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Die Großrussen und die Kleinrussen. Historische Hintergründe des

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EUROPÄISCHES FORUM ALPBACH
Club Alpbach Steiermark
Sehr geehrte Damen und Herren!
Wir laden zu einem
Vortrags- und Diskussionsabend
mit
em.o.Univ.Prof. Dr. Dr.h.c. Andreas KAPPELER
Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien
zum Thema
Die Großrussen und die Kleinrussen.
Historische Hintergründe des russisch-ukrainischen Konflikts.
herzlich ein.
TAG:
ZEIT:
ORT:
Donnerstag, 26. März 2015
19.30 Uhr
RESOWI-Zentrum, Universitätsstraße 15, 8010 Graz
Trakt G (!), 2. Stock, Sitzungszimmer
Wir würden uns sehr freuen, Sie bei dieser interessanten Veranstaltung begrüßen zu
dürfen.
Mit herzlichen Grüßen
Prof. Herwig Hösele
(Vorsitzender)
Bitte teilen Sie uns Ihr Kommen mit der Antwortkarte oder per E-Mail an: club@castmk.at mit!
2
Club Alpbach-Info
Nr. 157 – März 2015
em.o.Univ.Prof. Dr. Dr.h.c. Andreas KAPPELER
Geboren 1943 in Winterthur (Schweiz);
Studium der Allgemeinen Geschichte, Slavischen Philologie, Publizistik und Osteuropäischen
Geschichte an den Universitäten Zürich und Wien;
1969 Promotion an der Universität Zürich;
1970 Austauschstipendiat in Leningrad und Moskau;
1970-1976 Wissenschaftlicher Assistent am Historischen Seminar der Universität Zürich;
1976-1978 Habilitations-Stipendium des Kantons Zürich, mehrmonatige Aufenthalte in Paris,
Helsinki und Moskau;
1979 Habilitation für Osteuropäische Geschichte an der Universität Zürich;
1979-1982 Oberassistent am Historischen Seminar und Privatdozent an der Universität Zürich;
1982-1998 Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Köln;
1984-1989 Koordination einer Arbeitsgruppe des internationalen Forschungsprojekts der European Science Foundation Comparative Studies on Governments and Non-Dominant Ethnic Groups in Europe 1850-1940;
1985-1989 Leitung des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts Die
Nationalitätenfrage im spätzaristischen Rußland (Auswertung der Volkszählung von 1897);
1994-1997 Leitung (zusammen mit Mark von Hagen, Columbia University, New York) des von
der Alexander von Humboldt Stiftung und dem National Endowment for the Humanities
geförderten Projekts Peoples, Nations, Identities: The Russian-Ukrainian Encounter;
1996 Aufnahme in die Ukrainische Akademie der Wissenschaften und die Tschuwaschischen
Akademie der Wissenschaften;
1998-2011 Professor für Osteuropäische Geschichte an der Universität Wien;
1999 korrespondierendes Mitglied und 2001 wirkliches Mitglied der Österreichischen Akademie
der Wissenschaften;
2006 Kardinal-Innitzer-Würdigungspreis;
2007 Ehrendoktorat der Tschuwaschischen Staatlichen Universität, Tscheboksary (Tschuwaschien, Russland).
Jüngste Publikationen: Russland und die Ukraine. Verflochtene Biographien und Geschichten.
Wien: Böhlau 2012; Die Kosaken. Geschichte und Legenden. München: C.H.Beck 2013;
Kleine Geschichte der Ukraine. 4. Aufl. München: C.H. Beck 2014.
Der schon ein Jahr andauernde Krieg in der Ukraine kam für fast alle Beobachter überraschend.
Der Vortrag fragt danach, was die Geschichte der russisch-ukrainischen Beziehungen zum Verständnis des gegenwärtigen Konflikts beitragen kann. Dabei stehen das imperiale Erbe Russlands
und sein asymmetrische Verhältnis zu den „Kleinrussen“ im Vordergrund.
www.clubalpbachsteiermark.at
Club Alpbach Steiermark
club@castmk.at
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Große Betroffenheit über den Tod von Werner Tessmar-Pfohl
Von Prof. Herwig Hösele, Vorsitzender des Club Alpbach Steiermark
Der Mitbegründer des Club Alpbach Steiermark war eine große und prägende Persönlichkeit.
„Ein Visionär, Vordenker und Gestalter“ lautete der Titel des Nachrufes auf Werner
Tessmar-Pfohl in der „Kleinen Zeitung“ vom 7. März 2015. Uns vom Club Alpbach Steiermark
erfüllt der Tod von Werner Tessmar-Pfohl mit großer Betroffenheit, schließlich war er Mitbegründer unseres Clubs und Gemahl unserer Ehrenpräsidentin und langjährigen Vorsitzenden.
Im Nachruf der „Kleinen“ wird richtig festgestellt: „Mit Werner Tessmar-Pfohl ist eine der
prägendsten und engagiertesten steirischen Unternehmerpersönlichkeiten verstorben. Sein wirtschaftliches und gesellschaftliches Wirken war enorm. Das Land Steiermark verliert eine große
Persönlichkeit. Er prägte nicht nur die Entwicklung des traditionsreichen Familienunternehmens
Sattler AG, sondern engagierte sich zeitlebens auch in den Bereichen Bildung, Forschung und
Kultur.
Werner Tessmar-Pfohl widmete sich bereits in jungen Jahren auch interessenpolitischen
Aufgaben. Sein Hauptaugenmerk galt dabei vor allem der Bildungs- und Gesellschaftspolitik und
Fragen der Infrastruktur. Mit der von ihm initiierten Denkwerkstatt H7 wurde ab 1994 entscheidende Arbeit für die erfolgreichen strukturellen Weichenstellungen in der Steiermark nach langen
Krisenjahren geleistet. Eines der Ergebnisse daraus war die Gründung des steirischen Autoclusters 1995 sowie weiterer Clusterstrukturen. Er setzte sich zudem unermüdlich für eine Reform
des österreichischen Bildungssystems ein und spielte auch bei der Einführung der Fachhochschulen eine große Rolle.
Werner Tessmar-Pfohl, der Welthandel in Wien studierte und im Fach Wirtschaftswissenschaften promovierte, war hochgebildet und hat die Leitung eines großen, erfolgreichen Familienunternehmens, der Sattler AG, auch immer als Auftrag gesehen, sich für gesellschaftliche Anliegen zu engagieren – der Bogen spannte sich von Kunst und Kultur, Ökonomie, Ökologie bis
hin zur Politik. Er bekleidete etwa die Position des Vorsitzenden des Universitätsrates der Universität Graz, war Präsident der Steiermärkischen Sparkasse und engagierte sich in Kunst- und
Kulturvereinen. Nach seiner Promotion im Jahr 1968 war er im – bereits 1875 gegründeten –
Familienunternehmen Sattler Textilwerke tätig. Das vielfach ausgezeichnete Unternehmen ist als
Spezialtextilienhersteller weltweit erfolgreich tätig. Ab 1976 gehörte er der Geschäftsführung an,
nach der Umwandlung der Sattler Textilienwerke OHG in die Sattler AG wurde Tessmar-Pfohl
1999 Alleinvorstand.“ Sodann wurde er 2001 Vorstandsvorsitzender und war in den letzten Jahren, nachdem sein Sohn Alexander in den Firmenvorstand eingetreten war, Aufsichtsratsvorsitzender. Von 1977 an war der 1942 geborene Tessmar-Pfohl im Präsidium der Industriellenvereinigung Steiermark, deren Präsident er von 1991 bis 2000 war. Österreichweit war er viele Jahre
hindurch Vizepräsident der Industriellenvereinigung und Spartenobmann der Industrie der Wirtschaftskammer, sowie Vorsitzender des Bildungsausschusses der Industriellenvereinigung. Bis
zuletzt war der vielfach ausgezeichnete Industrielle Vorsitzender des Steirischen Verbandes Selbständiger Wirtschaftstreibender.
www.clubalpbachsteiermark.at
Club Alpbach Steiermark
club@castmk.at
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Werner Tessmar-Pfohl war ein innovativer Geist, Visionär, Vordenker und Gestalter. Vor
allem war ein nobler Mensch mit großem Format. Der Club Alpbach Steiermark und ich persönlich verdanken ihm unendlich viel. Er war ein entscheidender Förderer und Unterstützer, der uns
stets mit Rat und Tat zur Seite stand und zahlreiche Clubabende und Themen anregte und vielerlei Impulse gab. Jedes Gespräch mit ihm war eine intellektuelle Bereicherung, das zu neuen Aktivitäten herausforderte.
Werner Tessmar-Pfohl wird uns, wird mir sehr fehlen. Unsere ganze Anteilnahme gilt seiner ganzen Familie mit den drei Kindern und neun Enkelkindern, insbesondere der von uns und
mir ganz besonders verehrten Gemahlin Marju, die sich in idealistischer- und hochherziger Weise
seit langem für unseren Club engagiert.
Das Vermächtnis von Werner Tessmar-Pfohl an uns ist es wohl, in seinem Geiste offen für
die Fragen von Zeit und Welt innovativ, beherzt und ideenreich tätig zu sein, neugierig, vorurteilsfrei und liberal. Wir wollen ihn und sein Vermächtnis nie vergessen und bemüht sein, ihm
und seinem Vorbild in unserer Weise so gut wie möglich gerecht zu werden.
Andreas Kappelers „Kleine Geschichte der Ukraine“: aktualisiert
und überarbeitet.
(„Die Presse“, Print-Ausgabe, 9.3.2015)
Vor 20 Jahren erschien die „Kleine Geschichte der Ukraine“ von Andreas Kappeler das
erste Mal. Damals, 1994, drei Jahre nach der wiedergewonnenen Unabhängigkeit des Landes, war
das für viele eine Einführung in die Geschichte eines exotischen Landes. Inzwischen hat der
frühere Ordinarius für Osteuropäische Geschichte an der Uni Wien die „Kleine Geschichte“
zum vierten Mal überarbeitet und aktualisiert – bis herauf ins tragische Kriegsgeschehen des vergangenen Sommers im Donbass.
In Deutschland wird unter den Osteuropahistorikern die ständige Vernachlässigung der
Ukraine in der Forschung inzwischen selbstkritisch beklagt und heftig diskutiert. Kappeler aber
braucht sich da nichts vorwerfen. Er hat die strategische Bedeutung dieses Landes und seine
heiklen und potenziell explosiven Verbindungen gerade zu Russland immer klar erkannt. Dieses
Thema durchzieht seine gesamte Studie.
Dabei zeigt sich die Größe des Schweizer Historikers immer wieder durch sein präzises
und stets um Sachlichkeit und Ausgewogenheit bemühtes Urteil. Mit Stereotypen – individualistische, spontane, poetische, naturliebende Ukrainer gegenüber kollektivistischen, materialistischen,
sozial disziplinierten Russen – kann er nicht viel anfangen. Kappeler geht es immer um Fakten.
Seit dem 19. Jahrhundert gilt in diversen russischen Machtzentralen die Losung, die Ukraine ja nicht ziehen zu lassen. Die ganze herablassende Haltung von Russen gegenüber den „Kleinrussen“ zeigte sich in der 2008 gemachten Bemerkung Wladimir Putins, die Ukraine sei „kein
vollwertiger Staat“ (so manche geschichtsunkundigen Europäer nickten sogleich zustimmend).
Die größte Tragik des jetzigen Geschehens sieht Kappeler darin, dass durch das bewusste
Anstiften und das militärische Eingreifen Russlands „das zwar nicht konfliktfreie, aber doch
friedliche Zusammenleben von Russen und Ukrainern gefährdet wurde“. Möglicherweise urteilt
der Professor da sogar zu milde. b.b.
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