiplätzer trägt einen V8-Biturbo und leistet bis zu 510 PS.
Fotos: zvg.
Mercedes greift mit AMG GT den 911 an
Mit einem bombastischen
Marketingaufwand hat Mercedes AMG die neue Sportwagenikone der Marke vorgestellt. Der AMG GT soll
mit V8-Biturbo und bis zu
510 PS ab 2015 zum Porsche-Jäger werden.
Marc Leutenegger
Der AMG GT sei zwar ein reinrassiger Sportwagen, aber nicht der Nachfolger des kürzlich ausgelaufenen SLS
AMG – so lautete die eine Botschaft
der Mercedes-Verantwortlichen in
Affalterbach. Gleichzeitig liessen sie
wissen, der neue GT nutze die «technologische DNA des SLS». Da soll
noch einer schlau werden.
Tatsache ist, die beiden Traumsportwagen weisen eklatante Gemeinsamkeiten auf. Beide sind Eigenentwicklungen von AMG, und
zwar die bisher einzigen. Beide bauen auf dem Transaxle-Prinzip auf,
der Motor sitzt vorn, das SiebenGang-Doppelkupplungsgetriebe
an
der Hinterachse. Das sorgt für eine
austarierte Gewichtsverteilung und
senkt den Schwerpunkt, weil die beiden Grossteile nicht übereinander
eingebaut werden müssen. Auch optisch ist eine Verwandtschaft nicht zu
leugnen: Zwei Plätze, extremlange
Haube, weit hinten sitzendes Greenhouse, ausfahrbarer Heckspoiler sind
die Kennzeichen.
Nur die Flügeltüren des SLS, diese Reminiszenz an den wunderbaren
300 SL der Fünfzigerjahre, fehlen
beim GT; er hat Seitentüren.
Eine Zeiterscheinung ist die Abweichung beim Motor. Hatte der ausgelaufene SLS einen V8-Sauger unter
der Haube, so fährt der GT zwar
ebenfalls mit acht Zylindern, aber als
Biturbo vor. Das drückt den Normverbrauch auf 9,3 Liter. Auch bei den
Pferdestärken ist der GT ein Stück
bescheidener unterwegs: 462 PS hat
er in der Basis, 510 PS als GT S – das
sind 51 Pferde weniger als beim vermeintlichen Vorgänger. In Sachen
Beschleunigung macht der GT S die
Differenz aber wett, mit 3,8 Sekunden im Sprint auf 100 egalisiert er
die SLS-Marke.
Porsche und Jaguar im Auge
Der GT wird einiges günstiger als der
rund 300 000 Franken teure SLS. In
Fachkreisen kursieren Einstiegspreise um die 130 000 Franken. In diesen
Sphären operiert Porsche mit dem
Der AMG GT hat schon jetzt den Ruf eines Porsche-Jägers. An den 911 erinnert vor allem das Heck.
911 oder Jaguar mit dem F-Type.
Und in diesem Segment gehen andere Stückzahlen weg als in der Nachbarschaft von Ferrari, Lamborghini
und Co.
Grosse Ambitionen
Die Ambitionen, die Mercedes mit
dem neuen Flaggschiff hat, sind
gross. Anders lässt sich der gigantische Marketingaufwand nicht entschuldigen. Aus fast allen Erdteilen
haben die Schwaben Journalisten
nach Affalterbach eingeflogen, an
den Geburtsort und die Entwicklungsstätte von AMG.
Innen wurden die Mercedes-typischen Flugzeuganleihen noch gesteigert, mit einem Armaturenbrett, dessen oberer Teil wie ein Flügel geformt ist und die Luftdüsen, vier sind
es allein in der Mitte, wie Triebwerke
trägt. Der untere Teil des Dashboards
ist optisch versteckt, die Knöpfe wurden in eine riesige Mittelkonsole umgelagert. Horizontal statt vertikal,
lautete dabei die Devise.
Der 4-Liter-V8-Biturbo ist eine
Neuentwicklung. Der Clou: Die beiden Turbolader sitzen im V zwischen
den Kolben – Fachleute reden vom
«heissen Innen-V». Das und die Trockensumpfschmierung – noch eine
Gemeinsamkeit mit dem SLS – senken den Schwerpunkt. Dass der neue
Motor, obwohl kein Sauger, mächtig
lärmen kann, demonstrierte AMG auf
dem Prüfstand: Wie der Patient im
OP wirkte das Aggregat hinter der
Scheibe, wobei die thermischen Kräfte, das infernale Glühen des Abgasstranges, fast noch mehr Eindruck
machte als das Gebrüll des Achtzylinders.
Interessant auch die Unterrichtsstunde in Sachen Leichtbau: 231 Kilo
wiegt das Chassis im Rohbau, bei
1540 bis 1570 Kilo Endgewicht.
Hauptsächlich wird im AMG GT Aluminium verbaut. Eine Frontstrebe,
vier Kilogramm schwer, besteht aus
Magnesium. Die Heckklappe wiederum ist aus Stahl, weil damit die gewünschte Steifigkeit mit einem geringeren Gewicht zu erreichen war als
in einer Aluausführung. Nur vier Kilogramm schwer ist schliesslich die
Antriebswelle, die die Kraft nach hinten führt. Sie stammt aus dem Rennsport und besteht aus Karbon.
Mit dem Materialmix werden sich
auf anderer Ebene auch die Kunden
beschäftigen, etwa im Falle der erwähnten, das Interieur dominierenden Mittelkonsole. Diese sieht gemäss
Mercedes aus wie direkt «aus dem
Rennsport» übernommen. Ob man in
der Formel 1 auch zwischen «Silberchrom, Carbon matt, Carbon glänzend, Black Diamond oder Glasfaser
in Silber» seine Oberflächen aussucht, sei dahingestellt.
Viele, viele Extras sind zu haben
Wie immer bei Mercedes gibt es eine
Vielzahl von Optionen. In der S-Version kommt der GT gegenüber der Basis zwar bereits mit einer variablen
Abgasanlage und mit einem elektronischen statt mechanischen Sperrdifferenzial an der Hinterachse, das
schneller und präziser anspricht.
Wer will, kann sich dazu aber noch
eine Keramikbremsanlage, dynamische Antriebs- und Getriebelager sowie Sportreifen von Michelin kaufen.
Solche Extras lassen vermuten,
dass man es mit dem GT ziemlich
bunt treiben kann. Aber eben nur
ziemlich. Im Extrembereich regelt
das Auto beispielsweise die Gaspedalkennung neu, was nichts anderes
heisst, als dass zu viel Übermut gebremst wird.
Wer elektronischen Helferchen
besonders aufgeschlossen gegenübersteht, der kann übrigens die ganze
Assistenztechnik der S-Klasse ordern.
Stadt Zürich
30. Oktober 2014
13
Hautnah, auch für VIPs
ZÜRICH INSIDE
Ursula Litmanowitsch
E-Mail: litmanowitsch@gmail.com
Von links: Micha Damev, Migros Kulturprozent, Musikerin Irina Nikitina
Haefliger, Hotelier Felix Schlatter («Laudinella», St. Moritz), Friends-Musical-Olympus-Präsidentin Ljuba Manz-Lurje.
Junge Musiker,
grossartige Interpreten
Bereits zum 13. Mal konnte der Vorstand von «Friends Musical Olympus» (Irina Nikitina Haefliger, Ljuba
Manz-Lurje, Madlen und Thomas
von Stockar, Siegfried Breitling,
Werner-Patrick Pfenninger) das Publikum im kleinen Tonhalle-Saal zu
einem Förderkonzert willkommen
heissen. Drei junge Solisten sorgten
für fulminante Auftritte mit internationalem Touch. Präsidentin Ljuba
Manz-Lurje verhiess zwei unbeschwerte Stunden, in denen man alle
Sorgen vergessen werde. Die jungen
Interpreten rissen das Publikum zu
stehenden Ovationen hin. Der franzö-
Nr. 44
sische Cellist Victor Julien-Laferrière, der russische Pianist Daniil Kharitonov und die südkoreanische Sopranistin Seyoung Park offenbarten
ihr hohes Können in der Wiedergabe
von Werken von Schumann, Richard
Strauss,
Debussy,
Bach-Busoni,
Rachmaninov, Verdi und anderen.
Alle drei wurden bereits mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Dank
der Foundation finden neben Zürich
auch in New York und St. Moritz
Konzerte statt. Hotelier Felix Schlatter vom «Laudinella» freut sich, auch
2015 wieder in St. Moritz Gastgeber
für ein Konzert sein zu dürfen.
Von links: Madlen von Stockar, Victor Julien-Laferrière, Seyoung Park,
Jonas Vitaud, Hyoungjin Park, Daniil Kharitonov, Thomas von Stockar.
Hier durfte mit Lust und Laune geschmiert und gesalbt werden. Die
Lancierung der neuen Naturkosmetiklinie von Similasan wurde in der
«Pflanzbar» lanciert. Viele Interessierte kamen. Darunter auch Wettermoderatorin Jeannette Eggenschwiler
von Tele Züri, die nebst ihrer Erstausbildung als Lehrerin noch eine Ausbildung als Naturheilpraktikerin absolviert hat. Als prominente TV-Lady
weiss auch SRF-Börse-Moderatorin
Patrizia Laeri, wie kostbar die Erhaltung einer schönen Haut ist, denn
Fernsehkameras sind gnadenlos. Stylistin und Schönheitsexpertin Sabrina
Pesenti schwört ebenfalls auf natürliche Ingredienzien und möglichst wenig synthetische Wirkstoffe.
Similasan ist bekannt von den
«Kügelchen». Als Hersteller von homöopathischen Heilmitteln habe sich
die Marke seit Jahren ein grosses
Vertrauen aufgebaut, stellten Similasan-Cosmetics-Firmeninhaberin
Jeannette Jüstrich und ihr Bruder
Michel Jüstrich (Nahrin AG) fest. Die
Einführung der Naturkosmetiklinie
sei eine logische Folgerung auf ein in
den letzten Jahren gewachsenes
Kundenbedürfnis, führte Urs Lehmann, CEO des Unternehmens aus.
Die Nachfrage nach Pflegemittel für
empfindliche Haut habe stark zugenommen. Begeistert von der Pflegelinie ist auch Conny Kissling, die
Gattin von Urs Lehmann. Die ehemalige Skiakrobatin ist gemeinsam mit
Tochter Nina immer viel an der frischen Luft und weiss, dass Wind und
Wetter die Haut strapazieren.
Für seine Musik-Karriere bei «The
Voice of Germany» will Chris Rellah
über einen makellosen Teint verfügen. Ganz natürlich mag es auch die
amtierende Miss Earth Shayade Hug,
nicht nur von Amtes wegen. Und, wer
hätte das gedacht: Karin Prinzessin
zu Schaumburg Lippe badet nicht in
goldener Wanne im Champagner,
sondern mag ganz einfache Schönheitsmittel wie Gurken- oder QuarkMasken. Die Gäste wurden an der exklusiven Party mit vegetarischen
Köstlichkeiten von Hiltl bewirtet.
Vegi-Unternehmer Rolf Hiltl verwöhnte den Gaumen der Gäste.
Naturkosmetik in der «Pflanzbar». Von links: Similasan-CEO Urs Lehmann, Conny Kissling, Juristin Jacqueline Jüstrich und Martin Jüstrich,
Inhaber und VR-Präsident Similasan.
Von links: Ex-«Bachelor» Lorenzo Leutenegger, Miss Earth Shayade Hug
und Unternehmerin Adriana Tripa.
Moderatorin Patrizia Laeri (r.) mit
Kollegin Nicole Schönenberger.
Sängerin Vera Kaa, Chris Rellah
(Teilnehmer «Voice of Germany»).
Sabrina Pesenti mit Darryl von Däniken (l.) und Gordon Müller (Brand
Affairs).
ANZEIGEN
Jede Woche
das Neueste und Aktuellste
aus dem Quartier:
www.lokalinfo.ch
Finest Cashmere
Jetzt NEU an der Sternenstrasse 31, (Eingang Seestrasse)
8002 Zürich-Enge
www.pukarcollection.ch
Telefon 043 300 32 32
Kaufgesuch: BRIEFMARKEN!
(Auch alte Briefe und Ansichtskarten)
Sofort bar oder als Auktionseinlieferung
Schwarzenbach Auktion Zürich
Merkurstrasse 64, 8032 Zürich
Eigene Firmen-Parkplätze vorhanden!
Bitte Termin vereinbaren: Tel. 043 244 89 00
info@schwarzenbach-auktion.ch
14
Züriberg
Nr. 44
30. Oktober 2014
Veranstaltungen & Freizeit
BUCHTIPP
Die Stadtbibliothek Opfikon
empfiehlt:
Spiel der Königin
Heinrich
VIII.
hatte schon fünf
Königinnen
an
seiner Seite. Als
sechste sucht er
sich
Katherine
Parr aus – sie ist
erst 31, aber
schon zweifache
Witwe. Er hätte keine Bessere finden können, denn Katherine ist
klug und auf Ausgleich bedacht.
Ihr Herz gehört aber schon Thomas Seymour, dem Bruder der
dritten Ehefrau Heinrichs, und
Katherine beginnt eine Affäre mit
ihm. Aber nicht deswegen hängt
ihr Leben an einem seidenen Faden – es tobt auch immer noch ein
blutiger Religionskrieg in England.
In diesem sorgfältig recherchierten
Roman ist eine moderne Frau zu
entdecken, die viel zu lang im
Schatten ihres Mannes und ihrer
Vorgängerinnen stand. Elisabeth
Fremantle, eine britische Journalistin, hat einen wunderbaren historischen Roman geschrieben, der
die Zeit am Hof Heinrichs VIII. lebendig werden lässt, was sicher
auch daran liegt, dass sie den Leibarzt des Königs, die Dienstmagd
und Katherine Parr erzählen lässt.
Elisabeth Fremantle. Spiel der Königin – ein
Tudor-Roman. C. Bertelsmann 2013.
Die Sache mit
meiner Schwester
Die Schwestern
Heike und Nele
könnten
nicht
unterschiedlicher
sein. Heike ist
glücklich verheiratet, hat drei
Kinder und lebt
in einem Haus
mit Garten im Vorort. Nele ist unsteter Single und geniesst das
Grossstadtleben. Kurzum: Sie leben in zwei Welten und gehen sich
aus dem Weg. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist ihr Pseudonym
«Sanne Gold», unter dem sie erfolgreich Romane veröffentlichen –
und selbst die schreiben sie in
Wahrheit nicht mehr selber. Nur
noch für öffentliche Auftritte machen sie gute Miene zum bösen
Spiel. Doch nach einer gemeinsamen Talkshow wird Heike bei einem Unfall schwer verletzt. Voller
Schuldgefühle beginnt Nele, ihr
bisheriges Geschwisterleben zu rekapitulieren und stellt sich die Frage, wie es nur so weit kommen
konnte. Bald schon findet sie Antworten, die das Leben der beiden
vollkommen auf den Kopf stellen …
Anne Hertz ist das Pseudonym
der Hamburger Autorinnen Frauke Scheunemann und Wiebke Lorenz, die nicht nur gemeinsam
schreiben, sondern als Schwestern
auch einen Grossteil ihres Lebens
miteinander verbringen. Der Roman überzeugt durch seinen flotten Schreibstil, jede Menge Witz,
sympathische Figuren und ein
Wechselspiel aus lustigen und leisen Tönen.
Anne Hertz. Die Sache mit meiner Schwester. Pendo. 2014.
Was, wann, wo – Tipps für Anlässe in der Region
Donnerstag, 30. Oktober
15.00–18.00 Ausstellung: «The Space between
your Ears – Spacewomen» von Lukas Salzmann.
Neue Malerei. Öffnungszeiten: Do/Fr 14–18, Sa
12–16 Uhr. Sam Scherrer Contemporary, Kleinstrasse 16.
18.00 Finissage: Ausstellung von Vincent Scarth.
Malerei, Zeichnungen, Video. Iroquois (Kunstgrill), Seefeldstrasse 120.
18.00–21.00 Vernissage: «Neue Farben» von Mikhail Kononov. Ausstellung bis 9. November. Geöffnet: täglich, auch sonntags, 11 bis 19 Uhr. Kronen Galerie, Froschaugasse 3.
18.30–20.00 Vortrag: «Sport nach Knieverletzungen: Ein Knie heilt nie ganz – richtig oder
falsch?». Referat von Carmen Grosse. Privatklinik
Bethanien, Toblerstrasse 51.
19.00 Buchvernissage: Alfonso Pecorelli liest aus
seinem neusten Buch «Mord und andere kleine
Geschenke des Himmels». Weisser Wind, Oberdorfstrasse 20.
20.00 Konzert: Hans Hassler (acc) Saadet Türköz
(voc). «ong dreaming» zwischen Tradition und
Moderne, ein Zwiegespräch zwischen Ost und
West, eine abenteuerliche Klang-Weltreise mit
Akkordeon und Gesang. Reservationen: 044 382
16 23. Lebewohlfabrik, Fröhlichstrasse 23.
20.30 «Der verreckte Hof»: Von Georg Ringsgwandl. Schweizer Erstaufführung. Theater an
der Winkelwiese, Winkelwiese 4.
Freitag, 31. Oktober
15.00 Vortrag: «Rabenvögel: Intelligente Flugkünstler oder schwarze Teufel». This Schenkel,
Zürcher Wildhüter mit dem Fachbereich Vögel,
bringt diese aussergewöhnlichen Geschöpfe näher. Anschliessend Apéro. Kollekte. Alterszentrum Klus Park (Theatersaal), Asylstrasse 130.
17.00–20.00 Atelier-Ausstellung 2014: Christian
Fuhrer zeigt Bilder und Zeichnungen. Atelier
Christian Fuhrer, Freiestrasse 203.
19.00–20.00 «Musik und Wort»: Das Collegium Vocale singt Bachs Kantate «Mit Fried und Freud
ich fahr dahin». Mitwirkende: Altbundesrat Moritz Leuenberger (Referent), Mirjam Blessing (Alt),
Richard Resch (Tenor), Richard Helm (Bass), Collegium Vocale und Collegium Musicum Grossmünster, Kantor Daniel Schmid (Leitung). Eintritt
frei, Kollekte. Grossmünster, Zwingliplatz.
20.30 «Der verreckte Hof»: Von Georg Ringsgwandl. Schweizer Erstaufführung. Theater an
der Winkelwiese, Winkelwiese 4.
Samstag, 1. November
11.00–18.00 «kunst hand werk»-Markt: 28 Ausstellerinnen und Aussteller aus dem Quartier und der
Stadt stellen ihre Kunstobjekte, Geschenkartikel
und Handarbeiten aus und verkaufen diese. Org.:
Quartiertreff Hirslanden. www.qth.ch. Zelt mit
Kinderbetreuung (14 bis 17 Uhr). Cafeteria. Quartiertreff Hirslanden, Forchstrasse 248.
14.00 Kinderführung und Ateliertisch: Andrea Stutz,
Kindergärtnerin und Fotografin, führt Kinder ab
5 Jahren durch die Ausstellung «Albrecht Schnider – Giacomo Santiago Rogado». Helmhaus,
Limmatquai 31.
14.00–18.00 Atelier-Ausstellung 2014: Christian
Fuhrer zeigt Bilder und Zeichnungen. Atelier
Christian Fuhrer, Freiestrasse 203.
17.00 Workshopkonzert: Mit dem Tonhalle Orchester Zürich. www.tonhalle-orchester.ch. Tonhalle,
Claridenstrasse 7.
19.30–21.00 Jazznojazz: Jojo Mayer & Zurich Jazz
Orchestra, Jojo Mayer (dr). Gessnerallee Zürich,
Gessnerallee 8.
Sonntag, 2. November
10.00–17.00 «kunst hand werk»-Markt: 28 Ausstellerinnen und Aussteller aus dem Quartier und der
Stadt stellen ihre Kunstobjekte, Geschenkartikel
und Handarbeiten aus und verkaufen diese. Org.:
Quartiertreff Hirslanden. www.qth.ch. Zelt mit
Kinderbetreuung (14 bis 17 Uhr). Cafeteria. Quartiertreff Hirslanden, Forchstrasse 248.
10.00–11.30 Gottesdienst und Morgenmusik: Das
Collegium Vocale trägt Kantaten von J. S. Bach
und J. Ph. Krieger vor. Anlässlich des Reformationssonntags. Grossmünster, Zwingliplatz.
11.15 Familienkonzert: Tonhalle-Orchester Zürich.
Ludwig van Beethoven Eroica. Oder: wie ein zerknülltes Titelblatt. Tonhalle, Claridenstrasse 7.
14.00 Öffentliche Theatertour: Mit dem «ewigen
Butler» Johann. Für Gross und Klein (ab 6 Jahren). Die Teilnehmerzahl ist beschränkt, Anmeldung erforderlich: info@heimatschutzzentrum.ch,
www.heimatschutzzentrum.ch. Heimatschutzzentrum, Villa Patumbah, Zollikerstrasse 128.
14.00–18.00 Atelier-Ausstellung 2014: Christian
Fuhrer zeigt Bilder und Zeichnungen. Atelier
Christian Fuhrer, Freiestrasse 203.
14.15 Familienkonzert: Tonhalle-Orchester Zürich.
Tonhalle, Claridenstrasse 7.
14.30 Öffentliche Führung: «Blick in die Urzeit».
Für Familien geeignet. Kulturama, Englischviertelstrasse 9.
17.00 Konzert-Lesung: Mit dem Autor Martin
Schleske. «Der Klang – vom unerhörten Sinn des
Lebens». Das Buch ist eine Liebeserklärung an
die Schöpfung und an das Leben selber. Eintritt
frei, Kollekte. Steinwiesstrasse 34.
17.00 Gönnerkonzert: Mit dem Amar Quartett. Hotel Widder (Saal), Rennweg 7.
18.00 Lesung und Gespräch: Die bekannte Schriftstellerin, Publizistin und Literaturkritikerin Ilma
Rakusa liest aus ihrem Buch «Einsamkeit mit rollendem R». Danach findet ein Gespräch über ihre
Tätigkeit als Übersetzerin statt. Kulturatelier,
Oberdorfstrasse 2.
Montag, 3. November
19.00–20.30 Informationsabend für werdende Eltern:
Geburt in privater Atmosphäre: Interessierte werden gerne persönlich informiert. Kostenlos und
unverbindlich, keine Anmeldung erforderlich.
Privatklinik Bethanien, Toblerstrasse 51.
Dienstag, 4. November
18.00 Jazzapéro: «DuomitDudu & TriomitRodrigo». Marianne Racine singt BossaSambaBolero
mit Brasil-Bassist Dudu Penz und heizt weiter ein
im Set 2 mit Saxvirtuose Rodrigo Botter Maio. Reservationen: 044 382 16 23. Lebewohlfabrik,
Fröhlichstrasse 23.
18.00 Vernissage: «Das Auge isst mit. Vom Essen
und Trinken und allem Drumherum». Bis 18. Januar. Graphische Sammlung ETH, Rämistr. 101.
18.15–19.15 Abendführung: «Entdecken, erfahren,
erleben: Der Campus auf der grünen Wiese».
ETH Hönggerberg.
Mittwoch, 5. November
12.30–13.00 Führung: «Aloë». Mit Peter Linder.
Botanischer Garten, Zollikerstrasse 107.
17.00 5-Uhr-These: Schönheit ist unterbewertet.
Livio Baumgartner, Künstler und Kurator des
Kunstraums «Die Diele», im Gespräch mit Daniel
Morgenthaler in der Ausstellung «Albrecht Schnider – Giacomo Santiago Rogado». Helmhaus,
Limmatquai 31.
19.30 Buchpremiere und Lesung: Franz Hohler «Autostopper». Literaturhaus, Limmatquai 62.
Donnerstag, 6. November
18.00 Vernissage: Ausstellungsreihe «frisch». Die
Künstlerin Julia Bruderer ist anwesend. Öffnungszeiten: Fr 17 bis 19.30, Sa 14 bis 18 Uhr.
Kabinett visarte, Schoffelgasse 10.
18.00–19.30 Vortrag: «Kniearthrose – was tun?».
Ursachen, Abklärung und moderne Behandlungsmöglichkeiten. Dr. med. F. von Knoch, U. Munzinger, B. Waespe, J. Petrich Munzinger, Fachärzte Orthopädische Chirurgie, FMH, und Sylvie
Ackermann, Spezialistin Traditionelle Chinesische Medizin. Eintritt frei. Anmeldung erforderlich: reception@klinikbethanien.ch oder 043 268
70 70. Privatklinik Bethanien, Toblerstrasse 51.
18.30 Vernissage: Ausstellung «Knochenrätsel».
Mit Skulpturen von Roman Sonderegger. Einführung: Dr. Claudia Rütsche, Direktorin Kulturama,
Roman Sonderegger, Künstler. Anschliessend
Apéro und freie Besichtigung. Ausstellung bis 15.
März. Kulturama, Englischviertelstrasse 9.
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag
Auflage: 22 776 (Wemf beglaubigt)
Jahresabonnement: Fr. 90.–
Inserate: Fr. 1.62/mm-Spalte
Anzeigenschluss:
Freitagmorgen, 10 Uhr
Geschäftsleitung/Verlag:
Liliane Müggenburg
Redaktionsleitung: Andreas J. Minor (ajm.),
zueriberg@lokalinfo.ch
Redaktionelle Sonderthemen:
Pia Meier (pm.), Lisa Maire (mai.)
Ständige Mitarbeiter:
Elke Baumann (eb.), Silvan Rosser (ros.),
Manuel Risi (mr.)
Anzeigenverwaltung: Andrea Kehl,
Mayjoy Föhn, Tel. 044 913 53 33
Anzeigenverkauf:
Dora Lüdi, Tel. 044 709 17 00,
luedi.d@gmx.ch
Silvia Grütter, Tel. 078 745 91 12,
gruettermedia@me.com
Produktion: AZ Verlagsservice AG, 5001 Aarau
Abonnementsdienst: Tel. 044 913 53 33,
abo@lokalinfo.ch
Redaktion/Verlag, Vertrieb: Lokalinfo AG,
Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich,
Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72
lokalinfo@lokalinfo.ch,
www.lokalinfo.ch
Druck: NZZ Print, Schlieren
Züriberg
Veranstaltungen & Freizeit
Springsteens Songs erklingen im «Rigiblick»
«The Boss» Bruce Springsteen (65)
ist weltweit einer der kommerziell erfolgreichsten Rockmusiker. Allein in
den Vereinigten Staaten hat er mehr
als 60 Millionen Alben verkauft, weltweit sind es inkl. DVDs um die 130
Millionen. Grosses Thema in seinen
Texten ist das amerikanische Alltagsleben. Er wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Wegen finanzieller
Schwierigkeiten musste die Familie
in ein hauptsächlich von Zuwanderern und Marinesoldaten bewohntes
Viertel umziehen. Seine Erfahrungen
verarbeitete er in der Musik und in
seinen Texten. Beim Tribut-Konzert
hört man viel Musik, erfährt aber
auch Wissenswertes aus Bruce
Springsteens Leben. (zb.)
Vorstellungen am 2. November und 13.
Dezember jeweils um 20 Uhr im Theater
Rigiblick, Germaniastr. 99.
Szene aus dem «Boss»-Tribut: Schauspieler und Theaterleiter Daniel
Foto: zvg.
Rohr vor einem Porträt des jungen Bruce Springsteen.
GEMEINSCHAFTSZENTREN
Quartiertreff Hirslanden
Forchstrasse 248, 8032 Zürich
Telefon 043 819 37 27
E-Mail quartiertreff@qth.ch
www.qth.ch
kunst hand werk Markt: Sa, 1. 11., 11
bis 18 Uhr, So, 2. 11., 10 bis 17 Uhr.
Brunch am Markt: So, 2. Nov., 9 bis 11
oder 11.15 bis 13.15 Uhr. Anmeldung bis 30. Okt. um 12 Uhr unter
079 597 87 00.
GZ Witikon
Witikonerstrasse 405, 8053 Zürich
Telefon 044 422 75 61
E-Mail gz-witikon@gz-zh.ch
www.gz-zh.ch/18
Jasstreff: einmal im Monat am Freitagnachmittag.
Atelier Wundertüte: Do, 23. Okt., 6./
20. Nov., 4./18. Dez., 15./29. Jan., je
16.15 bis 17.15 Uhr. Infos im GZ.
GZ Hottingen
Gemeindestrasse 54, 8032 Zürich
Telefon/Fax 044 251 02 29
E-Mail gz-hottingen@gz-zh.ch
www.gz-zh.ch/8
Räbeliechtli-Singen: Do, 6. Nov., 18.30
Uhr im Arterpark an der Minervastrasse.
Räben schnitzen: Mi, 5. Nov., 9.30 bis
11.30 Uhr im Pflegiraum, Klosbachstrasse 118, Zürich.
GZ Riesbach
Seefeldstrasse 93, 8008 Zürich
Telefon 044 387 74 50
E-Mail gz-riesbach@gz-zh.ch
www.gz-zh.ch/13
Räben schnitzen: Di, 4. Nov., 14.30 bis
17.30 Uhr.
Musigznacht: Mi, 5. Nov., 19 bis 22
Uhr mit Dub Spencer & Trance Hill.
Räbeliechtli-Umzug: Do, 6. Nov., 18.30
Uhr ab Badi Utoquai bis Blatterwiese.
Anlaufstelle
Kinderbetreuung
im Kinderhaus Artergut
Klosbachstr. 25, 8032 Zürich
Telefon 044 251 47 20
www.stadt-zuerich.ch/kinderbetreuung
Fragen zur Kinderbetreuung? Suchen
Sie eine Spielgruppe oder Kita? Möchten Sie Eltern kennenlernen? Wir wissen, wo Sie im Quartier welche Angebote finden und wie Sie diese in Anspruch nehmen können. Standorte
und Öffnungszeiten:
Kinderhaus Artergut: Di 16.30 bis
18.30 Uhr, Mi und Do 13 bis 16 Uhr.
GZ Hottingen Pflegiraum, Klosbachstr.
118, 8032 Zürich: jeden ersten Di im
Monat, 14 bis 15.30 Uhr
GZ Riesbach, Seefeldstr. 93, 8008 Zürich: jeden zweiten Do im Monat,
9.30 bis 11.30 Uhr.
Ref. Kirche Witikon, Heilighüsli 9, letzten Di im Monat, 14 bis 15.30 Uhr.
Quartiertreff Fluntern
Voltastrasse 58, 8044 Zürich
Telefon 043 244 92 74
E-Mail info@lokal-fluntern.ch
Prima Volta – Kammermusik: Do, 30.
Okt., 20 bis 21 Uhr.
Bastel-Labor für Schulkinder: Fr, 31.
Okt., 14.30 bis 17.30 Uhr.
Café Theophil: Mo, 3. 11., 19.30–21
Uhr.
Mütterberatung: Di, 4. 11., 10–12 Uhr.
Räbenschnitzen/Kleidersammlung: Mi,
5. 11., 9 bis 11 und 14 bis 17 Uhr.
GZ Witikon
Witikonerstrasse 405, 8053 Zürich
Telefon 044 422 75 61
E-Mail gz-witikon@gz-zh.ch
www.gz-zh.ch/18
Jasstreff: einmal im Monat am Freitagnachmittag.
Atelier Wundertüte: Do, 23. Okt., 6./
20. Nov., 4./18. Dez., 15./29. Jan., je
16.15 bis 17.15 Uhr. Infos im GZ.
ANZEIGEN
Kunstausstellung
Mikhail Kononov: Neue Farben
Vernissage: Donnerstag, 30. Okt. 2014, von 18 bis 21 Uhr
Ausstellung: bis Sonntag, 9. November 2014
Öffnungszeiten täglich 11 bis 19 Uhr
(auch Sa/So)
Kronen Galerie, Froschaugasse 3, 8001 Zürich-Altstadt
Mehr Informationen: www.kononov.ch
Nr. 44
30. Oktober 2014
15
16
Züriberg
Nr. 44
30. Oktober 2014
VERMISCHTES
Ausstellung: Zürichs Spielplätze im Wandel der Zeit
Die Ausstellung «Architektur für Kinder: Zürichs Spielplätze» zeichnet die bewegte Geschichte der Zürcher
Spielplätze seit 1950 nach.
Der Spielplatz ist seit je ein Ort, wo
Freiheit gleichzeitig gewährt und eingeschränkt wird. So sehr die Selbstvergessenheit des Spiels von Kindern
fasziniert, so sehr ist dieses auch
Treffpunkt unterschiedlicher Vorstellungen zu Themen wie Stadtgestaltung, Kunst und Erziehung.
Bis zum Zweiten Weltkrieg bestanden Spielplätze meist aus isolierten Spielgeräten wie Schaukeln, Rutschen und Wippen. Ab den 1930er
Jahren wurden jedoch ausgehend
von Schweden und Dänemark neue
Ideen getestet, um kindergerechtes
Spiel und Kreativität aktiv zu fördern.
Diese Pioniere realisierten Spielskulpturen, Abenteuerspielplätze sowie Spiellandschaften aus Sand, Wasser und Steinen. Nach dem Zweiten
Weltkrieg orientierten sich viele europäische Länder und die USA an diesen wegweisenden Ideen. In Zürich
entstand nach 1953 eine aktive Spielplatzbewegung, getragen von Privatpersonen und der Pro Juventute un-
Die Spielplätze im GZ Wipkingen (1959) und in der Freizeitanlage mit Verkehrsgarten Buchegg (1958) .
ter Präsident Alfred Ledermann. Alfred Trachsel nahm als Architekt
beim Hochbauamt und Gestalter von
innovativen Spielplätzen eine Schlüsselposition ein. Herausragendes Beispiel dieser Zeit ist die Erfolgsgeschichte der Robinson-Spielplätze mit
angegliedertem Freizeitzentrum. Ein
weiterer Aufbruch zeichnete sich in
der Gartenarchitektur rund um Ernst
Baumann, Ernst Cramer und Willi
Der Stadtrat will, dass die Linie 17
auch nach der Inbetriebnahme des
Trams Hardbrücke ganztägig verkehrt und dass der ZVV die entstehenden Kosten von 3,5 bis 4 Millionen Franken pro Jahr übernimmt.
Im Juli hat die IG Hardturm dem
Stadtrat eine Petition für die Beibehaltung der Tramlinie 17 vom Werdhölzli zum Hauptbahnhof übergeben.
Im Rahmen der Studie zur Netzentwicklung 2030 haben die VBZ die
künftige Linienführung im Raum Zürich West analysiert. Dabei zeigte
sich, dass die Verkehrszunahme an
der Limmatstrasse in Hauptverkehrszeiten neben den Linien 4 und 8 eine
dritte Linie nötig macht.
Da mit einer weiteren Steigerung
der Nachfrage zu rechnen ist, fassen
die VBZ einen ganztägigen Betrieb
der Linie 17 ins Auge. Diesen wollen
sie auch nach der Inbetriebnahme
der Tramverbindung Hardbrücke im
Dezember 2017 aufrechterhalten. Zu
den Morgen- und Abendspitzen soll
die Linie 17 als Verstärkung der Linie
13 weiter bis zum Albisgüetli verkehren. Mit dem zusätzlichen Angebot
könnten die VBZ die künftige ÖVNachfrage decken, und die Anliegen
der Petition sind erfüllt. (pd.)
ANZEIGEN
für Kinder: Zürichs Spielplätze»
zeichnet diese bewegte Geschichte
der Zürcher Spielplätze seit 1950
nach. In Filmen, Diashows, Plänen
und Fotografien aus privaten und öffentlichen Archiven wird die Bewegung lebendig erfahrbar. Zudem werden Kinder in einem Experiment eingeladen, Fotos und Zeichnungen ihrer eigenen Lieblings-Spielorte einzuschicken. Damit wird das Thema
dem heutigen Architekturdiskurs neu
geöffnet. Kuratiert wird die Ausstellung von Gabriela Burkhalter, in Zusammenarbeit mit dem gta Archiv
(ETH Zürich), dem Baugeschichtlichen Archiv, Zürich und dem ASLA
Archiv für Schweizer Landschaftsarchitektur, Rapperswil (zn.)
6. November bis 10. Dezember, ETH
Hönggerberg, HIL, gta Ausstellungen. Eröffnung: Do, 6. November, 18 Uhr.
Nordumfahrung: Astra will Verzögerung gering halten
Das Astra muss gemäss
Bundesgerichtsurteil
den Anschluss Weiningen
neu planen. Wie gross
Der Stadtrat setzt sich für das die Verzögerung für
Tram 17 ein.
Foto: ho.
das Gesamtprojekt ist,
ist momentan noch völlig
offen.
Tramlinie 17 soll
weiterhin verkehren
Neukom ab. Sie schufen intime
Schulgärten und Spielplätze, testeten
Raumgestaltungen mit Sichtbeton
und arbeiteten oftmals mit Künstlern
zusammen. Doch erst in den 1970er
Jahren begannen auch die Bürger
und Kinder selbst, für ihren Platz zu
kämpfen und Ansprüche auf dessen
Mitgestaltung zu erheben– zu sehen
etwa im Abenteuerspielplatz in der
Grünau. Die Ausstellung «Architektur
Fotos: Baugeschichtliches Archiv
Pia Meier
Gegen die Erweiterung der Nordumfahrung – dritte Röhre Gubristtunnel
und sechs Fahrspuren – liegen gemäss dem Bundesamt für Strassen
(Astra) drei Beschwerden vor. Zu diesen sind zwei Urteile gefällt worden:
Das Urteil zum Halbanschluss Weiningen vom 23. September (zwei Beschwerden zusammengefasst) und
das Urteil zur Beschwerde Hagmann
auf Seite Affoltern vom 25.
September. Letzterer hatte Beschwerde gegen
die
Beanspruchung
seines
Grundstücks und
wegen
beschränkter
Zufahrt
während
der Bauzeit eingereicht.
Das Urteil des
Bundesgerichts
stützt das Projekt
des Astra auf der
Seite Ost, das
heisst auf der Af- Täglicher Stau vor
foltemer
Seite.
Betreffend Beschwerde Weiningen
entschied das Bundesgericht jedoch,
das Projekt ans Astra zur Prüfung
und Projektierung zurückgewiesen.
Metern in Richtung Limmattaler
Kreuz, mit oder ohne einer angemessenen Überdeckung und den Verzicht
auf den Halbanschluss Weiningen,
mit oder ohne einer angemessenen
Überdeckung. «Das Astra wird das
Urteil im Detail analysieren, die Konsequenzen daraus ableiten und das
weitere Vorgehen festlegen», hält Karin Unkrig, Beauftragte Information
und Kommunikation des Astra, Filiale Winterthur, fest.
Ein Versprechen abgegeben
dem Gubrist.
zvg.
Das Bundesgericht verlangt konkret
die Prüfung und allfällige Projektierung einer Verschiebung des Halbanschlusses Weiningen von rund 600
Bauarbeiten an der Riedtlistrasse früher beendet
Die Riedtlistrasse wurde zwischen
der Winterthurer- und der Weinbergstrasse auf der gesamten Länge umfassend saniert. Sämtliche Werkleitungen wurden ersetzt und die Strassenoberfläche mittels intensiver Bauweise komplett erneuert. Die Strasse
musste aber für den Individualverkehr gesperrt werden. Das Ende der
Bauarbeiten ist auf Ende November
terminiert. Nun sind diese aber praktisch beendet, weshalb die Durchgangsstrasse früher als geplant freigegeben werden kann. Auf einen Termin wollte sich das Tiefbauamt aber
noch nicht festlegen. (pm.)
Nur noch bei der Kreuzung Scheuchzerstrasse wird gearbeitet.
Foto: pm.
Geprüft werden vom Astra auch die
Auswirkung des Urteils auf das Gesamtprojekt, insbesondere die dritte
Röhre Gubrist sowie die nun erforderlichen Verfahrensschritte. «Das
Astra wird diesem Auftrag nachkommen und versuchen, die daraus ergebende zeitliche Verzögerung des Projekts so gering wie möglich zu halten», betont Unkrig.
Methusalem
des Zoos eingeschläfert
Das älteste Säugetier im Zoo Zürich
lebt nicht mehr: Kappengibbon Iaman wurde in sehr hohem Alter von
55 Jahren von seinen Altersgebrechen erlöst. Gemüse konnte er nur
noch gekocht zu sich nehmen, zudem
plagte ihn eine hartnäckige Entzündung im Fuss. Anfang Oktober wurde
deshalb entschieden, ihn einzuschläfern.
Die ältesten Säugetiere im Zoo
sind neu die 1967 geborene Asiatische Elefanten-Kuh Druk und das
nur wenige Monate jüngere Sumatra-Orang-Utan-Weibchen Lea. (zb.)
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
120
Dateigröße
8 246 KB
Tags
1/--Seiten
melden